Star Trek 2: Into Darkness (2013)

Erstellt von blade2603, 5 Januar 2012, 01:21:48

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MMeXX



Für "Star Trek"-Einsteiger bietet arte übrigens ab 26.5 die Kinofilme 1-6 + Erster Kontakt.

StS

Wer seine Erinnerungen an den ersten Film nochmal auffrischen möchte...  ;)

http://www.youtube.com/watch?v=OTfBH-XFdSc&feature=player_embedded#!
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

McClane

Ich war gestern abend in der Vorpremiere, umgeben von Trekkies und anderen Nerds, zusammen mit zwei Kumpels, die den Film beide Bombe fanden. Ich persönlich dagegen hatte nach dem IMO sehr gelungenen 2009er Film jedoch mehr erwartet, da sich der Film doch einige unschöne Schnitzer erlaubt. So hämmert man die beste Actionszene schon vor der Filmmitte heraus Khan vs. Spock/Uhura/Kirk vs. Klingonen gegen welche die meisten der folgenden schwächeln, gerade das Finale wirkt nie wie eines (ich hätte noch gedacht, dass danach noch etwas kommt). Tatsächlich verheddert sich der Film an einigen Stellen mit dem Pacing, gerade im Mittelteil, in dem zwei vermeintlich ausgefuchste Pläne einander schlagen wollen, und gerade zu peinlich wird es, wenn der Film künstlich auf der emotionalen Klaviatur spielen möchte: Nachdem man Khans patentiertes Allheilblut gefühlte 273 Mal deutlich erwähnt hat, ist sofort klar, dass Kirks Tod nur eine Zwischenstation ist. Als er in epischer Länge verreckt, wollte ich nur zur Leinwand brüllen: "Nun haut ihm endlich mal Khans Blut in die Venen." Auch was die continuity angeht, ist der Film in meinen Augen schwächelnd: Die Enterprise liegt mit kaputtem Antrieb vor der Klingonenheimat und auch wenn Chekov eine partielle Reparatur des Antriebs erwähnt, kann ich mich an keine Szene des Losfliegens erinnern. Wenn dann aber die Raumschlacht vorbei ist, stürzt Khan über London auf der Erde ab.
Allerdings hat der Film auch seine Meriten. Die Action ist durchaus gelungen, die FX sind state of the art und mit der Besetzung hat der Film nun mal alle Joker des Vorgängers zusammen. Gerade Karl Urban als Pille und Simon Pegg als Scotty könnte ich 90 Minuten lang beim Gang übers Schiff zusehen, wenn sie ihre Sprüche raushauen, Zachary Quinto als neuer Spock ist ähnlich toll und Saldana sowie Chu schlagen sich ebenfalls gut. Pine kommt leider etwas sehr kindisch und nach der Entwicklung seines Charakters in Teil eins zu gewollt rebellisch rüber und bei Yelchin frage ich mich gerade, ob der im ersten Teil auch so eine Witzfigur war. Dafür ist Benedict Cumberbatch als Villain grandios, Peter Weller hat einen eher okayen 08/15-Part. Insofern kann man sich (bzw. ich als Nicht-Trekkie) durchaus an dem gebotenen Krawall in schicker Aufmachung erfreuen, die Bezüge zu "Star Trek 2 - Der Zorn der Khan" heraussuchen und die lockeren Sprüche goutieren, doch unterm Strich ist "Star Trek Into Darkness" einfach zu unrund und in einigen Punkten zu austauschbar, um mehr als okaye Blockbusterunterhaltung ohne großen Nährwert zu sein. Da hatte der Vorgänger deutlich mehr Profil. (5,5-6/10)
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)

vodkamartini

ich sehe ihn etwas positiver.  ;) Sommer-Blockbusterkino in Reinkultur. Was natürlich auch bedeutet, dass es sich um lupenreinen Mainstream handelt mit dem üblichen Manko, dass man Ecken und Kanten mit dem Elektronenmikroskiop suchen kann.
Der Film legt durchgängig ein enormes Tempo vor und ist - wenn man nicht allzu kritisch tiefer bohrt - beste Unterhaltung. Es macht einen gewaltigen Spaß der runderneuerten Ur-Crew zuzusehen, die einfach perfekt zusammen gecastet wurde. Hier wären wir allerdings auch gkeich beim ersten Kritikpunkt. Dem höllischen Tempo fallen die zwischenmenschlichen Szenen - und von denen hätte ich sehr gerne wesentlich mehr gesehen - weitestgehend zum Opfer. Abrams ist einfach kein Charakter-Regisseur und holt aus seinem witzigen und charmanten Cast deutlich zu wenig raus. Den Charme der Ur-TV-Serie kann er so nicht wieder beleben, aber das war eigentlich mschon von vornherein klar (da werden auch mit Sicherheit die Star Wars Jünger die ein oder andere böse Überraschung erleben).
Cumberbach ist als Villain super und heizt der Enterprise Crew ein ums andere Mal ordentlich ein. Die Effekte sind top und auch die Ausstattung ein visueller Genuss. Insgesamt in etwa auf dem Level des Vorgängers, vielleicht ein wenig schwächer. Ich freue mich dennoch auf einen dritten Teil und hoffe auf mehr Witz, Charme und Frotzeleien. (7-8 Punkte)
www.vodkasreviews.de

There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

Bretzelburger

Zitat von: McClane nach  9 Mai 2013, 21:12:37
Ich war gestern abend in der Vorpremiere, umgeben von Trekkies und anderen Nerds, zusammen mit zwei Kumpels, die den Film beide Bombe fanden. (5,5-6/10)


Sorry, wenn ich wieder auf die "olle Kamelle" zurückkomme, aber ich kann deine Bewertungen (zumindest für das artverwandte Action/Block-Buster-Kino) nicht mehr unabhängig von deinen 6 Punkten für "Taken 2" ansehen - verbunden mit deinen Argumenten, mit denen du diese Wertung hier im Forum begründetest als wir darüber diskutierten. Hättest du damals gesagt, dass Liam Neeson nur grunzen müsste, um schon mal 5 Punkte zu haben, hätte ich das verstanden, aber du hast es sachlich begründet, hast auch die größten Logikfehler und reaktionären Charakterisierungen rational relativiert.

Ich kann deine Kritikpunkte zu "Star Trek" verstehen, mache aber keinen Hehl daraus, dass die Crew um Kirk bei mir kaum etwas falsch machen kann - da bin ich ähnlich veranlagt wie deine zwei Kumpels - Star Trek bekommt bei mir immer extra Punkte aus emotionalen Gründen oder anders ausgedrückt - mir sind die von dir genannten Schwächen wurscht, fallen für mich nicht ins Gewicht. Hättest du deine 6 Punkte für "Taken 2" auch emotional begründet, aus der Haltung eines zu kritischer Distanz nicht mehr fähigen Liebhabers solcher "Einzelkämpfer-Stories" heraus (wie ich sie gegenüber "Star Trek" gerne zugebe), hätte ich diesen Beitrag nicht geschrieben, aber so verstehe ich nicht, dass du "Star Trek 2" schwächer als "Taken 2" ansiehst.

SutterCain

Mir hat er deutlich besser gefallen als Teil 1. Bunt, schnell, leicht verdaulich - so wie Sommerblockbuster heute ja meistens sind. Aber um das leidliche Thema noch einmal zu bemühen: Wofür 3D? Das war ja mal gar nichts.
6.5/10

McClane

Zitat von: Bretzelburger nach 10 Mai 2013, 09:01:42
Zitat von: McClane nach  9 Mai 2013, 21:12:37
Ich war gestern abend in der Vorpremiere, umgeben von Trekkies und anderen Nerds, zusammen mit zwei Kumpels, die den Film beide Bombe fanden. (5,5-6/10)


Sorry, wenn ich wieder auf die "olle Kamelle" zurückkomme, aber ich kann deine Bewertungen (zumindest für das artverwandte Action/Block-Buster-Kino) nicht mehr unabhängig von deinen 6 Punkten für "Taken 2" ansehen - verbunden mit deinen Argumenten, mit denen du diese Wertung hier im Forum begründetest als wir darüber diskutierten. Hättest du damals gesagt, dass Liam Neeson nur grunzen müsste, um schon mal 5 Punkte zu haben, hätte ich das verstanden, aber du hast es sachlich begründet, hast auch die größten Logikfehler und reaktionären Charakterisierungen rational relativiert.

Ich kann deine Kritikpunkte zu "Star Trek" verstehen, mache aber keinen Hehl daraus, dass die Crew um Kirk bei mir kaum etwas falsch machen kann - da bin ich ähnlich veranlagt wie deine zwei Kumpels - Star Trek bekommt bei mir immer extra Punkte aus emotionalen Gründen oder anders ausgedrückt - mir sind die von dir genannten Schwächen wurscht, fallen für mich nicht ins Gewicht. Hättest du deine 6 Punkte für "Taken 2" auch emotional begründet, aus der Haltung eines zu kritischer Distanz nicht mehr fähigen Liebhabers solcher "Einzelkämpfer-Stories" heraus (wie ich sie gegenüber "Star Trek" gerne zugebe), hätte ich diesen Beitrag nicht geschrieben, aber so verstehe ich nicht, dass du "Star Trek 2" schwächer als "Taken 2" ansiehst.


"Taken 2" liegt zur Zweitsichtung hier in der ungekürzten Fassung herum, werde ich mir demnächst anschauen und dann beurteilen, was und wieviel die neue Fassung ändert und ob der Film seinen Ersteindruck verbessert oder aber auch verschlechtert. Vielleicht hat in letzterem Falle die liebe Seele Ruh, dass nicht immer eine einzige (!!!) Einschätzung hier zum Abwiegen jeder anderer meiner Bewertungen dient, weil wir das radikal anders sehen. Was ich glaube ich auch geschrieben hatte: "Taken 2" hatte damals bei mir zusätzlich den "benefit of a doubt", da im Kino ja eine bearbeitete Fassung lief. Ich schreibe nach der Zweitsichtug auch gerne ein Review, dann kannst du mir meine Argumentation en detail anschauen.

Ganz abgesehen davon, dass beide Filme wertungstechnisch bei mir nicht weit auseinanderliegen (wenn ich bei "Star Trek 2" auf die 6 gehe sogar gleich), so sind es beides Fortsetzungen zu Filmen, die mir ich sehr gut fand, welche die Stärken der Vorgänger aber nur teilweise replizieren und dramaturgisch schwächeln. Und jede Filmbewertung ist subjektiv bis "emotional". Manch ein Fan mag Kirks Sterbeszene in "Star Trek 2" als bewegenden, zwischenmenschlichen Höhepunkt des Films gesehen haben, für mich war es aber ein durchschaubarer Taschenspielertrick, weshalb die Szene nicht gezündet hat.
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Bretzelburger

Mir ging es rein um die emotionale Ebene, die ich einfach stärker betone als du. Ich fand ja schon "Taken 1" schlecht aus Gründen, die mit der Action wenig zu tun haben (so wie mich in "Taken 2" mehr die us-amerikanisch-reaktionäre Familien-Idylle störte als die Unlogik). So ging mir die von dir erwähnte Szene in "Star Trek 2" durchaus nah, auch wenn mir die Lösung natürlich völlig klar war. Man vergisst ja nicht, das es sich um ein Prequel handelt - da müssen die wichtigsten Protagonisten einfach überleben, damit verrät man Niemandem etwas Neues. Das liegt für mich aber auf einer ganz anderen Ebene, als wenn sie am Ende in "Taken 2" wieder heile Familie spielen, als wäre die Ehe nie geschieden worden und beim vorher Erlebten handelte es sich um ein Picknick im Westerwald. Aber in dieser Gewichtung sind wir wahrscheinlich nie kompatibel. Für mich liegen eben Welten zwischen "Star Trek 2" und "Taken 2".

vodkamartini

10 Mai 2013, 15:53:05 #99 Letzte Bearbeitung: 10 Mai 2013, 16:08:58 von vodkamartini
Ich finde es immer wenig hilffreich Filmbewertungen zu völlig unterschiedlichen Filmen miteinander zu vergleichen. Da begibt man sich argumentativ ganz schnell aufs Glatteis. Man kann Filme aus ganz unterschiedlichen Gründen/Motiven auf- bzw. abwerten (emotional, ideologisch, technisch, narrativ etc.).

Was die Sterbeszene betrifft, hat die bei mir auch eher suboptimal funktioniert. War wohl auch eher als Hommage an "Zorn des Kahn" gedacht, wo sie imo erheblich besser wirkte. Damals konnte man sich nicht völlig sicher sein, ob Spock wieder zurück kommen würde und die Beziehung der beiden Charaktere war vor allem durch die unzähligen TV-Folgen auch für das Publikuk gefühlt erheblich intensiver. Aber ich wiederhole mich, Abrams ist in dieser Hinsicht nicht sonderlich begabt.
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Bretzelburger

Zitat von: vodkamartini nach 10 Mai 2013, 15:53:05
Ich finde es immer wenig hilffreich Filmbewertungen zu völlig unterschiedlichen Filmen miteinander zu vergleichen. Da begibt man sich argumentativ ganz schnell aufs Glatteis. Man kann Filme aus ganz unterschiedlichen Gründen/Motiven auf- bzw. abwerten (emotional, ideologisch, technisch, narrativ etc.).


Ich gebe dir da absolut recht, halte die beiden Filme aber vom Alter und Action-Genre her durchaus für vergleichbar. Ich hätte auch McClanes Bewertungen zu ähnlich vergleichbaren Filmen wie "Olympus has Fallen" (6 Punkte) oder "Iron Man III" (8 Punkte) hinzuziehen können, aus meiner Sicht beide auch deutlich besser als "Taken 2". Und - wie aus meinem Beitrag leicht herauszulesen war - hätte er die Bewertung von "Taken 2" emotional begründet (nicht nur in der Hinsicht, dass jede Bewertung irgendwie emotional ist, sondern betont), hätte ich meine Anmerkung nicht geschrieben.

Teppi

10 Mai 2013, 21:32:54 #101 Letzte Bearbeitung: 10 Mai 2013, 21:44:28 von Teppi
Gerade im Kino gesichtet und ein klitzekleines bisschen enttäuscht worden. Das liegt in erster Linie aber daran, dass ich persönlich den prächtigen Erstling als einen der besten (= unterhaltsamsten) Sci-Fi-Steifen betrachte. Die Fortsetzung kann meiner Meinung nach nicht ganz mithalten, da er weniger episch wirkt, weniger Esprit besitzt und natürlich der Novitäten-Bonus fehlt. Beispielhaft sei das an der Auftaktszene illustriert: Während mich der heroische Suizid von Kirks Vater mit seiner intensiven Inszenierung sofort fesselte, ist der Anfang hier zwar sehr nett anzusehen, aber nichts richtig mitreißendes (auch wenn die daraus folgenden Konsequenzen und Konflikte zu überzeugen wissen). Alles andere als unschuldig dürfte daran auch die Musikuntermalung sein, welche hier eher 08/15 wirkt und keine großen Akzente setzt.

Es macht natürlich wenig Freude, einen Film ständig mit einem (aus meiner Sicht) Meisterwerk zu vergleichen - daher erfreute ich mich dann lieber an dem, was mir geboten wurde: Ein nach wie vor sehr spektakulärer und spaßiger Sci-Fi-Streifen. Die Spezialeffekte sind erste Sahne, die bombastische Action flott bebildert und die Sprüche locker-lässig. Und schließlich gibt's sogar eine Steigerung gegenüber dem Vorgänger: Da Setting und Figuren schon eingeführt sind, ist hier nun mehr Zeit für die eigentliche Geschichte und einen guten Gegenspieler, wovon beide Aspekte profitieren - nicht zuletzt natürlich dank Cumberbatch mit seinem arroganten Charisma.

Sehr schicke, unbeschwerte Sci-Fi-Unterhaltung. 8/10

Mein bisheriges Genre-Highlight bleibt aber wider Erwarten "Oblivion" für diese Saison ;->

Zitat von: vodkamartini nach  9 Mai 2013, 22:21:50
Abrams ist einfach kein Charakter-Regisseur und holt aus seinem witzigen und charmanten Cast deutlich zu wenig raus. Den Charme der Ur-TV-Serie kann er so nicht wieder beleben, aber das war eigentlich mschon von vornherein klar (da werden auch mit Sicherheit die Star Wars Jünger die ein oder andere böse Überraschung erleben).


Ich fand schon, dass er beim ersten "Star Trek" (welcher sich als Einführung natürlich noch etwas mehr Zeit für die Figuren nahm) und allen voran bei "Super 8" sehr sympathische Charaktere erschaffen hat. Seine Protagonisten haben meiner Meinung nach mehr Profil als es in den meisten Blockbustern üblich ist (und was anderes sollte man auch nicht unbedingt als Vergleichsmaßstab ansetzen).

Hitfield

11 Mai 2013, 00:31:37 #102 Letzte Bearbeitung: 11 Mai 2013, 00:35:31 von Hitfield
Wirklich prima finde ich diese Audi-Werbung:

Zachary Quinto vs. Leonard Nimoy: "The Challenge"

Da muss man aber schon ein ziemlicher Trekkie und Nimoy-Kenner sein, um alles mitzubekommen - bis hin zu Nimoys 1968er Song "Ballad of Bilbo Baggins" - wie nerdig ist das denn?  :respekt:
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

Teppi

11 Mai 2013, 12:17:00 #103 Letzte Bearbeitung: 11 Mai 2013, 12:19:29 von Teppi
Zitat von: McClane nach  9 Mai 2013, 21:12:37
Auch was die continuity angeht, ist der Film in meinen Augen schwächelnd: Die Enterprise liegt mit kaputtem Antrieb vor der Klingonenheimat und auch wenn Chekov eine partielle Reparatur des Antriebs erwähnt, kann ich mich an keine Szene des Losfliegens erinnern. Wenn dann aber die Raumschlacht vorbei ist, stürzt Khan über London auf der Erde ab.


Das lasse ich nicht als Kritikpunkt durchgehen ;->

Es wird explizit gezeigt, dass die Enterprise im Warp vor Admiral Marcus flüchtet. Dieser holt sie aufgrund überlegender Technik ein und wirft sie aus dem Warp, es wird gesagt dass noch 20.000km bis zur Erde sind. Khan stürzt dann übrigens auf San Franciso, nicht London ;->

Die Ausführunen zum "emotionalen Moment" unterstreiche ich indes, das vorhersehbare Drama hätte es nicht gebraucht.

Dr. Schnabel

Zitat von: Bretzelburger nach 10 Mai 2013, 11:49:38
...so wie mich in "Taken 2" mehr die us-amerikanisch-reaktionäre Familien-Idylle störte als die Unlogik...


Was heißt dieses "US-amerikanisch-reaktionäre Familien-Idylle"? Was ist denn daran verkehrt? Stört dich, dass man in "Taken 2" nicht kommunitäre Lebensformen bewirbt?
... alias: Der Zerquetscher

ultrasmudge somersault

15 Mai 2013, 14:15:51 #105 Letzte Bearbeitung: 21 Mai 2013, 14:11:12 von ultrasmudge somersault
War im Gegensatz zum Vorgänger von "Into Darkness" enttäuscht.
Hier ein paar der Sachen die ich seltsam, blöd und unpassend fand und einfach mal los werden muss:

-Das Hauptquartier der Föderation, der größten militärischen Organisation der Erde, wird von Harrisson einfach mal so, eine gefühlte halbe Stunde lang beschossen,
ohne daß etwas unternommen wird; abgesehen von ein paar Sicherheitsleuten, die blindlings ins Feuer laufen und sofort sterben; bis natürlich Kirk im Alleingang den Tag rettet.

-Scotty kann nicht nur ohne besondere Anstrengungen in die streng geheime Forschungsstation hineingelangen, sondern ist dann natürlich einfach so auf dem gegnerischen Föderationsschiff (dessen Mannschaft anscheinend nur aus zwei, drei Sicherheitsoffizieren besteht) um genau im richtigen Moment dessen Bewaffnung auszuschalten.

-Simon Pegg als Scotty nervt noch mehr als im ersten Teil!

-Die Szene zwischen Carol Marcus und Kirk. Beide gehen in ein Shuttle, um die Entschärfung der Torpedos zu besprechen. Dann muss sich Marcus aus irgendeinem Grund vor Kirk ausziehen.
Kirk glotzt kurz, sie ist angepisst und Schnitt, nächste Szene. Der merkwürdigste, verwirrenste und wohl sinnloseste Moment im ganzen Film.

-Der gesamte Handlungsstrang um Carol Marcus wirkte konstruiert und mit ein paar winzigen Änderungen wäre die Handlung auch ohne diese Figur gut ausgekommen.

-John Harrisson ist Khan, hat aber weder vom Aussehen, noch sonst kaum etwas mit der alten Figur gemein, aber dafür hat er jetzt deutlich sichtbare Superkräfte und kann ganz schön hoch springen! Cumberbatch ist ein guter Bösewicht, besser als Nero im Vorgänger, aber gegen Montalban kommt er nicht an.

-Khan wird von Admiral Marcus aus dem Kälteschlaf geweckt, weil er einen Kämpfer mit dessen Fähigkeiten braucht. Nachvollziehbar.
Aber dann zwingt Marcus Khan neuartige Torpedos zu entwickeln, indem er Khans Crew bedroht. Und aus diesem Grund versteckt Khan seine Crew innerhalb der Torpedos?!?
Warum Khan einen Torpedo entwickeln lassen? Er ist weder Wissenschaftler, noch hat er nach 300 Jahren Kälteschlaf eine Ahnung von moderner Technologie.
Und warum sollte Khan seine Crew ausgerechnet in den Torpedos verstecken? Das ist so, als wollte ich meine Katze in einem Fleischwolf verstecken, damit ihr nichts passiert.
Da von dieser Sache, die unglaublich wichtig ist für die Handlung, nur grob erzählt wird und wir deshalb nie einen richtigen Eindruck von dieser Situation bekommen, darf man sich alle aufkommenen Fragen mit seiner Fantasie selbst ausmalen.

-Kirk verbündet sich mit Khan gegen Marcus, denn schließlich ist "Der Feind meines Feindes ist mein Freund". Aber eigentlich ist es einfach nur eine dumme Idee von Kirk und dient nur als Vorwand um Khan irgendwie auf das gegnerische Schiff zu bringen, damit er von dort aus die Enterprise-Crew drangsalieren kann.

-Die Todesszene aus "Zorn des Khan" wird wiederholt, nur mit Kirk und Spock an vertauschten Plätzen. Erschien irgendwie unnötig und liess mich kalt, vorallem da Kirk nach fünf Minuten wieder am leben ist und Pine und Quinto in dieser Szene nicht gerade glänzen.

-Der Showdown zwischen Khan und Spock ist, im Gegensatz zu den vorherigen Actionszenen, recht unspektakulär, austauschbar und 08/15

-Der Titel "Into Darkness" bezieht sich wohl auf das schwarze Loch, das der Film in meinem Kopf hinterlassen hat.


Zugegeben, die 2009er Version hatte auch deutliche Drehbuchschwächen, aber hier wirkt vorallem die Sache mit den Torpedos nur wie ein verzweifelter, dürftig erklärter Drehbuchkniff.
Und dann ist da noch der sich selbst auferlegte Vergleich mit "Zorn des Khan", den der Film leider nicht stand hält.
Die erste halbe Stunde war noch ganz unterhaltsam, dann wurde es irgendwann verwirrend und anstrengend.

6/10

Butzemann

Will den am Wochenende gern sehen und die Frage stellt sich mal wieder: 2D oder 3D?
Hab gelesen, dass er nach 3D konvertiert wurde, was schonmal nich so doll is.

Wer ihn in 3D gesehen hat, kann gern Feedback loswerden. Danke im voraus...
Version 2.0 [ http://blog-plus.de ]

Heimkino [ http://www.bluray-disc.de/blulife/heimkino/butzemann ]


"Von all den Dingen die mir sind verloren gegangen, hab ich am meisten an meinen Verstand gehangen"

Teppi

Zitat von: Butzemann nach 15 Mai 2013, 19:09:40
Wer ihn in 3D gesehen hat, kann gern Feedback loswerden. Danke im voraus...


Ich kopiere mal dreist aus meinem Mini-Review:
"Zusatzanmerkung zum 3D: Für einen lediglich konvertierten Streifen ist die Tiefenwirkung durchaus annehmbar. Dass der Einsatz der Technik nicht von Anfang an geplant war, merkt man jedoch an gewissen Action-Szenen (bspw. einem Flug durch ein Trümmerfeld im All), welche wohl andernfalls mit alternativen Perspektiven versehen worden wären."

Und das kommt von jemand, der eigentlich auf 3D steht und dessen Einsatz meist positiver als viele andere betrachtet. Meiner Meinung nach muss es also nicht sein.

vodkamartini

Ich schaue mir einen Film grundsätzlich nur in 2D an, wenn es möglich ist. 3D halte ich generell für überaus nervig und ganz und gar überflüssig.
www.vodkasreviews.de

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Butzemann

15 Mai 2013, 22:01:59 #109 Letzte Bearbeitung: 16 Mai 2013, 18:25:52 von Butzemann
Halte es auch so. Aber die Freundin will/wollte den unbedingt in 3D sehen und ich meinte, ich mach mich noch schlau :)
Wird dann also die 2D Vorstellung (das gleiche dachte ich mir beim ersten Teil ja auch  :icon_rolleyes:)

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MMeXX

Zitat von: vodkamartini nach 15 Mai 2013, 21:36:07Ich schaue mir einen Film grundsätzlich nur in 2D an, wenn es möglich ist. 3D halte ich generell für überaus nervig und ganz und gar überflüssig.

Da verpasst du aber bei einigen - sicher längst nicht allen - Filmen was.

EvilErnie

Heute gesehen.... netter SiFi-Thriller der gut unterhält. 3D braucht man nicht wie in so vielen neuen Filmen! 6,5/10 Punkte
Die alten Star Trek Filme kennne ich nicht, werd ich mal nachholen müssen.
,,Der Director's Cut erweist sich nicht nur als die filmisch bessere Version, sondern auch als die einzig logische." (Blade Runner)

Behandel´ne Königin wie `ne Hure und `ne Hure wie `ne Königin, dann kann nichts schiefgehen! (Alien 3 SE)

Ich hab ne Sprengkapsel im Kopf! Du musst mich töten sonst sterb ich! (Ethan Hunt)

vodkamartini

Zitat von: MMeXX nach 15 Mai 2013, 22:45:16
Zitat von: vodkamartini nach 15 Mai 2013, 21:36:07Ich schaue mir einen Film grundsätzlich nur in 2D an, wenn es möglich ist. 3D halte ich generell für überaus nervig und ganz und gar überflüssig.

Da verpasst du aber bei einigen - sicher längst nicht allen - Filmen was.


Mag sein. Obwohl ich in erster Linie die konvertierten Filme meinte. "Avatar" fand ich auch in 3D gut, aber das ist eine der wenigen Ausnahmen gewesen. Meistens wirkt es wie hintereinander stehende Pappaufsteller.
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Roughale

Das 3D ist OK, aber kein Muss, zudem nerven die Glare Effekte deutlich mehr in diesem Film, was eventuell an dem 3D liegen mag, weil es mir zuvor bei JJ Filmen nie störend aufgefallen war... Bei 3D hatte ich andauernd das Gefühl, dass was auf der Brille reflektiert...

esta es la mejor mota
When there is no more room for talent OK will make another UFC

McClane

Ich hatte leider nicht den besten Platz im Kino, deshalb kann es auch daran liegen, aber mir kam das 3D relativ unnötig und kaum genutzt vor. Da hat z.B. der kurz zuvor angelaufene "Iron Man 3" die Technologie besser genutzt.

Apropos Logiklücken: t. Die Enterprise hat doch Khans MannschafHätte deren Blut nicht die gleiche Wirkung gehabt wie das von Khan? Warum taut Pille nicht einfach einen von denen auf, sondern Spock muss unbedingt Khan lebend stellen. Da will man sich wohl jemanden für Sequels warmhalten.

@ Teppi

Ah, ist mir gar nicht aufgefallen. Meine Kumpels allerdings auch nicht, die ich direkt nach dem Film gefragt habe, ob ich da was verpasst hab.
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Roughale

Zitat von: McClane nach 16 Mai 2013, 10:54:55...
Apropos Logiklücken: t. Die Enterprise hat doch Khans MannschafHätte deren Blut nicht die gleiche Wirkung gehabt wie das von Khan? Warum taut Pille nicht einfach einen von denen auf, sondern Spock muss unbedingt Khan lebend stellen. Da will man sich wohl jemanden für Sequels warmhalten.
...


Das hatte ich auch gedacht und als Trick aus drammatischen Gründen abgehakt...

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Pinhead_X

So, ohne war auch drin und sehe das ganze ähnlich wie beim Erstling. Die Story rund um Khan fand ich eher mau. Für viele ist Grade Star Trek 2 DER Star Trek Film überhaupt. Und wie der echte Spock bereits sagte, Khan ist der gefährlichste Gegner, den die Enterprise je gesehen hat. Davon hat man im neuen Film nichts gemerkt. Khans ganze Mythologie wurde nicht erklärt / Aufgebaut. Dazu brauchte die Classic Serie eine ganze 45 Min. Folge, plus einen Kinofilm sowie diverse Romane. Und hier will man das in 5 Min. abhandeln. Schade.

Cumberbatch spielt aber sehr gut und kommt wirklich "evil" rüber.

Der Kirk/Spock Rollentausch im Vergleich zu ST 2, war ok aber vorhersehbar. Hier wäre es glaube ich besser gewesen sich am Original zu halten. Wäre für das "neue" Publikum ein cooles Ende gewesen.

De Effekte waren toll.

Darsteller:

Kirk: zu aufgesetzt
Spock: Out of Charakter.
Pille: Klasse umgesetzt!
Scotty: Witzfigur
Chekov: Witzfigur
Uhura: ok.
Sulu: ok.

Wo bleibt eigentlich Janice Rand?? Fehlt bisher.

Fazit:

Als Sci-Fi Film: 8,5/10 Punkte
Als Star Trek: 5/10 Punkte.

Star Trek 2 wurde hier stellenweise demontiert. Mal ganz abgesehen von der unheimlich dämlichen Eröffnungsszene. Enterpise unter Wasser parken, is klar
We'll never stop, we'll never quit, 'cause we're Metallica!!!
Meine Musik

Hitfield

Zitat von: Pinhead_X nach 17 Mai 2013, 10:33:17
Mal ganz abgesehen von der unheimlich dämlichen Eröffnungsszene. Enterpise unter Wasser parken, is klar


Gab es das nicht schon einmal, oder verwechsele ich das mit einer anderen SF-Serie?  :00000109:
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

B-lade

18 Mai 2013, 16:15:43 #118 Letzte Bearbeitung: 18 Mai 2013, 19:04:11 von B-lade
Gabs glaub ich nicht nur in Star Trek 4 haben die Wassertanks im Raumschiff und fliegen über dem Meer um Wale raufzubeamen aber das war auch nicht die Enterprise sondern ein Bird of Prey...



PSSSST hört ihr das auch? Das ist Gene Roddenberry der bei dieser Neuauflage heftig im Grab rotiert... :icon_rolleyes:

alansmithee

Mal eine Frage an diejenigen, die den Film mehrmals gesehen oder einfach besser aufgepasst haben als ich.

Gibt es vor oder nachdem Cumberbatch verrät, dass er in Wirklichheit Kahn ist irgendeine Bemerkung darüber, dass die Datenbanken der Enterprise irgendwie nicht funkionieren oder beschädigt worden? Nach der Enthüllung habe ich auf die Szene gewartet wo die Crew Khan Noonien Singhs Geschichte aus den Computer-Datenbanken aufruft um sich mit dem Mann vertraut zu machen. Aber sie kam nie. Stattdessen verhalten sie sich so als wäre Khan im 23. Jahrhungert ein geläufiger Vornahme wie John. "Khan? OK, was auch immer..." Statt mal den Computer zur Rate zu ziehen ruft Spock eher bei Spock Prime an, ob er eventuell nicht mal was on einem Kahn gehört hat. Ich kann mich nicht mal erinnern ob im Film überhaupt der Name Noonien Singh fällt.