Hallo,
nach längerer Pause habe ich wieder angefangen, bei der OFDb Reviews zu schreiben.
Erstmal muß ich sagen, sicherlich bin ich nicht die Beste!!! An Moonshade z.B. werde ich nie heranreichen. Ich gebe mein Bestes, aber ich habe auch manchmal noch Probleme mit der Deutschen Sprache, vor allem der Rechtschreibung, da ich Amerikanerin bin (kurz. anm. nee, ich hab net Bush gewählt, ich bin auch gegen den Krieg etc. lest mein Profil bevor ihr Vorurteile habt). Ich wohne schon seit 16 Jahren in Deutschland, und habe von meiner Oma die alte Rechtschreibung und als ich hier meinen Schulabschluß nachgeholt habe, die neue gelernt. Jetzt bin ich verwirrt darin. Ich versuche viele Bücher zu lesen, damit es besser wird.
Inhaltlich gefällt mir an meinen eigenen Reviews nicht, daß ich nicht so einen TIEFGANG hinbekomme wie manch anderer Autor. Aber mal ehrlich, bei den Filmen, die ich bewerte, (vornehmlich ja Horror) ist das auch etwas schwer (oder?)
So, jetzt sage ich erstmal noch dankeschön an alle meine Leser. Ich hoffe sehr, ich konnte euch bei der Entscheidung, welchen Film ihr schaut und welchen eher nicht, vielleicht einmal weiterhelfen. Ihr anderen Autoren habt mich sicher schon vor so manchem miesen Machwerk bewahrt und durch euch bin ich auch auf einige interessante Filme gestoßen. Danke dafür.
WAS KANN ICH BESSER MACHEN?
http://www.ofdb.de/view.php?page=poster&Name=21114&Kat=Review
Aha, endlich mal wieder Frischfleisch im Autorenthread. Schön schön!
Eines zeigt dein Einleitungstext, nämlich einen ausgeprägten Sinn für Selbstkritik, der dich mit etwas Übung auch sicherlich weiterbringen und dir bei deiner Entwicklung helfen kann.
Denn was du an dir selbst kritisierst, würde ich bestätigen, nachdem ich mal in die ein oder andere Kritik hereingeschaut habe. Du hälst dich sowohl inhaltlich als auch formell noch sehr am Offensichtlichen fest und gibst eher Beschreibungen wieder als Eindrücke. Ich weiß nicht, inwiefern das bei dir damit zusammenhängt, dass Deutsch nicht deine Muttersprache ist, denn wenn ich mir vorstelle, meine Kritiken auf Englisch schreiben zu müssen, würde ich mit Sicherheit auch nicht die gleiche Tiefe erreichen wie in meiner Muttersprache.
Versuch vielleicht mal, auf allzu gängige Standards zu verzichten - ruhig auch mal auf eine Inhaltsangabe. Die dient einem oft als Insel zum Festhalten, aber wenn man sich einmal einfach ins kalte Meer fallen lässt, kommt da womöglich ein ganz interessanter Freischwimmerstil bei raus. Erwzwungen wirkende Formulierungen wie "soweit zur Story" (Kritik zu "Red Eye") würden damit schon mal ganz aus dem Rahmen fallen.
Und dann mal überlegen, was für den spezifischen Film, den du rezensierst, charakteristisch ist. Insbesondere im Genre Horror ist es ganz gut, wenn man sich ein wenig von den Genremechanismen löst und darauf achtet, was diesen spezifischen Vertreter absondert von anderen Filmen. Und im Nachhinein kann man dann gegebenenfalls überlegen, wie sich der Film ins Genre einordnen lässt, zB. ob er frischen Wind reinbringt oder sich doch nur am Bewährten festklammert. Vom Fundament aus sollte der besprochene Film aber immer als individuelles Produkt behandelt werden, selbst wenn er noch so formelhaft ist. Ansonsten läuft man als Rezensent in Gefahr, selbst eine formelhafte Kritik abzuliefern.
Willkommen im Affenhaus.
Amerikanerin, he? Du hast doch bestimmt Bush gewählt!
Horror ist ja nicht gerade meine bevorzugte Baustelle, weswegen ich mich da wohl nicht so häufig zu Wort melden werde.
Aber du kommst, das ist mir beim ersten Querlesen schon aufgefallen, immer schnell zum Punkt, was deinem Anspruch, anderen Usern eine Entscheidungshilfe zu sein, schon mal sehr in die Hände arbeitet. Längere Texte sind in dieser Hinsicht nicht sehr beliebt. Schön auch, wenn du ehrlich an eine Sache herangehst (beispielsweise beim Apocalypto-Review mit dem Verweis, nicht wirklich die historische Akkuratesse beurteilen zu können - das ist doch schon mal sympathischer als andere Kritiker, die ja im antiken Rom gelebt oder Troja eingenommen zu haben scheinen). Und Schreibfehler habe ich, auch bei native speakers schon eklatantere gesehen, von daher brauchst du dir darüber nicht übermäßig den Kopf zu zerbrechen. Hauptsache, der Satzbau stimmt.
Also dein Profil finde ich schon mal überaus sympathisch. Werde demnächst einige Reviews lesen und dann bekommst du Feedback.
Und endlich mal weibliche Verstärkung hier im Autorenbereich. :icon_mrgreen:
Übrigens: Wir haben da noch so einen Oi-Skin hier in der Runde, der hat glaube ich noch keine Freundin. :king:
Hallo Vince,
das sind sehr gute, konstruktive Vorschläge von dir. Ich werde mich weiterhin bemühen. Kann sein, daß ich mir auch manchmal zu wenig zutraue und darum eher dazu neige, wenig persönlichen Stil miteinzubringen. Ich werde mal versuchen, daran zu arbeiten. Deine Tipps gefallen mir. DANKE. :icon_smile:
Oh froi, noch ein Oi!-Skin...der kann sich gern mal melden. Mein bester Kumpel ist der Sänger von Smegma (Dt. Oi!-Band), daher kam das Interesse für diese Musik bei mir. Bin aber kein Renee.
Chili---dieses Jahr hätte ich Dennis Kucinich meine Stimme gegeben, hi hi...der ist leider raus, bleibt nur noch Obama...Bush belongs in the bush, am besten da, wo die Kannibalen hausen :icon_twisted:
Ehrlich eghe ich durchaus an die Sache. Deshalb habe ich auch gestern (oder war das heute, nach Mitternacht?) "New York Ripper" subjektive 10 und objektive 7-8 Punkte gegeben. Nur, weil ich so drauf stehe (das liegt aber auch an diesem Scellenda-Typen, den find ich ja soooo geil, hi hi, das konnt ich unmöglich in's Review schreiben!!!), ist der Film nämlich objektiv nicht die Offenbarung. Konnte es nur bei deser einen Kritik nicht über's Herz bringen, völlig objektiv zu bewerten. Aber das hab ich dann dazu geschrieben. Ansonsten versuche ich, nur objektiv zu bewerten, d.h., ich versuche weniger nur nach meinem Geschmack zu gehen.
Hallo,
zunächst freut es mich, dass du wieder dabei bist. Des weiteren eine Bemerkung zu deiner Kritik zu "House on Haunted Hill". Ich für meinen Teil war von dem Film enttäuscht, obwohl ich weder eine Abneigung gegen Schwarzweiß noch gegen Langsamkeit noch gegen Spukhausfilme habe, und gegen Vincent Price schon gar nicht. Aber in dem Film wirkt das m. E. alles nicht, weil er zuviele Kinkerlitzchen wie die Pistolen in Mini-Särgen und das herumklappernde Skelett präsentiert. Zudem fehlt dem Haus selbst von innen etwas Befremdliches, um nicht zu sagen Bedrohliches, wie z. B. "The Haunting" es bietet. Die Schauspieler sind bis auf Price auch nicht die besten... Worauf ich hinauswill, ist, dass die simple Gegenüberstellung des guten alten Atmosphärehorrors und des neumodischen Schockeffektehorrors in dem Fall nicht funktioniert. "House on Haunted Hill" scheitert ja gerade an dem Versuch, über Schockeffekte wie den seltsamen Gummikopf usw. zu funktionieren, die heute niemanden mehr schocken, während der fast nur über Geräusche funktionierende Horror in "The Haunting" zeitlos geblieben ist.
Danke, Hedning, für den Kommentar. Auf der einen Seite hast du Recht, natürlich gibt es in "House..." auch Schockeffekte, jedoch halten sie sich meiner Meinung nach halt in Grenzen. Ich hatte schon das Gefühl, der Film sollte über die Atmosphäre funktionieren.-Vielleicht ist dies eine subjektive Empfindung von mir, die nicht wirklich stimmt. Nun, das ist, wie ich merke, immer ein Problem-100%ig objektiv zu sein. Wem gelingt das schon wirklich? Ich VERSUCHE es; und scheitere vielleicht auch das ein- oder andere mal. Danke jedenfalls für deine Kritik...und besten Dank für den Hinweis mit "The Haunting". Den kenne ich noch gar nicht. Steht ab heute auf meiner "to watch"-Liste!
Ich wollte gar nichts gegen die Äußerung deiner subjektiven Empfindungen sagen, die sind m. E. für Kritiken sogar sehr wichtig. "The Haunting" (bzw. bei uns heißt er ja "Bis das Blut gefriert") solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. In puncto Spukhaus-Gruselatmosphäre ist der für meine Begriffe unschlagbar. Auch den hier http://www.ofdb.de/film/7004,Tanz-der-Totenk%C3%B6pfe kann ich dir sehr empfehlen!
Danke, Hedning, ich habe auch noch nen Thread zum Thema 50er Jahre Horrorfilme unter "phantastischer Film" aufgemacht...o.k. der "Tanz..." ist ja jetzt von 73. Wenn du magst, kannst du mir per PN aber mal deine Top 10 schicken. Ich glaube, dein Geschmack enthält mehr als nur einen interessanten Titel für mich!
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 20 Juni 2008, 14:08:28
Übrigens: Wir haben da noch so einen Oi-Skin hier in der Runde, der hat glaube ich noch keine Freundin. :king:
(Hab ich da gerade Oi! gehört? ^^) Du Schuft, verbreite nur weiter meine verbitterte Situation hier :anime: :bawling: :LOL:.
Zitat von: vegetarian_cannibal am 20 Juni 2008, 14:22:30
Oh froi, noch ein Oi!-Skin...der kann sich gern mal melden. Mein bester Kumpel ist der Sänger von Smegma (Dt. Oi!-Band), daher kam das Interesse für diese Musik bei mir. Bin aber kein Renee.
OMFG, "
Smegma" (seit '94 doch aufgelöst) ... also mit dem typischen Sauf/Proll Oi kann ich so gar nichts anfangen, ansonsten bin ich immer bereit Haarschneidetips auszutauschen :icon_mrgreen:.
In dem Sinne, herzlich G-Wunsch für deinen Thread, viele g0re-ige Reviews und
PÖBEL & GESOCKS - Oi Oi Oi
Eine Frau gibt dem NEW YORK RIPPER 10/10 :question: :exclaim:
Respekt... :eek:
(Hab ich da gerade Oi! gehört? ^^) Du Schuft, verbreite nur weiter meine verbitterte Situation hier :anime: :bawling: :LOL:.
Zitat von: vegetarian_cannibal am 20 Juni 2008, 14:22:30
Oh froi, noch ein Oi!-Skin...der kann sich gern mal melden. Mein bester Kumpel ist der Sänger von Smegma (Dt. Oi!-Band), daher kam das Interesse für diese Musik bei mir. Bin aber kein Renee.
OMFG, "
Smegma" (seit '94 doch aufgelöst) ... also mit dem typischen Sauf/Proll Oi kann ich so gar nichts anfangen, ansonsten bin ich immer bereit Haarschneidetips auszutauschen :icon_mrgreen:.
In dem Sinne, herzlich G-Wunsch für deinen Thread, viele g0re-ige Reviews und
PÖBEL & GESOCKS - Oi Oi Oi
VINCENT, möööööööööööp (das war der Buzzer für "falsch"), hast das "Quasi"-Reunions-Konzert von SMEGMA verpasst, gell...das war grade erst in der schönen Hansestadt Hamburg...das nächste Konzert ist voraussichtlich in Adorf, Ende August. Tut mir leid, Micha (Sänger) hatte es mir zwar gesagt, aber ich hab das genaue Datum schon wieder vergessen. Außerdem wird noch mit dem Veranstalter verhandelt.
Kannste hier auf der offiziellen Homepage aber immer sehen, wenn was aktuell wird:
www.myspace.com/smegma2008
Außerdem erscheint bald eine neue CD mit alten Stücken remastered.
Möglicherweise haben aber nicht alle von Smegma dauernd Zeit; das heißt eine richtige Reunion wird das nicht!!! Dennoch, der Terminus "Abschiedskonzert" hat schon in HH nicht gepaßt, denn evtl. steht ja noch Adorf an. Sagen wir mal so; Smegma sind aufgelöst und dennoch hin und wieder aktiv. Das TRIFFT es! Wollte ich jetzt mal für alle "Oi! Warning"/Smegma-Freunde klarstellen...und NEIN, den Film werde ich NICHT bewerten. Schließlich kann ich da ja nicht objektiv sein, wo der Micha so lieb vor der Kamera rumspringt :-) Grüße an alle Fans vom Smegma-Micha, der jedesmal, bevor er sich einen Film kauft, auf die OFDb schaut...
Tag, McHolsten: NY Ripper, das ist einfach geil, wie ich schon geschrieben hab im Review, so eine geniale Kiez-Atmo. Noch geiler wäre der nur geworden, wenn er auf St. Pauli gedreht wär. Ich als Frau, hab nix dagegen. Was denn? Wieso finden manche den Fim frauenfeindlich? Ich RAFF das nicht! Weil die Frauen fast alle Nutten sind etwa, oder weil nur Frauen die Opfer sind? Zu Punkt 1, der Film spielt nun mal im Milieu...zu Punkt 2, Filme mit Frauenmördern gibt es auch andere, aber bei Fulci heißt es dann immer gleich frauenfeindlich.
Ob die Legenden stimmen, daß er seine Darstellerinnen schlecht behandelte, weiß ich ja nicht, und ich kann nur das filmische Ergebnis beurteilen. Andererseits fiel es mir schwer, da objektiv zu sein, wie schon gesagt, denn es ist nun mal nen Lieblingsfilm von mir. Habe aber trotzdem im Review erwähnt, daß ich ein bißchen durch dir rosa Fanbrille geschaut habe und am Ende noch erähnt, daß ich objektiv nur 7-8 Punkte geben würde. Ich hoffe, ihr könnt damit was anfangen. (Hast du das Review schon gelesen, McHolsten?)
Obwohl man nie 100% objektiv sein kann, versuche ich mein Bestes in diesem Belang. Hi hi, ich wollte jedenfalls dem NY Ripper NICHT 10 Punkte geben, um dich zu schocken, McHolsten :-)
Danke für eurer Feedback!!!
Oh ja, in the future: Ich will mal den Horrorfilm von 1950 und davor (siehe anderer Thread) "studieren", es werden also viele Reviews in die Richtung "Classic-Horror" kommen. Und dazwischen, immer wieder alles, was so Rang und Namen im Horror hat...vor allem viel italienisches.
Oi! Oi! Katzenstroi!
Eure Jess
Hallo vegetarian_cannibal!
Erst einmal ein kleines Kompliment für deinen durchaus witzigen Nickname: find ich toll. Wäre ich damals darauf gekommen, als ich mich hier angemeldet habe, hättest du dir jetzt wohl einen anderen suchen müssen ;).
So, nun aber auch zu dem von dir erwünschten Feedback. Auch ich bin dem Genre "Horrorfilm" durchaus zugeneigt, wenn auch nicht so stark darauf fixiert wie du (wird mal einmal über mehrere Reviews hinweg etwas zu Film anderen Genres lesen können?) und habe mir mal exemplarisch einige deiner Reviews herausgepickt: "Chucky 2", "The Descent" und "Bad Taste".
Bei allen 3 Reviews fallen kleinere Fehlerchen auf. Zum Thema Klaustrophobie schreibst du bspw. in deiner "The Descent"-Kritik "Diese steigert sich quasi von Minute an (...)" oder "hin- und her". Es sind immer kleinere Dinge, auch mal Buchstabendreher ("voemlas" anstatt vormals), über die man bei dir stolpert. Wäre schön, wenn du in Zukunft durch ein nochmaliges Drüberlesen solche Dinge minimieren könntest.
Gut finde ich bei dir jedoch, dass du immer sehr subjektiv schreibst. Insbesondere bei "Bad Taste" fand ich deine Bemerkung witzig, dass du selbst mitgespielt hättest, da ja keine Frauen zugegen waren im Film. Solche unkonventionellen Anmerkungen findet man auch nicht allzu oft ;).
Naja soviel dazu. Ich hoffe, ich konnte einigermaßen konstruktiv sein (?).
So, dann melde ich mich nach der Werbung auch mal hier drüben. Krieg ich Schleimpunkte, wenn ich Blitz, The Business und Cocksparrer in der Plattensammlung stehen hab? :king:
Fühl mich aber keiner bestimmten Kultur zugehörig, dazu sind meine Interessen zu breit gefächert.
Exemplarisch habe ich mir mal deine Braindead Kritik rausgesucht. Was mir auffällt ist, daß deine Schwerpunkte noch sehr auf dem Bestandteil von Gore und vor allem der Beschlagnahme liegen. Das wirkt so... rebellisch. Anstatt sich an einer Bevormundung hochzuziehen hätte es mir besser gefallen, wenn du dich differenziert mit dem schwarzen Humor auseinander gesetzt hättest, der die Wirkung der ohnehin comichaften Gewaltdarstellung abmildert und in einen anderen Kontext setzt. Insbesondere als Amerikanerin wäre es natürlich interessant gewesen, inwiefern sich die Rezeption zweier Kulturkreise unterscheidet. Letzteres will uns das Urteil ja weismachen, welches eine europäische Vereinheitlichung von Alterfreigaben ablehnt. Eine derartige Ausarbeitung würde deine Darstellung unterstützen, ohne jemals einen Paragraphen erwähnen zu müssen, indem es zu einem grundsätzlichen Verständnis des Filmes führt, welches die in Anbetracht einer Alterfreigabe ab 18 absurde Zensurmethodik untergräbt. Schließlich findet eine solche laut Grundgesetz sowieso nicht, bzw. nur z.B. im Sinne des Jugendschutzes statt. Der § 131 befindet sich allerdings nicht im Jugenschutzgesetz, sondern im Strafgesetzbuch, was die Angelegenheit noch wesentlich brisanter macht.
Ich frage mich allerdings, was gerade Braindead für dich obskur macht. Im Dunkeln wegen der rechtlichen Situation oder doch geheimnissvoll? Bei seinem Erscheinen ging der Film bei uns sofort die Runde, den mußte einfach jeder gesehen haben und deshalb habe ich auch die letzten 10-12 Jahre kein Bedürfnis mehr in diese Richtung verspührt. Irgendwann ist man übersättigt. Auch da das Video sogar als einziger Import überhaupt ungeschnitten in unserer Provinzvideothek stand, kann ich mir nicht vorstellen, daß es sich hier um einen besonders geheimen Insidertip handelt.
Ansonsten finde ich deine Ansatzpunkte schon recht gut und denke aus deinem Text herauszulesen, daß du zumindest in eine ähnliche Richtung wie die von mir per Anmerkung eingeschlagene hinauswolltest. An die Sodomy Melodie kann ich mich übrigens gar nicht mehr erinnern und muß den Film wohl doch mal wieder schauen. Insbesondere auf die lange Distanz, wo sich vom doch zum Splatterkid tendierenden Teenager bis heute einiges getan hat, dürfte es interessant sein, wie viel sich vom ursprünglichen Reiz erhalten konnte. :icon_smile:
Zitat von: filmimperator am 4 Juli 2008, 22:45:16
Hallo vegetarian_cannibal!
Erst einmal ein kleines Kompliment für deinen durchaus witzigen Nickname: find ich toll. Wäre ich damals darauf gekommen, als ich mich hier angemeldet habe, hättest du dir jetzt wohl einen anderen suchen müssen ;).
So, nun aber auch zu dem von dir erwünschten Feedback. Auch ich bin dem Genre "Horrorfilm" durchaus zugeneigt, wenn auch nicht so stark darauf fixiert wie du (wird mal einmal über mehrere Reviews hinweg etwas zu Film anderen Genres lesen können?) und habe mir mal exemplarisch einige deiner Reviews herausgepickt: "Chucky 2", "The Descent" und "Bad Taste".
Bei allen 3 Reviews fallen kleinere Fehlerchen auf. Zum Thema Klaustrophobie schreibst du bspw. in deiner "The Descent"-Kritik "Diese steigert sich quasi von Minute an (...)" oder "hin- und her". Es sind immer kleinere Dinge, auch mal Buchstabendreher ("voemlas" anstatt vormals), über die man bei dir stolpert. Wäre schön, wenn du in Zukunft durch ein nochmaliges Drüberlesen solche Dinge minimieren könntest.
Gut finde ich bei dir jedoch, dass du immer sehr subjektiv schreibst. Insbesondere bei "Bad Taste" fand ich deine Bemerkung witzig, dass du selbst mitgespielt hättest, da ja keine Frauen zugegen waren im Film. Solche unkonventionellen Anmerkungen findet man auch nicht allzu oft ;).
Naja soviel dazu. Ich hoffe, ich konnte einigermaßen konstruktiv sein (?).
Danke, Filmimperator, den Nickname habe ich überall im Netz schon zu eigen. Er stammt aber ursprünglich von der Musikschallplatte von (der Independent Pop-Band) ARBORIGINAL, welche 1998 das Album "Vegetarien Cannibale" herausbrachten. Hab die Scheibe leider nie gehört. Ich würd 100 Euro für die Original-CD zahlen!!! (wer hat, bitte melden) denn ihr verdanke ich den Namen, der einfach zu mir passt (Vegetarierin, Sensibelchen mit Hang zu Horrorfilmen)
Ich sag mal so: "Schuster, bleib bei deinen Leisten". Nein, Reviews aus anderen Bereichen als Horror wirst du von mir nicht lesen, ab und zu mal Kinderfilme (da steh ich sehr drauf), evtl. mal ne Comedy, evtl. mal was ganz anderes, aber-ich kenn mich mit anderen Genres nicht gut aus!! Und wenn man keine Ahnung hat, dann sollte man halt lieber auch nichts sagen. So halte ich das!
Ich les alles, was ich schreibe, dreimal, bevor ich es abschicke, jedoch: mir fallen dann wohl trotzdem nicht alle Fehler auf, wie ich merke. Liegt wohl an meiner hektischen Natur. Sorry. Ich werd dran arbeiten.
Zu Senfadzu: danke für's lesen erstmal. Zu der Zensursache hast du Recht, das war eine gute Anregung. Was "Braindead" für mich obskur macht? Oh, istd as nicht klar geworden? Na,...alles. Die Handlung, die Umsetzung, alles ist einfach EINZIGARTIG, ANDERS, eben das, was ich unter "obskur" verstehe. Damit meinte ich allerdings NICHT, daß der film unbekannt ist. Auch Filme, die jeder 2. gesehen hat, können von der Machart/Story her doch obskur sein, also sich klar vom Einheitsbrei unterscheidend, mit einer völlig eigenständigen Note. "Obskur" heißt für mich jedenfalls nicht "unbekannt". Es ist mir schon klar, daß ihn, außer den jüngeren Splatterfans jeder Horrorfan gesehen hat (und hoffe dennoch, daß das Review eben die jüngeren, gerade 18 gewordenen dazu anregt, sich diesen Film auch anzusehen), übrigens einer der wenigen Filme, die ich schon mehr als 3 mal gesehen habe. "Bad Taste" könnte ich auch 10 mal sehen; es ist immer wieder toll, etwas so völlig eigenständiges zu sehen.
Hm, vom zum Splatterkid tendierenden Teenager bin ich auch mit 31 nie weggekommen. Das heißt, doch, ich hatte mal (ehrlich) eine Phase, in der ich nur Filmkunst angesehen habe...Lynch, Kurosawa, Bunuel, sowas halt. (wird nach der Zeit auch mal langweilig, dann sehnt man sich wieder nach hirnlosem Kino!) Dann bin ich selbst zur Filmschule gegangen und traf dort einen Typen, der sich wirklich mit Splatter auskannte, und bemerkte, daß ich in meiner Jugend als Splatterkid nur die gängigsten Filme gesehen habe, und wollte sofort den kompletten Rest sehen. Damit bin ich natürlich bis heute nicht fertig. Um besagter Typ, der mich drauf brachte (grüß dich, Micha...) auch nicht. Wir schauen ca. 2 mal die Woche Horrorfilme, ich dazu jeden Abend zuhause. Es gibt noch so viele. In Sachen Filmkunst habe ich allerdings auch noch wen entdeckt: Alejandro Jodorowsky. WOW. "Santa Sangre", die von mir ewig erträumte Mischung aus Horror und surrealer Filmkunst. Ich glaube nicht, daß ich in meinem Review hierzu zum Ausdruck bringen konnte, wie gut er wirklich ist.
Zuletzt zur US-Kultur: Ich war schon immer "europäisch" eingestellt, irgendwie, das müssen meine Gene sein. Zu mir also: Vater: Amerikaner, Vorfahren: Italiener väterlicherseits, Iren mütterlicherseits. Mutter: Deutsche, Vorfahren: Polen und Niederländer väterlicherseits, Franzosen mütterlichwerseits.
Als genetische Mischung aus Ami und Deutscher mit Vorfahren aus Italien, Irland, Holland, Polen und Frankreich (!!!) sehe ich mich mal besser einfach als Mensch. Was mich letztendlich geprägt hat, war eher meine Erziehung, nicht so das Umfeld USA. Außerdem bezweifele ich, daß Amis "Braindead" mit anderen Augen sehen als Euros. Was an mir typisch amerikanisch ist, ist lediglich meine Vorliebe von in Europa als "obskur" (oh ja) bewerteten Lebensmittelkombinationen wie Erdnußbutter und Marmelade. In dieser Sache, da habt ihr Euros ja nun echt keinen Geschmack, LOL...
:icon_lol:
Deine Plattensammlung aber, sie ist sehr geschmackvoll, lieber senf, aber kauf dir auch noch Smegma, gell :icon_cool:
Hallo
http://www.ofdb.de/review/127470,305057,Timber-Falls
ich wette, das wird Diskussionen auslösen.
Nur soviel: Ich fand den Film G-R-A-U-E-N-H-A-F-T
was meint ihr, war ich zu hart?
Zu "Timber Falls" kann ich nichts sagen, da ich den Film nicht kenne, aber ich habe mir einmal die 4 Reviews durchgelesen, die du zu Filmen geschrieben hast, die ich auch gesehen habe. Du gehörst ja auch zu den neuen "Vielschreibern" in der OFDb, aber bei dir funktioniert das, denn du beschränkst dich auf deine eigenen Fähigkeiten.
So gefällt mir dein persönlicher Stil, der immer klar macht wie du den Film empfunden hast, ohne das du für deine Meinung einen Alleinanspruch einforderst. Dein Verzicht auf allzuviele Hintergrundinformationen ist mir sowieso sympathisch und damit begibst du dich auch nicht auf das Glatteis, über Dinge zu schreiben, bei denen das Wissen vielleicht etwas oberflächlich ist (wie ich es gerade erst im Zusammenhang mit "Trigger Man" erfahren durfte (und damit meine ich keineswegs nur OFDb-Autoren)).
Deine Filmauswahl ist mir grösstenteils fremd, weshalb ich mir über deinen analytischen Ehrgeiz noch nicht im Klaren bin. Versuche, neue Sichtweisen in der Interpretation herauszufiltern, sind mir noch nicht aufgefallen, aber vielleicht ist das momentan auch in Ordnung und über die regelmässige Kritikerarbeit verändert sich der Stil sowieso.
Zitat von: Bretzelburger am 5 Juli 2008, 23:25:01
Zu "Timber Falls" kann ich nichts sagen, da ich den Film nicht kenne, aber ich habe mir einmal die 4 Reviews durchgelesen, die du zu Filmen geschrieben hast, die ich auch gesehen habe. Du gehörst ja auch zu den neuen "Vielschreibern" in der OFDb, aber bei dir funktioniert das, denn du beschränkst dich auf deine eigenen Fähigkeiten.
So gefällt mir dein persönlicher Stil, der immer klar macht wie du den Film empfunden hast, ohne das du für deine Meinung einen Alleinanspruch einforderst. Dein Verzicht auf allzuviele Hintergrundinformationen ist mir sowieso sympathisch und damit begibst du dich auch nicht auf das Glatteis, über Dinge zu schreiben, bei denen das Wissen vielleicht etwas oberflächlich ist (wie ich es gerade erst im Zusammenhang mit "Trigger Man" erfahren durfte (und damit meine ich keineswegs nur OFDb-Autoren)).
Deine Filmauswahl ist mir grösstenteils fremd, weshalb ich mir über deinen analytischen Ehrgeiz noch nicht im Klaren bin. Versuche, neue Sichtweisen in der Interpretation herauszufiltern, sind mir noch nicht aufgefallen, aber vielleicht ist das momentan auch in Ordnung und über die regelmässige Kritikerarbeit verändert sich der Stil sowieso.
Hi,
dankeschön erstmal zu deinem Kommentar!
1. Richtig. Ich bin ich und nicht ein hauptberuflicher Kritiker der L.A. Times oder so. Ich halte mich auch nicht dafür.
2. Natürlich. Einen Allgemeinanspruch gibt es für keine Meinung.
3. Oh. :00000109: Was bedeutet "analytischer Ehrgeiz" und was bedeutet "neue Sichtweisen in der Interpretation herauszufiltern". Das muß ich dich fragen, denn ich raffe es einfach nicht.
Meinst du damit, auf plattem Deutsch gesagt, daß ich tiefgehender analysieren sollte (bei manchen Splatterfilmen gibt es nichts tiefgehendes zu analysieren glaub' ich. Oder? Sag's mir anders, wenn du's anders findest. Geb ein Beispiel.)und daß ich auch die Sichtweisen anderer in meine Kritiken einbauen soll? z.B. bei Timber Falls. Man kann an dem Film z.B. als gut erachten, daß er zeigt, wie schrecklich religiöser Wahn sein kann JEDOCH habe ich diese Sichtweise nicht mit einbezogen, da ich der wirklich zu 1000% FESTEN Überzeugung bin, daß dies nur ein Zufall ist, keineswegs vom Drehbuchautor/Regisseur gewollt. Gewollt haben sie in meinen Augen eben schnelle Kohle mit einem Film, der ein völliger Abklatsch von dagewesenem ist. Sollte ich dann trotzdem lieber schreiben "könnte aber sein, daß sie religiösen Wahn verurteilen wollten", um so vielleicht der Sichtweise anderer gerecht zu werden? Meinst du das? Oder raff ich mal wieder null? :00000109: :icon_redface: Bitte lass mich nicht im Dunkeln und antworte nochmal!
Ich machte das keineswegs an einem konkreten Beispiel in deinen Reviews fest. Es war nur ein Gedanke zu einer möglichen, vielleicht auch zukünftigen Intention deinerseits.
Da ich die meisten Filme, die du besprochen hast, nicht kenne, kann ich mir auch kein Urteil über deine Analyse erlauben. Mir war nur in den 4 Reviews zu den mir bekannten Filmen aufgefallen, dass du dich auf deine persönliche Haltung beschränkst. Mich interessiert einfach, ob du auch darüber schon hinaus analysiert hast oder den Wunsch dazu hast ? - Mir ist auch klar, dass das bei vielen Filmen weder möglich, noch sinnvoll ist, aber es gibt immer wieder persönliche (Film-)Überraschungen, die plötzlich ungeahnte Ideen hervorrufen.
Hi Bretzelburger, doch, die Intention habe ich dazu, kann mich aber bei manchen Filmen vielleicht schlecht dazu überwinden ("Timber Falls", ich werde allerdings noch einen Satz zu der Kritik hinzufügen.) oder ich sehe es einfach nicht. Es ist das allerschwerste, objektiv zu sein. Bei "New York Ripper" war mir bewußt, daß meine 10 Punke sehr subjektiv sind; entsprechend habe ich dazu geschrieben, daß es ein persönlicher Favorit von mir ist, der Film objektiv aber eher 7-8 Punkte verdient hat. Bei den anderen Filmen weise ich manchmal darauf hin, daß der Film nur etwas für Horrorfans ist. Noch differenzierter und analytischer schaffe ich es noch nicht.
Ich werde es weiterhin versuchen, danke. Es ist schon mal schön, daß ich richtig verstanden habe, was du gesagt hast.
Dir und allen anderen meiner Leser erstmal noch einen schönen Restsonntag.
Hallo OFDb-Mitarbeiter...bin grad sehr traurig, ich wollte noch ein paar Grammatik- und Rechtschreibfehler aus meinen alten Kritiken entfernen, aber es ist ZU SPÄT. Ich kann nichts mehr ändern. Und jetzt? Bleibt das jetzt so? Och Männo... :bawling: :bawling: :bawling:
Du hast 2 Wochen Zeit zur Korrektur ,nachdem du eine Review geschrieben hast. Danach musst du einen der Admins darum bitten, deinen Text nochmals freizuschalten. Etwas umständlich, aber keineswegs auf ewig zementiert.
Zitat von: vegetarian_cannibal am 5 Juli 2008, 15:36:59Zu Senfadzu: danke für's lesen erstmal. Zu der Zensursache hast du Recht, das war eine gute Anregung. Was "Braindead" für mich obskur macht? Oh, istd as nicht klar geworden? Na,...alles. Die Handlung, die Umsetzung, alles ist einfach EINZIGARTIG, ANDERS, eben das, was ich unter "obskur" verstehe. Damit meinte ich allerdings NICHT, daß der film unbekannt ist. Auch Filme, die jeder 2. gesehen hat, können von der Machart/Story her doch obskur sein, also sich klar vom Einheitsbrei unterscheidend, mit einer völlig eigenständigen Note. "Obskur" heißt für mich jedenfalls nicht "unbekannt".
Was du mit deinem "obskur" ausdrücken willst, würde ich in diesem Fall dann aber in deiner Formulierung nicht erkennen. Guck mal hier, da kommt im weiteren Umfeld (Obskurantismus) auch die Beschreibung rhetorische Allzweckwaffe vor, was man dem heutigen Gebrauch des Wortes "obskur" insbesondere im Fanzine Bereich auch vorwerfen kann: http://de.wikipedia.org/wiki/Obskurit%C3%A4t
Ich verwende dieses Wort auch viel zu oft, meine dann aber immerhin die im Ursprung zugerechnete Bedeutung.
Zitat von: vegetarian_cannibal am 5 Juli 2008, 15:36:59Hm, vom zum Splatterkid tendierenden Teenager bin ich auch mit 31 nie weggekommen. Das heißt, doch, ich hatte mal (ehrlich) eine Phase, in der ich nur Filmkunst angesehen habe...Lynch, Kurosawa, Bunuel, sowas halt. (wird nach der Zeit auch mal langweilig, dann sehnt man sich wieder nach hirnlosem Kino!) Dann bin ich selbst zur Filmschule gegangen und traf dort einen Typen, der sich wirklich mit Splatter auskannte, und bemerkte, daß ich in meiner Jugend als Splatterkid nur die gängigsten Filme gesehen habe, und wollte sofort den kompletten Rest sehen. Damit bin ich natürlich bis heute nicht fertig. Um besagter Typ, der mich drauf brachte (grüß dich, Micha...) auch nicht. Wir schauen ca. 2 mal die Woche Horrorfilme, ich dazu jeden Abend zuhause. Es gibt noch so viele. In Sachen Filmkunst habe ich allerdings auch noch wen entdeckt: Alejandro Jodorowsky. WOW. "Santa Sangre", die von mir ewig erträumte Mischung aus Horror und surrealer Filmkunst. Ich glaube nicht, daß ich in meinem Review hierzu zum Ausdruck bringen konnte, wie gut er wirklich ist.
Man hebt sich imho auch nicht von Splatterkids ab, in dem man keine Splatterfilme schaut oder diese verteufelt. Vielmehr erwarte ich von einer 31 jährigen eine distanziertere Betrachtung von und Auseinandersetzung mit der gezeigten Gewalt. Daß du in diese Richtung tendierst, habe ich in meinem Vorschlag ja berücksichtigt und dementsprechend auch den Gebrauch des Wortes Gore etwas bemängelt. Insbesondere Braindead hat eine bessere Behandlung meiner persönlichen Meinung nach verdient. Man muß deshalb ja nicht verklemmt sein, ich guck auch gern was mit Titten und Mutanten ohne meinen Kopf großartig anzustrengen. Insbesondere bei Genreklassikern gibt es hier jedoch genug Kritiken, die das Niveau nicht über "Gehüüürn, Blut, Matsch, Sblääädööör, Bier, rülps" hinausbekommen. Das kann bei einem Trashfilm schon genug Information sein, du siehst ja selber in den Jackson Filmen weit mehr.
Gerade Jodorowsky - Santa Sangre habe ich bisher noch nicht sehen dürfen - empfinde ich übrigens als sehr nachvollziehbaren Schritt von Horror und Splatter und schierer Exploitation aus. Genauso wie Die 120 Tage von Sodom z.B., welchem ich einen Montana Sacra aufgrund seiner zwar drogengeschwängerten, aber hochreligiösen und einen satirischen Blick auf seine esotherisch geprägte Zeit werfenden Subtilität aber deutlich vorziehe. Beide Filme verlangen ihren Zuschauern zumindest mehr Intellekt ab, als der durchschnittliche Gore Streifen. Es gibt aber noch soviele andere gute Filme, die weit weniger abstrakt sind. Gestern kam z.B. auf BR Arabeske, Mitternachtsspitzen, Ein Köder für die Bestie und Im Zeichen des Bösen. Was für ein Abend und alles ohne Pause.
Zitat von: vegetarian_cannibal am 5 Juli 2008, 15:36:59Zuletzt zur US-Kultur: Ich war schon immer "europäisch" eingestellt, irgendwie, das müssen meine Gene sein. Zu mir also: Vater: Amerikaner, Vorfahren: Italiener väterlicherseits, Iren mütterlicherseits. Mutter: Deutsche, Vorfahren: Polen und Niederländer väterlicherseits, Franzosen mütterlichwerseits.
Als genetische Mischung aus Ami und Deutscher mit Vorfahren aus Italien, Irland, Holland, Polen und Frankreich (!!!) sehe ich mich mal besser einfach als Mensch. Was mich letztendlich geprägt hat, war eher meine Erziehung, nicht so das Umfeld USA. Außerdem bezweifele ich, daß Amis "Braindead" mit anderen Augen sehen als Euros.
Nunja, was mich zu dieser Frage bewegte, war nicht mein Bedenken ob deiner Herkunft, sondern das angesprochene Urteil, bei dem entschieden werden sollte, ob in Deutschland Alterfreigaben aus dem europäischen Umland anzuerkennen seien. Kennst du ja vielleicht, in Holland zum Beispiel vieles ab 16, was hier indiziert ist. Dabei berief man sich darauf, daß Filme in unterschiedlichen Kulturkreisen auch unterschiedlich aufgenommen würden. Während wir uns hier also fröhlich darauf einigen können, daß wir einfach Menschen sind, gibt es Gerichte, die dies nicht so sehen. Damit führen sie nicht nur die grundgesetzliche Annahme ad absurdum, alle Menschen seien gleich, sondern sie untergraben damit schlußendlich deine Forderung nach Freiheit für den besprochenen Film. Aus diesem Grunde sah ich eine Gelegenheit für dich, mit diesem Voruteil aufzuräumen. ;)
Zitat von: vegetarian_cannibal am 5 Juli 2008, 15:36:59Was an mir typisch amerikanisch ist, ist lediglich meine Vorliebe von in Europa als "obskur" (oh ja) bewerteten Lebensmittelkombinationen wie Erdnußbutter und Marmelade. In dieser Sache, da habt ihr Euros ja nun echt keinen Geschmack, LOL...
:icon_lol:
Erdnussbutter wollte ich schon essen, seit ich als Kind Lassie und Konsorten verfolgt habe. In diesen Serien aßen die Kinder das ja ständig. Dann gab es später sowas hier im Laden und ich habs probiert. Allerdings ohne Marmelade, davon wußte ich damals nichts. Schmeckt mir gar nicht mal so gut und ich tu es jetzt nur in meine Erdnußsauce. Aber vielleicht sollte ich mir beim nächsten Mal dann ein Brot schmieren, um die Kombination mit der süßen Fruchtpampe auszuprobieren. :rofl:
Zitat von: vegetarian_cannibal am 5 Juli 2008, 15:36:59Deine Plattensammlung aber, sie ist sehr geschmackvoll, lieber senf, aber kauf dir auch noch Smegma, gell :icon_cool:
Danke, Smegma hab ich in der Hose.
Spaß beiseite, hab ich bestimmt mal gehört, als ich mir so diesen Scumfuck Stil ab und zu reingezogen hab. Ich hör aber eigentlich gar keinen deutschen Schrammel Oi mehr, gibt mir nix, um ehrlich zu sein. Dann lieber Discharge, Avskum oder was ich immer noch im Plattenschrank brauche: http://www.myspace.com/adrenalinod
Ist das weniger primitiv? Nö, aber schockt mich halt mehr an. :pidu: (Meine Pulle mit Wasser bitte, drogenfrei und so)
Zitat von: Bretzelburger am 6 Juli 2008, 15:15:10
Du hast 2 Wochen Zeit zur Korrektur ,nachdem du eine Review geschrieben hast. Danach musst du einen der Admins darum bitten, deinen Text nochmals freizuschalten. Etwas umständlich, aber keineswegs auf ewig zementiert.
Das tut mir jetzt schon leid. Ich hätte genauer drüberlesen sollen. Ich werd die Rächtschraibfehlerz drin lassen. Lediglich bei einer Kritik werde ich um Hilfe bitten müssen. Denn Grammatikfehler lassen einen ansonsten als geistig inkompetetnt dastehen.
@Senf:
Danke, für deine Hilfe zum Wort "obskur". Auch sonst sehr nett zu lesen. Ja, probier Erdnußbutter mal mit Aprikosenmarmelade. Mit Erdbeer mag ich nicht so. Da fehlt irgendwie der Kontrast. Erdbeer ist nur süß, Aprikosen süß-sauer, letzteres paßt besser zur Erdnußbutter (das war jetzt also der veggiecannibal Gourmet-Kurs!). Und Smegma hast du in der Hose? Ha ha, im ernst, dann dusch doch mal :icon_lol: Der Name der Band kommt von Monty Python, in einer Folge von Flying Circus ruft einer "DJ Smegma, please stand up". Das war die Inspiration. Natürlich, die Band ist Geschmackssache. Ach so. In den USA gibt es nur einen Unterschied zu Deutschland, was Zensur anbetrifft: Alles mit Gore ist freigegeben (aber schon Rated R, also ab 18), während jegliche sexuellen Dinge gerne geschnitten werden. Ob das auch auf die Tittenszene in Braindead zutrifft, weiß ich garnicht. Jedenfalls, auch wenn so etwas dort geschnitten wird, das Publikum ist nicht so prüde wie der Staat und bemängelt dies natürlich.
Zu "Die 120 tage von Passolini"...also, das können wir gerne mal diskutieren. Ich habe den Film vor längerer Zeit (vor 3 Jahren ungefähr) gesehen, und war enttäuscht. Ich hätte darantur etwas anderes erwartet, zumindest eine vernünftige Auseinandersetzung mit dem Thema Faschismus. Doch für mich hat Passolini hier vielleicht seinen (das ist ne gewagte Anschuldigung, darum sag ich ja auch vielleicht. Das ist sehr subjektiv. Das ist nur meine Empfindung!) persönlichen Traum eines (fake natürlich) Scat- (Fachjargon für Fäkal-) Pornos mit minderjährigen Darstellern ausgelebt. Mehr als aufgezwungene Sexualhandlungen der "kinky" (wie sagt man das Wort auf Deutsch? Sorry.) Art passiert hier ja nicht. Wie man so schön sagt: Kunst ist, was gefällt. Nun, oder zumindest das, was eine Aussage hat! Das hier gefällt mir nicht nur nicht, eine Aussage finde ich auch nicht. Was meinst du? Da schau ich mir glaube ich lieber mal "Montana Sacra" an.
Bei deiner Angabe zu den Ratings muß ich aber kurz z.B. einige Friday 13th Teile einwerfen, die für ein R vor dem Release noch Federn gelassen haben. Also Grenzen gibt es da schon auch.
Man findet in Die 120 Tage von Sodom schon Parallelen zum Nationalsozialismus, wenn man sie sehen will. Die Jugend zu entführen und mit Scheiße zu füttern ist jetzt nicht so undeutlich. Ich gebe dir aber recht, daß der Grat zum schaustellerischen Kabinett der Perversion sehr schmal ist, um nicht zu sagen, die Gefahr ist groß eine Message generell zu übersehen oder nur als Alibi zu vermuten. Persönlich bin ich deshalb auch nur bedingt begeistert. Was ich aber andeuten wollte: Der Film spricht Kids nicht an. Ältere Horrorfans bringen dann den stabilen Magen und ein Interesse mit.
Kinky im Sinne von abartig?
Ich will mich jetzt nicht nochmals hinsichtlich der (meist übersehenen) Qualitäten von "Die 120 Tage von Sodom" aufregen, den ich persönlich für einen der besten Filme überhaupt halte - allerdings auch für einen der unerträglichsten. Die hier gezeigten drastischen Bilder sind nicht dazu gedacht, die Widerstandsfähigkeit von Horror-Fans zu testen, sondern notwendig und folgerichtig hinsichtlich Pasolinis Intention, der hier zwar einerseits auf den Nationalsozialismus anspielt, aber vor allem die Gegenwart meint. Ohne die extremen Bilder, wäre auch seine Haltung weichgespült worden. Ich will hier nicht für meine Review Werbung machen, aber dort habe ich das genauer begründet.
@Senfdazu: "Abartig" mein ich nicht, ich weiß das deutsche Wort garnicht dafür, vllt. "seltsam"? Abartig ist, daß es minderjährige sein mußtem, der Rest ist eben "kinky". Daß die Message bei "die 120 Tage..." übersehen wird, ist natürlich sicher schon einigen Leuten passiert, die den Film fälschlicherweise unter dem Aspekt "Horror" sahen. Die message nur als Alibi zu vermuten, ist aber doch eine Meinung, die man zulassen kann (siehe unten.)
@Bretzelburger: Daß der "Die 120 Tage von Sodom" nichts mit Horror zu tun hat, war schon immer meine Meinung-ich werde deine Kritik mal lesen. Meinst du aber nicht, daß es sein KÖNNTE, daß Pasolini einfach Lust dazu hatte, solche Extremitäten zu zeigen, und manche vielleicht zuviel in den Film hineninterpretieren? In Pasolinis Kopf konnte ja keiner schauen. Für mich wird der Film fragwürdig bleiben. Ich werde ihn nicht bewerten. Mein Review würde sich ebenso auf ein "könnte sein" stützen. Könnte sein, daß Passolini wirklich Gesellschaftskritik anbrachte, könnte aber doch auch sein, daß er einfach Spaß am gezeigten Material hatte und solch eine Begründung als Vorwand nahm.
Nicht aufregen, bitte! Ich weiß ja nicht, was er sich gedacht hat, in sofern ist es in Ordnung, wenn jeder den Film anders interpretiert, allerdings werde ich aufgrund meiner subjektiven Empfindung hier Gewiß kein Review dazu schreiben!
Ich habe deines nun gelesen. Sehr gut interpretiert. Für mich bleibt die Frage, ob Pasolini dies wirklich aussagen wollte, trotzdem weiterhin offen. Wenn es so ist, hätte der Film die hohe Wertung verdient.
Zuguterletzt muß ich sagen, daß ich DeSades Vorlage nicht gelesen habe, und diesen Aspekt somit auch nicht beurteilen kann. Es ist aber auch keine Lektüre, die ich gerne lesen würde, das muß ich zugeben.
LG,
Jess
P.S.: Wenn es nur um das Thema Faschismus geht, halte ich "Pan's Labyrinth" für eine gelungene Auseinandersetzung des phantastischen Films mit dem Thema. Immerhin: Die Message von "Pan's Labyrinth" verstehen auch weniger gebildete Menschen (wie ich.)
Zitat von: Bretzelburger am 8 Juli 2008, 22:58:18
Ich will mich jetzt nicht nochmals hinsichtlich der (meist übersehenen) Qualitäten von "Die 120 Tage von Sodom" aufregen, den ich persönlich für einen der besten Filme überhaupt halte - allerdings auch für einen der unerträglichsten. Die hier gezeigten drastischen Bilder sind nicht dazu gedacht, die Widerstandsfähigkeit von Horror-Fans zu testen, sondern notwendig und folgerichtig hinsichtlich Pasolinis Intention, der hier zwar einerseits auf den Nationalsozialismus anspielt, aber vor allem die Gegenwart meint. Ohne die extremen Bilder, wäre auch seine Haltung weichgespült worden. Ich will hier nicht für meine Review Werbung machen, aber dort habe ich das genauer begründet.
Eigentlich brauchst du dich auch nicht aufregen, da ich nicht die Hintergründe des Films anzweifeln, sondern lediglich anmerken wollte, daß ich es für nachvollziehbar halte, wenn sich Horror und Exploitationfans, die ja nunmal mit Extremen Erfahrung haben, am Ende ihrer Pubertät beginnen, sich eben auch für Filme wie Die 120 Tage von Sodom zu interessieren bzw. dort schneller Zugang finden, weil sie durch Extreme nicht abgeschreckt werden und diese vielleicht sogar suchen. Vielleicht hast du die Postings auch nicht ganz im Kontext verfolgt. Ich finde deine Interpretation gut, bin mir aber bei deinem Buch/Film Vergleich nicht sicher, ob ich das wirklich selber so empfand. Nur ist das alles schon zu lange her, als daß ich dazu Einwände brächte. Deine Bezugnahme auf Dante kann ich nicht nachvollziehen, da ich das Werk noch nicht zu lesen geschafft habe, insofern bleibt mir dieser Teil in seiner Tiefe, vielleicht aber nicht seiner Wirkung, verschlossen. Eben da aber die Meinungen sehr weit auseinander gehen und ich hierzu nicht imstande bin ein ultimatives Urteil abzugeben, hab ich lediglich darauf hingewiesen "was könnte". Ich kann schließlich auch jeden verstehen, der in The Big Shave keine Bezüge zum Vietnamkrieg erkennt. Die 120 Tage allerdings guck ich mir trotzdem in absehbarer Zeit nicht mehr an, weil ich - überspitzt - nicht wieder ein halbes Jahr auf Schokoprodukte verzichten müssen möchte.
@Jess: Vielleicht mit Wörterbuch? :icon_lol:
http://dict.tu-chemnitz.de/
Was bei dem Wörterbuch rauskam, fand ich auch nicht passend. "Kinky" bedeutet, wenn etwas auf ganz sonderbare Art von der Norm abweicht. Wir sagen, Kate Bush singt "kinky" und ne Pizza mit Nutella schmeckt "kinky" und wenn der S/M-Meister seinen Slaven an der Leine spazieren führt, ist das auch "kinky".
Ich seh noch keine passende deutsche Übersetzung dafür.
Ist aber auch egal jetzt...
Zitat von: Bretzelburger am 8 Juli 2008, 22:58:18
Ich will mich jetzt nicht nochmals hinsichtlich der (meist übersehenen) Qualitäten von "Die 120 Tage von Sodom" aufregen, den ich persönlich für einen der besten Filme überhaupt halte - allerdings auch für einen der unerträglichsten. Die hier gezeigten drastischen Bilder sind nicht dazu gedacht, die Widerstandsfähigkeit von Horror-Fans zu testen, sondern notwendig und folgerichtig hinsichtlich Pasolinis Intention, der hier zwar einerseits auf den Nationalsozialismus anspielt, aber vor allem die Gegenwart meint. Ohne die extremen Bilder, wäre auch seine Haltung weichgespült worden. Ich will hier nicht für meine Review Werbung machen, aber dort habe ich das genauer begründet.
Ich habe den Film vor gut einer Woche gesehen und muss dir, Bretzelburger, ein dickes Lob für deine Kritik aussprechen, bei welcher du auch auf die Hintergründe, die Allegorien und die Parallelen in der Einteilung der Abschnitte zu Dantes "Inferno" (dt.: Die Göttliche Komödie) eingehst, wie sie auch in der Vorlage von De Sade vorkommen sollen. Auch wenn du einige Ansatzpunkte in deiner Rezension höchstwahrscheinlich aus dem durchaus aufschlussreichen Booklet hinsichtlich der Lesart des Films übernommen hast ;). Auch das Interview mit Pasolini selbst (befindlich auf der DVD) gibt über die Lesart des Films als Parabel auf Faschismus generell und die "Anrachie der Macht" sehr viel Aufschluss.
Und dass De Sade auf Dante und seine Höllenkreise verweist, erscheint nur logisch, wenn man sich seine übrigen Werke anschaut (exemplarisch: "Justine", wo die Tugendhafte der beiden Schwestern ein Märtyrium durchleidet, während die Lasterhafte es zu etwas bringt), in welchen er sich über die christliche Lehre, die Kirche und ihre moralischen Grundsätze zur Lebensführung generell lustig macht.
Wenn Udo liest, daß Du ihm unterstellst, er habe seine Interpretation aus dem Booklet geklaut, rammt er Dich unangespitzt in den Boden.
Er hat den Film schon verstanden, da war der Marcus Stiglegger noch nicht stubenrein - und den Faschismus hat er dmals sowieso schon live im Fernsehen gesehen.
Ups, immer noch "Die 120 Tage...". Ich hoffe nur, daß hier kein Streit ausartet, so daß mein Thread nachher geschlossen wird. :bawling:
Hat nicht einer noch was zu meinen letzten Kritiken zu sagen?
Zitat von: Der Crumb am 12 Juli 2008, 02:11:02
Wenn Udo liest, daß Du ihm unterstellst, er habe seine Interpretation aus dem Booklet geklaut, rammt er Dich unangespitzt in den Boden.
Ich habe Udo ja nicht unterstellt, dass er nur abgeschrieben habe, sondern gemutmaßt, dass er sich lediglich noch Anregungen aus dem Booklet geholt habe. Und ich will noch einen Schritt weiter gehen: seine "120 Tage..."-Rezension ist das Beste, was ich in der jüngeren Vergangenheit an Rezensionen in der OFDb gelesen habe - und das war nicht wenig.
Zitat von: Der Crumb am 12 Juli 2008, 02:11:02
Er hat den Film schon verstanden, da war der Marcus Stiglegger noch nicht stubenrein - und den Faschismus hat er dmals sowieso schon live im Fernsehen gesehen.
:LOL:
Ja lass ihn
das erstmal zu Ohren kommen ;)...
Zitat von: vegetarian_cannibal am 12 Juli 2008, 15:49:12
Hat nicht einer noch was zu meinen letzten Kritiken zu sagen?
"Asylum" habe ich ja jüngst auch gesehen und fand ihn auch nicht sonderlich doll, weswegen ich da in deine Review jetzt mal reingeschaut habe. Kann dir eigentlich nur zustimmen. Allgemein - und soviel noch als Hinweis - fällt mir an deinen Kritiken auf, dass sich häufiger Flüchtigkeitsfehler eingeschlichen haben. So schriebst du in der "Asylum"-Rezension einmal "Chefartzes" und gleich danach "Chefartzt" - beides schlicht falsch. Kannst du ja aber noch nachkorrigieren und ggf. kannst du vor dem Hochstellen in die OFDb ja noch mal drüberlesen. Und du sagst immer "Characater" - ist dieser Anglizismus gewollt? Ansonsten wäre "Figur" eine Alternative.
Und wegen Sperrung: Zu Streits darf es durchaus kommen, ohne dass ein Autoren-Thread einfach mal so geschlossen wird. Die Frage ist es eben nur,
wie gestritten wird (also Wortwahl und Argumente). Also keine Angst, für sowas sind ja Foren u.a. auch da ;).
Oh weh, hab ich schon wieder (zum 10.000sten mal!) das Wort ARZT falsch geschrieben. Das und das Wort "voraus" (welches ich oft "vorraus" schreibe) habe ich mir falsch eingeprägt und werde das kaum noch los.
Danke für den Hinweis.
"Character" ist das ein Anglizismus? Ich dachte, das heißt in Deutschland so? In der Filmschule (W.A.R., Köln, Deutschland) haben wir die Figuren in unseren Drehbüchern auch immer "Charactere" genannt! Wird das auf Deutsch vielleicht "Charakter" geschrieben? Meiner Erinnerung nach nicht. Ich denk, ich bleib bei dem Wort, hab's doch so gelernt...
Also "Charakter" ist das deutsche Wort, "Character" die anglizistische Variante desselben, die mittlerweile Eingang in das Gebiet der Filmschaffenden gehalten hat.
Zitat von: filmimperator am 13 Juli 2008, 15:53:34
Also "Charakter" ist das deutsche Wort, "Character" die anglizistische Variante desselben, die mittlerweile Eingang in das Gebiet der Filmschaffenden gehalten hat.
Dann habe ich 100.000 mal, sogar in meiner Abschlußprüfung, falsch geschrieben, und keiner hat es gemerkt. Ist "Charakter" denn jetzt neue Rechtschreibung? Ich war wirklich fest davon überzeugt, daß das Wort auf Deutsch auch "Character" geschrieben wird.
Ich muß mir mal nen Duden kaufen. Zwischen neuer und alter Rechtschreibung ist bei mir sowieso der Hang zur Rechtschreibung irgendwie verloren gegangen. Da hab ich mühsam die alte Rechtschreibung gelernt, und dann kommen die mit ihrer Reform und ich versuch mich anzupassen und bei der ganzen Verwirrung kamen Dinge wie "Artzt" und "Vorraus" heraus. :icon_sad:
Duden ist zwar sicher 'ne gute Investition, aber auf die Schnelle tut es auch duden.de.
Jop, o.k., laut Duden.de hat der Imp Recht und es heißt auf Deutsch wohl "Charakter". Wieder was gelernt. Deutsch Sprach schwer Sprach!!!
Zitat von: vegetarian_cannibal am 13 Juli 2008, 23:54:06
Zitat von: filmimperator am 13 Juli 2008, 15:53:34
Also "Charakter" ist das deutsche Wort, "Character" die anglizistische Variante desselben, die mittlerweile Eingang in das Gebiet der Filmschaffenden gehalten hat.
Dann habe ich 100.000 mal, sogar in meiner Abschlußprüfung, falsch geschrieben, und keiner hat es gemerkt. Ist "Charakter" denn jetzt neue Rechtschreibung? Ich war wirklich fest davon überzeugt, daß das Wort auf Deutsch auch "Character" geschrieben wird.
Ich muß mir mal nen Duden kaufen. Zwischen neuer und alter Rechtschreibung ist bei mir sowieso der Hang zur Rechtschreibung irgendwie verloren gegangen. Da hab ich mühsam die alte Rechtschreibung gelernt, und dann kommen die mit ihrer Reform und ich versuch mich anzupassen und bei der ganzen Verwirrung kamen Dinge wie "Artzt" und "Vorraus" heraus. :icon_sad:
Wenn ich richtig nachgeschlagen habe, dann war die Schreibweise Character deshalb nicht falsch, weil Charakter die falsche Übersetzung für diesen Begriff ist. Charakter als Wort für eine Figur in einem Stück/Film zu benutzen wäre quasi auch inhaltlich ein Anglizismus, da es dieses Wort mit dieser Bedeutung im Deutschen nicht gibt.
Oh Gott, was mach ich denn jetzt??? :eek: :bawling:
VEGETARIAN_CANNIBAL AN DEUTSCHPROFESSOR (evtl. Moonshade?)
heißt es "Character" oder "Charakter"???
HILFE, BITTE!
Ganz einfach. Deutsch: Charakter. ABER: Was du im Englischen mit 'Character' ausdrücken willst, heisst im Deutschen 'Figur'. Merkt aber vermutlich eh kein Schwein mehr, ich hab das auch schon falsch benutzt. Die Bedeutungen von 'Charakter' und 'Character' liegen in meinen Augen auch nicht so weit voneinander entfernt. Im Grunde beschreibt der deutsche 'Charakter' ja Wesenszüge, wie es ein 'Character' im Drehbuch auch tut. Nur wurde der Begriff hier nicht als Synonym für die 'Figur' übernommen.
Was sagt ihr dazu?
http://www.ofdb.de/review/34690,307277,Rocker
Ich mein, etwas außerhalb des Horrorgenres, zumindest außerhalb des phantastischen Films, habe ich ja hier das erste mal geschrieben. Könnt ihr nachvollziehen, warum der Film so sehenswert ist? Hab ich's rübergebracht?
Da ich den Film kenne, kann ich nur sagen: Gefällt. :respekt:
OT: Wenn Du solch alte, deutsche Underground-Produktionen magst, geb Dir unbedingt mal "Verlierer", falls Du den noch nicht kennst.
http://www.ofdb.de/film/15097,Verlierer
UNBEDINGT, danke für den Tipp "Für den unbekannten Hund" (neuer von Benjamin und Dominik Reding) hab ich auch noch nicht gesehen, der steht als nächstes auf dem Plan. "Verlierer" kommt dann auf jeden Fall dran. Bin ein großer Fan des Deutschen Films, vor allem der Underground-Produktion! Leider ist da ein Problem: Kaum/keine Werbung, keine Bekanntheit, findet man nicht. "Rocker" kannste dir auf Ebay holen...oder ich bring ihn dir mit, dieses Jahr, wenn wir uns alle untot wiedersehen!!! Falls du noch nicht die DVD hast.
Rocker hab ich schon. ;)
Verlierer gibts z.B. bei sunnybastards.de im Shop.
Jau, nochmal 1000 dank für den Tipp. Ich kannte den Shop noch nicht, aber die haben ja auch schöne Musik! :dodo:
Klingt gut und macht Lust den Film zu sehen. Das habe ich bisher nicht und kann daher auch über die inhaltliche Betrachtung wenig sagen.
Verlierer ist übrigens wirklich ganz gut. Auch wenn dieser halt doch eher wie ein ZDF Film wirkt und die interkulturelle Annäherung für meinen Geschmack dem Zuschauer zu sehr mit dem Holzhammer um die Ohren drischt. Die Pott-Prominenz nebst dem kultigen Violent Force Auftritt machen den Film aber gegenüber seiner Schwächen doch zum Must See für Fans harter Klänge.
Seh grad das Verlierer bei den Bastards das Angebot des Monats ist. Die normale DVD gibts Momentan für nen glatten Zehner.
Hi Veggie,
nun möchte ich mich auch mal in deinem Thread zu Wort melden.
Ich hatte schon vor deinem Thread einige deiner Reviews überflogen und ich finde, du bist einer der Autoren, bei dem man die größte Steigerung feststellen kann. Immer charmant und mit Herzblut bei der Sache, haben sich deine Texte innerhalb von kurzer Zeit erstaunlich gut entwickelt.
So habe ich mir grade deine Kritik zu "Halloween" zur Brust genommen. Zwar kannst du dem Sujet nicht viel Neues abgewinnen und so manche Formulierung wirkt etwas ungelenk, doch du beweist gutes Genrewissen, indem du den Film ganz richtig einordnest und hast dabei dennoch nicht vergessen, viel von deiner Person in das Review einfließen zu lassen.
Allerdings ist auch die Kritik zu "Halloween" noch ein wenig ausbaufähig, gerade was das Spiel und das Erstellen von Genrekonventionen und die Stellung von "Halloween" in den Slasherfilm angeht. Nichtsdestotrotz gelingen dir in letzter Zeit immer wieder (in erstaunlicher Zahl) nicht nur hochgradig sympathische Reviews aber eben auch immer bessere Texte. Ich werde dich auf jeden Fall in Zukunft intensiver lesen und würde mich freuen, wenn du die positive Entwicklung weiter ausbauen oder zumindest konservieren kannst.
Wenn erwünscht werde ich mich nach diesem etwas allgemeinen Kommentar kritikspezifischer in deinem Thread zurückmelden.
Bis hierhin erstmal alles Gute weiterhin.
Greetings Snake_
Danke für das Lob...das freut mich. Ich geb mir Mühe. Noch habe ich nur zuviel Angst, über andere Genres als Horror zu schreiben. Das ginge sicher in die Hose. Na ja, mit "Rocker" hab ich mein erstes non-Horror-Review verfasst. Vllt. schaust du da mal rein. Wird aber sicher nicht so oft vorkommen. (Höchstens zu Animationsfilmen, "Rocker" ist meine bislang größte Review-Ausnahme.)
Zu "Halloween"-ja, das Problem ist sicher, zu diesem Film ist schon alles gesagt worden. Ich habe keine anderen Reviews dazu gelesen, sondern einfach das zusammengefasst, was mir bei dem Film wichtig war. Klar kann ich dabei Dinge übersehen haben.
In erstaunlicher Zahl? Ich schaue einfach viele Filme. Das Wetter ist (meist) schlecht, was will man machen. Früher bin ich öfter in die Kneipe. Heut bleib ich halt öfter zuhause. Dann kommt hinzu, daß mein bester Kumpel, mit dem ich ja auch viel Zeit verbringe, auch fast nix anderes macht, als mir Filme zu zeigen (wie etwa "Rocker").
Ich schreibe nur Reviews zu gerade gesehenen Filmen.
Danke dir jedenfalls und sag mir ruhig weiter, was dir positiv und negativ auffällt. UND SORRY FÜR DAS RÄCHTSCHRAIBUNG, immer wieder mach ich Fehler, da brauch ich aber auch manchmal nen Hinweis.
LG,
Jess
ZitatZu "Halloween"-ja, das Problem ist sicher, zu diesem Film ist schon alles gesagt worden. Ich habe keine anderen Reviews dazu gelesen, sondern einfach das zusammengefasst, was mir bei dem Film wichtig war. Klar kann ich dabei Dinge übersehen haben.
Versteh mich nicht falsch: Es ist nahezu nicht möglich zu diesem Film etwas Neues zu schreiben. Ich halte es genauso: Wenn ich einen Film rezensieren will, dann mache ich das, auch wenn es schon 30 Kritiken gibt. Und genau wie du vermeide ich es, vorher andere Kritiken zu dem Film zu lesen, und mache komplett mein eigenes Ding.
ZitatIn erstaunlicher Zahl? Ich schaue einfach viele Filme. Das Wetter ist (meist) schlecht, was will man machen. Früher bin ich öfter in die Kneipe. Heut bleib ich halt öfter zuhause. Dann kommt hinzu, daß mein bester Kumpel, mit dem ich ja auch viel Zeit verbringe, auch fast nix anderes macht, als mir Filme zu zeigen (wie etwa "Rocker").
Schön, dass es bei dir so gut klappt. Es gab Zeiten, da habe ich auch mehr geschrieben, aber ich arbeite in letzter Zeit hart und lang. Da hab ich leider nicht oft die Muße, mich an den Fernseher und dann ans Keyboard zu hängen. Meistens bleibt es bei dem Fernseh-Teil :icon_smile:
Greetings Snake_
Ja ja, ich hab auch grad Urlaub, bzw. nächste Woche ist er vorbei!!! Dann wird es sicher seltener. Diese Woche hab ich noch, sind zwar nicht mehr viele Tage, aber dann kommen weniger Reviews von mir. Oder nicht, denn ich brauch wenig Schlaf und gucke auf jeden Fall Abends immer irgendwas. Und Nachts bin ich immer lange auf. Aber daß dieses Pensum auf die Dauer bleibt, das denke ich nicht.
Hab dich auch garnicht falsch verstanden. Obwohl es natürlich bei Filmen, wo schon 30 Reviews stehen, zwangsläufig sein kann, daß sich etwas wiederholt, schreibe ich trotzdem gerne welche. Seh ich so wie du.
O.k., ich bin jetzt mal off. Ich hab eben nen richtig miesen Film gesehen und bin noch in etwas schlechter Stimmung (das war mal wieder ne "Arschbombe", Review Morgen.), weshalb ich mir zum Ausklang des Abends/der Nacht doch noch etwas anderes anschauen möchte...
LG,
Jess
Ich weise ja nicht auf jedes meiner Revies hin, aber meine persönliche "GURKE DES MONATS" findet sich hier:
http://www.ofdb.de/review/65211,307720,Essence-of-Echoes
Warnung vor dem garstigen Film...
Hi Leute, bin etwas traurig, mein Urlaub ist vorbei und darum werd ich's nicht mehr schaffen, alle Filme zu reviewen, die ich anschaue. die Zeit fehlt da einfach. Würd mich freuen, noch was Feedback auf die älteren Reviews zu bekommen. Hin und wieder werd ich schon noch neue schreiben.
Verstärkt dann erst wieder, wenn ich hoffentlich das nächste mal frei und Zeit hab: Zum Fantasy Filmfest.
LG,
Jess
Von wegen Pause, da sind doch grad zwei neue Reviews drin. :icon_razz:
Habs mir mal durchgelesen und beide Filme wurden eigentlich recht treffend beschrieben, wobei ich A History of Violence zwar sehr gut, aber nicht für volle Punktzahl ausreichend empfinde. Ich bin da glaub ich aber generell strenger als du. Als Tips noch: Ich hab das Gefühl, daß du inzwischen noch mehr Absätze einfügst, als vorher. Ich bin zwar generell auch für augenfreundliche Abstände, aber einzelne Zeilen finde ich beim Lesen schon wieder hinderlich.
ZitatViggo Mortensen zeigt hier, daß er ein großartiger Characterdarsteller ist, und auch der Rest des Castes weiß sehr zu überzeugen. Daß Cronenberg seinen Darstellern gewisse Interpretationsfreiheiten an ihren Charactern läßt, das funktioniert hier einfach grandios.
Charakterdarsteller müsste es gegenüber unserer kürzlichen Feststellung egtl. auch im Deutschen geben. Auch wegen der Wiederholung würde ich statt "Charactern" hier wirklich "Figuren" einfügen. Aufgrund des eingedeutschten Plurals müsstest du imho ansonsten "Charakteren" schreiben. :icon_smile:
Ha, wenn's weiter nix ist, was ich falsch mach, dann bin ich zufrieden, danke...einem Film, an dem es nix auszusetzen gibt, geb ich schon die volle Punktzahl. War für mich bei "A history of violence" der Fall. natürlich kann man das auch strenger bewerten, und nur den Filmen, die man für die 20 besten der Welt hält oder so eine 10 geben. Da bin ich wohl in der Tat etwas lockerer.
Das mit den Absätzen war unbewußt...die mach ich immer nur nach Gefühl.
Danke für's Feedback,
LG,
Jess
Ich fand Dein Review zu "Land Of The Dead" recht interessant, eben weil Du den Wandel Deiner Meinung betonst und sowohl die alte, wie auch die neue Sichtweise versuchst zu erklären. Ich bin nicht begeistert von dem Film, habe ihn sogar vorzeitig beendet, habe mir aber auch vorgenommen ihm irgendwann noch mal eine neue Chance zu geben und ihn ganz allein für sich zu sehen, ohne die drei Vorgänger zu beachten. Aber ich finde es schwer sich zu motivieren, schiebe das zweite Gucken nun schon lange vor mich hin, weiß nach Deinem Review aber nun, dass man die Erwartungen wirklich stark nach unten richten muss. Ich war ja noch am zweifeln, ob es an der Tagesform lag, hat man ja manchmal, dass ein Film an einem anderen Tag plötzlich wesentlich besser/schlechter wirkt als beim ersten Gucken. *g
Was mich an "Land Of The Dead" stark gestört hat, und bei Dir keinerlei Erwähnung findet, ist der gesellschaftliche Fehler. Immerhin baut "Land Of The Dead" auf "Zombie 2" auf. Doch die Gesellschaft, die in "Land Of The Dead" gezeigt wird, kann gar nicht aus der von "Zombie 2" entstehen. Da gibt es nur noch die reinsten Egoisten, junges Volk ist in extremer Minderheit und Menschen, die laut "Land Of The Dead" zu den Reichen/Verwöhnten werden hätten in einem "Zombie 2" nie überleben können. Hat Dich dies denn so gar nicht gestört? Oder wird da von Romero etwas erklärt (z.B. ein großer Zeitsprung), immerhin habe ich ja, wie erwähnt, den Film frühzeitig beendet?!
Gruß
Schlombie
Zitat von: Schlombie am 17 August 2008, 09:28:25
Was mich an "Land Of The Dead" stark gestört hat, und bei Dir keinerlei Erwähnung findet, ist der gesellschaftliche Fehler. Immerhin baut "Land Of The Dead" auf "Zombie 2" auf. Doch die Gesellschaft, die in "Land Of The Dead" gezeigt wird, kann gar nicht aus der von "Zombie 2" entstehen. Da gibt es nur noch die reinsten Egoisten, junges Volk ist in extremer Minderheit und Menschen, die laut "Land Of The Dead" zu den Reichen/Verwöhnten werden hätten in einem "Zombie 2" nie überleben können. Hat Dich dies denn so gar nicht gestört? Oder wird da von Romero etwas erklärt (z.B. ein großer Zeitsprung), immerhin habe ich ja, wie erwähnt, den Film frühzeitig beendet?!
Soweit ich mich erinnern kann, gab es auch krasse Sprünge zwischen den ersten 3 Teilen. Die umherziehende Vigilanten-Truppe in "Night of the Living Dead" wird in "Dawn of the Dead" nicht mehr thematisiert, man steigt gleich mit der Aufnahme einer Fernsehsendung ein. Am Ende von "Dawn of the Dead" fliegen die Handvoll Überlebenden mit dem Hubschrauber weg, zu Beginn von "Day of the Dead" erleben wir Militärs, Wissenschaftler und ein paar Zivilisten im Hubschrauber umherfliegen und nach Überlebenden suchen, die am Ende von "Dawn..." nicht dabei waren.
Die Beziehungen zwischen den einzelnen Teile der (mittlerweile) 5 Teile umfassenden "Dead"-Reihe von Romero sind also eher lose und die Filme (wenn überhaupt) nur notdürftig miteinander verbunden. Lies dir mal die Inhaltsangabe zu "Diary of The Dead", Romeros letztem Streich, durch, dann wird dir klar, dass es zwischen den Filmen kaum Verbindungspunkte gibt und die autonom für sich stehen können, auch wenn eine zeitgeschichtliche Verknüpfung (Reaktion auf den Vietnamkrieg im ersten Teil, auf die Konsumgesellschaft im zweiten Teil etc.) besteht.
Trotz deutlicher Zeitsprünge wurde bei den Teilen 2 und 3 aber auch stets der nächste konsequente Schritt gezeigt. Dies fehlt bei "Land Of The Dead" komplett. Und so viel ich verstanden habe, soll "Diary Of The Dead" doch sogar wieder vor "Zombie" spielen. Sollten dort ähnliche Widersprüche zu den Vorgängern wie im 4. gemacht werden beweist dies nur erneut, dass Romero das Niveau der ersten 3 Teile nicht halten konnte.
ZitatTrotz deutlicher Zeitsprünge wurde bei den Teilen 2 und 3 aber auch stets der nächste konsequente Schritt gezeigt. Dies fehlt bei "Land Of The Dead" komplett. Und so viel ich verstanden habe, soll "Diary Of The Dead" doch sogar wieder vor "Zombie" spielen. Sollten dort ähnliche Widersprüche zu den Vorgängern wie im 4. gemacht werden beweist dies nur erneut, dass Romero das Niveau der ersten 3 Teile nicht halten konnte.
Ich denke schon, dass bei "Land of the Dead" der nächste Schritt gezeigt wird. Die Menschheit hat sich irgendwie mit der Seuche arrangiert und lebt "normal" in den abgegrenzten Städten, hat die Patrouillen, die in der wilden Zone aufräumen. Bis eben die Stadtgrenze (die bis dahin ja wohl funktioniert hat) aufbricht...
Greetings Snake_
Das ginge aber eben nur bei einem wesentlich größeren Zeitsprung als in den vorrangegangenen Teilen. Ginge man vom üblichen geschätzten Zeitsprung weniger, vielleicht sogar eines, Jahre/s aus, gäbe es die in "Land Of The Dead" gezeigten Persönlichkeiten gar nicht mehr. Die gäbe es in einer kommenden Generation wieder. Deshalb auch meine Frage nach der Nennung eines möglichen etwas gravierenderen Zeitsprunges als in den Vorgängern. Den in "Land Of The Dead" gezeigten nächsten Schritt könnte ich mir schon als konsequenten vorstellen, wenn der Film dementsprechend Erklärungen bieten würde, da im Gegensatz zu Teil 2 und 3 wichtige Zwischenschritte der menschlichen Weiterentwicklung (bzw. Rückentwicklung) ausgelassen wurden. Alles unter Vorbehalt, denn wie erwähnt hab ich den Film nicht zu Ende geguckt. Ich denke aber ohnehin dass eine solche Erklärung in die Vorgeschichte gehört hätte und vermute einfach mal, dass diese im kompletten Film nicht auftaucht.
Hallo, daß "Lotd" auf "Zombie 2" aufbauen soll, das habe ich noch nie gehört. Hat Romero das mal erwähhnt? "Diary" spielt nicht vor irgendwas. Vom Stil her könnte man es so sehen; ABER; dann hätte er eben NICHT im Jahr 2008 spielen dürfen. Das wird in dem Film deutlich! Internet etc. ist am Start. Wenn Romero einen Film vor "Zombie" zeigen wollte, hätte das nicht sein dürfen. Hab sogar schon gehört, daß er vor "Night..." spielen soll...meines Erachtens nach Gerüchte. Ich hab "Diary" ja gesehen und für mich spielt er ganz einfach unabhängig von den anderen Teilen. Halt wieder nen neues Thema (Medienkritik), das find ich schon o.k. so. Für mich spielt "Land" auch unabhängig von den anderen Teilen-jedoch, wie Snake schon richtig bemerkte, haben die Untoten sich hier ebenso wie die Menschen in ihrern Verteidigungsmethoden, gegenüber allen anderen Teilen stark weiterentwickelt.
Herzlichen Dank jedenfalls @ all für's lesen meines Reviews, erstmal ein schönes Restwochenende euch allen.
Zitat von: Schlombie am 17 August 2008, 13:53:02
Das ginge aber eben nur bei einem wesentlich größeren Zeitsprung als in den vorrangegangenen Teilen. Ginge man vom üblichen geschätzten Zeitsprung weniger, vielleicht sogar eines, Jahre/s aus, gäbe es die in "Land Of The Dead" gezeigten Persönlichkeiten gar nicht mehr. Die gäbe es in einer kommenden Generation wieder.
Hä? Wie jetzt? :00000109:
Ich machs kurz, um Vegetarians Thread nun nicht mit unseren internen Diskussionen zuzumüllen. *g
Zombie spielt ja nicht sehr weit nach "Die Nacht der lebenden Toten". Vielleicht 1 - 2 Jahre (nur geschätzt, da tatsächlich nie irgendwo erwähnt, aber realistisch überlegt, wenn man mal beobachtet in welcher Geschwindigkeit die Untotenepedemie vorranschreitet). Und zwischen "Zombie" und "Zombie 2" dürfte ein ähnlich hoher Zeitunterschied liegen. In diesen paar Jahren konnten nur die fragwürdigsten und härtesten Individuen überleben. Ein Großteil der Leute aus "Night" hätte niemals so lange ÜBERlebt um die Zeit von "Zombie 2" überhaupt zu ERleben. Der Großteil der Welt ist dort schon Zombie, die Menschen sind in der Minderheit. "Land" geht nun von Charakteren aus, welche die letzten Überlebenden vom Typ a la "Zombie 2" nicht verkörpern könnten, sowohl charakterlich als auch vom Alter her. Deswegen müsste es mindestens eine Generation dauern, dass sich derartige (andere) Charaktere wieder bilden könnten. Unter diesem Gesichtspunkt könnte ich mit "Land" leben. Aber so viel ich weiß wird nie erwähnt, dass "Land" so extrem viele Jahre nach "Zombie 2" spielt.
Dass dies alles etwas pingelig klingt mag sein. Ich finde es aber ok diesen Kleinkram zu kritisieren, da "Land" 3 Filme vorrausgehen, bei denen es richtig und zumindest nachvollziehbar umgesetzt wurde. Auch wenn die 3 Filme nie von den gleichen Personen filmübergreifend handelten, war doch eine ganz klare Linie erkennbar, welcher Typ Mensch welche Extreme der Situation überlebt. Die ersten 3 Teile erzählen ganz grob gesehen ja vom Ausselektieren der Menschen: Welcher Typ Mensch schafft es in dieser bösen Zombiewelt zu überleben und welcher nicht. Mit jedem Teil wird die Situation extremer und die Figuren fragwürdiger (was ja wiederum nur Romeros Theorie ist).
Ich weiß nicht, ob ich es in diesen paar kurzen Sätzen deutlich machen konnte, wie ich es meinte, filmimperator. *g
Gruß
Schlombie
Dass die Teile insgesamt eine fortlaufende Chronik der Zombieseuche ergeben, ist lediglich deine Interpretation. Meiner Ansicht nach ist es deutlich, dass jeder Film handlungstechnisch für sich steht - es wird jedes Mal eine Konfrontation von Menschen mit Zombies geschildert, die nur verhältnismäßig wenige Menschen überleben. Die von dir festgestellten Fehler sind eher Belege dafür, dass deine Interpretation nicht stimmt, als dafür, dass es da Erzählfehler gäbe, da hat filmimperator sicher recht.
Jup, ich glaub wie Hedning, daß sie eigenständig sind. Nur daß ich zwischen "Day" und "Land" erstmal den großen Sprung sah. Allerdings ne rein technische Sache. Mir hat die alte OPTIK besser gefallen.
Wie ich in meinem Review schrieb, hatte ich mit ner anderen Story gerechnet. Die hatte ich mir aber selbst ausgedacht. Ich dachte, es wäre eine gute Idee, wenn in "Land" sich alle intelligente Zombies wie Bub als Haustiere halten, bis die die Schnauze voll haben, quasi als Sklaven benutzt zu werden und auch Rechte wollen. Und daß sie deshalb die arrogante Menschheit auslöschen, und ihren eigenen Staat, ihr "Land of the dead" kreiieren. Hi hi...Ist das jetzt bei "FIDO" so gekommen? hab den noch nicht gesehen...
schlußendlich aht mir die Idee von Romero aber ja doch sehr gut gefallen.
Wieso fühle ich mich plötzlich an "Eroberung vom Planet der Affen" erinnert? *g
LOL...Schlombie, wo du Recht hast..., aber daran hab ich dabei echt nicht gedacht.
Zitat von: Schlombie am 17 August 2008, 20:24:01
Und zwischen "Zombie" und "Zombie 2" dürfte ein ähnlich hoher Zeitunterschied liegen. In diesen paar Jahren konnten nur die fragwürdigsten und härtesten Individuen überleben. Ein Großteil der Leute aus "Night" hätte niemals so lange ÜBERlebt um die Zeit von "Zombie 2" überhaupt zu ERleben. Der Großteil der Welt ist dort schon Zombie, die Menschen sind in der Minderheit. "Land" geht nun von Charakteren aus, welche die letzten Überlebenden vom Typ a la "Zombie 2" nicht verkörpern könnten, sowohl charakterlich als auch vom Alter her. Deswegen müsste es mindestens eine Generation dauern, dass sich derartige (andere) Charaktere wieder bilden könnten. Unter diesem Gesichtspunkt könnte ich mit "Land" leben. Aber so viel ich weiß wird nie erwähnt, dass "Land" so extrem viele Jahre nach "Zombie 2" spielt.
Ok, ich weiß jetzt, worauf du hinaus willst, aber ich denke, du solltest nicht so an die Sache herangehen, dass du sagst "Der kann logisch auf dem Vorgänger basieren und "Land of the Dead" nicht. Du hast Recht: Die Sprünge sind definitiv größer, aber mir ist nicht bekannt, dass Romero je gesagt hätte, die Filme würden sich explizit in irgendeiner (wenn auch nur logischen) Weise aufeinander beziehen. Klar gibt es unter den ersten 3 Teilen mehr Verknüpfungen als zu dem vierten Teil (ich sage nur Hubscrauber bei "Dawn" und "Day"), aber das ist wohl eher als vage Parallele zu verstehen.
Zitat von: Schlombie am 17 August 2008, 20:24:01
Ich weiß nicht, ob ich es in diesen paar kurzen Sätzen deutlich machen konnte, wie ich es meinte, filmimperator. *g
Ich glaube, dass ich durchgestigen bin (so halbwegs) ;).
Zitat von: vegetarian_cannibal am 17 August 2008, 23:28:28
(...) Und daß sie deshalb die arrogante Menschheit auslöschen, und ihren eigenen Staat, ihr "Land of the dead" kreiieren. Hi hi...Ist das jetzt bei "FIDO" so gekommen? hab den noch nicht gesehen...
Ich hab zwar "Fido" vor vielleicht 2 Monaten gesehen, weiß aber gar nicht mehr wie der ausgegangen ist, so kurz ist der mir im Gedächtnis haften geblieben. Aber wenn du willst, kann ich ja nochmal nachsehen ;)...
Ja, was soll's, Imp, ist denn "Fido" ne reine Comedy, denn guck ich das eh nicht...dann kannstes mir auch verraten, wenn du nochmal nachschaust. Wenn es nicht nur ne Comedy ist, dann guck ich ihn selbst.
Ok, das muss man wohl der weiblichen Ader zuschreiben, dass man die "Freitag der 13."-Reihe als Führer jeweiliger Modeepochen betrachten kann. Auf diese Idee wäre ich nie gekommen, aber sie gefällt mir. *g
Danke---ich denke, bei anderen Filmreihen geht das auch. Bei "Friday" wird es manchmal sehr deutlich. z.B. bei Freddy vs. Jason, das war so typisch neue Kiddiegeneration. Kiffende Raver halt. Jeder Gerneration Ihren Friday-Film, so ist das. Hab gehört ein neuer ist in Arbeit! Meine Prognose: Die Friday-Reihe wird ihre Fans der ersten Stunde noch überleben...
Viel lustiger wird es bei Remakes wie "Texas Chainsaw Massacre", wenn die Macher versuchen, die Mode von damals aufzugreifen, die Kids aber dennoch wie zur Filmenstehungszeit aussehen. *g
http://www.ofdb.de/review/128736,331285,Für-den-unbekannten-Hund
Bitte beachten. Nur für die Redings. Nur, damit vielleicht noch jemand diesen Film entdeckt.
Hallöchen zusammen...es lesen immer noch viele Leute meine Kritiken (außer denen zu unbekannteren Filmen...), also was meint ihr...bin ich besser geworden-schlechter geworden-gleich geblieben?
Bekommt ihr genug Info's zu den Filmen bei mir?
Letzte Einträge sind:
http://www.ofdb.de/review/137582,332262,Oxford-Murders
http://www.ofdb.de/review/145,331893,Tanz-der-Teufel
http://www.ofdb.de/review/121786,331723,Jack-Ketchum's-Evil
http://www.ofdb.de/review/128736,331285,Für-den-unbekannten-Hund
Zum Vergleich meine ersten Einträge waren:
http://www.ofdb.de/review/130949,297896,Shrooms---Im-Rausch-des-Todes
http://www.ofdb.de/review/103555,297884,Night-of-the-Living-Dead-3D
http://www.ofdb.de/review/135326,297928,Aliens-vs-Predator-2
Also ich find mich *etwas* besser ehrlich gesagt als zu dem Zeitpunkt wo ich anfing aber ihr könnt mir es ehrlich sagen...
noch was:
das ich ***RECHTSCHREIBFEHLER*** mache weiß und bedauere ich. Es liegt entweder an zu schnellem Tippen oder falsch angeeigneter Kenntniss von deutschen Wörtern.
Oke alles andere könnt ihr kritisieren oder loben!
LG,
Jess
Du gibst dir auf jeden Fall Mühe und das ist doch schon die halb Miete. Was dich einerseits auszeichnet, woran ich mich aber auch stoße, ist deine begeistert-subjektive Darstellung, die du flott lesbar in die Tasten haust. Bei den Klassikern verschmerzbar finden sich doch einige Filme darunter, bei denen ich so gar nicht deine Meinung teilen will (z.B. Das Haus mit dem Folterkeller), weshalb ich deine Kritiken, so im Angebot, zwar gerne, aber mit Vorsicht genieße. Dafür, daß dein Hauptthemengebiet sich momentan spärlich mit meinen aktuellen Interessen deckt, kannst du nichts, doch deshalb lese ich derzeit eher wenige deiner Reviews. Aber sie sind ja nicht verloren, sondern müssen nur schlummern, bis sich der Wind gedreht hat.
Während ich nun deine Meinung zu Tanz der Teufel nachvollziehen kann, sind mir doch zwei sachliche Punkte aufgefallen, die ich ansprechen möchte. Aufgefallen ist mir zum einen, daß du den THX Sound hervorhebst, dessen Sinn sich mir bei einem meines Wissens in Mono gedrehten Film nicht ganz erschließt. Ferner sprichst du die Beschlagnahme an und vermutest zu recht, daß sich - insbesondere im Vergleich zu modernen Filmen, die eine KJ Freigabe erhalten haben - das aufrecht erhaltene Urteil schwerlich begründen läßt. Was du als Zugereiste aber vielleicht nicht weißt, ist, daß insbesondere Tanz der Teufel eng mit der Geschichte des § 131 verbunden ist. So wurde in Bezug auf dessen Freigabe vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt, worauf erst "Gewalt gegen Menschen" mit dem Zusatz "oder menschenähnlichen Wesen" erweitert wurde. "Wollte man den Begriff "Mensch" anders verstehen, verstieße das gegen das Analogieverbot des Art. 103 Abs. 2 GG [vgl. auch Maurach/Schroeder/Maiwald, Strafrecht, BT, 7. Aufl., 1991, Rdnr. 6; Lenckner, in: Schönke/Schröder, a.a.O., Rdnr. 9; Schroeder, JZ 1990, S. 858]. Wenn der Gesetzgeber die filmische Darstellung von Gewalt gegen menschenähnliche Wesen [vor allem sogenannte Zombies] hätte unter Strafe stellen wollen, hätte er dies im Wortlaut der Vorschrift zum Ausdruck bringen müssen." (Quelle http://www.servat.unibe.ch/law/dfr/bv087209.html)
Ich danke! Zunächst einmal, die Geschichte des § 131 kannte/kenne ich nun wirklich nicht genau. Ich wollte immer schon mal die Doku "Mama, Papa, Zombie" sehen, dann werde ich es wohl wissen/kennenlernen.
Geschmäcker sind verschieden-das sieht man sicher nicht nur am "Haus mit dem Folterkeller", sondern vor allem z.B. bei Filmen wie "Der Nebel", wo die Wertungen zwischen 1 und 10 stehen. Ich versuche, objektiv zu sein-sollte dir bei Kritiken zu z.b."The Oxford Murders" und meinem ewigen Kultfilm (für mich persönlich) "Der New York Ripper" auffallen, wo ich noch extra zwischen objektiver und subjektiver Wertung unterscheide.
Ich weiß ja nicht, was dein persönliches Gebiet ist? - warte aber immer noch mehr als gespannt auf weitere Kritiken zu meinen Lieblingsfilm des Jahres ("Für den unbekannten Hund"), der übrigens nichtmal zum Horrorgenre gehört (und meilenweit davon entfernt ist.) Ich kann mir bei diesem Film auch Wertungen von 1 bis 10 vorstellen! Grund ist das Thema und die Philosophie dahinter: Entweder, es spricht einen an oder nicht, und wenn nicht-dann kann man auch keine 10 vergeben. Hat hier schon mal jemand eine REIN objektive Note vergeben? Ich glaube kaum.
Mit "Vorsicht" lese ich übrigens ALLE Kritiken hier-schon öfters passiert, daß mir eine vermeintliche Gurke dann doch gefiel oder für mich ein vermeintlicher Hit eine Gurke war. Will heißen: Wie alle Kritiken sind auch meine mehr oder weniger Unterhaltung und ANHALTSPUNKT (nicht mehr), ob einem der Film/das Thema/die Machart gefallen könnte. Letztendlich eine Garantie gebe ich nie für alles, was ich sage. Ich mache das hier auch nur zum Hobby, und habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen. Ich versuche allerdings, in letzter Zeit, noch mehr Informationen zu den Filmen zusammenzubekommen, damit sich jeder ein besseres Bild machen kann. Ich reviewe nicht alles, was ich schaue-aber seltsamerweise kann ich nicht erklären, welche Filme ich reviewe und welche nicht. Wenn ich denke, das Review wird nicht informativ genug, lasse ich es jedenfalls. (wodurch der Eindruck entstehen könnte, ich sei ein Horror-Fachidiot-nein-es fällt mir nur am leichtesten, über dieses Genre zu schreiben) Manche Kritiken mögen dann sehr subjektiv formuliert sein-aber immer mit einer (versuchten, nicht immer gelungenen) objektiven Sichtweise.
Informationen jedenfalls sind für mich Gold wert. Das mit dem § 131 war mir neu. Du hast mich weitergebildet. Dafür ein :respekt: und 1000 Danke für's lesen-auch wenn du dir nur manche Kritiken aussuchst. Das ist ja wohl auch normal so.
Hugs!
Jess
Gern geschehen. Das Thema Zensur ist ja sowieso eine Geschichte voller Mißverständnisse und läßt sich nicht einfach in ein paar Sätzen erklären. Deshalb gibt es sogar Bücher darüber:
http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=zensur&x=0&y=0
Grundsätzlich ist die juristisch gültige Formulierung, daß eine Zensur in Deutschland nicht stattfindet, was jedoch jeweils schon in den Paragraphen durch Unterpunkte eingeschränkt wird. Die Konsequenzen spüren meist jedoch nur die jenigen, die unmittelbar mit juristisch eingeschränkten Medien in Kontakt kommen. Oftmals handelt es sich dabei dann um Stimmen, die wenn sie laut werden, kein gutes Beispiel für die Zielgruppe abgeben und so oftmals Gegenargumente noch untermauern. Weit verbreitetes Halbwissen macht die Situation nicht besser. So geht es manchmal aber auch den Fürsprechern, wie du in Mama, Papa, Zombie erleben wirst. Dies ist nicht etwa eine fachlich fundierte Dokumentation, sondern im weitesten Sinne eine Selbstparodie im konservativen Skandalton. Ähnliches wirst du bestimmt auch in den konservativen Schichten der USA gehört haben, nur daß dort meines Erachtens weniger Handhabe besteht.
Dein Review zu New York Ripper habe ich mir eben noch mal durchgelesen. Ja, du grenzt die Zielgruppe etwas ein, verrennst dich dann aber vor allem in deine Begeisterung über den Härtegrad des Filmes. Das mag zwar aus effekttechnischer Sicht interessant sein und rückt sich auch als ein zentrales Element in diesen Thriller, doch sollte die Gewalt nur ein Stilmittel bleiben und kein Indikator für die Qualität eines Spannungsfilms sein. Interessant dabei ist, daß du als Frau die Argumentation des Frauenbildes völlig verwirfst. Sicherlich ist Frauenfeindlichkeit bei einem Frauenmörder kein Diskussionsgrund, doch gerade die Ansiedlung der Opfer in einem "verwerflichen" Milieu könnte ein Ansatz sein, sich über die moralischen Hintergründe Gedanken zu machen. Da du dich nicht tiefer in die Handlung einfühlst, entsteht so ein wenig der Eindruck, du wolltest deine Meinung rechtfertigen und deine Subjektivität mit einem Hinweis auf ein möglicherweise anderes Empfinden unterstreichen. Eine praktisch nur auf der Punktwertung basierende Abgrenzung halte ich da für wenig hilfreich. Das ist zwar ein netter Zug, doch gelingt es dir eben abgesehen von der "Härte" nicht, Vorzüge des Films anzuführen und so vielleicht den Leser auf deine Seite zu ziehen. Es bleibt der leicht bittere Beigeschmack der Oberflächlichkeit, wobei man bei deinem Lieblingsfilm doch erwarten müßte, daß du dich mehr in die Handlung einfühlst und vermitteln können solltest, was dich denn so mitgerissen hat. Insofern kann man das Review an sich zwar stehen lassen, nur ob es den gewünschten Effekt - nämlich deine Begeisterung für den Film zu vermitteln - erzielt, solltest du nochmal überdenken.
Bei Für den unbekannten Hund sieht es da anders aus. Auch wenn ich mir vom Film auch danach kaum ein Bild machen kann, außer, daß ich Oi Warning schon nicht mochte und deshalb insbesondere bei den mir bekannten Inhalten auch keine große Lust empfinde, diesen weiteren Film anzusehen, kann man doch deine Begeisterung soweit spüren, daß der Leser hier näher an dich heran rückt und wahrnehmen kann, daß dich etwas berührt hat, was du in voller Konsequenz nicht in Worte zu fassen vermagst oder in Wahrung einer letzten Fassade nicht preisgeben möchtest. Wer weniger voreingenommen an Film und Review herangeht, wird so vermutlich zumindest Neugierde entwickeln können.
Dein erwachtes Interesse an Zusatzinformation finde ich übrigens sehr begrüßenswert. Daß man sich dann in einem Entwicklungsprozess auf einen Bereich spezialisiert ist denke ich normal. Mir geht es auch ähnlich, daß ich zu bestimmten Filmen nicht die richtigen Worte finde oder das Feuerwerk an Details in seiner vollen Brillianz noch gar nicht zu erfassen vermag. Und deshalb versuche ich mich derzeit eher noch mehr auf die Ursprünge zu konzentrieren. Ich finde es z.B. einfach blöd, wenn ich erst im Bonusmaterial zu Bullitt (ich glaube es war The Cutting Edge: The Magic of Movie Editing) darüber stolpere, daß eine Szene aus Brazil auf Panzerkreuzer Potemkin (den ich nie gesehen habe) beruht. Ich will die Evolution des Kinos besser verstehen und konzentriere mich deshalb derzeit verstärkt auf die Zeit vor 1960. Ob ich dazu viel schreiben werde, weiß ich noch nicht, aber anstatt mich neben den wenigen ausgewählten neuen Filmen nur mit immer den gleichen Rip-Offs zu beschäftigen, habe ich einfach Lust daran, die vielen guten und bedeutenden Episoden der Kinogeschichte zu entdecken, die ich bisher verpaßt habe. Bei den vielen schlechten Filmen, die mir schon begegnet sind, wird Qualität da zu einer ganz neuen Erfahrung. Mein persönliches Gebiet ist dabei kaum begrenzt. Oftmals ist es aber so, daß sich um die ein oder andere Ecke der Kreis zu den alten Sehgewohnheiten wieder schließen läßt. Wozu ich gern was aufmunterndes lesen würde sind z.B. gute Argumente dafür, warum ich mir die auf epische Länge ausgedehnten Filme eines D.W. Griffith ansehen sollte. Ich hadere und zögere immer noch. Besonders, weil ichs ja kaufen müßte. Du hast nicht zufällig Lust mich an The Birth of a Nation und Intolerance heranzuführen? :icon_mrgreen:
Danke, ich nehme gerne deinen Senf dazu!
Natürlich gibt es v.a. in den USA in bestimmten Schichten sehr konservative Sichtweisen, was Horrorfilme angeht-von offizieller Seite gibt es in Sachen Gewaltszenen dort halt keine Zensur-lächerlich ist in den USA eher die verrückte Moral, daß es sich schädlicher auf Jugendliche auswirkt, wenn sie nackte Brüste sehen als Gewalt. Ich denke, der "NY Ripper" ist in den USA für ganz andere Leute als hier ein rotes Tuch. Der Film dürfte bei den Leuten, die Aufklärung und sexuelle Darstellungen in Filmen als nicht vertretbar ansehen, dürften ihren "Spaß" an dem Film haben. Wie oft habe ich in den USA übrigens auch bei H/C-Horrorfans den Slogan "Giallo sucks!" gehört-immer ohne Begründung, aber ich kann mir denken, warum.
Ich habe persönlich bei diesem Film die rosarote Fanbrille an, was allerdings rein persönliche Gründe hat. Ich sage mal so, ganz grob, ich kenne Leute vom Kiez (HH), und da-ist das nun mal "so." Verwerflich finde ich das ganz und gar nicht, das ist da "so." Und auch wenn es einige auf die Palme bringen wird, liebe Leute, ich weiß von Frauen, die bestimmte Zuhälter geradezu ANGEFLEHT haben, für sie auf den Strich gehen zu "DÜRFEN". Wirklich-und diese Art von Frau wird im NY Ripper doch ganz nett portraitiert. Ich finde das ganz witzig, die eine Alte, die sich unter'm Tisch befriedigen läßt und dabei ständig sagt "hör auf", das könnte eine reale Szene vom Kiez sein. Man muß ja so tun, als steht man nicht drauf als Frau, sonst ist man ja ne Schlampe, obwohl man (bzw. zumindest manche Frauen) es total genießt. Ich finde diese Frauen überhaupt nicht verwerflich, sie haben eben Spaß im Leben. Und der NY Ripper zeigt das einfach nur realistisch. Ich liebe natürlich auch KIEZFILME jeder Art (warum sonst liebe ich z.B. "Rocker"), und je näher das an der Wahrheit ist, umso besser. Was dann den Ripper angeht, er stellt natürlich den bösen Moralapostel dar, der alle sündigen Frauen aus dem Weg schaffen will-eigentlich ist das schon richtig ÜBERZOGEN LOL! Und wahrscheinlich hat Fulci sich dabei keinen Funken gedacht. Wozu ich einfach stehe ist, daß "NY Ripper" nicht frauenfeindlich ist, nur weil die Damen da gerne ihren Rock heben. Das ist in solchen Gegenden wie der gezeigten halt so, eine Art New Yorker Kiez, für mich hat das gar einen Funken Romantik-aber das muß keiner verstehen. Für Frauenfeindlich halte ich KEINEN Fulci-Film. Das ist mal was, da bin ich mir sehr sicher. Aber der "NY Ripper" ist ein Film, den eigentlich nur ein Kiezpublikum genial finden kann. Vielleicht hätte ich das noch betonen sollen. Sind je nicht alle so asi wie ich ha ha...ich könnte noch weiter ausführen, daß mein Kumpel mit Spitznamen "Skalenda" (nicht der Mörder/der Kieztyp) heißt etc. etc. etc. jedenfalls gebe ich zu, daß ich nicht in der Lage bin, dieses Riesenfilmbonbon (für mich) objektiv zu sehen.
Ja, wenn du mit Reding's Filmstil nix anfangen kannst, dürfte dir "Für den unbekannten" auch nicht gefallen. Obwohl es, in meinen Augen, nochmal ne Steigerung zu "Oi! Warning" war. Aber typisch Reding, das schon.
Klar. Ich bin auch sehr interessiert am frühen Kino. Ich bin eigentlich an allem interessiert-that's the problem-so viele Filme, so wenig Zeit. Letztlich rügte mich sogar mein Kumpel, daß ich noch nie einen Troma-Film gesehen hätte ("wie kann man das als Splatter-Fan verpassen")-wie schon gesagt-ich kann mich nicht konzentrieren (auf ein Genre/einen Zeitraum, auch wenn ich soviele Horror-Kritiken schreibe), was von meiner früheren Plattensammlung herrührt. Da ist folgendes passiert: Ich sagte mir: "alles der Reihe nach" und fing an, Musik ab 1960 zu sammeln, was dann dazu führte, daß ich KEINE neue Platte mehr mitbekam-obwohl ich das auch wollte-und irgendwann führte das bei mir zu einem Riesenfrust. Meine Oma kam dann mit "man kann nicht alles haben", und das ist das Problem. Sicher, ich hebe meine alten Platten geliebt, jede einzelne davon, mich aber dann (schweren Herzens) wieder dazu entschieden, alles querbeet zu sammeln, statt mich auf eine Epoche zu konzentrieren-auch wenn ich das schade fand. Würde ich ewig leben, wäre ich bei Filme wahrscheinlich jetzt im Jahr 1900 angekommen-da ich ja eigentlich der "der Reihe nach" Typ bin. Du siehst, die ganze Wißbegier in Sachen Medien macht mich schon ganz kirre ha ha. Wie du versuche ich, schlechte Filme (bzw. die mir eh nicht gefallen) übrigens zu vermeiden-bis jetzt ganz gut gelungen (siehe bewertete Filme, die meisten liegen im oberen Notenbereich). Was geil ist-du kannst mir gute Tipps zu alten Filmen geben, die man unbedingt sehen muß, und ich dir evtl. zu neueren.
Die von dir genannten Filme schaue ich mir gerne einmal an. Vor allem, weil ich sie nicht kenne. Ich liebe es geradezu, etwas garnicht zu kennen, mich nicht darüber zu informieren und es einfach aus heiterem Himmel zu sehen-ja, ich versuche Sachen, die mir nicht gefallen zu vermeiden, aber-mindestens einmal im Monat muß "Überraschungstag" sein. Ich informiere mich dann erst genauer, wenn ich die Filme gesehen habe. "Birth of a nation" und "Intolernace" also. Sag mir nicht das Genre, sag mir garnix. Für den nächsten Überraschungstag prima-hmmm...epische Länge-dazu sage ich nur-"Inland Empire" kam mir ZU KURZ vor. Kommt auf den Film an :icon_mrgreen:
Ich finde es zwar bewundernswert, wie du mit der Fanbrille auf die Umstände in New York Ripper einfach erklärst, es wundert mich aber auch, daß du z.B. nicht darüber stolperst, das mit dem gezeichneten Frauenbild eben auch eine generelle Verteufelung, über das Rotlichtmilieu fast schon eine Ghettoisierung weiblicher/der Lust einher geht. Ich will mich jetzt nicht bezüglich einer Aussage des Films aus dem Fenster lehnen, jedoch halte ich das streng katholische Italien für einen unmittelbaren Einfluß. Die psychologische Nähe zwischen Mord uns Sexualität ist dabei nicht zu verachten, könnte man hier doch eine Metapher für möglichen Einmal-Verkehr mit anschließendem, gesellschaftlichem Ausschluß sehen. Aber das sind nur oberflächliche Gedanken, ohne den Film in ausreichend junger Zeit vollständig angeschaut zu haben.
Ich kenne übrigens das von dir geschilderte Problem mit der mangelnden Zeit, um alle Medien schnellstmöglich aufzusaugen sehr gut. Da aber in den letzten Jahren nur jeweils kein Dutzend neue Filme erschienen ist, die mich dringend interessiert haben, ist das gar nicht so tragisch. Alles andere kommt irgendwann im Fernsehen. Ich bin also schon ein "Durcheinander-Typ" und das nicht zu knapp, aber suche mir halt mit einer gewissen Vorlaufzeit Sparten aus, die ich dann abarbeite. Meist ist das dann auch Zeug, was man nicht mal eben im Fernsehen zu Gesicht bekommt. Ich hab aber dann auch öfter das Glück, daß genau dann, wenn ich mir so eine DVD gekauft habe, genau der Film irgendwo im Nachtprogramm zu sehen ist.
Das mit den beiden Griffith Filmen war übrigens ein Scherz, auch wenn dein Einsatz natürlich ein feiner Zug ist. Du mußt die jetzt nicht einfach gucken, weil ich das gesagt habe. Ein historisches Erlebnis werden sie aber schon sein, dem Ruf nach. Und zusammen gehen die beiden Filme gut 6 Stunden. Du solltest dir also an deinem Überraschungstag nicht zu viel vornehmen. :icon_mrgreen:
Zitat von: Senfdazu am 10 Dezember 2008, 03:51:36
Ein historisches Erlebnis werden sie aber schon sein, dem Ruf nach.
Das sind sie ganz sicher. Griffith zu schauen ist vergleichbar mit den Werken Eisensteins (oder Riefenstahls :king:) - ideologisch durchaus strittige Filme aber definitiv stilbildende kinematographische Meisterleitungen. Schon erstaunlich, wie exakt THE BIRTH OF A NATION und INTOLERANCE vorweg nehmen, was wir bis heute von einem "großen" Film erwarten und bekommen. Wenn du dich nicht am rückständigen Rassismus (der natürlich nicht außer Acht gelassen werden darf aber trotzdem meines Erachtens nach zweitrangig ist) des erstgenannten störst, dann ist das eine unbedingt Empfehlung. Auch als Blindkauf, wenn er dir nicht zusagt dann weißt du ja schon mal eine Adresse, an die du deine beschwerden richten kannst. Bei deinem filmhistorischen Interesse kann ich dir aber GARANTIEREN, das du keinen Fehlkauf eingehst. :exclaim:
Hey, danke für diesen Tipp von euch beiden.
@Senfdazu: Deine Sichtweise zum Ripper ist auch möglich! Definitiv. Viel deutlicher kommt das aber doch in Jason-Filmen rüber: Wer Sex hat (oder Drogen nimmt), stirbt. Ich selbst hab das mal "radical straight edge horror" getauft. Und bestimmeten Bibelvereinen dürfte es doch auch gefallen, daß Jason die "sündigen" bestraft. Der "Ripper" dagegen hat viel zu viele geile Szenen, um der obigen Kategorie noch zu gefallen. Außerdem stirbt auch der männliche Grabscher/S/Mchef Mickey Skalenda-natürlich doofi von Fulci (ein solch symphatischer Character, mit dem man unabhängig vom Spielfilm die asozialste und schmuddeligste Erotikserie im late night Programm des niveaulosesten TV-Senders hätte anfangen können, und dann sowas...). Hm ja, kann man durchaus einen Punktabzug für geben...hat Fulci eigentlich mal (unbekannte) Pornos gedreht? Würd ich mir sofort kaufen. Wenn nicht, hat er sein Potenzial dazu verschwedet.
@ Senf & COPFKILLER: 6 Stunden! Das ist doch garnichts. (für einen guten Film) Die 3 Stunden "Inland Empire" sind im Flug vergangen, während mir, waren es jetzt ca. 90 Minuten, vom DEFINITIV schlechtesten (Horror? oder allgemein? Ich kann mich da echt nicht entscheiden) Film der Welt, "Japanese Hell" (für mich ungeschlagen das Dümmste, daß mir jemals vor die Augen kam), mir wie endlose Tage in der Hölle vorkamen! Lieber ein 240 Minuten Epos, das GUT ist, als ein 78 Minuten-Film, der dir für 4 Wochen schlechte Laune macht!
Rückständiger Rassismus? Uhh...natürlich gar nicht meins, aber...dazu gucke ich jetzt mal in die OFDb..ganz kurz nur auf's Jahr, 1915...natürlich keine Entschuldigung, aber damals tickten die Uhren halt leider anders. Zu der Zeit gab es doch eh viel Rassismus in Amerika. Unter diesen Umständen schau ich mir sowas auch an. Eben, aus (FILM)HISTORISCHER Sicht und nicht, um diese kranke Propaganda zu unterstützen.
Zitat von: vegetarian_cannibal am 10 Dezember 2008, 09:57:03hat Fulci eigentlich mal (unbekannte) Pornos gedreht? Würd ich mir sofort kaufen. Wenn nicht, hat er sein Potenzial dazu verschwedet.
Naja, immerhin hat er den wohl freizügigsten Film von Edwige Fenech gedreht...
http://www.ofdb.de/film/9054,My-Sister-in-Law
Zitat"Japanese Hell" (für mich ungeschlagen das Dümmste, daß mir jemals vor die Augen kam), mir wie endlose Tage in der Hölle vorkamen! Lieber ein 240 Minuten Epos, das GUT ist, als ein 78 Minuten-Film, der dir für 4 Wochen schlechte Laune macht!
Der ist doch herrlich, vor allem mit der deutschen Prollsynchro und dem ... äh, mehrdeutigen Ende. Teruo Ishii war schon ein besonderer Meister seines Faches (auch wenn seine Filme aus den 60ern und 70ern sicher zu bevorzugen sind - gerade sind bei mir diese beiden Filme eingetroffen, nach denen ich mir im Gedenken an Mickey Skalenda schon alle acht Finger lecke:
http://www.ofdb.de/film/88749,Female-Yakuza-Tale
http://www.ofdb.de/film/32194,Bohachi-Bushido-Code-of-the-Forgotten-Eight ).
@ Copfkiller: Das macht ja schonmal Mut. Wobei ich ja auch ein bisschen darauf baue, daß Intolerance mit den in Birth of a Nation aufgezeigten Rassismen bricht.
@ Veggie: Jason unterscheidet sich meines Erachtens aber noch sehr vom Ripper. Freitag der 13. sehe ich eher als Ikone einer Film gewordenen Adoleszenzkrise.
@ Hedning: Code of the Forgotten Eight ist auch auf dem Weg zu mir. Female Yakuza Tale hab ich noch liegen lassen, weil Sex and Fury bisher nicht erhältlich war. Mein Händler meinte die wäre OOP aber eigentlich dachte ich, die wäre nachgepresst worden, hm. Ich will Christina Lindberg! :king:
Hey Hedning, da schau'n mer mal (wörtlich genommen)...die Filme sehen ja nicht übel aus ;)
jetzt hast du mich aber perplex gemacht, Japanese Hell, am Ende mehrdeutige Aerobic? Deute mir das Ende bitte mal. Bin sehr gespannt! Ich fand es fuuuuurchtbar...ich schauder echt immer noch bei dem Gedanken an den Film
Oke oke danke für die tollen Filmtipps @ all ihr seid prima
Zitat von: Senfdazu am 10 Dezember 2008, 16:29:04@ Hedning: Code of the Forgotten Eight ist auch auf dem Weg zu mir. Female Yakuza Tale hab ich noch liegen lassen, weil Sex and Fury bisher nicht erhältlich war. Mein Händler meinte die wäre OOP aber eigentlich dachte ich, die wäre nachgepresst worden, hm. Ich will Christina Lindberg!
Die (sehr guten) UK-DVDs beider Filme sind bei play.com problemlos erhältlich.
Zum Ende von Jigoku:
Tja, dieses Tanzritual soll möglicherweise schildern, wie die Hauptfigur nach all den schlimmen Morden und Höllenstrafen eine Vision von Frieden und (Textil-)freiheit erlebt - eine Art Hippie-Idyll... oder so was ;)
Danke für den Tip, Hedning. Werd ich mal bei meinem England Dealer anfragen. Ich hatte die Fassung gar nicht auf dem Zettel. Allerdings habe ich bei japanischen Filmen auch öfter das Gefühl gehabt, der Transfer zu PAL sei nicht so ganz sauber gelungen, daher bin ich mit englischen DVDs vorsichtiger geworden.
Erwähnenswert für alle § 131-Interessierten und vermeintlichen Sammler beschlagnahmter Filme: Der NICHT KAUFEN!-"Tipp" des Monats:
http://www.ofdb.de/review/646,333665,Slaughterhouse
Die Gemüsekannibalin rezensiert einen Mainstreamfilm. Das kann ja nur in die Hose gehen? Überzeugen Sie sich selbst:
http://www.ofdb.de/review/154,334757,Matrix
Zitat von: vegetarian_cannibal am 21 Dezember 2008, 13:56:20
Die Gemüsekannibalin rezensiert einen Mainstreamfilm. Das kann ja nur in die Hose gehen? Überzeugen Sie sich selbst:
http://www.ofdb.de/review/154,334757,Matrix
Mir hat das Review gefallen. Endlich hat mal jemand die Klasse an diesem Meisterwerk erkannt. Ansonsten versucht die intellektuelle Elite ja immer Matrix zu bashen, aber wie du absolut korrekt erkannt hast ist der Film die perfekte Symbiose aus Philosophie und Action. Das Ende hat da auch gut gepasst, und du könntest dem Film ruhig 10 Punkte verpassen, mir kommt es so vor, als ob du nur auf 9 abgewertet hast, weil du dich nicht für die 10 rechtfertigen wolltest. Aber keine Angst, der Film ist so gut! Falls irgendwelche Atheisten dich nun blacklisten haben die schlicht nichts in der Rübe, denn auch wenn man Religion schlecht findet muss man zugeben, dass die Verwebung ebendieser im Film absolut perfekt ist.
Noch mal zu NYR bzw. Fulci im allgemeinen.
Du schreibst am Anfang deines Reviews:
"Lucio Fulci kann man, wie diesen Film, wohl nur lieben oder hassen."
Denkste, lieber Kannibalinn. Ich bin z.B. ein großer Freund seiner am Glockenseil baumelnder Leichen oder auch seines Hauses an der Friedhofsmauer, kann aber z.B. mit NYR oder Dämonia, oder vielen seiner anderen Filme gar nix anfangen, weil die meist einfach nur mies gemacht sind. Aber das ist ja Ansichtssache. Ich wollte damit nur darauf hinweisen, dass der Herr Fulci mit der nötigen Distanz zu seinem Werk angegangen werden sollte. Denn Fulci war ein Schnellfilmer, ein Auftragsfilmer und vor allem immer auf die schnelle Mark aus, die er meist versuchte im Fahrwasser erfolgreicher Filme zu machen. Dabei ist ihm manchmal ein Glückstreffer gelungen, aber auch eine Menge Quark bei rum gekommen.
Sorry, ich finde diesen Film wirklich nicht gut, eigentlich schon fast unerträglich, aber da ist ja wie du auch schreibst, eine subjektive Ansicht. Das du eine Milleustudie hinein interpretierst ist dein gutes Recht und sicherlich kann man (Mann ;-) ) dir da auch Recht geben. Was mir aber etwas aufstößt, ist deine Verherrlichung des Rotlichtmilleus als solches. Sicher, es ist eines der ältesten Gewerbe der Welt usw.. Und halte mich auch ruhig für konservativ, aber ich finde dieses Milleu an sich schon überflüssig. Da flehen Frauen ihren Zuhälter an für ihn auf den Strich gehen zu dürfen? Wie tief bitteschön muss man sinken, um sich als Mensch so zu gebärden? Liebe Kannibalinn, dass ist das, was mit Sexismus und Frauenfeindlichkeit gemeint ist. Die Frau als schwaches Geschlecht unterwirft sich einem Mann, voll und ganz. Der nutzt dies natürlich aus, für sich und letztendlich die Frau als solche. Mag ja sein das dies einigen Frauen Spaß macht, ich sehe hierin aber in erster Linie die Ausbeutung der Frau als pures Objekt, als eine Ware. Hier werden alle emanzipatorischen Ansätze mit Füssen getreten.
Und genau das tut Fulci in seinem Film NYR auch. Er wußte, da draussen ist ein Publikum für solche Filme (H.G. Lewis hatte es wenige Jahre vorher mit seinen kleinen miesen Filmen bewiesen), also wird dieses Publikum auch bedient. Fulci geht mit diesem Film einfach nur auf die (primitiven) Bedürfnisse eines Publikums ein, welches sich sicher damals wie heute zum größten Teil aus der Schicht des Proletariats (nein, das ist nich abwertend, abwertend wurde es erst... ok, lassen wir das, dass würde zu weit führen) kam und kommt.
Ich glaube, vereehrte Kannibalistin, dass du etwas zu viel in den Film hineininterpretierst. Und von einer "orginellen Story" zu sprechen, halte ich dann für völlig übertrieben. NYR funktioniert nach den üblichen Schablonen eines Krimis (denn etwas anderes ist der Film nicht), der halt nur dadurch heraussticht, das hier in meiner Meinung nach sinnloser Detaliertheit Morde gezeigt werden, welche somit auch das Zentrum des Films bilden. Alles andere rund herum ist meiner Meinung nach banal, ja sogar völlig belanglos.
"Eins kann ich ganz sicher sagen: Das ist kein Film für Jedermann. Und schon gar kein Film für ein Massenpublikum, sondern eben für eine Nischenzielgruppe, die ihren besonders harten Giallo gerne mit ein paar etwas heftigeren Erotikszenen gewürzt haben wollen. Da hat Fulci bei mir zugegeben in's Schwarze getroffen."
Und da geb ich dir dann wieder Recht!
Zitat von: subhero am 23 Januar 2009, 16:01:45
NYR funktioniert nach den üblichen Schablonen eines Krimis (denn etwas anderes ist der Film nicht), der halt nur dadurch heraussticht, das hier in meiner Meinung nach sinnloser Detaliertheit Morde gezeigt werden, welche somit auch das Zentrum des Films bilden.
Ist zwar nicht gerade wichtig, aber meiner Meinung nach sticht die nervige Entenstimme noch mehr heraus als jegliche Goreszene. Da war man schon seiner Zeit einiges gewöhnt.
He Schlömbie, ich wollte hier nicht auf jesdes nervige Detail in dem Film eingehen. Vielleicht tu ich dies einmal in einem eigenen Review, aber eigentlich ist mir der Film die Zeit nicht wirklich wert.
Schade, Deine Ansätze sind eigentlich recht interessant!
Zitat von: subhero am 23 Januar 2009, 16:01:45Was mir aber etwas aufstößt, ist deine Verherrlichung des Rotlichtmilleus als solches. Sicher, es ist eines der ältesten Gewerbe der Welt usw.. Und halte mich auch ruhig für konservativ, aber ich finde dieses Milleu an sich schon überflüssig. Da flehen Frauen ihren Zuhälter an für ihn auf den Strich gehen zu dürfen? Wie tief bitteschön muss man sinken, um sich als Mensch so zu gebärden? Liebe Kannibalinn, dass ist das, was mit Sexismus und Frauenfeindlichkeit gemeint ist. Die Frau als schwaches Geschlecht unterwirft sich einem Mann, voll und ganz. Der nutzt dies natürlich aus, für sich und letztendlich die Frau als solche. Mag ja sein das dies einigen Frauen Spaß macht, ich sehe hierin aber in erster Linie die Ausbeutung der Frau als pures Objekt, als eine Ware. Hier werden alle emanzipatorischen Ansätze mit Füssen getreten.
Wenn man das Rotlichtgewerbe nüchtern sieht, ist es ein Dienstleistungsberuf wie so viele andere. Dass die Frauen da flehen und sich unterwerfen, gehört doch nicht automatisch dazu und gerade auch nicht in NYR, wo der Kommissar eine Prostituierte im Bett hat und die sich ganz offensichtlich gänzlich respektieren. Wo hingegen das von dir gemalte Bild (das es natürlich leider gibt) im Film vorkommt, weiß ich nicht.
ZitatUnd genau das tut Fulci in seinem Film NYR auch. Er wußte, da draussen ist ein Publikum für solche Filme (H.G. Lewis hatte es wenige Jahre vorher mit seinen kleinen miesen Filmen bewiesen), also wird dieses Publikum auch bedient. Fulci geht mit diesem Film einfach nur auf die (primitiven) Bedürfnisse eines Publikums ein, welches sich sicher damals wie heute zum größten Teil aus der Schicht des Proletariats (nein, das ist nich abwertend, abwertend wurde es erst... ok, lassen wir das, dass würde zu weit führen) kam und kommt.
Der Film wurde also für die primitiven Bedürfnisse des Proletariats gedreht.. und das soll nicht abwertend sein (sowohl dem Film als auch dem "Proletariat" gegenüber)? Wobei ich das für totalen Quatsch halte mit dem Proletariat, solche Filme haben sicher stets tendenziell gesellschaftsübergreifend Leute angezogen, bloß dass man es in ökonomisch bessergestellten Schichten nicht so gerne zugegeben hat.
Und am Schluss kommt der unvermeidliche Totschlag-Satz:
ZitatIch glaube, vereehrte Kannibalistin, dass du etwas zu viel in den Film hineininterpretierst.
durch den hier im Forum regelmäßig interessante Diskussionen über Filme torpediert werden und der im wesentlichen zum Ausdruck bringt, dass der, der das sagt, keine Lust hat, sich mit Filmen phantasievoll auseinanderzusetzen (zumindest nicht mit so bösen Schmuddelfilmen, die ja grundsätzlich dumm und nur auf Triebbefriedigung aus sind... da kommt dann die Zensurbehörde im Kopf ins Spiel).
Ich persönlich sehe NYR als einen Film über einen Frauenhasser, für dessen Hass (und auch für die zunächst wie trashiger Unsinn wirkende Entenstimme!) ja am Ende das Motiv gezeigt wird. Und um diesen Fall herum baut der Film eine detailreiche, bewusst als unangenehm angelegte Umwelt von Menschen mit unterdrückten Leidenschaften, die sicher nicht frauenfeindlich gezeichnet wird - denn kommen Männer in diesem Film besser weg?
Der Ton dieses Beitrags wirkt vielleicht etwas hitzig, ich will nicht persönlich werden, aber gerade der Vorwurf des "zuviel Hineininterpretierens" lässt mich immer ein klein wenig Rot sehen ;)
Och Hedning, fühl dich doch nicht gleich angegriffen von mir. Wie viele ander auch habe ich doch nur meine Meinung geäußert, da ich NYR für mich als oberflächlichen Film betrachte. Und auch ich hatte vor einigen Jahrenn noch ähnliche Ansichten wie die Kannibalin, allerdings hat sich meine Meinung über den Film durch öfteres sehen desjenigen doch stark verändert.
Und:
"Ich glaube, vereehrte Kannibalistin, dass du etwas zu viel in den Film hineininterpretierst."
Ist auch nur meine Meinung, und sollte auf gar keinen Fall die Diskussion torpedieren oder beenden. Ganz im Gegenteil, ich möchte gern mit der Menschenfresserin über diesen Film diskutieren, darum habe ich mich ja auch der Diskussion hier beteilgt. Sonst hätte ich auch schreiben können: "Öh, Kannibalin, der Film is Dreck, mach ma deine 10/10 weg, sonst gibtz was mit der Kettensäge." Hab ich aber nicht.
Sicher kann man hier, wie in vielen andere Filme auch, hineininterpretieren, aber ich glaube im Falle NYR ist es ein bißchen viel gewesen. Ich möchte auch nicht die Kannibalin und ihre Meinung torpedieren, sondern nur meine Ansichten zu ihren Review und damit zum Film darlegen. Dazu ist der Tread ja da.
Meine Interpretation würde demzufolge etwa in Kurzform so aussehen, dass ich den Film als oberflächliches Werk betrachte, welches sich des Milleus der Rotlichtszene nur bedient, um die gebotene Gewalt noch mit Sex vermischen zu können. Die Handlung hätte ebenso im Postgewerbe spielen können, wo dann eine Postbote die Frauen schlachtet, welchen er gerade ein Beate Uhse - Packet bringt.
Denn ich habe mich mehrmals mit NYR auseinandergesetzt, sonst hätte ich hier nix dazu geschrieben. Denn wie du sicher gesehen hast, äußere ich mich sonst sehr selten zu den Diskussionen hier.
Zum Proletariat: sicher eine enorm kontroverse und provozierende Ansicht meinerseits, und sicher hast du auch Recht, Hedning, wenn du diese meine Aussage kritisierst - zu Recht. Da war wohl etwas viel Eifer. Allerding hab ich mich dafür auf eine Quelle bezogen: Zum einen auf die Studie "Die Faszination Jugendlicher am Grauen" von Elmar Reß (ISBN 3-88-479-514-7) und "Videofilm-Konsum der Kinder und Jugendlichen" von Werner Glogauer (ISBN 3-7815-0611-8)- Zwar läßt sich trefflich über beide Quellen streiten, als Studie zum Konsum diverser Horrorfilme und NYR hier im besonderen, taugen sie gut. Hier wird schon belegt, dass ein großteil der Konsumenten aus der unteren Arbeiterklasse und zum Teil aus der Mitteschicht stammen. Vielleicht hätte ich es gleich so schreiben sollen. Also möchte ich mich hiermit beim Proletariat entschuldigen... kommt nicht wieder vor. :pidu:
Zum Rotlichgwerbe: Lieber Heding: dies ist meine Meinung dazu, ich bin ein linker - konservativer - Teetrinker, der abwäscht, staubsaugt, essen kocht, einkaufen geht, Staub wischt, seiner Frau das Bett macht und sie auch sonst mit dem größtmöglichem respekt behandelt, wie ich es eigentlich mit allen Menschen tue. Und bitteschön, es darf meine Meinung sein, wenn ich diese "Dienstleistung" nicht als eine solche wie viele andere ansehe. Wenn die Knanibalin da meher Einblick hat, darf sie mir gern berichten, ich hör zu. Ich hatte mich bei meiner Kritik zum Rotlichgewerbe auch nicht auf den Film bezogen, sondern diese allgemein auf die Kommentare von der Kannibalin hier im Tread bezogen.
So, willste auch nen Tee Hedning? ;-)
Vielleicht möchte die Kannibalin auch gleich einen mit trinken, aber vorsicht, ich bin wirklich Vegetarier.
Har Har Har, Subhero, ich bin auch WIRKLICH Vegetarierin. Do lies mal mein Profil (nicht Forum/OFDb). Ich kann das hier öffentlich nicht erzählen, aber es ist wahr, daß der Film etwas mit mir zu tun hat. Also der NYRipper. Siehe PN. Wen ich gut kenne, kann fragen, ansonsten...denkt euch ruhig euren Teil
Die verschwiegene Gemüsekannibalin
die alle Meinungen zu meinem Lieblingsfilm wilkommen heißt
Noch was...ich hab grad Tee gelesen, das meint ihr doch nicht ernst...macht euch jetzt alle mal ein Astra Bier auf. Gibt es auch als "Astra Rotlicht". Irgendwer hat mir mal erzählt, "Astra Rotlicht" hat 8 Umdrehungen. Ich denke schon seit ca. 300 Tagen darüber nach, was das verursacht, wahrscheinlich verlust von 8 IQ-Punkten pro Glas und zu subjektive Reviews.
Freitag, Samstag, Sonntag, bin ich daher denktechnisch nicht auf der Höhe. Montags geht es bergauf, aber wird Dienstags noch einmal kurz durch das ansehen der Uri Geller Show gebremst. Mittwochs setzt sich meditative Erholung ein, die meistens in einem philosophischen Donnerstag resultiert, daher habe ich mir vorgenommen, nun möglichst Freitags noch einmal diese Gedanken aufzugreifen und vor'm erneuten Absturz meine Reviews zu verfassen.
Eu...ich muß ja irgendwem ganz schön auf die Füße getreten haben, daß ich seit neuestem auf einer Blacklist stehe. Schade ist nur, daß ich halt nicht weiß, warum. Vllt. kann derjenige sich mal melden, und mir sagen, wo der Knackpunkt lag?
Hoffentlich nicht daran, daß ich die letzten 5 Kritiken (auch die heutige) mit Fieber geschrieben habe. Hab mir da ganz schön was eingefangen, fühle mich persönlich aber trotzdem in der Lage, zu schreiben. Oder beurteile ich das falsch?
Spitze, macht weiter so...noch 2 mehr haben mich heute geblacklistet, wahrscheinlich aus Spaß, weil Ihnen der Thread hier so gut gefällt. Statt hier mal was konstruktives zu schreiben. Schade eigentlich.
Im Grunde ist es ja egal, aber es ist schon schade, wenn man halt nicht den Mund aufmachen kann. Ich frage mich-wovor habt ihr eigentlich Angst? (Ich mag konstruktive Kritik)
Wenn natürlich keiner was sagt, mach ich weiter wie bisher.
Zitat von: vegetarian_cannibal am 5 April 2009, 20:32:40
Wenn natürlich keiner was sagt, mach ich weiter wie bisher.
Das hoffe ich doch, denn Deine Texte sind meiner Meinung nach immer wieder eine Bereicherung und sehr gut zu lesen. Übrigens ist der NYR auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme, auch wenn viele das anders sehen. :dodo:
Zitat von: vegetarian_cannibal am 5 April 2009, 20:32:40
Spitze, macht weiter so...noch 2 mehr haben mich heute geblacklistet, wahrscheinlich aus Spaß, weil Ihnen der Thread hier so gut gefällt. Statt hier mal was konstruktives zu schreiben. Schade eigentlich.
Im Grunde ist es ja egal, aber es ist schon schade, wenn man halt nicht den Mund aufmachen kann. Ich frage mich-wovor habt ihr eigentlich Angst? (Ich mag konstruktive Kritik)
Wenn natürlich keiner was sagt, mach ich weiter wie bisher.
Allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass die Leute, die dich auf ihre "Blacklist" setzen, nicht im Forum aktiv sind. Ergo gar nicht hier antworten können/werden. ;)
Ich bin mir sicher, daß auch ein Reich-Ranicki sich darüber freut, wenn er polarisiert. Eine Kritik würde ja auch keinen Sinn machen, wenn sie wirklich jedem den Hintern pudert. Übrigens schlägt momentan wohl jemand grad alles kaputt, weil sich meine Abo/Blacklist nämlich auch verschoben hat, wie ich feststelle. Die Frage ist nur, was sagt diese Anzeige überhaupt aus? Um sich drüber aufzuregen doch wohl zu wenig. Gut, mit 50 Blacklistern oder so, würd ich mir dann doch mal Gedanken machen. :icon_lol:
Hi,
@ MMeXX klar weiß ich, daß manche gar nicht im Forum aktiv sind, jedoch, erst nach diesem Thread haben mich noch 3 weitere geblacklistet. Natürlich nur aus Spaß, da bin ich mir sicher. In sofern: egal. 50 werden nie zusammenkommen; soviele sind dann hier doch nicht Kindergarten-minded. Immerhin hab ich ja auch noch meine Abonennten! Das gleicht das Ganze ja völlig aus.
@Senfdazu: Recht hast. Lustigerweise scheint das ganze hier eine Promo-Aktion FÜR mich zu sein, denn seit diesem Blacklist-Unsinn, werden meine Kritiken insgesamt noch MEHR statt weniger gelesen. Spitze und Danke dafür! :dodo: Übrigens so war es bei mir auch: Von Abo auf Blacklist verschoben. Bei dir auch? Ist ja witzig.
@horror1966: erfreulich, ich nehm an, ich hab einen Abonennten rausgefunden? ich setzt dich jetzt auch mal auf Abo. Warum ich dich bisher nicht drin hatte? Weil ich eh immer auf die neusten Einträge schaue, und da bist du sowieso fast immer :icon_smile: aber ich mach dich mal in's Abo.
Tja, mich haben auch drei auf der Blacklist stehen, aber das ist gewissermaßen auch etwas Schönes; mir fällt dazu ein Ausspruch des von mir sehr geschätzten Herrn Cioran ein:
"Instinktives Bedürfnis nach Unehre. Ich hätte gewünscht, Sohn eines Henkers zu sein."
Hallo Herr Dr.,
da ist was Wahres dran, zumal sich meine Blacklister und Abonnenten gleichmäßig nach diesem Thread erhöht haben :king: so falsch war es also dann doch nicht, wobei, ich mich nichtmals über die Blacklister beschwere, sondern einfach nur gerne Gründe höre. Angefangen habe ich mit dem Vorsatz, für mich und meine Freunde zu schreiben, weiter geht es natürlich damit, daß ich nun auch die Abonennten nicht enttäsuchen will, wobei der Druck mit jedem Abonennten steigt. Ich werde mich echt für euch bemühen, und motzt ruhig, wenn es euch nicht mehr gefällt. Zur Auswahl der Filme muß ich allerdings gleich sagen, daß ich nicht immer die aktuellsten berücksichtigen kann, und auch nicht immer die populärsten. Mittlerweile habe ich Abstand davon genommen, Reviews zu Filmen zu schreiben, zu denen schon mehr als 50 Reviews vorhanden sind...wenn ich das ändern soll, müßt ihr das sagen.
Ich weiß zwar nicht, von wem der stammt aber "Dem einen seine Eule ist dem anderen seine Nachtigall"-so auch hier.
Da ich offen bin, ich habe derzeit Niemanden geblacklistet, ich hatte mal EBERT geblacklistet, und ich sage das auch in aller Öffentlichkeit, denn ich stehe dazu, da seine Ansichten zu meinen fast immer (ca. zu 90%) völlig konträr waren. Mittlerweile habe ich ihn aber von der Blacklist gestrichen, da ich es heutzutage eher erfrischend finde, mal ein paar konträre Meinungen zu lesen. Allen, die mich geblacklistet haben, empfehle ich daher übrigens ein sofortiges Abo von Ebert! Alles andere wäre halbherzig...
Zitat von: vegetarian_cannibal am 6 April 2009, 09:44:36
@horror1966: erfreulich, ich nehm an, ich hab einen Abonennten rausgefunden? ich setzt dich jetzt auch mal auf Abo. Warum ich dich bisher nicht drin hatte? Weil ich eh immer auf die neusten Einträge schaue, und da bist du sowieso fast immer :icon_smile: aber ich mach dich mal in's Abo.
Ich bekenne mich schuldig, ich bin einer Deiner Abonennten und ich bin es gern. :icon_mrgreen:
Zitat von: horror1966 am 6 April 2009, 20:59:51
Zitat von: vegetarian_cannibal am 6 April 2009, 09:44:36
@horror1966: erfreulich, ich nehm an, ich hab einen Abonennten rausgefunden? ich setzt dich jetzt auch mal auf Abo. Warum ich dich bisher nicht drin hatte? Weil ich eh immer auf die neusten Einträge schaue, und da bist du sowieso fast immer :icon_smile: aber ich mach dich mal in's Abo.
Ich bekenne mich schuldig, ich bin einer Deiner Abonennten und ich bin es gern. :icon_mrgreen:
Danke, und das, obwohl es kaum einen Film gibt, den du nicht schon vor mir reviewt hast. Heute hab ich's mit "Carnosaurus 2" ja mal geschafft, was zu reviewen, was du noch nicht hattest. Selten genug. Mein Kompliment an dich als Vielseher. Man muß das auch mal so sehen: Die Vielseher und Vielschreiber sehen auch ne Menge Schrott, den andere sich garnicht erst antun. So eine gute Warnung von Horror1966 kann ich jedenfalls immer gut gebrauchen. Klar, will man sich meist selbst ein Urteil bilden-manchmal hilft es aber, wenn vor einem schon 4 Leute einen B-Movie mit 1 bewertet haben, Lebenszeit nicht zu verschwenden. Danke dafür an die Kollegen.
Mir hat Dein Review zu "Poultrygeist" sehr gut gefallen. Ich als Troma-Fan freue mich nun noch mehr auf diesen Film, als ich es eh schon getan habe. Doch selbst Leute, die noch keine Troma-Produktion kennen, dürften nach dem Review neugierig werden. Man merkt an Deiner Schreibweise, das Du wirklich Spaß an dem Film gehabt hast, die Begeisterung springt förmlich auf einen selbst über. :dodo:
http://www.ofdb.de/review/85,347077,MARK-13---Hardware
Was war denn da los!? Falsche Erwartungshaltung gehabt? ;) Ich hatte die Besprechung gestern gelesen und wollte mir den Film daraufhin gleich mal wieder ansehen - leider ist die DVD bei ca. 20 Min. einfach stehengeblieben... -.-
Aber schon bis dahin hatte ich nicht das Gefühl, deine Haltung zu teilen. Ich fand die geschilderte Welt recht faszinierend, dazu diese "Bestrafung" der voyeuristischen Gelüste durch den Film mittels des Spanners. Hab' allerdings nicht mehr ganz genau den gesamten Verlauf im Kopf, mal schauen ob ich die DVD nochmal zum Laufen bekomme, dann kann ich vielleicht noch ein paar mehr Argumente anbringen.
Zitat von: horror1966 am 24 April 2009, 17:17:43
Mir hat Dein Review zu "Poultrygeist" sehr gut gefallen. Ich als Troma-Fan freue mich nun noch mehr auf diesen Film, als ich es eh schon getan habe. Doch selbst Leute, die noch keine Troma-Produktion kennen, dürften nach dem Review neugierig werden. Man merkt an Deiner Schreibweise, das Du wirklich Spaß an dem Film gehabt hast, die Begeisterung springt förmlich auf einen selbst über. :dodo:
Danke sehr, ist wirklich zu empfehlen! Pass nur auf, daß du sie auch ungeschnitten bekommst. Bei der Deutschen Fassung fehlen 6 Minuten!
Zitat von: MMeXX (Fischkutter) am 26 April 2009, 10:36:00
http://www.ofdb.de/review/85,347077,MARK-13---Hardware
Was war denn da los!? Falsche Erwartungshaltung gehabt? ;) Ich hatte die Besprechung gestern gelesen und wollte mir den Film daraufhin gleich mal wieder ansehen - leider ist die DVD bei ca. 20 Min. einfach stehengeblieben... -.-
Aber schon bis dahin hatte ich nicht das Gefühl, deine Haltung zu teilen. Ich fand die geschilderte Welt recht faszinierend, dazu diese "Bestrafung" der voyeuristischen Gelüste durch den Film mittels des Spanners. Hab' allerdings nicht mehr ganz genau den gesamten Verlauf im Kopf, mal schauen ob ich die DVD nochmal zum Laufen bekomme, dann kann ich vielleicht noch ein paar mehr Argumente anbringen.
Ja, evtl. schon falsche Erwartungen. Aber ich fand ihn furchtbar. Zäh wie Kaugummi, und irgendwie lächerlich. Schade, daß mein Kumpel hier nicht angemeldet ist-er fand ihn noch schlechter, als ich ihn beschrieben habe (sagt er). Mir fehlte da völlig die Action, nichtmal im Sinne von "Action", sondern eher von Aktion-ich habe selten einen Film mit mehr Längen gesehen. Das ist meine Empfindung, ich weiß, daß andere ihn überwiegend positiv beurteilen. Danke jedenfalls für deinen Kommentar. Immerhin zeigt das Review, daß ich keine Mitläuferin bin, und immer ehrlich meine Meinung sage, und ich finde ihn, ganz ehrlich, völlig überbewertet. Natürlich solltet ihr eh nie nach nur einem Review gehen-wenn euch ein Film interessiert, schaut euch die Durchschnittswertung an. Will jedenfalls keinem "Mark 13"-fan auf die Füße treten. Ich liebe euch alle, aber ich bleibe da bei meiner Sicht, wie Homer Simpson sagen würde: "Laaaaaaaaaaaaaaangweiliiiig!" ;)
Du stehst damit ja auch keinesfalls alleine. Ich war auch empört, wie wenig ich den Film mögen konnte, der eigentlich recht interessante Versatzstücke beeinhaltet. Ich frage mich aber schon, ob man M.A.R.K. 13 da eventuell zuviel abverlangt. Vielleicht ging deine Erwartung dabei - vielleicht als Mißverständnis beruhend auf den Splatterszenen - zu sehr in Richtung Horrorfilm?
Ich hatte dich mal über die ofdb angeschrieben, warum haste eigentlich nie geantwortet? :icon_smile:
zu Repo:
http://www.ofdb.de/review/152576,313789,Repo-The-Genetic-Opera
Ich finde den Film unter aller Sau. :LOL:
Dein Fazit trifft es zwar sehr genau, aber der erste Abschnitt: "Independent-Oper" (mit Paris Hilton und 8,5 Millionen Budget) passt nicht mal ansatzweise. Eher umändern in Mainstream-Oper, die ihr Publikum nicht finden wird, aber gut die Bewertung des Films ist ja ganz ordentlich im Schnitt, wahrscheinlich weil er recht außergewöhnlich ist. :rofl:
Hi..danke Dr.Doom...erstmal, sorry, ich war lange offline...aber mein Leben hat sich geändert, ich hab überhaupt kaum noch Zeit, vorm PC zu sitzen. Also sorry, für die späte Antwort.
"Independent-Oper" daher, weil...Paris Hilton hin oder her, mal ehrlich, wer (außer den Filmfreaks hier im Forum, und den wenigen Besuchern auf so manchem Fantasy Filmfest, die ja auch alle wieder Film-Insider sind!) hat sich denn schon "Repo!" angesehen? Kommerziell war das, vorherzusehen, ein völliger Flop. "Independent" ist hier nicht aus Sicht der Macher gemeint-das Budget kann sich durchaus sehen lassen-aber dass dieser Film rein garnichts für ein Mainstream-Publikum ist, ist wohl klar. Selbst in der Videothek blieben die Märkchen unter dem Titel hängen, auch als er neu war. Damit muß die gesamte Produktion allerdings vorher gerechnet haben. Falls nicht, konnten sie ihren eigenen Titel wohl nicht realistisch einschätzen. "Independent" also aus der Publikumssicht. Wer, der, wie die meisten, sporadisch ins Kino geht und sporadisch neue Horrorfilme bzw. Fantasy-Produktionen ansieht, hat ihn denn, außer den schon erwähnten "Insidern" angesehen? Also...nichtmal die Zielgruppe hat angebissen. Sowas nenne ich "Indie". Filme und Musik, bei denen man von vorneherien weiß: Schaut/Hört/Kauft kein "Normalo". (ob das Produkt gut oder schlecht ist, spielt dabei keine Rolle, gerade in der Musik finde ich viele gute, aufwendig produzierte Platten, die außer mir und ca. 4 anderen Menschen keiner gekauft hat.) Klar, aus der Sicht der Produktion stimmt's nicht, wie ich ja schon gesagt habe. Und? Meinst du, das kann man trotzdem stehen lassen?
Liebe Grüße an alle. Hin und wieder noch hier,
veggie
Da hast du natürlich auch ein gutes Argument, dass der Film wirklich außergewöhnlich ist und gerade weil er so viele Bereiche gleichzeitig abdecken wollte, insbesondere von den Musikrichtungen her, ist er nicht Alltäglich, nur ist auch nicht alles was außergewöhnlich ist auch gut, wobei die wenigen Kritiken ja nicht Grundsätzlich schlecht sind, sondern eher sogar ordentlich, also dann doch wieder Independent wenn etwas neues nicht Mainstream taugliches sein Publikum findet. Nur allein dass der Film nicht groß bekannt geworden ist wie wiederum auch z.B. ein Dragonball Evolution ist dann noch nicht automatisch Independent, weil den dann scheinbar niemand groß will, gerade bei dem Namen hätte man meinen können, der wird unter der Jugend reichlich Absatz finden, ist aber nicht so gekommen, deswegen ist der Film aus meiner Sicht aber keine Independent Produktion, da man mehr vor hatte. Ob man bei Repo mehr vor hatte sieht man schon an der Besetzung, dem ordentlichen Budget und dem Regisseur, jener mit Darren Lynn Bousman (Saw 2-4) nicht gerade unbekannt ist. Also weder ja noch nein, wenn dann wohl ein Grenzgänger zum Independent (Underground).
Ganz intensiv habe ich mich mit Repo nicht befasst, weil der Film mir nicht liegt, also ich weis nicht was sie vorhatten oder aus welchen Studios das Geld kam.
Ich würde ihn zumindest nicht so bezeichnen, weil entweder ein misslungenes für den Mainstream gedachtes Hollywood Project was sein Publikum nicht gefunden hat oder er ist so außergewöhnlich, dass er trotzdem sein Publikum findet, jene mit Werke außerhalb des Mainstream etwas anfangen können, so wie es auch scheint. (für mich allerdings zu schrill und nervig der Film :D)