Habe gestern Nacht auf RTL im Nachtmagazin einen Bericht über einen neuen Film aus Amerika gesehen. In diesem Film, welcher keine fiktive Story sondern eine Dokumentation ist, wird gezeigt, wie junge Christen in Amerika in einer Art Boot-Camp für den heiligen Krieg gerüstet werden. Es werden 8-jährige darauf gedrillt, Amerika wieder christlich zu führen. Das Jesus Camp erinnert mich etwas an die Trainingslager der Al Kaida. Schaut euch mal den Trailer (http://german.imdb.com/rg/TITLETRA_BIGSTICK/maindetails/title/tt0486358/trailers-screenplay-E28810-10-2) an und guckt ruhig auch mal auf deren Homepage (http://www.jesuscampthemovie.com/) nach, zu was die Amis in Ihrem radikalen Wahn fähig sind. Meiner Meinung nach ein Ergebnis von Bushs christlich-radikaler Anti-Islam-Politik. Aber urteilt selbst. Hier auch noch der IMDb-Link (http://german.imdb.com/title/tt0486358/).
Die spinnen, die Amis :doof: :anime:
Ob nun radikale Christen oder fanatische Muslime. Durch ihre Taten wiederlegen beide ihre Religion. :doof:
Na ja, zu der Meinung der Thread-"Eröffners" schweige ich mal lieber, da sie mal wieder einseitig verallgemeinert ohne Ende (hey, Deutsche sind auch alles Nazis, oder?) ... und im Prinzip sehe ich das wie Corvus, doch wenigstens sprengen Christen keine Häuser, Busse, Flugzeuge, Züge (etc) mit unschuldigen Zivilisten für ihren Glauben in die Luft.
In meinen Augen genauso als Panikmache zu bewerten wie das hier:
http://www.gemeinschaftsforum.com/bbs/index.php/topic,51558.0.html (http://www.gemeinschaftsforum.com/bbs/index.php/topic,51558.0.html) :doof:
Wie schon gesagt; immer noch tausend Mal besser, als flugzeugraubende Islamisten oder radikale Muslime, die Karikaturenzeichnern den Tod androhen.
Zitat von: Man Behind The Sun am 28 September 2006, 17:01:06
Wie schon gesagt; immer noch tausend Mal besser, als flugzeugraubende Islamisten oder radikale Muslime, die Karikaturenzeichnern den Tod androhen.
Da muss ich meinem Vorredner recht geben. Heutzutage ist ein radikaler christlicher Glaube eigentlich immernoch ziemlich freidlich. Wir sollen in den Augen der muslime tolleranter werden. Wie tollerant die Muslime uns gegenüber sind haben wir ja in den letzten Jahren, Monaten, Tagen gesehen. Außerdem bin ich der Meinung, dass in Deutschland lebende Muslime sich unserer Kultur anpassen sollten. Damit meine ich, dass sie sich mit unseren Wertvorstellungen zufrieden geben müssen.
Meiner Meinung nach wird hier mit den selben Methoden gearbeitet, wie bei der Al Kaida, da hier gezielt kleine Kinder mit Themen konfrontiert werden, die sie überhaupt noch nicht überblicken und verstehen können. Diese Kinder werden indoktriniert und so sehr im Sinne dieser Fanatiker für die Organisation eingespannt, daß sie ein normales Leben kaum noch führen können. Jetzt kann man sagen, daß an Jesus und seinen Lehren ja nichts Schlimmes ist, aber wenn es darum geht, daß Christ zu sein das einzig Wahre ist, und daß alle, die das nicht glauben, schlecht/böse sind, dann stimmt da was nicht. Es wird den Kindern in diesen Camps vielleicht nicht beigebracht, wie man tötet (wobei ich mir das auch gut vorstellen kann, wenn ich kleine Kinder in Militäruniform beten sehe), aber die Methoden, mit denen diese Camps arbeiten, sind die selben wie bei der Al Kaida: Indoktrinierung im Kindesalter, Missionierung der Kinder durch Kinder und deren Vorbeter, schwarz-weiß-Malerei in Bezug auf Glauben, Militarisierung der Jugend. Auch wenn das alles nicht dazu führt, daß man Terrorist wird, schürt es jedoch den Hass auf anders Gläubige und trägt in keinster Weise zur Integration bei. Im Gegenteil, Separation ist das Stichwort. Und da in Amerika jeder noch so dumme/radikale Mensch eine Waffe haben kann, mach ich mir da so meine Gedanken drüber.
@STS: OK, ich hab am Ende geschrieben, daß die Amis spinnen. Du hast das wahrscheinlich auf alle Amerikaner bezogen, und in sofern hast du Recht damit, wenn du sagst, ich hätte das verallgemeinert. Ich hätte aber vielleicht noch dazu sagen sollen, daß diese Jesus Camps zwar eine Institution in Amerika ist, die von Amerikanern gegründet und von dem Rest der Amerikaner zumindest geduldet wird, daß diese Camps aber auch enormen Zulauf haben, und bei weitem nicht das einzige Problem sind, welches die Amerikaner haben. Man denke nur mal an deren total überzogenes Recht-/Unrechtsbewußtsein. Ich darf in manchen Staaten Amerikas auf jeden schießen, der mein Grundstück betritt. Wenn jemand terrorverdächtig ist, dann wird er mal eben in Guantanamo Bay eingesperrt, wo er dann gefoltert wird, und erst Monate später festgestellt werden muß - da es dort anscheinend noch nicht angekommen ist - daß diese Vorgehensweise gegen die Genfer Konventionen verstößt. Außerdem ist Amerika mit eins der wenigen Länder, welches nicht damit einverstanden ist, daß die Welt sich auf den Umweltschutz konzentrieren will, und dies einfach links liegen läßt (Kyoto-Protokoll). Des weiteren ist Amerika ein Land, wo die Todesstrafe zwar auf Bundesebene verboten, auf Landesebene aber trotzdem praktiziert wird. Es sollte sich mal ein hessischer Richter wagen, gegen jemanden die Todesstrafe zu verhängen. Dann wären da noch Institutionen wie die Scientology, die in Amerika als anerkannte Kirche zählt, obwohl sie eindeutig mit sektenähnlichen Methoden arbeitet. Oder nehmen wir den Ku-Klux-Klan, der zwar längst nicht von jedem unterstützt wird, der aber mehr aktive Mitglieder als aktive Gegner hat.
Ich denke, das sind schon einige Gründe, die dafür sprechen, daß die Amis ein kleines bißchen spinnen. Ich kann auch gerne noch mehr aufzählen. Auch wenn nicht alle Amerikaner diese Praktiken gut heißen, sind sie dennoch stolz auf ihr Land, in dem es möglich ist, so etwas zu tun. Und genau das ist das Argument für mich, warum die Amis spinnen. Ich erwarte auch nicht, daß ihr meiner Meinung seid, aber man sollte zumindest bereit sein, meine Meinung zu verstehen, und nicht gleich mit platten Argumenten wie "Deutsche sind auch alle Nazis" kommen, nur weil man anderer Meinung ist.
Das Problem,so wie ich es sehe, ist einfach, dass Religion/-en heutzutage nicht mehr den Stellenwert hat wie vor Jahrzehnten. Die Menschen sind nicht mehr so konservativ wie früher, was dazu führt,dss sie nicht mehr alles einfach so hinnehmen ( in Bezug auf Religion) wie damals. Da kommt doch son Camp genau richtig für einige Menschen.
Das mag jetzt etwas Offtopic sein oder kindisch klingen,aber ich denke, dass die katholische Kirche so etwas wie eine Mafia unter dem Deckmantel des glaubens ist, die die Gutmütigkeit der Menschen ausnutzt, die durch eine Tragödie in ihrem Leben sich an den Glauben klammern.
Bsp.: Ich war vor einigen Wochen zu einer Kommunion von meinem Cousin (11 Jahre oder so). Bevor alles anfing stellte ich mich in die hinterste Ecke um ein paar Fotos zu schießen (man will sich ja daran erinnern). Plötzlich kommt jemand auf mich zu und bittet mich das Fotografieren zu unterlassen, da es einige gläubige Anwesenden stören könnte und es im Hause Gottes nicht gerne gesehen wird! BITTE? Glatte 10 min. später ( Zeremonie hat schon angefangen) spricht der Pfarrer seinen Text runter und weist uns alle darauf hin, dass während der Kommunion Fotos von einem professionellen Fotografen gemacht werden, die man dann danach käuflich erwerben könne.
Natürlich ging wieder die Kollekte rum und angeblich wäre das Geld für Kinder und blablabla. Fakt is jedoch,dass an den Seitenwänden der Kirche große Zettel hingen auf denen ein Grundriss von der zukünftig renovierten Kirche zu sehen war. Ganz beiläufig war natürlich noch der Preis für die Renovierung mit drauf. 100.000 €!!
Darunter stand, dass jeder der das Haus Gottes erhalten möchte, etwas am Eingang spenden könnte. Als ob das Geld aus der Kollekte nicht später mit dem Geld der Renovierung zusammen in ein Pott geworfen wird. Glauben ist alles!
Zitat von: The Corvus am 28 September 2006, 18:27:44
Bsp.: Ich war vor einigen Wochen zu einer Kommunion von meinem Cousin (11 Jahre oder so). Bevor alles anfing stellte ich mich in die hinterste Ecke um ein paar Fotos zu schießen (man will sich ja daran erinnern). Plötzlich kommt jemand auf mich zu und bittet mich das Fotografieren zu unterlassen, da es einige gläubige Anwesenden stören könnte und es im Hause Gottes nicht gerne gesehen wird! BITTE? Glatte 10 min. später ( Zeremonie hat schon angefangen) spricht der Pfarrer seinen Text runter und weist uns alle darauf hin, dass während der Kommunion Fotos von einem professionellen Fotografen gemacht werden, die man dann danach käuflich erwerben könne.
Natürlich ging wieder die Kollekte rum und angeblich wäre das Geld für Kinder und blablabla. Fakt is jedoch,dass an den Seitenwänden der Kirche große Zettel hingen auf denen ein Grundriss von der zukünftig renovierten Kirche zu sehen war. Ganz beiläufig war natürlich noch der Preis für die Renovierung mit drauf. 100.000 €!!
Darunter stand, dass jeder der das Haus Gottes erhalten möchte, etwas am Eingang spenden könnte. Als ob das Geld aus der Kollekte nicht später mit dem Geld der Renovierung zusammen in ein Pott geworfen wird. Glauben ist alles!
Und genau das ist es, was Kirche so unsympathisch macht. Im Prinzip ist sie nämlich keinen Deut besser, als irgendein Mega-Konzern, der Kohle ohne Ende scheffelt. Scheinheilig bis zum Gehtnichtmehr sind diese Brüder; obendrein noch konservativ bis ins Mark, und, wenn denn mal ein solcher Fall wie Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche passiert, decken sich die Schweine auch noch gegenseitig.
Das mit den Fotos ist natürlich die absolute Höhe. Da hätte ich den Pfarrer aber mal gehörig drauf angesprochen.
Sorry fürs Offtopic und den Ton, aber @splatmat: Was zum Teufel erzählst Du da für einen unglaublichen Bullshit? :anime:
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 17:53:28
Man denke nur mal an deren total überzogenes Recht-/Unrechtsbewußtsein. Ich darf in manchen Staaten Amerikas auf jeden schießen, der mein Grundstück betritt.
Während hier Erschießungen von z.B. Rudi Dutschke gefordert wurden. Im übrigen: Quelle? Wie häufig kommt das vor?
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 17:53:28
Wenn jemand terrorverdächtig ist, dann wird er mal eben in Guantanamo Bay eingesperrt, wo er dann gefoltert wird, und erst Monate später festgestellt werden muß - da es dort anscheinend noch nicht angekommen ist - daß diese Vorgehensweise gegen die Genfer Konventionen verstößt.
Was erstens schon falsch dargestellt ist (gilt "nur" für im Ausland aufgegriffene Ausländer etc.) und zweitens nicht erklärt, wo darin der grundsätzliche Unterschied zur Folterdebatte im Fall Gäfgen oder der Beteiligung deutscher Beamter an den Verhören von gefolterten Verdächtigen in syrischen oder afghanischen Gefängnissen liegt oder in Guantanamo selbst. Ach ja, im einen Fall sinds die bösen Amis... (also natürlich quasi alle - dass es dort auf der anderen Seite auch Organisationen wie die ACLU gibt, von deren Schlagkraft sich hiesige Organisationen ruhig ne Scheibe abschneiden könnten, ist natürlich egal wenn es darum geht, Vorurteile zu verteidigen)
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 17:53:28
Außerdem ist Amerika mit eins der wenigen Länder, welches nicht damit einverstanden ist, daß die Welt sich auf den Umweltschutz konzentrieren will, und dies einfach links liegen läßt (Kyoto-Protokoll).
Dass "die Welt sich auf den Umweltschutz konzentriert" (außer den bösen Amis natürlich), ist mir neu. Im Zweifel gibt doch nicht der Umweltschutz den Ausschlag, sondern das Arbeitsplatzargument. Und dass die Amis bei einem Abkommen nicht mitmachen, bei dem sie überdurchschnittlich benachteiligt werden (aufgrund der Tatsache dass zB deren Industrie in der Zwischenzeit gewachsen ist -> mehr Abgase -> strengere Maßnahmen zur Umsetzung erforderlich, während die BRD das Abkommen schon fast allein durch den Verlust an industrieller Produktion einhalten kann....), liegt nicht daran, dass sie besonders böde oder böse sind, sondern an einem System dass auf Nationalstaaten im wirtschaftlichen Wettbewerb setzt.
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 17:53:28
Des weiteren ist Amerika ein Land, wo die Todesstrafe zwar auf Bundesebene verboten, auf Landesebene aber trotzdem praktiziert wird. Es sollte sich mal ein hessischer Richter wagen, gegen jemanden die Todesstrafe zu verhängen.
Was soll dass werden, wenns groß ist? Ein Argument? :00000109: Die USA haben aus geschichtlichen Gründen also eine andere Verteilung der Gesetzgebungskompetenzen - und? Mal ganz davon abgesehen gibt es auch für Straftaten nach US-Bundesrecht die Möglichkeit der Todesstrafe. Und wie es hier aussehen würde, wenn man tatsächlich "das Volk" entscheiden lassen würde, will ich mir lieber nicht ausmalen.
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 17:53:28
Dann wären da noch Institutionen wie die Scientology, die in Amerika als anerkannte Kirche zählt, obwohl sie eindeutig mit sektenähnlichen Methoden arbeitet.
Ich weiss nicht, was Du mit anerkannter Kirche meinst. Eine Körperschaft öffentlichen Rechts wie hierzulande die katholische Kirche o.ä. sind sie soweit ich weiss nicht. Z.T. wird ihr (nicht nur in den USA, und in den USA erst nach 26-jähriger Prozessführung) als Non-Profit-Organisation Steuerermäßigung gewährt. Wichtiger: Dass viele in den USA den einzelnen Menschen eher mehr Freiraum zubilligen (nach dem Moto: wenn die Bock auf so was haben, sollen sie doch) statt Vater Staat entscheiden zu lassen, was gut für mich ist, ist für manch einen Deutschen oder anderen Menschen vielleicht etwas unheimlich - aber auch wenn man da anderer Meinung sein kann, macht sie das nicht zu "Spinnern", geschweige denn dass sie sich in einem "radikalen Wahn" befänden.
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 17:53:28
Oder nehmen wir den Ku-Klux-Klan, der zwar längst nicht von jedem unterstützt wird, der aber mehr aktive Mitglieder als aktive Gegner hat.
Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass Du glaubst, in den USA gäbe es weniger als 3000 Klangegner? :doof:
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 17:53:28
Ich denke, das sind schon einige Gründe, die dafür sprechen, daß die Amis ein kleines bißchen spinnen. Ich kann auch gerne noch mehr aufzählen. Auch wenn nicht alle Amerikaner diese Praktiken gut heißen, sind sie dennoch stolz auf ihr Land, in dem es möglich ist, so etwas zu tun. Und genau das ist das Argument für mich, warum die Amis spinnen. Ich erwarte auch nicht, daß ihr meiner Meinung seid, aber man sollte zumindest bereit sein, meine Meinung zu verstehen, und nicht gleich mit platten Argumenten wie "Deutsche sind auch alle Nazis" kommen, nur weil man anderer Meinung ist.
Nur damit ich das richtig verstehe: auch wenn Amis zB Scientology doof finden - dadurch dass sie stolz darauf sind, dass sich "ihr Land" im Zweifel für die Religionsfreiheit entscheidet, sind sie halt Spinner. Andererseits: dass viele auf Deutschland stolz sind, während hier Richter, Politiker etc es okay finden, wenn jemand gefoltert wird, dann hast Du damit kein Problem (zumindest hast Du da nix drüber geschrieben, kann natürlich auch sein, dass Du den Grundsatz verfolgst, zuerst vor anderer Leute Türe zu kehren - oder wie ging der noch?
@ Travelling Matt: Danke! Hatte selbst keine Lust, die ganzen Sachen aufzudröseln.
Ok, das was splatmat sagt, ist vielleicht wirklich ein wenig übertrieben - aber ganz freisprechen, bzw. verteidigen, so wie Travelling Matt, würde ich die Amis auch nicht unbedingt. Die haben schon teilweise wirklich heftige Ansichten - angefangen bei dem immer wieder gerne als Beispiel genommenen Waffenrecht, über die Todesstrafe, bis hin zu ihrem übertriebenen Christentum und der damit verbundene Glaube (was ja kein Fehler sein muss, sollen die doch glauben, was sie wollen).
Vom Rassismus will ich gar nicht erst anfangen. Ich will es mal so ausdrücken: In den USA werden Deutsche regelmäßig als Nazis beschimpft oder mit dem Hitlergruß begrüßt und damit aufgezogen. Wenn man sich gewisse Filme ansieht, sind die Deutschen entweder total bescheuert (siehe Indy und der letzte Kreuzzug) oder werden mit Hitlerdeutschland in Verbindung gebracht (z.B. in einigen Simpsons - Folgen). Genau so mit den Russen: Die sind IMMER böse und grausam (siehe Rocky 4). Da werden Ideologien vertreten, die teilweise aufs Extremste von den Amis nahezu genau so kopiert werden; ich denke da an die weitverbreitete Feindseligkeit der weißen Amerikaner gegenüber den Afroamerikanern und der hispanischen Bevölkerung. Die Paranoia der in Amerika lebenden Schwarzen, ständig benachteiligt oder ausgegrenzt zu werden, kommt nicht von irgendwo her - obwohl ich zugeben muss, dass hier auch teilweise etwas übertrieben wird.
Fazit: Man kann Amerika weder gut- noch schlechtreden. Lasst es also einfach.
ZitatOk, das was splatmat sagt, ist vielleicht wirklich ein wenig übertrieben
Was du aber gepostet hast mitunter auch. Denn die ganze Kirche über den Haufen der Scheinheilligkeit zu ziehen, ist genauso falsch! Sicher, was die ganzen Oberen- und auch was so einige der "kleineren" Gemeindenführer angeht, ist es leider, leider wirklich so. Aber wenn ich gerade an den (leider schon vor gut 7 Jahren verstorbenen) Pfarrer aus meiner Gemeinde denke, vor dem ziehe ich immer noch meinen Hut. So einen guten, beruhigenden und ehrlichen Menschen habe ich bis heute wirklich nie wieder getroffen.
Es kommt einfach immer darauf an, wie jeder einzelne Gläubige seinen Glauben auslegt. Und wer ihn so auslegt wie er eigentlich auch gedacht ist (und das ist nunmal doch unterm Strich noch die überwiegende Mehrheit), den kann man definitiv nicht kritisieren. Und grundsätzlich zu sagen, die Kirche wäre nur noch ein reines Kommerzprodukt, dass ist einfach falsch! Es ist leider ein sehr negativer Askpekt, der den Kirchen heutzutage oft anhaften mag, aber auf keinen Fall der Einzige!
<Hankey, heutzutage weder Kirchgänger noch Gläubiger, aber auch keiner der die Kirche in jeder Hinsicht verdammen würde, da sie vielen Menschen, trotz aller (teils definitiv zutreffender, teils übertriebener) Kritikpunkte, eben auch gut zu tun scheint, ohne das sie gleich solche falschen Radikalos wie in diesem Film werden.>
@ Man Behind The Sun: Schau Dir mal dieses Land an - ich sag nur Wahrverhalten der Menschen (hauptsächlich) im Osten, zu lasche Strafen bei Sexualstraftätern etc. Damit könnte man auch Seiten füllen. Ich selbst habe 6 Jahre in den USA gelebt, bin regelmäßig im Urlaub dort und wurde noch nie als Nazi bezeichnet - im Gegenteil: man steht dort den Deutschen recht positiv gegenüber (die Franzosen haben es da wesentlich schwerer) - das ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung. ;)
Zitat von: Man Behind The Sun am 28 September 2006, 20:43:11
In den USA werden Deutsche regelmäßig als Nazis beschimpft oder mit dem Hitlergruß begrüßt und damit aufgezogen. Wenn man sich gewisse Filme ansieht, sind die Deutschen entweder total bescheuert (siehe Indy und der letzte Kreuzzug) oder werden mit Hitlerdeutschland in Verbindung gebracht (z.B. in einigen Simpsons - Folgen). Genau so mit den Russen: Die sind IMMER böse und grausam (siehe Rocky 4).
Also was den Hitlergruß angeht, habe ich da noch nie etwas erlebt oder gehört. Kann natürlich vorkommen, aber es sind eben auch nicht alle Leute, denen man irgendwo auf der Welt begegnet, denk- und reflektionsfähige Genies...
Was die Filme angeht, ist das IMO schon lange nicht mehr so schlimm, grade angesichts seiner Geschichte ist Deutschland da insgesamt gesehen immer noch ganz fair weggekommen. Außerdem, was interessiert es mich, wenn irgendwelche Scheiß-Nazis als Schurken verheizt werden...
Als Trivial-Schädlinge sind sie, grade aus internationaler Sicht, nunmal sehr gut geeignet.
Natürlich kann es nerven, wenn das eigene Land immer in Verbindung mit Bösewichtern oder Lederhosen tragenden Bayern dargestellt wird. Aber warum soll man von einer anarchisch-spaßigen Show wie den Simpsons plötzlich erwarten, dass die Deutschen da ganz toll und differenziert dargestellt werden. Ist das dann eine Enttäuschung, weil die Serie die ganzen dummen Amerikaner nicht über die Wahrheit aufgeklärt hat?
Dort wie hier (wobei "dort" zudem auch noch verdammt groß ist) gibt es eben dumpfe Hohlköpfe, die von der Welt keine Ahnung haben, die Ihre Bildung noch nicht mal aus dem TV haben und die nicht zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können.
Die USA haben grade eine üble Regierung, es gibt viele Hinterwäldler, religiöse Fanatiker und Rassisten - darüber kann ich mich auch genauso wie andere hier aufregen. Aber hey, die laufen hier doch auch herum...und zwar nicht zu knapp, sie müssten nur ein wenig lauter grunzen und gröhlen, schon wäre er wieder dahin, der gut Ruf.
Bei Filmen wie "Eurotrip" sollte man bedenken, dass man meist selber genau die gleichen Klischees von Italienern, Höllandern, Osteuropäern, etc. im Hinterkopf hat, wie die Amis und darüber lachen kann. Nur wenn man dann selber an der Reihe ist, hört der Spaß auf...
Natürlich sind das alles Themen, die diskussions- und kritkwürdig sind, aber die ewig gleichen Klischeevorstellungen und Verallgemeinerungen, die so oft freudig lechzend vorgetragen werden, sind einfach nur platt und widersprechen den hohen Maßstäben, die man offenbar so gerne an andere anlegt. Was macht man denn dann, wenn man einen ganz doll imperialistischen und blöden Ami trifft und der erzählt einem plötzlich, dass er es gut findet, dass hier nicht so viel mit großen spritfressenden Wagen ausgiebig durch die Gegend gefahren wird (ist mir echt passiert)? Knuddelt man den dann, weil es ein aus der Art geschlagener Überläufer ist?
Alles klar, ich hab mich vertan. Amerika ist das beste Land der Welt und die Leute da sind alle unheimlich intelligent und gar nicht kriegstreiberisch. Deswegen gibt es da auch gar keine Bandenkriege mit Waffen, die die aus ihrem übertriebenen Liberalismus heraus überhaupt haben dürfen. Und es gibt da auch für jeden Menschen einen Arbeitsplatz mit sozialer Absicherung, der gewährleistet, daß man im Krankenhaus ordentlich behandelt wird. Genauso wenig gibt es da offen ausgelebten Rassismus. Ich hab diese komischen weißen Zipfelmützen ja auch bisher nur im Fernsehen gesehen und kann daher zu diesem Thema gar nichts sagen. Ich habe mich auch geirrt, als ich geglaubt habe, das es seit Ewigkeiten kein Jahrzehnt mehr gegeben hat, in dem die Amerikaner nicht im Krieg gewesen sind. Als ich gesagt habe, die Amis sind zu Unrecht stolz auf ihr Land, habe ich mich deshalb natürlich auch geirrt. Und genauso dumm war ich anscheinend auch, als ich euch unterstellt habe, ihr könntet meine Argumentation auch nur ansatzweise verstehen.
So kann man sich irren.
@Man behind the Sun: Wie konntest du überhaupt auf meine Argumentation eingehen, wo doch alles falsch ist, was ich gesagt habe...tss...Erkenne ich da etwa amerikafeindliche Tendenzen? :nono:
Ich habe nie gesagt, daß ihr meine Meinung teilen sollt, aber wenn ihr Amerika nun als das Gegenteil von dem darstellen wollt, was ich geschrieben habe, dann seid ihr ebenso auf dem Holzweg. Der Mann hinter der Sonne hat da schon Recht. Ich bin in meinen Aussagen vielleicht manchmal zu hart und polarisierend von mir aus auch, aber widerlegt die Aussagen erstmal, bevor ihr auf meine Art der Argumentation eingeht. Und nur weil es hier in Deutschland auch Mißstände gibt, über die ich an anderer Stelle gerne auch herziehen kann, heißt das noch lange nicht, daß es da drüben gut ist, so wie es ist. Für mich ist und bleibt Fanatismus eine Gefahr, egal wie er sich äußert, und diese "Jesus Camps" haben nunmal nix mit harmlosen Pfadfindertreffen gemeinsam.
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 22:13:07...diese "Jesus Camps" haben nunmal nix mit harmlosen Pfadfindertreffen gemeinsam.
Doch, da werden kleine Jungs...öhm...nunja.... :icon_mrgreen:
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 22:13:07Für mich ist und bleibt Fanatismus eine Gefahr, egal wie er sich äußert, und diese "Jesus Camps" haben nunmal nix mit harmlosen Pfadfindertreffen gemeinsam.
Das hat ja auch keiner bestritten, nur handelt es sich um eine Minderheit, so wie die Rechtsradikalen hier. Klar ist das Land christlich ausgerichtet, aber doch nicht mehrheitlich so radikal wie in jenem Film. Das sind erz-christliche Fanatiker - vergleichbare Sekten / Glaubensanhänger gibt es überall auf der Welt in Massen. Diese Leute sind selbst in den USA umstritten und werden angesichts ihrer Auffassungen gleichwohl abgelehnt und kritisiert - das kann man doch zur Zeit überall in den Medien im Rahmen der Berichterstattung zu dem Streifen sehen und hören. Wie ich ganz zu Beginn bereits geschrieben habe: Diese Verallgemeinerungen sind so, als würde man sagen, alle in D sind rechts gegenüber sehr freundlich gesinnt.
Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 22:13:07
Ich habe nie gesagt, daß ihr meine Meinung teilen sollt, aber wenn ihr Amerika nun als das Gegenteil von dem darstellen wollt, was ich geschrieben habe, dann seid ihr ebenso auf dem Holzweg. Der Mann hinter der Sonne hat da schon Recht. Ich bin in meinen Aussagen vielleicht manchmal zu hart und polarisierend von mir aus auch, aber widerlegt die Aussagen erstmal, bevor ihr auf meine Art der Argumentation eingeht. Und nur weil es hier in Deutschland auch Mißstände gibt, über die ich an anderer Stelle gerne auch herziehen kann, heißt das noch lange nicht, daß es da drüben gut ist, so wie es ist. Für mich ist und bleibt Fanatismus eine Gefahr, egal wie er sich äußert, und diese "Jesus Camps" haben nunmal nix mit harmlosen Pfadfindertreffen gemeinsam.
Niemand sagt, dass alles was Du kritisiert hast in Wahrheit ganz toll und in Butter ist, es gibt da auch nichts zu widerlegen.
Aber:Zitat von: splatmat1 am 28 September 2006, 22:13:07
Alles klar, ich hab mich vertan. Amerika ist das beste Land der Welt und die Leute da sind alle unheimlich intelligent und gar nicht kriegstreiberisch. Deswegen gibt es da auch gar keine Bandenkriege mit Waffen, die die aus ihrem übertriebenen Liberalismus heraus überhaupt haben dürfen. Und es gibt da auch für jeden Menschen einen Arbeitsplatz mit sozialer Absicherung, der gewährleistet, daß man im Krankenhaus ordentlich behandelt wird. Genauso wenig gibt es da offen ausgelebten Rassismus. Ich hab diese komischen weißen Zipfelmützen ja auch bisher nur im Fernsehen gesehen und kann daher zu diesem Thema gar nichts sagen. Ich habe mich auch geirrt, als ich geglaubt habe, das es seit Ewigkeiten kein Jahrzehnt mehr gegeben hat, in dem die Amerikaner nicht im Krieg gewesen sind. Als ich gesagt habe, die Amis sind zu Unrecht stolz auf ihr Land, habe ich mich deshalb natürlich auch geirrt. Und genauso dumm war ich anscheinend auch, als ich euch unterstellt habe, ihr könntet meine Argumentation auch nur ansatzweise verstehen.
Der Versuch Sachverhalte mal etwas differenzierter anzugehen, nicht immer sofort von einem auf das andere zu schließen und nicht jedes Mal, wenn jemand andere Aspekte eines Themas anspricht, zu so einem, von oben herab geführten und inhaltlich unpassenden Rundumschlag auszuholen, wäre doch auch mal eine Überlegung wert, oder?
Zitat von: StS am 28 September 2006, 21:25:35
@ Man Behind The Sun: Schau Dir mal dieses Land an - ich sag nur Wahrverhalten der Menschen (hauptsächlich) im Osten
Was soll denn das jetzt schon wieder??? Bitte nicht noch mehr dumme Vorurteile ueber Ostdeutschland! Oder glaubst du echt hier leben NUR primitive Rechtsradikale und Rassisten?
Nicht mehr und nicht weniger als im Westen, nur das die Bastarde hier sich offen zeigen und nich mehrheitlich verstecken wie drueben.
Nur zur Info als Sharp-Skin bekaempfe ich die Schweine wo ich kann, aber Vorurteile tragen nur dazu bei das die Spaltung in den Koepfen weiterhin bleibt.
Cheers & Oi!
Zitat von: Vinyard Vaughn am 29 September 2006, 11:24:03
Was soll denn das jetzt schon wieder??? Bitte nicht noch mehr dumme Vorurteile ueber Ostdeutschland! Oder glaubst du echt hier leben NUR primitive Rechtsradikale und Rassisten?
Das hast Du nun aber völlig mißverstanden!
In der ganzen Diskussion hier geht es doch im Endeffekt darum, dass man eine überschaubare Gruppe von extrem denkenden Menschen herauspickt und die Sache stark aufbauscht bzw verallgemeinert - sprich: von den erz-Christen im Jesus Camp auf die gesamte USA schließt. Das wäre ungefähr so, als würde man die Nazis (und ihre Wählerschaft) im Osten (wo die Verbreitung nunmal stärker bzw öffentlicher ist als im Westen) als Beispiel für das Denken und Handeln in D (gesamt) heraussuchen. Trotzdem muß ich gestehen, dass die Situation in den neuen Bundesländern doch leicht über Vorurteile hinausgeht, denn sie ist ja immer wieder in den Nachrichten zu finden, aber darauf will ich ja hiermit gar nicht hinaus. Es geht mir vor allem daraum, dass gerade NICHT verallgemeinert wird - weder hier in unserem Lande noch in den USA. Auch unser Land hat Probleme - und da halte ich es für leicht überzogen, "jedes" Problem (dieser Größenordnung) auf der anderen Seite des Atlantiks rauszupicken, überzubewerten und als Beleg für eine oberflächliche "das Land ist ja völlig kaputt"-Meinung heranzuziehen.
@ STS,
schon gut, habs ja eigentlich kapiert. :respekt:
Ich krieg trotzdem immer leicht n Rappel wenn ich immer wieder Ostdeutschland in Verbindung mit Rechten hoere. Verallgemeinerungen und Schubladendenken sind ueberfluessig, aber ich glaube keiner von uns kann sich volkommen frei davon sprechen. Ob uns das lieb is oder nicht.
Cheers & Oi!
Zitat von: Vinyard Vaughn am 29 September 2006, 12:03:30
@ STS,
schon gut, habs ja eigentlich kapiert. :respekt:
Ich musste es ja trotzdem richtig stellen - nachher glaubt einer, dass ich wirklich in solchen extremen Schubladen denke.