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the Institute (MGM+ Serie nach Stephen King)

Begonnen von StS, 10 Juni 2025, 21:38:24

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StS


Mary-Louise Parker (Ms. Sigsby), Ben Barnes (Tim Jamieson), Joe Freeman (Luke Ellis), Simone Miller (Kalisha), Fionn Laird (Nick), Hannah Galway (Wendy), Julian Richings (Stackhouse), Robert Joy (Dr. Hendricks), and Martin Roach (Chief Ashworth) star.

In the eight-episode series, "Teen genius Luke Ellis (Freeman) is kidnapped and awakens at The Institute, a facility full of children who all got there the same way he did and who are all possessed of unusual abilities. In a nearby town, haunted former police officer Tim Jamieson (Barnes) has come looking to start a new life, but the peace and quiet won't last, as his story and Luke's are destined to collide."

The series hails from director/executive producer Jack Bender (From, Mr. Mercedes), writer/executive producer Benjamin Cavell (Justified, The Stand) and MGM+ Studios.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

"Dank" der letzten MGM+-BF-Aktion von Amazon doch noch in den Genuß von mehr als einer Folge gekommen. Und ja, schon dafür haben sich die 99 Cent irgendwo gelohnt.

Gerade im Vergleich zum zeitgeistigen "Pseudo-King", als was ich die im Vergleich zur Vorlage mal eben auf den Kopf gestellte ES-Serie etwas vereinfachend bezeichnen würde, geradezu eine Erholung. Gradlinig und schnörkellos erzählt, Gut und Böse klar erkennbar (von den ein, zwei obligatorischen Verräternasen abgesehen), vernünftig gesteigerte Spannung, ein schönes Finale. Und das mit der Spannung sage ich mal in der klaren Erkenntnis, dass bei King der "Sieg des Bösen" im absoluten Regelfall nicht auf der Speisekarte steht, abgesehen von den Alias-Romanen und ein paar Kurzgeschichten vielleicht. Für einen absoluten Downer wäre so ein Kinderszenario ähnlich wie bei den Klassikern von der Brücke bis ES auch nicht geeignet - was nicht bedeutet, dass hier alles eitel Sonnenschein ist - ein paar Mal muss man durchaus auch schlucken, Stichwort "Verbrennungsofen".

Auch thematisch in jedem Fall interessant, auch wenn man klar sagen muss: Auf dem Territorium waren andere auch schon. "Precogs" vom Dick (sogar das Wort), Superhelden, Menschenversuche. Aber King und seine Drehbuchautoren sind clever genug, das neu und vernünftig zusammenzusetzen, bestes Beispiel: Die "Sonderbegabungen" der Kinder, ein - auch bei King selbst - durchaus schon mal gerne genommenes Szenario. Aber das sind eben keine Marvel/DC-Superhelden, die sich mal eben aufstellen und Blitze aus den Händen schleudern (eh so mit das albernste Klischee der Superheldenszene). Hier sind die Fähigkeiten limitiert, lassen sich nicht einfach so abrufen und entfalten erst am Ende ihre volle Wirkmacht. Kann man so machen. Dazu die im Thema angelegte Prise Verschwörung, die aber auch einen kleinen Denkanstoß beinhaltet (die "Bösen" haben bei allem was sie tun "vielleicht" sogar einen Punkt - aber zu welchem Preis?).

Also: Passt rundum, von mir eine glatte 8/10. Kann gerne weitergehen - was im Ende auch angelegt und nach allem was ich höre auch durchgewunken ist.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

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