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Die letzte Sichtung: Filme

Begonnen von MMeXX, 19 November 2012, 13:01:27

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PostalDude und 7 Gäste betrachten dieses Thema.

StS



In dem 2017er Thriller ,,Blood Money" treffen sich drei Schulfreunde (Ellar Coltrane, Willa Fitzgerald und Jacob Artist) einige Monate nach Abschluss der High-School wieder, um gemeinsam einen Rafting- und Camping-Trip anzugehen. Dabei stoßen sie auf einige im Fluss treibende Säcke voller Geld – worauf ein Streit zwischen ihnen entbrennt, wie mit dem Fund umgegangen werden soll: Polizei informieren – oder einfach behalten? Schon bald geraten sie ins Visier des eigentlichen ,,Besitzers" der Millionen (John Cusack), der das Gebiet bis dahin nach eben jenen durchsucht hatte...

Bei dem Film hat Lucky McKee Regie geführt, den ich als Regisseur echt schätze. Inszenatorisch handelt es sich bei diesem hier leider um sein (bis zum Punkt seiner Entstehung) konventionellstes Werk, das sich u.a. optisch in keiner Weise von der Schar gängiger VoD/DtV-B-Movies unterscheidet: Solide – aber weder nennenswert spannend noch ,,atmosphärisch". Das Gefühl hatte ich bereits beim Trailer – weshalb ich den Streifen auch so lange ,,vor mir hergeschoben" hatte: Aufgrund der Befürchtung, es wäre für ihn bloß eine ,,lieblose Paycheck-Arbeit" gewesen...

Es gibt keine Sympathieträger – und so einige ihrer Entscheidungen sind nicht allzu cleverer Natur. Cusack mimt auch keinen eiskalten Killer – sondern einen, der eigentlich nicht die Absicht hatte, jemanden zu töten. Aber so viel Geld kann Menschen nunmal zu ,,bestimmten Handlungen" bewegen – siehe John Huston´s ,,The Treasure of the Sierra Madre" oder Walter Hill´s ,,Trespass". Spätestens in der zweiten Verlaufshälfte erkennt man dann, dass es offenbar wohl die Zeichnungen und Konstellationen der Figuren waren, die McKee zur Mitwirkung bewogen hatten...

Neben Geld, Gier, Hoffnungen und Bedürfnissen geht es ebenfalls um das Mädchen der Clique, für welche beide Jungs Gefühle hegen, seit sie in die Pubertät gekommen waren. Dieses Gender-bezogene Element der Geschichte (das ,,männliche Besitzstreben" in Bezug auf sie sowie ihre Umgangsweise damit) ist reizvoll – und die Szene, in der die überzeugende Willa Fitzgerald genau das endlich mal ausspricht, richtig gut. Das letzte Drittel wusste mir schließlich brauchbar zu gefallen – nur schade, dass die vorangegangenen zwei merklich schwächer geraten sind...

Enttäuschende 3,5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Scary Movie 5



Der Anfang mit Charlie und Lindsay ist witzig 😂
Sie verarschen sich herrlich selbst 😂🙈

Snoop Dogg ist auch ganz witzig, da hätte ich gerne von mehr gesehen !

Leider fehlt Cindy... Die "neue" ist zwar in Ordnung, aber Anna Faris fehlt mir trotzdem!  :sad:
Dan ist immerhin noch da & so dämlich wie immer!

Die Paranormal Activity Verarsche ist nicht meins, mag aber die Filme auch nicht unbedingt. 😕

Die Planet der Affen & Black Swan Verarsche sind dafür ganz witzig..
Die Inception und Evil Dead Verarsche machen aber mehr Bock! :lol: :lol:

Dennoch fehlt mir der Zusammenhang, irgendwie war es in den Teilen vorher besser gemacht..

2/5

Private Joker

29 Januar 2023, 12:52:30 #2372 Letzte Bearbeitung: 29 Januar 2023, 20:35:33 von Private Joker
Devotion (Netflix)

Die historische, wenn auch unter uns gesagt jetzt nicht sooo spektakuläre Geschichte des schwarzen Kampffliegers Jesse Brown ist auf dem direkten Weg vom maßvoll erfolgreichen US-Kinoeinsatz zu Netflix geflogen. Da werden die Macher wohl die Welt nicht ganz verstanden haben: Der vergleichsweise alte weiße Mann Tom Cruise macht mit seinem durchweg erfundenen Fliegerpic, in dem vom Colgatelächeln der Hauptfigur über "Mach 10-Fighter" bis zum Sieg über sinistre Atomächte so gar nichts "stimmt", Milliarden. Und den hier, der weitgehend "wahr" ist und mit einem zeitgemäß-woken Helden aufwartet, will keiner sehen.

Ich persönlich war ja etwas skeptisch, ob man nach dem thematisch ähnlichen Film-Doppel über die "Tuskegee"-Airmen schon wieder einen Militärfilm machen muss, der den unleugbaren Rassismus dieser Zeit mit viel US-Patriotismus verbinden möchte. Zumal "Red Tails", einer der zwei vorgenannten, ein aus meiner Sicht unfassbar schlechter Film ist, der mit seiner CGI-Comic-Ästhetik und den Star-Wars Fliegerszenen meilenweit am Thema vorbeifliegt.
Insoweit Entwarnung: Auf das Niveau sinkt der hier nicht, in keiner Phase. Etwas ungewöhnlich aus meiner Sicht die Entscheidung, auf die Ausbildungsphasen des Helden, in denen Rassismus und die Ablehnung des weißen Militär-Establishments vermutlich am deutlichsten waren, zu verzichten. Der Film steigt ein zu einem Zeitpunkt, an dem Brown "eigentlich" schon etabliert war, die Kameraden sind von Hudner abgesehen halt distanziert- neutral, die Leistungen werden anerkannt. Ein paar "Botschaften" sind geschickt eingebaut, zB die Sache mit dem Leitoffizier auf dem Träger, dem Brown einfach nicht traut und sich damit das Leben schwer macht, aber ein reines Black-Soldier-Movie nach dem Schema "Ablehnung - Ausbildung - Bewährung - Anerkennung" ist das nicht geworden.

Technisch ist das ein Gemischtwarenladen aus realen Flugszenen und CGI bei Schiffen und Bodenangriffen; da das Budget maximal Mittelklasse gewesen sein dürfte und Flugzeugträger aus der Ära eh nicht mehr verfügbar sind, ziemlich alternativlos. Großes Lob für die vermutlich authentischen (oder gut nachgebauten) Corsair-Flieger, die man da überwiegend eingesetzt hat; Highlight für die Flugzeugfans wie mich klar der Luftkampf gegen die MIG-15, bei der ich nicht mal genau sagen kann, ob die echt oder getrickst war (auch wenn der Ausgang militärhistorisch zweifelhaft ist, die MIG waren in der Kriegsphase schon weit überlegen). Weniger schön: Die Bodenangriffszenen sehen dann doch wieder eher nach Computer aus, da kommt der Film halt viel früher an die (Budget-)Grenzen als ein sicherer Blockbuster wie TG-M.

Und sonst so ? Nett und locker inszeniert sind die Szenen mit "Liz Taylor" in ersten Filmhälfte;  schwierig, wenn auch aus Sicht der Macher unvermeidlich ist dann halt das Ende, bei dem es dann doch wieder aus allen Bildschirmecken vor Pathos, Patriotismus und Melodram tropft. Komplett über die Grenze des Erträglichen geht der Film aber auch hier nicht hinaus, der
Spoiler: zeige
Abschied Hudner-Brown
fällt schon eher knapp aus.

In Punkto Gesamtnote schwanke ich etwas. So sehr ich Fliegerfilme eigentlich mag, so wenig brauche ich über jedes  evtl. auch früh gestorbene Fliegerass der US-Militärgeschichte einen patriotischen Heldenfilm, ganz unabhängig von dessen Hautfarbe.
Weil der sich über die Gesetze solcher Filme aber zumindest teilweise etwas hinwegsetzt und auch technisch in der Summe solide ist, springe ich mal über meinen Schatten und vergebe (ganz knapp) 7/10.

Deus (Amazon 99 Cent)

Schon wieder ein preiswerter Weltraumstreifen mit (eher minimalen) Horrorelementen - der Vergleich zum russischen Gemini Projekt drängt sich auf, und etwas besser war der hier schon, um das Fazit vorwegzunehmen.
Sein wir ehrlich, über das Standardszenario "Raumschiff fliegt los, weil sich da draußen was seltsames tut" kommt der aber auch nicht hinaus. Gerade als früherer Perry-Rhodan-Leser komme ich nicht umhin, in Sachen "Handlung", Fantasie, generell im Weltraumfeeling massivste Defizite in der Filmindustrie festzustellen, da war  in einem PR-Heft meist weit mehr Space Opera drin als im gesamten Jahresoutput von "SF-Film international 2. und 3. Liga" zusammen.

Liegt natürlich auch ein bisschen am Geld. Sagen wir mal so: Für ein Budget im vermutlichen Ein-Prozent-Bereich vom Avatar sieht der gar nicht so schlecht aus, das Raumschiff ist angemessen detailreich-filigran, und sogar die
Spoiler: zeige
 finale Explosion
geht halbwegs klar. Das filmauslösende Mars-Objekt geriet ein wenig dunkel, so dass der überschaubare Aufwand nicht so auffällt, trotzdem insgesamt "grüner Bereich". Grundlegende Weltraumphysik (Schwerelosigkeit, Funkverzögerzung, Töne im All - letzteres sogar im Dialog -) wird allerdings komplett ignoriert, aber Schwamm drüber, ist ja kein verfilmter Hawkins.

Dafür fällt die Story, die man nicht ohne das Ende und damit spoilerfrei besprechen kann, halt doch deutlich ab. Nun würde ich besagtes Ende nicht als Vollenttäuschung abhaken, aber etwas ernüchternd ist das schon.
Spoiler: zeige
Ich verlange von den Autoren gar nicht, dass die aus dem Minenfeld "Gott könnte im All sein" eine wirklich kühne Vision basteln, das hat schon "Kirk" bei seinem Star-Trek Regiesolo nicht hinbekommen. Aber die reale Erklärung ist so banal wie panne (mal ehrlich: So eine Kiste im Marsorbit zu bauen, müsste Billionen kosten, unbemerkt bliebe die auch kaum, und das alles um ein paar Milliarden Menschen zum Selbstmord zu motivieren ? Und dann auch noch ein Raumschiff hinschicken, dass das problemfrei verhindern kann ??). Dass unterwegs eher sinnfreier Hokuspokus die Zeit füllen muss  (Stimmen per Chip im Kopf)
gibt dem drehbuchseitig den Rest.

Schön immerhin, SF-Allzweckwaffe Claudia Black noch mal wiederzusehen, die ragt allerdings aus einem ansonsten blassen Cast heftig heraus, vor allem der kernige Ex-Marine ist lausig gespielt (kann zT aber auch an der flauen, wenn auch nicht grottigen Synchro liegen).
In der Summe aus "technisch ordentlich" und "inhaltlich dürftig" würde ich den mit knapp 5/10 bewerten, einen Tick über der Konkurrenz aus Russland. Was anderes dürfte man derzeit aber eh nicht sagen, oder ??

Hunters Creek (OT Rust Creek) (WOW)

Aus der Liste "fliegt bald raus" bei Wow rausgepickt, und auch irgendwo was halbwegs positives über den Film gelesen. Aber letztlich fand ich den so durchschnittlich, dass man da nur noch schwer Höhen oder Tiefen herausarbeiten kann - so ein bisschen frage ich mich immer, warum solche Filme überhaupt gemacht werden, oder glauben die Macher wirklich, da irgendwelche Begeisterung auszulösen ?

Standardszenario (Frau allein im Auto, Umleitung, Rednecks treffen, Ärger bekommen), Standardlandschaften, Standardpersonal - insbesondere die unvermeidlich korrupte Polizei, ein ganz klein bisschen Blut. Der "Cousin" bringt minimale Abwechslung in den Personenbestand, aber letztlich bleiben wirkliche Überraschungen oder irgendwas aus der Rubrik "kleines Highlight" komplett aus. Und der Versuchung "Böse killen Böse, um es der Heldin etwas leichter zu machen" kann der auch nicht widerstehen, das zieht der Action und dem Finale gleich heftig den Zahn.
Da ist wirklich so gar nichts dran, was eingetretene Pfade billiger Redneck-Streifen verlässt, so dass ich an der Stelle einfach mal Schluss mache.  4/10

"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

PostalDude

Dirty Harry 4: Sudden Impact



Nachdem er beim morgendlichen Kaffeetrinken ein paar Gangster erschossen hat & in einem Prozess von einem Mafiaboss als Zeuge von ein paar Gangstern gejagt wird, bekommt Harry (Zwangs)urlaub verschrieben! Samt Hund! 😁
Aber selbst dort kann er die Spürnase nicht ruhen lassen...

Eine Frau geht derweil, Jahre nach ihrer Vergewaltigung, auf Rachetour.. 😈

Ein sehr düsterer & harter Teil!

P.S.: Hier kommt endlich auch der Spruch "Make my Day" !

4/5

StS



"Bedeviled" ist ein 08/15-Horror-B-Movie der Gebrüder Abel und Burlee Vang aus dem Jahr 2016, bei dem einige Teenager von einem übernatürlichen Wesen terrorisiert werden, nachdem sie eine mysteriöse App heruntergeladen haben. Effekt-technisch, handwerklich und darstellerisch ist der Streifen durchweg erfreulich solide geraten – worüber hinaus es punktuell sogar passable Spannungs-Sequenzen zu verzeichnen gibt. Inhaltlich sieht es dagegen nicht so prickend aus, da die Story wenig raffiniert ausgearbeitet wurde sowie ohne nennenswerte Überraschungen daherkommt. Und wenn bei mir auf der Haut auf einmal ein rötliches Mal in Form des Logos einer App, die ich gerade heruntergeladen habe, auftauchen würde, würde ich persönlich deutlich anders reagieren als die damit irritierend "unaufgeregt" umgehenden Jugendlichen hier. Ebenfalls schade: Die zahlreichen "Jump Scares" sind überwiegend plumper und vorhersehbarer Natur – was einem effektiveren Spannungsaufbau und Atmosphäre-Grad merklich entgegenwirkt. Im Ganzen ist "Bedeviled" für einen Genre-Flick der "Güteklasse B" aber durchaus einigermaßen kurzweilig und annehmbar geraten... 

4,5/10





Basierend auf Jin Yong´s 1963er Roman "Demi-Gods and Semi-Devils", handelt es sich bei "Sakra" (2023) um einen "Wuxia"-Streifen von und mit Donnie Yen, in welchem er den "tragischen Volkshelden" Qiao Feng verkörpert. Alles in allem ein unterhaltsames Werk mit einigen feinen Action-Szenen, welches aber mit auffälligen "Holprigkeiten" in den Bereichen Inhalt und Pacing zu ringen hat...

6/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/sakra/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Bei Sky aufgenommen:

Leichen pflastern seinen Weg



Sehr blutiger Western!
Vielleicht wirkt er durch den Schnee härter, vielleicht durch die Leute, die ganze Gegend...

Kinksi als knallharter Kopfgeldjäger, der wirklich überall Leichen versteckt hat! ☠️

Jean-Louis Trintignant als (unfreiwillig stummer) Gegenspieler, der ihn stumm, aber stetig verfolgt...

Das Finale ist hart & unerwartet!

Stark!

4,5/5

StS

2 Februar 2023, 15:21:48 #2376 Letzte Bearbeitung: 2 Februar 2023, 15:23:54 von StS


,,JUNG_E" (2023) ist ein koreanischer dramatischer Sci-Fi-Action-Streifen aus dem Hause ,,Netflix" von Regisseur und Drehbuchautor Sang-ho Yeon (,,Train to Busan"), dessen generisches Ausgangs-Szenario mit allerlei Elementen aufwartet, von denen einem die meisten (sowohl in Sachen Inhalt als auch im Bereich Design/Stil) aus früheren Genre-Veröffentlichungen vertraut vorkommen – was hier aber nicht ganz so übel ist wie etwa bei ,,Warriors of Future" jüngst...

Im Zentrum der Geschichte steht ein High-Tech-KI-Programm – sowie damit verwoben eine spezielle Mutter-Tochter-Beziehung; zu der es einem aber nicht gerade leicht fällt, eine ,,emotionale Connection" aufzubauen. Das führt im (zudem recht Action-armen) Mittelteil dazu, dass sich eben jener merklich ,,zieht" – bevor der überwiegend vorhersehbare Verlauf schließlich in einem ausgedehnten, wenig originellen (aber immerhin flotten) Finale mündet...

Die zahlreichen Effekte (CGIs und Green-Screens) sind ,,von schwankender Qualität" – so einige erinnern an die Güte derer damals in ,,I, Robot". Die Fights wurden nicht sonderlich kreativ arrangiert, Spannung kommt keine auf und inhaltlich gibt es nur vereinzelte reizvolle Ideen zu registrieren – ebenso wie punktuelle ,,Logik-Unstimmigkeiten" (bspw. auf die Parameter der zentralen Simulation bezogen)...

Was eine durchaus interessante Auseinandersetzung mit ethischen Fragen über künstliche Intelligenzen und individuelle Persönlichkeitsrechte hätte werden können, entpuppt sich letztlich als eine relativ ,,oberflächliche", belanglose, klischeehaft-uninspirierte Angelegenheit. Obendrein ging mir eine Figur mit ihrer aufdringlich ,,witzigen" (albernen) Art in der ersten Hälfte wahrhaft unschön auf die Nerven...

knappe 4/10

Unabhängig des Films: Hauptdarstellerin Kang Soo-youn starb kurz nach Ende der Dreharbeiten im Alter von 55 Jahren an einer Hirnblutung, nachdem sie zwei Tage zuvor nach einem Herzstillstand in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Ihr ist der Streifen gewidmet.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
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(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Dirty Harry 5: Das Todesspiel



Auch dieser, der finale Teil, ist spannend und gut gemacht!

Die Action ist (80er)hart, wies sein muss!
Story ist typisch, IMO. Dieses "Todesspiel" finde ich etwas lächerlich, aber man brauchte wohl etwas zum "aufhängen", naja^^
Die Verfolgungsjagd mit der kleinen, ferngesteuerten Corvette ist geil ! 😁

Harry ist zwar älter, aber immer noch fit!

btw: Welcome to the Jungle! 🤘🏻

4/5

Newendyke

6 Februar 2023, 10:09:25 #2378 Letzte Bearbeitung: 6 Februar 2023, 11:04:33 von Newendyke
Robocop

Ein verdammter Klassiker des Sci-Fi-Action-Genres!
Auch nach 30 Jahren hat der Film nichts an seiner satrischen Wirkung, der futuristischen Stimmung und der schnörkellosen Inszenierung eingebüßt. Über die Effekte muss man nicht viel sagen, ist ja klar, dass ein Film von 86 dahingehend schlecht gealtert ist, zumindest was ED-209 angeht, alles andere kann sich immernoch sehen lassen... ok, vielleicht bisserl viel Nostalgiebonus von mir.
Ich war dann doch etwas erstaunt als Robo "plötzlich" schon im Finale stand, Bodecker & Co. platt mähte und dem guten Dick den Rest gab. Die 100 Minuten vergingen einfach wie im Flug! (wenn ich da so an heutige Actionfilme denke, die zum Großteil 2,5 Stunden laufen, sehne ich mir scho bisserl die "gute, alte Zeit" zurück)

8/10 (übrigens bringt Arte nächste Woche Sonntag Starship Troopers)


Bullet Train

Ein Gangsteractioner, der von allem bisserl was abkupfert, ein paar ganz nette Ideen einbringt, aber dann doch den dicken Wumms vermissen lässt. Ordentlich inszeniert, ja auf jeden Fall, die Darsteler (bis in die kleinste Cameo) sind alle gut drauf, nur passte irgendwie die "blockbusterisierung" der Action nicht so ganz, speziell das Finale war dann bisserl viel des Guten.
Ich mag solche Filme schon, auch wenn se schnell wieder aus meinen Synapsen verschwinden, sogar das comichafte Überzeichnen der Action war ok, aber zum Ende hin war es dann doch eine überstrapazierte, viel zu konstruierte jeder-fickt-jeden Geschichte.

7/10


You People

Puh... weiß ja nicht... fällt mir echt noch schwer den zu bewerten, aber war weder richtig lustig, noch satirisch oder gesellschaftskritisch. Keine Ahnung was Hill, der Produzent und Co-Autor ist, hier erzählen wollte, an mir ist die message vorbeigerauscht.
London, Murphy & Louis-Dreyfus sind noch die Highlights, Duchovny einfach nur verschwendet und Hill... ach, ich mag den Typen einfach nicht, werd nicht mit dem warm. (in Superbad war er echt gut, in WoWS hat er auch gerockt, aber sonst, na ja)

4/10


"Ich will jetzt nichts mehr hören, von wegen keinen Job, kein Auto, keine Freundin, keine Zukunft und keinen Schwanz." (der Meister - Gran Torino)

StS



Bei ,,Never Forget" – welcher hierzulande unter dem Titel ,,Memento of Murder" erschienen ist – handelt es sich um einen Low-Budget-Thriller aus dem Jahr 2007. In dem Streifen kommt Frank (Lou Diamond Phillips) in einem Wald aus einer Bewusstlosigkeit mit einem erlittenen Gedächtnisverlust wieder zu sich – u.a. mit einem blutigen Messer am Mann. Kurz darauf taucht ein Herr (Kristen Holden-Ried als Andy) auf, der ihn mit einer Pistole bedroht und ihm vorwirft, er hätte in einem Ferienhäuschen nahebei ein Blutbad angerichtet sowie seine Frau entführt, welche er zuvor gestalkt hätte. Leider kann sich Frank an keine der angeblichen Taten erinnern...

Der Film bezieht seinen Reiz aus der Frage, ob Frank wirklich ein Killer ist – oder ob Andy die Morde wohlmöglich begangen hat; die Situation also genau umgekehrt ist (inklusive dass die vermisste Natasha Frank´s Angetraute ist, hinter der Andy obsessiv her war). Dadurch, dass Regisseur Leo Scherman (,,Trench 11") regelmäßig beide Möglichkeiten veranschaulicht, indem er die Darsteller gegeneinander austauscht, während über die betreffenden Situationen gesprochen wird (oder Frank Gedächtnisfetzen in den Sinn zurückkommen), bleibt das ,,Whodunit"-Spielchen für den Zuschauer unterhaltsam...

Die meiste Zeit entfaltet sich der Streifen als ein reines 2-Personen-Stück im Wald. Die beiden Leads machen ihre Sache glaubwürdig – wogegen die Nebenrollen (z.B. in den Flashbacks) bestenfalls mäßige Performances bieten. Nicht immer handeln die Figuren glaubwürdig – aber das hält sich noch im Rahmen. Das gebotene Ende geht in Ordnung. Das Problem ist jedoch, dass der Inhalt zu wenig hergibt, um Spielfilmlänge zu erreichen bzw. diese vernünftig auszufüllen. ,,Füllsel-Szenen" (und damit verbundener ,,Leerlauf") schaden der Spannung. Sprich: Als 50-Minüter hätte ,,Never Forget" mit Sicherheit echt klasse funktioniert...

4/10




,,Viena and the Fantomes" ist ein in den '80ern im Umfeld einer Post-Punk-Band angesiedeltes Indie-Drama von Gerardo Naranjo (,,Miss Bala"), welches eigentlich schon 2014 abgedreht, letztlich aber erst 2020 veröffentlicht wurde: Quasi ,,Kontrast-Programm" zu Cameron Crowe´s ,,Almost Famous" – u.a. mit Dakota Fanning, Caleb Landry Jones, Zoë Kravitz, Evan Rachel Wood und Jon Bernthal...

Inhaltlich wie optisch unglamourös, überwiegend ,,gefühlsarm-kühl" sowie mitunter wahrhaft ungemütlich, gefiel mir u.a. die ,,abgewetzte" Ausstattung und Ästhetik sowie die Besetzung. Dass der Film dem Publikum allerdings konsequent Details jeglicher Art verweigert – was bspw. das Entstehen einer ,,emotionalen Connection" zu den Charakteren stark erschwert bzw. gar verhindert – ist schon gewöhnungsbedürftig....

knappe 5/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/viena-and-the-fantomes/
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PostalDude

Donnie Brasco 3-Disc Limited Edition Cover A, in der Langfassung



Gutes Mafiadrama!

Al Pacino & Jonny Depp spielen ebenbürtig gut, Michael Madsen wie immer, aber das verdammt gut! Ich mag den Mann einfach !

Natürlich strotzt der Film vor Klischees, aber, hey, es ist ein Mafiafilm :D
Die Story nach der wahren Begebenheit ist augenscheinlich spannend umgesetzt inkl. verschiedenen Schauplatzwechsel.

4/5

StS

9 Februar 2023, 13:18:10 #2381 Letzte Bearbeitung: 9 Februar 2023, 13:21:30 von StS


,,Infiesto" (2023) ist ein spanischer Thriller aus dem Hause ,,Netflix", der im März 2020 angesiedelt daherkommt – also in den ersten Wochen der Covid-19-Pandemie. Als im Land ein Lockdown verhängt wird, taucht in einer Stadt im Norden auf einmal ein traumatisiertes, mehrere Monate zuvor entführtes Mädel wieder auf – u.a. Fesselmale sowie ein auf ihrem Rücken eingebranntes Symbol aufweisend. Die beiden Polizisten García (Isak Férriz) und Castro (Iria del Río) übernehmen den Fall. Schon bald kommt heraus, dass man es offenbar mit mehreren Tätern zu tun hat, die für die Verschleppung mehrerer Teens in der Gegend verantwortlich sind...

,,Infiesto" – übrigens der Name eines Minen-Städtchens in Asturien – hat mich durchweg ordentlich zu unterhalten vermocht. Der Film Patxi Amezcuas (,,7th Floor - Jede Sekunde zählt") entfaltet sich vor dem Background der Anfänge der Pandemie – was mit zu der Grundstimmung des Werks beiträgt, welches auch von der Optik, dem Inhalt und den Locations her nett düster-atmosphärisch geartet ist. An den Darstellern und der Inszenierung hatte ich nichts auszusetzen – während die Story ihrerseits jedoch nicht über ,,zweckdienlich-solide" hinausreicht. Zudem fand ich es nach einer (positiven) ,,unerwarteten Sache" gegen Ende etwas schade, dass der Showdown an sich relativ ,,kurz und bündig" gehalten wurde...

Fazit:  Im übertragenen Sinne wie eine spanische Version einer dieser kompetenten Made-for-TV-Krimis aus Skandinavien, ist ,,Infiesto" eine durchaus kurzweilig-stimmungsvolle Angelegenheit, die einen im Rahmen ihrer knapp über 90-minütigen Laufdauer brauchbar zufrieden zu stellen vermag – unabhängig dessen, dass sie einem im Anschluss vermutlich schnell wieder ,,aus dem Gedächtnis entschwinden" dürfte...

6,5/10
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PostalDude

Jurassic World



Anfangs war ich sehr skeptisch, die Trailer haben bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Aber ich wurde positiv überrascht!

Die Effekte passten gut hinein, die Schauspieler waren leider nicht so gut wie in den alten Teilen. (Einzig Chris Pratt hat mich positiv überrascht)
Die vielen kleinen und großen Anspielungen auf die alten Teile waren n1ce!
Und meine Lieblinge, die Velicioraptoren, waren SEHR cool!
Nur diese neue Dino hat mich abgefuckt ..
Warum musste das sein...? Es war zwar der nächste logische Schritt, aber trotzdem, meh... :/

Alles in allem: Starkes Dinocomeback!

4/5

PostalDude

Filmabend mit Kumpels bei mir:

Over the Top



Over the Top! Der Titel ist Programm!

Alleine die Idee, eine WM im Armdrücken auszurichten... 😂

Stallone spielt den Trucker, der einen Traum hat & nebenbei auf seinen Sohn aufpassen muss, solide, Sly halt ;)

Am Anfang nervt der Bengel etwas, aber er und sein Vater lernen sich bei dem Roadtrip immer besser kennen!
Der Großvater versucht alles, um ihn zu bekommen, legal, wie illegal! Dann geht nämlich die Action los, ich sag nur Truck und Eingangstor, wunderbar! Real Action at it´s Best! 💥

Ansonsten gibt es vor allem im Finale viel Armdrücken, was aber gut und voller Adrenalin dargestellt ist, so wie es wohl sein soll! 🙈

Ach ja & der geniale 80s-Soundtrack ist nicht zu verachten ! Kenny Loggins, Asia uvm. !

Alles in allem ein überraschend gut gemachtes Actiondrama!

4/5

Rocky



Endlich ma "Rocky" gesehen!

Ich kann verstehen, das er 3 Oscar´s abgeräumt hat, Sly hat hier einen starken Job gemacht, nicht unbedingt schauspielerisch, aber das Drehbuch ist schon stark...
Der arme, kleine, relativ alte (30 Jahre), Boxer, der unverhofft DIE Chance seines Lebens bekommt!

Ich mag Sly, der hier noch etwas dümmlich herumtapst, das alte, arme Philadelphia, all das ist glaubthaft dargestellt, aber die Liebesgeschichte kaufe ich Stallone nicht ab bzw. ist sie IMO ein bisschen holprig inszeniert..

Dafür ist das Training mit der legendären Treppe und der ikonischen Musik schon sehr geil gemacht, aber mich nervt  einfach die Liebensgeschichte mit seiner "ADRIANNEEEE!"

Der Boxkampf entschädigt aber für vieles, sehr stark! Wie die 2 sich gegenseitig ALLES abverlangen und Rocky einfach NIEMALS aufgibt.... ! 🥊🩸🥊

3,5/5

Wolfhard-Eitelwolf

Vor 10 Jahren bin ich besagte Treppe selbst mit grauer Trainingsjacke hochgelaufen, ein herrliches Vergnügen.

Hier zuletzt Alien3 im Extended Cut gesichtet (Blu Ray)

Insgesamt wissen die dichte Atmosphäre, die düsteren Kulissen und das Schauspiel weiterhin zu überzeugen. Allerdings besitzt Finchers Langfassung dann doch einige nicht zu leugnende Längen und vor allem fallen die Alieneffekte (besonders wenn es an der Decke hängt) negativ auf. Hier ist dringend eine Nachbearbeitung (vielleicht für 4k Release von einem frischen Master) notwendig. Auf großen Diagonalen kann man sich auch andere rauschende und schlecht aufgelöste Teile des Films kaum noch ansehen. Nach einer Frischzellenkur schaue ich mir das gerne irgendwann wieder an, aber so.... brrr.

StS



"Dying is easy" (2021) ist ein rund 21-minütiger Batman-Fanfilm mit Kevin Porter, Aaron Schoenke und Michael Madsen in den Hauptrollen, bei dem in Nebenparts u.a. noch Chris Daughtry, Doug Jones, Amy Johnston und Casper van Dien mit von der Partie sind. Hauptsächlich via Crowdfunding finanziert, ist es evident, dass die Verantwortlichen mit Engagement bei der Sache waren, sie eine solide Story zu erzählen hatten und das ihnen anvertraute Geld ergiebig zu verwenden wussten. Ausstattung und Kostüme können sich sehen lassen - den Look und einen "Twist" gegen Ende mochte ich ebenfalls. Bestimmte zentrale Performances fand ich allerdings bloß bedingt zufrieden stellend - und gern hätte es etwas mehr Action geben dürfen...

knappe 5/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/dying-is-easy/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Gestern Abend/Nacht geguckt:

Vier Fäuste für ein Halleluja (Comedyfassung)



Gleicher Film, andere Syncro!

Auch der Nachfolger von "Die rechte und die linke Hand des Teufels" macht wieder sehr viel Spaß!

Die Anfangssequenz, wo die 2, noch getrennt, ein paar Gauner ausrauben, herrlich & als die Verwechslungsgeschichte dann richtig los geht, wird´s richtig spaßig!
Es ist alles "Spencer/Hill"-typische vorhanden, die Sprüche, die Prügelein, das Essen! Hier in einem Nobelrestaurant, absolute Kultszene! :-D

Das Finale im Mönchskloster ist superlustig, mit dem Rugbyähnlichen verpackten Geld!

Schade, das es keinen 3. Teil gab! :-/

4,5/5

Private Joker

13 Februar 2023, 21:45:19 #2387 Letzte Bearbeitung: 14 Februar 2023, 00:28:06 von Private Joker
Alienoid (BD)

Erster Teil eines geplanten südkoreanischen Zweiteilers, der auf dem letztjährigen FFF einige Begeisterung auslöste, aufgrund des abrupten Endes quasi zur Halbzeit aber auch etwas Missfallen.

Wobei ich da immer den leichten Verdacht habe, dass Hochstimmung auf solchen Geek-Festivals auch etwas mit dem aktuellen Promillepegel oder einer gewissen Massenbegeisterung zu tun hat, objektiver Betrachtung (wenn es die denn gäbe) hält das kaum stand. Konkret haben da die Macher wohl die Option gesucht, das leicht angestaubte asiatische Wuxia-Historienfilmgenre mit ein paar modernistischen Drehs für das jüngere Publikum aufzuarbeiten. Somit gibt es eine eher wirre SF-Story um außerirdische Verbrecher, die whyever in den Köpfen von Menschen "unserer" Zeit geparkt werden, was dann noch whyeverer zu Problemen in einer undefinierbaren Historienepoche, in der gerne mal kräftig rumgezaubert wird, führt.

Von mir dazu die klare, wenn auch subjektive Ansage: Einfach mal den ganzen pseudohistorischen Krimskrams rausgeschnitten, hätte der immer noch eine ordentliche Lauflänge gehabt und mich zumindest passabel unterhalten. Denn die ganze Historienebene ist doch ziemlich fauler Zauber, mit Stilbrüchen (Kampfroboter), irrelevanten Figuren (u.a. ein Zauberer-Strich-Söldner-Pärchen, das sich unmotiviert auch mal in Katzen verwandelt) und mäßigen Wireworks-Effekten. Dass am Ende die Verbindung zum anderen Filmteil irgendwie noch gelingt, ist fast schon ein halbes Wunder.

Die Gegenwarts- (oder leichte Zukunfts-)ebene verrät schon eher den Anspruch der Macher, da so eine Art Schmalspurversion der marvellschen Zerstörungsorgien zuzüglich ein paar Transformeranleihen zu produzieren. Mit mindestens einer fehlenden Null an wichtiger Stelle im Budget ein eher optimistisches Vorhaben, aber ein oder zwei Actionszenen in dem Umfeld haben dann doch ganz ordentlich Wumms (Doppelwumms?), und auch die Effekte können sich hier insgesamt sehen lassen. Allerdings neigt die Figurenkonstellation auch in dem Teil - u.a. mit einer vorwitzigen Göre und ihrem besorgten Android-Vater sowie einigen Humorversuchen - zu leichtem Nervfaktor, aber in der Summe ist der Teil ertragbar.

Anders als überwiegend das FFF-Publikum wusste ich das mit dem abrupten Abbruch in der "Mitte", und da meine Erwartungshaltung für einen Teil 2 auch überschaubar ist, würde ich dafür auch nicht extra Punkte abziehen, obwohl so was generell im Kinobereich nicht so gut kommt. Bleiben aber trotzdem nur 4,5/10.

Ryde
(BD)

Billiger, wenn auch optisch nicht völlig mißglückter Neon-Slasher, bei dem die "Uber"-ähnliche Ryde-App letztlich nur ein alberner McGuffin ist, um einem öligen Unsympathen bei einigen mäßig getricksten, aber heftig blutigen Morden zuzusehen. Oder alternativ auf ein paar Nacktszenen der leidlich attraktiven DarstellerInnenriege zu hoffen, wobei da der interne Counter trotz gutem Start insgesamt nur bei 2 Stück stehen bleibt.

Ich kann mit solchen simplen "Killing-by-the-Numbers"-Szenarien eh nicht viel anfangen, und überdies fand ich die Art der Tötungen (überwiegend dutzendfache Tritte ins Gesicht, bis da nur noch eine blutige Masse übrig bleibt) ehrlich gesagt abstoßend. Klar, letztlich spielt das auf der nach oben offenen Skala für Menschenverachtung keine Rolle, ob da einfallsreich oder nur brutal getötet wird, aber die Punktewertung hier ist wiederum "meine" Skala und mein Playground. Daher und weil auch das Ende eher öde ist nur 3/10.

Vesper
/ Die Vesper-Chroniken (BD)

Hui, der hatte sogar einen Kinostart in Deutschland - eher mutig würde ich meinen. Sagt aber letztlich wenig über einen Film und dessen Qualität, der mal wieder den Kritikern besser gefallen hat als dem Publikum (wie war das noch mit dem Fisch, dem Köder und dem Angler).

Was bekommt man nun für sein Geld, egal ob im Kino oder at home ? Zunächst ein ziemlich abgefahrenes Grundszenario über eine Erde, die mal wieder fahrplanmäßig am Arsch ist, weil man zuviel herumexperimentierte. Irgendwo in der Restwelt regiert eine Oberschicht in "Zitadellen", die wir aber eigentlich nicht zu sehen bekommen. Statt dessen ein paar Wildnisbewohner, die Blut-Tribut (?) an besagte Zitadellen entrichten, merkwürdige schwarzverhüllt  herumziehende "Pilger", künstliche Laborwesen, Samen, die nicht treiben, Biohacking, allerlei seltsames Gewächs. Für wen das auf Anhieb Sinn macht, der kann sich problemlos als berufsmäßiger Filmversteher selbständig machen und mir gleich noch mal Tenet in 2-3 Sätzen erklären, Otto-Normalfilmseher bleibt jedenfalls weitgehend außen vor.

Immerhin wurde die Optik kritikerseitig allgemein gelobt, und da will ich gar nicht grundlegend widersprechen. Die seltsamen Blumen, der fliegende "Vater", das (einzige) Duell mit den Zitadellsoldaten, das von
Spoiler: zeige
Blumengeschossen entschieden
wird - das alles kann sich in der Tat sehen lassen. Dennoch: Das Tempo zwischen diesen kleinen visuellen Zückerchen ist mörderisch niedrig, der Freundschaft der zwei jungen Frauen wird viel Raum gegeben, incl. gemeinsam angestimmten Tiergeheul. Sympathisch ist das Frauenduo ohne Frage, sogar ganz ohne neuzeitliches Rumgelesbel, und insofern bedauert man schon, dass
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die beiden das Filmende nicht gemeinsam "erleben", auch wenn das Schicksal von "Camellia" letztlich offen bleibt.


Man merkt: So wirklich begeistert hat der mich nicht. Und überlang ist der auch noch. Trotzdem: Für ein paar einprägsame Szenen, die sympathischen Leads und ein schönes Abspannliedchen noch 5,5/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS



Bei ,,re:member" (Originaltitel: ,,Karada Sagashi") handelt es sich um eine auf ,,Netflix" veröffentlichte japanische ,,Welzard Handy Novel"-Realfilm-Adaption aus dem Jahr 2022. Die Vorlage erschien ursprünglich 2013 im Internet – bevor sie von 2014 bis 2017 als Manga umgesetzt wurde sowie 2017 zudem als Grundlage einer Anime-Serie diente. Im Vorliegenden führte Eiichirô Hasumi (,,Resident Evil: Infinite Darkness") Regie – als Darsteller sind u.a. Kanna Hashimoto, Maika Yamamoto und Gordon Maeda mit von der Partie...

Die Inhaltsangabe bei ,,Netflix" liest sich wie folgt: Sechs Schüler*innen in einer mörderischen Zeitschleife müssen die zerstreuten Überreste eines unbekannten Opfers finden, um einen Fluch zu brechen und den nächsten Tag zu erleben. Mein Interesse war augenblicklich geweckt – auch ohne den Trailer gesehen zu haben. Was beim Sichten schnell auffällt: Der ,,Tonfall" des Werks wechselt öftermals ziemlich abrupt und deutlich – was ein Stück weit eigenwillig und gewöhnungsbedürftig ist; aber durchaus zu der Natur bzw. Art des Ursprungs-Materials passt...

In einem Moment wähnt man sich in einem locker-flockig-sonnig-kitschigen Teenie-Coming-of-Age-Streifen – im nächsten werden eben jene Kids aufgespießt, gefressen oder in Stücke gerissen. Überwiegend düster und ernst, wirkt die Kombination aus Mystery, Drama, Fun, creepy-groteskem J-Horror, blutig-übernatürlichem Slasher und brutalem Monster-Movie mitunter recht ,,holprig" – bleibt dabei aber stets unterhaltsam. Ach, und im Kern haben wir es eigentlich mit einer netten Geschichte über Einsamkeit und Freundschaft zu tun...

Humor gibt es ebenfalls punktuell – gestört hat mich der allerdings nicht – worüber hinaus die Darsteller ihre Sache ordentlich machen. Einige Effekte lassen ein wenig zu wünschen übrig – und in der ersten Hälfte fand ich es etwas unvorteilhaft, dass keiner ,,im echten Leben" stirbt, wenn er oder sie in der Zeitschleife getötet wird: Das verhindert nämlich das Aufkommen von Spannung sowie ein ergiebiges Bangen um die Protagonisten – allerdings ändert sich das erfreulicherweise im letzten Drittel. Dann kommen auch mehr Practical-F/X ins Spiel (Stichwort: Riesen-Teddybär-Monster)...

Fazit:  ,,re:member" mag vom ,,Tonfall" her zwar ,,all over the Place" sein – was klar seinen Ursprüngen zuzurechnen ist – vermochte mich aber dennoch auf brauchbar-kurzweilige Weise zufrieden zu stellen...

6,5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Gestern Abend/Nacht gesehen:

Donnie Darko (Kinofassung)



Teilweise ist die Kinofassung besser als der D.C., da hier nicht alles erklärt wird, das Hirn muss mehr arbeiten ;)

Jake Gylanhall in seiner ersten Hauptrolle, sehr stark!
Patrick Swazye als Lebensratgeber und Pädophiler, fast genau so stark geschauspielert, der Mann konnte viel, viel mehr als nur "Dirty Dancing" !
Und Seth Rogen ist mir erst jetzt aufgefallen ...
Der Rest ist auch in den Nebenrollen stark besetzt!

Das Zeitreisethema ist ja sowieso mein Ding!
Das Ende ist und bleibt einfach geil!

Einfach nur ein guter Film mit einem sehr geilem Soundtrack!

"...And I find it kind of funny, I find it kind of sad.
The dreams in which I'm dying are the best I've ever had..."

5/5

StS



In dem 2018er Horror-Thriller ,,He´s out there" will eine Familie ein paar ruhige, schöne Tage abseits der Stadt in einem einsamen, von Wald umgebenen Haus am See verbringen – wo allerdings ein fieser Maske-tragender Killer lauert. Man könnte sagen, der Streifen greift auf ,,bewährte inhaltliche und stilistische Mittel" zurück. Man könnte aber auch sagen, der Streifen kommt unoriginell und voller Klischees daher. Alle Charaktere verhalten sich absolut Genre-typisch – überdies mangelt es dem Killer an ,,Profil". Zudem spielt ein unheimliches Kinderbuch eine Rolle und gibt es sowohl creepy Puppen als auch einen prompt auf die ,,düstere Vergangenheit" des Ortes hinweisenden Nachbarn zu verzeichnen...

Darstellerisch will ich mal nicht meckern – mit der Performance Yvonne Strahovskis sowie jene der beiden Mädels, die ihre Töchter verkörpern, konnte ich problemlos leben – worüber hinaus die Inszenierung an sich keineswegs schlecht ist: Kein Wunder – schließlich führte Dennis Iliadis (,,the Last House on the Left"-Remake) Regie. Allerdings entscheid er sich dafür, in den Credits seinen Namen hinter dem Pseudonym ,,Quinn Lasher" zu verbergen: Hmmmm. Trotz einiger Härten und durchaus passabler Spannungs-Momente kommt das Werk leider nie in die Nähe z.B. von Bryan Bertino´s ,,the Strangers", der deutlich ,,nervenaufreibender" und stimmungsvoller geartet ist...

,,He´s out there" ist ,,filmisches Fastfood". Wer Veröffentlichungen dieser Sorte mag, kann durchaus mal einen Blick riskieren. Besser als manch ähnliches B- oder C-Movie ist der Streifen allemal. Einzelne Sequenzen und Ideen gefielen mir – und gelangweilt habe ich mich ebenfalls nie. Im Ganzen kommt das Gebotene allerdings nicht über ,,routinierte 08/15-Kost" hinaus. Geärgert habe ich mich bloß zum Schluss: Da hatte ich nämlich glatt geglaubt, dass man sich tatsächlich für einen überraschend erfreulich konsequenten Ausgang entschieden hat – bevor dann aber plötzlich doch noch einmal ordentlich Klischees aufgefahren werden, um ein konventionelles (maues) Ende herbeizuführen...

5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Gestern Abend bei Amazon Video ausgeliehen:

Peninsula



Kein Vergleich zu "Train to Busan" ! 😕
Mehr Zombieaction ja, ein paar coole Ideen sind drinne, leider sind die Autoverfolgungsjagden IMO locker 80% CGI... 😑

Irgendwie zündet er einfach nicht, wo der Quasivorgänger einen emotional gepackt hat, man hat immer mit gezittert, ist einem hier alles irgendwie egal... Auch wenn die Atmosphäre manchmal schön Endzeit ist & die Action nicht schlecht ist, man vergleicht ihn aber immer mit "Train to Busan" & da verliert "Penisula" immer!

Der Film wurde ja als Nachfolger zu "Train to Busan" angekündigt & das ist er definitiv nicht...

2,5/5

PostalDude

Scream



Scream. DAS Comeback des Slasherfilms in den 90ern! 🔪🩸

Vom Anfang mit dem Telefonat bis zum blutigen Finale im Haus spannend und immer wieder überraschend!

Die Story ist (natürlich) simpel, aber die Umsetzung ist stark! (Slasher)Anspielungen ohne Ende, Halloween, Prom Night uvm. ! Die Metaebende wird auch schon ein bisschen bedient & die Regeln des Horrorfilms werden wunderbar ausgenutzt ;)

Die Schauspieler sind alle solide, der Hauptcast verdammt jung :D , und die Effekte sind schön handgemacht bzw. sehr gut!

Perfekter Horrorfilm .

5/5

PostalDude

Gestern Abend/Nacht geguckt:

Zwei Himmelhunde auf den Weg zur Hölle



Hier ist endgültig alles drin, was ihre nächsten Filme auszeichnet!

Flotte Sprüche & deftige Schlägereien, der Soundtrack von Oliver Onions, die 2 gewinnen was & am Ende verlieren sie es wieder, Terence's Charakter verguckt sich in ein Mädel und Bud's meckert rum! 😁
Die 2 zerkloppen sich sogar gegenseitig! 🤜🏻🤛🏻💥😂

Es wird sogar ein bisschen emotional gegen Ende... 😥

Ohrwurm: "Flying through the Air..." 🎶

4/5

StS

3 März 2023, 16:23:14 #2394 Letzte Bearbeitung: 3 März 2023, 16:26:02 von StS


Mit dem prima agierenden Trio Madeline Brewer, Sarah Hay und Imogen Waterhouse in den Hauptrollen, handelt es sich bei "Obsessed – Tödliche Spiele" (Originaltitel: "Braid") um einen unkonventionell-surrealen femininen Fiebertraum-Arthouse-Horror-Psychotrip über Themen wie Wahnvorstellungen und Freundschaft, in dessen Gestalt Mitzi Peirone (dank Selbstbewusstsein, Kreativität und Talent) 2018 ein stimmungsvolles, schick anzusehendes Debütwerk vorgelegt hat...

knappe 7/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/obsessed-toedliche-spiele/




Bei "Shadowprowler" handelt es sich um einen (auf der "the Black Phone"-DVD/Blu unter den "Extras" zu findenden) "Home Invasion"-Kurzfilm von Scott Derrickson ("Sinister"), welchen er als "kreativen Zeitvertreib" mit seinen beiden Söhnen realisierte, während sich die Familie 2020 im "Lockdown" befand. Als Location diente ihnen ein geräumiges Haus, das sie zu jener Zeit gerade (von Kevin Sorbo) angemietet hatten, nachdem ihr eigenes Ende 2018 einem Flächenbrand in der Nähe von L.A. zum Opfer gefallen war...

Losgelöst seiner "unüblichen" Entstehungs-Geschichte (aufgrund derer ich mich bspw. über die Performance Dashiell Derricksons gar nicht groß beschweren will) hat mir dieser "Short" alles in allem leider nicht viel bieten können – woran nicht unwesentlich dem generisch-mauen Drehbuch die Schuld zuzuschreiben ist (ebenso wie gewissen Entscheidungen hinsichtlich der Darbietung/Gestaltung des "Intruders")...

3/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/shadowprowler/
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Heute Morgen/Mittag gesehen:

Donnie Darko (Director´s Cut)



Teilweise ist die Kinofassung besser als der D.C., da hier nicht alles erklärt wird, das Hirn muss mehr arbeiten ;)

Jake Gylanhall in seiner ersten Hauptrolle, sehr stark!
Patrick Swazye als Lebensratgeber und Pädophiler, fast genau so stark, der Mann konnte viel, viel mehr als nur "Dirty Dancing" !
Und Seth Rogen ist mir erst jetzt aufgefallen ...
Der Rest ist auch in den Nebenrollen stark besetzt!

Das Zeitreisethema ist ja sowieso mein Ding!
Das Ende ist und bleibt einfach geil!

Einfach nur ein guter Film mit einem sehr geilem Soundtrack!

"...And I find it kind of funny, I find it kind of sad.
The dreams in which I'm dying are the best I've ever had..."

Nachtrag zum Director´s Cut:

Im Prinzip genau so gut, die Lehrerin bekommt etwas mehr Tiefe + es gibt ein paar mehr Erklärungen durch Texttafeln, was jedem überlassen ist, ob er es besser oder schlechter findet.

5/5

PostalDude

Double Impact



Natürlich kann man die Story schnell vernachlässigen, dafür ist die Action umso besser!

Blutige Shootouts, klasse choreographierte Kämpfe und ein ( oder 2!? :-P ) Van Damme, der sogar etwas schauspielert ;)

Die Klamotten, die "Chad" meistens trägt, sind noch so aus den 80ern & das obwohl der Film schon 1991 gedreht wurde, aber das gibt dem ganzen etwas witziges :D
Die Musik auch, wunderbarer 80er Pop^^

Cooler Actionspaß mit kleinen Schwächen!

3,5/5

Shodan

Apocalypse Now - Final Cut
Gestern in der bundesweiten Sondervorstellung im Kino gesehen. Bildgewaltig, surreal, Wahnsinn, das Grauen! 10/10

StS

9 März 2023, 11:22:20 #2398 Letzte Bearbeitung: 9 März 2023, 11:24:19 von StS


Basierend auf einem gleichnamigen dreieinhalb-minütigen Kurzfilm aus dem Jahr 2014, lässt sich "Fear, Inc." (2016) ohne weiteres als eine "Meta-Horror-Comedy-Variante" von David Fincher´s "the Game" beschreiben. Trotz einer soliden Inszenierung und Besetzung (u.a. Lucas Neff, Caitlin Stasey, Chris Marquette, Stephanie Drake und Abigail Breslin) sowie einigen unterhaltsam-ordentlichen Momenten mangelt er der Vorlage aber leider an Cleverness und "Pfiff", so dass Regisseur Vincent Masciale und Skript-Autor Luke Barnett das immense Potential ihrer Story alles in allem leider nicht genügend auszuschöpfen vermochten. Schade.

4,5/10

Wer an meiner ausführlichen Meinung interessiert ist:
https://www.actionfreunde.de/fear-inc/





Der 2022er Action-Thriller "Black Site" – nicht zu verwechseln mit Tom Paton´s "Black Site" aus dem Jahr 2018 oder "Black Site Delta" mit Cam Gigandet von 2017, dem ich übrigens ne knappe 3/10 gegeben hatte – wurde von Regisseurin Sophia Banks in Szene gesetzt und handelt u.a. von einem gefährlichen Attentäter und Killer (Jason Clarke), der nach seiner Ergreifung in eine geheime, unter US-Kommando international geführte Bunkeranlage in der jordanischen Wüste gebracht wird, um dort verhört und gefangen gehalten zu werden. Relativ rasch gelingt es ihm jedoch, sich zu befreien – worauf er fortan ein regelrechtes Blutbad unter der Mannschaft anrichtet, während ihn u.a. die Analystin Abby (Michelle Monaghan) sowie ein "Private Contractor" (Jai Courtney) aufzuhalten versuchen. Achja – zudem wurde die Anlage aufgrund der Situation abgeriegelt und soll von einer Drohne binnen einer Stunde "ausgelöscht" werden. Ein Kampf ums Überleben und Wettlauf gegen die Zeit also...

Bei dem Streifen haben wir es mit generischer Kost zu tun, die (bis auf punktuelle CGI-Effekte) aber ordentlich produziert wurde, im Rahmen seiner knapp 90-minütigen Laufzeit nicht zu langweilen beginnt sowie mit einzelnen soliden Action- und Thriller-Momenten aufzuwarten vermag. Leider entfaltet sich alles nicht sonderlich abwechslungsreich (was auch mit am Setting liegt), gibt es diverse Klischees und Logik-Schwächen zu verzeichnen (u.a. ist dieser mal wieder ein einer dieser High-Tech-Bunker mit einer mauen CCTV-Anlage) und entfaltet sich die Story beileibe nicht unvorhersehbar oder originell – etwas Ambivalenz gegen Ende zum Trotz. Mitunter überraschend brutal, ist das Werk als "kleiner Genre-Happen für Zwischendurch" aber nicht unbrauchbar. In ihren nicht gerade komplexen Rollen erfüllen Monaghan, Clarke und Courtney indes jeweils ihre vorgesehenen Zwecke. Letztere waren ja schon in "Terminator: GeniSHIT" Widersacher. Zumindest ist der hier nicht ganz so ärgerlich-missraten...

knappe  5/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PostalDude

Bei Amazon Video ausgeliehen:

1942: Ostfront



In Zeiten des russischen Angriffskrieges einen Russischen Kriegsfilm gucken? Geht das?

Ja, es geht!

"1942: Ostfront" ist ein guter Vertreter des WWII, er steigt gleich hart ein, die ab 18-Freigabe ist voll berechtigt!

Es ist aber KEIN Actionfilm, wie ich erwartet hatte, es ist mehr ein Kriegsdrama..
Es werden verschiedene Soldaten gezeigt, die entweder auf Unterstützung warten müssen, untereinander zweifeln, mit einander kämpfen uvm.
Die Deutschen sind allgegenwärtig, aber nicht nur im Kampf zu sehen, sondern oft als "schwebende Gefahr", was es manchmal bedrohlicher macht.

Er ist definitv gut gemacht, aber kein Vergleich zu "Der Soldat James Ryan" o.ä. !

3,5/5

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