Autoren-Thread: ChristiansFoyer

Erstellt von ChristiansFoyer, 5 März 2010, 13:19:46

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ChristiansFoyer

5 März 2010, 13:19:46 Letzte Bearbeitung: 5 März 2010, 16:58:07 von ChristiansFoyer
buenos días @ all!

Da ich hier im Forum wahrscheinlich noch kein besonders bekannter Name bin ein paar kurze Worte: ich schreibe seit rund 1 1/2 Jahren Reviews und anderes zum Thema Film, seit längerem poste ich die Kritiken auch in der OFDb. Hauptsächlich werkel ich aber an meinem Blog, weshalb mir leider meistens die Zeit fehlt, hier mitzudiskutieren, aber immerhin verfolge ich dieses Forum recht regelmäßig.

Da ich auf mehreren Plattformen tätig bin bleibt Feedback zwar nicht aus, beschränkt sich aber meist auf ein, zwei Sätze. Weiterentwicklung in Form von Lob und Kritik ist aber natürlich nie verkehrt und drum (und ermutigt dadurch, dass es meine Up in the Air-Kritik immerhin zum Review-Tipp gebracht hat ;)) dachte ich mir, ich mach hier einfach mal diesen Thread auf.

Meine Review-Liste:
http://www.ofdb.de/view.php?page=poster&Name=78928&Kat=Review

Wer Interesse hat darf gern auch mal hier vorbeischauen:
http://christiansfoyer.wordpress.com/

Freue mich auf und über Meinungen und Anregungen und was hier sonst noch so verteilt wird,
Grüße, Christian

pm.diebelshausen

Oh? Habe ich jetzt erst gesehen, dass Du jetzt auch "offiziell" hier bist.
Nur ein "Guten Tag" für's Erste!
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Reiben

Hi,

ich habe grade mal einige deiner Krtikien überflogen und ich weiß nun, warum ich deine Kritiken bisher gemieden habe. Inhaltlich ist mir zwar bisher wenig aufgefallen, was ich zu bemängeln hätte, aber bei dir schreckt mich meist direkt die Form ab. Zum einen schreibst du die Filmtitel immer in dick, was beim lesen einfach unheimlich vom Blickfokus ablenkt. Dass du Blocksatz benutzt ist Ok, aber deine Absätze sind wie deine Texte meist einen Tick zu lang. Die Unterteilung mit den Trennstrichen ist aber das absolut schlimmste in meinen Augen. Warum nicht einfach eine Zeile freilassen? Warum nicht mal öfters einen Absatz mehr?
Rein optisch machst du es einem nicht leicht deine Texte zu lesen...

Das mag jetzt zwar etwas kleinkariert erscheinen und unfair, aber für mich sind das Gründe ein Review direkt wegzuklicken und lieber ein anderes zu lesen, obwohl ich mich inhaltlich damit noch überhaupt nicht beschäftigt habe.
Außerdem schweben die Zusatzinformationen, die du meist am Anfang deiner Texte gibst, oft im luftleeren Raum und sind meist sowieso mit einem Klick bei Wikipedia oder IMDB auffindbar. Da wäre weniger manchmal einfach mehr. Ein Beispiel ist dein Review zu "Selbst ist die Braut" (http://www.ofdb.de/review/168552,391212,Selbst-ist-die-Braut). Wen interessiert der Werdegang der Cutterin bei einem Film, der nun wirklich nicht durch seinen Schnitt auffällig ist. Fast die Hälfte des Reviews sind Infos über die Mitwirkenden. Ein Bezug zur Kritik des Films besteht fast kaum.
Es reicht doch vollkommen aus, zu erwähenen, dass Sandra Bullock mit diesem Film ihren Abschied aus dem Comedybereich einreichte. Warum steht da gleich eine halbe Biographie? In welchem Zusammenhang steht das mit deinem Eindruck von dem Film?

Für mich bleibt daher spontan folgendes Fazit was deine Reviews betrifft:
1. Formal absolut anstrengend!
2. Inhaltlich mit sinnlosen Zusatzinfos überfrachtet, wodurch es noch anstrengender wird.
3. Von der inhaltlichen Substanz her gibt es wenig zu bemängeln: Sinnbefreite Folskeln gibt es kaum. Deine Ansichten und Meinungen begründest du immer ausführlich und nachvollziehbar, obwohl auch das manchmal etwas knapper gefasst werden könnte.


Um mich als Leser zu gewinnen, musst du auf jeden Fall im formalen Bereich etwas ändern, auch wenn das manch anderen vmtl. nicht stört.
.mirrorS arE morE fuN thaN televisioN

pm.diebelshausen

Der formalen Kritik stimme ich zu. Ich finde so Layout-Geknödel wie die Trennstriche auch lästig, unnötig, mir den Lesegenuss verübelnd. Generell reicht im der Welt der Schrift ein Signal, eine Markierung: "!!!" ist nicht lauter als "!" (nur mal generell als Beispiel, gibt's bei Dir, glaube ich, nicht) und ein Absatz braucht nicht noch eine Trennlinie.

Was die Infos angeht: Geschmackssache. Vor allem relativ, da was dem einen nichts Neues sagt, für den anderen informativ sein kann. Vielleicht geht das bei Deinen Texten oft ein wenig weit, aber das ist meines Erachtens schon ok. Du hast hier auch klargestellt, dass Du einen eigenen Film-Blog pflegst und da ich den kenne, weiß ich, dass da Runduminfos eben zentral sind für Deine (ich nenne sie jetz mal) Filmpräsentationen.

Viel wichtiger ist doch, was auch Reiben meint, dass Du Dich klar artikulieren kannst und Begründungen bietest, die Meinungen nachvollziehbar machen. Das ist viel wert und längst nicht bei jedem Reviewgeschreibsel der Fall, wie wir alle wissen.

Mach Dir ein paar Freunde mehr durch strengeres Layout - dabei verlierst Du keinen von denen, die da kein Problem mit haben. ;O)
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

ChristiansFoyer

Danke euch beiden für zwei aufschlussreiche Antworten!

Ich nehme einfach mal Stellung zu diesem und jenem: für den Hinweis mit der Gestaltung danke ich sehr, wäre mir so nicht selbst in den Sinn gekommen. Die Trennstriche statt einfacher Absätze helfen mir beim Schreiben, aber wenn sie das Lesevergnügen derartig trüben kann ich da natürlich beim Eintragen problemlos drauf verzichten. Gleiches gilt für die fettgeschriebenen Filmtitel, von denen ich eigentlich das Gefühl hatte, dass sie den oft sehr langen Texten etwas ihre "Gewalt" rauben. Da tun es dann demnächst sicher auch Anführungsstriche. (die Kritik zu "Marley & Ich" hab ich mal entsprechend umgebaut: http://www.ofdb.de/review/161366,408753,Marley-&-ich)

Zu den "Zusatzinformationen im luftleeren Raum": ich selbst mag's beim Lesen eines Reviews, wenn das ganze ein bißchen "Drumherum" bietet. Ich stelle die Filme gerne in einen Zusammenhang. Wie pm.diebelshausen, der meinen Blog schon etwas länger verfolgt (und bestimmt noch weiß, dass der sich zu Anfang etwas anders gelesen hat ;), richtig sagt gehören Runduminfos bei meinem Konzept dazu. Ich schreibe auch sehr ausführliche Star-Artikel (immer mit persönlicher Meinung zum Schauspieler/Regisseur/etc.) und natürlich könnte man auch dafür einen Klick weiter zur wikipedia/imdb gehen, aber eben dieser Notwendigkeit will ich meine Reviews und Artikel entziehen. Oft ist doch Internetnutzern jeder Klick prinzipiell einer zuviel und drum hab ich gern alles was geht unter einem Dach. Das bietet dem einen nix neues, dem nächsten nix von Interesse und manchem, der sich nicht beklopptrecherchieren will, eben alles was benötigt wird. Dass ich dabei manchmal über's Ziel hinaus oder auch mal weit dran vorbei schieße kann natürlich sein, aber im Sinne meiner "Filmpräsentationen" (der Begriff gefällt mir übrigens sehr gut!) nehm ich das in Kauf. (Und wer auf das ganze Drumherum verzichten kann der darf auch gern beim zweiten Absatz anfangen)

Noch kurz konkret zur "Selbst ist die Braut"-Review: Cutterin und Kameramann habe ich in dem Zusammenhang erwähnt, dass der Film mit bewährten Kräften auf Nummer sicher geht und eben klar ist, dass in diesen Bereichen keine Besonderheiten geboten werden, sondern die Standartware, die der Film insgesamt ist

Reiben

ZitatIch nehme einfach mal Stellung zu diesem und jenem: für den Hinweis mit der Gestaltung danke ich sehr, wäre mir so nicht selbst in den Sinn gekommen. Die Trennstriche statt einfacher Absätze helfen mir beim Schreiben, aber wenn sie das Lesevergnügen derartig trüben kann ich da natürlich beim Eintragen problemlos drauf verzichten. Gleiches gilt für die fettgeschriebenen Filmtitel, von denen ich eigentlich das Gefühl hatte, dass sie den oft sehr langen Texten etwas ihre "Gewalt" rauben. Da tun es dann demnächst sicher auch Anführungsstriche. (die Kritik zu "Marley & Ich" hab ich mal entsprechend umgebaut: http://www.ofdb.de/review/161366,408753,Marley-&-ich)


Also so ist das ganze schon wesentlich angenehmer. Anführungszeichen wahrscheinlich auch eine bessere Lösung als Kursivschrift, denn die ist im Übermaß verwendet genauso störend. Insofern hast du da eine gute Lösung gefunden.

ZitatZu den "Zusatzinformationen im luftleeren Raum": ich selbst mag's beim Lesen eines Reviews, wenn das ganze ein bißchen "Drumherum" bietet. Ich stelle die Filme gerne in einen Zusammenhang. Wie pm.diebelshausen, der meinen Blog schon etwas länger verfolgt (und bestimmt noch weiß, dass der sich zu Anfang etwas anders gelesen hat icon_wink, richtig sagt gehören Runduminfos bei meinem Konzept dazu. Ich schreibe auch sehr ausführliche Star-Artikel (immer mit persönlicher Meinung zum Schauspieler/Regisseur/etc.) und natürlich könnte man auch dafür einen Klick weiter zur wikipedia/imdb gehen, aber eben dieser Notwendigkeit will ich meine Reviews und Artikel entziehen. Oft ist doch Internetnutzern jeder Klick prinzipiell einer zuviel und drum hab ich gern alles was geht unter einem Dach. Das bietet dem einen nix neues, dem nächsten nix von Interesse und manchem, der sich nicht beklopptrecherchieren will, eben alles was benötigt wird. Dass ich dabei manchmal über's Ziel hinaus oder auch mal weit dran vorbei schieße kann natürlich sein, aber im Sinne meiner "Filmpräsentationen" (der Begriff gefällt mir übrigens sehr gut!) nehm ich das in Kauf. (Und wer auf das ganze Drumherum verzichten kann der darf auch gern beim zweiten Absatz anfangen)



Wenn das bei dir zum Konzept gehört, dann habe ich nichts gesagt. Vielleicht ist es für Leute mit weniger Background auch tatsächlich interessanter, ausführliche Infos zu lesen.
Ich selber biete in meinen wenigen Reviews auch mal mehr mal weniger Background - je nachdem wie es eben grade passt - und bin daher grundsätzlich auch ein Freund des Drumherum, aber eben in etwas geringerem Umfang.

ZitatNoch kurz konkret zur "Selbst ist die Braut"-Review: Cutterin und Kameramann habe ich in dem Zusammenhang erwähnt, dass der Film mit bewährten Kräften auf Nummer sicher geht und eben klar ist, dass in diesen Bereichen keine Besonderheiten geboten werden, sondern die Standartware, die der Film insgesamt ist


Für mich wäre die Tatsache, dass keine Besonderheiten geboten werden, eigentlich genau ein Grund, das ganze einfach unter den Tisch fallen zu lassen und ggf. sogar überhaupt nicht drauf einzugehen. Aber letztlich ist das in der Tat Geschmackssache und hier jetzt um die Wichtigkeit einzelner Infos zu diskutieren ist müßig.

Solange du eine klare Linie verfolst und auch weißt, warum du diese klare Linie verfolgst, kann man eigentlich nur wenig bemängeln. Dass man nicht den Geschmack von jedem Treffen kann, ist ja eh nicht zu erwarten.

Ich werd in Zukunft in jedem Fall mal mehr auf deine Reiews achten.
.mirrorS arE morE fuN thaN televisioN