Autoren-Thread: Heath_Hardy

Begonnen von Heath_Hardy, 4 Juni 2012, 20:25:44

⏪ vorheriges - nächstes ⏩

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Heath_Hardy

Zitat von: pm.diebelshausen am  5 Juni 2012, 18:39:29
Zitat von: Vincent_Lundgren am  5 Juni 2012, 16:08:16
Wird schwierig da es schon ewig her ist das ich den Film gesehen habe, ich erinnere mich kaum noch an Einzelheiten, ich weis nur das ich den Film damals als einen der schlechtesten zehn allerzeiten empfunden habe.

"Ewig her" und Du bist jetzt 19 - das klingt für ich auch sehr nach einer gewinnbringenden Neusichtung. Nicht nur, dass der Film erst ab 18 zugänglich ist und sich eventuelle eher an ein älteres Publikum richtet, was seine medienkritischen Inhalte betrifft (insbesondere zur Zeit seiner Entstehung, die heutige Jugend ist medientechnisch und hinsichtlich Medienkompetenz noch mal anders zu sehen als die damalige), sondern vor allem einfach, weil Filme (die guten meistens, die schlechten aber oft auch) nicht bloß eine Art und Weise haben, auf uns zu wirken. Von Lebenssituation über Tagesform bis zu eigener Weiterentwicklung und allem dazwischen beeinflusst eine Menge unser Sehen und Bewerten. Deshalb finde ich es schwierig, zu sagen, wie ein Film besonders in seiner Wirkung ist, und sinnvoller zu beschreiben, wie er gewirkt hat - und das zu relativieren, weil sich das schon nach kurzer Zeit, vor allem aber in einem Abstand von Jahren völlig anders darstellen kann.

Zitat von: Vincent_Lundgren am  5 Juni 2012, 18:19:41
Bringing Out the Dead 2/10, Time to Kill 1/10. In beiden ist Cages Leistung nicht schlecht, aber die Filme gehen einfach gar nicht.

Auch hier wieder: warum gehen die gar nicht? Und was geht gar nicht? Du hast recht: das ist gar nicht leicht, aber das ist man meines Erachtens einem Film schuldig, gerade wenn man ihn niedermähen will, aber genauso bei Lob. Mal ein Vergleich: wenn ich höre, dass irgendeine Pizza in einem Test schlecht abgeschnitten hat, dann erfahre ich "diese Pizza ist scheiße - nicht kaufen!". Solange ich aber nicht erfahre, was genau da getestet und mit "schlecht" bewertet wurde, kann ich überhaupt nicht einschätzen, was ich aus dieser Info jetzt mache. Ist sie schlecht, weil sie scheiße schmeckt? Ist sie schlecht, weil da gesundheitsschädliche Chemikalien drin sind? Ist sie schlecht, weil verdorbene Lebensmittel verarbeitet wurden? Ist sie schlecht, weil in die Produktion Glassplitter gelangt sind? Ist sie schlecht, weil der Chef des Testlabors am Morgen beschissenen Sex hatte? Keine Ahnung, deshalb: das muss unbedingt in einer Review beschrieben werden, sonst ist sie nichtssagend und keinen Pfifferling wert - sozusagen weniger wert als der schlechteste Film, den sie verreißt.

Richtig, ich habe NBK mit 16 oder 17 gesehen. Inhalte solcher Filme die ich so schlecht finde merke ich mir meist nicht, ich hab schon genug Probleme mir all die Filminhalte die ich top finde zu merken.
Wenn jemand von Filmen für sein alter durchschnittlich viel versteht dann bin ich es. Ich will mich zwar nicht selbst loben, aber es muss einfach mal gesagt werden wie groß mein Interesse an Filmen ist, bzw. das Filme mein größtes Hobby sind. Kommt wohl daher das ich als Videothekarssohn aufgewachsen bin...
Genau das Medien kritische ist das worauf ich nicht stehe. Solche Inhalte haben für mich nichts in Filmen zu suchen, ich liebe Filme weil sie Unterhalten, Spaß machen, uns z.B. mit Kunst berreichern.

Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

Heath_Hardy

Zitat von: horror1966 am  5 Juni 2012, 03:51:54
Es sind doch gerade die unbequemen Filme wie beispielsweise NBK, die einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Als ich den das erste Mal sah war ich noch sehr jung und konnte gar nichts mit diesem wilden Bilderrausch anfangen. Damals ging es mir auch nur um die pure Unterhaltung, dabei war es mir vollkommen schnuppe, ob ein Sinn hinter dem Gesehenen stand oder auch nicht. Mit der Zeit nimmt man aber auf einmal Filme war, die man vor Jahren keines Blickes gewürdigt hätte. Unterhaltung ist schön und gut, doch manchmal darf es auch gern einmal ein wenig Anspruch sein. Allein schon einer deiner Lieblings-Darsteller (Lundgren) deutet darauf hin, das du auch keinen gesteigerten Wert auf wirklich gutes Schauspiel legst, denn ein Mann mit maximal 2 verschiedenen Gesichtsausdrücken ist noch längst kein guter Schauspieler. Kein Wunder also, das der alte Schwede ebenso wie andere Action-Legenden nur für ein bestimmtes Genre zu gebrauchen sind

Ich meine das gar nicht einmal abfällig, denn auch ich schaue immer wieder gern die alten B-Actioner die zumeist so herrlich unrealistisch in Szene gesetzt wurden, der Film an sich bietet jedoch weitaus mehr Fawcetten, in die man zumindest einmal hineinschnuppern sollte. Noch einmal eine abschließende Frage zu Dr. Boll, kennst du seinen meiner Meinung nach besten Film "Darfur - Der vergessene Krieg"? Wenn nicht, solltest du dir den einmal anschauen, deine Meinung würde mich brennend interessieren.

Was ich noch sagen wollte:
Ich werde meinen Namen demnächst wohl ändern, denn er lässt die Leute denken dass ich ein Fan von billigen B-Actionern bin und das will ich nun wirklich nicht.
Werde wahrscheinlich ein Rollenname aus irgendeinem meiner Lieblings Tarantinos nehmen...
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

horror1966

Wenn du Fan von Lundgren bist, dann ist das eben so. Musst doch deswegen nicht unbedingt deinen Nick ändern.

Heath_Hardy

5 Juni 2012, 21:18:45 #33 Letzte Bearbeitung: 5 Juni 2012, 21:35:56 von Vincent_Lundgren
Zitat von: horror1966 am  5 Juni 2012, 21:12:56
Wenn du Fan von Lundgren bist, dann ist das eben so. Musst doch deswegen nicht unbedingt deinen Nick ändern.

Was heist Fan? Ich find viele seiner Filmchen ganz amüsant (viele sind aber auch Schrott) und mir ist damals nichts besseres eingefallen, aber ich glaube mit so einem Namen ernst genommen zu werden ist schwer.
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

pm.diebelshausen

Genau umgekehrt: der Name ist wurscht sofern die Argumente vorhanden sind und dann wird man auch ernst genommen. Wenn Du viel von Filmen verstehst, dann hast Du ja Material, das Du unbedingt noch vermehrt in Deine Reviews einbauen solltest! Naja, siehe oben.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Mr. Blonde

5 Juni 2012, 23:02:11 #35 Letzte Bearbeitung: 6 Juni 2012, 00:14:30 von Mr. Blonde
Zitat von: Vincent_Lundgren am  5 Juni 2012, 18:19:41
Wie gesagt, ich habe den Film schon zu lange nicht mehr gesehen um das besser begründen zu können. Nur weil Streckenweise ordentliche schauspielerische Leistung zu erkennen ist heist das für mich nicht das der Film nicht trotzdem einer der langweiligsten und schlechtesten sein kann, das beweist uns auch Bringing Out the Dead und Time to Kill, beide Cage, Bringing Out the Dead 2/10, Time to Kill 1/10. In beiden ist Cages Leistung nicht schlecht, aber die Filme gehen einfach gar nicht.

Und da sehe ich wieder das Problem: "Bringing Out the Dead" ist kein Unterhaltungsfilm, etwas anspruchsvoller und da Du nur meinst, der ginge gar nicht, gehe ich nun davon aus, dass Du nur Mainstreamfilme magst.

Welche Komponenten hast Du denn für Dich festgelegt? Wie muss ein Film sein, um bei Dir 4/10 zu verdienen? Wenn für Dich sehr gute Schauspielerleistungen nichts bedeuten bzw. schon nicht ausreichen, um mehr als 1/10 zu vergeben, dann frage ich mich wirklich, ob Du der Meinung bist, dass die Schauspielerleistungen in "Con Air" grandios, unübertrefflich und oscarreif sind?

Zitat von: Vincent_Lundgren am  5 Juni 2012, 20:06:23
Richtig, ich habe NBK mit 16 oder 17 gesehen. Inhalte solcher Filme die ich so schlecht finde merke ich mir meist nicht, ich hab schon genug Probleme mir all die Filminhalte die ich top finde zu merken.

Expendables, Con Air, A-Team und co machen Dir Probleme, den Filminhalt zu merken?  :algo:

Zitat von: Vincent_Lundgren am  5 Juni 2012, 20:06:23
Wenn jemand von Filmen für sein alter durchschnittlich viel versteht dann bin ich es.

Damit willst Du Dich brüsten?  :icon_mrgreen: Wenn Du schon auf die Kacke hauen willst, dann solltest Du besser überdurchschnittlich viel Ahnung haben. Woran misst Du das?

Ich will mich ja auch nicht selbst loben, aber ich war in Deinem Alter offener für Filme und habe allen eine Chance gegeben und selten was ausgeklammert. Ahnung von Filmen bzw. Verständnis rührt für mich auch daher, offen zu sein und das sehe ich bei Dir nicht. Wenn Du Filmverständnis auf die Anzahl gesichteter Filme reduzieren willst, übersiehst Du da einiges. Wer NBK nur 1/10 gibt, hat für mich das Filmverständnis absolut nicht gepachtet, wirklich nicht. Du wirfst dem Film vor, dass er das ist, was er sein will: medienkritisch. Das ist kein Kritikpunkt. Ahnung von Filmen bedeutet für mich auch schon vorher zu wissen, was einen nicht anspricht.

Zitat von: Vincent_Lundgren am  5 Juni 2012, 21:18:45
ich glaube mit so einem Namen ernst genommen zu werden ist schwer.

Du kannst Dich auch Kackwurst55 nennen, wenn Deine Argumentation stimmt, ist das tatsächlich Wurst. Aber Diebels hat es wieder vor mir gesagt!  :icon_mrgreen:

ZitatSolche Inhalte haben für mich nichts in Filmen zu suchen, ich liebe Filme weil sie Unterhalten, Spaß machen, uns z.B. mit Kunst berreichern.

Welchen Deiner 10/10-Kandidaten würdest Du als künstlerisch wertvoll erachten? Und die Tarantinofilme nehme ich Dir weg, die zählen jetzt mal nicht!  :icon_razz:

Edit:

Dürfte für Dich interessant sein Vincent_Lundgren:

True Romance ist einer Deiner Lieblingsfilme, NBK einer Deiner Hassfilme und beide waren ursprünglich ein und das selbe Drehbuch von Quentin Tarantino. ;) Das heißt in NBK ist noch genug QT übrig, dass er Dir mit dieser gewonnen Einstellung sicherlich besser gefallen könnte. Sicherlich hat Oliver Stone das Ganze extrem "entstellt", aber alleine die Figuren, Dialoge und Filmanspielungen sprechen doch eine eindeutige tarantinoeske Sprache. Schau den Film nochmal unter diesem Gesichtspunkt! Wie Diebels meinte, kann Film mit anderer Einstellung, Laune oder einem neuen Blickwinkel ganz anders wirken, nur verkrampfe Dich nicht so sehr auf Deinen ersten Eindruck. Erwarte einfach nicht immer, unterhalten zu werden, sondern erwarte einfach einen Film, der einen Eindruck hinterlässt. Den Tipp lege ich Dir generell ans Herz.


              Artikel & News zu Filmen, Games, Musik & Technik

Heath_Hardy

@Mr. Blonde

Eins Vorweg: Ich weis noch nicht wie man hier korrekt zitieren kann, wenns mir einer erklären würde wäre ich sehr dankbar :icon_mrgreen:

ZitatWelche Komponenten hast Du denn für Dich festgelegt? Wie muss ein Film sein, um bei Dir 4/10 zu verdienen? Wenn für Dich sehr gute Schauspielerleistungen nichts bedeuten bzw. schon nicht ausreichen, um mehr als 1/10 zu vergeben, dann frage ich mich wirklich, ob Du der Meinung bist, dass die Schauspielerleistungen in "Con Air" grandios, unübertrefflich und oscarreif sind?

1/10 =
absoluter Müll ! = Filme die ich abscheulich finde, an denen wirklich nichts positives zu finden ist. Ordentliche schauspielerische Leistung (NBK, Time to Kill) führen nicht zwingend zu mehr als 1/10.

2/10 =
grotten schlecht ! = Filme die durch ein zwei Aspekte nicht ganz so erbärmlich sind wie 1/10.

3/10 =
sehr schlecht ! = Der Durchschnitt eines richtig schlechten Films, der aber nicht so schlecht ist das ich ihn ganz so zerreißen würde wie 1 und 2/10.

4/10 =
schlecht! = Filme mit vielleicht Schauspielerisch guter Leistung oder Streckenweise ordentlichen Abschnitten aber einem Unterhaltungswert von 3/10.

5/10 =
schwach ! = z.B. Filme mit Teils gutem Ansatz aber einer sehr schwachen Ausführung.

6/10 =
nichts besonderes ! = Filme mit einem minimalen Unterhaltungswert alles in allem aber zu schwach um als ordentlicher Film durch zu gehen.

7/10 =
ganz ok ! = Ordentliche Filme einmal anschauen geht. Teils auch gute Filme die in gewissen Punkten leichte Abzüge bekommen.

8/10 =
guter Film ! = Der durchschnitt eines Guten Films, toll gemacht, gute schauspielerische Leistung, künstlerisch gut und/oder guter Unterhaltungswert (Kann ich mir teils auch mehrmals anschauen).

9/10 =
sehr guter Film ! = Sehr gut, hat mich prima Unterhalten, Aspekte Ähnlich wie bei 8/10 nur eben einen Tick cooler/besser.

10/10 =
absolut perfekter Film ! = Der perfekte Film, rundum klasse alles stimmt, der Film hat mich förmlich mit gerissen.


ZitatExpendables, Con Air, A-Team und co machen Dir Probleme, den Filminhalt zu merken?  new_all_coholic
Nein, mit dem das ich schon Probleme habe mir Top Filme zu merken meinte ich eher 8 oder 9/10er, sind auch top/gute Filme und wenn man die Filme dieser beiden Noten addiert kommt man auf knapp 500 Filme, mir da jeden Inhalt genau zu merken ist etwas schwierig.


ZitatWenn Du schon auf die Kacke hauen willst, dann solltest Du besser überdurchschnittlich viel Ahnung haben. Woran misst Du das?
Das Messe ich daran das ich zum einen für mein alter viel gesehen habe und zum anderen das ich Filme (Meiner Meinung nach jedenfalls) gut einschätzen kann und natürlich daran das ich mich über einzelne Projekte und und Darsteller gut Informiere und über sie und ihre Filme, ob kommende oder alte, viel weis.


ZitatDu kannst Dich auch Kackwurst55 nennen, wenn Deine Argumentation stimmt, ist das tatsächlich Wurst. Aber Diebels hat es wieder vor mir gesagt!
Mit 99% der ofdb.de Mitglieder schreibe und argumetiere ich aber nicht wie mit euch gerade und die sehen dann nur einen Namen, der Name ist der erste Eindruck.


ZitatWelchen Deiner 10/10-Kandidaten würdest Du als künstlerisch wertvoll erachten? Und die Tarantinofilme nehme ich Dir weg, die zählen jetzt mal nicht!
10/10 eher weniger, da ich mein Hauptkriterium die Unterhaltung ist, aber 8/10 und 9/10 gibt es genug.
Hier ein Par Beispiele:
(alle 9/10)
Midnight in Paris
Brothers
Wall Street
Der Gott des Gemetzels
Die Haut in der ich wohne
Forrest Gump
The Artist
American History X
Einer Flog über das Kuckucksnest

Ich bin mal gespannt ob du diese Filme als anspruchsvoll bezeichnest
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

Heath_Hardy

Zitat von: Mr. Blonde am  5 Juni 2012, 23:02:11
Edit:

Dürfte für Dich interessant sein Vincent_Lundgren:

True Romance ist einer Deiner Lieblingsfilme, NBK einer Deiner Hassfilme und beide waren ursprünglich ein und das selbe Drehbuch von Quentin Tarantino. ;) Das heißt in NBK ist noch genug QT übrig, dass er Dir mit dieser gewonnen Einstellung sicherlich besser gefallen könnte. Sicherlich hat Oliver Stone das Ganze extrem "entstellt", aber alleine die Figuren, Dialoge und Filmanspielungen sprechen doch eine eindeutige tarantinoeske Sprache. Schau den Film nochmal unter diesem Gesichtspunkt! Wie Diebels meinte, kann Film mit anderer Einstellung, Laune oder einem neuen Blickwinkel ganz anders wirken, nur verkrampfe Dich nicht so sehr auf Deinen ersten Eindruck. Erwarte einfach nicht immer, unterhalten zu werden, sondern erwarte einfach einen Film, der einen Eindruck hinterlässt. Den Tipp lege ich Dir generell ans Herz.

Klar lässt das Drehbuch einzelne Gemeinsamkeiten erkennen aber trotzdem sind sie Grundverschieden.
True Romance ist einfach cool und macht Spaß. Ich finde auch die Charaktere unglaublich toll, Christian Slater und Patricia Arquette sind in ihren Rollen klasse und verkörpern sie perfekt. Einfach gute Action, tolle Sprüche, toll umgesetzte Story und richtig klasse Darsteller. Wir haben hier ja auch zwei Helden bzw. Hauptdarsteller (auch wenn sie etwas daneben sind) mit denen man mitfiebert. Riesen Unterhaltungswert!
NBK hingegen ist sinnlos, macht keinen Spaß, hat keine gut gezeichneten Charaktere die was reißen, die Darsteller können aus diesem Film halt auch nichts raus holen, denn einen Woody Harrelson mag ich eigentlich ganz gerne, die Story ist schlecht und die Umsetzung noch schlechter und Null Unterhaltungswert!
Zwei ähnliche Ideen, die eine ist perfekt gelungen die andere hat genau das Gegenteil geschafft.
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

Heath_Hardy

mir gefällt übrigens das Fazit von niklas90 zu NBK sehr gut!  Er hat meiner Meinung nach in jeder Hinsicht recht, besser hätte ich es auch nicht sagen können.
http://www.ofdb.de/review/413,383834,Natural-Born-Killers
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

horror1966

NBK ist vielleicht alles, aber definitiv nicht sinnlos. Wenn man den Film einmal etwas genauer betrachtet, offenbart sich nämlich eine herrlich überzogene Gesellschafts-Satire, die zudem auch noch wunderbar drastisch in Szene gesetzt wurde.

Heath_Hardy

Zitat von: horror1966 am  6 Juni 2012, 01:02:29
NBK ist vielleicht alles, aber definitiv nicht sinnlos. Wenn man den Film einmal etwas genauer betrachtet, offenbart sich nämlich eine herrlich überzogene Gesellschafts-Satire, die zudem auch noch wunderbar drastisch in Szene gesetzt wurde.

Find ich jetzt gar nicht, das ist einfach geschmacksache ob man genau das mag was du da ansprichst.
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

horror1966

Natürlich ist es Geschmacksache ob einem die Art der Umsetzung gefällt, das ändert aber doch nichts an der Tatsache, das es sich um eine bitter-böse Kritik an der Gesellschaft handelt, die ein Mörder-Päärchen zu Superstars macht.

Heath_Hardy

Zitat von: horror1966 am  6 Juni 2012, 01:28:58
Natürlich ist es Geschmacksache ob einem die Art der Umsetzung gefällt, das ändert aber doch nichts an der Tatsache, das es sich um eine bitter-böse Kritik an der Gesellschaft handelt, die ein Mörder-Päärchen zu Superstars macht.

Ja aber genau das meine ich ja muss man mögen, diese bitter-böse Gesellschaftskritik.
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

pm.diebelshausen

6 Juni 2012, 02:28:51 #43 Letzte Bearbeitung: 6 Juni 2012, 02:30:32 von pm.diebelshausen
Es ist natürlich schwer, die Konsumentenkritik (denn das ist NBK für mich mehr als Medienkritik) in diesem Film zu sehen geschweigedenn anzunehmen, wenn man selber zu den Konsumenten genau der Arten von Unterhaltung gehört, die Gewalt als Funfaktor ausverkaufen - deshalb macht für mich inzwischen Deine Bewertung von Boondock Saints etc einerseits und NBK andererseits völlig Sinn.

Gleichzeitig zu behaupten, man verstehe viel von Filmen, halte Horror für im Widerspruch zu Filmkunst stehend und wer Rampage mag sei nicht normal im Kopf, ist aber weit weniger stimmig und nah am Nonsens. So leere Worthülsen wie "Einfach gute Action, tolle Sprüche, toll umgesetzte Story und richtig klasse Darsteller" reichen mir da als Begründungen absolut nicht - einfach ist es nämlich wirklich nicht, hast Du oben selbst gesagt, und was "toll" ist, weiß auch kein Mensch.

Fände super, wenn Du da an manche Reviews nochmal rangehen würdest und plattes Unverständnis manchen Filmen und ihren positiv gestimmten Zuschauer gegenüber durch konkrete Argumente ersetzt.  :respekt:
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

PierrotLeFou

Ich wollte erst nichts schreiben, will nun aber doch mal kurz meinen Senf dazugeben...

Zitat
1/10 =
absoluter Müll ! = Filme die ich abscheulich finde, an denen wirklich nichts positives zu finden ist. Ordentliche schauspielerische Leistung (NBK, Time to Kill) führen nicht zwingend zu mehr als 1/10.

"Absoluter Müll" klingt nach einem Werturteil, das mit einem Wahrheitsanspruch auftritt.... "an denen wirklich [!] nichts positives zu finden ist" ist schon gar nicht mehr anders zu verstehen....

"Filme, die ich [!] abscheulich finde" beschreibt nun aber eine rein subjektive Sicht auf die Dinge.


Was sind nun deine Bewertungskriterien? [Dass ein 5-6/10-Film bei dir irgendwo zwischen der 1/10 und der 10/10 angesiedelt ist, hilft da kaum weiter...] Ist es dein rein persönliches Gefallen-finden an einem Film, das davon abhängt, wie sehr er dich unterhält? Gibt es vielleicht doch Aspekte, denen du eine objektive Rolle zuschreiben würdest? [Das Schauspiel wird von dir genannt - manche Filme können (so schreibst du) durch gute Darsteller aufgewertet werden, andere hingegen nicht...]

Welchen Stellenwert hat das Handwerk der Kameraarbeit bei dir? Und welchen Stellenwert hat die Funktion, das Konzept der Kameraarbeit? Welchen Stellenwert hat die Montage (der Bilder, der Töne und ihrem Verhältnis zueinander), die Farbdramaturgie?
Um mal am Beispiel NBK zu bleiben: wie interpretierst du die Symbolik der Schlange in dem Film? Wie interpretierst du das Verhältnis von Farb-, s/w- und animierten Bildern im Kontext des Films?

Natürlich ist es dein gutes Recht zu sagen, dass dir eine "bitter-böse Gesellschaftskritik" nicht automatisch auch einen guten Film ausmacht... zumal diese in NBK ja auch (bewusst womöglich?) doppelzüngig [oh, da ist die Schlange wieder... das war jetzt aber wohl tatsächlich bloß Zufall :icon_mrgreen:] daherkommt...
Ich würde auch sagen, dass verdammt viele Exploitationfilme eine bitterböse Gesellschaftskritik enthalten ohne dadurch gleich gut zu werden...

Aber je stärker du auf Inhalte und Formen interpretierend eingehst, je genauer du beschreibst und analysierst, desto besser wird man deine Bewertungen verstehen können... (Und nochmals: grundsätzlich solltest du dich entscheiden, ob du versuchen willst, objektive Wertungen abzugeben, oder ob du bloß nach persönlichem Geschmack bewerten willst, der ohnehin völlig unverbindlich ist... dem 1/10-Zitat zufolge willst du beides gleichzeitig...)

Momentan stehe ich deinen schlechten Bewertungen von Filmen wie "Fear and Loathing in Las Vegas", "NBK", "Planet Terror", "Charlie and the Chocolate Factory" (alle mit 1/10 bewertet), "Fargo", "Sweeney Todd", "Traffic" oder "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" (alle mit 2/10 bewertet) äußerst ratlos gegenüber... zumindest solange du doch irgendwie auch mit dem Anspruch daherkommst, dass dein persönlicher Geschmack ["Filme die ich abscheulich finde,"] eine Art objektiver Wahrheit trifft ["Filme ... an denen wirklich nichts positives zu finden ist"]...
Jetzt haben deine Bewertungen natürlich wenig mit deinen Reviews zu tun: während ich mit deinen wohlwollenden Reviews aber keine größeren Probleme habe, scheinst du mir im Verriss [Rampage, Contagion] durchaus mit Tautologien zu argumentieren, wie du es hier im Thread im Fall von NBK auch machst:
Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 00:56:34
NBK hingegen ist sinnlos, macht keinen Spaß, hat keine gut gezeichneten Charaktere die was reißen, die Darsteller können aus diesem Film halt auch nichts raus holen, denn einen Woody Harrelson mag ich eigentlich ganz gerne, die Story ist schlecht und die Umsetzung noch schlechter und Null Unterhaltungswert!
Zwei ähnliche Ideen, die eine ist perfekt gelungen die andere hat genau das Gegenteil geschafft.
Was vermittelst du hier?
- NBK sei sinnlos. (Gründe werden nicht genannt.)
- NBK mache keinen Spaß bzw. habe keinen Unterhaltungswert. (Hier wäre die Betonung, dass er dir keinen Spaß mache, womöglich sinnvoller...)
- NBK habe keine gut gezeichneten Charaktere. (Weshalb nicht und was bedeutet "gut" hier? Und soll und darf das vielleicht so sein?)
- Story sei schlecht. (Gründe werden nicht genannt.)
- Umsetzung sei noch schlechter. (Weshalb?)

Die Gründe, die du nennst, um deine Abneigung zu erlären, wiederholen sich teilweise, sind aber ansonsten nahezu allesamt Behauptungen, denen noch jede Grundlage fehlt... Im "Rampage"- & "Contagion"-Verriss ist das auch jeweils spürbar. Wenn du bestimmten Filmen alles oder nahezu alles absprichst, solltest du einfach gründlicher auf ihre Elemente eingehen [Und man kann sich nie sicher sein, alle wahrgenommen zu haben... vielleicht kann man gar nicht alle wahrnehmen...] und dann jeweils argumentativ belegen, weshalb die allesamt scheitern...
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Mr. Blonde

Zitat
1/10 =
absoluter Müll ! = Filme die ich abscheulich finde, an denen wirklich nichts positives zu finden ist. Ordentliche schauspielerische Leistung (NBK, Time to Kill) führen nicht zwingend zu mehr als 1/10.

Das widerspricht sich doch völlig. Oder sind für dich ordentliche schauspielerische Leistungen "wirklich nichts positives"?

Irgendwie sind deine 9/10 ja spannender, als die Spitze. Jedenfalls finde ich da schon das ein oder andere, was ich nicht in Richtung pure Unterhaltung schieben würde.

ZitatKlar lässt das Drehbuch einzelne Gemeinsamkeiten erkennen aber trotzdem sind sie Grundverschieden.

Sind sie das wirklich? Ich bitte nochmals zu beachten, dass es sich im Grunde um die gleichen Figuren in beiden Filmen handelt. In beiden Filmen geht es auch um ein kriminelles Pärchen, dass mordet, raubt usw. und dabei gejagt wird. Slater und Arquette sind zwar sympathischer, aber ich sehe nichts heldenhaftes an einem psychisch-kranken Einzelgänger, der sich Elvis einbildet und absolute Gewaltausbrüche bekommt, wenn ihm was nicht passt.

Richtig klasse Darsteller hat NBK zu Hauf und mit Tommy Lee Jones, Robert Downey Jr. und Tom Sizemore auch in den Nebenrollen mindestens so gut besetzt, wie True Romance. Jedenfalls meine Meinung.

ZitatNBK hingegen ist sinnlos

Sinnlos doch nur, wenn du dem Film andichtest, er müsse ein Unterhaltungsprodukt sein. Sein Sinn ist aber, eine Mediensatire zu sein und diesen Sinn erfüllt er absolut.

Zitatmacht keinen Spaß

Es ist keine Komödie, muss keinen Spaß machen.

Zitatdie Story ist schlecht und die Umsetzung noch schlechter

Hast Du die Vorlage tatsächlich gelesen, damit meine ich das Originaldrehbuch von QT? True Romance ist nämlich auch nicht so gut umgesetzt und unterscheidet sich eben auch von dem Oritginaldrehbuch, was Du ja eigentlich bei NBK kritisierst... Die Story wäre schlecht.

ZitatZwei ähnliche Ideen, die eine ist perfekt gelungen die andere hat genau das Gegenteil geschafft.

Zwei unterschiedliche Filme von unterschiedlichen Regisseuren, die einen ganz anderen Ansatz verfolgen und dir gefällt die ernsthafte und bitterböse Variante eben nicht, okay. Unterhaltungswert ist in NBK in meinen Augen genug da, wenn man sich das extreme Overacting von Robert Downey Jr. und Tommy Lee Jones betrachtet, dann merkt man, welchen Spaß die hatten und welche Pilze die gefressen haben.
Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 01:13:31
Zitat von: horror1966 am  6 Juni 2012, 01:02:29
NBK ist vielleicht alles, aber definitiv nicht sinnlos. Wenn man den Film einmal etwas genauer betrachtet, offenbart sich nämlich eine herrlich überzogene Gesellschafts-Satire, die zudem auch noch wunderbar drastisch in Szene gesetzt wurde.

Find ich jetzt gar nicht, das ist einfach geschmacksache ob man genau das mag was du da ansprichst.

Es ist aber keine Geschmackssache, ob man absichtlich die Augen verschließt und nicht erkennt, dass es sich dabei um eine Satire handelt, welche auf jeden Fall kritisch und eben hintergründig mit den Medien umgeht. Das kannst Du nicht einfach ignorieren und behaupten, es wäre Geschmackssache oder sinnlos. Sinnlos ist so ziemlich mein absolutes Hasswort, wenn es um die Bewertung von Filmen geht, weil hunderte von Leuten sicherlich nicht während den Dreharbeiten wochenlang gearbeitet haben, um einen sinnlosen Film zu drehen.


              Artikel & News zu Filmen, Games, Musik & Technik

Heath_Hardy

Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 01:01:15
mir gefällt übrigens das Fazit von niklas90 zu NBK sehr gut!  Er hat meiner Meinung nach in jeder Hinsicht recht, besser hätte ich es auch nicht sagen können.
http://www.ofdb.de/review/413,383834,Natural-Born-Killers
Bitte einfach mal lesen. Ich stimme ihm in jedem Punkt zu, tolles Review! Für den der nicht den Nerv oder die Zeit hat das ganze Review zu lesen tuts auch das Fazit.
Ich könnte niemals so ein Review schreiben dafür fehlt es mir an Schreibqualitäten...

Ich bekomme zunehmend den Eindruck das hier viele viel zu viel aus einem Film interpretieren
Das Medium Film ist meiner Meinung immer noch dazu da um uns in erster Linie zu Unterhalten. Ob anspruchsvolle Dramen, coole Actionkracher, tolle amüsante Komödien, künstlerisch wertvollen Filmen, Bild und Landschaftsgewaltige Fantasy Filme oder Epische Sci-Fi Streifen. Wen brutale Horror Filme unterhalten, der soll sich damit unterhalten.
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

Mr. Blonde

6 Juni 2012, 04:01:04 #47 Letzte Bearbeitung: 6 Juni 2012, 04:15:27 von Mr. Blonde
Ich will noch auf eine Sache aufmerksam machen, dann ziehe ich mich zurück. Die weiße Flagge liegt schon bereit.

Du meinst, NBK würde keinen Spaß machen. Ich frage mich nur, warum Du, der anscheinend Tarantinofilme sehr mag, dann nicht auch Spaß an den Dialogen hattest?

Alleine die Szene am Anfang im Diner, in der Mickey über Limonenkuchen philosophiert, als gebe es für einen kranken Mörder nichts wichtigeres, ist Tarantino pur! Diese heiteren Dialoge finden sich in Inglourious Basterds (Der Strudel ist wirklich sehr gut!) in Pulp Fiction (ROYAL MIT KÄÄÄÄÄSE) und auch in Reservoir Dogs wider (Ich zahle kein Trinkgeld!). In True Romance redet Clarence auch über Burger: (So einen guten Burger habe ich noch nie gegessen!) Überall haben wir Menschen, denen man eigentlich das Menschsein absprechen würde, weil es Kriminelle, Gangster, Mörder usw. sind, aber trotzdem sind sie so menschlich, weil sie sich über eigentlich belangloses, aber doch heiteres Zeug unterhalten. Und genau darum ist auch die Charakterisierung in NBK gelungen, weil diese kranken Mörder immer noch genug Macken haben, die sie zu echten Menschen werden lässt. Ist Dir das in NBK nicht aufgefallen? Fällt es Dir jetzt auf? Hat der Film nun immer noch keinen Humor zu bieten oder verstehst Du ihn in diesem Fall einfach nicht?

Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 03:53:02
Ich bekomme zunehmend den Eindruck das hier viele viel zu viel aus einem Film interpretieren
Das Medium Film ist meiner Meinung immer noch dazu da um uns in erster Linie zu Unterhalten.

Und weil wir da eben nicht so der Meinung sind, dass es so simpel ist bzw. wir Filme nicht nur wegen der Unterhaltung schauen, stellen wir eben fest, fragen nach und hoffen, dass Du eigentlich auf unsere Themen näher eingehen würdest. Du wolltest einen Autorenthread aufmachen, indem Deine Reviews besprochen und analysiert werden. Dies ist schwerlich lösbar, wenn wir einfach nicht herausfinden, wie Du tickst und warum Du Dir so oft widersprichst. Wir meinen es wirklich gut.


              Artikel & News zu Filmen, Games, Musik & Technik

horror1966

Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 03:53:02


Ich bekomme zunehmend den Eindruck das hier viele viel zu viel aus einem Film interpretieren



Ich bekomme vielmehr den Eindruck, das du einige Filme überhaupt nicht verstehst. :00000109:

Heath_Hardy

Zitat von: Mr. Blonde am  6 Juni 2012, 04:01:04
Ich will noch auf eine Sache aufmerksam machen, dann ziehe ich mich zurück. Die weiße Flagge liegt schon bereit.

Du meinst, NBK würde keinen Spaß machen. Ich frage mich nur, warum Du, der anscheinend Tarantinofilme sehr mag, dann nicht auch Spaß an den Dialogen hattest?

Alleine die Szene am Anfang im Diner, in der Mickey über Limonenkuchen philosophiert, als gebe es für einen kranken Mörder nichts wichtigeres, ist Tarantino pur! Diese heiteren Dialoge finden sich in Inglourious Basterds (Der Strudel ist wirklich sehr gut!) in Pulp Fiction (ROYAL MIT KÄÄÄÄÄSE) und auch in Reservoir Dogs wider (Ich zahle kein Trinkgeld!). Überall haben wir Menschen, denen man eigentlich das Menschsein absprechen würde, weil es Kriminelle, Gangster, Mörder usw. sind, aber trotzdem sind sie so menschlich, weil sie sich über eigentlich belangloses, aber doch heiteres Zeug unterhalten. Ist Dir das in NBK nicht aufgefallen? Fällt es Dir jetzt auf? Hat der Film nun immer noch keinen Humor zu bieten oder verstehst Du ihn in diesem Fall einfach nicht?

Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 03:53:02
Ich bekomme zunehmend den Eindruck das hier viele viel zu viel aus einem Film interpretieren
Das Medium Film ist meiner Meinung immer noch dazu da um uns in erster Linie zu Unterhalten.

Und weil wir da eben nicht so der Meinung sind, dass es so simpel ist bzw. wir Filme nicht nur wegen der Unterhaltung schauen, stellen wir eben fest, fragen nach und hoffen, dass Du eigentlich auf unsere Themen näher eingehen würdest. Du wolltest einen Autorenthread aufmachen, indem Deine Reviews besprochen und analysiert werden. Dies ist schwerlich lösbar, wenn wir einfach nicht herausfinden, wie Du tickst und warum Du Dir so oft widersprichst. Wir meinen es wirklich gut.

Ja was diese Szenen in Tarantino Filmen angeht kann ich dir zustimmen (Ich liebe diese Szenen!), auch wenn ich sagen muss ich erinnere mich nicht mehr an die Diner Szene in NBK.
Tarantino hat es geschaft zugleich meine Lieblingsfilme stark zu beeinflussen als auch wirklich Filme raus zu bringen die in meinen Augen einfach nur schlecht sind.
Das mit dem das ich mir oft wiederspreche liegt wohl an meiner schlechten Ausdrucksweise was das angeht  :icon_mrgreen:
Mich würde mal Interessieren was deine 10 Lieblingsfilme sind? (Bitte ohne Horror ;) )
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

pm.diebelshausen

6 Juni 2012, 04:23:24 #50 Letzte Bearbeitung: 6 Juni 2012, 04:50:32 von pm.diebelshausen
Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 03:53:02
Das Medium Film ist meiner Meinung immer noch dazu da um uns in erster Linie zu Unterhalten. Ob anspruchsvolle Dramen, coole Actionkracher, tolle amüsante Komödien, künstlerisch wertvollen Filmen, Bild und Landschaftsgewaltige Fantasy Filme oder Epische Sci-Fi Streifen.

Und eine der überaus sinnvollen Aussagen von NBK lautet, dass das ein Irrtum ist (ich habe ihn mir gerade angesehen). Dass Filme eben nicht immer noch dazu da sind, uns in erster Linie zu unterhalten, und zwar vor allem nicht, wenn es um Gewalt geht. Deshalb ist NBK kein cooler Actionkracher sondern ein störender Actionkracher, keine tolle amüsante Komödie sondern eine überdrehte Komödie, kein anspruchsvolles Drama sondern anspruchsvolle Metareflexion unseres Konsums von Gewaltdarstellungen in coolen Actionkrachern und den Medien der Informationsgesellschaft - und ob man ihn mag oder nicht unterm Strich ein künstlerisch wertvoller Film, der ein wahres Feuerwerk aus Gestaltungswillen darstellt. Das einzugestehen müsste aber verlangen, eigene Sehgewohnheiten und -vorlieben in Frage zu stellen und dazu scheinst Du nicht bereit, wenn Du Dich immer wieder auf "Geschmackssache" und die leere Worthülse "Unterhaltung" beschränkst und zurückziehst.

Es geht hier dabei nicht im persönliche Kritik, sondern darum, dass mir das nicht für Reviews reicht. Für meine Begriffe muss man, will man Filmkritik üben, dazu bereit sein, die eigene Sicht mitzureflektieren und sich die Offenheit zu bewahren oder erarbeiten, sich weiterzuentwickeln. Du bekommst hier so viele Aspekte von einigen Leuten detailliert vorgelegt und gehst doch auf so wenig konkret ein, dass ich mich Frage, wozu dann einen Autorenthread eröffnen?


Zitat von: horror1966 am  6 Juni 2012, 04:02:11
Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 03:53:02
Ich bekomme zunehmend den Eindruck das hier viele viel zu viel aus einem Film interpretieren

Ich bekomme vielmehr den Eindruck, das du einige Filme überhaupt nicht verstehst. :00000109:

Naja, ob und wie ein Film verstanden wird, ist ja eine Sache, eine andere die Diskussion darüber, aufrgrund welcher Argumentationen und darum geht es hier mehr.

Die Rede vom "zuviel in einen Film hineininterpretieren" ist uns allerdings allen ganz gut bekannt. Die kommt meistens auch bei Argumentationsdürre und zeugt von einem Verkennen der Bedingungen, unter denen Filme entstehen: Filme machen heißt nämlich nichts weiter als eine komplexe und kontinuierliche Kette von Entscheidungen treffen. Wenn man das nicht sieht, dann erscheint die Auseinandersetzung mit diesen Entscheidungen (warum ist dies und das, die Kamera, der Sound, der Schnitt, die Farbe... so und so in dem Film und nicht anders?) als hineininterpretieren.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Mr. Blonde

Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 04:17:10
Das mit dem das ich mir oft wiederspreche liegt wohl an meiner schlechten Ausdrucksweise was das angeht  :icon_mrgreen:

Das liegt imo eher an Äußerungen, die uns unterstellen, wir würden zu viel in Filme interpretieren, während Du gleichzeitig Niclas90 Kritik lobst, die aus NBK ein "nichts sagendes Drama" macht.


              Artikel & News zu Filmen, Games, Musik & Technik

wusselpompf

6 Juni 2012, 09:31:52 #52 Letzte Bearbeitung: 6 Juni 2012, 09:44:44 von wusselpompf
Zitat von: Vincent_Lundgren am  5 Juni 2012, 16:34:55
Ich kann mit Filmen die mir Angst machen wollen nichts anfangen ich schaue keine Filme um mir Angst einzujagen oder mich zu schockieren, ich sehe den Sinn eines Films einfach in etwas anderem.
Deswegen werte ich da ein ganzes Genre ab.
Den ersten Satz kann ich vollkommen nachvollziehen, weil er absolut legitim ist - den zweiten nicht. Ich habe auch meine Genres, die ich nur mit der Kneifzange anfasse (US-Western z.B. oder Musikfilme). Ich versuche aber mir diese Vorlieben immer wieder bewusst zu machen, so dass ich wenn mir doch mal so ein Film unterkommt ich dem Film gegenüber "fair" bin. Denn was kann der Film dafür, zu einem Genre zu gehören, dass mir nicht zusagt?

ZitatJa ich bewerte Filme hauptsächlich am Unterhaltungswert (Unterhaltung ist aber sehr vielseitig), denn dazu sind Filme da, um zu unterhalten. Das "Am selben Unterhaltungs Maßstab" sehe ich so als würdest du denken ich schaue konzentriert nur nach einer/meiner bestimmten Richtung, das kann ich dir sagen ist definitiv nicht der Fall, denn wie gesagt Unterhaltung ist vielseitig.
Ich habe letztens hana-bi zum ersten mal gesehen und habe nach grober Vorabinformation einen eher actionlastigen Film erwartet. In sofern wurden meine Erwartungen enttäuscht. Da Kintano aber in bestimmten Bereichen derart beeindruckend inzeniert (z.B. die Feuer-Blume Metaphorik im ganzen Film, das weitererzählen einer Szene auf der auditiven Ebene, während die visuelle Ebene auf einem Beobachter verharrt usw.) kam am Ende dennoch eine hohe Bewertung dabei raus. Sogesehen wurden meine Erwartungen an die Unterhaltung durch den Film enttäuscht, ich habe aber dennoch einen tollen Film gesehen der mich auf der Metaebene besser unterhalten hat als alle Michael Bay-Filme zusammen.
Damit will ich sagen, dass Filme auch anders unterhalten können als durch reine Aktion, temporeiche Inszenierung usw.

Zitat von: Vincent_Lundgren am  6 Juni 2012, 03:53:02
Ich bekomme zunehmend den Eindruck das hier viele viel zu viel aus einem Film interpretieren
Das Medium Film ist meiner Meinung immer noch dazu da um uns in erster Linie zu Unterhalten. Ob anspruchsvolle Dramen, coole Actionkracher, tolle amüsante Komödien, künstlerisch wertvollen Filmen, Bild und Landschaftsgewaltige Fantasy Filme oder Epische Sci-Fi Streifen. Wen brutale Horror Filme unterhalten, der soll sich damit unterhalten.
Dem muss ich don nochmal entschieden widersprechen (also dem zweiten Absatz, mit dem ersten hast du wahrscheinlich recht ;) ).
Gerade bei SF-Filmen gibt es neben dem Unterhlatungsaspekt (fast) immer auch eine gesellschaftskritische Ebene, die sich aber erst durch Auseinandersetzung mit den Themen des Filmes und dem Entstehungskontext erschließt. Egal ob Science gone awry / Alien Invasion Filme der 50er, Vietnam-geprägte Gesellschaftsdystopien der 70er, oder Bays Armageddon im Zuge (pun not intented) des Vorbeiflugs des Halleyschen Kometen - Hintergrundinfos bereichern das Filmerlebnis, können sogar in einingen Fällen spannender sein als ein Film selbst.
Natürlich muss man derartiges nicht berücksichtigen, aber gerade in Rezensionen und einem Filmforum sind das natürlich Punkte, die auch gerne aufgegriffen bzw. diskutiert werden.
Wie "künstlerisch wertvollen Filmen" in die Auflistung passt, weiß ich nicht so recht. Blade Runner z.B. ist sowohl ein SciFi Film als auch künstlerisch höchst wertvoll.
Galactic President Superstar McAwesomeville

"You're not married, you haven't got a girlfriend and you never watched Star Trek? Good Lord" - Patrick Stewart "Extras"

Mayoko

Hallo Vincent_Lundgren. Ich bin zwar auch erst "vor kurzem" eine aktive Schreiberin für die OFDb geworden, trotzdem möchte dir gerne ein paar Tipps mitgeben.

Als erstes muss ich wohl mal loswerden das jeder Film reine Geschmacksache ist und dir scheinen es eben die Blockbuster am meisten angetan zu haben. Deshalb sind auch deine 10er Filme für mich völlig legitim.  ;)
Ich persönlich schaue mir natürlich auch ganz gerne Blockbuster an. Allerdings gefallen mir "anspruchsvollere Filme" in der Regel schon besser. Und das nicht weil sie in der Pflicht sind nur zu unterhalten, sondern mich halt zum Nachdenken anregen. Sowas gefällt mir eben besser, ist aber wie oben erwähnt reine Geschmacksache.

Aber jetzt zu deinen Reviews selbst:
Soweit sind sie ganz ordentlich geschrieben. Vielleicht solltest du nur etwas mehr auf Groß-und Kleinschreibung achten, ansonsten gibt es aber nicht wirklich viel zu meckern. Du fasst dich relativ kurz, bringst aber deine Hauptgründe warum dir etwas gefällt oder eben missfällt trotzdem zur Sprache. Vielleicht solltest du aber bestimmte Dinge etwas mehr vertiefen.

Da vor allem deine Rampage Kritik stark kritisiert wurde, habe ich mal als Außenstehende - die den Film übrigens noch nicht gesehen hat -  einfach mal rein gelesen.
Warum dir der Film überhaupt nicht zugesagt hat, hast du ja sehr ausführlich zur Sprache gebracht. (z.B. wegen Gewaltverherrlichung oder der kranken Hauptfigur)
Was ich aber ein bisschen vermisse, sind die Film-Details. Warum ist der Film z.B. aus deiner Sicht Gewaltverherrlichend oder warum ist die Hauptfigur einfach nur völlig krank? Welche Botschaft könnte ein solcher Film vermitteln?
Auch das hier ist vielleicht etwas hart formuliert:
ZitatNa gut wems gefällt wie ein Gestörter durch die Straßen rennt und sinnlos Menschen ermordet der soll den Film sich anschauen, nur dann ist er meiner Meinung nach nicht ganz normal im Kopf.
Ob es tatsächlich Zuschauer gibt, denen sowas "gefällt", wage ich doch stark zu bezweifeln. Ich denke hier wollte der Regisseur wohl eher die Sinnlosigkeit einer solchen Untat zeigen und reine Fassungslosigkeit zurücklassen.
Bei vielen hat das ja wohl auch funktioniert.

Bei einer Sache gebe ich dir natürlich recht. Einen solchen Film muss man nicht gut finden, wenn er z.B. abstoßend auf dich wirkt. Ich denke du hast uns ja auch verständlich gemacht, dass diese Art "deprimierender/ernster" Film einfach nicht so dein Ding ist.
Vielleicht solltest du aber beim nächsten mal genauer im Vorfeld recherchieren was für einen Film du dir da anschaust. Denn ein Actionfilm scheint Rampage nicht zu sein...

Aber wie gesagt, grundsätzlich finde ich deinen Schreibstil nicht einmal schlecht. Du solltest vielleicht nur ein wenig mehr auf Details eingehen, damit Außenstehende eher die Gelegenheit bekommen, sich in deine Perspektive zu versetzen.

P.S: Wenn du möchtest kannst du auch gerne in meinem Autoren-Thread eine Kritik zu meinen Reviews hinterlassen.  ;)

Don´t worry, be happy!

pm.diebelshausen

Zitat von: Mayoko am  8 Juni 2012, 14:01:13
ZitatNa gut wems gefällt wie ein Gestörter durch die Straßen rennt und sinnlos Menschen ermordet der soll den Film sich anschauen, nur dann ist er meiner Meinung nach nicht ganz normal im Kopf.
Ob es tatsächlich Zuschauer gibt, denen sowas "gefällt", wage ich doch stark zu bezweifeln. Ich denke hier wollte der Regisseur wohl eher die Sinnlosigkeit einer solchen Untat zeigen und reine Fassungslosigkeit zurücklassen.

Nach diesem, mir wegen des problematischen Satzbaues in seiner Aussage unklaren Satzes hatte ich ja oben schonmal gefragt, aber es gab keine Klärung, was Vincent nun genau meint:

Zitat von: pm.diebelshausen am  4 Juni 2012, 21:36:46
Der letzte von Blondie oben zitierte Satz ist übrigens grammatikalisch so daneben, dass es unklar ist, wie man ihn verstehen soll: einer, dem der Film gefällt, oder einer, dem es gefällt in einem Film jemandem zuzuschauen, der Amok läuft, oder einer, dem es gefällt Amok zu laufen? Wenn man schon so harsch kritisiert (aber sonst auch), muss man aufpassen, dass man exakt ist, sonst wird das alles nur Gewurschtel.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

RoboLuster

8 Juni 2012, 17:04:46 #55 Letzte Bearbeitung: 8 Juni 2012, 17:13:09 von RoboLuster
Bin gerade eben hier drüber gestolpert und frage mich, wer hier die meisten Perlen vor die Säue geworfen hat. :icon_lol:


(Aber eine gute Sache hat es doch, denn ich habe nen Ständer, weil ich wieder an den geilen Amoklauf aus Rampage gedacht habe.)
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

wusselpompf

Zitat von: RoboLuster am  8 Juni 2012, 17:04:46
Bin gerade eben hier drüber gestolpert und frage mich, wer hier die meisten Perlen vor die Säue geworfen hat. :icon_lol:


(Aber eine gute Sache hat es doch, denn ich habe nen Ständer, weil ich wieder an den geilen Amoklauf aus Rampage gedacht habe.)

Galactic President Superstar McAwesomeville

"You're not married, you haven't got a girlfriend and you never watched Star Trek? Good Lord" - Patrick Stewart "Extras"

pm.diebelshausen

Was ein schönes Schlussbild hier ist, sofern Vincent nicht wiederkommt.

Robo ist sowieso Perle und Sau zugleich.  :D
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

RoboLuster

9 Juni 2012, 20:19:03 #58 Letzte Bearbeitung: 9 Juni 2012, 20:41:02 von RoboLuster
Das hast du schön geschrieben, Bene. :love:


und wussel de dussel,
wer die Ironie nicht vermag zu verstehen,
der sollte manchen Post einfach übergehen,
sei jetzt nicht mein Feind,
ich wollte nur das es sich reimt.

oink, oink


ps: (Bei Amokläufen reibe ich mich gern mit Waffenöl ein.)
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Heath_Hardy

Zitat von: pm.diebelshausen am  9 Juni 2012, 11:59:54
Was ein schönes Schlussbild hier ist, sofern Vincent nicht wiederkommt.

Robo ist sowieso Perle und Sau zugleich.  :D

War ein par Tage abwesend...
Die Frage ist: meint dieser Robo Cop diese Aussagen ernst oder das (was ich annheme) ironisch?
Sagt jetzt nicht sowas wie "das ist natürlich Ironie", denn ich kenne ihn nicht.
Wenn es Ironie sein soll wären Smileys oder so nicht schlecht um das erkennen zu lassen. :)
Es ist unglaublich wie berechenbar Beschrenktheit ist.

TinyPortal 2.0.0 © 2005-2020