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the Chronology of Water (by Kristen Stewart)

Begonnen von StS, 20 November 2025, 18:53:18

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StS


DIRECTOR: Kristen Stewart
CAST: Imogen Poots, Thora Birch, Susannah Flood, Tom Sturridge, Kim Gordon, Michael Epp, Jim Belushi

Based on the beloved memoir by Lidia Yuknavitch and marking the directorial debut of Kristen Stewart, THE CHRONOLOGY OF WATER is a raw and unflinching portrait of survival, sexuality, and self-invention. The film traces Lidia's life from her earliest memories in the Pacific Northwest, as a promising swimmer, through fractured relationships, near-motherhood, addiction, and encounters with artistic heroes. Told as a fluid memory wash, the story transforms trauma into art, embodying Yuknavitch's defiant voice that made her work a modern cult classic. It is not only a chronicle of a woman becoming a writer, but a visceral journey through the wreckage and resilience of a life lived against the grain.


IN SELECT THEATERS: December 5, 2025
OPENS WIDE: January 9, 2026

Soll gute, aber keine leichte Kost sein.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PierrotLeFou

Ich mag Kristen Stewart als Schauspielerin ja recht gerne; ihre Rollenwahl hatte zuletzt auch mehrfach Ambitionen erahnen lassen (anders als zu Beginn ihrer Karriere), wenngleich die Filme selbst dann nicht immer auch gleich unbedingt herausragend waren. "Chronology of Water" ist da als Langfilm-Regiedebüt ein Quantensprung in Sachen Qualität. Ohne sich irgendwie "bemüht" anzufühlen, scheißt sie auf diesen sich beim Publikum anbiedernden Hollywood-Kokolores, den man oftmals vorgesetzt bekommt, und liefert eine formal ausgereifte, in der Struktur anspruchsvolle Literaturverfilmung ab, mit Motiven des Fluiden arbeitet und hier und da erahnen lässt, dass Noé, Godard, Duras, Sander u. v. a. Einfluss hinterlassen haben. Stewart ergeht sich aber nicht in cinephilen Zitate-Spielchen, sondern findet eineng anz eigenwilligen Stil. Anfänglich Zuspitzungen sind effektiv, weichen am Ende aber einem vieldeutigen Blick. Reiht sich ein unter den besten Filmen, die (insbesondere das europäische) emanzipierte Kino weiblicher Filmemacherinnen infolge der Frauenbewegung nach '68 hervorgebracht hat. Nicht dass ich (gerade nach Trailer-Sichtung) nicht viel erwartet hätte, aber das hat meine Erwartungen nochmals deutlich übertroffen. 10/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

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