Interessanter Artikel in der Süddeutschen:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/723/473240/text/
Ich denke, dass der Ansatz nicht unbedingt falsch ist, nur vergallopiert sich der nicht-Blockbusterregisseur etwas, eventuell könnte man bei nicht-Blockbustern weniger Eintritt verlangen - am Beispiel der Kinderfilme schreibt er ja selbst, dass man dadurch mehr Zuschauer bekommen kann - die Frage die sich mir hier stellt, ist, ob der Neid hier Pate stand...
Naja, wer Gagen von jenseit der 20 Mio. $ Marke zahlt und DANN dafür auch noch mehr Eintrittspreis verlangen will, ..., der sollte mal über geeignete Sparmaßnahmen nachdenken.
Ich persönlich bin DEFINITIV nicht bereit für einen "Blockbuster" mehr zu bezahlen.
Mit EINER Ausnahme: Filme mimt Überlänge ala HERR DER RINGE.
Und das man sehr gute Filme auch mit einem vergleichbar geringen Budget drehen ann beweisen immer wieder Perlen wie CUBE, SAW und Konsorten (Leider fallen mir gerade spontan nur Horrorfilmchen ein).
Ich auch nicht. Hat nix mit der Lauflänge zu tun, sondern einfach deswegen, das die Quali der Blockbuster in den letzten Jahren extrem nachgelassen hat. Ich würde eher mehr für einen Independent Film ausgeben.
Zitat von: Pinhead_X am 25 Juni 2009, 13:21:28
Ich auch nicht. Hat nix mit der Lauflänge zu tun, sondern einfach deswegen, das die Quali der Blockbuster in den letzten Jahren extrem nachgelassen hat. Ich würde eher mehr für einen Independent Film ausgeben.
Sehe ich ähnlich wie du, zumal geht ein Kino bei Independent- oder Nischenfilmen immer ein gewisses Risiko ein was die Auslastung der Plätze betrifft als bei einem Blockbuster.
Beispiel:
HANA-BI: Etwa 10% vergebene Plätze
TRANSFORMERS: etwa 90% vergebene Plätze
Ich frag mich eher wie der auf 6 Euro Eintritt kommt, da darf ich meist gerade mal die Werbung für sehen... ;)
Selten so einen Scheiß gelesen. Jegliche Kommentare zum Artikel haben mehr Gehalt als der Artikel selbst.
Preisdifferenzierungen bei Kinofilmen bringt gar nix! Wenn sich jemand Transformers angucken will, steht nicht vor der Kinokassa und überlegt sich nicht doch einen anderen Film (der vielleicht günstiger ist!) anzuschauen. Was bliebe ist, das Blockbuster noch mehr Geld machen würden. :icon_cool:
Zitat von: Roughale am 25 Juni 2009, 12:28:30
am Beispiel der Kinderfilme schreibt er ja selbst, dass man dadurch mehr Zuschauer bekommen kann
Ich vermute das liegt eher daran, daß in einen Kinderfilm anstelle einer Person grundsätzlich mindestens 2 Personen (Kind plus mind. 1 Elternteil) pro Haushalt gehen.
Ansonsten halte ich auch nix von der Idee.
Da merkt man wieder, von wem es kommt: Die deutsche Filmwirtschaft weint, weil die böööööööösen US-Blockbuster ihnen angeblich die Zuschauer stehlen und deutsche Kassenschlager Marke "KeinOhrHasen" werden geflissentlich ignoriert. Zumal dem guten Mann mal klargemacht werden sollte, dass US-Filme einen wesentlich größeren Zuschauerkreis haben, der Markt in Deutschland oder Timbuktu nur ein netter Nebenverdienst neben den US-Einnahmen. Schließlich würde Hollywood wohl keine so teuren Filme machen, wenn es sich das nicht leisten könnte. Kurz: Man merkt die Absicht des Artikels und ist verstimmt.
"Warum ist der Kinofilm eigentlich das einzige Produkt auf der Welt, das trotz gewaltig variierender Herstellungskosten praktisch zum Einheitspreis abgegeben wird?"
Das ist schlicht falsch, denn es betrifft CD-Preise, DVDs, Computerspiele genauso wie Bücher, praktisch alles, was mit konsumierbarer Kultur zu tun hat. Beim Musikmarkt etwa wird es üblicherweise so gehandhabt, daß die marktwirtschaftlichen Grundsätze von Angebot und Nachfrage umgekehrt werden. Chartstitel werden verbilligt angeboten, dieselben Produkte verteuern sich, wenn sie die Hitparade wieder verlassen haben. Allgemein wird massentaugliche Ideologie subventioniert, um es (etwas) überspitzt auszudrücken.
Wenn es angepaßte Preise für Hollywoodbusterfilme geben würde, müßte man eigentlich deren Eintrittspreise halbieren, wenn sie in den Charts sind.
Aus dem SZ-Artikel
ZitatWarum ist der Kinofilm eigentlich das einzige Produkt auf der Welt, das trotz gewaltig variierender Herstellungskosten praktisch zum Einheitspreis abgegeben wird?
Ehrlich, ist das so? Er vergisst aber dabei völlig das die Aufführungsrechte, die die Kinoketten für Transformers kaufen müssen um ein vielfaches höher sind als die, die wohl für den genannten Spartenfim Wolke 9. Hier kommt es bereits zu einer erheblichen Preis-/Kostendifferenz! Das diese Preisdifferenz nicht an den Endkunden sprich das Kinopublikum weitergegen wird liegt an der Masse der Kinobesucher. Transformers werden sich vermutlich aber auch ein vielfaches mehr Leute ansehen als Wolke 9 womit die Kinoketten ihr Geld auch wieder drin haben und das vermutlich auch mit höherem Gewinn beim Blockbuster trotz gleicher Eintrittspreise!
@Kinderfilme: Es ist doch so, das solche Aktion meist nur bei Filmen (z.B. Der kleine Eisbär) stattfinden wo man auch mit Kindern im Kindergartenalter vorfindet oder die sogar Zielgruppe sind - und die unbeaufsichtigt ne Stunde im dunklen Kino lassen ist verantwortungslos! Bei uns bezahlt jedes Kind 5.- bei neuen Filmen bzw. 3.- bei alten Filmen, die an Kindernachmittagen laufen --- eine Begleitperson ist frei.
@Überlängenfilme: Ist doch klar: Wenn ein Film doppelt solange läuft wie ein normaler kann ich ihn auch nur halb sooft zeigen, daher rechtfertigt es u.U. einen Überlängenzuschlag zu verlangen - den erhebt aber der Kinobetreiber.
Ich hätte außerdem einen Vorschlag, den vermutlich ohnehin niemanden interessieren wird: Man sollte am Ausgang einfach ein Votingsystem einrichten, bei dem der Zuschauer freiwillig gute Filme honoriert, ankreuzt, ob er sich eine DVD kaufen würde, und sich den Betrag vielleicht beim Kauf gutschreiben lassen kann (Wäre gerade bei "kleinen Filmen" wichtig, um zu sehen, welche Auflagen man anpeilen kann).
Jeder darf gerne seinen eigenen Geschmack haben, aber viele Kandidaten der 100Mio $-Produktionen der letzten 10 Jahre scheinen mir einfach "tote" Filme zu sein, die niemand (wirklich) mag und die nur deshalb in die Charts einsteigen, weil Vorabreviews verboten werden.
Viel von dem, was die Filmfirmen an Marketing verballern. wäre bei der Marktforschung viel besser investiert: in Filme, die Menschen wirklich sehen wollen.