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Autor Thema: Blade Runner  (Gelesen 33967 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Lunita
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« Antworten #450 am: 25 November 2009, 20:26:38 »

Weiß auch net, was plötzlich "Blood Diamond" hier verloren hat. :oD

*schäm*
Weiss auch nicht, wie das passieren konnte. War immer der festen Überzeugung, der sei vom Scotty. Ahem

Zitat
Wahrscheinlich ist "Titanic" auch einfach nur langweilig... da ist ja weder Regensburger Domspatzen drin, noch kommen die Schnitte häufiger als 3x pro Sekunde. Argh... wenn Du was langweiliges sehen willst, Du, ja DU!, dann schau doch Uwe Boll. DER macht langweilige Filme. Aber da kannst Du Dir dann auch was tiefgründiges zu ausdenken.

Also, von Titanic habe ich nur die zweite Hälfte gesehen, weil ich mal schauen wollte, wie mit Linux gemachte CGI aussieht. Der ganze Film ist bestimmt grottenlangweilig und schnulzig. ;-)

Und von Boll hab ich bisher nur diesen Inselfim gesehen. Weiss nicht, was die Leute daran so furchtbar finden. Hirnlos, aber nette Unterhaltung. Andere Schublade als der Scott, andere Liga, aber es gibt Schlimmeres. Langweilig war der Film keineswegs. Tiefgründig schonmal gar nicht. ;-)

Zu den nachfolgenden Diskussionen ums Erzähltempo: Mit No Country for Old Men haben die Coens gezeigt, dass auch heute noch ein Film mit langen, ruhigen Einstellungen, kaum Musik und gemächlichem Erzähltempo überaus erfolgreich sein kann. Ich habe ihn nahezu erleichtert geschaut. Aber im Gegensatz zum Himmel über Berlin passiert da tatsächlich was, und die Charaktere sind zwar teilweise verschroben, aber nicht völlig spinnert. Andererseits scheint mein Geschmack auch nicht maßgeblich zu sein. Gestern habe ich endlich Inglorious Basterds gesehen, und im Gegensatz zu vielen Leuten fand ich die Dialoge keine Minute zu lang. Es war jederzeit faszinierend und/oder spannend, sei es Landa am Anfang oder Hicox und Hellstrom im Keller. Ich weiss nicht, wie man sich bei solchen Dialogen langweilen kann.

Zurück zum Blade Runner: Mit seiner überaus düsteren Stimmung, der ständigen Dunkelheit, dem Regen, den einsamen Charakteren, ist er für mich ein astreines Produkt der Achziger mit Endzeitstimmung. Man darf nicht vergessen, dass das positive, helle Ende aufgezwungen wurde und nicht dem Willen des Regisseurs entsprach. Auch die Musik: Die 70er sind für mich die Hippies und später Abba. Vangelis mit seinem wunderbaren Soundtrack passt in die elektronische Reihe als Vorreiter mit Tangerine Dream, was später schneller und poppiger (Depeche Mode, Duran Duran...) bzw finsterer (Anne Clark, Sisters of Mercy) und dann schließlich noch schneller (Goa) wurde. Jaja, ich weiss, Vangelis und TG haben schon deutlich früher angefangen, aber die großen Alben haben sie Anfang und Mitte der 80er gemacht.

Seht mal Blade Runner als den schwermütigen Denker, während Star Wars als ungleicher Zwilling die sorglose Partynudel ist. Gleiche Generation, anderer Charakter.

PS: Tangerine Dream, Achziger, Endzeit... ich muss endlich Near Dark weiterschauen...
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MMeXX
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Michael-Mann-Fan


« Antworten #451 am: 26 November 2009, 08:51:50 »

Zurück zum Blade Runner: [...]Man darf nicht vergessen, dass das positive, helle Ende aufgezwungen wurde und nicht dem Willen des Regisseurs entsprach.

Kurze Nachfrage, welche Schnittfassung ist gemeint?
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"Das ist ja wie mit schwanger sein. Entweder man ist schwanger oder man ist nicht schwanger. Es gibt ja nicht ein bisschen schwanger." - Rudi Völler
ratz
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« Antworten #452 am: 26 November 2009, 11:06:42 »

Sicher die mit dem hellen, positiven Ende  icon_mrgreen

(Autotour ins Grüne)


Zurück zum Blade Runner: Mit seiner überaus düsteren Stimmung, der ständigen Dunkelheit, dem Regen, den einsamen Charakteren, ist er für mich ein astreines Produkt der Achziger mit Endzeitstimmung...

Ja, da sind viele wahre Punkte dran. Zugegeben ist meine Einordnung in die 70er seeeeehr subjektiv. Ich wurde ja nur provoziert zu schreiben, weil jemand meinte, sich mit Ignoranz brüsten zu müssen. Wenn man schon Qualität nicht erkennen kann, sollte man still und heimlich an sich arbeiten.

cu, r.
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