Die gewichtete Note

Erstellt von Cyrus_Paice, 18 Februar 2013, 05:44:52

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Cyrus_Paice

Ich finde nicht, dass die gewichtete Note als Hauptnote verwendet werden sollte. Die ist doch viel uninteressanter als die Durchschnittsnote.

Moonshade

Den Terminus "uninteressanter" solltest du vielleicht noch etwas erklären, das erschließt sich jetzt aus dem Stand nicht. :icon_mrgreen:

Ansonsten finde ich es schon hilfreich, die Menge abgegebener Note in Relation zu den Durchschnittsnoten zu setzen, das gibt ein klareres Bild - im übrigen sind die Durchschnittsnoten und Ranglistenpositionen in letzter Konsequenz auch nur eine Spielerei, die nichts mit dem persönlichen Geschmack zu tun haben.
Darüber hinaus haben wir mit Fake-Voting so schon genügend zu tun, da helfen die Reglementierungen zumindest ein klein wenig mit (incl. der Mindeststimmenanzahl bspw.), Großversuche abzuschrecken.
Das große OFDB- Aufräumen: noch 18.263 Filme ohne IMDB-Link (Stand: 09.01.2018 -  2212 Neulinks)!

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Snooper

Was machen eigentlich Fake-Wertungen für einen Sinn? Das kann ich nur nachvollziehen, wenn da Produktionsfirmen dahinterstecken, welche den Durchschnitt ihrer Filme aufwerten möchten. Bei anderen Leuten ist mir wirklich nicht erklärbar, was die nun davon haben.

Die gewichteten Noten sind bestimmt nicht schlecht, allerdings profitieren meistens nur ältere Filme davon, da es sie schon seit Jahren gibt.

PierrotLeFou

20 Februar 2013, 22:36:21 #3 Letzte Bearbeitung: 20 Februar 2013, 22:42:23 von PierrotLeFou
Zitat von: Snooper nach 20 Februar 2013, 22:02:11
Die gewichteten Noten sind bestimmt nicht schlecht, allerdings profitieren meistens nur ältere Filme davon, da es sie schon seit Jahren gibt.


Das kann man so eigentlich nicht sagen...

es profitieren schlecht bewertete Filme davon: egal ob sie bloß 53 Stimmen haben ("Titanic 2" -> von 1,93 auf 3,88) oder 1171 ("Daniel, der Zauberer" -> von 1,35 auf 1,54)... (erst schlecht bewertete Film mit ein paar tausend Bewertungen mehr würden wohl durch die gewichtete Note absinken, aber derartig bewertete Film gibt es hier noch nicht...) Und es profitieren gut bewertete Filme, solange sie sehr viele Bewertungen haben (ca. 5000 und mehr).

Gut bewertete Filme mit eher wenigen Stimmen (gerade im zweistelligen Bereich ab den notwendigen 50 Stimmen) ziehen allerdings einen Nachteil daraus: "Die Reise nach Tokio" etwa rutscht bei 57 Stimmen durch die gewichtete Note von 8,56 auf 7,35 herab...

Insofern sind es gerade ältere, generell für gut befundene Filme, die den Nachteil haben: die Filmklassiker der Zeit vor den 70er, 80er Jahren (mit denen die Internet-Generation nicht aufgewachsen ist) kommen halt nicht mal in den vierstelligen Bereich, was die Anzahl der Bewerter betrifft. ;) (Natürlich: "Pulp Fiction" hat es automatisch besser als "Django Unchained" - aber diese Benachteiligung ist doch in 10-15 Jahren nahezu komplett verschwunden, während die Benachteiligung der Filme vor den 70ern bestehen bleibt und vermutlich eher noch wachsen wird.)


Natürlich ist es sehr sinnvoll, 5000 abgegebene Stimmern "ernster" zu nehmen als 50, daher ist die gewichtete Note im Prinzip eine feine Sache. Die ersten 70-80 Jahre der Filmgeschichte (momentan also noch deutlich mehr als die Hälfte) leiden dann allerdings an ihrer geringen Popularität bei jenen, die die Bewertungsmöglichkeit bei der OFDb, der IMDb usw. nutzen.

Insofern würde ich mir eigentlich noch eine dritte Rangliste "bester Filme" wünschen: eine, in der anders als bei den Geheimtips auch noch die Filme mit mehr als 500 Stimmen auftauchen, während Filme mit weniger als 50 Stimmen ungenannt bleiben (damit zB nicht gleich jeder Amateurfilm darin auftaucht, den 13 am Dreh beteiligte Personen und zwei arme Irre super bewerten), in der aber auch anders als bei der "beste Filme"-Rangliste die "gewichtete Note" völlig unberücksichtigt bleibt (damit ältere Streifen nicht automatisch benachteiligt sind)...
Das würde auch diesen Beigeschmack der Trennung in obskure Filmkunst und normale Filmunterhaltung aufweichen, die in den zwei bestehenden Ranglisten irgendwie anklingt.
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RoboLuster

Zitat von: Snooper nach 20 Februar 2013, 22:02:11
Was machen eigentlich Fake-Wertungen für einen Sinn? Das kann ich nur nachvollziehen, wenn da Produktionsfirmen dahinterstecken, welche den Durchschnitt ihrer Filme aufwerten möchten. Bei anderen Leuten ist mir wirklich nicht erklärbar, was die nun davon haben.


Was hat man davon, seine Hosen knapp über den Knien zu tragen, ein Hosenbein hochgeschlagen und das andere in die Socke gesteckt?

Genau, wird aber trotzdem gemacht. ;)
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Moonshade

Zitat von: Snooper nach 20 Februar 2013, 22:02:11
Was machen eigentlich Fake-Wertungen für einen Sinn? Das kann ich nur nachvollziehen, wenn da Produktionsfirmen dahinterstecken, welche den Durchschnitt ihrer Filme aufwerten möchten. Bei anderen Leuten ist mir wirklich nicht erklärbar, was die nun davon haben.


Für manche Leute sind bestimmte Filme eben enorm wichtig, einmal wegen bestimmten Schauspielern oder weil sie in der Rangliste auf Rang 4 und nicht auf 3 stehen. Dafür melden sich einige schon mal mit 70-200 Fakeaccounts an und stricken aufwändige Fake-Legenden. Kommt mir auch dämlich vor, aber ich hab hier in den vergangenen 13 Jahren schon so viel unglaubliche Scheiße ausgegraben, die dann gelöscht wurde, daß ich mich über gar nichts mehr wundere.

Zitat von: PierrotLeFou nach 20 Februar 2013, 22:36:21
Insofern würde ich mir eigentlich noch eine dritte Rangliste "bester Filme" wünschen: eine, in der anders als bei den Geheimtips auch noch die Filme mit mehr als 500 Stimmen auftauchen, während Filme mit weniger als 50 Stimmen ungenannt bleiben (damit zB nicht gleich jeder Amateurfilm darin auftaucht, den 13 am Dreh beteiligte Personen und zwei arme Irre super bewerten), in der aber auch anders als bei der "beste Filme"-Rangliste die "gewichtete Note" völlig unberücksichtigt bleibt (damit ältere Streifen nicht automatisch benachteiligt sind)...


Man bedenke, daß wir die gerade wegen dem Fake-Voting die Mindestmenge an Bewertungen für die Rangliste schon mal raufgesetzt haben, von 30 auf 50, eben damit es die wenigen nicht gerade fairen Amateurfilmer und ihre Verehrer schwerer haben - und das machen wir irgendwann wieder, wenn der Mißbrauch neue Maßstäbe erreicht.
Weitere Ranglisten wären nach dem Relaunch durchaus möglich - Kosh ist ja auch ein kleiner Statistikfan, aber es sind eben Funfeatures.
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Jared Kimberlain

Die gewichtete Note macht in meinen Augen sehr viel Sinn, werden hier doch die Extrembewerter im Verhältnis zu den Normalbewertern ausgeglichen.
Gerade in den Startzeiten eines neuen Filmes sieht man sehr häufig die Extreme, also Wertungen von 10 oder 1. Das reguliert sich dann in der Regel durch die breitere Stimmenanzahl (mal von irgendwelchen Fake Votern ganz abgesehen).
Ich nehme die gerne auch mit in meine Sammlungsübersicht und vergleiche Sie mit meiner eigenen Bewertung. Ändert zwar nichts an meiner "gefühlten" Note, öffnet mir aber doch ab und an die Augen, dass ich entweder zu positiv oder auch zu negativ werte. Darüber denke ich dann nach, lasse es aber in der Regel bei meinem Gefühl.
Ich denke im übigen auch, dass wir vermutlich eher irgendwann die Mindestzahl der Stimmen weiter anheben müssen. Aber das wird man sehen.
Ich finde das derzeitige Bewertungsverfahren wirklich gut, ich liebe aber auch Statistiken und deren Berechnung (Berufskrankheit).  :love:

Gruß,
J.K.
"Ich bin was ich bin."