Autor Thema: Godless (Netflix Miniserie)  (Gelesen 268 mal)

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Offline tenderman

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Godless (Netflix Miniserie)
« am: 21 November 2017, 15:32:06 »
http://www.filmstarts.de/nachrichten/18515725.html

Von Steven Soderbergh produziert - liest sich recht vielversprechend.

Gruß tenderman
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Offline JasonXtreme

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Re: Godless (Netflix Miniserie)
« Antwort #1 am: 5 Dezember 2017, 11:15:42 »
Erste Folge gesehen... ist zwar sehr ruhig und auch langsam erzählt, es dauert ein wenig bis man durchblickt - aber das wird gut!!! Die ersten paar Minuten sind fast apokalyptisch anzusehen, die Darsteller sind alle gut besetzt, ich denke da hat Soderbergh was geiles geschaffen!!!

Die Folgen (7 sind es) sind auch erstaunlich lang! Fünf dauern zwischen 1 Stunde 10 und 1 Stunde 20 Minuten, zwei dann nur 43 bzw. 34 Minuten. Seltsame Verteilung, aber egal. Wer auf Western steht, sollte hier reinschauen!
"Hör mal, du kannst mein Ding nicht Prinzessin Sofia nennen. Wenn du meinem Ding schon einen Namen geben willst, dann muss es schon was supermaskulines sein. Sowas wie Spike oder Butch oder Krull, The Warrior King, aber NICHT Prinzessin Sofia."

Online StS

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Re: Godless (Netflix Miniserie)
« Antwort #2 am: 5 Dezember 2017, 12:09:57 »
Fünf dauern zwischen 1 Stunde 10 und 1 Stunde 20 Minuten, zwei dann nur 43 bzw. 34 Minuten. Seltsame Verteilung

Das ist mir damals bei "the OA" erstsmals aufgefallen, dass jemand das so macht.
Soderbergh, Du Nachmacher!  :icon_lol:
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(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Offline JasonXtreme

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Re: Godless (Netflix Miniserie)
« Antwort #3 am: 5 Dezember 2017, 12:43:48 »
War bei Mindhunter bei einer Folge auch so, die Idee dahinter erschließt sich mir irgendwie null, aber da ja keiner mehr auf Free-TV Konventionen schauen muss, scheint das egal zu sein  :king: früher musste es ja in ne Stunde passen, wird ja heute noch so gemacht bei den Dingern wie Greys Anatomy, Supernatural...
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Online Private Joker

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Re: Godless (Netflix Miniserie)
« Antwort #4 am: 11 Januar 2018, 22:17:43 »
Schön, dass sich die Streaminganbieter jetzt auch mal des Westerns annehmen. Und dank Netflixens gut gefüllter Kriegskasse sieht das auch teilweise richtig gut aus, im (fast schon tarantionbreitem) TV-sprengenden Widescreen-Format und mit Landschaften und Kulissen, die praktisch alle Nicht-Quentin-Westernversuche der letzten Kino- und DtV-Jahre ärmlich, eng, einfach nicht nach Western aussehen lassen.

Erzählerisch und von der Dramaturgie erreicht man das Niveau allerdings nicht. Zu viele Erzählstränge marschieren zu langsam auf einen zugegebenermaßen grandiosen und blutigen Showdown zu, auf Deutsch: 6 von 7 Folgen lang tut sich nicht viel. Die Idee mit der fast reinen Frauenstadt (incl. Gelesbel) ist gut, fast schon ein bisschen zu modern, ganz im Gegensatz zu der altbackenen Shane-Story aus der ganz verstaubten Western-Mottenkiste um den herzensguten Ex-Banditen, Pferdeflüsterer, Ersatzvater und Witwentröster (da helfen auch Frau Dockerys gelegentlich nackte Möpse nicht wirklich). Die wenige Action der ersten Episoden wird weitgehend in die heutzutage wohl obligatorischen unvermittelten Rückblenden gesteckt. Aber weil man im Gegensatz zu der anderen teuren (und entgegen den US-Kritiken mE recht gelungenen )Western-Miniserie "The Son"  dem Publikum und seinem Durchblick anscheinend nicht traut, werden die zwecks Unterscheidbarkeit in einen scheußlichen Sepiaton gegradet, der dann zu den eh nicht überzeugenden CGI-Bluteffekten einen echt häßlichen Kontrast bildet.

Schauspielerisch gibt es auch einen bunten Strauß; Daniels ist schon ziemlich beeindruckend in einer allerdings arg überhöhten Bösewichtrolle, Dockery schaut ladylike in die Gegend (wie komme ich da jetzt drauf ?), muss mir aber mal erklären, wie sie bei so viel Farmarbeit unter der Präriesonne so blass bleiben kann. Der Ersatz-Pratt hat mich genauso schnell genervt wie das "Junger-DiCaprio-Lookalike", dafür sind bei der Frauentruppe ein paar starke Typen (TypInnen ?) dabei, allen voran Merrit Wever.

Tue mich da mit der Bewertung etwas schwer, weil die Schlussfolge wirklich ein Knaller ist, aber über die gesamte Laufzeit maximal 6/10, würde ich sagen.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)