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Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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Max Blank


StS

@ Max Blank: don´t feed the...  :happy3:

Zitat von: Schnapskartoffel am 12 Juni 2026, 18:47:25Ja, was soll ich machen, ich mag halt keine Filme... :essen:

Dann ist ein Filmforum vermutlich der falsche Ort für Dich.

Ansonsten: what Private Joker said
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Bei Magenta TV ausgeliehen:

Prisoner of War



Scott Adkins im 2. Weltkrieg, auch wenn es auch sonst wo sein könnte, völlig egal. 😂🙈

Als Kriegsgefangener auf den Philippinen wird er gezwungen, Kämpfe zu absolvieren...

Das reicht an Story. 😁
Na gut, mit anderen Gefangenen plant er ihren Ausbruch, das muss reichen, hauptsache, es wird gekämpft!

Die Kämpfe sind hart, die Atmosphäre dreckig, die Inszenierung ganz gut.

Guter, typischer Scott Adkins Prügler!

3,5/5

Newendyke

Kap der Angst (1991)

Ein wirklich albtraumhafter Thriller mit Top-Besetzung bis in die kleinste Rolle, den ich nach langer Zeit mal wieder gesehen habe. DeNiros Cady ist so dermaßen hinterlistig und mit Spaß an seinem Rachefeldzug dabei, dass er den Film fast alleine tragen könnte, aber die Familie Bowden hat ebenso einige Facetten auf Lager und kommt nicht wie die super-sympathische Südstaaten-Opfer-Gruppe daher, nein, im Gegenteil, Scorsese macht es dem Zuschauer nicht leicht die 3 zu mögen.
Die Bildsprache trägt wie viele seiner 90er Jahre-Streifen eine klare Scorsese-Handschrift mit krassen Zooms, Nahaufnahmen, plötzlichen Gewaltspitzen, aber auch - speziell zum Schluss - etwas komisch anmutenden Schnitten.
Der Film ist, eben abgesehen von genanntem Schnittgewitter, erstaunlich gut gealtert und könnte immernoch als Blaupause für den klassischen Stalker-Rache-Film herhalten (keine Ahnung, wie sich die Neuauflage mit Bardem schlägt).

Schwanke bisserl zwischen 7-8/10



"Ich will jetzt nichts mehr hören, von wegen keinen Job, kein Auto, keine Freundin, keine Zukunft und keinen Schwanz." (der Meister - Gran Torino)

JasonXtreme

Zitat von: Schnapskartoffel am 12 Juni 2026, 18:47:25
Zitat von: Private Joker am 12 Juni 2026, 18:20:53
Zitat von: Schnapskartoffel am 12 Juni 2026, 18:11:16
Zitat von: StS am 12 Juni 2026, 09:14:48Perry Lang´s dramatischer 1994er Action-Streifen ,,Men of War" bleibt weiterhin einer der allerbesten Filme Dolph Lundgrens; ist u.a. aufgrund seiner wohlig ,,handgemachten" Umsetzung auch gegenwärtig noch ebenso gut ansehbar wie unterhaltsam. Mitverfasst von John Sayles (!) sowie mit diversen bekannten Gesichtern in weiteren Rollen aufwartend – darunter Charlotte Lewis, BD Wong, Catherine Bell, Tom Wright, Trevor Goddard, Don Harvey, Tom "Tiny" Lister Jr., Thomas Gibson und Kevin Tighe – überzeugt der Film mit tollen Südsee-Locations, kraftvoller, harter Action, treffend gecasteten Akteuren, einer kompetenten Inszenierung sowie überdies mit im Vergleich zu ähnlichen Veröffentlichungen geradezu überraschend brauchbaren ,,Drama-Anteilen" (samt gewitzter Beigaben – wie z.B. der eigentliche Grund, warum hier überhaupt derart viel Blut vergossen wird). Kurzum: Heute wie damals ein starkes Genre-Werk!

7/10

Dem möchte ich widersprechen, quatschige Actiongülle ist das.

Ich will ja niemandem in einem personell eh überschaubar starken Forum zu nahe treten, aber könntest Du auch mal was konstruktives oder positives beitragen ? Bislang habe ich da nur von Dir nur so was gelesen wie "kann ich nicht nachvollziehen", "oh je" oder "der ist doch Gülle".
Zitat von: Private Joker am 12 Juni 2026, 18:20:53
Zitat von: Schnapskartoffel am 12 Juni 2026, 18:11:16
Zitat von: StS am 12 Juni 2026, 09:14:48Perry Lang´s dramatischer 1994er Action-Streifen ,,Men of War" bleibt weiterhin einer der allerbesten Filme Dolph Lundgrens; ist u.a. aufgrund seiner wohlig ,,handgemachten" Umsetzung auch gegenwärtig noch ebenso gut ansehbar wie unterhaltsam. Mitverfasst von John Sayles (!) sowie mit diversen bekannten Gesichtern in weiteren Rollen aufwartend – darunter Charlotte Lewis, BD Wong, Catherine Bell, Tom Wright, Trevor Goddard, Don Harvey, Tom "Tiny" Lister Jr., Thomas Gibson und Kevin Tighe – überzeugt der Film mit tollen Südsee-Locations, kraftvoller, harter Action, treffend gecasteten Akteuren, einer kompetenten Inszenierung sowie überdies mit im Vergleich zu ähnlichen Veröffentlichungen geradezu überraschend brauchbaren ,,Drama-Anteilen" (samt gewitzter Beigaben – wie z.B. der eigentliche Grund, warum hier überhaupt derart viel Blut vergossen wird). Kurzum: Heute wie damals ein starkes Genre-Werk!

7/10

Dem möchte ich widersprechen, quatschige Actiongülle ist das.

Ich will ja niemandem in einem personell eh überschaubar starken Forum zu nahe treten, aber könntest Du auch mal was konstruktives oder positives beitragen ? Bislang habe ich da nur von Dir nur so was gelesen wie "kann ich nicht nachvollziehen", "oh je" oder "der ist doch Gülle".

Ja, was soll ich machen, ich mag halt keine Filme... :essen:

Mach mal weniger Schnaps, und mehr Kartoffeln ;) vielleicht hilft es ja
"Hör mal, du kannst mein Ding nicht Prinzessin Sofia nennen. Wenn du meinem Ding schon einen Namen geben willst, dann muss es schon was supermaskulines sein. Sowas wie Spike oder Butch oder Krull, The Warrior King, aber NICHT Prinzessin Sofia."

Schnapskartoffel

Zitat von: JasonXtreme am 15 Juni 2026, 11:40:19Mach mal weniger Schnaps, und mehr Kartoffeln ;) vielleicht hilft es ja

Pah, die Schnapskartoffel ist das edelste Wurzelgemüse wo gibt... :plissken

mali

Zitat von: Schnapskartoffel am 15 Juni 2026, 17:34:24Pah, die Schnapskartoffel ist das edelste Wurzelgemüse wo gibt... :plissken

Ich habe Dir ja auch schon nahegelegt gehaltvoller und sachlicher zu antworten - oder eben gar nicht. Ein paar Deiner Einzeiler hatte ich auch schon gelöscht zuletzt.

Wenn Du das Spiel so weiter spielst, sind halt nicht nur die Einzeiler weg, sondern der Account auch.

Private Joker

20 Juni 2026, 15:18:36 #3247 Letzte Bearbeitung: 20 Juni 2026, 17:58:28 von Private Joker
Neighborhood Watch (Wow)

Morgan und Quaid Jr. als Odd Couple auf der Jagd nach einem (vermeintlichen?) Entführer.

Selten einen Film gesehen, der (bei mir) so viele Sympathiepunkte für seine Leads und so wenige Gesamtpunkte einsammeln konnte. Ob die beiden nicht vielleicht mal die Drehbücher lesen sollten, die ihnen da so geschickt werden? Spätestens dabei hätte ihnen vielleicht auffallen können, was für ein selten höhepunktarmes Konstrukt das ist. Unser leicht verhuschter Held hat "was" gesehen, aber weil der ein paar Ticks hat, glaubt ihm keiner, außer natürlich (mit etwas Anlauf) der andere "Held", und noch natürlicher "stimmt" es, Filmende. Wer, warum und wie ? Interessiert weder Film noch letztlich uns. Große Spannung oder Highlights ? Totale Fehlanzeige. Am Ende ist es halt "irgendwer", aber who cares?. Das Finale
Spoiler: zeige
streng genommen nicht mal gegen den Chefbösen, sondern dessen Killermamie
gehört zu den lahmsten der jüngeren Filmgeschichte, und die Schlussszene
Spoiler: zeige
unsere Helden in Handschellen, aber ein tröstendes "gut gemacht" von der blassen, zur Ermittlung so gar nichts beitragenden ChefCop*In
ist nun wirklich seltenst dämlich.

Also "eigentlich" ein klarer Fall von Spielabbruch nach (spätestens) 45 Minuten. Nur sind da halt noch Quaid und Morgan, die 9 von 10 Sympathiepunkten bekommen und denen man einfach gerne bei der "Arbeit" zusieht. Nur wie soll man das insgesamt bewerten ? Filme sollten halt schon etwas mehr bieten als zwei Profis, die das machen, was sie können, also etwas Spannung, Action, Story. Alles Fehlanzeige - so bleiben für mich nur 4/10 - und das wirklich nur für die zwei Charakterköpfe...

Deliver Us
(Amazon 99 Cent)

Das nenn ich mal einen knackigen Auftakt für einen Medium-Rare B-Horror: Da sind noch keine 5 Minuten rum, da sind schon 5 Leute oder so enthauptet und zT gehäutet. Ganz in dem Tempo geht es nicht weiter, aber die Zutaten für einen soliden Grusler sind eigentlich beisammen: Nonnenkloster, eisige Atmo, düstere Bilder, östliches Setting, dreuendes Weltende, etwas (für heutige Verhältnisse auch leicht selbstzweckhafte) nackte Haut, ein paar namhafte Darsteller (Siddig, Kretschmann) in allerdings überschaubaren Rollen.

Am Ende passt dann doch nicht soviel zusammen - sinnbildhaft die erwähnte Massenenthauptung vom Anfang, die nie wirklich erklärt oder eingeordnet wird (wer wann warum?). Der ganze Plot knirscht mächtig und rumpelt von einem Schauplatz zum nächsten (schade, das Kloster am Anfang war eigentlich der attraktivste). Und überhaupt - Ende der Welt anyone, nur wie, durch wen und warum? DIE Kiste ist dann doch ein paar Nummern zu groß für Budget, Machart, überhaupt. Wie im seeligen Supernatural - da ging es auch ständig um "alles", aber entschieden wird das in einem eher unspektakulären Showdown mit zwei (+zwei) Beteiligten an einer Klippe. Und was will uns das Ende jetzt genau sagen, wer von den beiden Blagen "hat gewonnen" und dürfen wir den letzten Koffer jetzt packen ? Who knows.

Aber gerade weil das Niveau der "DtV"-Grusler (einer kommt gleich noch) zuletzt eher überschaubar war (vulgo: alles, was qualitativ und generell ein paar Dollars verspricht, wird auch in die Kinos gekloppt) will ich mal nicht zu streng sein - der füllt die Laufzeit halbwegs schmerzfrei und ist auch optisch ganz gelungen: 5,5/10.

Anders bei "Push - Haus in tödlicher Lage": Der zieht sich wie Kaugummi, verlässt seinen Titelschauplatz fast nie, bietet den unbedrohlichsten "Vielleicht-Bösen" der letzten Zeit und hat auch sonst so gar nichts zu bieten - nicht mal als Kontrastprogramm in den Trinkpausen der WM: 3/10.

Und bei The Channel (Paramount+) bin ich mächtig spät dran, der ist schon eine Weile draußen und wurde hier glaube ich schon mal erwähnt. Aber Kaufman halt - der ist immer ein paar Worte wert. Die allerdings auch immer gleich lauten könnten: Schießereien - vorzugsweise auf Straßen -  kann er, die zum Auftakt ist immer die Beste, Story, Figuren und Schauspielerleistungen sind grundsätzlich nebensätzlich. Speziell hier: Moralisch heftig windschief, der "Sympathieträger" hat ziemlich sicher auch eine mittlere SWAT-Squad auf dem Gewissen und das verlogene Happyend ist schon ein Stimmungstöter (für mich, kann man auch anders sehen). Dafür dann insgesamt etwas unter "meinem" Kaufman-Schnitt (der bei knapp 6 läge), also eher wohlwollende 5/10 mit einem deutlichen Abzug für den Schluss.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

Rocky 5



Paulie hat Rocky's Geld verloren..

Rocky hört auf - er kann nicht mehr, er hat ein schweres Gehirntrauma.

Er geht zurück in sein altes Viertel & versucht eine Boxschule aufzubauen...

Er entdeckt "Tommy Gunn" ein großes Boxtalent, was er trainiert und groß rausbringt... - bis ein großer Promoter (eindeutig an Don King angelehnt, nur ohne die wilde Frisur: Richard Gant) ihn ihm wegnehmen!

Er hat familiäre Probleme, er kümmert sich mehr um das Talent als um seinen Sohn bzw. seine Frau..

Sly und die anderen spielen gut, aber die Story ist schwach, nicht so packend wie sonst.
Dazu ein schwacher Soundtrack, außer der Titeltrack von Elton John.

Der Endkampf ist dieses Mal ein Straßenkampf, die einzig richtig coole Idee!

3/5



PierrotLeFou

27 Juni 2026, 04:32:08 #3249 Letzte Bearbeitung: 27 Juni 2026, 05:18:12 von PierrotLeFou
Kino-Marathon im klimatisierten Kinosaal ...


Masters of the Universe (2026)
Viel Fan-Service; vom Barbaren-Ursprung über Lundgrens Auftritt und Re-Inszenierungen der 80er-Jahre-Spielfilmversion bis hin zum stilecht getroffenen Zeichentrickserienvorbild. Der Schwachsinn des Franchise wird klar herausgestellt, teils sehr direkt, teils eher ironisch. Teils sehr kindgerecht, teils eher an Astron-6 orientiert; ob die Haltung mit der bewussten Klischierung des Bösen es rechtfertigt, dass der martialische Ton mit dem Verweis auf die Selbstverteidigung der Guten gerechtfertigt wird, will ich nicht schließend beurteilen. Ein eher konservativer "Monster im Kinderzimmer" ist mir da schon etwas lieber als dieses doch etwas arg lange Fantasy-Geblödel zwischen Nostalgie, Eskapismus, Naivität, Ironie und Anknüpfungspunkten an Debatten der Gegenwart. Eternia als regenbogenfarbener Ort bekommt queere Züge, das Männlichkeitsbild kommt wesentlich  breiter daher als in den 80er Jahren; dass die Schwarze Chefin, die weibliche Polizistin und ihr farbiger Kollege als verhöhnende Autoritäten das andere große Feindbild abgeben, irritiert da ein wenig; das würde ich aber letztlich weniger ankreiden, da die Grayskull-Gemeinde im Grunde eine in vielerlei Hinsicht queere Clique ist. Dennoch schwingt da schon ein bisschen Anbiederung an jene Typen mit, die sich schlimm gegängelt wähnen, wenn sie von Frauen oder Farbigen zurechtweisen lassen müssen ... Langella war mir lieber in der Skeletor-Rolle, aber Letos Schurke hat dafür geradezu Herzog-Igzorn-Qualitäten ... (Oh, und im Ki neben zwei wildfremden 12- oder 13-jährigen Mädchen zu sitzen, während mehrfach Fisting-Witzchen gemacht werden, war schon leicht unangenehm.)
Schwache 6/10

Disclosure Day (2026)
Wenn man mit dem üblichen Spielberg-Sülz zurecht kommt, ist das eigentlich ganz charmant. Sowohl den religiösen Aspekt des Films als auch sein Spiel mit dem Virtuellen sehe ich als ergiebige Fundgruben; die Handlung selbst war im Grunde angenehm altmodisch; das Sentimentale hat mich teilweise doch unerwartet berührt; wohl auch, weil zuletzt häufiger mal Nachrichtensprecher(innen) einen Kloß im Hals hatten oder den Tränen nahe waren. Die furchtbar animierten Tiere haben mich etwas abgestoßen; aber angesichts Umstandes, dass es auch im Film selbst bloß Maskerade war, konnte ich mich mit der Künstlichkeit dann doch wieder arrangieren. Wie "War of the Worlds" (2008) und "Ready Player One" (2018) war mir der Streifen wesentlich lieber als "AI" (2001) oder "Minority Report" (2002).
7,5/10

Obsession (2025)
Angenehm unangenehmer Mix aus Horrorfilm und Drama, der allerlei bedrückende Themen anrührt. Der leidende Mann und die verrückte(/besessene) Frau bilden freilich ein traditionsreiches Motiv, das nicht so ganz unproblematisch ist. Hinzu kommen sexualisierte Gewalt, die gerade von einer (verrückten/besessenen) Frau verübt wird sowie eine als Sympathieträger eingeführte Hauptfigur, die dann vor allem sich selbst bemitleiden wird, als das zum Opfer gewordene love interest den eigenen Tod erfleht. Aber insgesamt ist das verstörend und creepy, beklemmend und bedrückend genug, um starken Eindruck zu hinterlassen. (Neben "Together" und "Die my Love" einer der beunruhigenderen "Liebesfilme" der letzten Monate.)
7/10

Backrooms (2026)
Noch ein Film, der eine Ähnlichkeit zu "Together" aufweist, und zwar die verräterische Schriftart der Credits. Im Grunde ein KI-Film über seltsame Kopien des Realen, über Uncanny-Valley-Momente, der auf der Handlungsebene von verzerrten Kopien realer Räume und Personen handelt und nebenbei sowohl das beständig anwachsende Creepypasta-Phänomen selbst kommentiert (die Faszination von Rezipienten bringt neue Abwandlungen hervor) als auch verzerrte Kopien anderer filmischer Vorbilder (Shining, TCM) integriert. Hinsichtlich des psychologischen Ansatzes scheint mir der Blick auf das Backrooms-Phänomen eher unergiebig auszufallen; eine Spielfilm-Variante ruiniert ohnehin den Reiz der Prämisse, die als Installation im Kunstmuseum besser aufgehoben wäre. Viel Lärm um fast nichts.
6,5/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

PostalDude

Mad Heidi im O-Ton



Swissploitation at it´s best!

Hier gibt´s ganz großen Käsespaß für alle Gorehounds & Trashfans!

Mad Heidi, nicht Mett Hedi, sonst wär´s en kölscher Film geworden ( :p ) , ist wütend, weil das Regime des Führers & Käsediktators "Meili" hat ihren Freund Geissenpeter (ein schwarzer Schauspieler, herrlich :lol: ) öffentlich hingerichtet, weil er illegal Käse verkauft...

Manche Gags wiederholen sich, ja, aber sie nutzen sich IMO nicht ab! Käsefonduefolter, Käse im allgemeinen, Schweizter Klischees, Nazis, hier wird alles verwurstet, äh, verkäst!
Dazu kommen noch wirklich stark gefilmte Landschaften und auch sonst ist der Look sehr gut gemacht, man merkt, die 2 Millionen Crowdfounding sind sehr gut angelegt ! Auch der Splatter überzeugt !   :evil:

Leider ist der Mittelteil in dem Gefängnis bzw. Kloster nicht mehr sooo gut, da lahmt der Film ein bisschen..

Alice Lucy in ihrer ersten Rolle & dann direkt als "Mad Heidi", sie macht es ganz gut!
Allen voran Casper van Dien (Starship Troopers) als Käsediktator hat sichtlich Spaß an dem Film, so wie ich auch!

4/5

StS

1 Juli 2026, 10:11:44 #3251 Letzte Bearbeitung: 1 Juli 2026, 10:19:14 von StS
Während HorsegiirL ja bekanntlich eine interessante High-BPM-Happy-Hardcore-Eurodance-Hyperpop-Künstlerin ist, ist ,,Ponyboi" dagegen ein ,,Neon-getränktes" Queer-Thriller-Drama von Esteban Arango aus dem Jahr 2024, in dessen Zentrum ein junger intersexueller Latinx-Sexarbeiter steht (River Gallo, der auch das Drehbuch verfasste). Angesiedelt an einem Valentinstag in New Jersey, geht in dem kleinen ,,Indie" ein Drogendeal schief – wonach Ponyboi mit einem Haufen Geld die Stadt zu verlassen versucht, um ein neues Leben zu beginnen, während verschiedene Leute ihn deswegen aufzuspüren gedenken und er sich in bestimmterlei Hinsicht mit seiner Vergangenheit und Identität auseinandersetzen muss...

Der Film verfügt u.a. über eine überzeugende Atmosphäre und eine starke Lead-Performance Gallos. Basierend auf seinem 2019 entstandenen Kurzfilm, hat er im Vorliegenden ein Skript abgeliefert, das klassische gritty Crime-Inhalte mit einer intergeschlechtlichen Coming-of-Age-Geschichte kombiniert – samt gelungener dramatischer Szenen/Passagen und einem Hauch von Surrealismus und Farce-artigem Humor. Dylan O'Brien (als Dealer/Zuhälter) und Victoria Pedretti (als seine schwangere Freundin) steuern ansprechenden, feinen Support bei – generell hinterlassen die ,,leiseren" Charakter-bezogenen Momente den markantesten Eindruck. Alles in allem hätte die Vorlage eine gewisse Straffung und Fokussierung vertragen können – ein solides Genre-Werk ist dabei aber dennoch herausgekommen...

5,5/10

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Bei ,,the Delivery" handelt es sich um einen Werbe-Kurzfilm des Automobil-Herstellers Nissan für dessen Nutzfahrzeug-Sparte, der Ende 2015 das Kernstück einer ,,Tough Guys" genannten Kampagne markierte. Regie führte Louis Leterrier – während Mickey Rourke und Carl Weathers als zwei Special-Ops-erprobte Haudegen in den Hauptrollen mit von der Partie sind, die ,,one last Job" in Angriff nehmen...

Für ein Projekt wie dieses ist die Story sowohl zweckdienlich als auch durchaus ordentlich geraten – allerdings nicht wirklich inspiriert genug, um einen besser als mittelprächtig zu unterhalten oder einem irgendwie überdauernder in Erinnerung zu verbleiben. Dem ,,Short" mangelt es an pfiffigem Humor und (damit zusammenhängend) an einem höheren Fun-Faktor – die Dialoge sind nicht sonderlich gewitzter Natur...

Die Performances sind derweil kaum der Rede wert – während das Gebotene in Sachen Action im Grunde am meisten enttäuscht (u.a. angesichts des Regisseurs von Streifen wie ,,the Transporter 1&2" sowie ,,Fast X" an Bord). Trotz Dirt-Bikes und Dune-Buggys wird's nie so flott, kreativ oder aufregend, wie man's gern hätte – während die Bebilderung den Eindruck ,,routiniert-passabel" nicht zu übersteigen vermag...

Alles in allem ist ,,the Delivery" relativ belanglos und wird seinem Konzept, ein ,,Spoof" traditioneller Tough-Guy-Genre-Kost sein zu wollen, obendrein nicht vernünftig gerecht. Da war die vorangegangene Nutzfahrzeug-Kampagne von Nissan – ,,Tough Love" mit Rock-Star Bret Michaels in 2014 – deutlich unterhaltsamer und gelungener...

3,5/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung/Besprechung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/the-delivery-2/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

1 Juli 2026, 22:45:16 #3252 Letzte Bearbeitung: 2 Juli 2026, 13:59:54 von Private Joker
Der Medicus 2 (Amazon)

Bezahlt, geglotzt. Aber mal zur Einordnung: Ich kenne Buch (1) und Film (1) und fand die in verschiedenen Abstufungen mittelmäßig. Gordon selbst hat ja wohl zugegeben, dass der mit historischer Genauigkeit wenig am Hut hat - als Fantasy-Geschichtsmix konnte man das beides aber mal mitnehmen, zumal die "historische" Kernfigur (also nicht Rob, sondern Ibn Sina/Avicenna) ja durchaus ein bisschen Befassung wert ist.

In Teil 2 ist der Originalcast in Teilen wieder dabei, dafür fehlen Ibn Sina/Kingsley, jede Menge Geld im Budget und das letzte Restchen Historizität. Ich reiße das nur kurz mal ohne Anspruch auf Vollständigkeit an: KeltenkönigInnen und Druiden in England Anno 1050, Seidennachthemden, Pop-Up-Klinken, Bogenschützen die mal wieder mit "Feuer" zum Schuß kommandiert werden. Dazu der ganze mittelaltermedizinische Unfug; Dr. med. Cole erreicht eine Heilungsquote von nahezu 100% bei nahezu allen Krankheiten einschließlich Kaiserschnitt mit Überleben der Frau (real und regelmäßig ab ca 1900 möglich) - im "Krank Berlin" wäre man so was von neidisch. Ach ja, ganz nebenbei erfindet Rob the Magician mit ein wenig DruidInnenhilfe auch noch die Psychotherapie. Ich sags ja selten, aber dümmer geht kaum.

Trash, keine Frage, optisch mit ein paar soliden Stadtpanoramen im Hintergrund, aber von "Edeltrash" weit entfernt. Und wenn's wenigstens unterhaltsamer Trash wäre - aber über rund 2 Stunden rumpelt die Handlung durch absehbare Wendungen auf ein vorhersehbares Finale hin. Böse, Gut, was aus denen wird, wer stirbt und wer aufsteigt, alles an Nasenspitze und innerhalb von 10 Filmminuten erkennbar. Und - kein großer Spoiler, weil nach 5 Filmminuten passierend - warum castet man die Darstellerin von Robs Frau aus Teil 1, entsorgt die frühzeitig (in einem lausig getricksten Sturm), wenn nicht, um dem fix eine "andere" (jüngere?) an die Seite zu stellen ? Nur genau das passiert nicht - times are changing, oder so.

Größere Highlights bleiben natürlich auch Fehlanzeige - über das finale Schlächtlein würden selbst vom Serienende missgelaunte GoT-Fans (soll ein paar geben) nur müde lächeln. Ach ja: Von den paar Fetzen des ersten Buchs, die wieder in England spielen, blieb iirc übrigens so grad gar nix übrig.

Danke, aber danke nein. So wenig es einen Grund gibt, nach so vielen Jahren ein Sequel quasi aus 10 Buchseiten zu erfinden, so wenig Punkte gibt es von mir für diese unterbudgetierte Sparversion: 3/10.

Und noch ein paar Reste aus der vorletzten Amazon 99 Cent Aktion:

Der Psycho-Coach - Mörderische Therapie ist nicht nur ein umständlicher Titel, auch der Film plätschert restlos unspannend und höhepunktfrei vor sich hin. Da hilft auch der wie immer verlässliche Buscemi nicht, dessen Rolle so gar nichts hergibt. Bei Filmende, wenn man durchhält, fragt man sich wirklich "und wozu jetzt der ganze Mist"?, da ist streng genommen und für fast alle Beteiligten nichts anders als am Filmanfang. 2,5/10 und damit der Tiefpunkt dieser (meiner) 99er Aktion.

Noch so ein umständlicher Langtitel Sew Torn: Fäden des Verbrechens. Als Film zumindest mal etwas interessanter als der davor, aber immer noch nicht wirklich gut: Drei (streng genommen vier) Varianten der gleichen Geschichte, letztlich aber allesamt eher mühsam ausdifferenziert und nicht durchweg schlüssig konstruiert (gerade wenn man mal Version 1 mit der "finalen" vergleicht). Als US-Schweiz-Hybrid auch vom Cast her eher seltsam, mit dem eher uncharismatischen US-Girl und den ganzen markanten helvetischen Nasen. Große Spannung entfaltet das nicht, man ahnt irgendwann, dass keine der "Hauptversionen" wirklich gut endet - aber irgendwo hält der das Interesse trotzdem, mit jeweils ein, zwei guten Regieeinfällen rund um diesen (eher irrealen) "Fadengag". Leicht unentschiedene 5/10.

Wenn alles nicht mehr hilft, dann müssen halt die McManusses den Tag retten: Redux Redux. Die wissen einfach, was "wir" altgediente SF/B-Movie Fans sehen wollen: Originelle Grundidee, kurze, gradlinige, knackige Handlung, genauso viel Action, wie so eine Kiste braucht (natürlich auch aus Budgetgründen), sympathische Figuren, schönes Ende. DAS Paket stimmt einfach, da können die ihre aufgeblasenen Kino-Flops der Preisklasse "Good Luck..." gerne behalten, ich nehme den hier: Glatt 8/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

Mad Max 1



All-Time Classic!
Direkt zu Beginn wird gezeigt, das diese Welt eine apokalyptische ist, in der die brutalen Motorradgangs herrschen & sich über die Polizei lächerlich machen!
Max wird es zuviel, nachdem sein Freund Goose bei einer Verfolgungsjagd stirbt, er möchte den Dienst quittieren. Bei dem Road Trip mit seiner Familie stirbt sein Kind & seine Frau überlebt schwer verletzt, Max schwört Rache & läuft Amok!
Klar, die Story gibt nicht viel her, ist dafür aber gut umgesetzt, vorallem die Action (für das Budget) & die "Einöde".
Mel spielt Max damals schon so, wie nur er es kann ;)
Der Rest ist meistens unbekannt & spielt solide, der Bösewicht überzeugt aber.

4/5

StS

Zitat von: Private Joker am  1 Juli 2026, 22:45:16Wenn alles nicht mehr hilft, dann müssen halt die McManusses den Tag retten: Redux Redux. Die wissen einfach, was "wir" altgediente SF/B-Movie Fans sehen wollen: Originelle Grundidee, kurze, gradlinige, knackige Handlung, genauso viel Action, wie so eine Kiste braucht (natürlich auch aus Budgetgründen), sympathische Figuren, schönes Ende. DAS Paket stimmt einfach, da können die ihre aufgeblasenen Kino-Flops der Preisklasse "Good Luck..." gerne behalten, ich nehme den hier: Glatt 8/10.

Jip, der ist ein netter "Geheimtipp". Hatte den damals auf´m FFF gesehen... und würde ihn mir auch ins Regal stellen, falls es mal eine Scheibe davon geben sollte.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Gestern Abend mit meiner Frau geguckt:

Together - Unzertrennlich



Ganz guter Bodyhorror mit ein paar Schwächen...

Ein langjähriges Paar, sie Lehrerin, er ein mehr oder minder (eher minder) erfolgreicher Musiker, zieht von der Stadt aufs Land und erkunden dort die Gegend, worauf sie in ein Unwetter geraten und in ein Erdloch fallen, wo sie eine Nacht gefangen sind und sich aus einer Quelle Wasser ernähren, wonach sie dann Veränderungen an ihrem Körper feststellen...
Nach und nach werden sie eins...

Die Effekte sind teils praktisch, teils CGI, das gefällt!
Das Paar ist auch in echt eins - Alison Brie und Dave Franco sind seit 2017 verheiratet und die Chemie stimmt, es macht Spaß ihnen zuzuschauen - manch einer wird sich wieder er kennen!

Die Atmosphäre ist schön gruselig, es wird mit der Zeit immer verworrener..
Der Nachbar der 2 ist von Anfang an sehr seltsam und es wird versucht, den (Body)Horror etwas zu erklären, was IMO aber nicht sein muss bzw. nicht klappt!
Das und das Ende gefallen mir nicht zu 100 %... Sie hätten den Film lieber mit dem Song enden lassen sollen ;)

Dennoch bleibt unterm Strich ein guter Film!

3,5/5

StS

Bei ,,Mārama" (2025) handelt es sich um ein ruhiges, atmosphärisches, 1859 angesiedeltes, Elemente der Māori-Kultur und -Mythologie mit der dunklen Kolonial-Geschichte des britischen Empires verbindendes Gothic-Horror-Drama von Taratoa Stappard mit Ariāna Osborne und Toby Stephens in den Hauptrollen, bei dem es u.a. um Themen wie Repression, Ausbeutung, ,,Cultural Appropriation", Gender-Dynamiken, Familie und Identität geht...

Innerhalb der Branche als ,,Get Out" meets ,,Lady Macbeth" gepitcht, wartet der gut gespielte sowie gänzlich in Neuseeland gedrehte Film mit einem feinen Victorian-Gothic-Produktions-Design sowie einer Musik-Untermalung auf, welche die atmosphärische Bebilderung unaufdringlich komplementiert. Zudem erfährt man verschiedenes über die Māori, was die meisten in unseren Breitengraden nicht unbedingt zu ihrem Wissensschatz zählen dürften...

Kurzum: Ein sehens- und empfehlenswertes Genre-Hybrid abseits des Mainstreams.

7/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung/Besprechung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/marama/


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Basierend auf bestimmten wahren, eigenen Erlebnissen, schuf Alex Martini mit ,,Fall Risk" (2024) ein sehenswertes Kurzfilm-Psychodrama, in dem eine an Multiple Sklerose erkrankte junge Frau (Victoria Pedretti) zunehmende Zweifel an der Ehrlichkeit und Treue ihrer Freundin (Caitlin Stasey) entwickelt. Ebenfalls u.a. noch mit von der Partie: Alexandra Essoe, Wagner Moura und Bella Thorne. Mit diesen gern von mir gesehenen Stars an Bord, sind die Performances hier auch durch die Bank weg gut ausgefallen...

Der Titel bezieht sich auf die betreffende Krankenhaus-Patienten-Einstufung ebenso wie auf das ,,emotionale Risiko", im Rahmen des Sich-Verliebens bzw. wahrer Liebe verletzt werden zu können. Vertrauen ist dabei ein gewichtiger Faktor. Mal Zuversicht bestärkend, mal ,,nüchtern-roh", mal erotisch aufgeladen, mal niederschmetternd, mal irritierend, ist ,,Fall Risk" ein ordentlich konzipierter und realisierter ,,Short", der unterschiedliche Stimmungen auf Seiten des Betrachters heraufbeschwört sowie letztlich in einem interessanten, in der Form nicht gerade erahnbaren Schlussakt einmündet, der zusätzliche Facetten des Ganzen zum Vorschein bringt sowie von einem Epilog gefolgt wird, bei dem spezielle Aussagen eines im Zentrum stehenden Dialogs für so einige mit Sicherheit durchaus ,,relatable" sein dürften...

7/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung/Besprechung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/fall-risk/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

13 Juli 2026, 15:38:50 #3257 Letzte Bearbeitung: 14 Juli 2026, 00:27:51 von Private Joker
Glennkill: Ein Schafskrimi (Amazon)

Streng durchkalkuliertes Feelgood-Movie, das genau das (also gute Gefühle) abliefert - was soll man da groß gegen sagen? Also haken wir fix mal die erwartbaren Pluspunkte ab: Die Technik (sprich die Schafe) ist makellos, die Viecher detailreich und angemessen (bezüglich der ganz kleinen: fast schon etwas arg) niedlich. So ein bisschen wunderlich ist das schon (hängt vielleicht aber auch von der Erwartungshaltung ab) dass die CGI-Branches der Welt die Abteilung "niedliche Tiere" so viel besser im Griff haben als die großen bedrohlichen Exemplare, ich sach nur mal als Extrembeispiel für vergurgte Predatoren "Gladiator 2". Dazu ein paar herrliche Szenen, zB wenn die Schafe sich "unsere" Religion erklären wollen, ein bisschen gutgemeinte Message (böse Metzger und so), die (zumindest eine) obligatorische "feuchte Taschentuch"-Szene ("Sebastian" und seine Wolke) - jo, soweit passt das.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht ein bisschen meckern könnte: Als Krimi funktioniert das mal wieder nur sehr, sehr eingeschränkt. Und dabei habe ich den lange Jahre auch von mir praktizierten Volkssport sich als belesen profilierender Filmfans (aka "das Buch war besser") aus verschiedenen Gründen längst drangegeben. Trotzdem: Ein kurzer Blick auf die dankenswert ausführliche Inhaltsangabe des zugrundeliegenden Romans zeigt, dass man dessen Handlung in ziemlich weiten Teilen und eher grundlos auf links gedreht hat - bis hin zu den viel "sprechenderen" Namen der Vorlage. Gibt es irgendeinen Grund, warum "Miss Maple" und "Othello" heute nicht mehr gehen ? (Spekulationen bitte hier einsetzen).
Und vielleicht deshalb (also weil sich die Filmautoren für so viel cleverer hielten als die Autorin) rumpelt der vom "erst Pfosten, dann Genie"-Cop gegen Ende arg fix gelöste Plot an reichlich Stellen; nur mal ein auffälliges Beispiel:
Spoiler: zeige
 Testamentsfälschungen sind gar nicht so einfach, weil - in den meisten Rechtsordnungen - komplette Handschriftlichkeit erforderlich ist; das müsste die clevere Anwältin (weitgehend verschenkt: Emma Thompson) eigentlich auch erkennen oder prüfen lassen. Und die Fülle von Anspielungen und Hinweisen in dem verlesenen Testament - da ist den Autoren offenbar entgangen, dass das ja eigentlich die Fälschung ist. Woher soll der lange abwesende Südafrika-Bruder das alles wissen und selbst wenn ja, warum sollte der die ganzen Hinweise da einbauen?

Nähme man die Schafe komplett aus der Handlung, bliebe da wohl nur ein nicht mal durchschnittlicher Provinzkrimi aus der Zuständigkeit töffliger Britcops, wie sie ja aktuell massenhaft tv-seitig über uns hereinbrechen. Mit den Wollträgern als Chefermittlern kann man aber kaum anders, als ein paar Augen zuzudrücken und dem Treiben hinreichend amüsiert zuzuschauen - 6,5/10.

On the Hunt (BD)

Glückwunsch, Herr Schweiger, da haben Sie bei der Rollenwahl ja mal so richtig ins Klo gegriffen. Das ist der definitiv lausigste "Action"-Film der letzten Jahre - da fällt fast schon nicht mehr auf, dass Sie da a) kaum eine Rolle spielen, b) dank patentiert nuschliger und auch nicht ganz gesund klingender Eigensynchro kaum zu verstehen sind und c) als Gangsterboß nicht mehr Bedrohlichkeit ausstrahlen als Kater Karlo. Trotzdem, und weil der Auftritt dazu Anlass gibt: Ich hoffe, dass es Ihnen gesundheitlich besser geht als es hier rüberkommt.

Hauptproblem des Films ist aber nicht mal "uns-Til", sondern eine Regie, die nicht den Hauch einer Ahnung hat, wie man Action inszeniert. Da spielt eine mir bislang weithin unbekannte Nicky Whelan eine Actionlady, bei der selbst Schnitt und Regie nicht mal eine Sekunde glaubhaft vermitteln können, wie die ständig ihre Gegner vor dem ersten Schuß entwaffnen/umlegen oder per nicht vorhandener Kampfsportskills in die Horizontale befördern kann. Das alles ist dermaßen amateuerhaft inszeniert, dass man sich schon fragt, was Regie, Schnitt und Second-Unit so beruflich machen.

Dass auch die dünne Handlung, die windschiefe Selbstjustizmoral und der unmotiviert irgendwann hinzukommende "Brummbär-Mentor" mit dem großen Waffenschrank den Tag nicht retten, sei nur am Rande erwähnt - 2/10, und auch das nur knapp.

The Mannequin (Amazon 99 Cent)

Auch der trägt nicht zum Aufschwung der mit wenigen Ausnahmen eher bodensätzigen Horrorheuler aus den Amazon-Grabbeltischaktionen bei. In einem vom Filmteam offenbar preiswert gemieteten Lagerschuppen steht eine Schaufensterpuppe herum, und deshalb (?) verschwinden da Menschen bzw. Teile davon. Ergibt mal so richtig Sinn, gelle? Ich habe bei allerdings auch reduzierter Aufmerksamkeit (irgendwann ist auch ein Fußballspiel Kap-Verde vs. Saudi Arabien oder so interessanter) bis zum Schluss nicht verstanden, warum es da eigentlich geht. Außer dass sich das "Böse" irgendwie ständig wiederholt, was beim Blick in die Nachrichten ein durchaus realitätsnaher Gedanke ist. Als Unterhaltungsprodukt aber nur maximal 3/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

Zitat von: Private Joker am 13 Juli 2026, 15:38:50Da spielt eine mir bislang weithin unbekannte Nicky Whelan eine Actionlady, bei selbst Schnitt und Regie nicht mal eine Sekunde glaubhaft vermitteln können, wie die ständig ihre Gegner vor dem ersten Schuß entwaffnen/umlegen oder per nicht vorhandener Kampfsportskills in die Horizontale befördern kann.

Joa... die ist mir schon in diversen B-Filmen über den Weg gelaufen. Mal gefiel sie mir besser... man schlechter. :happy3:  Auch wegen Schweiger werde ich mir den hier aber wohl mal sparen. Danke für die Warnung.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Schnapskartoffel

Zitat von: Private Joker am 13 Juli 2026, 15:38:50...Dazu ein paar herrliche Szenen, zB wenn die Schafe sich "unsere" Religion erklären wollen...

Irgendwie schlampert die innere Logik von dem Streifen an der Stelle, wenn die Schafe zunächst nicht wissen, wer oder was "Gott" ist, aber später dann "Gott sei Dank" sagen... nun ja, wahrscheinlich bin ich da zu pingelig...

Ich mochte den Film ja noch sehr viel weniger, so ziemlich alles mit den Schafen, was keine Ermittlungsarbeit war, fand ich schrecklich und zum Augenrollen... wenn ich Tränendrüsen-Disney-Familienfilm-Scheisse hätte sehen wollen, habe ich da genug Auswahl... :essen:

PostalDude

Am 15. Mai beim Filmabend bei mir mitm Kumpel:

Cool as Ice



Oh je...

Vanilla Ice ist als Rapper ja schon eher so "naja", aber als Schauspieler !?

Und nein, dieser "Film" ist keine Trashperle oder ähnliches. Er ist einfach nur schlecht.

Ja, ein bisschen 90er Charme ist vorhanden, aber die Klamotten usw. sind oft "over the Top".
Die Mucke ist ja schon ganz cool, aber wenn einfach 0 Story UND schlechtes Schauspiel dabei sind, wirds nix.
Leider nur peinlich.

1,5/5

Ohne Limit



Was für ein Film. Was für ein Trip !

Bradley Cooper spielt den faulen Autor mit der Blockade authentisch und als die Droge wirkt, geht sein Aufstieg los...
Der Fall und der Entzug kommen aber bald... Und dann geht´s erst richtig los !

Robert de Niro als schmieriger Finanzmogul ist klasse, hätte ihn gerne mehr gesehen.

Ansonsten sind die Farben und die Atmosphäre überragend und der Film hat einige Wendungen und ist spannend!

Das Ende ist so eine Sache... Der eine mag´s, der andere nicht... Ich finde es clever ;)

4,5/5

Sonntagmorgen Frühstück und Filmemorgen bei meinem besten Kumpel im Heimkinokeller:

One more Shot



Solider Actioner mit Scott Adkins! 👊🏻💥

Typische Terrorstory, wieder mal in einem Take gedreht bzw. sieht es so aus!

Kämpfe sind ganz gut choreografiert, Action ist ansonsten auch ganz cool & blutig - es macht es schon alles Bock, ist aber 08/15 !

Tom Berenger (Sniperfilme) in einer Rolle, dazu noch Michael Jai White, aber sie werden mehr oder weniger verschenkt, weil das Drehbuch nicht viel her gibt und das "One Take" Feeling immer etwas seltsam wirkt..
Es ist IMO auch zu weniger Actionfilm, eher ein Thriller...

3/5

The Furious



Was für ein Brett von einem Actionfilm! 💥

Es geht im Prinzip die ganze Zeit ab, die Kämpfe sind atemberaubend und klasse inszeniert!

Die Story um die Entführung seiner Tochter ist natürlich nur ein Aufhänger, um in allen möglichen Bereichen zu kämpfen!

Anfangs sind die Kämpfe hart, ja, aber es fehlt die Brutalität, das Blut... Das kommt aber - und wie...

Der Endkampf zu 5. ist unfassbar !

4/5

Over your dead Body



Ein Paar fährt zu einem einsamen Haus an einem See, um ihre Beziehung zu retten - oder doch nicht...?

Am Anfang macht es schon Spaß, zu sehen, wie sie sich sticheln usw. ...

Als dann die geflohenen Sträflinge inkl. Wärterin (genial: Juliette Lewis ! ) auftauchen, wird´s völlig absurd!

Lustige, blutige, handgemachte (!?) Einfälle mit einem Augenzwinkern ;)

Gutes US-Remake vom norwegischen Original "The Trip"! Man könnte höchstens kritisieren, das es fast komplett wie das Original ist, aber da ich das Original (noch) nicht kenne...

4/5

PostalDude

Mad Max 2: Der Vollstrecker



Ein sehr postapokalyptischer Film.

Max fährt mittlerweile durch eine Welt, in der Benzin mehr wert ist als ein Menschenleben & er selber ist durch seine Erfahrungen gezeichnet...

Er stößt mitten in der Wüste auf eine abgeschottete Gruppe, die Waffen, Benzin uvm. hat & mit Plünderen zu kämpfen hat.
Er will nur etwas Benzin & hilft ihnen, mit einem riesigen Tank Richtung Küste abzuhauen, aber die Plünderer sind ihnen immer auf den Fersen...

Ich mag die Action hier! Gut gemachte Verfolgungsjagden, alles gut (& handgemacht) dargestellt.
Die ganze Zeit über hält der Film ein gutes Niveau!

4,5/5

StS

Bei ,,Black Lotus" handelt es sich um einen holländisch-amerikanischen Action-Thriller, der sich nach einem soliden Auftakt in Hamburg und einem kurzen Abstecher nach Rumänien vorrangig in Amsterdam entfaltet sowie mit dem niederländischen Kampfsportler Rico Verhoeven (,,Kickboxer: Retaliation") als Lead aufwartet – während der umtriebige US-B-Movie-Star Frank Grillo hier mal wieder den fiesen Haupt-Gegenspieler zum Besten gibt...

Handwerklich sowie von der gebotenen Action her geht der Streifen Todor Chapkanovs (,,Undisputed IV") durchaus in Ordnung – während das Drehbuch Tad Daggerharts (,,Expend4bles") dagegen absolut generisch-lahmer Beschaffenheit ist sowie im Ganzen mit sträflich zu wenig Action aufwartet, welche sich fast komplett (bis auf den Anfang) im letzten Verlaufsdrittel finden lässt – während Verhoeven in der Zwischenzeit ,,Schauspielerei" abverlangt wird, für die der Hünen-hafte Herr viel zu ,,hölzern" ist bzw. agiert... 

Auf Grillo ist derweil verlass – den zugehörigen Paycheck und Holland-Urlaub hat er sich relativ ,,ungefordert" verdient – während eine Hommage an ,,Amsterdamned" (komplett mit Dick Maas Cameo) ebenso zu gefallen weiß wie die betreffenden Locations (Elbphilharmonie HH sowie verschiedene Ecken der niederländischen Grachtenstadt) – doch alles in allem hat der nahezu rundum vorhersehbare Streifen einfach nicht genügend Action, Spannung und/oder Originalität zu bieten...

sehr knappe 5/10
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Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

22 Juli 2026, 15:21:20 #3263 Letzte Bearbeitung: 22 Juli 2026, 15:28:21 von Private Joker
Zitat von: StS am 22 Juli 2026, 09:22:37Bei ,,Black Lotus" handelt es sich um einen holländisch-amerikanischen Action-Thriller, der sich nach einem soliden Auftakt in Hamburg ..

..zu gefallen weiß wie die betreffenden Locations (Elbphilharmonie HH sowie verschiedene Ecken der niederländischen Grachtenstadt) – doch alles in allem hat der nahezu rundum vorhersehbare Streifen einfach nicht genügend Action, Spannung und/oder Originalität zu bieten...

sehr knappe 5/10

Soweit ich mich an meine Sichtung erinnere (hatte den glaube ich ähnlich, wenn auch noch eine halbe Nummer tiefer verortet) war da wenig "echt" von den Hamburg-Szenen- der Konzertsaal der Elphi ganz sicher nicht, und die ikonische Rolltreppe da glaube ich auch nicht.

Btw:
Somnium (Amazon 99 Cent)

Wieder mal so ein Teil mit ganz soliden RT-Werten, bei dem sich die eigentlich immer die gleiche Frage(n) stellen, also hauptsächlich "wieso, weshalb und warum".
Wobei hier tatsächlich Leute unterwegs sind - von der Regie über die Darstellenden bis zu den Synchronstimmen - die etwas Ahnung von der Materie haben und auf der entsprechenden Grundlage durchaus was G'scheides zusammenbringen könnten. Allein, es fehlt genau daran, also der Grundlage - die Story über die finanzschwache Nachwuchsactrisse, die beim Aushilfsjob in einem Schlaflabor an die Falschen gerät, humpelt wirklich sehr, sehr mühsam über die 90 Minuten. Da ist nichts wirklich spannend, der Zusatzjoker "jetzt bin ich vielleicht im Traum" wird erwartungsgemäß ein-, zweimal, aber mit zu wenig Effekt gezogen; irgendwann ist der wundersam vorbei und der eine oder andere (mich inklusive) fragt "wtf", oder auf Deutsch was sollte der Sch...? Irgendein Männlein wird als Bösewicht entlarvt,
Spoiler: zeige
der Frauen irgendwie belästigt hat
, so gehört sich das heute wohl, aber sonst??

Zwischenzeitlich hüpft so ein halbnacktes Horrorfigürchen ohne Gesicht durch die Szenerie, vermutlich für die Trailer und um das als "Horror" verkaufen zu können - auch das hilft nicht, und irgendeinen Kontakt zur übergeordneten Handlung habe ich da nicht gefunden. Schade vor allem um die ganz patent gespielte Hauptfigur (Chloë Levine) - 4/10.

The Other (BD)

Wenn der zuvor für einen Horrorfilm zu wenig Horror hatte, hat der fast schon zu viel; subtil geht jedenfalls anders. Da wird einer eher unplausible Prämisse in den Raum geworfen (eine typische US-Familie als Pflegestelle für ein sehr offensichtlich vollständig traumatisiertes, stummes Kind ohne jegliche psychologische Betreuung), und innerhalb von zwei Minuten sind Flora, Fauna und Kühlschrankinhalt des Hauses verdorben, Tiere sterben, ein merkwürdiger Schleim allerorten. Werfe dann noch eine ungewollte und relativ blutige Turboschwangerschaft, eine neue, leicht strange beste Freundin und einen eher haarsträubenden Erklärungsversuch ein, fertig ist eine Horrormixtur, die zwar nicht langweilt, aber doch leicht befremdet. Zum dem "Höhepunkt" des Films
Spoiler: zeige
Stichwort Gehirn-OP mit großformatiger Bohrmaschine
sage ich mal lieber nichts, das muss man gesehen haben, um es zu glauben. Ob sich das in der Summe lohnt, ist streitbar - Langeweile kommt zumindestens nicht auf, aber gutes Filmemachen geht trotzdem anders. Vielleicht hätte eine Mischung aus der Grundkompetenz aus dem zuvor und einigen (aber nicht allen) der überbordenden Ideen aus dem hier etwas Vernünftiges ergeben, aber so auch hier "nur" 4,5/10.

Und dann sind mir noch ein paar Filme aus dem aktuell gerade (leidlich) populären Subgenre "cosy crime" in die Hände gefallen - da bin ich eher Halbfan, aber wenn nix anderes läuft...
Einladung zum Mord hat außer Barton und einem netten Setting leider wenig zu bieten, was in Erinnerung bleibt - hatte ich schon vor ein paar Wochen gesehen (irgendwas bei knapp 5/10). Den erwähne ich auch vorrangig, weil mir via Videobuster jetzt eher ungewollt vom Ende meiner Liste das Sequel ins Haus flatterte: Das Rätsel von Kairo ist immerhin angenehm kurz (80 Minuten) und schafft es, in die Zeit ein paar schöne Bilder von Kairo, einen Spionageplot und ein paar nette historische Details (den nie realisierten Propagandafilm "Mad Dog of Europe" etwa) zu quetschen. Als Krimi "natürlich" mal wieder Standardkost - aber ganz sympathische, 5,5/10..
Und damit sehr viel besser als der in Frankreich sogar und wundersamerweise halbwegs erfolgreiche Auf der Jagd nach der Mumie von Paris (Amazon), der es tatsächlich schafft, absolut null Action aus der angeblichen Abenteuer-Story zu generieren und damit sogar die sonst so pfiffigen Trailermacher vor ein unlösbares Problem stellt - wer sich die öde Vorschau ansieht und immer noch Lust hat, muss sich durch ein trotz ein paar Versuchen weitgehend humorfreies Komödchen mit viel Schulbuchhistorie quälen, das eigentlich wirklich nur die Franzosen ansatzweise begeistern könnte - 3/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

Zitat von: Private Joker am 22 Juli 2026, 15:21:20
Zitat von: StS am 22 Juli 2026, 09:22:37,,Black Lotus"
Soweit ich mich an meine Sichtung erinnere (hatte den glaube ich ähnlich, wenn auch noch eine halbe Nummer tiefer verortet) war da wenig "echt" von den Hamburg-Szenen- der Konzertsaal der Elphi ganz sicher nicht, und die ikonische Rolltreppe da glaube ich auch nicht.

Zumindest die Außenaufnahmen waren echt und schick.  :happy3: Aber ja, drinnen im Gebäude war ich auch schon - und wie Du geschrieben hast, war weder der Hauptsaal noch der Treppenbereich noch das Foyer im Film zu sehen. Es gibt da zwar noch den kleineren Saal... nur kenne ich den nicht. Definitiv also möglich, dass da rein auf "Stock Footage" zurückgegriffen wurde.

"Somnium" mochte ich dagegen. An dem Projekt war ich schon seit 2018 dran und hatte mich auch via Crowdfunding an der Entstehung beteiligt (eingangs hieß er damals noch "Alaska"). Unabhängig dessen mag ich solche Streifen aber sowieso gern.  :happy3:
https://www.actionfreunde.de/somnium/
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PostalDude

Rocky 6 - Rocky Balboa



Rocky Balboa - damit endet für mich die Reihe..

Adriane ist mittlerweile an Krebs verstorben, Rocky hat ein Restaurant nach ihr benannt,in diesem erzählt er von seinen früheren Kämpfe & Paulie ist auch noch da, aber sehr frustriert ...

Grundsätzlich ist der Ton eher deprimierend..

Als im TV eine Computersimulation zwischen Rocky und einem aktuellen Champion für Rocky entschieden wird, wird sein alter Kampfgeist wieder geweckt!
Und dieser Champion will einen Showkampf mit Rocky, um sein Image auf zu bessern !

Die Trainingsszenen mit dem legendären Theme sind mal wieder das Highlight! Und natürlich der Endkampf! 💪🏻💥
Auch wenn's ein Showkampf ist ^^

Starkes Comeback!

4/5

StS

William Kaufman´s ,,Man of War" (2026) ist ein knallharter wortkarger Ex-Soldat auf einer Rettungsmission in der Ukraine während der ersten Tage der russischen Invasion Action-Streifen, der nicht unbedingt anspruchsvolle Genre-Fans gewiss prima zu unterhalten ist der Lage ist – während sich alle anderen mehr oder minder heftig u.a. an seiner massiven Unoriginalität stören werden. Ja, Kaufman kann bekanntlich Shootouts effektiv arrangieren und präsentiert einem reichlich davon – doch ohne einem besseren ,,Drumherum" kommt das Ganze nicht über als belangloser Zeitvertreib okay hinaus...

Zwischen der Action liefern die unkomplexen Figuren immer wieder die üblichen groben Brocken an Exposition – während der Pfad zum Showdown gradlinig und mit allen Elementen bestückt ist, die der betreffende Konflikt zu bieten hat (zivile Opfer, das Erschießen gefangener Soldaten, Drohnen etc.). Die beiden Leads LaMonica Garrett und Andrew Howard verkörpern ihre Parts zweckdienlich-anständig, Jason Patric hat sich als ,,Kontaktmann am Telefon" leicht einen Paycheck verdient und Daniel Bernhardt ist Drehbuch-gemäß fies als sadistisch-böser Russe – verbringt die meiste Zeit aber unvorteilhaft ,,isoliert" abseits des Haupt-Plotstrangs...

Im Vergleich zu diversen anderen B-Movies der vergangenen Jahre wurde ,,Man of War" achtbar anständig produziert und handwerklich kompetent umgesetzt. Mit fast 110 Minuten ist der Streifen insgesamt aber rund eine Viertelstunde zu lang geraten: Speziell im Mittelteil hätte sich dieser und jener Moment klar zum Straffen angeboten. Das Finale besteht derweil im Prinzip aus round about 20 Minuten an Dauer-Action: Nett – aber kaum mehr als unentwegtes Geballer bietend. Zudem ist Bernhardt´s ,,Abgang" eher lahm geraten. Nunja – fürs entsprechend geneigte Publikum ist diese oberflächliche Kreuzung aus Kaufman´s ,,Warhorse One" und ,,Daylight´s End" – nur halt mit Russen statt der Taliban und Zombies – zumindest für ein einmaliges Ansehen durchaus geeignet...

knappe 6/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Das Kabinett des Schreckens aka The Funhouse



Alleine das Intro ist so genial - volle Pulle Halloweenvibes!

Der erste Teil des Buches kommt vor, wird aber, wie im Film üblich, schnell abgehandelt!
Was ein bisschen schade ist..

Die Kulissen sind stark - der Jahrmarkt bzw. die Geisterbahn werden lebendig!

Starke Gruselatmosphäre, starke Umsetzung des Buches, kam ja auch damals zeitgleich raus.
Es ist aber kein klassischer Slasher, es gibt wenig Blut.

Tobe Hopper liefert auf jeden Fall mal wieder Horror vom Feinsten, leider was unbekannt..

4/5

PostalDude

Mad Max 3 - Jenseits der Donnerkuppel



Die erste Hälfte ist großes Kino!
Bartertown, die Stadt der Scheiße! :lol:  :happy2:

Die Donnerkuppel, der Kampf darin, (Zwei Mann gehn rein, ein Mann geht raus...) wie sie in der Stadt mithilfe Methans Energie herstellen, das sind alles tolle Ideen, aber dann kommt die 2. Hälfte... :/

Warum wird Max von Kindern gefunden? Warum nicht von "normalen" Einsiedlern...?
Die Kinder machen mir teilweise den Film kaputt!
Dazu ist der Film leider PG-13.  :denk3:

Das Ende ist wiederum ganz cool, aber es rettet nicht den Film!

Der Soundtrack ist natürlich über alle Zweifel erhaben - Tina Turner spielt nicht nur mit, sondern singt natürlich auch!

3/5

Private Joker

27 Juli 2026, 23:18:07 #3269 Letzte Bearbeitung: 27 Juli 2026, 23:41:14 von Private Joker
Wildcat (Amazon)

Zuletzt hatte ich Landsmann Schweiger für seine Rollenauswahl kritisiert und seinen aktuellen Actioner als einen der schlechtesten Genrefilme der letzten Jahre erwählt. Hier bekommt er nun ernsthaft Konkurrenz von Frau Beckinsale, wobei der Film minimal (aber wirklich nur ganz minimal) besser ist; dafür machen sich hier neben Kate gleich eine ganze Reihe mehr oder weniger anerkannter Mimen (Dance, Krige, Tan) zum Vollhonk.

Wie schon öfters angemerkt, scheint die Kunst, ein Drehbuch a) zu schreiben und b) dann auch mal professionell und möglichst vor der Produktion gegenzulesen mittlerweile heftig unterrepräsentiert. Hier verhebt sich irgendwer gleich im Prolog, indem da so ein semi-Fantasy-London angeteasert wird, in dem die Gangs die Macht haben und die halbe Stadt in Schutt und Asche legen - was aber optisch und erzählerisch nie umgesetzt wird, umgesetzt werden kann (dafür fehlt es wohl auch an Geld). Die eigentliche Handlung ist sehr viel schmalspuriger - dass es eigentlich um die Entführung von Kates Tochter (taubstumm) geht, erfährt man allerdings mit deutlicher Verspätung, das "warum" bleibt die ganze Zeit nebulös. Um das Problem zu "lösen", müssen erst mal ein paar Diamanten geklaut werden, logisch, was auch sonst. Die einsetzende Verwirrung schlägt dann irgendwann in blankes Entsetzen um, wenn die ersten Actionsequenzen (aka Ballereien, ein paar laue Fights) den Schirm entern.  Erneut und wie beim Schweiger scheint da niemand am Set gewesen zu sein, der so was schon mal gemacht hat, das sieht fast alles lahm, unglaubhaft, cgi-lastig, kurz zum Abgewöhnen aus. Immerhin, und da setzt sich der Film vom kompletten Bodensatz etwas ab, schleichen sich da ein oder zwei Szenen (Stichwort Schusswechsel im Pulverdampf) ab, die zumindest mal den Ansatz zu "originell" erreichen. Keine Pluspunkte dagegen für die F/M- und M/M-Fights - Beckinsales Prügelei im Fetisch-Studio muss man - schon wieder - gesehen haben, um die zu glauben; dass Action-Profi Tan kaum besser rüberkommt, ist schon ein arge Enttäuschung.

Neben der mimisch weitgehend totgelifteten Beckinsale enttäuscht aber der ganze Rest vom Cast schauspielerisch; ihr "Bruder" (what?) ist in seinen Szenen echt anstrengend, Dance und Krige haben wenig zu tun, was aber angesichts des Flachsinnes, den die von sich geben müssen, wohl auch besser so ist. Die finale CGI-Explosion, die passgenau nur die Bösen tilgt, begrüßt man trotz ihres lausiger Ausführung schon fast.

Satz mit X, aber so richtig - einen gut auf den Schweiger, mehr aber auch nicht 3/10.


Der Rest ist jetzt etwas schwieriger, gerade der direkt folgende ist jetzt ein Musterbeispiel für "andere Länder, andere Filme". Bin ich jetzt Banause oder Schlimmeres, wenn die ich den nach "unseren" westlichen Maßstäben bewerte?
Exhuma (Amazon 99 Cent)

Südkoreanischer Kunsthorror mit einer ordentlichen Bugwelle - über 90% RT, Berlinale Start, fast 80 Mio Einspiel in Korea (also sehr grob 8-10 Mio Zuschauer, das muss man hierzulande mit so einem artifiziellen Stückchen erst mal schaffen).
Trotzdem - ich halte den persönlich und sehr subjektiv für fast unansehbar, zumindest wenn man mit Hollywood sozialisiert und dem Arthauskino der Machart "iranisches Drama über taubstumme Hirten" nichts abgewinnen kann. Die erste Filmhälfte (immerhin auch schon rund 1:15) werden ständig Leichen ausgegraben, weil die sich in ihren Gräben nicht mehr richtig wohlfühlen, falsch ausgerichtet oder fehlerhaft eingebuddelt wurden. Gut, kann ja jedem mal passieren, post mortem. Zwecks Besserung der Laune von Verstorbenen und Geistern werden dann so sinnhafte Dinge gemacht wie tote Schweine angekarrt, rituelle Tänze an den offenen Gräbern aufgeführt oder Pferdeblut getrunken. Mahlzeit.

In Halbzeit 2 entert dann whyever ein untoter japanischer Geister-Offizier die Szene und gibt mit Grabesstimme (für mich) unverständliches Zeug von sich. Gebe offen zu, dass ich hier nicht mehr ganz auf Höhe des Geschehens war, deswegen muss ich mit weiteren Kritikpunkten überwiegend passen. Dass das Szenario mit einigen düsteren Bildern daherkommt, mag man als Pluspunkt notieren, klassische Schock- oder Gruseleffekte gibt es aber kaum.

"Darf" man hier wirklich wegen völliger Unverständnis über die Handlung "nur" 3-4 Punkte ziehen ? Oder ist das ein interessanter Einblick in eine für uns fremde, aber interessante Kultur?? Ich lass das mal dahinstehen.

40 Acres
(Amazon 99 Cent)

Auch hier muss ich mich ein wenig zurückhalten - mit seinem Szenario des "neuen Bürgerkriegs" und dem (fast) All-Black-Cast, der überwiegend weiße Eindringlinge im Weg des "Stand your Ground" umnietet,  ahne ich mal wieder Ermächtigungs- oder vielleicht auch Anti-Trump-Kino. Mir persönlich wäre statt (gut gemeinter?) Messages ein etwas besser ausgearbeitetes Grundszenario lieber gewesen, denn was hier zur obligatorischen "Welt-im-Arsch" geführt hat, erfährt man leider nur in Ansätzen.

Als Film ein gemischtes Paket - auf der Habenseite klar ein paar durchaus knackig raue Szenen und einige solide (wenn auch cgi-blutlastig) inszenierte Shootouts und Fights. Dazu fast schon zu düstere Bilder (Primärfarben scheinen der storybegründenden Apokalypse gleich mit zum Opfer gefallen sein), insgesamt leidlich vorhandene Spannung. Genervt hat mich am Ende der Dreh, dass "unsere" Leute ihre zT gravierenden Wunden
Spoiler: zeige
"natürlich" alle wundersam überleben,
damit büßt so ein Szenario gleich mächtig an Wucht ein.

Für Interessenten des kommenden "Akte-X"-Neuaufgusses bietet der Film die Gelegenheit, sich schon mal einen Eindruck von Frau Deadwyler zu verschaffen - ich gebe zu, dass ich für die Dame wohl keinen Fanclub gründen werden. Mit grimmigem Einheitsgesichtsausdruck "Rache für 150 Jahre Unterdrückung der Afro-Amerikaner" kommt die nicht unbedingt als Symathiebolzen rüber, aber vielleicht passt das in die Verschwörungsserie ja irgendwie.

Für den hier erst mal 5/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

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