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Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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PostalDude

Kevin allein in New York



Er war sehr nah dran, dieses mal mit genommen zu werden, leider war er im falschen Flieger! 🙈
Aber alleine im Plaza mit Papa´s Kreditkarte ist ja auch nicht schlecht... ;)
Tim Curry´s & Rob Schneider´s Rollen im Hotel sind köstlich !

Aber dummerweise sind die Gangster aus dem ersten Teil ausgebrochen & zufälligerweise treffen sie sich wieder... :D

Die Fallen sind noch kreativer & einfach besser als im ersten Teil! Das die das alles überleben... 🤔🙈

Fazit: Genauso gut wie der erste Teil! 👌🏻

4,5/5

Butzemann

PostalDude läutet Weihnachten ein  :respect:
Version 2.0 [ http://blog-plus.de ]

Heimkino [ http://www.bluray-disc.de/blulife/heimkino/butzemann ]


"Von all den Dingen die mir sind verloren gegangen, hab ich am meisten an meinen Verstand gehangen"

Private Joker

21 Dezember 2022, 12:25:01 #2342 Letzte Bearbeitung: 21 Dezember 2022, 14:28:56 von Private Joker
The Big 4 (Netflix)

Der Neue vom "Night Comes For Us"-Macher, da hat sich die Fangemeinde schon mal vorfreudig die blutigen Steaks geordert und die Messer gewetzt.

Blöderweise hält sich der Anteil "Schlachtplatte, kalt serviert" diesmal in überschaubaren Grenzen, obwohl immer noch ein paar computergenerierte blutige Restkörper in der Landschaft stehen oder liegen. Ersatzstoff Nr. 1: ein erhöhter Comedy-Faktor, was zumindest für uns Mitteleuropäer keine so ganz prickelnde Nachricht ist, Stichwort kindischer Asien-Humor. Gerade in Verbindung mit dem immer noch hohen Gewaltanteil ergibt das eine leicht strange Mischung, die man mögen muss.

Das (also mit dem "mögen müssen") war aber im Ergebnis bei "Night..." auch nicht anders. Auf filmische Offenbarungen muss man nicht hoffen, die Story (wenn man das so nennen will, irgendwas mit einem Action-Team, einen Vatermord und ein paar relativ motivationslos durch die Gegend mordenden Baddies) bekommt auch auf dem sprichwörtlichen Bierdeckel keinerlei Platzangst. Dass man für so einen (sorry) Stuss über 2 Stunden Laufzeit braucht, kann mir auch keiner erzählen.

Stimmt dann wenigstens die Action, auf die halb Netflixland zumindest bis zum Start des zweiten Extrahierers so inständig hofft ? Nun ja, teilweise. Der Showdown zwischen "Topan" und dem zweiäugigen der Bösewichter (ganz tolle Idee, dieses Doppelcasting) etwa hat Schwung, Härte und vor allem viel Tempo, die (kurze) Sache mit dem Magazinen ist mal ein Mini-Highlight. Es gibt aber auch etliche eher flaue Fights und Geballer-Routine, in denen der ohnehin eher schwer erträgliche Snipertyp da aus dem Hintergrund große CGI-Löcher schießt; und so einiges ist auch hemmungsloser Quatsch, zB die Sache
Spoiler: zeige
mit der Panzerfaust oder wenn die Großen 4 da seelenruhig auf die Henchmen der Gegenseite zumarschieren, ohne dass die einen Schuss abgeben
.

Zum Cast sage ich der Höflichkeit halber mal eher wenig, außer dass ich Michelle Tahalea als Killer-Sekretärin ganz cool fand.

Da bei mir hier wie schon beim Vorgänger alle relevanten Kleidungsstücke durchweg trocken blieben, kann ich guten Gewissens sagen: Nichts wirklich Neues oder Herausragendes unter Asiens Sonne. 5/10.

Mord in Yellowstone City (Amazon 99 Cent)

Und schon wieder einer aus der Abteilung "Und wozu braucht man dafür zwei Stunden" ?. Aber der Reihe nach: Das ist auch im eh überschaubaren, aber immer noch überraschend konstanten Angebot an preiswert produzierten Western schon ein leichtes Kuriosum. Nicht nur wegen der Lauflänge, auch wegen der Krimielemente; und vor allem natürlich, weil der Cast im Rahmen des Budgets schon mehr als ordentlich ist: Jane, Byrne, McGowan, sogar Dreyfuss, wobei dessen Auftritt mit "Nebenrolle"  noch sehr schmeichelhaft umschrieben ist.

Ob es an den Promi-Namen liegt, dass das Geld ansonsten eher knapp war ? Schon die CGI-Explosion in der Auftaktszene lässt nichts Gutes ahnen, die Kulisse der "Stadt" geriet auch ein bisschen überschaubar (wenn auch in dem Rahmen noch o.k.), und auch in Sachen Western-Action ist ca 90 Minuten lang weitgehend Fehlanzeige. Überdies passt die relativ karge, flache Landschaft auch nicht zur allgemeinen Vorstellung von Montana, der Establisher sieht da noch komplett anders aus.

Ob der überschaubar raffinierte Krimiplot oder ein paar Versuche in neumodischer Figurenzeichnung (dass da ein schwules Pärchen dabei sein soll, habe ich ehrlicherweise erst gegen Ende kapiert) hinreichend Ersatz bieten ? Muss der geneigte Westernfan - eh eine überschaubare Zielgruppe, fürchte ich - selbst entscheiden. Zumindest gibt es noch mal eine ordentliche Ballerei mit leider eher flauem CGI-Blut gegen Ende, aber richtig viel ist das für zwei Stunden jetzt auch nicht.

Ein paar positive Aspekte sollen nicht unter den Tisch fallen: Byrne ist ein relativ differenzierter Bösewicht, der zwar vorurteilsgeleitet an die Sache herangeht, aber vielleicht wirklich glaubt, in dem Ex-Sklaven den Mörder zu haben. Und irgendwie hatte das Duell Byrne-Jane schon etwas, auf die Gefahr, dass die auf dem Plakat abgebildete Hauptfigur "Cicero" einen Tick zu kurz kommt.

Unter dem Strich fand ich den daher dann doch einen Hauch über dem aus meiner Sicht allerdings auch nicht besonders hoch angesiedelten Westerndurchschnitt der letzten Jahre, weil auf allzu viele Experimente in Sachen Kammerspiel, Kunstanspruch oder halbgare Italowestern-Elemente verzichtet wird. Damit sind wir also im Bereich der bei mir irgendwie recht häufigen 5,5 / 10.

Ach ja "Executive Producer" Veronica Ferres - echt jetzt ??
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

22 Dezember 2022, 00:46:11 #2343 Letzte Bearbeitung: 22 Dezember 2022, 00:55:54 von PostalDude
Zitat von: Butzemann am 21 Dezember 2022, 01:31:39PostalDude läutet Weihnachten ein  :respect:

Yes!

Gestern vergessen:

Zeit für einen typischen Weihnachtsfilm...

Lethal Weapon - Zwei stahlharte Profis



Ja, auch Lethal Weapon ist ein Weihnachtsfilm, spielt ja an Weihnachten ! 🎅🏽💥😁

Alleine die Einführung der 2 Hauptfiguren ist so klasse inszeniert, Murthaugh ist ein Familienmensch, Riggs wacht nackt mit Zigarette & nach dem Tod seiner Frau depressiv & einsam auf...

Hier ist alles noch etwas ernster, düsterer als in den anderen Teilen, aber klar, sie kennen sich ja noch nicht, müssen sich zusammen raufen ^^
2 Gegenspieler, die auch richtige Arschlöcher sind, gut & böse verkörpert von Gary Busey & Mitchell Ryan!

Die gute Story wird abwechslungsreich erzählt (vor allem am Ende) & wenn es knallt, dann wird es gut umgesetzt.

Die Musik kommt von Michael Kamen und Eric Clapton & passt immer perfekt!

Ja, es gibt 1,2 Szenen, die sind eher seltsam bzw. nicht soo gut inszeniert, sage nur Mr. Joshuas Arm & das Feuerzeug, aber das täuscht nicht darüber weg, das es dauerhaft spannend bleibt & es die Begründung des Buddyactionmovies ist ! 😁

4/5

Und gerade eben gesehen, einer der ersten 2 Teile muss es sein... :D

💥💥 Yippee-ki-yay, Motherfucker !

Stirb langsam 2: Special Edition



...und McClane ist mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort... :D

Wieder Weihnachten, dieses Mal in Washington & wieder sind Terroristen im Einsatz & McClane muss es verhindern!

Die Spannung wird eigentlich von Anfang an hoch gehalten!
Der Flughafen als Location ist perfekt, hier kann McClane sich prima austoben :D
Aber es geht auch auswärts davon!
Die Action ist knallhart, geil inszeniert & die Bösewichte sind BÖSE ! Stichwort Absturz :-O

Im Prinzip ist es der erste, nur am Flughafen!

4,5/5

PostalDude

The Long Kiss Goodnight aka Tödliche Weihnachten



Yeah, so muss ein Actionfilm aussehen!

2 Stunden lang, fast nur Daueraction & trotzdem gibt es Charakterentwicklung.
Die Action ist einfach nur geil inszeniert, (Renny Harlin halt ;) ) Geena Davis rockt den Film dermaßen & Samuel L. Jackson gibt (wie so oft) den coolen Sprücheklopfer :D

Bekannte, kleine Nebenrollen wie Brian Cox runden die feine Agentenstory ab, plus eines starken Soundtracks! Orchestral wie auch die Songs, alles perfekt !

Ein bisschen CGI ist leider auch drin, aber es ist nicht so schlimm wie heutzutage! Alles in allem macht der Film extrem viel Spaß! 💥

4,5/5

Hitfield

Ja, Renny Harlin hatte damals wirklich einen irren Lauf: Die Harder, Ford Fairlane, Cliffhanger und Long Kiss Goodnight. :love: Auch Piratenbraut und Deep Blue Sea fand ich unterhaltsam.

Deshalb ist er in meiner Alltime Top 10 der Actionregisseure, zusammen mit u. a. Walter Hill, John Woo, James Cameron, John McTiernan und Paul Verhoeven.
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

PostalDude

Zitat von: Hitfield am 23 Dezember 2022, 02:43:19Ja, Renny Harlin hatte damals wirklich einen irren Lauf: Die Harder, Ford Fairlane, Cliffhanger und Long Kiss Goodnight. :love: Auch Piratenbraut und Deep Blue Sea fand ich unterhaltsam.

Deshalb ist er in meiner Alltime Top 10 der Actionregisseure, zusammen mit u. a. Walter Hill, John Woo, James Cameron, John McTiernan und Paul Verhoeven.

Irgendwann ist er leider in Hollywood verbrannt.. 😕

Moonshade

Man muss das mit Harlin in Relation betrachten, denn vieles was er produziert hat, fand nicht sofort oder gar kein Publikum.
Ford Fairlane war kein großer Publikumserfolg und die "Piratenbraut" war einer der Filme, nach der andere Regisseure nie wieder einen Regieauftrag bekommen.
"Tödliche Weihnachten" kam gerade so an den Break Even und auch wenn "Deep Blue Sea" wieder ein kleiner Erfolg war, danach hatte er mit Driven, Mindhunters, Exorzist Flops in Serie - da tat es nicht gut, dass der traditionelle Actionfilm sich dann im Blockbusterzeitalter zunehmend in die B-Schiene aufmachte - und ihn mitnahm.
"Du hältst durch und ich halte durch und nächstes Jahr gehen wir einen saufen!

"Anything invented after you're thirty-five is against the natural order of things.!" (Douglas Adams)

vodkamartini

Man muss aber auch zugeben, dass Die Harder, Cliffhanger und Long Kiss Goodnight regelrechte Action-Bretter sind, die man auch heute noch bestens genießen kann. Harlins Problem war, dass er auf dem Peak auf seine damalige Partnerin Gene Davis setzte und (irrtümlicherweise) dachte, sie ließe sich zu einem weiblichen Actionstar der Kategorie Willis oder Gibson aufbauen. Die Piratenbraut brach ihm dabei das Genick und mit The Long Kiss Goodnight konnte er sich nicht mehr aus dem Tief befreien. Ab da wurden die Budgets deutlich kleiner, wie auch die Namen der Stars.
www.vodkasreviews.de

There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

PostalDude

Gesterm bei meinen & mit meinen Eltern und Freundin gesehen:

Verrückte Weihnachten



Weihnachten mit den Kranks :D
Tim Allen ist in seinem Element!
Man kriegt was man erwartet, einen kitschigen, aber dennoch (gerade in der ersten Hälfte) lustigen Weihnachtsfilm. Die Gags sind ganz lustig, Tim Taylor, äh, Allen turnt auf dem Dach bzw. fällt von selbigem...

1,2 alte Bekannte aus "Hör mal, wer da hämmert" sind auch dabei, Dan Aykroyd spielt seine Rolle gut, ansonsten passend zum Film gutes Mittelmaß.

Ein schöner Weihnachtsfilm, der niemanden weh tut!

3/5

Auch gestern bei uns auf Amazon Video gesehen:

Christmas Vacation aka Schöne Bescherung



Hilfe, die Griswold´s feiern Weihnachten ! 🎅🏽💥🎄🤣😂

Manche Szenen erinnern mich an Tim Taylor aus "Hör mal, wer da hämmert!", da hat der Heimwerkerkönig aber gut von Clark gelernt 😂😁

Ich sage nur: Lichterkettte ! 😂

Es ist eigentlich wie immer bei den Griswold´s, Chaos pur, nur an den Weihnachten bzw. in der Weihnachtszeit ! 😂🎅🏽

Juilette Lewis ist dieses Mal die Tochter und Cousin Eddie ist kommt natürlich auch noch... 🙈

Leider fehlen mir persönlich die Situationen, wenn sie auf fremde treffen, das skurille, wenn Clark einfach nix checkt, das fehlt hier ein bisschen, macht dem Chaos bzw. dem Spaß aber keinen Abbruch !

Funfact: Das Haus der Griswold´s steht direkt neben dem Haus von Roger Murthaugh aus den Lethal Weapon Filmen ;)
Die armen Nachbarn der 2 🙈😂

Aber logisch, ist ja beides von Warner Bros. ^^

4/5

PostalDude

Dirty Harry



DER Klassiker!
DAS Vorbild für Sledge Hammer! (Selbst der Bürgermeister ist der gleiche! :D )
DIE Knarre!

Eastwood´s Paraderolle! Die Action ist hart, kurz und knackig, die Atmosphäre wird durch die Stadt und Harry, dem "einsamen Wolf" gut eingefangen!

4,5/5

StS



Noch vorm Fest 2022 hatte ich mir ,,Le Calendrier" (internationaler Titel: ,,the Advent Calendar") angeschaut – einen leicht bizarren belgisch-französischen Horror-Streifen von Patrick Ridremont aus dem Jahr 2021, in welchem die querschnittsgelähmte, seit dem betreffenden Unfall nun im Rollstuhl sitzende Eva (Eugénie Derouand) von ihrer Freundin Sophie (Honorine Magnier) gleich zu Beginn einen obskur-antiken hölzernen Adventskalender vom Münchener Weihnachtsmarkt mitgebracht bekommt: Im Laufe des Dezembers/Films geschieht fortan jeden Tag etwas Neues – mal positiver, mal schrecklicher Art (sie kann ihre Beine schrittweise wieder spüren, Personen, mit denen sie negative Erlebnisse verbindet, erleiden unschöne Schicksale etc.). Die klar vorgegebene Regel des übernatürlichen Objekts lautet, dass sie alle Türchen ,,abarbeiten" muss – ansonsten würde sie sterben...

Trotz der netten Ausgangsidee hat mich der Film leider nicht wirklich überzeugen können. Im Grunde eine klassische be-careful-what-you-wish-for-Horror-Variante, welche sich aber nahezu komplett ernst nimmt (durchaus von einem kräftigeren schwarzen Humor profitiert hätte), nicht gerade spannend daherkommt sowie nicht genügend Charakterzeichnung im Bereich seiner Haupt-Protagonistin aufzubieten vermag, die aber immerhin prima von Eugénie Derouand verkörpert wird. Zudem merkt man dem Film nicht einmal wirklich an, dass er zur Weihnachtszeit spielt (bloß etwas Deko drinnen und Schnee draußen). Da wäre auf jeden Fall mehr in Sachen ,,Atmosphäre" möglich gewesen. Der punktuelle Wechsel zwischen Französisch und Deutsch im O-Ton ist amüsant, die einzelnen ,,Genre-Momente" schwanken in ihrer Qualität – doch alles in allem haben wir es hier leider nur mit recht belangloser Kost zutun...

3/10




In Mukunda Michael Dewil´s Psycho-Thriller ,,the Immaculate Room" (2022) stellt sich ein von Kate Bosworth und Emile Hirsch gespieltes Pärchen der Herausforderung, komplett von der Außenwelt isoliert 50 Tage in einem großen, nahezu leeren, komplett weißfarbenen Raum durchzuhalten. Sollte ihnen das gelingen, winken ihnen fünf Millionen Dollar...

Dewil stand vor der Schwierigkeit, einen unterhaltsamen Film über die Auswirkungen von Eintönigkeit und Langeweile zu erschaffen, ohne im Zuge dessen selbst einen solchen Eindruck heraufzubeschwören. Überwiegend ist ihm das durchaus gelungen – sofern man kein ,,pulpy-B-Movie-haftes Abgleiten in den Wahnsinn" (samt fieser Gewalt-Ausbrüche) erwartet...

Einzelne Passagen gefielen mir sehr – doch hätte das Projekt als Episode einer ,,Black Mirror"-esken Serie insgesamt wohl besser funktioniert. Auf punktuelle ,,Filler-Momente" hätte man bspw. schadlos verzichten können – der Vorlage mangelt es an Komplexität. Überdies hält sich das Suspense-Aufkommen in Grenzen und werden bestimmte reizvolle Ansätze (wie die Konfrontation mit unterdrückten Traumata) leider bloß angerissen...

4,5/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/the-immaculate-room/




U.a. dank zusätzlicher Gelder erhielt Jeta Amata 2011 die Gelegenheit, seinen kleinen afrikanischen Streifen ,,Black Gold" noch einmal kräftig zu ,,überarbeiten" – und so kam schließlich rund ein Jahr später (nach verschiedenen inhaltlichen Veränderungen, Neubesetzungen und Re-Shoots) ,,Black November" dabei heraus, in welchem einige bewaffnete Nigerianer (unter ihnen Wyclef Jean und Akon) den CEO eines Öl-Konzerns (Mickey Rourke) in Los Angeles als Geisel nehmen, um auf diesem Wege eine in ihrer Heimat in Kürze hingerichtet werden sollende Aktivistin (Mbong Amata) freizupressen...

Mit seinem Film, bei dem u.a. noch Kim Basinger, Sarah Wayne Callies und Anne Heche mit von der Partie sind, hatte Amata fraglos Gutes im Sinn – nämlich auf die extreme Umwelt-Verschmutzung im Niger-Delta sowie die Machenschaften/Verflechtungen von Ölkonzernen und der Politik in seinem Heimatland aufmerksam zu machen. Leider ist ihm das u.a. aufgrund markanter Schwächen in den Bereichen Skript-Vorlage und Regie sowie des prinzipiellen Mangels an Subtilität nicht zufrieden stellend gelungen. Das Werk wirkt ,,zusammengeschustert" und vermag weder als Drama noch Thriller vernünftig zu überzeugen...

knappe 3/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/black-november/

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

3 Januar 2023, 09:55:39 #2352 Letzte Bearbeitung: 3 Januar 2023, 10:36:54 von StS


Michael Mann´s ,,the Insider" (1999) ist ein hervorragender, auf wahren Begebenheiten beruhender dramatischer Whistleblower-/ Medien-/ Journalismus-Thriller: Inhaltlich dicht, über die volle Laufzeit hinweg ,,packend" sowie sowohl inszenatorisch/stilistisch als auch darstellerisch erstklassig (allen voran Russell Crowe, Al Pacino und Christopher Plummer). Nicht perfekt – etwa im Bereich der idealistischen Ausgestaltung von Pacino´s Part seitens der Drehbuchvorlage – aber dennoch ,,feines Kino".

9/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

See how they run (Disney +)

Altmodische Krimistoffe mit modernem Anstrich sind aktuell wohl "in". Da ich kein Überfan des klassischen Whodunnit (mehr) bin - in dem Kontext fand ich die einleitenden Worte des ermordeten Regisseurs im Film hier ganz zutreffend - habe ich wirklich nicht verstanden, warum man etwa den Orientexpress noch mal aufwärmen muss (wer den einmal gesehen/gelesen hat, vergisst "den" Mörder doch ein Leben nicht). Andererseits - wenn man ein paar neue Kniffe und Drehs mitbringt, wie im ersten Knives, bin ich im Prinzip schon "dabei".

Hier also einmal rund um die "Mausefalle" - Englands (und wohl auch weltweit) längstlaufendes Theaterstück. Ich habe das vor vielen, vielen Jahren in London sogar mal gesehen, weiß aber auch nicht mehr "wer's war" (und überhaupt, ich darf da ja nicht drüber reden...). Das ist ein ganz putziges Szenario, dazu ein paar bekannte Namen in partiell historischen Nebenrollen, alles in überschaubarem Rahmen ganz solide gemacht und mit ein paar netten Schmunzlern ("unsere Polizisten tragen keine Waffen" "und womit erschießen sie dann die Bösen ?") im Gepäck.

Dass es gar nicht so einfach ist, so eine Kiste gegen Ende "rund" zu bekommen, zeigt der aber - imho - genauso wie der neue "Knives". In den letzten 20 Minuten gibt es eine etwas gewollt wirkende
Spoiler: zeige
(warum diese "Einladung" ?) Mausefallen-Metaebene, der Gastauftritt von Christie
ist dramaturgisch  genauso fragwürdig wie die urplötzlich aus der Kiste hüpfende Ex-Frau (?) des Cops.  Die Lösung selbst hält ehrlich gesagt keiner tieferen Betrachtung stand (
Spoiler: zeige
wenn der Typ so ein Problem mit dem Stück hat, macht es eigentlich wenig Sinn, gegen die Macher des noch gar nicht existierenden Films vorzugehen
. Auch die Sache mit der - wohl wirklich existierenden - Absetzungsklausel hilft da nicht unbedingt, wenn man das mal zu Ende denkt.

Schauspielerisch etwas halbgar, US-Actor Rockwell (irgendwie musste ich dank der deutschen Stimmer immer an Craig/Bond denken) gibt den Britcop eher als Marlowe-Version, Ronan ist aber verlässlich drollig. In der Summe aus gutem Auftakt und allzu wildem Ende durchaus ganz unterhaltsam, aber auch nicht die (schon wieder) Neuerfindung des Krimis, wie einige Kritiker wohl meinten. Knapp 7/10.

The Free Fall (BD)

Einer von unzähligen preiswert gemachten Horrorfilmen, die früher die Videotheken verstopften, heute eher die Streamer. Wer dann noch den engen Schauplatz sieht, der kaum einmal verlassen wird, und die lausige Synchro hört, schaltet ggf. relativ früh ab. Eigentlich ein bisschen Schade, denn so verkehrt ist der nicht.

Das ist schon eine relativ eigenwillige Mischung, erst mal ein pflichtschuldigst solider Schock als Opener (der allerdings nicht wirklich aufgelöst wird), im breiten Mittelteil ein eher altmodischer Gaslightner und dann ein  Ende, das es wirklich in sich hat. Auf DIE Idee muss man erst mal kommen, sozusagen
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aus dem Innenleben einer dämonisch Besessenen
zu filmen. Jetzt mal unter uns: So ganz erklärt das den ganzen Mittelteil eigentlich nicht, oder anders herum: Warum the fuck kommt der
Spoiler: zeige
Dämon für die Frau da als kontrollfreakiger Ehemann rüber und bringt noch eine schrullige Hausdame
(Jane "V" Badler, gute Güte auf die stand mal eine halbe Generation Videothekenkunden) mit ?.

Also: Nicht zu lange drüber nachdenken. Als zügiger, auch in der Laufzeit gut getimter Pausefüller im überfüllten low-budget-Horrorgenre taugt der durchaus, vor allem aufgrund der vielleicht schon einen Tick zu originellen Schlusspointe. Inklusive eines halben Punkts Abzugs für die miese deutsche Fassung 5,5/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS



Bei ,,the Novice" (2021) von Spielfilm-Regiedebütantin Lauren Hadaway handelt es sich um eine sehenswerte, preisgekrönte Kombination aus Sport-Drama und Charakterstudie, in deren Zentrum eine junge Erstsemester-Studentin steht, die ihrem eigenen (an sich selbst gestellten) Leistungsdruck zunehmend ,,obsessiver" gerecht zu werden versucht und dabei ihre physischen wie psychischen Grenzen auslotet. Ihr primäres Ziel markiert es, ins Ruderteam ihrer Uni aufgenommen zu werden...

Obgleich einem solche Geschichten an sich ja durchaus bekannt sind – und man sich vielleicht nicht unbedingt fürs Rudern interessiert – lohnt sich dieser knapp 95-minütige Streifen dennoch – zumindest für all jene, die mit dem Genre generell etwas anzufangen wissen. Aber auch darüber hinaus (also vom Inhaltlichen losgelöst) wartet das Werk mit zwei zentralen Faktoren auf, die einen zu ,,fesseln" in der Lage sind – nämlich die Inszenierung und Hauptdarstellerin...

In der Titel-Rolle liefert Isabelle Fuhrman (Esther/Leena aus den ,,Orphan"-Filmen) eine starke, intensive, glaubwürdige Performance ab: Die mentalen wie körperlich zehrenden, belastenden Anforderungen und Einwirkungen meistert sie mit Bravour. Parallel dazu ist die Atmosphäre des Werks nicht selten ungemütlich-düster – u.a. vom Wetter und der Farbgebung her – das Sounddesign exzellent sowie die Kamera-Arbeit, Bildkompositionen und Regie erstklassig...

knappe 8/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Channing_F

https://www.ofdb.de/film/311465,Believer

"Believer", südkoreanischer Actionthriller von 2018, gestern abend geschaut, gibts momentan im Prime-Programm von Amazon.
Hat mir sehr gut gefallen. Handwerklich top gefilmt, interessante Handlung, spannend und ein paar gute Ballereien. Lohnt sich!

PostalDude

Dirty Harry 2 - Callahan oder auch Magnum Force



Sehr schön! Man sieht viele Schießereien, Harry in vielen unterschiedlichen "Nebenfällen", ohne das Hauptthema aus dem Auge zu verlieren.

Diesmal zeigt man auch mal den "Privat Harry" ;)
Mir fallen immer wieder Sachen auf, die "Sledge Hammer" sehr gut parodiert hat :D

Das Finale ist großes Kino! Ne spannende Verfolgungsjagd & Schießerei!
Manchmal geht er etwas zu lang, aber generell bleibt es immer spannend.

4/5

StS



,,Battle Drone" (2018) ist mal wieder einer dieser Sci-Fi-Actioner ,,vom Grabbeltisch": Inhaltlich schwach (miese Dialoge und eine hauchdünne Story), besetzt mit Leuten wie Louis Mandylor, Dominique Swain und Michael Paré, welche unsympathische, eindimensionale Charaktere verkörpern, sowie von einem Regisseur (Mitch Gould) in Szene gesetzt, der es leider geschafft hat, reichlich vorhandene Action im Grunde durch die Band weg eintönig zu präsentieren...

Gedreht in Rumänien und Ungarn, entfaltet sich das Geschehen in Tschernobyl – was aber eigentlich keine Rolle spielt, da mögliche Kontaminationen und so bestenfalls flüchtig erwähnt werden. Den Streifen dort anzusiedeln klang aber wohl besser als ,,irgendein lange schon leerstehendes Gelände irgendwo im Ostblock". Ein Mitglied der Truppe weiß nicht einmal, was in Tschernobyl passiert ist – also muss man die Dame stracks kurz mal darüber aufklären (stellvertretend für Teile des Zielpublikums?)...

Die ersten 10 Minuten sind nur schwer zu ertragen: Arg ,,möchtegern-lässig" und dann auch noch voller Slow-Mo und ,,Bullet Time" (der B-Movie-Güteklasse). Man könnte fast meinen, Regisseur Gould sei Fan der Action-Inszenierung Uwe Bolls bei ,,Alone in the Dark" gewesen und hätte da ,,noch eine Schüppe drauflegen" wollen. Es ist auf jeden Fall nur mit Mühe vorstellbar, wer so etwas in der präsentierten Form heutzutage tatsächlich noch ,,stylish" und/oder ,,cool" findet...

Egal ob bei Fights oder Shootouts, der Zeitlupen-Einsatz wird bei jeder Action-Szene gnadenlos übertrieben: Nach dem Prolog hat man schon keine Lust mehr drauf. Das geschieht dermaßen exzessiv und plump, dass diese Sequenzen (von denen es etliche gibt) nie wirklich Laune machen – u.a. da alles ,,ausgebremst" wird und man so obendrein noch deutlicher die zig nicht gerade erstklassigen CGIs (Mündungsfeuer, Einschusslöcher, Blut, Öl, Geschosse, Explosionen etc.) vor Augen geführt bekommt...

Untermalt von einem generischen Score, sind die ,,Battle Drones", welche unsere Protagonisten angreifen, sind nichts weiter als ferngelenkte Roboter, deren ,,Bediener" noch ,,im Training" sind – was in einer schlechten Trefferquote resultiert (sprich: der Bodycount des Streifens ist gering). Zudem sind auch da die Special-F/X mitunter nicht sonderlich prickelnd (weit weg z.B. von der Qualität der Roboter in ,,Monsters of Man", dem wiederum nur rund ein Drittel des Budgets dieses Werks hier zur Verfügung stand)...   

Kurzum:  Nicht nur für einen Film, der von einem ehemaligen Stuntman in Szene gesetzt wurde, ist ,,Battle Drones" enttäuschend lahm geraten. An Action mangelt es nicht – aber die Umsetzung eben jener ist ineffektiv und recht ,,gimmicky"-öde. ,,Dumb Fun" ist ebenfalls nicht dabei herausgekommen – dazu macht das Gebotene zu wenig Spaß; sind die inhaltlichen und stilistischen Ärgernisse zu groß. Zumindest ist aus einer offenkundig ins Auge gefassten Franchise nichts geworden...

3/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

7 Januar 2023, 14:58:50 #2358 Letzte Bearbeitung: 7 Januar 2023, 20:15:06 von Private Joker
Barbarian (Disney+)

Von dem hatte ich mir einiges versprochen, und dazu passend dann auch mal auf das vorherige Lesen ausführlicher Reviews verzichtet. Dementsprechend wusste ich im Grunde auch vorher nicht worum es da genau geht, was mal eine interessante Perspektive ist, denn der Film versucht sich diesbezüglich auch an einem massiven Bluff.

Der Auftakt verspricht nämlich so einen Art halben Homeinvasionfilm - Zufallspaar in doppelt vermieteter AirBnB, und der Zuschauer darf rätseln, wer der Böse ist (mit der Option für eine Schlusspointe der Marke Doppelgähn: Wir suggerieren 85 Minuten lang, dass "er" der Killer ist, und dann ist "sie" es).

Kann man alles vergessen. In bester "Psycho"-Tradition startet der nach ca 30 Minuten quasi noch mal neu, und wir bekommen Justin Long zu sehen, der eine wirklich beeindruckend windige Type gibt, Chappeau für die Leistung. Und das war noch nicht der letzte massive Perspektivwechsel, und hier wird es für mich dann etwas kritisch. Die kurze Episode in Detroits Vergangenheit gewährt zwar einen hübschen Blick auf die "Veränderung der Stadt" und ist auch optisch ganz putzig, trägt aber nur noch sehr wenig zur Handlung bei. Die in der zweiten Hälfte für meinen Geschmack dann nicht mehr so so richtig auf Touren kommt und auch zum Schluss nicht mehr die ganz große Überraschung bereithält. Das ist, um mal ein Bild zu benutzen, eine long and winding road, bei der sich ein paar gute Szenen am Wegesrand finden, aber auch ein paar Umwege zu viel gefahren werden. Überflüssig und tempoverschleppend sind zB die Szenen mit der potentiellen Arbeitgeberin von "Hauptfigur Nr. 1" und die mit dem Vermögensverwalter von "Hauptfigur Nr. 2".

Zu den erwähnten Goodies am Wegesrand gehören das Makeup von "Mutter" (gespielt von einem Mann, wenn ich das richtig gelesen habe), die Auftritte der Polizei, die wie der ganze Film auch eine Prise Sozialkritik enthalten, das solide Finale, maßvoll aber durchaus erwähnenswert blutig.

In der Summe ist das ein Versuch, den Zuschauer eher mit abrupten Perspektivwechseln zu überraschen statt mit einer ausgefuchsten Grundidee samt twistiger Auflösung. Ist zumindst mal im Horrorfilm der letzten Jahre durchaus ein origineller Ansatz, aber ich wäre da eher auf der konservativen Seite - muss ich in der Form nicht öfters haben. Für mich gemessen am Buzz ganz leicht enttäuschte 6/10.

My name is Vendetta (Netflix)

Solide "Leon"-Variante, genau so weit vom Grundschema abweichend, dass niemand "Plagiat" brüllen kann. Statt des harten Killers, der dank kessen Girlie zum Ersatzvater wird, sehen wir hier einen harten, aber herzlichen natürlichen Papa, der dann im Kern doch ein ziemlich skrupelloser Typ ist - oder war, so ganz legt sich der Film nicht fest.

Schön, dass da über die angenehm kurze Laufzeit wenig davon verschwendet wird, die Pubertäts-Befindlichkeiten von Töchterlein spielen keine große Rolle, obwohl "
Spoiler: zeige
ich rufe meinen Freund, obwohl Killer drohen
" mal wieder so eine Standard-Kiste aus dem Handbuch für Teenager-Dummheiten ist. Kann man aber gut drüber hinwegsehen, der Film hat ein schön hohes Tempo - in kurzer Abfolge sehen wir Attentate, Kills, Autoszenen (bei denen Liebtöchterlein in relativ kurzer Frist zu Hamilton Junior wird, aber zumindest wurde das vorweg schon mal angeteastert).

Angenehm hart, ohne viel Federlesens und mit erfreulich wenig Geschwätz. Und wirklich toll, nochmal Remo zu sehen, natürlich in seiner Paraderolle - wenn der mal stirbt, sollte in seinen Nachrufen so was stehen wie "Italiens bekanntester Mafioso, der nie in der Mafia war". Hoffe ich zumindest.

Ohne große Erwartung ausgesucht, hier mal positiv überrascht 7/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

Gestern Abend mit meiner Freundin gesehen:

Very Bad Things: Uncut



Was für ein krankes, böses Stück Film! 😈🤣😁

Angefangen bei der weitaus krasseren Version von "Hangover" bis zum Höhepunkt, der Hochzeit!
Aber ist das wirklich der Höhepunkt gewesen?! Es geht immer krasser und härter!
Und das Ende setzt dem Ganzen noch die bitterböse Krone auf, ohne zuviel zu verraten!

Viele bekannte Gesichter & ein Christian Slater vollkommen Over The Top! Aber auch Cameron Diaz ist nicht zu verachten!

4,5/5

Gerade eben gesehen:

Mystic River: 2 Disc Edition



Starker Film! Bis in die Nebenrollen stark besetzt, stark gespielt! Allen voran Sean Penn, wie so oft ! 👌🏻
Ich mag das Ermitteln, schön spannend!
2,3 Nebenstränge bilden das ganze Drama ab, was die Freunde durchleben. Bis zum Schluss.

Das es ein Film von Clint Eastwood ist, muss ich ja nicht mehr erwähnen, oder?! ;)

5/5

PostalDude

Ups, vergessen:

Vom 5. auf den 6.1 bei Amazon Video ausgeliehen:

Last Looks



Geiler Soundtrack, starker Gibson & ein cooler Charlie Hunnam!

Eine coole Detektivstory, die sich nie richtig ernst nimmt, eingebettet in Hollywood..

Die rockige Hintergrundmusik bleibt den Film über & wirkt immer passend.
Mel Gibson gibt den betrunkenen Filmstar "Alastair Pinch" überzeugend & gleichzeitig überzogen, aber nie schlecht!
Charlie Hunnam als Ex-Cop, der mit Bart auf jeden Fall cooler wirkt, da hat Gibson gewonnen ;)

Alles in allem kein überragender Film, aber auch kein schlechter! Ich mag die Locations, Hollywood halt 😎

3,5/5

PostalDude

Gestern Abend Filmabend bei meinem besten Kumpel im Heimkinokeller:

Ip Man 4: The Finale



Ip Man goes West bzw. Final!

Der Teil ist so endgültig, aber gleichzeitig auch so gut !
Seine Frau ist tot, sein Sohn von der Schule geflogen und er hat unheilbar Krebs...  :sad:

Also reist Ip Man (Donnie Yen) nach San Francisco, um dort ein Empfehlungsschreiben von der Chinese Consolidated Benevolent Association zu bekommen, damit sein Sohn dort angenommen wird.
Das gestaltet sich aber als nicht so leicht, da die Chinesen in Chinatown sauer darüber sind, das sein Schüler Bruce Lee (Danny Chan) Amerikaner über Kung Fu unterrichtet bzw. ein Buch geschrieben hat...
Apropops Bruce Lee - er ist sehr stark gecastet und kämpft, als ob der echte auferstanden wäre...

Zu allem Überfluss möchte noch Hartman Wu (Vanness Wu), Kung Fu in ein Training der US-Marines einführen, womit sein Ausbilder (Scott Adkins) überhaupt nicht zufrieden ist!

Mir gefällt die Art, wie hier mit dem Rassismus umgegangen wird - alleine schon die US-Marines bestehen alle aus "Nicht-Weißen", was ja bekanntlich logisch ist, da die USA ein Einwandererland sind! Aber dann zu sehen, wie Scott Adkins den Rassisten gibt (Full Metal Jacket lässt grüßen), ist köstlich ! Stark gemacht!

Aber noch stärker sind die Kämpfe ! Es gibt voll auf die 12 ! Die Kamera zeigt alles, wunderbar, nicht wie diese hektischen Action/Kampf-Filme oft heutzutage... Aber manchmal fehlt mir ein bisschen mehr Blut und Gewalt, aber das ist mein Problem...
Alleine der Kampf mit Scott Adkins - BAM!

4,5/5

Sinister



Gääähn.... Leider nicht mein Horror, obwohl es eigentlich doch mein Horror sein sollte..

Ein "OneHitWonder" True Crime Autor zieht mit seiner Famile in ein Haus, wo früher mehrere Morder stattfanden & er findet eine Kiste mit ein paar Super 8 Filmen, keine Familienvideos oder Pornos, sondern Snufffilme, genauer gesagt, Morde!
Die Morde sind krass gemacht & man kann die Reaktionen von ihm nachvollziehen, aber jedes Mal einen trinken ?!

Leider ist der Film unfassbar dunkel, klar, man sitzt oft da & guckt ihm beim recherchieren zu, aber dennoch, auch das ganze Haus ist dunkel, weil sie noch Kredite zahlen müssen usw.

Aber mir fehlt der Horror, das unheilhafte, was auch an der relativ billigen Auflösung liegt. Und das es passiert einfach zu wenig, IMO. Ich zittere nicht unbediingt mit..

2,5/5

Eliminators



Hirn aus - Film ab! Es gibt voll auffe Umme!

Klassische Action ohne CGI, viel Blut und Kämpfe, die beim Zusehen weh tun!
Mehr gibt´s hier nicht und mehr will man nicht...

Die Kulissen sehen schon was billig aus, das muss ich zugeben...  :frech:

Scott Adkins geht immer!

3,5/5

Max Blank

Wiedermal schöne Reviews von PostalDude!  :pidu:

Hitfield

Die Akte (USA 1993)

Lief kürzlich auf arte - hatte ich seit dem Kinostart vor fast 30 (!) Jahren nicht mehr gesichtet. Solide, aber bieder inszenierter Jura-Krimi mit Star-Besetzung. Julia Roberts stand nach dem "Pretty Woman"-Durchbruch sowie "Flatliners", "Der Feind in meinem Bett" und "Hook" gerade am Anfang ihrer Karriere. Letztendlich eine typische, langatmige John Grisham-Adaption, von denen es in den 90er-Jahren immerhin sieben gab: "Die Firma", "Die Jury", "Der Regenmacher", "Die Kammer", "Der Klient" und "The Gingerbread Man".

Aus heutiger Sicht absurd, dass ein/zwei US-Bundesrichter ermordet werden, weil sie sich pro Umweltschutzmaßnahmen entschieden hätten. Diese Ämter werden politisch besetzt und beide US-Parteien handeln und entscheiden unternehmenskonform, das ist immerhin deren einzige Existenzberechtigung.

Wie dem auch sei. An meiner Bewertung hat sich in 30 Jahren nichts geändert. Damals wie heute 5 / 10.
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

Hitfield

16 Januar 2023, 00:34:42 #2364 Letzte Bearbeitung: 16 Januar 2023, 03:52:25 von Hitfield
Top Gun (USA 1986)

Ich habe diesen "Klassiker" noch nie komplett gesehen, sondern kannte ihn bislang nur ausschnittsweise vom Durchzappen im Privatfernsehen in den 90er Jahren. Mich hat das Sujet (Militärpropaganda in Hochglanzoptik) schon als Teenager eher angewidert und in den 80er und 90er Jahren war ich auch kein Fan von Tom Cruise. Das hat sich erst im Laufe der "Mission: Impossible"-Reihe geändert. Wegen Cruise habe ich nicht nur diesen Tony Scott-Film bis jetzt gemieden, sondern z. B. auch Kubricks "Eyes Wide Shut", obwohl ich beide Regisseure sehr mag. Auch "Eyes Wide Shut" habe ich im letzten November zum ersten Mal gesichtet.

Wie dem auch sei: Für den damaligen Musikvideo- und Werbefilmer Tony Scott war "Top Gun" nach seinem gelungenen Regie-Debüt, dem Arthouse-Horror-Flop "The Hunger", die quasi letzte Bewährungsprobe, um sich in Hollywood zu etablieren, was bekanntlich funktioniert hat. Mit einem Budget von 15 Mio. US$ spielte der Film weltweit fast 360 Mio. US$ ein und machte Cruise zum Superstar - übrigens auch, was die Gagen-Forderungen angeht. Dieser Film löste damals die Millionengage-Welle in Hollywood aus und veränderte, was Stars wie Stallone, Schwarzenegger, Tom Hanks usw. fortan verlangen konnten. Und auch für den Homevideo-Bereich war "Top Gun" ein Meilenstein. Gab es vorher nur die Leihvideo-Bänder für Videotheken, die mindestens 100 US$ pro Videokassette kosteten, setzten sich nun auch die deutlich günstigeren Kauf-VHS durch.

Zum Film ist nicht viel zu sagen außer wie eingangs erwähnt - Militärpropaganda in Hochglanzoptik. Kriegsgerät sowie hochmotorisierte Autos und Motorräder als Silhouetten vor prallen, orangefarbenen Sonnenuntergängen, kernige, stets verschwitzte Army-Kerle, die den ganzen Tag irre Spaß bei ihren reichlichen Freizeitaktivitäten und etwas Fliegerei haben, bildhübsche Frauen, die alle - ob Astrophysikerin (Kelly McGillis) oder nicht - hochgradig läufig sind usw.

"Top Gun" stellte damals den Versuch des US-Militärs dar, das durch Vietnam angeschlagene Image wieder aufzupolieren. Mit vollem Erfolg - es kam zu einer regelrechten Bewerberflut junger Männer, die auch so cool wie Tom Cruise mit dem Auto ihre College-Tussi abschleppen und ihre Zeit in Bars und auf BBQs verbringen wollten. Rückblickend muss man sagen, dass wahrscheinlich kein anderer Hollywood-Film mehr jungen Männern das Leben gekostet hat und mehr Frauen in ihren Zwanzigern zu Witwen gemacht hat als "Top Gun".

Es ist gleichermaßen beachtlich, wie man eine derart rudimentäre Minimalhandlung so gekonnt in Szene setzen kann, dass die Laufzeit trotzdem mehr oder weniger unterhaltsam vorbeigeht - der Film sieht visuell einfach fantastisch aus. Doch letztendlich ist Tony Scott seinem vorherigen Beruf treugeblieben, da es sich auch "nur" um einen 100-minütigen Werbeclip für das US-Militär handelt. Silver Lining für mich, dass "Top Gun" Tony Scott ermöglcht hat, später eine ganze Reihe großartiger Filme zu drehen, wie z. B. "Man on Fire", "Last Boy Scout", "True Romance" oder "Crimson Tide".

5 / 10
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

PostalDude

Zitat von: Max Blank am 14 Januar 2023, 13:00:20Wiedermal schöne Reviews von PostalDude!  :pidu:

THX! :D

@Topic:

Dirty Harry 3 aka "The Enforcer"



Der "Unerbittliche" ist zurück!

Erstmal nur in der Personalabteilung & später mit neuer Partnerin!

Und dann gehts ab, mit guter, alter Polizeiarbeit, aber auch ein paar Längen...
Im Finale gibt´s aber auf Alcatraz Action ohne Ende ;-)

3,5/5

Private Joker

16 Januar 2023, 01:20:15 #2366 Letzte Bearbeitung: 16 Januar 2023, 14:05:27 von Private Joker
The Chase (BD)

Ist jetzt auch Butler im Bereich "Fließband B-Movie für den - maximal - zweiten Markt " angekommen ? Immerhin hat er hier noch eine echte Hauptrolle inne und nicht so ein "dritter Statist von links für hohen Paycheck". Trotzdem wirkt seine Darstellung lustlos, wie der ganze Film.

Letztlich scheitert das abseits der eigentlich bewährten Grundidee (Mann in Ehekrise sucht verschwundene Frau, und gerät selbst in Verdacht) schon am konkreten Drehbuch. Um das (bei nachlassender Aufmerksamkeitsspanne) mal vorsichtig zusammen zu fassen:
Spoiler: zeige
Die Ehefrau steigt an der Tanke mal eben so in das Auto eines ziemlich abgefuckt aussehenden ewig nicht gesehenen Kumpels, obwohl sie eigentlich im Auto des Mannes zu den Eltern reist. Besagter Kumpel kommt auf die Idee, mit einer Entführung ein bisschen Cash zu machen, was keine so tolle Idee ist, wenn man eigentlich im Drogengeschäft drin ist. Und irgendwie steckt bei der eigentlich hochspontanen Aktion dann auch noch der Tankwart mit drin, whyever. Ach ja: Irgendwann wird dann der Tod der holden Gattin durch besagte Drogentypen angeteasert, was eigentlich nur glauben kann, wer beim Titanic-Film auch in der Drittsichtung darauf hofft, dass der Kahn nicht sinkt.

Das alles gibt im Ganzen wie im Detail so wenig Sinn, dass ich mich schon gefragt habe, ob ich ein Bier zu viel hatte oder der Drehbuchautor mindestens fünf. Aber selbst wer auf dem Standpunkt steht "Logik ist mir fucking egal, Hauptsache Butler haut ein paar Jungs in die Fresse" kommt kaum auf seine Kosten, die Action (im Kern ein bisschen Geballer im Haus des Drogenkochs) ist sparsam und holprig.

Hoffen wir mal, das Gerald sein Qualitätsniveau nicht dauerhaft auf diesen Level senkt bzw. "Plane" besser ist - hier nur 3/10.

Mona Lisa and the Bloodmoon
(BD)

Dritter Film einer für ihr Debut abgefeierten Regisseuse, und eingeladener Wettbewerbsbeitrag in Venedig  - ist das jetzt schwer ketzerisch, wenn ich mal behaupte, mit einem Mann auf dem Regiestuhl hätte der kein ernsthaftes Filmfestivalhaus von innen gesehen ?

Nicht dass der Film jetzt richtig schlecht wäre, am Ende fragt man sich aber schon, wo hier der tiefere Sinn liegen soll. Für einen Genrefilm ist da zu wenig los, die besonderen Fähigkeiten der Hauptfigur sind wirklich das Karoeinfach des Superheldengenres (jemanden tief in die Augen sehen, und der tut sich dann was an - spart immens an Kosten für F/X). Als möglicherweise anspruchsvolles Drama kommt der schon deshalb kaum auf Touren, weil wir wenig über die Figuren erfahren, kaum etwas über Hudson und so gut wie gar nichts über die von Jeon (Herkunft ? Geschichte ?). Auch die Handlung bleibt im sagen wir mal privaten (oder banalen) Bereich - ein paar notgeile Jungs abzocken, von einem einsam-lädierten Cop verfolgt werden.

Auch optisch hätte ich mir gerade wegen des Titels und des schönen BD-Covers etwas mehr versprochen, der spielt meist in (eher prüden) Stripclubs und auf düsteren Hinterhöfen, optische Highlights bleiben da erwartungsgemäß aus. Die Eingangsaussage "kein schlechter Film" rechtfertigt sich letztlich vor allem deshalb, weil man dem Zufallspärchen Hudson-Jeong dann doch einiges an Sympathie entgegenbringen kann; gerade Jeong spielt das in einer Mischung aus Naivität und Bedrohlichkeit ganz beeindruckend, und Hudson verlässt als Stripperin mit eher wenig Herz ihre schauspielersiche Komfortzone ganz massiv. Und so baut sich bis zum Finale dann doch ein bisschen Spannung auf, weil man
Spoiler: zeige
 "Mona Lisa" ihr Entkommen wirklich herzlich gönnen würde. Wobei sich schon ganz praktisch die Frage stellt, ob die am Airport von Detroit nicht ganz fix einkassiert wird ...


Letztlich ein irgendwo eher banales Großstadtmärchen, das aber trotzdem gerade gegen Ende durchaus ein paar Punkte macht. 5/10.

Black Site
(Amazon)

Schau an, er lebt, der kurze knackige Actionthriller in Die-Hard-Tradition, ohne gleich ein plattes Plagiat zu sein, mit female Lead im weißen Shirt, aber ohne Ruby Rose.

Wobei der personell fast schon eine Umkehr des Stirb-Langsam-Themas ist, böser und tendenziell überlegener Einzelkämpfer gegen ein paar mehr oder weniger Gute  - kleiner Originalitätspunkt, das war mal überfällig. Jason Clark gibt den bad McClane fast schon beängstigend gut und zeigt sogar Nahkampfkompetenz; Jay Courtney als fast ebenso miese Miesmuschel ist dabei ein schöner Kontrahent.

Das ist jetzt beileibe kein Meisterwerk, die Kritiker mochten den nicht so recht (23% RT). Man kann da durchaus kritisch anmerken, dass einige Außenaufnahmen etwas dürftig aussehen; zudem verhebt sich der Plot leicht an dem überdies auch erwartbaren Twist (
Spoiler: zeige
wenn die CIA da insgesamt hintersteckt, hätte man sich den komplizierten Mist mit dem Araber als Köder und "Hatchet" eigentlich sparen können und gleich die Drohne schicken
), aber das war mir in dem Fall alles egal. Der ist zügig inszeniert, bietet solide, harte Action ohne ausufernde Moorhuhnelemente und geriet in der Summe durch die "tickende Uhr" sogar ganz spannend. Und Monaghan geht eigentlich immer.

Von mir mal knapp 7/10 und Gruß an die Profi-Kritiker. Schaut Ihr ruhig "The Woman King", ich nehm den hier.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

Bei Amazon Video geguckt:

TAG - A Highschool Splatter Movie



Täglich grüßt nicht noch ein Teeniefilm, the Dead!

Am Anfang ist man verwirrt, aber man bleibt am Ball, die Story macht Spaß, dazu die eingestreuten Spaltterszenen...
Das Blut ist zwar teilweise CGI, ist aber gut gemacht!

Die Zeitschleifenthematik ist manchmal was langatmig, bei 85 min. Laufzeit nicht gerade hilfreich.. :-/

Das Ende ergibt auf eine verrückte Weise irgendwo Sinn...

Und - der Kameramann hat eindeutig einen Höschenfetisch 😁🙈
Es spielen übrigens (fast) nur Frauen mit! Coole Sache 😉

So einen Film können nur diese verrückten Japaner drehen!

Eine Frage hätt ich noch...:

- Was soll dieser bescheuerte tödliche Wind?! 💨☠️

3,5/5

StS



Bei Schauspielerin Megan Park´s Spielfilm-Regiedebüt ,,the Fallout" – bzw. ,,the Life after", wie der Film hierzulande heißt – handelt es sich um ein Drama aus dem Jahr 2021, welches eine Coming-of-Age-Geschichte über drei Teenager erzählt, die ein Schul-Massaker überleben sowie auf die eine oder andere Weise nun mit den Folgen zurechtkommen und ihr Heranwachsen in dieser Welt fortführen müssen. Anhand der direkten Reaktionen und weiteren Entwicklung der beiden Leads – jeweils gut gespielt von der wunderbaren Jenna Ortega und Maddie Ziegler (welche man ja vor allem als grandiose Tänzerin aus verschiedenen Sia-Musikvideos kennt) – wird der Horror der Tat nachvollziehbar vermittelt, ohne dass man jene jemals zu sehen erhält: Als der Täter das Feuer eröffnet, befinden sich Vada und Mia gerade im Toilettenraum der Schule – worauf sich noch ihr Mitschüler Quinton (Niles Fitch) zu ihnen dort hineinflüchtet; beschmiert mit dem Blut seines getöteten Bruders...

Die Schreie, Schüsse, Gedanken und Empfindungen werden sie fortan (psychisch) ,,begleiten". Jeder versucht das Traumatische dieser nur wenigen Minuten auf seine Art zu verarbeiten. Der Film konzentriert sich genau darauf – ebenso wie auf ihren Umgang mit ihren Mitmenschen (Freunde und Familie). Park hat aber keinen ,,düsteren Downer" geschaffen – sondern lockert die Geschehnisse immer wieder auf, ohne dass jene Momente irgendwie unpassend wirken: Selbst eine humorvolle Passage rund um die Auswirkungen eines Drogenkonsums Vadas in der Schule überlagert nicht das Traurige dahinter – also den Grund, warum sie überhaupt zu den Pillen gegriffen hat. Die ,,Chemie" zwischen den Darstellern passt – und auch die Nebenparts wurden u.a. mit Julie Bowen, John Ortiz, Lumi Pollack und Shailene Woodley überzeugend besetzt. Neben dem Cast-Ensemble gefiel mir vor allem Park´s Herangehens- und Entfaltungsweise des Films: Zwar ernst, aber nicht ,,verkniffen ernst" – ohne ,,erhobenem Zeigefinger" sowie den Charakteren ,,Freiraum" lassend...

starke 7/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

24 Januar 2023, 11:57:39 #2369 Letzte Bearbeitung: 24 Januar 2023, 11:59:44 von StS


,,Hot Seat" (2022) ist ein spannungsloser, billiger, generischer Hacker-/Bomben-Thriller von Regie-Niete James Cullen Bressack (,,White Crack Bastard", ,,Beyond the Law" ,,Survive the Game" etc.) aus dem Hause ,,Emmett/Furla/Oasis Films", der vorhersehbar sowie mit reichlich Klischees und Anschlussfehlern des Öfteren geradezu unfreiwillig komisch und ,,LOL-ig simpel geartet" daherkommt (u.a. in Bezug auf die erzählte Geschichte, Charakterzeichnungen, Locations, miese CGI-Explosionen, wer der Täter ist sowie im Bereich der präsentierten ,,Computergrafiken-Veranschaulichungen von Hack-Vorgängen")...

Kevin Dillon verkörpert die Hauptrolle unglaubwürdig und Shannen Doherty kann einem als Kaugummi-kauende Einsatzleiterin eigentlich nur leidtun – während Kate Katzman und Lydia Hull zumindest besser aussehen als sie spielen. Und Mel Gibson? Der war offenbar immerhin mit Spaß bei der Sache – kann aber auch nichts reißen. Ich hatte mir den Film übrigens im Flieger angeschaut, nachdem ich am Flughafen gelesen hatte, dass man Mel wegen seiner ,,Gebaren und Gesinnungen" nach diversen Beschwerden nun doch lieber nicht als Grand Marshal beim diesjährigen Mardi Gras dabeihaben möchte...

2,5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

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