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Director: Stephen Chbosky
Starring: Emma Watson, Logan Lerman, Ezra Miller, Mae Whitman, Nina Dobrev, Johnny Simmons, Dylan McDermott
MPAA Rating: PG-13 (for mature thematic material, drug and alcohol use, sexual content including references, and a fight - all involving teens)
A funny and touching coming-of-age story based on the beloved best-selling novel by Stephen Chbosky, "The Perks of Being a Wallflower" is a modern classic that captures the dizzying highs and crushing lows of growing up. Starring Logan Lerman, Emma Watson and Ezra Miller, "The Perks of Being a Wallflower" is a moving tale of love, loss, fear and hope-and the unforgettable friends that help us through life.
Trailer:
http://www.comingsoon.net/news/movienews.php?id=90959 (http://www.comingsoon.net/news/movienews.php?id=90959)
Hey, darauf freue ich mich aber schon sehr! Ich habe sogar das englische Buch damals gelesen. Kann mich aber nur noch vage an den Inhalt erinnern :icon_lol: Ich meine, dass das in Amerika sogar für Aufsehen gesorgt hatte, weil es dabei um die Pubertät und Selbstmord ging. Ich möchte allerdings noch nicht zu viel verraten. Und dass Emma Watson mitspielt ist ja noch besser. Habe sie schon früher gemocht und ich denke mal, dass sie ihren Weg im Filmgeschäft jetzt gehen wird. Damit ist ein Kinoabend in nächster Zeit schonmal gerettet. :D
Es geht um einen leicht autistischen Jungen, der die Pubertät erlebt und sich dabei mit seiner eigenen Gegenwart und Vergangenheit (ein traumatisches Erlebnis mit seiner Lieblingstante), der ersten Liebe (zu einem älteren Mädchen, wohl Watson), seiner Familie (seine Schwester, die an den falschen Typen gerät; seine Eltern und white trash Großeltern) und seinen Freunden (der schwule Patrick, Mary Elizabeth, in einer brüllend komischen Irgendwie-Liebesszene usw.) auseinander setzen muss, garniert mit Rocky Horror.
Ich hab das Buch mehrmals gelesen und zwei Mal im Englischunterricht behandelt, kenne es also ganz gut. Was davon übrig bleibt - keine Ahnung. Vor allem die Erzählstruktur (Briefe an einen unbekannten Adressaten) wird man wohl nicht so umsetzen können, höchstens mit Voice Over. Auch die Verzahnung von Vergangenheit (Selbstmord des besten Freundes im ersten Buch, die teilweise üble Familiengeschichte, die letzte MASH-Folge) und Gegenwart wird wohl auf der Strecke bleiben.
Das Buch wurde wohl deshalb kritisiert, weil Sex (also sexuelles Erwachen) und Drogen Motoren der Handlung sind und nicht verteufelt (allerdings auch nicht glorifiziert!) werden.
Das Poster ist öde, aber der Trailer schaut nett aus. Das ist die erste Hauptrolle für Emma Watson seit dem Ende von "Harry Potter", oder? Gute und sympathische Entscheidung, bei einem Film dieser Art mitzumachen.
Soweit ich verstanden habe, liegt die Hauptrolle bei Logan Lerman, Watson spielt eine (große) Nebenrolle. Aber sehr ansprechender Trailer.
Vom Buch aus gedacht hätte Sie die zweitgrößte Rolle, allerdings ist Charlie der Ich-Erzähler, also mit großem Abstand die Hauptfigur. Female Lead wäre sie aber auf jeden Fall.
Nach dem Trailer und den ersten Resonanzen hatte ich ja irgendwie erwartet, dass mir der Film sehr wahrscheinlich gefallen würde. Nicht aber, dass er mich derart umhaut. Stephen Chbosky erzählt in der Verfilmung seines eigenen Romans die Geschichte des 15jährigen Charlie, der in seinem ersten Highschooljahr die allseits bekannten Höhen und Tiefen des Teenageralters durchlebt: Der Verlust alter und der Gewinn neuer Freunde, die erste Liebe, der erste Sex, Experimente mit Drogen - eben alles, was dazugehört und schon gefühlte tausendmal erzählt wurde. Der Umstand des Altbekannten fällt allerdings kaum ins Gewicht, denn die eigentliche Handlung ist hier weit weniger wichtig als die Gefühlslagen der Figuren. Und diese Ebene wird vor allem von Hauptdarsteller Logan Lerman großartig getragen, der den introvertierten und psychisch gebeutelten Charlie, aus dessen Perspektive hier konsequent erzählt wird, nuanciert und liebenswert verkörpert. Die Charaktere von Emma Watson und Ezra Miller verblassen daneben aber keineswegs, sind durch ihre ausgeflippte Art ohnehin die eigentlichen Taktgeber der Geschichte und noch dazu genau die Sorte von Freunden, die in diesem Alter wahrscheinlich jeder von uns gern gehabt hätte. Was den Film aber so umwerfend schön macht, ist die bittersüße, melancholische Stimmung, die praktisch von der ersten bis zur letzten Minute verbreitet wird. Bei vielen Gedankengängen und Situationen darf sich der Zuschauer gern in die eigene Jugend zurückversetzt fühlen und noch einmal spüren, wie das damals eigentlich so war, als die Hormone plötzlich anfingen, Pingpong zu spielen. Da stört es auch kaum,
dass Chbosky es offenbar für nötig befand, das titelgebende Mauerblümchendasein durch diverse Kindheitstraumata erklären zu müssen anstatt seine Figuren einfach so sein zu lassen wie sie sind.
Es passiert nichts wirklich spektakuläres, die Geschichte ist relativ gewöhnlich, eben wie aus dem Leben gegriffen und dabei so sympathisch und wunderbar erzählt, dass man den Charakteren liebend gerne weiter auf ihrem Lebensweg folgen würde. An einer Stelle spricht Charlie davon, dass alles, was wir heute erleben, bald nur noch blasse Erinnerung sein wird - aber heute sind wir nunmal hier. Wer das Gefühl hinter dieser Lebenweisheit noch einmal erleben möchte, sei herzlich dazu eingeladen.
9/10 für den (für mich) anrührendsten Film des Jahres.
Auch wieder einer der Filme, die ich gern sehen würde, die aber so selten laufen und das Geld knapp ist.
Insgesamt möchte ich die Ausführungen von Dionysos unterschreiben. Glaubhafte, toll gespielte Charaktere und eine ganz eigene, melancholische Wohlfühlatmosphäre (ja, das Oxymoron ist gewollt). Ergänzend sei noch der tolle Soundtrack erwähnt.
8/10 meinerseits.
Ein großes Publikum wird der Streifen aber wohl nicht finden. Von dem nicht vorhandenen Marketing mal abgesehen, dürfte das auch an den hier angesprochenen Punkten liegen:
Zitat von: Dionysos am 7 November 2012, 00:40:00
[...][Was] schon gefühlte tausendmal erzählt wurde.[...]
Es passiert nichts wirklich spektakuläres, die Geschichte ist relativ gewöhnlich[...]
Sowas lässt sich natürlich schwer vermarkten, die Massen erreicht man damit nicht. Dass jedoch die hiesigen Programm-Kinos diese kleine Perle nicht zeigen (musste überraschenderweise im UCI geschaut werden), verwundert dann aber doch.
Das war eine Überraschung in der Sneak vor ein paar Wochen, der Titel sagte mir nichts und ich war recht unschlüssig und müde, aber der Film schaffte es sehr schnell, mich da rauszuholen und ich habe einen wirklich guten Film sehen dürfen - empfohlen!
Wunderschöner Film, sympathisch und gefühlvoll erzählt und in unspektakuläre, aber um so eindringlichere Bilder gehüllt.
Die psychischen Traumata kommen zwar etwas gehäuft des Weges
(Suizid des Freundes, Tod der Tante, Kindesmißbrauch)
, aber mit guter Besetzung und eindringlicher Geschichte umgeht man die meisten Klischees, weit jenseits von High Schoo-Grossout.
Lerman ist sehr gut in der "blassen" Titelrolle, hat aber das Problem, daß dadurch Watson und Miller (hier mal ganz anders als das Monster aus "Kevin") um so mehr glänzen.
Die Regie ist sehr einfühlsam und ohne auf überflüssige Kniffe oder Überdramatisierung zurückgreifen zu müssen - der Autor weiß, was er tut. :respekt:
Dauerproblem ist, herauszufinden, wann das alles spielen soll, von den frühen 80ern bis zur Mitte der 90er ist alles drin, gerade die Musikauswahl ist da sehr verwirrend manchmal. Soll aber wohl 1991/92 spielen. Die Fixierung der Rocky Horror Picture Show kommt mir so zwar etwas "outdated" vor, ist aber sehr spaßig und passend, auch in der Hinsicht auf das "Don't dream it - be it!".
irgendwo zwischen 8 und 9/10!
Feine Geschichte.
Feiner Soundtrack.
Feine vermittelte Stimmung.
Feine Emma.
Feine übrige Besetzung.
Feiner Film.
8/10
Der Film hat mir auch gut gefallen. Allerdings fehlte mir irgendwie etwas zum Topfilm. Vielleicht auch weil es mich ein bisschen zu stark an Garden State (einen meiner Lieblingsfilme) erinnerte. Trotzdem 7/10. Emma ist toll. :love: