the Little Things (Serienkiller-Film mit Washington, Malek und Leto)

Begonnen von StS, 22 Dezember 2020, 16:28:00

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StS


Director: John Lee Hancock

The pic, written by Hancock, centers around Deke (Washington), a burnt-out Kern County, CA deputy sheriff who teams with Baxter (Malek), a crack LASD detective, to nab a serial killer. Deke's nose for the "little things" proves eerily accurate, but his willingness to circumvent the rules embroils Baxter in a soul-shattering dilemma. Meanwhile, Deke must wrestle with a dark secret from his past...
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

Gibt den Trailer auch auf Deutsch, wo man sich dann schon mal warmhören kann mit Washingtons vermutlich neuer Synchronstimme.


Die Gurus mit dem fast-absoluten Öhrchen für deutsche Stimmen in den Synchronforen sagen, das ist Sven Brieger. War mir mangels Stammrollen in der ersten Liga bisher nicht bekannt, aber ich denke schon wegen der Ähnlichkeit mit Boden passt das. Und die Synchro von Delroy Lindo in den 5 Bloods ist durchaus eine Visitenkarte, denke ich.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Private Joker

30 August 2021, 14:54:44 #2 Letzte Bearbeitung: 30 August 2021, 14:56:59 von Private Joker
"Serienkiller-Film" - schon über die Einordnung kann man durchaus streiten, würde ich nach Sichtung via Sky sagen. Von den klassischen Elementen dieses Subgenres ist hier nicht viel übrig, ein paar Anklänge an "Sieben" vielleicht (die Ermittlerkonstellation und natürlich der Schluss in der Wüste, mitsamt des hier nur angedeuteten Angriffs auf die Familie)

Was fehlt, ist halt eine klassiche Krimi-/Thrillerhandlung, die Opfer sind kaum im Bild, die Taten gar schon nicht, und ob es überhaupt den "einen Täter" gibt, lässt der Film in einem dieser von mir schon andernorts beklagten, mittlerweile üblichen vagen Enden mal wieder mindestens halboffen (wobei die Schlussszene mit dem "red barrette" da schon einen deutlichen Hinweis gibt, aber - Nachteil für Synchroglotzer - weil die DF das im Dialag leider mit "Rote Spange" übersetzt, habe ich diese Schlusseinstellung erst im zweiten Anlauf verstanden).

Als gepflegtes persönliches Drama über Schuld und Vertuschung kann man sich den aber trotzdem ganz gut ansehen, erst recht als Schauspielkino mit satten drei Oscargewinnern - wobei mir erstaunlicherweise Leto von den dreien am Besten gefiel, ist aber auch natürlich die dankbarste Rolle. Die ganz große Spannung über die auch etwas arg üppigen zwei Stunden mag sich dagegen nicht einstellen, einzelne Sequenzen (der Wohnungseinbruch) fallen unter die Kategorie "er hat sich bemüht", richtig zünden wollen die aber nicht (mal ganz simpel gedacht: Hätte sich der junge Cop nicht einfach zu dem Typ in die Kneipe setzen und das versprochene Bier ausgeben können, dann wäre das mit der Durchsuchung für Denzel keinerlei Problem gewesen ?)

So wäre ich wie die auch eher etwas glanzlosen US-Kritiken im Bereich um die 6/10; gelangweilt habe ich mich jedenfalls nicht, und manchmal muss man eben auch mit den "Kleinen Dingen" zufrieden sein.

P.S. Weil ich es zuvor auch schon erwähnt hatte - Brieger als neue deutsche Stimme für Washington ist schon o.k, wirkt aber wie Gauß beim Neeson-Recast etwas arg zurückgenommen (um nicht zu sagen müde), Boden ist halt doch schwer zu ersetzen.
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