Autor Thema: Phantom Thread (Daniel Day-Lewis / Paul Thomas Anderson)  (Gelesen 230 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Online StS

  • Forenmoderator
  • Mitglied
  • Beiträge: 14.109
Phantom Thread (Daniel Day-Lewis / Paul Thomas Anderson)
« am: 23 Oktober 2017, 18:26:09 »


Set in the glamour of 1950s post-war London, renowned dressmaker Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) and his sister Cyril (Lesley Manville) are at the center of British fashion, dressing royalty, movie stars, heiresses, socialites, debutants and dames with the distinct style of The House of Woodcock. Women come and go through Woodcock’s life, providing the confirmed bachelor with inspiration and companionship, until he comes across a young, strong-willed woman, Alma (Vicky Krieps), who soon becomes a fixture in his life as his muse and lover. Once controlled and planned, he finds his carefully tailored life disrupted by love. With his latest film, Paul Thomas Anderson paints an illuminating portrait both of an artist on a creative journey, and the women who keep his world running.

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Offline manisimmati

  • Mitglied
  • Beiträge: 225
    • Cinema Lunacy
Re: Phantom Thread (Daniel Day-Lewis / Paul Thomas Anderson)
« Antwort #1 am: 13 Januar 2018, 02:30:03 »
Habe den an einer Pressevorführung letzten Dienstag gesehen. Fand ihn bemerkenswert. Das Teil wirkt zuerst wie ein Historiendrama, ist aber etwas ganz anderes. Was? Bin mir nicht so sicher. PTA beweist einmal mehr seinen Sinn für skurrilen Humor. Die Bilder sind bis ins Letzte durchkomponiert, erinnern teils an Gemälde von Jan Vermeer. (Nur dass Daniel Day-Lewis manchmal im Hintergrund lautstark kotzt. (Das klingt jetzt grotesker als es ist.)) Ein bisschen habe ich mich mit Daniel in Vicky Krieps verliebt. Sie ist zum Niederknien unschuldig, aufmüpfig und manchmal seltsam gruselig. Es gab Szenen, da musste ich laut loslachen. Szenen, wo mich eine kalte Gänsehaut verfolgte. Szenen, an denen ich mich verwirrt am Kopf kratzte. Und schliesslich Szenen, die mich tief berührten. Das muss man erst alles in einem Film unterbringen, ohne dass er auseinander fällt oder verkrampft wirkt. Eine bestimmte Stelle war mir symbolisch "too much". Und zuweilen labern die Figuren zu abstrakt daher, als wollten sie dem Zuschauern erklären, was das Ganze eigentlich soll. Das hätt's gar nicht gebraucht. Trotzdem. Ein wunderbarer, eigenwilliger und subtiler Film. Er ist kunstvoll und beunruhigend, aber fernab vom Arthouse-Spektakel eines Giorgos Lanthimos (The Killing of a Sacred Deer). Gerne mehr davon, PTA. 9/10
« Letzte Änderung: 15 Januar 2018, 19:50:45 von manisimmati »
"Human beings are divided into mind and body.
The mind embraces all the nobler aspirations, like poetry and philosophy.
But the body has all the fun." (Woody Allen)

Offline PierrotLeFou

  • Stammuser
  • Mitglied
  • Beiträge: 2.139
Re: Phantom Thread (Daniel Day-Lewis / Paul Thomas Anderson)
« Antwort #2 am: 13 Januar 2018, 05:07:50 »
Auf den bin ich sehr gespannt. Anderson wird mich schon nicht enttäuschen; würde mich nicht wundern, wenn das mein Lieblingsfilm 2018 wird... :D
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)