Neues "Higurashi no naku koro ni" Projekt angekündigt

Begonnen von Akayuki, 17 Dezember 2012, 20:48:05

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Hedning

6 August 2013, 21:40:04 #30 Letzte Bearbeitung: 6 August 2013, 21:55:06 von Hedning
Zitat von: Mayoko am  6 August 2013, 09:26:39
Ich meine mich aber zu erinnern das (zumindest die instrumentale Version) bei Higurashi no naku koro ni Kai eingespielt wird, als Keiichi von Takano im Wald erschossen wird, oder?
Ich habe die Szene gerade noch mal angeguckt. Da wird allerdings nur das gängige Thema der Serie (Piano-Version) gespielt.
Also das hier:
Higurashi no Naku Koro ni - Ai (main theme) - piano

Mayoko

Stimmt!  :eek:

Argh, ich hätte schwören können das die Theme dort lief... So kann man sich doch täuschen. Ich werde alt.  :viney: :LOL:

Don´t worry, be happy!

Hedning

Vielleicht hast du mal ein Fan-Video gesehen, wo die Anime-Szene mit Musik der Novel unterlegt war, so wie hier (ab 0:40):

ひぐã,‰ã—のなく頃に罪æ»...し Last Battle

Mayoko

Hmmm, schwer zu sagen, aber nicht ausgeschlossen.
Vielleicht lagt das einfach daran, dass ich dieses Lied gedanklich fest mit Higurashi verbunden hatte. Schließlich findet man es ja auch im Netz immer wieder im Zusammenhang mit den Serien... Also jetzt weniger als ein Fan Video, sondern viel mehr wenn man einfach nur den Higurashi Soundtrack sucht.

Don´t worry, be happy!

Chili Palmer


Es wäre nett, wenn ihr einem Außenstehenden mal den Gefallen tun könntet, eure Faszination für diese Serie zu erläutern, denn was ich so peripher davon sehe, unterscheidet sich nicht groß von zig anderen Werken im Genre. Und doch scheint es ja so speziell zu sein, dass eine Veröffentlichung hierzulande nicht einmal angedacht ist. Mein Interesse ist also geweckt; aber mit etwas fundierten Erläuterungen eurerseits kann ich das vielleicht besser einordnen, ob sich für mich da eine weitere Beschäftigung lohnt, sprich: Ist das eher eine Delikatesse für genremüde schon-alles-gelesen-und-gesehen-Haber, oder kann man das auch genießen, wenn man nicht, überspitzt formuliert, jedes Jahr im Herbst seinen Kimono aus dem Schrank holt und Tsukimi feiert? 
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Hedning

9 August 2013, 15:56:21 #35 Letzte Bearbeitung: 9 August 2013, 15:58:02 von Hedning
Wo soll ich anfangen?

Ich für meinen Teil habe schon sehr viele "Mystery"-Filme und -Serien gesehen, aber nie hat mich hier das Gefühl der Ungewissheit, was dahintersteckt, zusammen mit einer emotionalen Zuneigung zu den Figuren, so stark ergriffen wie hier. Es ist nicht nur ein intellektuelles "Wissenwollen", was sich hinter dem Geschehen verbirgt, sondern die Präsenz dieses Ungewissen hat eine ganz besondere, schwer zu beschreibende emotionale Intensität.

Konkret wird das zum Beispiel deutlich, und das ist sicher etwas, woran man die Faszination vieler Zuschauer festmachen kann, am Umschlagen der Stimmungen eines Szenarios und auch der Verhaltensweise einer Figur, das erst mal nicht erklärlich ist. Wie aus dem niedlichen, freundlichen (also letztlich anime-typischen) Verhalten einer Figur ein ganz anderes, bedrohliches werden kann, kommt hier nicht nur unerwartet (natürlich verrate ich es jetzt ansatzweise, aber ohne dies kann man es so gut wie gar nicht erläutern), sondern ist auch bildlich m. E. atemberaubend umgesetzt.

Das Grundszenario finde ich ansonsten gar nicht mal so anime-typisch, z. B. hat es weder futuristische Elemente noch spielt es in einer entrückten Fantasy-Welt oder dergleichen, sondern in einem japanischen Dorf in den späten 1970er bis frühen 1980er Jahren. D. h. eine Welt, die zeitlich noch nicht so weit weg ist, aber doch schon ganz schön anders ist als unsere (z. B. was die Kommunikationstechnik angeht). Ich finde es auch sehr reizvoll, diese aus der eigenen frühen Kindheit bekannten Verhältnisse ohne PC, Handy und dergleichen zu sehen.

Zudem hat vom Mystery-Gehalt abgesehen die Geschichte auch viele nachdenkliche Elemente zu ganz konkreten alltäglichen Themen. Z. B. zu Fragen wie "Löse ich meine Probleme lieber schnell im Alleingang oder umständlich, indem ich mein soziales Umfeld einbeziehe?" Das ist ein Thema, das hier in den unterschiedlichsten Varianten auftaucht. Die Geschichte verweigert auch, was ich eigentlich immer sehr positiv werte, eine einfache Abgrenzung zwischen Gut und Böse (auch wenn eine Figur in der zweiten Staffel Züge eines klassischen Bösewichts annimmt, der aber gleichzeitig sehr viel erzählerischer Hintergrund verliehen wird).

Chili Palmer


Danke für die prompte Antwort.  :respekt:

Das klingt schon sehr interessant, denn, das sehe ich ähnlich, ist erstens das Unterlaufen klarer Gut-Böse-Schemata meistens ein Anzeichen von erzählerischer Finesse, und wie sehr zweitens das Spannungsgenre unter der technischen Entwicklung leidet, beweist ja jeder zweite Horrorfilm, wo zuerst immer erst einmal die Mobilfunkverbindungen vom Drehbuch gekappt werden müssen; da hilft der Rückgriff auf die nächstgelegene Vergangenheit sehr.
Das spricht beides definitiv für diese Geschichte.

Darüber hinaus werden undurchsichtige Kleinstadtgeschichten ja in jedwedem Medium gerne genommen. Ein überschaubarer Handlungsort, Naturnähe, ein dichtes Netz aus Personenkonstellationen - alles super.

Wie gesagt, vielen Dank erstmal.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Hedning

Wobei das jetzt vielleicht nach dem beliebten Klischee vom "idyllischen Dorf, hinter dessen Fassade das Böse lauert" klingt, womit in Higurashi aber sehr unkonventionell und letztlich entgegen dem Klischee umgegangen wird.

Übrigens WARNE ich vor Lektüre des Wikipedia-Artikels "Higurashi no Naku Koro ni", der erstens schlecht geschrieben ist und zweitens gnadenlos spoilert.

Chili Palmer


Dankeschön, aber ich habe mir ohnehin angewöhnt, bei diesbezüglichen Dingen, die mich interessieren, Wikipedia weiträumig zu umfahren.

Wobei mir manche Inhaltsangaben hier schon manchmal ein Posting wert gewesen wären.  :icon_lol:


Im Übrigen dürfte das eine der Serien sein, bei der von meinem Umfeld keinerlei Spoilergefahr ausgeht - die kennt wirklich niemand.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Hedning

Zitat von: Hedning am  5 August 2013, 11:18:31Sehr bemerkenswert finde ich, dass mit "You - Visionen im Spiegel" das musikalische Hauptthema der Sound Novel "Higurashi no Naku Koro ni Kai" erstmals Bestandteil einer Anime-Umsetzung wird.

Hier kann man das Lied übrigens live von Sängerin Yuduki vorgetragen sehen:
http://www.nicovideo.jp/watch/sm21634836 (kurze Registrierung erforderlich)

Hedning

4 Oktober 2013, 19:45:34 #40 Letzte Bearbeitung: 4 Oktober 2013, 20:03:10 von Hedning
"Higurashi no Naku Koro ni Kaku" gibt es inzwischen wohl auch englisch untertitelt (Fansub) im Netz. Keine Ahnung, ob es auch eine offizielle englisch untertitelte DVD geben wird. Das war ja bei Rei und Kira leider nicht der Fall.

In den letzten Woche habe ich das Sound-Novel-Kapitel Saikoroshi-hen (das den drei ernsten Folgen von Higurashi Rei zugrundeliegt) durchge"spielt". Es gibt einen englischsprachigen Übersetzungspatch. Wie in der gesamten SN erlebt man die Geschichte völlig subjektiv, hier aus der Sicht von Rika, und damit ganz anders als in der Anime-Version. Viel mehr Gedankenstrom, Abwägungen und Interpretationen der Geschehnisse, die in der Anime-Fassung natürlich keinen Platz haben. Der Schluss ist hier, auch wenn er sich oderflächlich gesehen nicht stark von der Anime-Fassung unterscheidet, für mein Empfinden düsterer und zweideutiger als in letzterer.

In der Sound Novel wird erwähnt, dass Rika sich - nachdem sie in der Klinik wieder aufgewacht ist - an das Gefühl erinnern kann, wie das Blut ihrer Mutter über ihre Hände lief. Auch hier gibt es später die Entwarnung von Hanyuu, dass sie das nicht wirklich getan habe, aber man kann das vielleicht auch so interpretieren: "Erst dadurch, dass du sie getötet hast, hat die Welt, in der das geschehen ist, ihren Wirklichkeits-Charakter verloren (in dem Sinne ist es, im Nachhinein betrachtet, "nicht wirklich passiert") und du bist in die vorherige Realität zurückgekehrt." Außerdem wird auch erwähnt, dass Rika sich zudem in der "Welt ohne Sünden", die sie verlassen wollte, noch selbst umbringen musste, damit Hanyuu sie zurückholen konnte. Aber es bleibt so zweideutig, dass man es auch so interpretieren kann, dass alles wirklich nur eine von Hanyuu kreierte Illusion war, um Rika zu verdeutlichen, dass sie (u. a.) dem Tod ihrer Eltern gegenüber gleichgültig geworden ist.

Zitat von: Mayoko am  3 September 2013, 15:53:04
Zitat von: Akayuki am 20 August 2013, 19:30:53
Wie du sicherlich weißt, spricht sie ja auch als Lady Bernkastel aus Umineko no naku koro ni von Zeitfragmenten. Ich glaube also ebenso wenig an einen Zufall.  ;)
Leider wurde das aber in Umineko no naku koro ni nicht weiter vertieft. Ich hätte nur zu gerne gewusst wie die beiden Figuren jetzt zusammenpassen...  :anime:
Vielleicht kann ja Hedning mit seiner Manga-Kenntnis zu dem Stoff diese Frage bald auflösen. Aus der Serie geht das nämlich bekanntlich nicht hervor... ;)
(aus dem Autor-Thread von Akayuki)

Da ich erst die ersten vier Bände der Umineko-Mangafassung kenne, kann ich dazu nicht gar so viel sagen. Der Name Bernkastel wird in oben erwähntem Saikoroshi-hen übrigens auch erklärt (in der Anime-Version von Saikoroshi-hen kommt er nur einmal ohne Erklärung am Ende vor), nämlich dass der Wein, den Rikas Vater bestellt und den Rika heimlich trinkt, aus Bernkastel-Kues an der Mosel kommt. Da sich ihre "wahre" Persönlichkeit immer mehr von der kleinen Rika abspaltet (und auch als "Hexe" bezeichnet wird), verleiht Rika ihr diesen (aus japanischer Sicht) fremdartigen Namen. Letztlich nicht ganz klar ist mir jedoch das genaue Verhältnis zwischen
1. Rika (dem kleinen Mädchen)
2. Rikas erwachsener Persönlichkeit
3. Frederica Bernkastel
4. Umineko-Bernkastel
Es wird m. W. nirgendwo klar, ob man 2. mit 3. oder auch 3. mit 4. gleichsetzen kann, aber auffällig ist ja, dass Umineko-Bernkastel die Erscheinung eines kleinen Mädchens hat und die Figur in der letzten Anime-Folge von Higurashi Kai, die normalerweise als "Frederica Bernkastel" interpretiert wird, als erwachsene Version von Rika in Erscheinung tritt. Im Manga (Massacre Arc, Band 1) sieht Frederica Bernkastel allerdings genauso aus wie die kleine Rika.


Am Ende von Mangaband 4 trinken Beatrice und Bernkastel Tee zusammen und dann kommt auch noch Lambdadelta (Miyoko Tanashi nachempfunden) dazu. Hier werden schon einige Figurenparallelen angebracht.
- Lambdadelta ist von Bernkastel besiegt worden (wie Takano von Rika), Genaueres wird dazu nicht erwähnt
- Bernkastel erwähnt ihre ständige Langeweile, was zu Rikas fortwährenden Wiederholungen passt
- Bernkastel posiert in einem Bild als kleine Rika, bezeichnet dies jedoch im Anschluss als peinlich (Rikas üblicher Aufmunterungsspruch wird hier mit "Fight on" wiedergegeben, in den Higurashi-Bänden stand jedoch immer "You can do it, yeah". K. A., was da im Japanischen steht. Die Mangas zu Higurashi und Umineko wurden von unterschiedlichen Leuten übersetzt, vermutlich liegt es daran).

Erwähnenswert ist in diesem Kontext auch, dass Rika, als sie Rena in "Higurashi no Naku Koro ni Kai - Tsumihoroboshi-hen" in der Sound Novel in ihrem Müllplatzversteck aufsucht und sie überreden will, sich eine Injektion gegen ihren Verfolgungswahn geben zu lassen, zugibt, dass sie "nicht Rika ist", sondern sich nur seit ca. 100 Jahren so nennt. Diese Szene ist meiner Ansicht nach aber nicht zuletzt zur größtmöglichen Verwirrung des Lesers so gestaltet.

Mayoko

Hey, vielen Dank für die ausführliche und hochinteressante Namenserklärung!  :respekt:

Damit kann man ja schon mal einiges anfangen. Meine Theorie dazu:

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe spielen Higurashi und Umineko ja fast zur selben Zeit. Ich denke das spätestens zu diesem Zeitpunkt eine Abkapselung der Persönlichkeiten stattgefunden hat. (Vielleicht aber auch früher: Ich beziehe mich auf deinen letzten Absatz, wonach sich Rika nur seit ca. 100 Jahren so nennt)
Meiner Meinung nach ist Rika aber eine neu erschaffene Persönlichkeit von Lady Bernkastel, die übrigens auch ähnliche Fähigkeiten besitzt wie ihr "Hexen-alter Ego". So z.B. kann sie mithilfe von Hanyû mehrfach ihrem Tod in der Zeitschleife entkommen und kann sich darüber hinaus auch an alle parallelen Zeitstränge erinnern. Das Rika später auch in "erwachsener Form" auftaucht beweist, dass sich diese Persönlichkeit letztendlich aus ihrem "Zeitgefängnis" befreien konnte, in dem sie gefangen war und auch unabhängig von Lady Bernkastel existieren kann.
Wie es aber ursprünglich zu dieser Abkapselung kam, bleibt weiterhin im Dunkeln...

Don´t worry, be happy!

Hedning

Schwer zu beantworten, ich habe Rika immer für die primäre Figur gehalten und Bernkastel für das Produkt von Hanyuus Eingriffen in ihr Schicksal. Dass die zeitliche Nähe von Higurashi und Umineko (letzteres spielt, glaube ich, in der zweiten Hälfte der 1980er) eine Verbindung nahelegt, habe ich bislang nicht bedacht, da die Zeitsprünge die konventionelle Zeitrechnung so oder so außer Kraft zu setzen scheinen.

Ich habe auch noch mal in den zweiten Band des Umineko-Mangas geguckt, da steht noch was Interessantes zu Bernkastel und Lambdadelta. Erstere wird als "Witch of Miracles" bezeichnet, letztere als "Witch of Certainty", was ja genau der Positionierung in Higurashi entspricht:
Was Takano will, passiert mit Sicherheit; Rikas Wunder ist eine Seltenheit, jedoch, wenn es tatsächlich eintrifft, stärker als die Sicherheit von Takanos Plan.

Leider kann ich mich für Umineko nach wie vor, obwohl es eine gute Geschichte ist und sicher noch große Überraschungen bereithält, nicht so begeistern wie für Higurashi. Wahrscheinlich kommt das durch das sehr künstliche, unwirkliche Szenario mit der seltsamen Mischung aus westlichen und asiatischen Elementen.

Mayoko

Die Idee mit der "primären Figur" ist mir eigentlich auch nur durch deine vorherige Ausführung eingefallen. Mit dieser gewagten Vermutung könnte ich natürlich auch kilometerweit daneben liegen, fand die Vorstellung nur recht interessant.

Wenn ich jetzt deine "Witch of Miracles" & "Witch of Certainty" These so unter die Lupe nehme, fällt mir etwas auf: In Umineko fehlt die Figur einer Gottheit wie Hanyû und dadurch sind die Ebenen anders.
Die Figuren in Umineko glauben nicht an Hexen bzw. Magie. Deshalb versucht die Hauptfigur die Existenz von "Wundern/Magie" mit allen möglichen Beweisen zu leugnen. Ich würde also die Figuren (wie Takano in Higurashi) in die "Certainty-Schublade" stecken. Nur die Figur von Rika/Bernkastel scheint aber sowohl in Higurashi als auch in Umineko zum "Miracles-Lager" zu gehören. In Higurashi ist aber Hanyû das höhere/magische Wesen und hilft Rika mit ihrer Macht durch die Zeitschleifen zu springen. Nur weil Rika ihre Existenz anerkennt ist ihr dies also möglich. In Umineko ist dieser Zeitsprung der Hauptfigur Battler allerdings durch das genaue Gegenteil erst möglich. Dadurch das er die Existenz von Hexen und Magie leugnet, wird ihm dieses Speil überhaupt erst von der höheren Macht ermöglicht. Diese höheren Wesen in Umineko sind alldings keine Gottheiten wie Hanyû, sondern eben Hexen wie Bernkastel. Somit befindet sich Bernkastel aus Umineko im direkten Vergleich mit Hanyû aus Higurashi, eigentlich auf Augenhöhe...


Meine Birne qualmt jetzt...^^

Don´t worry, be happy!

Hedning

Zitat von: Mayoko am  8 Oktober 2013, 16:25:01Die Figuren in Umineko glauben nicht an Hexen bzw. Magie.

Das ist unterschiedlich, Maria glaubt ebenso fest daran, wie Battler nicht daran glauben will. Das Dienstpersonal glaubt ebenfalls an Beatrice. Battler glaubt nicht daran, das ist klar. Im übrigen bin ich der Meinung, dass Battler ebenso wie die Hauptfiguren der Higurashi-Kapitel (vor allem Keiichi) eine Verkörperung des Lesers ist, der ebenso nach der Wahrheit suchen soll. Es geht ja bei den Sound Novels darum, den Leser ("Spieler") möglichst stark in die Handlung mit hineinzuziehen, auch wenn er sie nicht beeinflussen kann.

ZitatDeshalb versucht die Hauptfigur die Existenz von "Wundern/Magie" mit allen möglichen Beweisen zu leugnen.

In Umineko ist das für mein Empfinden zunächst dadurch motiviert, dass Battler den Schuldigen überführen will. Wenn er an Magie glauben würde, dann ließe er den Schuldigen möglicherweise entkommen. Um dies auszuschließen, lehnt er Beatrice so entschieden ab. Später entwickelt das Duell jedoch ein Eigenleben.

ZitatIch würde also die Figuren (wie Takano in Higurashi) in die "Certainty-Schublade" stecken.

Wobei das "unausweichliche Schicksal", für das Takano steht, bisher nicht so recht thematisiert wurde, zumindest soweit ich Umineko bislang kenne. Die Serie umfasst m. W. Kapitel 1-4, ich werde für 3 und 4 aber noch die Mangabände abwarten.

ZitatNur die Figur von Rika/Bernkastel scheint aber sowohl in Higurashi als auch in Umineko zum "Miracles-Lager" zu gehören.

Ich sehe Maria als Hauptvertreterin der Miracles-Fraktion in Umineko, wenn man sie denn so nennen will. Sie überantwortet sich Beatrice von vornherein, weil sie fest an deren Versprechung glaubt, sie werde am Ende ins "Goldene Land" geführt. Daher duelliert sich Battler sowohl mit Beatrice (auf der übergeordneten Ebene) als auch mit Maria (auf der Handlungsebene). Z. B. Shannon geht ja auch ein Bündnis mit Beatrice ein.

ZitatIn Umineko ist dieser Zeitsprung der Hauptfigur Battler allerdings durch das genaue Gegenteil erst möglich. Dadurch das er die Existenz von Hexen und Magie leugnet, wird ihm dieses Speil überhaupt erst von der höheren Macht ermöglicht.

Das leuchtet mir ein, gut erkannt. Der Spielgedanke ist in Higurashi für mein Empfinden weit weniger ausgeprägt (wohl vor allem weil nicht bekannt ist, wer der Gegner ist), bekommt aber im Anime durch den Schlusssatz der ersten Staffel ein großes Gewicht.

Mayoko

Ja, das mit den Figuren in Umineko war wohl ein wenig zu pauschal von mir.  :icon_redface: :viney:

Du hast natürlich recht. Gerade Maria-chan ist ja eigentlich neben Beatrice DIE "Miracles-Figur", was gerade in späteren Folgen sogar sehr deutlich gezeigt wird. (Die Stofftier Szene usw.) Dadurch wird ihr Glauben an Hexen und Magie überhaupt erst geprägt...

ZitatWobei das "unausweichliche Schicksal", für das Takano steht, bisher nicht so recht thematisiert wurde, zumindest soweit ich Umineko bislang kenne.

Ja auch richtig. In Umineko geht es weniger um ein unausweichliches Schicksal. Vielmehr thematisiert die Serie meiner Meinung nach die Gratwanderung zwischen Magie und Wissenschaft. Glauben und Hoffung vs. Realität und Rationalität. Die prominenten Thesen wie der verschlossene Raum oder Schrödingers Katze verdeutlichen diese Haltung noch mal. Hatte ich ja auch in meiner Review dazu geschrieben.^^

ZitatIch sehe Maria als Hauptvertreterin der Miracles-Fraktion in Umineko, wenn man sie denn so nennen will.

Ich denke da würde ich eher Beatrice als Hauptvertreterin sehen. Maria-chan versucht zwar den anderen Figuren die Augen zu öffnen und glaubt selbst fest an die Existenz von Hexen und Magie, doch Beatrice ist ja als Charakter sozusagen die Manifestation ihres Glaubens...
Übrigens: Das Duell auf der Handlungsebene (mit Maria-chan) habe ich so nie wirklich wahrgenommen. Wenn ich drüber nachdenke trifft das aber wirklich so zu.  :respekt:

ZitatDas leuchtet mir ein, gut erkannt. Der Spielgedanke ist in Higurashi für mein Empfinden weit weniger ausgeprägt (wohl vor allem weil nicht bekannt ist, wer der Gegner ist), bekommt aber im Anime durch den Schlusssatz der ersten Staffel ein großes Gewicht.

In Higurashi gibt es auch eigentlich kein Spiel. Die Figur von Takano will stets die volle Kontrolle über alles behalten und nix dem Zufall überlassen. Sie wendet ja auch eine List an (Verbrannte Leiche in den Bergen) um ihren vorzeitigen Tod anzutäuschen. Sozusagen spielt sie nicht nur mit den Erwartungen der Charaktere, sondern auch mit denen des Zuschauers. Das macht sie zu einer einmaligen "Schurkin".

Don´t worry, be happy!

Hedning

11 Oktober 2013, 21:32:18 #46 Letzte Bearbeitung: 11 Oktober 2013, 22:07:56 von Hedning
Ein paar Anmerkungen zu Higurashi no Naku Koro ni Kaku (vorhin gesehen):

Die 52-minütige Geschichte basiert ja wie vielleicht schon erwähnt auf einer Geschichte von Original-Autor Ryukishi07, die zusammen mit dem Computerspiel Higurashi Daybreak veröffentlicht wurde. Ich glaube weniger, dass diese Geschichte irgendwie fortgesetzt wird. Was meiner Ansicht nach besser wäre: Die teils sehr guten Manga-only-Kapitel adaptieren (wie z. B. Onisarashi-hen mit der Hauptfigur Natsumi Kimiyoshi, oder, was ich nur immer wieder empfehlen kann, die wunderschöne traurige Geschichte Hinageshi-hen, die sich perfekt für eine OVA-Folge eignen würde. Bei Youtube hat schon jemand aus dem Manga ein kleines Video gemacht. Auch das Kapitel Nienagashi-hen ist sehr gelungen).

Aber jetzt schweife ich schon wieder total ab. Kaku ist für Higurashi ungewöhnlich actionbetont und erinnert stark an das Serienfinale aus der "Kai"-Staffel, nur dass es hier deutlich blutiger zugeht. Wohl nicht zuletzt durch diese deutliche Anlehnung an das Actiongenre verändern sich auch die Charaktere, was Gewaltanwendung angeht. Die eine oder andere etablierte Figur taucht nicht auf, aber der ursprüngliche "Club" Mion, Keiichi, Rena, Satoko, Rika ist komplett vertreten. Ich will nicht zu viel verraten, aber sehenswert ist die Geschichte für Fans schon. Vor allem gibt es einen interessanten Dialog zwischen Rika und Hanyuu, der auch schön Gelegenheit zum Rätseln und Interpretieren bietet. Z. B. stellt sich die Frage, wie die dargestellte Welt im Higurashi-Universum bzw. den Zeitlinien zu verorten ist. Ansonsten ist die Geschichte zumindest auf den ersten Blick nicht allzu vielschichtig. Comedy-Elemente gibt es aber überhaupt nicht, nicht mal in der Einleitung. Es ist schwierig, das Ganze ohne Spoiler zu diskutieren.

Folgende Figuren kommen nicht vor:
Satoshi (wobei auf ihn angespielt wird); Shion; Takano; Ôishi; Akasaka; Chie; Okonogi; Kiichirou Kimiyoshi

Mayoko

So, jetzt hast du mich schon mal gut eingestimmt!  :D
Ich werde mir Higurashi no Naku Koro ni Kaku so bald wie möglich anschauen... Der Trailer war ja schon ziemlich Action-betont, wovon ich aber sehr angetan war. Ich freue mich auf jeden Fall mal wieder auf ein "ernsteres" Hiurashi. (Auch wenn ich Kira schon gut fand)

Don´t worry, be happy!

Hedning

4 November 2013, 23:14:03 #48 Letzte Bearbeitung: 4 November 2013, 23:20:01 von Hedning
Heute angekommen und sofort durchgelesen:



Higurashi When They Cry: Festival Accompanying Arc (Matsuribayashi-hen) Vol. 2

So langsam geht es unvermeidlich auf die Zielgerade ... nur noch zwei Bände stehen aus, falls nicht noch ein Zusatz-Arc erscheinen sollte, was natürlich toll wäre!

Dieser Band nimmt sich die bislang größten Freiheiten gegenüber der Sound Novel bzw. der Anime-Serie. Beispiele:

1. Irie plant, als Satokos Vivisektion unmittelbar bevorsteht, mit ihr aus der Klinik wegzulaufen und notfalls sein Leben zu opfern, um sie davor zu retten, lebendig seziert zu werden. Als er draußen vor der Klinik steht, taucht Rika auf und bietet ihm an, den Krankheitserreger direkt aus ihrem Gehirn zu nehmen (was Rika bemerkenswert gut übersteht und es wird auch von den Eltern gebilligt, was ich etwas seltsam finde). Vielleicht ist es auch eine falsche Übersetzung, in der Sound Novel geht es um Rückenmarksflüssigkeit.

2. Folgendes ist für mich zu viel des "Guten", weil diese Geschichte mich sowieso schon immer belastet hat und sie hier noch viel grausamer erzählt wird. Nachdem ihr Mann gestorben ist, wird Rikas Mutter von Takanos Handlangern in einen Operationssaal gebracht, wo Takano sie lebendig aufschneidet :icon_rolleyes: Da das wohl noch nicht schlimm genug ist, passiert es hier auch noch ohne Betäubung (das ist neu gegenüber der Sound Novel). Grauenhaft, damit hat Takano es aus meiner Sicht einfach nicht mehr verdient, am Ende des Arcs nobel errettet zu werden. Ich bin ein großer Fan von poetischer Gerechtigkeit und möchte sie dafür elend krepieren sehen. Rikas Mutter hat mir sowieso schon immer so leidgetan, da sie von ihrer eigenen Tochter ja schon nicht sonderlich geschätzt wurde.

3. Hanyuus Vorgeschichte wird am Ende des Bandes erzählt.


Was ich nicht komplett verstehe:

Rika wird erst ca. eine Woche vor dem Watanagashi "zurückgesetzt" ("rewound" in der englischen Mangafassung), das heißt: Ihr Ich mit den ganzen Erinnerungen wird in ihren Körper eingesetzt. Aber so wie sie sich zuvor in dem Arc verhält, scheint sie zumindest die wichtigen Erinnerungen schon zu haben, macht Voraussagen usw. Evtl. ist das damit zu erklären, dass Hanyuu ihr alles vorsagt. Hanyuu hat das Wissen aus dem letzten Arc auch schon, bevor Rika zurückgesetzt wird, denn sie konfrontiert Takano vor dem Schrein damit.

Während in der Sound Novel in diesem Arc noch mal ausführlich auf Renas Vorgeschichte eingegangen wird, gibt es hier nur zwei Seiten dazu, da hat sogar die Anime-Fassung noch mehr zu bieten. Da hätte ich mir als Rena-Fan schon mehr erhofft.

Alles in allem ist auch dieser Band sehr zu empfehlen. Auch wenn ich die Gestaltung der Figuren bei Yutori Houjyou etwas schöner finde, kann sich die Arbeit von Karin Suzuragi insbesondere bei den Horrorszenen (z. B. Satoko stößt ihre Eltern in den Abgrund) wirklich sehen lassen. Gegenüber dem ersten Arc hat sich Suzuragi aber auch sehr gesteigert.

Mayoko

Uff, das liest sich wirklich sehr aufredend! Vor allem der verstörende Takano Teil...

Ich hoffe ja, das ich endlich mal dazu komme die Mangas demnächst zu lesen.  :icon_rolleyes:

Don´t worry, be happy!

Hedning

18 Dezember 2013, 19:04:53 #50 Letzte Bearbeitung: 18 Dezember 2013, 19:50:08 von Hedning
@Akayuki: Danke für den Eintrag! Ich wollte das auch schon mal machen, habe es dann aber total vergessen. Gut, dass du das nachgeholt hast. Heißt das, dass du die OVA inzwischen gesehen hast? Wenn ja, gib mal demnächst deine Meinung zum Besten. ;)

Akayuki

Zitat von: Hedning am 18 Dezember 2013, 19:04:53
@Akayuki: Danke für den Eintrag! Ich wollte das auch schon mal machen, habe es dann aber total vergessen. Gut, dass du das nachgeholt hast. Heißt das, dass du die OVA inzwischen gesehen hast? Wenn ja, gib mal demnächst deine Meinung zum Besten. ;)

Richtig, ich habe mir die OVA angesehen und direkt im Anschluss die IA verfasst.  :king:

Zu Outbreak selbst:
Die OVA hat sich zunächst etwas "anders angefühlt", da die Higurashi-Üblichen Mystery Elemente hierbei eine deutlich untergeordnete Rolle spielten. Nach ungefähr 20 Minuten kam dann aber wieder das gewohnte Feeling auf, was ich zu Beginn etwas vermisst habe. Den Plot an sich fand ich übrigens auch sehr interessant. Der Fokus der Macher lag diesmal allerdings ganz klar bei den zuweilen recht derben Actionszenen. Und ja, Rena könnte mit ihrer Machete sogar Danny Trejo Konkurrenz machen.  :icon_eek: :icon_mrgreen:
Besonders hervorzuheben ist aber der Aspekt mit dem parasitären Virus, der dazu in der Lage ist den menschlichen Verstand zu kontrollieren. Dieses Element habe ich als eine Allegorie zu der Dämonen-Legende verstanden, bei der eine Besitzergreifung der Dorfbewohner geschildert wird. Schade fand ich übrigens das die Screentime von Rika etwas kurz ausgefallen ist. Desweiteren hat mich das Ende ein wenig enttäuscht. Der dystopisch Anmutende Blick auf die zerstörte Nachbarstadt war zwar durchaus reizvoll in Szene gesetzt, jedoch wirkte das Ganze eher wie ein Auftakt zu einer weiteren Episode, die uns ja leider vorenthalten blieb. Also ich persönlich hätte gerne Keiichi und den Mädels bei ihrem Survivaltrip zugeschaut. Ich glaube das du irgendwann einmal geschrieben hast, dass die Geschichte von Higurashi theoretisch unendlich weitergeführt werden könnte. Und wenn ich so über Outbreak reflektiere, dann muss ich schon sagen das du damit durchaus rechst hast  :D
Original Zitat: "Ey Leute, Hard Boiled ist besser als Sex! Da hast du zwei Stunden pure Äckschen!"


Hedning

18 Dezember 2013, 23:50:05 #52 Letzte Bearbeitung: 18 Dezember 2013, 23:52:32 von Hedning
Stimmt, Mystery gab es so gut wie gar nicht, außer eben in dem ziemlich kryptischen Dialog zwischen Rika und Hanyû.

Besonders hervorzuheben ist aber der Aspekt mit dem parasitären Virus, der dazu in der Lage ist den menschlichen Verstand zu kontrollieren. Dieses Element habe ich als eine Allegorie zu der Dämonen-Legende verstanden, bei der eine Besitzergreifung der Dorfbewohner geschildert wird.

Ganz richtig; im letzten Kapitel der ersten Anime-Staffel (Tsumihoroboshi-hen) wird dies ja auch als möglicher Ursprung des Mythos angeboten (nur dass von einem Parasiten statt von einem Virus (schließt sich das nicht aus?) gesprochen wird; ganz geklärt wird diese Frage ja eigentlich nie, was der Krankheitserreger des Hinamizawa-Syndroms ist.)

ZitatIch glaube das du irgendwann einmal geschrieben hast, dass die Geschichte von Higurashi theoretisch unendlich weitergeführt werden könnte. Und wenn ich so über Outbreak reflektiere, dann muss ich schon sagen das du damit durchaus rechst hast

Allein wenn man bedenkt, dass Rika 100 Jahre zwischen den Welten hin- und hergereist ist; wenn man bedenkt, dass am Ende diese Welten nur 1-2 Wochen angehalten haben, kommen dabei schon ganz schön viele Welten heraus.

In der Sound Novel, die ich nur immer wieder empfehlen kann, erfährt man, dass Rika auch einmal in einer Welt mehr oder weniger Amok gelaufen ist (Genaues erfährt man aber nicht) - nur Mion ist immer brav gewesen! :icon_mrgreen: - und dass sie sich einmal bis zum Juli im Wald versteckt hat, dann aber trotzdem getötet wurde. Sprich man muss sich da Varianten vorstellen, die in der Serie nicht mal ansatzweise angeklungen sind.


Mayoko

Ich bin leider immer noch nicht dazu gekommen mir die OVA anzusehen...  :icon_rolleyes:
Das wird sich aber über die Feiertage definitiv ändern. Ich hab hier sowie noch Krempel rumfliegen den ich unbedingt schauen muss aber Higurashi steht jetzt ganz oben nachdem was ich hier so lese.  :respekt:


Ein bisschen Off Topic:
"Lain" und "Garden" sind übrigens auch schon bestellt... das wird ein Fest! :icon_mrgreen:

Don´t worry, be happy!

Mayoko

Soooo, gestern hatte ich doch noch mehr Zeit als erwartet. Gut so, denn jetzt habe ich auch die OVA gesehen.  :icon_mrgreen:


Zu eurer Diskussion:
Also im Vergleich zu den bisherigen Higurashi "Teilen" (außer natürlich Kira) war hier schon deutlich weniger Mystery, soviel ist mal sicher. Dafür ist hier aber die Action ziemlich satt, was mir im Higurashi Universum mit all den genialen Charakteren auch sehr gefallen hat. Vor allem war natürlich Rena einsame Spitze...  :icon_cool:


ZitatBesonders hervorzuheben ist aber der Aspekt mit dem parasitären Virus, der dazu in der Lage ist den menschlichen Verstand zu kontrollieren. Dieses Element habe ich als eine Allegorie zu der Dämonen-Legende verstanden, bei der eine Besitzergreifung der Dorfbewohner geschildert wird.

Ganz richtig; im letzten Kapitel der ersten Anime-Staffel (Tsumihoroboshi-hen) wird dies ja auch als möglicher Ursprung des Mythos angeboten (nur dass von einem Parasiten statt von einem Virus (schließt sich das nicht aus?) gesprochen wird; ganz geklärt wird diese Frage ja eigentlich nie, was der Krankheitserreger des Hinamizawa-Syndroms ist.)

Also wenn ich das richtig verstanden habe ist der Parasit der Auslöser für die Krankheit. Dieser "n.. Dingsbums-Virus" / Parasit ist eigentlich nichts anderes als das Hinamizawa Syndrom. In den letzten Folgen der ersten Staffel war doch auch Rena mit Pflastern übersät. Darunter waren die Parasiten versteckt. Ja, so war das glaube ich...


ZitatIch glaube das du irgendwann einmal geschrieben hast, dass die Geschichte von Higurashi theoretisch unendlich weitergeführt werden könnte. Und wenn ich so über Outbreak reflektiere, dann muss ich schon sagen das du damit durchaus rechst hast

Allein wenn man bedenkt, dass Rika 100 Jahre zwischen den Welten hin- und hergereist ist; wenn man bedenkt, dass am Ende diese Welten nur 1-2 Wochen angehalten haben, kommen dabei schon ganz schön viele Welten heraus.

In der Sound Novel, die ich nur immer wieder empfehlen kann, erfährt man, dass Rika auch einmal in einer Welt mehr oder weniger Amok gelaufen ist (Genaues erfährt man aber nicht) - nur Mion ist immer brav gewesen! icon_mrgreen - und dass sie sich einmal bis zum Juli im Wald versteckt hat, dann aber trotzdem getötet wurde. Sprich man muss sich da Varianten vorstellen, die in der Serie nicht mal ansatzweise angeklungen sind.

Diese Idee der vielen verschiedenen möglichen Geschichten finde ich sehr spannend. Das Ende geht ja auch eigentlich wieder in genau diese Richtung. Ich stimme da übrigens Akayuki voll und ganz zu, denn da hätte ich gern ein bisschen mehr von gesehen. Wobei man sich ja dann schwerpunktmäßig immer weiter vom "ursprünglichen" Higurashi entfernen würde, oder?
Aber wenn wir schon bei alternativen Geschichten sind: Ich hätte gerne noch eine OVA die ein wenig mehr auf die Parallelen von Higurashi und Umineko eingeht. Ihr wisst ja welcher Charakter mir dabei besonders am Herzen liegt...   :D

Don´t worry, be happy!

Hedning

Zitat von: Mayoko am 20 Dezember 2013, 10:53:49Also wenn ich das richtig verstanden habe ist der Parasit der Auslöser für die Krankheit. Dieser "n.. Dingsbums-Virus" / Parasit ist eigentlich nichts anderes als das Hinamizawa Syndrom. In den letzten Folgen der ersten Staffel war doch auch Rena mit Pflastern übersät. Darunter waren die Parasiten versteckt. Ja, so war das glaube ich...

Die Pflaster hat Rena, weil sie sich ständig an den Handgelenken und am Hals gekratzt hat (juckende Lymphknoten, vgl. den Tod von Tomitake). Sie leidet unter dem Eindruck, dass unter ihrer Haut Maden umherkriechen. - Vgl. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Dermatozoenwahn - Die sind aber nicht wirklich da. Der Erreger des Syndroms ist mikroskopisch. Was meines Wissens nie geklärt wird: Ist die von Takano und ihrem "Großvater" vertretene Hypothese, dass es sich beim Erreger des Syndroms um ein parasitäres Lebewesen handelt, richtig? Ein Virus kann m. E. kein Parasit sein, da es sich bei Parasiten um komplexere Wesen handelt. Viren gelten ja nicht mal als Lebewesen, da sie keine Zellstruktur haben.


Hedning

31 Dezember 2013, 11:19:53 #56 Letzte Bearbeitung: 31 Dezember 2013, 12:02:42 von Hedning
Es gibt schon wieder was Neues ...

http://yaraon.blog109.fc2.com/blog-entry-20954.html

@Mayoko: Kannst du evtl. übersetzen bzw. paraphrasieren, was auf dieser Grafik zu lesen ist? Es geht wohl um eine neue Figur im Higurashi-Universum. Ich frage mich ja, ob der Name (Tamurahime no Mikoto) auf Rika-Sprecherin Yukari Tamura anspielt.
http://i.4cdn.org/a/src/1388473007602.jpg
Die abgebildete Figur scheint dem Stil nach von Ryukishi07 selber gestaltet worden zu sein, was vielleicht auf ein neues Sound-Novel-Kapitel hindeuten könnte. Auf der linken Seite ist Akane Sonozaki abgebildet, daher könnte es sich um die Figuren-/Inhaltsübersicht eines solchen neuen Kapitels handeln.

Die Higurashi-Saga ist einfach nicht unterzukriegen! :respekt:

Akayuki

Zitat von: Hedning am 31 Dezember 2013, 11:19:53
Es gibt schon wieder was Neues ...

http://yaraon.blog109.fc2.com/blog-entry-20954.html

@Mayoko: Kannst du evtl. übersetzen bzw. paraphrasieren, was auf dieser Grafik zu lesen ist? Es geht wohl um eine neue Figur im Higurashi-Universum. Ich frage mich ja, ob der Name (Tamurahime no Mikoto) auf Rika-Sprecherin Yukari Tamura anspielt.
http://i.4cdn.org/a/src/1388473007602.jpg
Die abgebildete Figur scheint dem Stil nach von Ryukishi07 selber gestaltet worden zu sein, was vielleicht auf ein neues Sound-Novel-Kapitel hindeuten könnte. Auf der linken Seite ist Akane Sonozaki abgebildet, daher könnte es sich um die Figuren-/Inhaltsübersicht eines solchen neuen Kapitels handeln.

Die Higurashi-Saga ist einfach nicht unterzukriegen! :respekt:


Interessantes Charakter-Artwork!  :respekt:

Vielleicht werden ja sogar die Geschehnisse nach dem Ende von Outbreak wieder aufgegriffen und die Erzählung weitergeführt. Woran ich allerdings nicht wirklich glaube.
Original Zitat: "Ey Leute, Hard Boiled ist besser als Sex! Da hast du zwei Stunden pure Äckschen!"


Hedning

Aufgrund des altertümlichen Namens "Tamurahime no Mikoto" glaube ich eher, dass es sich um eine Reise in die Vergangenheit von Hinamizawa bzw. Onigafuchi handeln dürfte. Evtl. geht es um die Vorfahren von Rika und Mion.

Mayoko

Hmmm, also soweit ich das lese (und aus dem Text verstehe), deutet nichts auf die Sprecherin von Rika hin.

Die Geschichte selbst wird uns wohl mehr als 100 Jahre zurückversetzten. Auch diese Welt soll wohl von einer Katastrophe bedroht werden. Ich glaube auch etwas von einer Sound Novel gelesen zu haben...
Richtig schlau werde ich aber ehrlich gesagt nicht aus dem Text. Insgesamt steht hier nix "Kriegsentscheidendes" drin...

Trotzdem freue ich mich auf das neue Kapitel.  :respekt:

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