Autor Thema: Umgang mit der Spoilerfunktion  (Gelesen 2301 mal)

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Offline McClane

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Umgang mit der Spoilerfunktion
« am: 19 März 2013, 08:32:54 »
Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Haltung da alleine stehe, aber mittlerweile hat der Wahn bloß nix zu spoilern hier absurde Züge angenommen. Dass man natürlich keine wichtigen Details wie den unerwarteten Tod einer Figur, einen Plottwist, der den ganzen Film auf den Kopf stellt oder einen vorher nicht bekannten Cameo nennt, versteht sich von selber.

Aber mittlerweile werden ja sogar Sachen wie "die Verfolgungsjagd" oder "die Galerie-Szene" mit Spoiler-Tags versteckt und das finde ich unfreiwillig komisch. Dass es in einem Actionfilm eine Verfolgungsjagd gibt, ist nun mal absolut nicht überraschend, die Formulierung "Galerie-Szene" ist ja bereits eine Verschlüsselung der Infos, was in der Szene passiert, denn nur wer den Film gesehen hat, der weiß welche Szene gemeint ist und was dort geschieht. Selbst wenn jemand zum nächsten 08/15-Actionreißer schreiben würde: "Der Bösewicht bekommt ne hübsch fiese Todesszene" oder ähnliches, dann würde ich das nicht als Spoiler betrachten, denn grob geschätzt 98% aller 08/15-Actionreißer gehen so aus.

Vielleicht komm ich jetzt als Meckerpott rüber, wollte das aber nur mal los werden und vielleicht eine Diskussion dazu anregen.
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Offline Mr. Blonde

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #1 am: 19 März 2013, 09:57:32 »
Ich finde den Umgang mit Spoilern absolut okay. Jeder hat eine andere Gewichtung, was wichtig ist und was nicht. Lieber ein paar schwarze Balken zu viel, als hinterher lange Gesichter. Und ich finde auch nicht, dass Argumente a la "Das ist doch nach den ersten zehn Minuten eh klar, dass das so und so kommt" ziehen, da jeder Film anders wahrnimmt. Ich möchte manchmal auch einfach nur ein Stimmungsbild oder einen eher allgemeinen Kommentar zu einem Film lesen, ohne das bestimmte Szenen rausgepickt werden.

Keine Ahnung, aber dann können wir gleich anfangen, an allen Postinggewohnheiten von jedem einzelnen rumzukritisieren.
« Letzte Änderung: 19 März 2013, 10:00:32 von Mr. Blonde »
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Offline Moonshade

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #2 am: 19 März 2013, 10:15:16 »
Vielleicht sind ja einige extrem vorsichtig gewesen, eben weil daran in der Vergangenheit so viel rumgemeckert wurde - jetzt die "mehr ist sicherer"-Regel, weil einige Leute ja nun GAR NICHTS über den Film wissen wollen - aber dennoch die Threads studieren (auch etwas absurd).
Ich hab nichts gegen die Balken, aber jeder kann ja mal für sich checken, ob's wirklich immer entscheidend nötig ist.
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Offline Dionysos

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #3 am: 19 März 2013, 16:04:41 »
Meine Meinung kann ich sehr kurz formulieren: Lieber ein schwarzer Balken zu viel als einer zu wenig. Gestört haben sie mich noch nie, ganz egal, ob sie zurecht gesetzt wurden oder nicht.
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Offline Roughale

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #4 am: 19 März 2013, 16:38:22 »
Ich denke auch, dass man lieber etwas zuviel, als zuwenig spoilern sollte  :king:

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Offline Klugscheisser

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #5 am: 19 März 2013, 22:59:04 »
Naja, ich find's ehrlich gesagt manchmal schon etwas störend. Nämlich dann, wenn in einem Text in jedem Satz mindestens eine schwarze Stelle vorkommt. Da bleibt meist das Verständnis auf der Strecke.
Ich denke, die Spoilerfunktion ist Segen und Fluch zugleich. Zum einen verhindert sie, das Spoiler offensichtlich sind, zum anderen muss man sich auch nicht mehr so viele Gedanken um das Geschriebene machen, weil man eh alles schwärzen kann. Ich guck mir meist die schwarzen Sachen einfach an, um dann festzustellen, dass für mich nichts Wichtiges verraten wurde.

Offline Chili Palmer

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #6 am: 20 März 2013, 12:25:37 »

Oh, schönen Dank für diesen Thread, McClane.

Dann kann ich ja endlich mal loswerden, wie sehr ich diese schwarzen Blöcke hasse.  :icon_lol:

Ich erinnere mich noch an selige Schulhofzeiten, wo man sich die reinen Nacherzählungen nur so um die Ohren gehauen hat und dennoch immer Interesse für die jeweiligen Filme übrig blieb. Deshalb schätze ich mal, dass es weniger darum geht, Einzelheiten zu erfahren, sondern, dass das Problem ganz woanders liegt.
Kann mich noch daran erinnern, den Podcast von Bernd Begemann über Vincenzo Natalis Filme gehört zu haben, in welchem er "Splice" nach kleiner Warnung wirklich von vorne bis hinten, inklusive aller Wendungen, gespoilert und besprochen hat, weil er meinte, anders seiner Begeisterung für den Film nicht Ausdruck verleihen zu können. Und Recht hatte er - erst danach hatte ich Lust, den Film überhaupt zu schauen, weil das WIE bei dem Film interessanter ist als das WAS.
Ich habe nämlich grundsätzlich das Gefühl, dass die grassierende Online-Spoilerpanik auch zu einem gewissen Grad durch die Filme der letzten Jahre entstanden ist, die sich erzählerisch einzig und allein auf ihre Schlusstwists stützen, und bei denen man wirklich verstehen kann, dass der ganze Anschauspaß wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt, wenn man das Ende kennt. Und in solchen Fällen kann man dann ja auch gerne auf die Spoilerfunktion zurückgreifen, weil solche Filme sonst nicht mehr viel Diskutables zu bieten haben (Traurig eigentlich. Shyamalan und Nolan sei Dank?).

Glaube nämlich nicht, dass es den Spaß an "Temple of Doom" mindert, wenn man schon vorher weiß, dass er den verdammten Stein zurückbringt.  :icon_cool: 
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Offline Mr. Boo

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #7 am: 20 März 2013, 15:12:50 »
Meine Meinung kann ich sehr kurz formulieren: Lieber ein schwarzer Balken zu viel als einer zu wenig.

Unterschreib ich so.

Offline Dr. STRG+C+V n0NAMe

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #8 am: 20 März 2013, 20:53:03 »
Meine Meinung kann ich sehr kurz formulieren: Lieber ein schwarzer Balken zu viel als einer zu wenig.

Unterschreib ich so.

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Offline Crumby Crumb & the Cunty Bunch

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #9 am: 21 März 2013, 00:57:40 »
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Offline Mr. Blonde

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #10 am: 21 März 2013, 04:46:49 »
Glaube nämlich nicht, dass es den Spaß an "Temple of Doom" mindert, wenn man schon vorher weiß, dass er den verdammten Stein zurückbringt.  :icon_cool: 

Den Spaß nicht, aber die Spannung.  :pfeif:
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Offline Chili Palmer

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #11 am: 21 März 2013, 20:01:31 »

Ach, stell' dich nicht so an.  :chuck:
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Offline Stefan M

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #12 am: 21 März 2013, 20:33:31 »
Ich bin auch einer derjenigen, die lieber eine Spoiler-Warnung zu viel als zu wenig machen, hauptsächlich wenn ich etwas näher auf den Inhalt einer Szene eingehe, habe in der Regel aber keine Probleme damit, sollte ich einmal etwas mehr über die Handlung erfahren. Kürzlich habe ich mich sehr geärgert, als mir der sogenannte ZDF-Chefkritiker Twiehaus im Frühstücksfernsehen in einem Nebensatz mal eben den Abgang von Waltz in "Django Unchained" verriet, was nun ausgerechnet ein Film war, in den ich möglichst unvorbereitet gehen wollte, weil das wahrscheinlich auch schon mein letzter Kinobesuch in diesem Jahr gewesen sein dürfte.  ;) Aber ich denke, da sind wir uns alle einig, daß das ziemlich handlungsentscheidend ist bzw. dem Film eine andere Wendung gibt und daher nicht unbedingt gespoilert werden sollte. Wenn hier hingegen schon Dinge wie die Kapuzen-Szene geschwärzt werden müssen, obwohl da konkret gar nichts über den Inhalt verraten wird, finde ich das auch sehr überflüssig.

Allgemein bemerke ich bei mir die Tendenz, auch schon vor Kenntnis des Films das Geschwärzte zu lesen, auch auf die Gefahr hin, daß ich schon das Ende erfahre. Da vertrete ich mittlerweile die Meinung, daß ein wirklich guter Film nun mal auch dann funktioniert, wenn man schon entscheidende Kniffe weiß. Höchstens geht der Überraschungseffekt verloren. Von "The Wicker Man" (das Original, versteht sich) kannte ich vorher bereits dank Youtube das Ende, und es hat mich dann im gesamten filmischen Zusammenhang dennoch gepackt, weil mich die einzigartige Stimmung bereits vorher für sich eingenommen hatte. Auf "Six Feet Under" bin ich erst richtig aufmerksam geworden, indem ich die Schlußmontage gesehen habe. Die Filme des Prügelknaben Shyamalan funktionieren immer besser, je häufiger man sie sieht.

Bei mir kommt noch hinzu, daß ich früher wahnsinnig viele Filmbücher mit Analysen gelesen habe oder auch unsere Freunde Hahn/Giesen oder oder oder. Insofern habe ich die Inhalte der ganzen Klassiker eh schon einmal gelesen und kann bzw. konnte nicht mehr sonderlich überrascht werden von einem "Carnival of Souls", einem "Planet der Affen" oder "Der Exorzist" oder "Die Nacht der lebenden Toten". Dennoch funktionieren die Meisten dieser Kultfilme hervorragend. Da kann mir ein entscheidender Handlungsspoiler nicht viel kaputt machen. Das heißt natürlich nicht, daß ich mich nicht gerne überrumpeln lasse, nur wenn das mal nicht der Fall ist, weil ich was darüber gelesen habe, ist nicht gleich der ganze Film hin.
« Letzte Änderung: 21 März 2013, 20:36:26 von Stefan M »
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Offline cyborg_2029

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #13 am: 21 März 2013, 21:04:24 »
Wo ist eigentlich das Problem? Es ist doch nicht so, dass man die schwarzen Stellen umständlich sichtbar machen muss. Von daher stört es doch nicht. Und so ein Thread muss auch keinen Schönheitspreis gewinnen. Es gibt auch Szenen in Filmen die an Wirkung verlieren, wenn man sie kennt, auch wenn sie jetzt nicht unbedingt spoilerwürdig sind. Aus diesem Grund spare ich mir jetzt schon immer öfter Trailer anzusehen. Wer unbedingt vorher alles wissen will, kann doch auch die schwarzen Stellen lesen.

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Offline Reiben

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #14 am: 22 März 2013, 00:21:51 »
Das mag jetzt vlt. etwas übertrieben wirken, aber eine übermäßige Verwendung der Spoilerfunktion ist eine Form von vorauseilendem Gehorsam, die in meinen Augen viele Parallelen zu politischer Korrerktheit aufweist. Wirklich gutheißen kann ich solche Tabuisierungen nicht. Da wird einer Art zu denken und zu handeln Vorschub geleistet, die ich persönlich ablehne. Das Argument, dass ein schwarzer Balken zuviel nicht schaden kann, ist für mich daher auch überhaupt nicht nachvollziehbar.

Wer über einen Film nichts wissen will, der soll eben nicht im entsprechenden Thread stöbern. Die OFDb bietet genug Möglichkeiten sich im Vorfeld über einen Film zu informieren ohne sich durch seitenlange Threads zu wühlen. Dass man das Ende von "Die üblichen Verdächtigen" als Spoiler markiert, ist selbstverständlich, aber dass in einem Stirb-Langsam-Film am Ende der Bösewicht stirbt, ist nun wirklich keinen Spoiler wert.

Ich würde daher auch für einem deutlich bewussteren Umgang mit der Spoilerfunktion plädieren, aber letztlich wird da jeder seine eigenen Maßstäbe ansetzen und das wird sich auch nicht ändern.
« Letzte Änderung: 22 März 2013, 00:25:59 von Reiben »
.mirrorS arE morE fuN thaN televisioN

Offline Mr. Blonde

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #15 am: 22 März 2013, 00:46:10 »
Wer über einen Film nichts wissen will, der soll eben nicht im entsprechenden Thread stöbern. Die OFDb bietet genug Möglichkeiten sich im Vorfeld über einen Film zu informieren ohne sich durch seitenlange Threads zu wühlen.


Und da ist das Problem: in der OFDb finden sich nämlich nicht Diskussionen, News und Infos zur gesamten Produktion eines Films, sondern eben hier im Forum. Über einen Film etwas wissen zu wollen, bedeutet ja nicht automatisch, dass man unbedingt viel über die Handlung wissen möchte.

Zitat
Das Argument, dass ein schwarzer Balken zuviel nicht schaden kann, ist für mich daher auch überhaupt nicht nachvollziehbar.


Das vertrittst du genau so lange, bis jemand anderer der gleichen Meinung wie du bei "Stirb Langsam" ist. Nur ist das dann nicht Stirb Langsam, sondern ein Film, auf den du dich vielleicht seit Jahren freust und bei dem ein anderer User der Meinung ist, dass doch eh klar ist, wie Film X endet.

Das, was du als "politische Korrektheit" bezeichnest, ist in meinen Augen Respekt gegenüber anderen Filmfans, die nicht möchten, dass ihnen ein Filmerlebnis madig gemacht wird. Eine Tabuisierung findet in meinen Augen nicht statt, da jederzeit alle Hüllen fallen können, wenn das jemand möchte. Niemand wird hier gezwungen, seine Gedanken einzugrenzen, sondern nur daran zu denken, dass es Leute gibt, die nach zehn Minuten wissen, wie "Oldboy" ausgeht und andere, die das eben nicht tun.

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« Letzte Änderung: 22 März 2013, 01:03:15 von Mr. Blonde »
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Offline MMeXX

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #16 am: 26 März 2013, 20:15:33 »
Zunächst mal noch ein zu spätes Entschuldigung an dich Nils, für meinen Eingriff in deinen Last Stand-Beitrag. Das war falsch von mir. Es war eine Überreaktion meinerseits, nachdem zuvor bei einem anderen Film jemand quasi einmal "Handlung komplett" ohne SPoilerkennzeichnung gepostet hatte und du dann kurz danach eben dein Posting brachtest. Wobei mich die Erwähnung einer Szene an sich, gar nicht mal gestört hatte. es war eher die genaue Beschreibung (aus meiner Sicht), die mich so genervt hatte. Dass die Bösen sterben und am Ende der Gute triumphiert etc. ist ja wirklcih in den meisten Filmen klar. Aber die genaue Schilderung der "Erfolge" des Guten fand ich einfach nervig. Ich hoffe, es ist einigermaßen nachvollziehbar, wie ich das meine.

Allgemein zum Thema: Wir haben eine Spoilerfunktion + -regelung, also sollte sie auch entsprechend genutzt werden. Man könnte natürlich auch sagen: Weg damit! Da wäre ich aber dagegen! :icon_mrgreen: Mir ging es bei vielen Filmen (stellvertretend mal Soylent Green und Planet of the Apes genannt), die mich zwar bei Erstsichtung fesseln konnten (Sci-Fi olé!), aber mit dem "Schlusspunkt" eben nicht mehr die Wirkung hervorrufen konnten, die sie bei Unkenntnis möglicherweise gehabt hätten. Naja, ist eben auch immer etwas Lotteriespiel beim Mitlesen.

Offline .sixer.

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #17 am: 27 März 2013, 12:14:26 »
Das mag jetzt vlt. etwas übertrieben wirken, aber eine übermäßige Verwendung der Spoilerfunktion ist eine Form von vorauseilendem Gehorsam, die in meinen Augen viele Parallelen zu politischer Korrerktheit aufweist. Wirklich gutheißen kann ich solche Tabuisierungen nicht. Da wird einer Art zu denken und zu handeln Vorschub geleistet, die ich persönlich ablehne. Das Argument, dass ein schwarzer Balken zuviel nicht schaden kann, ist für mich daher auch überhaupt nicht nachvollziehbar.

Das ist tatsächlich übertrieben. Die Mehrheit im Forum ist mit den Balken absolut einverstanden bzw. wünscht sich diese sogar. Aus diesem Grund ist die Verwendung dieser auch Bestandteil der Forenregeln. Vergleiche mit politischer Korrektheit oder Tabuisierung hinken hier nicht nur, sondern sind in dem Zusammenhang völlig irrsinnig. Ich denke im Übrigen auch nicht, dass man aus jeder Kleinigkeit (insb. in einem Internetforum) eine Grundsatzdiskussion machen muss. Nichts für ungut, aber hier wird wirklich grade aus einer Mücke ein Elefant gemacht.
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Offline McClane

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #18 am: 27 März 2013, 12:43:04 »
Zunächst mal noch ein zu spätes Entschuldigung an dich Nils, für meinen Eingriff in deinen Last Stand-Beitrag. Das war falsch von mir. Es war eine Überreaktion meinerseits, nachdem zuvor bei einem anderen Film jemand quasi einmal "Handlung komplett" ohne SPoilerkennzeichnung gepostet hatte und du dann kurz danach eben dein Posting brachtest. Wobei mich die Erwähnung einer Szene an sich, gar nicht mal gestört hatte. es war eher die genaue Beschreibung (aus meiner Sicht), die mich so genervt hatte. Dass die Bösen sterben und am Ende der Gute triumphiert etc. ist ja wirklcih in den meisten Filmen klar. Aber die genaue Schilderung der "Erfolge" des Guten fand ich einfach nervig. Ich hoffe, es ist einigermaßen nachvollziehbar, wie ich das meine.

Allgemein zum Thema: Wir haben eine Spoilerfunktion + -regelung, also sollte sie auch entsprechend genutzt werden. Man könnte natürlich auch sagen: Weg damit! Da wäre ich aber dagegen! :icon_mrgreen: Mir ging es bei vielen Filmen (stellvertretend mal Soylent Green und Planet of the Apes genannt), die mich zwar bei Erstsichtung fesseln konnten (Sci-Fi olé!), aber mit dem "Schlusspunkt" eben nicht mehr die Wirkung hervorrufen konnten, die sie bei Unkenntnis möglicherweise gehabt hätten. Naja, ist eben auch immer etwas Lotteriespiel beim Mitlesen.

Kein Problem, Max, ich erinner mich auch noch an den Thread, der dich vermutlich dazu bewegt hat. Ich hab dann nur etwas gegengeschossen, da ich das ja extra so gedacht hatte, dass die Leute sich im Vorfeld über Cuts informieren können. Hab ich dir auch nicht wirklich übel genommen.

Darauf spielte ich auch nicht an, es ging nur um die Fälle von Unkenntlichmachung von etwas, das schon unkenntlich gemacht ist. Es reicht ja bei deinen Beispielen Schlusspunkt zu schreiben, man muss nicht Schlusspunkt daraus machen.
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Offline nightmas

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Re: Umgang mit der Spoilerfunktion
« Antwort #19 am: 21 Mai 2013, 16:56:52 »
Meiner Meinung als newbie: lieber ein paar schwarze Balken zu viel als zu wenig.
Wie schon jemand geschrieben hat, für jeden fängt Spoiler an einem anderen Punkt an.
Ich habe einen Kumpel, wenn ich ihm über einen Film erzähle muss ich jedes Mal höllisch aufpassen!
Dann gibt es einen Arbeitskollegen, der das ganz locker nimmt. Dem kann ich sogar das Ende verraten.
Er zuckt nur kurz mit den Armen und sagt "bis ich mir den Film anschaue, werde ich sowieso alles vergessen was du mir erzählt hast!"