Autor Thema: Star Trek Discovery (2017)  (Gelesen 4444 mal)

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Offline Hitfield

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #30 am: 19 Januar 2017, 16:52:21 »
Wie befürchtet:

"Hey, lasst uns mal wieder eine Star Trek TV-Serie machen!!!"
"Ja, geil. Gleich mal einen Teaser mit dem neuen Raumschiff in Auftrag geben!"
"Sieht fett aus! Sollte aber unbedingt die Vorgeschichte erzählen, das ist zur Zeit doch total angesagt."
"Ja, auch geil. Aber gab's schon, ich sage nur "Enterprise"..."
"Macht nix, dann wird die neue Serie einfach zwischen Captain Archer und Captain Kirk angesiedelt. Hauptsache es spielt in der Vergangenheit."
"Sauber gelöst. Aber trotz Setting in der Vergangenheit muss es zeitgemäß aufbereitet sein. Damit sich die Zuschauer wiederfinden können."
"Okay, also wieder deutlich mehr Alien-Rassen auf der Brücke."
"Jau, und der Captain ist eine Frau..."
"...cool. Und zwar besetzt mit einer Schauspielerin, die eine aktuelle Minderheit repräsentiert..."
"... Asiatin, schwarz oder lateinamerikanisch!"
"Perfekt. Für die Nerds brauchen wir noch was Technisches. Androiden oder so..."
"...gab's schon mit Data/Lore/B-4, deshalb lieber was mit Robotern..."
"Geile Idee. Außerdem sollte ein Crewmitglied offen schwul sein."
"Wär' ich nicht drauf gekommen. So machen wir's!"
"Genau! Und die Crew stecken wir in die Vergangenheit in eine Zwischenphase zwischen Archer und Kirk, in der eigentlich nichts Interessantes passiert ist."
"Egal, alleine die einzelnen Crewmitglieder bringen doch genug persönliche Konflikte und Dramatik in die Serie!"
"Absolut genial. So machen wir's!"


Genau so wird das gelaufen sein. Sorry, aber so kann man keine "Star Trek"-Serie konzipieren - zig naheliegende Bestandteile zusammenrühren und dämliche Vorgeschichten erzählen. Es wird Zeit, der Föderation mal wieder ein neues Kapitel hinzuzufügen. Wie ist es mit der Menschheit weitergegangen. Wie hat sich die Förderation weiterentwickelt? Wurde das Universum weiter erforscht? Hat man durch neue Entdeckungen mehr über sich selbst gelernt und neue Allianzen mit alten Gegnern geschmiedet? Und so weiter.

Ich bin (war) der größte Trekkie aller Zeiten, aber in den letzten ca. 15 Jahren wurde in Sachen "Star Trek" nur die Vergangenheit immer wieder neu aufgerollt: dreimal bei J.J. Abrams, vier Staffeln bei "Enterprise" und jetzt mit "Discovery". Geschenkt, absolut geschenkt - egaler geht's nicht. Erzählt endlich was Neues. Am besten wäre ein Ansatz wie damals von TOS zu TNG. In Deutschland wurde TNG ja sehr frei, aber passend mit "Das nächste Jahrhundert" übersetzt. Das bietet viel mehr Möglichkeiten, gute und interessante neue Geschichten zu erzählen. Meinetwegen kann die neue Serie auch gerne zwei Jahrhunderte nach Picard, Janeway und Sisko angesiedelt sein.
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Offline CapN

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #31 am: 19 Januar 2017, 23:06:07 »
Ich muss sagen, dass ich auch wenig Bock auf die neue Serie habe. Neues Star Trek-Futter immer gern - aber nach dem Reboot im Kino und Star Trek: Enterprise SCHON WIEDER ein Prequel? Auch alles, was man so nebenbei mitbekommt, ist ziemlich ernüchternd. Die ständigen Verschiebungen, der Showrunner verlässt die Produktion noch während der Planung, die blasse Sasha aus The Walking Dead als Hauptfigur und nicht zu vergessen: diese abgrundtief hässliche Katastrophe, die sich Raumschiff nennt...  :icon_confused:

Hitfield hat Recht, eine neue Serie hätte nach DS9 und Voyager ansetzen müssen.

Nunja, was soll das Gemecker. Ansehen werd ich es mir natürlich trotzdem - und lasse mich auch gern eines Besseren belehren...
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Offline psy-trancer

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #32 am: 22 Januar 2017, 00:11:42 »
Wenn ich das ganz hier so lese, dann kann die Serie getrost wieder eingestampft werden.
Ist anscheint sowieso in letzter Zeit, ein großer Trend in der Flimbranche, diese ganzen Prequels, Remakes und Reboots.

Enterprise gefiel mir schon nicht wirklich.
Weil das Schiff sah moderner aus als die Enterprise von TNG.
Dann die Klingonen hatten schon die ausgeprägten Strinwulsten. In einer DS9 Folge, wo Sisko in die Vergangenheit reist, erwähnte Worf, das sich bei den Klingonen die Stirn später weiter ausprägten.
Ausserdem hatte Archer schon zwei ausserirdische Crewmitgieder. Soweit ich weiss, war ja eigentlich Spock der erste Ausserirdische, der die Föderation beitrat.
Die Vulkanier in Enterprise machten eher mehr einen düsteren Eindruck und dann waren noch diese Suliban.
Das waren soweit ich noch weiss, die Hauptgegener und konnten durch Zeit und Raum reisen.
Dann kamen auch noch die Ferengis vor, was ich auch etwas blöde fand.

Wieso wurde Star Trek: Elite Force nicht als Serie gemacht? Ist zwar ein Spieltitel, aber spielt sich wärend und nach Voyager.
Okay, wäre evtl. zu militärisch und zu actionlastig geworden, weil Star Trek lebt ja mehr von Endeckungen und Diplomatie.
Doch wäre auch nicht schlecht gewesen. Ein neuer Feind löst verschiedene Konflikte aus und die Föderation greift mit einer spezial Truppe ein.

Oder ein Star Trek wo ein neuer Quadrant endeckt wird wie z.B. Epsilon oder Omega.

Ach ja, das Discovery Schiff sieht wirklich blöd aus.
« Letzte Änderung: 22 Januar 2017, 14:01:57 von psy-trancer »

Offline Moonshade

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #33 am: 8 März 2017, 11:11:52 »
Jetzt hat auch Star Trek seinen "Isaacs", allerdings den Anderen: Jason Isaacs (Lucius Malfoy aus den Harry-Potter-Filmen) wird die Bürde des Captains auf der neuen Enterprise übernehmen, allerdings wird die Serie wohl aus der Sicht von Sonequa Martin (TWD) aufgegriffen.
Wenigstens das klingt ganz gut, spielt wohl 10 Jahre vor ST:TOS!

http://www.serienjunkies.de/news/star-trek-discovery-jason-isaacs-81838.html
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Offline Moonshade

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #34 am: 18 Mai 2017, 10:00:09 »
Staffel wurde von 13 auf 15 Episoden erweitert.

Ferner gibt es einen neuen "first look"

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Offline Moonshade

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #35 am: 20 Juni 2017, 11:27:33 »
Es gibt endlich einen Starttermin für die neue Serie: 24.09.2017

CBS und CBS-allareas (streaming) starten mit der Serie, es wird acht Folgen vor Weihnachten und sieben nach Neujahr geben.

Dann mal "Energie"...

http://www.serienjunkies.de/news/star-trek-discovery-september-83967.html
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Offline DukeNukem69

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #36 am: 20 Juni 2017, 13:56:43 »
Nachdem mich der Trailer schon nicht sonderlich vom Hocker gehauen hat, werde ich wohl passen und lieber auf den nächsten Kinofilm warten!

Das ich das mal als langjähriger Trekkie sagen würde, hätte ich auch nie gedacht, aber ich gebe dem ganzen Projekt eh nur maximal 2 Staffeln!

Gibt mittlerweile so viele andere Serien die man schauen kann und wenn schon Star Trek dann bitte in der Zukunft und nicht wieder so ein uninteressanter Vergangenheitsmüll mit Rassen die man bisher noch nie gesehen hat... :algo:

Offline mali

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #37 am: 27 Juni 2017, 22:35:43 »
und nicht wieder so ein uninteressanter Vergangenheitsmüll

Ich begreife es auch nicht, dass die Macher schon wieder so Dumm sind und auf ein "Prequel" setzen. Kann nicht klappen, wird nicht klappen. Mal wieder an den "Fans" vorbei geplant.

Offline Hitfield

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #38 am: 5 Juli 2017, 18:37:11 »
Jonathan Frakes ist als Regisseur mit an Bord:
https://twitter.com/jonathansfrakes/status/880517087176794113


Ich fand ihn immer prima - sowohl als Riker als auch als Regisseur. Neben Nicholas Meyer und Leonard Nimoy hat er die ursprüngliche Filmreihe am meisten beeinflusst. Mich wundert nur, dass die Produzenten bzw. das Studio/der Sender wieder auf die alte Garde zurückgreifen, wobei Frakes ja schon seit langem ein gut beschäftigter TV-Regisseur ist ("Burn Notice", "Navy CIS: L.A.", "Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D.", "Falling Skies").

Lustige Randnotiz: Frakes wird auch eine Folge von Seth MacFarlanes "Star Trek"-Parodie "The Orville" inszenieren.
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Offline DukeNukem69

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #39 am: 24 Juli 2017, 04:59:58 »
Sehr actionreicher offizieller Trailer:







Offline Private Joker

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #40 am: 26 September 2017, 01:00:32 »
Seit gestern sind die ersten zwei Folgen hierzulande bei Netflix zu sehen, ab dann jede Woche eine.

Erster Eindruck: hmmm - bin jedenfalls mal nicht überwältigt. Technisch ist das sicher budgetgerecht und in Ordnung, ohne zu begeistern, die große Raumschlacht als angedachtes Highlight sieht schon mal irgendwie nicht nach Star Trek as we know it aus. Die Klingonen im mittlerweilen dritten Re-Design (entsprechend den neuen Kinofilmen) mitsamt der sehr abgehackt wirkenden Sprechweise hätte ich auch nicht unbedingt gebraucht; dass die Optik heftig bunt ist und die Technik viel moderner wirkt als alles, was wir bei Kirk (und vieles bei Picard) gesehen haben, muss man wohl akzeptieren - mit Star Trek im Vintage- oder Retrodesign lockt man anscheinend zu wenig Kids hinter der Playstation hervor. Mit Sonequa Martin-Green als Hauptfigur muss ich auch erst mal warm werden; und wo steht eigentlich geschrieben, dass Spock eine Stiefschwester hatte ?

Ob man sich mit der offenbar monothematischen Ausrichtung auf einen Krieg mit den Klingonen einen Gefallen tut (oder ob vielleicht doch noch mal ein paar Füllepisoden im alten Stil dazukommen) wird sich zeigen. Wenn ersteres zutrifft, ist das vielleicht aber die richtige Entscheidung; Aliens im "Mensch mit Pappohren und Nasenhöcker"-Look, Transporterfehlfunktionen und Energiewesen in neuer Optik braucht tatsächlich niemand mehr.

Kurz: Hat noch reichlich Luft nach oben. Nach zwei Folgen aufgeben muss man aber auch nicht.
« Letzte Änderung: 26 September 2017, 10:25:58 von Private Joker »
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Offline Moonshade

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #41 am: 27 September 2017, 12:45:33 »
Obwohl die Serie ja bei Netflix läuft, hat die Ausstrahlung der Piloten auf dem normalen CBS satte Quoten von 9,5 Mio. Zuschauern produziert, was sich ganz solide anlässt.

Eine eventuelle zweite Staffel - falls verlängert wird - würde aber nicht vor 2019 kommen, was aber wohl insgesamt im Trend liegt.

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Offline blade2603

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #42 am: 27 September 2017, 22:19:27 »
Fand die ersten beiden folgen jetzt nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Aber die Serie muss sich an TNG und vor allem an Voyager messen lassen.
Die neuen Filme sind für mich aussen vor, aber die Serie hat sich einiges abgeschaut, vor allem die Bloomeffekte.  Ansonsten gute Kost mit Luft nach oben. Leider waren mir die ersten beiden Folgen doch etwas zu vorhersehbar.

Aber da kann gern noch was kommen. Auf die Staffelfüllung bin ich aber auch gespannt. Kann mir im Moment noch nicht vorstellen wie man ggf. auf 20 Folgen kommen kann und wie man diese auffüllt um weitere Staffeln mit Inhalt füllen zu können.

"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
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Offline Private Joker

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #43 am: 28 September 2017, 11:01:22 »
Die knapp 10 Mio Zuschauer für den Doppelpiloten in den USA sind sicherlich gut (nicht überragend), aber für das geplante Anfütterungsprojekt mit der Verlagerung zu einem kostenpflichtigen Streamer wahrscheinlich auch nicht der Maßstab.

Diese neuartige Vermarktungsform bleibt, das konnte man glaube ich auch erkennen, nicht ohne Folgen für Aufbau und Qualität des Piloten; wir sehen - ich sags mal fast spoilerfrei - durchaus prominente Namen, die wir nicht mehr wiedersehen, die nominelle Nr. 2 des Casts dagegen noch gar nicht, einen Cliffhanger und einen halben Reboot schon nach F2. Das wurde andernorts (ua beim Wortvogel) auch schon als Form der Zuschauerverarschung bezeichnet, ich wäre nicht ganz so streng. Immerhin zwingt es die Macher dazu, den Piloten nicht völlig in den Sand zu setzen, was bei allem Wohlwollen durchaus schon mal der Fall war bei früheren ST-Serien.
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Offline Neo

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #44 am: 29 September 2017, 10:26:52 »
Nach 12 Jahren Star Trek TV Pause war ich natürlich auch sehr gespannt.
Star Trek Pilotfilme hatten ja ansich immer etwas schwer, es wirkte immer (bei jeder Serie) alles etwas hölzern, nicht zu Ende gedacht etc.... nach 2-3 Staffeln lief dann jede Star Trek Serie (außer Classic, hier ist m.M. nach die 1.Staffel die Beste) rund...

Discovery hat mich sofort in vielen Punkten begeistert, sei es Design, Setting, Schauspieler.
An die Klingonen muss ich mich erst noch gewöhnen....

Was mich noch nicht so überzeugt hat war der Sound, der Score.
Alte Elemente wieder aufzunehmen ist schön, aber insgesamt fehlt mir das energische, der Bombast.... den z.B.  TNG ausgestrahlt hat. Auch wenn die TNG Fanfare vom 1. Kinofilm stammt verkörpert er neben der Classic Melodie die musikalische Erkennung von Star Trek.

Warten wir mal die nächsten Folgen ab.... bisher ganz gut 8,5 / 10 für den Einstieg.

Offline Private Joker

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #45 am: 3 Oktober 2017, 00:40:11 »
Folge 3 ist ein vorsichtiges Friedensangebot an die "alten" ST-Fans, aber mit mächtig Widerhaken. Föderationswerte (ausgerechnet verkörpert von einer Figur, die sich eine Folge zuvor klar darüber hinweggesetzt hat) gegen Kriegsnotwendigkeiten; Roddenberry-Optimismus als obsoletes Konzept angesichts der Kims pardon Klingonen dieser Zeit. Dazu ein paar vorsichtige Ansätze in Richtung Weltraumhorror, was sich die früheren Serien nie getraut haben, mit ein paar ungewohnt drastischen Bildern.

Für mich ein klarer Schritt in die richtige Richtung.
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Offline zvoli1

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #46 am: 3 Oktober 2017, 11:22:46 »
Ich will endlich mal wieder eine typische Star Trek-Serie .

Serie aus den letzten 3 Kinofilmen - Kirk , Spock........
denn das ist die klassische Star Trek-Serie (wie aus den 60iger Jahren , Raumschiff , Uniformen oder auch die Uniformen der Filme aus den 80iger Jahren)  den rest kann man getrost vergessen!
« Letzte Änderung: 3 Oktober 2017, 11:25:01 von zvoli1 »

Offline Private Joker

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #47 am: 23 Oktober 2017, 23:54:30 »
Guck mal an, mit Folge 6 schwimmt sich die Serie langsam frei, beginnt zT wirklich interessant zu werden. Blöderweise vor allem dann, wenn Burnham nicht im Bild ist; die Idee eines Captains, der zuerst die Admiralin bumst und sie dann aus Angst um sein Kommando ins offene Messer laufen lässt, ist mal was Neues, das gefällt mir.

Dass Michael und der gutaussehende Lt. aus der vorherigen Folge sich über kurz oder lang (also eher kurz) näher kommen, wußte ich dagegen schon exakt und zeitgenau 10 Sekunden, nachdem der das erste Mal im Bild war. Oder der Fluch des modernen TV kommt auch hier noch irgendwann durch und der hat das obligatorische dunkle Geheimnis - zB eine Klingonengehirnwäsche.

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Offline Private Joker

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #48 am: 14 November 2017, 13:48:41 »
Halbzeitpause auf der Discovery, eine (zumindest so angelegte) spektakuläre Semi-Cliffhangerepisode und Gelegenheit für ein Zwischenfazit - mMn war auch Episode 9 wie die ganze Serie eher durchwachsen.

Klar gibt es da immer wieder spektakuläre Bilder wie das sich enttarnende große Klingonenschiff, und Lorca festigt seinen Ruf als der bisher interessanteste, weil zwielichtigste Captain der gesamten Star Trek-Geschichte. Dagegen müssen die Autoren, die sich diese Kernhandlung von Folge 9 um die Enttarnung der Tarntechnologie ausgedacht haben, schon fragen lassen, ob sie a) mal irgendwann einen der anderen ST-Filme/Serien gesehen haben - insbesondere ST 6, in dem 20 Jahre später die Klingonen immer noch über eine offenbar unentschlüsselte Tarntechnik verfügen b) ingesamt noch alle Murmeln beisammen haben ( riesige, auffällig blinkende Sender auf dem fremden Schiff, Lebensformtäuschungen, unerkanntes Beamen in Kampfsituationen, ein Klingonenchef, der sich auf einen sinnlosen Zweikampf einlässt, anstatt sein Schiff in Sicherheit  zu bringen. Und wo war der Rest der mächtigen Klingonenflotte aus dem Piloten ?)

So muss man feststellen, dass - den Trend gab es schon bei den neuen Filmen - die Handlungen zwar gleichzeitig bodenständiger, actionreicher, aber in weiten Teilen auch sinn-, verstand- und logikfreier werden. Da hilft dann auch eine mäßig konzipierte Hauptfigur mit wenig Emotionen nicht, der man wundersamerweise dann innerhalb von nur drei Folgen eine Lovestory an die Backe tackert, was früher, wenn es denn überhaupt passierte, ganze Seasons gedauert hat. Ohne Isaacs Lorca und ein paar gute Tricks wäre die ganze Sache echt für die Tonne.

Apropos Love Story - auf der nach oben offenen Vorhersehbarkeitsskala erreicht die Serie in der Tat neue Höchststände, wenn man die letzten 5-6 Jahre nicht komplett auf alle Genreserien verzichtet hat ....


Dass Michael und der gutaussehende Lt. aus der vorherigen Folge sich über kurz oder lang (also eher kurz) näher kommen, wußte ich dagegen schon exakt und zeitgenau 10 Sekunden, nachdem der das erste Mal im Bild war. Oder der Fluch des modernen TV kommt auch hier noch irgendwann durch und der hat das obligatorische dunkle Geheimnis - zB eine Klingonengehirnwäsche.


« Letzte Änderung: 14 November 2017, 13:54:05 von Private Joker »
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Offline Hitfield

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Re: Star Trek Discovery (2017)
« Antwort #49 am: 14 November 2017, 20:21:45 »
Ich habe die ersten beiden Folgen gesehen. War noch schlechter als befürchtet und vieles wurde tatsächlich Punkt für Punkt abgehakt. Die erste Staffel neuer "Star Trek"-Serien war schon immer überwiegend Mist (siehe TNG, DS9, ENT), aber das hier wird m. E. nichts mehr. Ich werde mir in >5 Jahren, wenn die Serie längst eingestellt wurde, mal die Staffelbox holen und alle Staffeln aus komplettistischen Gründen in einem Rutsch ansehen.
« Letzte Änderung: 14 November 2017, 20:23:45 von Hitfield »
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