Ghostbusters 3 (von Jason Reitman)

Erstellt von Mr. Blonde, 16 Januar 2019, 19:24:15

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Mr. Blonde

16 Januar 2019, 19:24:15 Letzte Bearbeitung: 16 Januar 2019, 19:30:07 von Mr. Blonde
Okay, das kommt jetzt wirklich überraschend. Das Ding soll tatsächlich eine Fortsetzung zu den Originalfilmen sein.

https://www.youtube.com/watch?v=ojKUYWWAnLc

https://www.gamestar.de/artikel/ghostbusters-3-regisseur-jason-reitman-dreht-weiteren-kinofilm-aus-der-kultfilmreihe,3339411.html


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Moonshade

Bemerkenswert, damit haben sie sich ja sehr weit aus dem Fenster gelehnt - jetzt müssen sie liefern.
Wird vielleicht endlich mal Zeit für eine "richtige" Staffelübergabe an ggf. eine jüngere Generation.

Der Teaser ist knorke!  :icon_mrgreen:
Das große OFDB- Aufräumen: noch 18.263 Filme ohne IMDB-Link (Stand: 09.01.2018 -  2212 Neulinks)!

"Guten Tag, führen Sie Bücher über Paranoia?" - "Ja, die stehen alle hinter Ihnen!"

"Sauf doch nicht so viel, Mensch! Nimm lieber was von dem großen Igel - der schmeckt!"

Moonshade

Schön auch Jason Reitmans Tweet zum Teaser:

"Everybody can relax, I found the car."  :icon_mrgreen:
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Snake Plissken

Und schon bin ich auch wieder angefixt :LOL:
Der Teaser ist tatsächlich geil, aber was soll das werden..... wird Bill Murray Bock haben..... wie wird man mit dem sehr fehlenden Harold Ramis umgehen?

Snake

Mr. Blonde



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Hitfield

Zitat von: Mr. Blonde nach 20 Januar 2019, 08:15:56
Laut Ernie Hudson sind die verbliebenen Ghostbusters dabei:



Plus Reitman junior.

Geht doch. :icon_cool:
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

Mr. Blonde

20 Januar 2019, 22:21:54 #6 Letzte Bearbeitung: 20 Januar 2019, 22:25:04 von Mr. Blonde
Bringen wir mal ein bisschen Pfeffer in die Angelegenheit:

Leslie Jones, eine der vier Darstelleren vom 2016er Reboot, ist nicht ganz angetan.  :icon_mrgreen:

Auf Twitter:

ZitatSo insulting. Like fuck us. We dint count. It's like something trump would do. (Trump voice)"Gonna redo ghostbusteeeeers, better with men, will be huge. Those women ain't ghostbusteeeeers" ugh so annoying. Such a dick move. And I don't give fuck I'm saying something!!


Die Frau scheint mir entweder recht dumm zu sein oder der Tweet soll ein wenig PR für den Film werden. "Redo Ghostbusters"? Das wurde 2016 getan.  :doof: Trump? Wann wurde Ghostbusters zum Politikum? Sehr nervig.


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Roughale

Die Frau kann doch nichtmal einigermassen akzeptabel aussehen :king:

esta es la mejor mota
When there is no more room for talent OK will make another UFC

Moonshade

War klar, dass so etwas jetzt aufkommt, vor allem wenn man den Ärger bedenkt, den gerade Jones einstecken musste.

Sie ignorieren jetzt vermutlich den Frauen-GB, was aber wiederum auch kein Wunder ist, weil sie das in einem "Paralleluniversum"(?) angesiedelt haben. Anstatt den alten GB einen Gastauftritt zu gönnen, hat man sie in Fremdrollen gesteckt - wenn sie jetzt wieder die GB sein sollen, muss man die Frauen in Sachen Kontinuität wieder ignorieren.

Unnötig und überflüssig wie ein Kropf alles.
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McClane

Zitat von: Mr. Blonde nach 20 Januar 2019, 22:21:54
Trump? Wann wurde Ghostbusters zum Politikum? Sehr nervig.


Bist du unter die Komiker gegangen? Trump hat das Ganze tatsächlich angesprochen damals: https://www.youtube.com/watch?v=aTLaArxktFQ

Und dass die 2016er-Variante und das ganze Bohei darum auch ein (neurechter) Kulturkampf war, bei dem politische Agitatoren wie Milo Yiannopoulos massiv mitgemischt haben, ist dir ja wohl auch nicht entgangen. Ich finde den Tweet von Leslie Jones auch nicht gerade geschickt, aber ganz aus dem Nichts kommt der Ärger nicht. Und Post wie der von Roughale bestätigen das nur noch.
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)

Snake Plissken

Tja, gäbe es den 2016er-Ghostbustersversuch nicht, hätten wir die ganzen Probleme jetzt nicht :LOL:

Ist aber lustig, wie jetzt genauso von deren Seite gemotzt wird. Naja, früher war auch nicht alles besser.

Snake

Mr. Blonde

22 Januar 2019, 03:17:53 #11 Letzte Bearbeitung: 22 Januar 2019, 07:03:52 von Mr. Blonde
Zitat von: McClane nach 21 Januar 2019, 16:54:16
Zitat von: Mr. Blonde nach 20 Januar 2019, 22:21:54
Trump? Wann wurde Ghostbusters zum Politikum? Sehr nervig.


Bist du unter die Komiker gegangen? Trump hat das Ganze tatsächlich angesprochen damals: https://www.youtube.com/watch?v=aTLaArxktFQ


Du musst zugeben, dass man bei Trump wirklich nicht jedes Detail kennen kann, es gibt einfach zu viele diskussionswürdige Momente. Dieser war mir unbekannt. Ändert aber nichts daran, dass es absolut weder mit Donald Trump oder sonstwem zu tun hat, dass man Kassengift in Hollywood nicht weiter anpackt. Das Reboot war kein Hit, also wird es nicht fortgesetzt. So einfach ist das. Da kann man nun wieder die Politikkeule schwingen, wie damals eben auch, oder man akzeptiert, dass es eben wieder vertraut weitergeht. Der Tweet zeugt von einer schlechten Verliererin. Statt sich zu freuen, dass sie ihren Moment in einer tollen Filmreihe hatte, wird jetzt irgend eine Agenda herbei fabuliert. Nein, es liegt jetzt gerade nicht am Geschlecht, sondern daran, dass der Film kein Erfolg war, aus unterschiedlichsten Gründen. Und natürlich war das unterirdisch, was damals gegen Jones in den Netzwerken geschossen wurde, hatte ich damals auch geschrieben. Die Art und Weise, wie manche damals mit Beleidigungen etc. direkt auf die Beteiligten losgegangen sind , war grenzüberschreitend. Ändert aber nichts am hier und jetzt, an der einfachen Logik Hollywoods. Hätte der Film 500 Mio. weltweit eingespielt, hätte er sein Sequel bekommen. Hat er aber nicht. Aus Gründen. Davon abgesehen war meine Frage absolut rhetorisch gemeint, mir ist durchaus bewusst, wann es politisch wurde, siehe GB-Reboot-Thread. Es ging nur darum, mein Unverständnis darüber zu unterstreichen, da es mir einfach unbegreiflich ist, was mit dieser Reihe passiert ist.

Ein Film, bei dem selbst Befürworter in Massen immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen, dass er ja "gar nicht so schlecht gewesen sei" oder "besser, als befürchtet", aber trotzdem nicht gut, hat einfach keine Fortsetzung verdient. Ich freue mich in jedem Fall auf die vertraut wirkende Neujustierung. :)


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McClane

Es ging mir nicht um Trump, sondern um die Frage nach dem Politikum, die angesichts des 2016er-Krawalls naiv erscheint.

Ich fand das Reboot persönlich weder besonders gut noch besonders schlecht, eben eine 08/15-Komödie, wie sie derzeit leider viel zu oft aus Hollywood kommen. Aber es ist doch verständlich, dass es für Leslie Jones so aussehen mag als hätten die ganzen Nörgler und Hater damals ihren Willen bekommen, auch wenn es tatsächlich in erster Linie an der Marktlogik liegt.
Und ganz abwegig ist das Ganze ja nicht: Während beim 2016er-Reboot schon bei Bekanntgabe der Besetzung die Meckerwelle losging, machen sich diverse Fans hier schon beim Anblick dieses nichtssagenden Teasers vor Freude in die Buchsen. Naja, vielleicht kommt das Remake ja mit Taylor Lautner, Kellan Lutz, Jai Courtney und Kevin Hart in den Hauptrollen - mal schauen, ob die Vorfreude dann immer noch so groß ist.  :icon_mrgreen:
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Mr. Blonde

22 Januar 2019, 11:10:26 #13 Letzte Bearbeitung: 22 Januar 2019, 11:19:50 von Mr. Blonde
Ihren Unmut kann ich in Ansätzen nachvollziehen, leider kippt sie mit der Art und Weise nun wieder unnötigerweise Öl ins Feuer. Das weiß sie auch, wenn man sich ihren letzten Satz anschaut. Ich bin die Diskussion um PC, Diskriminierung, SJW, Misogynie, Trolle etc. bei "Ghostbusters" einfach leid. Mir wäre es am liebsten, wenn alle Lager endlich die Gusche halten würden und sich in den Bereichen auf ihre Ideale konzentrieren würden, in denen es wirklich etwas bringt. Wir hatten den Female-"Ghostbusters", da braucht man auch nicht mehr drüber zu jammern, also in beiden Lagern.  :icon_mrgreen:


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Mr. Blonde

23 Februar 2019, 19:37:56 #14 Letzte Bearbeitung: 23 Februar 2019, 19:39:42 von Mr. Blonde
Jason Reitman hat das Unaussprechliche getan: In einem Podcast sagte er, er wolle die Ghostbusters wieder den Fans zurückgeben... Dieses Monster!

So geht das natürlich nicht. Denn darauf sind natürlich viele sehr Menschen angesprungen und fühlten sich angegriffen. Auf Twitter und co. wurde dann gegen Reitman scharf geschossen. Er würde den toxischen Teil der Fanbase in Schutz nehmen, der ja damals so gewütet habe. Es gäbe auch überhaupt ja keine besseren, schlechteren oder "echten" Fans. Außerdem hätte man ja niemandem etwas weggenommen, weswegen er es den "Fans" nicht wiedergeben könne. Irgendwie so. Ein bisschen schwierig, da durchzusehen. Jason Reitman entschuldigte sich daraufhin.  :wallbash:

http://www.filmstarts.de/nachrichten/18523664.html

Paul Feig hat Reitman übrigens in Schutz genommen. Der sei ein dufter Typ, habe ihn in der Vergangenheit viel unterstützt und seie ein Unterstützer des 2016er Vehikels gewesen. ;)

https://www.indiewire.com/2019/02/paul-feig-defends-jason-reitman-ghostbusters-sequel-outrage-1202045532/


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Tito

 :hideugly: :LOL: :wallbash:

Mehr fällt mir dazu auch nicht ein!

Was den Film angeht, da vage ich mir ein Urteil erst, wenn ich ihne gesehen habe. Man ist inzwische von Hollywood alles gewohnt.

May The Fleas Be With You
Wir sind Polizeibeamte, für Gewalttätigkeiten wurden wir nicht ausgebildet.

Helbo

Für mich komplett uninteressant.

Der originale Cast des 1. Films hat es nur 5 Jahre später (1989) schon nicht mehr geschafft, den Erfolg und die Beliebtheit des Originals zu erreichen.

Jetzt sind 30 Jahre vergangen, ein Darsteller ist bereits verstorben, der Rest ist alt. Die Zeiten haben sich geändert. Das wird nichts, das kann nichts. Eine Zeit lang wird man darüber reden und streiten, viele Nostalgiker werden eine Träne verdrücken, und ein Jahr später kann man den Film um 5,99 am Grabbeltisch im Supermarkt kaufen.

Moonshade

Zitat von: Helbo nach 14 März 2019, 04:00:37
Eine Zeit lang wird man darüber reden und streiten, viele Nostalgiker werden eine Träne verdrücken, und ein Jahr später kann man den Film um 5,99 am Grabbeltisch im Supermarkt kaufen.


Das geht allerdings, ehrlich gesagt, mit jedem Film so, der zwischendurch mal das heiße Dings ist. Irgendwann trifft man sich bei jedem Film am Grabbeltisch, nachdem man ne Runde diskutiert hat.

Inhaltlich empfiehlt sich für Reitman natürlich so eine Art Staffelübergabe, mal sehen, was sie draus machen.

Den Damenfilm hab ich mir neulich wieder angesehen, schaut immer noch ordentlich aus, aber diesen permanent-vor-sich-hin-murmeln-Humor verbinde ich auch nicht mit der Franchise.  :icon_mrgreen:
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Private Joker

Den Ladies-GB haben sich in den USA gerade deshalb ein paar Leute angesehen (kommerziell war der dort ja mal zumindest ein passabler Erfolg), WEIL da dieser Shitstorm drüber eingebrochen ist. Sieht man ja gerade auch bei Frau Captain: Finanziell sind solche künstlich herbeigeredeten Aufreger meist ein Nullsummenspiel - ein paar Hater bleiben weg, dafür kommen ein paar "Fans*innen", die sonst garantiert nicht in einen Superheldenfilm gewandert wären, um ein Zeichen zu setzen. Dass "Ghostbustiers" als Großflop gilt, hat der allein den mehr als lausigen Auslandszahlen zu verdanken.

Was bedeutet das für einen Neuaufguss ? Ohne jeden Wirbel sieht das mMn eher trübe aus, mit den Oldies, wenn sie denn mitmachen, hält man keine Zuschauermassen mehr vom Streaming ab, und die übliche Formel "zwei Grufties, zwei Jungspunde, ein Girlie" wird einmal mehr nur zeigen, wie dürftig Hollywoods junge Garde aktuell besetzt ist. Kaum wird da mal einer gelobt (Alden Ehrenreich zB) tackert man dem schon die Schuld für einen Flop an die Jacke.

Aber vielleicht überrascht uns Reitman ja und macht tatsächlich einen guten Film. Wäre mal ein Lichtblick in der Komödienlandschaft aktuell.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Helbo

Zitat von: Moonshade nach 14 März 2019, 09:20:32Das geht allerdings, ehrlich gesagt, mit jedem Film so, der zwischendurch mal das heiße Dings ist. Irgendwann trifft man sich bei jedem Film am Grabbeltisch, nachdem man ne Runde diskutiert hat.
Naja, immer trifft das nicht zu. "Der weisse Hai" beispielsweise war 1975 DAS Gesprächsthema, ganz großer Blockbuster, über den alle geredet haben. Der Film ist aber heute kein alter Schinken, den keiner kennt, und der für ein paar Euro in der Horror-Ecke verstaubt, sondern kommt immer wieder mal neu auf DVD oder BluRay raus, mit neuen Extras, usw., und die Filmmusik wird von Orchestern live gespielt.

Bei "Zurück in die Zukunft" ist es noch heftiger, auch da erscheinen ständig Neuauflagen, immer wieder ist der Film Gesprächsthema, immer wieder werden die Schauspieler dazu befragt, immer wieder gibt es diese öffentlichen Auftritte bei Conventions. 2015 wurde von ganz vielen Leuten gefeiert, weil das das Jahr ist, in dem BTTF2 spielt. Christopher Lloyd "muss" heute noch den Doc für Shows und Werbung spielen, sogar ein Cameo-Auftritt in "A Million Ways To Die In The West" wurde gedreht.

Also das sind auch Filme, die schon älter, aber auch heute noch sehr beliebt und bekannt sind, und oft eigene Foren haben, in denen diskutiert wird.

Aber bei den heutigen Filmen, egal welchen Genres, habe ich nicht das Gefühl, dass sich da einer längerfristig halten wird.



Zitat von: Moonshade nach 14 März 2019, 09:20:32Inhaltlich empfiehlt sich für Reitman natürlich so eine Art Staffelübergabe, mal sehen, was sie draus machen.

Aber ehrlich, wer will das sehen? Es ist wie bei Konzerten von älteren Bands: die neuen Sachen von denen will keiner hören, man will die alten Hits hören.
Wenn jemand einen Ghostbusters-Film schaut, in denen die Originaldarsteller mitspielen, will man auch diese Darsteller als Ghostbusters sehen, und nicht irgendwelche jüngeren Leute aufgebrummt bekommen, die man toll finden soll, während die alten Ghostbusters sich zurückhalten und zu einer reinen Alibi-Funktion verkommen.



LG,
Helbo

Tito

Sooooo schlecht fand ich den zweiten Teil nun auch nicht. Fortsetzungen sind halt immer "gefährlich". Als Kind habe ich den aber im Kino gesehen und was mir damals schon gefiel, gefällt mir auch heute noch.

Daher würde ich mich freuen, die alten Jungs noch einmal in Aktion zu sehen. Sicherlich sind sie jetzt in die Jahre gekommen und Egon müsste per CGI kreiert werden oder man müsse sich etwas einfallen lassen, weshalb er nicht da ist. Selbst bei einem geeigneten Ersatz für Ramis, würde ich nicht sofort die Flinte ins Korn werfen, solange er dem alten Spengler wenigstens ähnelt. Die Ghostbusters sind nun einmal für mich Peter, Ray, Winston und Egon. Solange nicht so ein furchtbarer Murks wie bei Indiana Jones rauskommt, bin ich auch mit einem Durchschnittsfilmchen mit meinen "Helden" zufrieden.

Dem Damen-Ghostbustersfilm kann ich nunmal nichts abgewinnen. Evtl. wäre er (zumindest für mich) etwas besser gewesen, hätte man die ursprünglichen Geisterjäger nicht einfach ignoriert und die Sache rebootet. Die Damen in die Fußstapfen der alten Herren tretend. Aber auch dann ändert sich natürlich nichts an der Story und den eingesetzten Humor. Und bitte keine pauschalisierte "Hater-Keule" schwingen. Dieses Internet-Phänomen, dass immer neuere (und beklopptere) Wortkonstrukte hervorbringt, hat nichts damit zu tun, dass ich den Film einfach schlecht fand. Mir liegt die Art des Humors nicht und die Geschichte fand ich mehr als vorhersehbar und trantütig, weil schon tausend Mal gesehen.

Aber das Franchise ist nicht uninteressant, eine "Staffelübergabe" halte ich nicht für vollständig hirnlos. Auch hier macht wieder der Ton die Musik bzw. das Script den Film. Einfach irgendwelche Nachfolger vorsetzen und schnell integrieren sehe ich eher als problematisch. Aber ein Aufbau eines weltweiten Geisterjäger-Netzwerks, halte ich für möglich und interessant. Habe mich schon damals immer gefragt, warum es nur in New York spukt (und ab und zu wo anders). Wenn die alten Jungs Geisterjäger ausbilden würden, die dann in Ihren eigenen Städten und Gegenden für Ordnung sorgen, wäre auch ein guter Nährboden für weitere Fortsetzungen gegeben, die nicht immer wieder eine Origin-Story in NYC aufgreifen müsste. Und die verschiedenen Teams können sich auch unterschiedlich zusammensetzen.

Zitat von: Helbo nach 15 März 2019, 15:40:44
Zitat von: Moonshade nach 14 März 2019, 09:20:32Das geht allerdings, ehrlich gesagt, mit jedem Film so, der zwischendurch mal das heiße Dings ist. Irgendwann trifft man sich bei jedem Film am Grabbeltisch, nachdem man ne Runde diskutiert hat.
Naja, immer trifft das nicht zu. "Der weisse Hai" beispielsweise war 1975 DAS Gesprächsthema, ganz großer Blockbuster, über den alle geredet haben. Der Film ist aber heute kein alter Schinken, den keiner kennt, und der für ein paar Euro in der Horror-Ecke verstaubt, sondern kommt immer wieder mal neu auf DVD oder BluRay raus, mit neuen Extras, usw., und die Filmmusik wird von Orchestern live gespielt.

Und trotzdem findest du den Film auf dem Grabbeltisch für einen Fünfer. Ich denke, darum geht es auch gar nicht wirklich. "Das heiße Dings", wie ihr es so schön nennt, hat sich "digitalisiert". Ich will damit sagen, dass die großen "Klassiker", die auch heute noch geliebt und geguckt werden, solange als solche gelten werden, bis eine neue Filmkonsumenten-Generation die Standards ändert. Und da sind wir mitten drin. Das heiße Dings ist heute ein Werbe-Merchandise-Zugpferd. Marvel, DC, Disney, 007 etc. Die Devise lautet höher, schneller, mehr, spektakulärer - dank CGI alles inzwischen möglich - dann noch ordentlich die Werbetrommel rühren, Social Media, Fastfood-Kette, Plakate, Podcasts und und und... und fertig ist der Blockbuster. Die Qualität ist indes nicht wichtig. Hauptsache das Box Office stimmt. Ein guter Film wird heute mehr danach bewertet, wie viel er eingespielt hat und wie viel Shots verarbeitet wurden. Die Zeit wird kommen, da wird die Generation X für "Der Weiße Hai" nichts mehr übrig haben, weil langweilig, schlechte Effekte, steinzeitlich. So wie heute schon viele jüngere Fans nichts mit alten Filmen anfangen kann (z. B. Night of the Living Dead, Psycho, sämtliche Schwarz-Weiß-Filme, die älteren Bond-Streifen, viele 80er Jahre Actioner und und und).

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McClane

Zitat von: Tito nach 15 März 2019, 19:12:02Das heiße Dings ist heute ein Werbe-Merchandise-Zugpferd. Marvel, DC, Disney, 007 etc. Die Devise lautet höher, schneller, mehr, spektakulärer - dank CGI alles inzwischen möglich - dann noch ordentlich die Werbetrommel rühren, Social Media, Fastfood-Kette, Plakate, Podcasts und und und... und fertig ist der Blockbuster. Die Qualität ist indes nicht wichtig. Hauptsache das Box Office stimmt. Ein guter Film wird heute mehr danach bewertet, wie viel er eingespielt hat und wie viel Shots verarbeitet wurden.

Das ist arg verkürzend dargestellt, gerade wenn man "Der weiße Hai" als Beispiel nimmt. Der hat den Blockbuster begründet, nicht zuletzt mit dem attraktiven Sommerstarttermin und der massiven Bewerbung - alles Praxen, die vorher gar nicht so üblich waren. Und ich sage es mal so: Der Film könnte genauso gut sein wie er ist, hätte er nicht so viel Knete eingespielt wie er hat, vermutlich würde er nicht den gleichen Klassikerstatus wie heute haben.
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Tito

Natürlich habe ich arg verkürzt, mein vorheriger Beitrag war eh schon zu lang und ich versuche diese Textmauern zu vermeiden, da die eh keiner liest.

Aber in der Essenz ist es genau das: Die aktuellen Filmgucker entscheiden über Fortbestehen oder Vergessen eines Films. Es muss nicht nur der Weiße Hai sein, es geht um alle Filme an sich. Es geht auch nicht darum, ob für den Hai mit oder ohne Box Office Erfolg ein Klassiker geworden wäre oder nicht. Es geht einzig und allein darum, was eine neue Generation von Filmkonsumenten von einem Streifen erwartet.

Und ich kenne viele Anfang 20er, die sich z. B. Casablanca oder den ersten (und sogar zweiten) King Kong nicht anschauen möchten oder gesehen haben und meinten, so etwas langweiliges haben sie noch nie gesehen, "was schwarz-weiß, nöööö lass mal", "das soll ein Horrorfilm sein" bei z. B. den klassischen "Universal-Monsterfilmen". Das ist natürlich auch Filmgeschichte und für den Interessenten des Mediums "Film", der mit ganz anderen Augen diese Werke anschaut, auch in Zukunft noch großartige Filme. Aber eben nicht mehr Mainstream tauglich.

Und die Werbe-Praktiken sind ja heute über Werbespots und Plakate hinaus auf einem ganz neuen Niveau. Filme befinden sich schon im Mega-Hype oder werden vernichtet, bevor überhaupt die Dreharbeiten angefangen haben. Internetforen, Soziale Medien, Rundfunk, Chat-Gruppen etc. sind alle fleißig dabei. Hinzu kommen noch die verbissenen Versuche, möglichst politisch korrekt zu sein. Ich heiße das alles weder gut noch schlecht. Es ist halt so. Persönlich versuche ich mich aus diesem Prozess herauszuhalten und mir eine eigene Meinung zu bilden.

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McClane

Würde dir in vielen Punkten zustimmen, aber hierzu:

Zitat von: Tito nach 16 März 2019, 22:11:11Und ich kenne viele Anfang 20er, die sich z. B. Casablanca oder den ersten (und sogar zweiten) King Kong nicht anschauen möchten oder gesehen haben und meinten, so etwas langweiliges haben sie noch nie gesehen, "was schwarz-weiß, nöööö lass mal", "das soll ein Horrorfilm sein" bei z. B. den klassischen "Universal-Monsterfilmen". Das ist natürlich auch Filmgeschichte und für den Interessenten des Mediums "Film", der mit ganz anderen Augen diese Werke anschaut, auch in Zukunft noch großartige Filme. Aber eben nicht mehr Mainstream tauglich.


Ich bin jetzt Mitte 30 und kenne viele Leute meiner Alterklasse, die du heute oder auch schon in meiner Jugend damit hättest jagen können. Die feiern die Sachen aus den 1980ern und 1990ern ab, weil sie damit aufgewachsen sind, sind und waren aber Zeit ihres Lebens an Filmgeschichte reichlich uninteressiert. So hat der Durchschnittsfilmgucker schon seit Jahr und Tag getickt. Sind ja auch schon früher Genres ausgestorben oder in die Nische gerückt, weil sich die Masse der Zuschauer nicht (mehr) dafür interessiert hat.
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Tito

Ich sehe da jetzt keinen wirklichen Widerspruch zu dem, was ich gesagt habe, sondern eher eine Bestätigung?! Die Sehgewohnheiten bestimmen das Programm, gerade darum geht es mir ja.

Um auch ein wenig wieder zum Thema zurückzugelangen. Ich habe so meine Zweifel, dass GB3 bis 2020 an den Start geht. Das Ganze hat so einen "Masters of the Universe"-Nachgeschmack, der ja eigentlich auch spätestens dieses Jahr anlaufen sollte und immer wieder verschoben wurde.

Wenigstens scheint es ein wenig voranzugehen. Laut der Fandom-Seite gibt es da Bewegung im Script. Allerdings weiß ich auch nicht, welche Quellen die nutzen.

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Mr. Blonde

Ich hoffe und habe das Gefühl, dass es diesmal wirklich schnell über die Bühne geht. Sonst hätte Sohnemann Reitman den Mund deutlich zu voll genommen. Der Teaser kam ja auch verdammt zügig und ich denke, alle Beteiligten wissen, dass sie jetzt endlich liefern müssen. Das Casting ist ja nun auch im Gange. Murray hat man hoffentlich auch direkt in den Sack gepackt. Zumindest haben wir diesmal recht konkrete Worte und nicht nur leere Versprechungen von Dan Aykroyd. Bin da guter Dinge. Und ein CGI-Egon, so sehr ihn viele ablehnen würden, ich könnte damit leben oder mit einer verdammt guten Neubesetzung, sofern die Umsetzung überzeugt. Ohne Spengler fehlt einfach etwas und die Rolle muss nicht mit dem Darsteller gestorben sein. Vielleicht würde ein Kurzauftritt schon reichen, der storytechnisch erklärt wird oder er wird eben als Geist reanimiert. Das wäre nicht unpassend, Bill Murray hatte mit dem Gedanken für Venkman ja auch mal geliebäugelt.


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Snake Plissken

Zitat von: Mr. Blonde nach 18 März 2019, 01:14:10Und ein CGI-Egon, so sehr ihn viele ablehnen würden, ich könnte damit leben oder mit einer verdammt guten Neubesetzung, sofern die Umsetzung überzeugt. Ohne Spengler fehlt einfach etwas und die Rolle muss nicht mit dem Darsteller gestorben sein. Vielleicht würde ein Kurzauftritt schon reichen, der storytechnisch erklärt wird oder er wird eben als Geist reanimiert. Das wäre nicht unpassend, Bill Murray hatte mit dem Gedanken für Venkman ja auch mal geliebäugelt.

Gleich als erstes wollte ich mein "Dagegen!"-Schild hochhalten.
Aber zb als Geist o.ä. das wäre schon eine nette Verbeugung vor Harold Ramis.
Wobei sowas aber auch sehr gewagt wäre und die Eier werden sie nie haben. Außerdem müsste es schon verdammt gut gemacht sein.

Snake

Mr. Blonde

Im Grunde haben sie das ja schon damals sehr subtil mit Slimer gemacht, der ja auf John Belushi basiert. Aber es ist ein gewagtes Unterfangen, ja. In Zeiten, wo Peter Cushing recht gelungen aus dem Grab auferstanden ist, wäree das aber auch kein absolutes Novum mehr. Die Technik ist dafür bereit.


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Tito

Murray ist im Sack


Egon als Geist, warum nicht. Als CGI, hätte ich prinzipiell auch nichts dagegen. Aber dafür müsste man zunächst Ramis' Familie zustimmen und so etwas würde schnell öffentlich bekannt werden. Also sehe ich da eher schwarz. Ich befürchte eher, dass in einem Nebensatz erklärt wird, warum er nicht da ist.

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Mills

Zitat von: Helbo nach 15 März 2019, 15:40:44Aber bei den heutigen Filmen, egal welchen Genres, habe ich nicht das Gefühl, dass sich da einer längerfristig halten wird.

Hey Helbo, ich habe dir zu dem Thema eine Nachricht geschickt, damit es hier nicht so offtopic wird!
A: Welchen Bond-Film magst du am liebsten?
B: Den mit Daniel Crack, also genauer gesagt Casino Neural.


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