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Gemeinschaftsforum => Der phantastische Film => Thema gestartet von: StS am 26 Oktober 2017, 15:58:54

Titel: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: StS am 26 Oktober 2017, 15:58:54
(https://abload.de/img/winchesterteaserpostew8p3h.jpg)

Inspired by true events. On an isolated stretch of land 50 miles outside of San Francisco sits the most haunted house in the world. Built by Sarah Winchester, (Academy Award winner Helen Mirren) heiress to the Winchester fortune, it is a house that knows no end. Constructed in an incessant twenty-four hour a day, seven day a week mania for decades, it stands seven stories tall and contains hundreds of rooms. To the outsider it looks like a monstrous monument to a disturbed woman's madness. But Sarah is not building for herself, for her niece (Sarah Snook) or for the brilliant Doctor Eric Price (Jason Clarke) whom she has summoned to the house. She is building a prison, an asylum for hundreds of vengeful ghosts, and the most terrifying among them have a score to settle with the Winchesters...

Winchester is written and directed by Michael and Peter Spierig (Predestination, Daybreakers), and produced by Tim McGahan and Brett Tomberlin.


http://www.youtube.com/watch?v=vseYaPR6hgI
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: Hitfield am 26 Oktober 2017, 16:13:52
Diese Geschichte interessiert mich schon seit langer Zeit. War überfällig, dass sie mal anständig und hochkarätig besetzt verfilmt wird.

Die "Drei ???"-Folge Nr. 131 "Haus des Schreckens" basiert übrigens lose auf der Geschichte:

(https://abload.de/img/ddf131amkep.jpg)
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: Private Joker am 26 Oktober 2017, 16:49:03
Stephing King himself hat sich doch schon für die TV-Miniserie "Haus der Verdammnis" samt überflüssigem Prequel vom Winchester House inspirieren lassen, zu dem die Meinungsführer hier seinerzeit auch recht unterschiedliche Bewertungen abgaben (Hankey 9, Moonshade 3). Meine mich zu erinnnern (genauergesagt hatte ich das in ein kurzes Review zum Prequel reingeschrieben) dass ich die Serie seinerzeit eigentlich ganz o.k.fand.

Generell liest sich das da oben auch nicht unbedingt hochseriös und ein bisschen nach einem Supernatural-Plot, und trotz des ES-Erfolges droht da eher eine DVD-Premiere oder ein Alibi-Kinostart. Aber wenn der Herbst kommt, nimmt man auch schon mal Gruselunfug.
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: Moonshade am 26 Oktober 2017, 17:19:25
Helen Mirren in einer Neu-Version von "13 Ghosts" - ich bin dabei!!!  :icon_mrgreen:
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: StS am 20 Dezember 2017, 19:34:06
(https://abload.de/img/winchester-345154id1efnp5z.jpg)
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: StS am 4 Januar 2018, 20:29:38
http://www.youtube.com/watch?v=Z3XRI55m12o
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: Private Joker am 2 Februar 2018, 11:43:40
War zu befürchten - der mal wieder verdächtig spät aufgetauchte RT-Score steht bei satten 0 %.

Tja, schade, wird dann hierzulande vermutlich nur auf Disc erscheinen. So reizvoll preiswerte Horrorfilme für die Profitmaximizer bei den Studios auch sind (geringe Kosten, hohe Renditechancen, und wenn es nix wird, ist der Verlust gering), so wenig schafft es Hollywood, eine verlässliche Plattform für soliden, vernünftig produzierten und besetzten Midprize-Horror zu schaffen Da wechseln sich vereinzelte Riesenhits (ES) mit echten Kassen-U-Booten (Cure for Wellness, Mother) ab. Das mag nicht in jedem Fall direkt mit der Qualität zu tun haben, aber den Dreh mit einem soliden Geisterhorror abseits der Wan-Schiene zu finden, sollte doch nicht sooo schwer sein.
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: Moonshade am 2 Februar 2018, 12:48:24
Gut, das basiert (NOCH) auf gerade mal 8 Reviews, aber die Tendenz ist klar (Metacritic steht bei 21!!!), aber ich hatte eh nicht das Gefühl, dass die Spierigs inspirierte Filmemacher sind, das ist imho eher solide B-Ware (wie der arg mittelprächtige "Daybreakers").
Aber wenn die B-Regisseure dann auch noch das eigentliche Drehbuch neu geschrieben haben...hm...

Offenbar sind mit Wan und Blumhouse die Ansprüche für Spar-Horror doch gewaltig gestiegen...interessieren tut mich Winchester aber dennoch...

PS: Nochmals zu erwähnen: "mother!" ist kein Horrorfilm! (Was am Kassenflop natürlich nichts ändert...)
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: MMeXX am 9 März 2018, 21:49:34
Zitat von: Private Joker am  2 Februar 2018, 11:43:40Tja, schade, wird dann hierzulande vermutlich nur auf Disc erscheinen.
Nee, kommt tatsächlich auf einige der großen Leinwände ab 15.03.

Ich bin durchaus angefixt, erwarte mir aber auch nichts Großartiges.
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: PierrotLeFou am 28 März 2018, 04:01:29
Ich mochte den halbwegs... Würde den schon über der IMDb-Wertung (und erst recht über diesem metascore) verorten. Gut, ich habe diese Gerüchte um Motivationen in der Winchester-House-Geschichte anders in Erinnerung als sie im Film Verwendung finden, aber einen übernatürlichen Horrorfilm schaue ich mir ja auch nicht an, um wahre Begebenheit sauber abgebildet vorzufinden.

Helen Mirren wertet den Film ziemlich auf, aber auch Jason Clarke und Sarah Snook haben ihren Rollen durchaus Präsenz verleihen können... und auch Angus Sampson kommt einmal mehr recht charismatisch in seiner kleinen Rolle rüber.
Der eigentliche Star ist freilich das Haus. Einige Räumlichkeiten beeindrucken schon sehr, die Verzwickheit der Anlage wird dann aber doch eher durch den Dialog transportiert, was natürlich schade ist. Die Geistererscheinungen zielen meist auf jump scares ab, aber im Verlauf der Handlung gewinnen auch sie an Profil - bzw. machen sie mit Negersklaven und Indianern die Geschichte des Films, die Geschichte der Winchester zu einer Geschichte über den gewaltgesättigten Gründungsmythos der USA samt Sezessionskrieg; vor diesem Hintergrund wird dann auch die aktuelle Waffengesetz-Debatte berührt...
Leider entscheidet sich der Film letztlich für das "Das beste Mittel gegen einen schlechten Mann mit einer Waffe ist ein guter Mann mit einer Waffe"-Argument und gerade
Spoiler: zeige
das Abfeuern der Winchester beend
et das ärgste Treiben (vorübergehend bis zum unheilvollen Schlussgag).

Gut, wie sehr das deutsche Brüderpaar in dieser vor allem australischen Produktion ein Statement über die US-Geschichte des Schusswaffengebrauchs abgeben wollten, sei einmal dahingestellt... zumindest scheint ihnen ab dem mittelprächtigen "Undead" (2003) eine Faszination für Waffen zu eigen zu sein.

Verglichen mit "The Haunting" (1999) oder "Insidious: The Last Key" (2018) ist mir dieser Film allemal lieber. Ich würde den durchaus auf einer Stufe kleinerer Spukhaus-Hits wie "Legend of Hell House" (1973), "The Changeling" (1980), "House on Haunted Hill" (1999) oder "Grave Encounters" (2011) sehen, der an große Klassiker wie "The Haunting" (1963), "The Innocents" (1961) oder "Shining" (1980) freilich nicht einmal annähernd heranreicht...
Dabei lassen Teilaspekte des Films durchaus erahnen, welches Potential man hier verschenkt hat... Immerhin geht es hier um eine nicht erst seit "Winchester '73" (1950) enorm populäre Waffe, die einen Großteil des US-Gründungsmythos ikonisch verkörpert. Das wird aber bloß angeschnitten und mehr Interesse zeigt der Film am Klima des Okkultismus... Immerhin wird dieses soziale Phänomen halbwegs ernsthaft behandelt, ehe der Film dann in naivere "Es gibt tatsächlich Geister"-Gefilde abrutscht, an welche aber immerhin relativ sauber das eigene, individuelle, kleine Drama der Hauptfigur anknüpft.
Und immerhin ist er trotz jump scares und mancher Schockeffekte doch in seinem Tempo angemessen betagt... Wenn man Geisterhausfilme und das Setting um 1900 mag, macht man hiermit, solange man nichts Umwerfendes erwartet, sicher nichts falsch... (Gute 6/10.) Aber "Crimson Peak" oder "The Woman in Black" waren dann in den 2010ern doch die empfehlenswerteren Streifen...
Titel: Re: Winchester: The House that Ghosts built
Beitrag von: MMeXX am 28 März 2018, 16:06:49
Ein Film, der sich so verwinkelt gibt, wie das Haus, in der er größtenteils spielt. Während ich bei einigen Aspekten nicht weiter darüber nachdenke, wie selbstverständlich sie dargestellt werden (die pausenlos arbeitenden Handwerker), gibt es dann doch einiges an Kopfkratzen, wieso, weshalb, warum. Der Grundkniff rund um das Haus und den selbstaufgeladenen Problemen, welche die Winchester-Witwe mit sich trägt, ist interessant, lediglich der Funke will nie recht überspringen.

Abgesehen von Jason Clarkes Kopfstoß bei der nächtlichen Erkundung war der beste Witz des Filmes für mich, wer hier im Laufe der Geschichte sterben muss.
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