Autor Thema: Der US-Boxoffice-Thread  (Gelesen 109352 mal)

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Offline Private Joker

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1020 am: 14 Mai 2018, 09:43:35 »
Fast 300 Millionen kommen bisher! allein aus China und Südkorea (Endresultat "Jedi": 50).

Ohne beide betreffenden Filme bislang gesehen zu haben:
Der Geschmack der Chinesen ist in Sachen Hollywood-Filme per se nicht gerade ein besonders guter, wie die Vergangenheit schon öfters gezeigt hat.   :icon_lol:  ;)
Der Geschmack der Chinesen ist auch bei einheimischen Produkten nicht unbedingt im engeren Sinne qualitätsorientiert, wie ich gerade nach Sichtung ihres Übererfolges "Wolf Warrior 2" feststellen musste.

Auf irgendwelche cineastisch hohen Rösser muss sich allerdings niemand setzen, auch "wir" nicht. Hierzulande laufen zwar die traditionellen Blockbuster wie Star Wars oder Ringherren incl. Neffen und Cousinen immer noch einen Tick besser als das "neumodische" Superheldenzeugs. Aber dass der dritte Aufguss einer schon beim ersten Mal eher fragwürdigen Neo-Penälerkomödie hier letztes Jahr als der erfolgreichste Film durchging, nimmt uns eigentlich das Recht, mit dem nackten Finger auf andere zu zeigen.

Das qualitative "Duell" Sternenkrieger-Superhelden sehe ich trotz persönlicher Grundpräferenz für erstere nicht so eindeutig wie vodkamartini. Disney hat das MCU mittlerweile sehr breit aufgestellt; da findet man jugendorientierte Varianten (Spidey), Comedy-Shows wie Antman, die Guardians oder neuerdings Thor, eher erwachsenen Themen und einen Tick Anspruch bei Cap 2 und 3, oder eben die klassische Haudrauf-Nummer mit dem Überbösewicht, der das Item sucht, um die Welt zu entkernen. Die neue Generation der  Sternenkrieger ist da für meinen Geschmack thematisch einfach zu eindimensional aufgestellt, die immergleichen Laserschwertschwinger vs. die dunklen Imperien mit den Riesenschiffen und Todessternen, bei denen man dann doch nur irgendeinen Schalter umlegen muss, damit sie am Ende geräuschvoll in die Luft fliegen. Das ist letztlich nur technisch stark aufgebohrtes Remake-Kino der 1980er.
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Offline StS

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1021 am: 14 Mai 2018, 09:49:28 »
Fast 300 Millionen kommen bisher! allein aus China und Südkorea (Endresultat "Jedi": 50).

Ohne beide betreffenden Filme bislang gesehen zu haben:
Der Geschmack der Chinesen ist in Sachen Hollywood-Filme per se nicht gerade ein besonders guter, wie die Vergangenheit schon öfters gezeigt hat.   :icon_lol:  ;)
Der Geschmack der Chinesen ist auch bei einheimischen Produkten nicht unbedingt im engeren Sinne qualitätsorientiert, wie ich gerade nach Sichtung ihres Übererfolges "Wolf Warrior 2" feststellen musste.

Jip, es sind so die Action-Dinger, die dort besonders gut ankommen (Expendables 2, Escape Plan, Pacific Rim, WW2).
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Offline Hitfield

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1022 am: 17 Mai 2018, 23:52:29 »
"Black Panther" hat "Harry Potter" überholt, steht jetzt auf Platz 9. "Infinity War" ist mit rund 1,69 Mrd. US$ schon auf Platz 4 vorgerückt und hat "Jurassic World" überholt. Bis Platz 3 ist es jetzt aber ein langer Weg: "The Force Awakens" mit 2,07 Mrd. - immerhin ein Abstand von fast 400 Mio. Ach ja, der Abstand zu Platz 2 ("Titanic") liegt momentan bei exakt einer halben Milliarde, wobei bei "Titanic" natürlich noch die Wiederaufführungen inklusive sind.
« Letzte Änderung: 17 Mai 2018, 23:55:19 von Hitfield »
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Offline Rain Jao

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1023 am: 18 Mai 2018, 07:28:42 »
Also man kann von dem neuen Chinesischen Kino ja halten, was man will.
Aber sind sie ja nicht bloß die Einzigen, die noch die alten Recken um Schwarzenegger und Stallone und Statham refinanzieren, und sich gleichzeitig mehr als gut gegenüber Hollywood behaupten. Sondern es laufen neben diverser Fantasy-Neuverfilmungen um landeseigene Literaturklassiker bspw. auch Dramen bei denen sehr gut (Welches Blockbusterkino kann das schon von sich behaupten) und irgendwelche ebenso lokale nostalgische Zeitreise-/Bodyswitchdramödien.
Es kommt ja nicht nur der WOLF WARRIOR aus dem Land.

Offline StS

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1024 am: 20 Mai 2018, 19:51:37 »


Keine Überraschung: "Deadpool 2" ist mit $125 Millionen in den Staaten angelaufen (Teil 1 damals mit $132 Millionen). Weltweit steht der Streifen bei $301 Millionen (Teil 1 brachte es da nur auf $264 Millionen). Vom Publikum gab´s ein "A" CinemaScore - von den Kritikern 83% bei "RT"...

Bei "Avengers: Infinity War" kamen noch einmal über $100 Millionen dazu - wodurch der Streifen nunmehr bei $1,813,732,959 steht. Als Kontrastprogramm zu den Comic-Verfilmungen ins Rennen geschickt, brachte es die Komödie "Book Club" (u.a. mit  Diane Keaton, Jane Fonda und Candice Bergen) auf Platz 3 mit $12.5 Millionen ("A-" CinemaScore und 58% bei "RT") sowie die Komödie "Show Dogs" (mit Will Arnett und Natasha Lyonne) auf Platz 6 mit $6 Millionen, einem "A-" CinemaScore und 26% bei "RT"...

Im "Speciality Bereich" lief unterdessen Paul Schrader´s "First Reformed" (mit Ethan Hawke und Amandy Seyfried) in 4 Kinos mit $100,270 an (97% bei "RT"!), die Doku "Pope Francis - A Man of His Word" debütierte in 346 Kinos mit $480,000 - weniger stark als die andere neue Doku "RBG" (über U.S. Supreme Court Justice Ruth Bader Ginsburg), die $1.3 Millionen in 375 Kinos erwirtschaftete - worüber hinaus ein 70mm-Cut von Stanley Kubrick's "2001: A Space Odyssey" (zum 50. Jubiläum, arrangiert von Christopher Nolan) feine $200,000 in 4 Kinos einspielt...
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Offline Hitfield

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1025 am: 20 Mai 2018, 20:00:50 »
worüber hinaus ein 70mm-Cut von Stanley Kubrick's "2001: A Space Odyssey" (zum 50. Jubiläum, arrangiert von Christopher Nolan) feine $200,000 in 4 Kinos einspielt...

Wow, gar nicht mitbekommen. Den würde ich auch gerne mal auf der großen Leinwand sehen - war leider deutlich vor meiner Zeit. Kommt der 70mm-Cut auch nach Deutschland?
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Offline DisposableMiffy

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Offline Hitfield

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1027 am: 27 Mai 2018, 19:35:25 »
Wow, die Milliarde war bei "Star Wars" bislang ja obligatorisch, aber bei dem schwachen Start (148 Mio. US$ weltweit) wird es der Film schwer haben, auf eine halbe Milliarde zu kommen, zumal aus Asien kaum etwas dazukommt. Selbst die Zahlen aus Nordamerika sind nicht berauschend (83 Mio.).

"Avengers: Infinity War" steht bei über 1,9 Mrd.
"Deadpool 2" hat nach anderthalb Wochen knapp eine halbe Milliarde eingespielt. Für einen R-Rated-Film wirklich gut, der Vorgänger dürfte sich aber kaum toppen lassen (783 Mio.).

Das Einspielergebnis von "Solo" dürfte aber nicht nur an der Qualität und schlechter PR liegen. Es drängen sich einfach zu viele Blockbuster-Filme fast im Wochentakt im Kino. Bald steht mit "Jurassic World 2" schon der nächste Mega-Blockbuster auf dem Programm; und der nächste "Mission: Impossible" ist auch nicht mehr weit hin.
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Offline StS

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1028 am: 27 Mai 2018, 20:04:12 »

 
Trotz ordentlicher Kritiken (71% bei "RT" und ein "A-" CinemaScore) ist "Solo: A Star Wars Story" in den USA mit nur $83.3 Millionen angelaufen (voraussichtlich $101 Millionen übers lange WoE gerechnet). Auch im Rest der Welt sieht´s nicht gut aus: Bloß  $65 Millionen kamen da zusammen - extrem maue $10.1 Millionen davon aus China. Woran lag´s? Zieht Han doch nicht so sehr? Falscher Startermin? Zu kurzer Abstand zu dem letzten "Star Wars" Film? Emilia Clarke? ;) Zum Vergleich: "Star Wars: Episode VII - the Force Awakens" startete mit $248 Millionen, "Rogue One" mit $155 Millionen und "the Last Jedi" mit $220 Millionen. Da sind $83,325,000 echt mager - zumal der Film nicht nur wegen der ausgiebigen Nachdrehs mit Sicherheit nicht billig war...

Unterdessen steht "Deadpool 2" nunmehr bei $498.9 Millionen, "Avengers: Infinity War" bei $1.9 Milliarden, "A Quiet Place" bei $311,693,607, "Rampage" bei $412,698,689 und "Black Panther" bei $1,344,626,241 - während "RBG" (über Ruth Bader Ginsburg) mit bislang $6 Millionen inzwischen zur erfolgreichsten Doku des Jahres geworden ist...
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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1029 am: 27 Mai 2018, 20:18:12 »
Oh Mann - für Disney wird es höchste Zeit, mal Generalinventur im Star Wars Universum zu machen. Als erstes auf den Prüfstand gehört dieser Unfug, aus jeder CGI-Kröte, die mal auf Mos Eisley am Wegsrand oder in der Bar rumlungerte, einen Film zu machen. Konkret sollte mal der angedachte "Boba Fett"-Film aber so was von fix in die Abfallpresse vom nächstbesten Todesstern wanden; selbst wenn der leidlich gelingen sollte -wer will den Typen über 130 Minuten sehen, wenn es schon mit Han Solo nicht klappt. Han Solo !
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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1030 am: 27 Mai 2018, 21:42:20 »
Woran lag´s? Zieht Han doch nicht so sehr? Falscher Startermin? Zu kurzer Abstand zu dem letzten "Star Wars" Film? Emilia Clarke? ;)

Vergiss nicht die Umbesetzung der Hauptfigur.


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Offline McClane

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1031 am: 29 Mai 2018, 09:32:06 »
Welche Umbesetzung? Hab da ich das nicht mitbekommen und es war vorher mal ein anderer Darsteller geplant? Oder meinst du Harrison Ford? In dem Fall würde ich es nicht so nennen. Ansonsten ist es ja auch eine Umbesetzung, dass De Niro und nicht Brando den jungen Vito Corleone in "Der Pate 2" spielt.

Ich glaube eher, dass der geringe Abstand zu "The Last Jedi" "Solo" geschadet hat, ebenso die Konkurrenz - gerade so kurz nach dem hauseigenen Megaprojekt "Infinity War" zu starten erscheint mir etwas fahrlässig, auch wenn die Filme ihre Knete ja oft meist in den ersten Wochen machen. Und noch dazu unterscheiden sich für mich die SW-Filme weniger voneinander als die Marvel-Sachen, da sie oft alle die gleiche Saga befeuern (während man bei Marvel die Nicht-Avengers-Filme oft ohne den großen Kontext schauen kann) und sich optisch wie tonal stärker ähneln - vielleicht ist das ja nicht nur meine Einstellung.
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Offline Moonshade

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1032 am: 29 Mai 2018, 11:19:48 »
Vielleicht sind es ja nur die überfälligen Ermüdungserscheinungen einer gerade von Disney tot gerittenen Franchise.

Vielleicht merken die Leute auch, dass sie meistens das Gleiche, nur schwächer aufgewärmt bekommen.

Vielleicht, weil es keine Verbindung zu den Originalen gibt, wie es Rogue One noch hatte.

Vielleicht weil die Episoden 7 und 8 und RO maximal durchschnittliches Entertainment und nur sehr schwaches Storytelling boten.

Würde mich nicht wundern, wenn ich irgendwann Solo sichte und es ist der beste Film, den WD bisher zum Thema Star Wars rausgebracht hat.
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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1033 am: 29 Mai 2018, 14:26:10 »
Welche Umbesetzung?

Ich meine natürlich Neubesetzung.  :icon_neutral:

Wäre Solo noch am Leben und wäre der Film mit Ford rausgekommen, der seine Geschichte parallel zur aktuellen Reihe weitergesponnen hätte, oder aber ihn mittels CGI (z. B. in Flashbacks) verjüngt hätte, wäre der Film sicher deutlich besser gelaufen. Auch der Ingruber-Faktor ist nicht zu vernachlässigen. Unter nahezu jedem Solo-Video habe ich unzählige Menschen gesehen, die Ingruber für die einzig richtige Neubesetzung halten. Teilweise mit hunderten und tausenden Likes. Diese Menschen gehen nun halt auch nicht ins Kino.

Der mäßige Erfolg wird eine Mischung aus allen hier bereits genannten Zutaten sein.
« Letzte Änderung: 29 Mai 2018, 22:26:14 von Mr. Blonde »


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Offline McClane

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1034 am: 30 Mai 2018, 14:01:03 »
Ich weiß nicht, ob ein digital verjüngter Ford wirklich was gebracht hätte, über Leia und Tarkin in RO wurde auch viel gemotzt. Abgesehen davon, dass Ford bei aller Freundschaft nicht mehr der Superstar aus den 1980ern und 1990ern ist. "Für immer Adaline" hat ja beispielsweise echt nicht viel gerissen, in dem ja auch Ingruber auftrat - der in der Tat extreme Ähnlichkeit mit Ford hat. Ansonsten hab ich aber nichts von ihm gesehen, vielleicht wurde ihm ja auch nicht zugetraut einen Film zu tragen. Vielleicht bin ich nicht genug Fordianer, "Solo" hab ich noch nicht gesehen, aber mir ist da ein vernünftiges Storytelling und eine gelungene Inszenierung wichtiger als die Frage ob die Nase der Hauptfigur der von Ford genug ähnelt.
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Offline StS

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1035 am: 3 Juni 2018, 19:20:51 »

 
Disney and Lucasfilm‘s "Solo: A Star Wars Story" blieb zwar auf der Spitzenposition - das aber mit einem 65-prozentigen Rückgang, der "unterm Strich" nur $29.3 Millionen ergibt. Aus dem Rest der Welt kamen weitere  $30.3 Millionen hinzu - was sich zu $264.2 Millionen nach 10 Tagen aufaddiert...

Auf der 2 blieb "Deadpool 2" mit $23.3 Millionen und ist nun (hinter Teil 1) der zweiterfolgreichste Film der (erweiterten) "X-Man"-Reihe. Global steht der Streifen nunmehr bei $598.7 Millionen. Dahinter kam der erste Neueinsteiger ins Ziel: Das romantische Survival-Drama "Adrift" mit Shailene Woodley und Sam Claflin. $11.5 Millionen kamen da zusammen - vom Publikum gab´s ein "B" CinemaScore, von den Kritikern 71% bei "RT"...

Mit $1,964,869,932 nähert sich "Avengers: Infinity War" dem illusteren "2-Milliarden-Cub", Paramount’s Komödie "Book Club" läuft weiterhin gut und der brutale Sci-Fi-Action-Thriller "Upgrade" (aus der "Blumhouse"-Schmiede) stieg mit $4.5 Millionen (und starken 85% bei "RT") auf Platz 6 ein - wogegen es "Action Point" mit Johnny Knoxville nur auf $2.3 Millionen und Platz 9 brachte ("C+" CinemaScore und 17% bei "RT")...

Erwähnenswert ist zudem, dass sich das "Overboard"-Remake inzwischen zu einem Erfolg gemausert hat, dass "A Quiet Place" inzwischen bei $316,559,825 steht und dass Bart Layton's Heist-Movie "American Animals" (mit Evan Peters und 84% bei "RT") im "Speciality Bereich" in 4 Kinos ordentliche $140,633 eingefahren hat...
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Offline Hitfield

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1036 am: 6 Juni 2018, 19:42:41 »
Wow, die Milliarde war bei "Star Wars" bislang ja obligatorisch, aber bei dem schwachen Start (148 Mio. US$ weltweit) wird es der Film schwer haben, auf eine halbe Milliarde zu kommen, zumal aus Asien kaum etwas dazukommt.

Bislang nur 267 Mio. US$ weltweit. Das dürfte kaum das Budget mit den Nachdrehs abdecken (ich schätze mal an die 300 Mio. US$). Japan kommt noch dazu, aber insgesamt wird es "Solo" wohl nur knapp auf 400 Mio. schaffen. Das ist schon erstaunlich und auch übertrieben schwach, wenn man es mit dem Einspiel vom letzten "Transformers" etc. vergleicht. So schlecht ist der Film ja wohl nicht.

Aber auch "Deadpool 2" liegt mit 601 Mio. US$ bestimmt deutlich hinter den Erwartungen zurück, immerhin kratzte der Vorgänger trotz R-Rating schon an der 800 Mio.-Marke.

"Avengers: Infinity War" fehlen noch knapp 33 Mio. bis zum nächsten Meilenstein (2 Mrd. US$), aber "The Force Awakens" werden die Avengers nicht mehr einholen.

Wird interessant, ob der nächste Milliarden-Blockbuster "Jurassic World 2" auch wirklich seine Erwartungen erfüllen kann. Der Vorgänger hat immerhin knapp 1,7 Mrd. eingespielt.

Gespannt bin ich vor allem auf die Superhelden-Filme "Venom" (startet im Oktober) und "Aquaman" (startet Ende Dezember). Bei beiden würde ich auf Mega-Flops tippen im Bereich von 200-300 Mio. weltweit.

Ach ja, und dann startet natürlich noch in genau einem Monat "Ant-Man and the Wasp". Der Trailer des Sequels sieht super aus und der erste hat knapp über 500 Mio. eingespielt. Da dürfte der Erfolgsdruck nicht allzu groß sein. Das sollte eigentlich im Rahmen des Erreichbaren sein.
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Offline Captain_Chaos.ONE

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1037 am: 6 Juni 2018, 22:48:43 »


Ach ja, und dann startet natürlich noch in genau einem Monat "Ant-Man and the Wasp". Der Trailer des Sequels sieht super aus und der erste hat knapp über 500 Mio. eingespielt. Da dürfte der Erfolgsdruck nicht allzu groß sein. Das sollte eigentlich im Rahmen des Erreichbaren sein.

Die 500 Mio sollten kein Problem werden, doch ich seh da schon einiges an Erfolgsdruck... Aktuell wuerde ich sagen, dass die magische Schallmauer, die es MCU intern zu durchbrechen gilt, bei etwa 800 Mio liegt, und das is momentan sogar noch etwas unter dem durchschnittlichen Einspiel aller MCU Beitraege (885 Mio, wobei sich die sehr schwachen Hulk, Cap1 mit den Ueberfliegern im oberen Bereich wieder ausgleichen).

Zwar gehoert Ant-Man nicht unbedingt in die A-Liga was sein Standing betrifft und wuerde fuer sich betrachtet schon mit 600-700 Mio als Erfolg gelten,  aber im Fahrwasser vom gnadenlos ueberperformanden Black Panther und dem Infinity War Hype wird man in den Augen der breiten Masse schon noch ne Schippe drauf legen muessen.

Offline StS

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1038 am: 10 Juni 2018, 19:25:58 »

 
Mit dem besten Start-Ergebnis der Franchise ist "Ocean's 8" ins Rennen gegangen: $41,500,000 erwirtschaftete das Star-besetzte "weibliche Reboot" von Gary Ross - plus $12.2 Millionen aus 16 (hauptsächlich mittel-amerikanischen) Ländern. Vom Publikum gab´s ein "B+" CinemaScore - von den Kritikern solide 67% bei "RT"...

"Solo: A Star Wars Story" brachte es mit $15,154,000 in seiner 3. Woche auf Platz 2 ($312,205,474 gesamt) - vor "Deadpool 2" mit $13,650,000 ($655,258,593 gesamt). Auf Platz 4 stieg derweil der Kritiker-Liebling "Hereditary" (93% bei "RT") mit feinen $13 Millionen ein - das bislang beste Start-Ergebnis der geschätzten Vertriebsfirma "A24". Wie nicht selten bei Horror-Filmen, die nicht oder nur bedingt dem Mainstream entsprechen, bescherte das Publikum dem Film ein "D+" CinemaScore...

"Avengers: Infinity War" steht derweil bei $1,998,033,699 - während sich der Action-Thriller "Hotel Artemis" (u.a. mit Jodie Foster, Dave Bautista und Jeff Goldblum) mit nur $3,151,118 als "Totgeburt" entpuppte (58% bei "RT"). Unterdessen ist "Jurrasic World: Fallen Kingdom" bereits in 48 Ländern zu sehen, in denen bislang $151.1 Millionen zusammenkamen...
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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1039 am: 11 Juni 2018, 09:58:52 »
Wobei das "Dollar"-Ergebnis aller Ocean-Filme sehr nahe beieinander liegt. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass die früheren Teile in Sachen Besucherzahlen deutlich die Nase vorne haben, da ist der neue auf einmal letzter.

Solo entwickelt sich jetzt wirklich zu einem Desaster - in der US/Welt-Addition wird man sich in der Gesellschaft von (und mit Pech sogar hinter) deutlich preiswerter produzierten Filmgurken wie Cruisens Mumie wiederfinden und weit hinter den x-ten Aufgüssen längst schal gewordener Filmserien wie den Piraten und den Transformers. Disney wird es finanziell verschmerzen können; ob sich Star Wars Fans mit dieser massiven Verweigerung einen Gefallen tun, steht auf einem anderen Blatt. Unter Umständen werden die "Zwischenfilme" ganz eingestampft, die Budgets massiv beschnitten oder der Serie wird das letzte Fünkchen Originalität zugunsten weiterer 90%-Remakes ausgetrieben.
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Offline vodkamartini

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1040 am: 11 Juni 2018, 13:11:07 »
Ja, unabhängig davon, dass Solo ein guter Film ist, finde ich das Fanverhalten extrem dämlich. Zuerst war man ewig sauer, dass Lucas nicht in die Puschen kam und einfach keinen vierten SW drehen wollte. Nach den nicht gerade berauschenden I-III gab es wieder keinerlei Anzeichen, die Saga mit einer drittten Trilogie zu beenden.
Erst als Disney übernahm, ging es plötzlich. Und zwar schnell und deutlich Fan-freundlicher. Mit EP VIII begann sich dann plötzlich wieder der Wind zu drehen. Eine höchst aggressive Kritik prasselte auf Jonsons Werk nieder, dem man Blasphemie vorwarf und dem Mark Hamill anfangs noch zusätzlich Zündstoff gab. Dann warf man die Solo-Regisseure raus und bekam wieder negative Presse. Inzwischen hatten sich wohl zahlreiche Fans zum Boycott entschlossen mit dem Ergebnis, dass Disney mit Sicherheit in Zukunft mehr auf seine Superhelden setzt, die trotz viel höherem Ausstoss, keinerlei erkennbar höherer Qualität (z.B. Guardians 2, Deadpool 2 und v.a. der merkwürdig erfolgreiche Back Panther sind ok Filme für den gemütlichen Nachmittag) und ebenfalls der immer gleichen Abläufe nicht abgestraft, sondern weiterhin brav besucht werden.

Solo - bei allem Unmut über eine Neubesetzung - ist imo so ziemlich die einzige SW-Figur die endlos in Serie gehen könnte, einfach weil er ein cooler Abenteurer und Draufgänger ist, der zudem noch bei der Damenwelt sehr gut ankommt. Wer bitteschön sollte dafür besser geeignet sein? Der dröge Kenobi? Der unsympathische Anakin? Die Solo in jeder Hinsicht hinterher hinkende Kopie Poe? Die wenig charismatischen Fynn und Rey? Ne, da ist meilenweite Ebbe, da muss man sich dann gleich auf die Episoden-Filme beschränken und nur noch Trilogien produzieren. Die Fans schneiden sich also ins eigene Fleisch, wenn sie Solo so abstürzen lassen. Dass Gurken wie die Mumie, der schon seit Jahren abgehalfterte Tunten-Pirat und die Blech quatsachenden Blechkübel noch mehr einbrachten, ist ein ganz übler Witz, der für die SW Fans noch lange nachwirken wird. Gut, dann wartet halt wieder ein Jahrzehnt auf die nächsten Filme in der Hoffung, dass es dann nicht wieder ein seelenloses CGI-Gedöns wird wie bei den Prequels. Selbst schuld. Bis dahin könnt ihr euch dann ja so dufte die Zeit mit Black Panther 7, einer zweiten Ant-Man-Trilogie und Avengers 12 vertreiben, bei dem dann 200 Superhelden auftreten, die alle schon einen Solofilm hatten. Allerdings leider keinen mit Han.
« Letzte Änderung: 11 Juni 2018, 13:19:47 von vodkamartini »
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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1041 am: 11 Juni 2018, 14:40:51 »
Da sehe ich vieles ähnlich, mit einer Ausnahme: Das ständige Gegeneinander- Ausspielen von Star Wars und Superhelden-Universum ist imo unnötig. Mit etwas mehr Mut im SW-Bereich und etwas clevererem Timing wäre da eine Koexistenz problemlos möglich. Und gerade weil es völlig richtig ist, dass die aktuellen Star-Wars Helden wie Poe, Fynn und Rey eher blässlich ausfallen (und ich ergänze: die dunkle Seite wie der Aushilfs-Vader und das Imp-Abziehbild erst recht) kann ich es sogar ein bisschen verstehen, dass die Leute zumindest in der Breite eher in die Marvell-Streifen rennen. Die dortigen Figuren sind einfach abwechslungsreicher, sogar die Bösewichter trotz ihrer dann doch meist relativ ähnlichen Weltverformungspläne (wobei man ja an guten Tagen sogar auf so was verzichten kann, siehe Cap Nr 3). Dass in den 2 SW-Zwischenfilmen tatsächlich mehr ursprüngliches Starwarsfeeling steckt als in den 2 (3?) Hauptlinienfilmen, verpassen die Fans auf die Tour dann wirklich.

Insofern hätte Disney vielleicht ein bisschen Knowhow und die ja durchaus vorhandene Experimentierfreude aus dem MCU zu Star Wars mitbringen sollen. Muss ja nicht gleich ein Crossover mit den Guardians sein.
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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1042 am: 11 Juni 2018, 15:24:40 »
Ich sehe - bis auf zwei oder drei Anmerkungen - vieles ähnlich, vor allem

Solo - bei allem Unmut über eine Neubesetzung - ist imo so ziemlich die einzige SW-Figur die endlos in Serie gehen könnte, einfach weil er ein cooler Abenteurer und Draufgänger ist, der zudem noch bei der Damenwelt sehr gut ankommt. Wer bitteschön sollte dafür besser geeignet sein? Der dröge Kenobi? Der unsympathische Anakin?

Davon abgesehen:

Die wenig charismatischen Fynn und Rey? 
Ich fand Rey ziemlich charismatisch in TFA. Und auch bei Finn hatte man noch das Gefühl, dass da mehr dahintersteckt. In TLJ dann die komplette Kehrtwende, wunderbar veranschaulicht bei der groß aufgebauschten Szene mit Rey im "Untergrund", als sie diesen Flashback hat, und der Zuschauer dabei... gar nichts weiter erfährt. Null. Die Szene verpufft einfach ohne Pointe, Wendung oder neue Erkenntnis. Und Finn wird in TLJ zum Statisten in einem banalen, überlangen bis nervigen Nebenstrang degradiert, den man auch komplett hätte streichen können. Die Figuren wurden in TLJ nicht gut weiterentwickelt. Da hätte man mehr draus machen können, die Substanz war m.E. aus TFA da.


Dass Gurken wie die Mumie, der schon seit Jahren abgehalfterte Tunten-Pirat und die Blech quatsachenden Blechkübel noch mehr einbrachten, ist ein ganz übler Witz, der für die SW Fans noch lange nachwirken wird.   
Zustimmung bis auf den PotC-Seitenhieb. Den letzten Teil fand ich sogar ziemlich gut. Vielleicht sogar das beste Sequel in der ganzen Reihe.



Bis dahin könnt ihr euch dann ja so dufte die Zeit mit Black Panther 7, einer zweiten Ant-Man-Trilogie und Avengers 12 vertreiben, bei dem dann 200 Superhelden auftreten, die alle schon einen Solofilm hatten.
Ich würde SW und Marvel jetzt nicht so gegeneinander ausspielen. Bei Marvel muss ich aber trotz Superhelden-Übersättigung sagen, dass die sich wirklich viel Mühe gegeben haben, über einen langen Zeitraum eine zusammenhängende Saga aufzubauen. Das wurde mir erst vor wenigen Wochen nochmal bewusst, als ich erneut den ersten "Iron Man" gesichtet habe. Schon da wuden die Grundlagen für die späteren Avengers-Filme gelegt. Auch der Auftritt von Dr. Strange in "Ragnarok" passt fließend in den übergreifenden Handlungsstrang usw. So etwas kenne ich sonst nur von "Harry Potter". Marvel macht letztendlich alles richtig.
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Offline Hitfield

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1043 am: 12 Juni 2018, 22:53:50 »
"Infinity War" hat kürzlich die 2 Mrd. US$-Grenze überschritten. Mal sehen, wie dicht er an "The Force Awakens" herankommt. Es fehlen noch 67 Mio. US$, um TFA von Platz 3 zu stoßen.

"Solo" liegt bei 315 Mio. US$ - weltweit. Wow, das ist wirklich übel! Der wird es schwer haben, nur auf 400 Mio. US$ zu kommen. Das ist ungefähr vergleichbar mit dem Abschneiden von "Terminator: Salvation", "Prince of Persia", "Independence Day: Wiederkehr", "G.I. Joe 2: Die Abrechnung", "Die Abenteuer von Tim und Struppi" oder Matt Damons "The Great Wall" und weniger als Tom Cruises "Die Mumie"-Fast-Flop. Auch alles Filme, die zum Teil sehr teuer waren (die beiden erstgenannten immerhin mit je 200 Mio. US$ Budget). Wer hätte im Vorfeld gedacht, dass ein neuer "Star Wars"-Film weniger einspielt als "Kong: Skull Island" oder "Ready Player One", die beide fast 600 Mio. eingespielt haben?
« Letzte Änderung: 12 Juni 2018, 22:55:40 von Hitfield »
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Offline Butzemann

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1044 am: 13 Juni 2018, 08:57:58 »
An der Qualität wird es ja nicht liegen, denn ich fand Solo sehr gut. Was könnten da die Ursachen sein? Vielleicht der ungeschickte Starttermin, oder die kurze Zeitspanne von Episode 8 oder der Charakter selber, mit dem man quasi abgeschlossen hat(te)?

Fragen über Fragen. Ich hoffe nur, dass das magere Einspielergebnis nicht zum Anlass genommen wird, bei Disney darüber nachzudenken, entweder Solo keinen weiteren Film zu spendieren (denn Potenzial hat das Ganze ja, man bedenke nur in wievielen Abenteuer man Han zuschauen kann, hach, da wäre so einiges zu erzählen möglich) oder die Lückenfüller quasi komplett rauszunehmen und sich nur noch auf die Hauptfilme zu konzentrieren, was ich allerdings als großen Fehler sehen würde, denn Episode 8 war ja mal sowas von  :doof: und ich bezweifle i-wie das es besser wird.

ps: es ist schon erstaunlich wie sehr das Jeditum in der Popkultur Einzug gehalten hat, ich aber in Solo z.B. postiv überrascht war, dass es gar keine Jedis gab und ich sie gar nicht vermisst habe; ich weiß es spielte auch in der Zeit, wo grad das Imperium am Ruder war bzw. die Jedis nicht mehr präsent waren (nach Episode 1-3) aber trotzdem...
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Offline StS

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1045 am: 17 Juni 2018, 18:56:57 »

 
Schon wieder Superhelden an der Boxoffice-Spitze... allerdings mal nicht aus dem Hause Marvel, sondern von Disney•Pixar: Auf "Incredibles 2" haben die Fans lange gewartet - und dem animierten Sequel dann auch gleich einen Glanzstart beschert: $180 Millionen kamen in den USA zusammen - Rekord in Sachen Animationsfilme sowie Filme mit einem "PG"-Rating - plus weitere $51.5 Millionen aus dem Rest der Welt (26% der globalen Märkte)... was zusammen $231.5 Millionen ergibt. Vom Publikum gab´s ein "A+" CinemaScore - von den Kritikern 94% bei "RT"...

Für "Ocean’s 8" ging´s somit auf Platz 2 hinunter - $116.2 Millionen lautet da die bisherige Gesamtausbeute bei dem - während die Komödie "Tag" mit $14,600,000, einem "B+" CinemaScore und 56% bei "RT" dahinter ins Ziel kam. "Solo: A Star Wars Story" steht unterdessen bei $339.5 Millionen, "Deadpool 2" bei $689 Millionen und "Avengers: Infinity War" bei $2,019,999,950...

A24's Horror-Drama "Hereditary" steht in den Staaten nunmehr bei $27,187,120 - während Sony's "Superfly"-Neuinterpretation mit $6,300,000 bloß auf Platz 7 anlief ("B+" CinemaScore und 54% bei "RT"). In 503 Kinos zu sehen, erreichte das Gangster-Biopic "Gotti" (mit John Travolta) derweil Platz 12 mit $1,670,000 - wobei zu erwähnen ist, dass der Streifen aus dem Hause "Emmett/Furla/Oasis" einen grottigen 0%-Wert bei "RT" hält...

In den USA erst am 22. am Start, hat "Jurassic World: Fallen Kingdom" sonstwo inzwischen übrigens $370 Millionen im Sack - $111.9 Millionen davon aus China...
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Offline StS

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1046 am: 24 Juni 2018, 19:15:03 »

 
Die nächste Woche, der nächste Blockbuster: Dieses Mal erneut mal wieder ein Sequel - nämlich "Jurassic World: Fallen Kingdom". Mit $150,001,000 ist der Film zwar deutlich hinter seinem Vorgänger zurückgeblieben - der stemmte 2015 noch $208,806,270 - und doch hat er die Erwartungen bzw. Prognosen ein Stück weit übertroffen. Vom Publikum gab´s ein "A-" CinemaScore - von den Kritikern dagegen nur 50% bei "RT". Da er in vielen anderen Ländern bereits läuft, sind bis heute insgesamt schon $711,501,000 erwirtschaftet worden...

Für "Incredibles 2" ging es mit $80.9 Millionen indes runter auf Platz 2 - alles in allem kamen bei dem Animations-Hit bislang round about $485 Millionen nach knapp 2 Wochen zusammen. In seiner dritten Woche passierte das "Ocean's 8"-Reboot in den USA die $100-Millionen-Marke sowie "Deadpool 2" die $300-Millionen-Marke in den Staaten und die $700-Millionen-Marke global. Dank der letzten Kinos, in denen er noch zu sehen ist, hat zudem auch noch "A Wrinkle in Time" die $100-Millionen-Marke in den USA geknackt - gefloppt ist er dennoch...
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Offline vodkamartini

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1047 am: 24 Juni 2018, 19:49:36 »
A- CinemaScore für den mit Abstand dümmsten der diesjährigen Sommerblockbuster. In China mal wieder über 200 Mio, da hat man wohl hervorragende Zielgruppenforschung betrieben. Das schlimme ist, jetzt wird es auch einen dritten "World" geben. Solo hat wenigstens die 200 Mio geknackt, die 300 sind imo für Deadpool, der kaum was neues zu bieten hat, ein starkes Ergebnis.
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Offline Hitfield

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1048 am: 24 Juni 2018, 22:06:57 »
"Infinity War" hat kürzlich die 2 Mrd. US$-Grenze überschritten. Mal sehen, wie dicht er an "The Force Awakens" herankommt. Es fehlen noch 67 Mio. US$, um TFA von Platz 3 zu stoßen.
12 Tage später sind nochmal knapp 31 Mio. US$ dazugekommen. Fehlen noch rund 36 Mio., um TFA von Platz 3 zu stoßen. Dürften die Avengers aber nicht mehr schaffen, dafür läuft "Infinity War" schon zu lange in den Kinos. Außerdem immer wieder erstaunlich, dass selbst "Infinity War" beim Nordamerika/domestic-Einspiel immer noch 30 Mio. hinter "Black Panther" liegt.


"Solo" liegt bei 315 Mio. US$ - weltweit. Wow, das ist wirklich übel! Der wird es schwer haben, nur auf 400 Mio. US$ zu kommen.
Ebenfalls 12 Tage später liegt er jetzt bei 353 Mio. weltweit. Vor allem das internationale Einspielergebnis ist mit 151 Mio. US$ desaströs.

Da "Jurassic World 2" seinen internationalen Lauf schon langsam hinter sich hat, dürfte es höchstens für die Milliarde reichen, aber keine Chance auf fast 1,7 Mrd. wie der Vorgänger. Und er wird beim domestic-Einspielergebnis auch weit hinter den 652 Mio. (!) des Vorgängers landen.

Würde mich mal interessieren, ob Marvel bei "Deadpool 2" insgeheim die 800 Mio.-Grenze anvisiert hat. Mit den 707 Mio. liegt er derzeit nur 76 Mio. hinter dem Original, und da werden auch bestimmt nochmal 20-25 Mio. dazukommen. Für einen R-Rated (!) Film ist das doch ein Bombenerfolg.

Stellt sich letztendlich die Frage, ob die Glückssträhne bei Marvel dieses Jahr noch abreißt? "Black Panther" jenseits allen Erwartungen und drittbestes domestic-Einspiel aller Zeiten. "Infinity War" über 2 Mrd. und vierterfolgreichster Film aller Zeiten. "Deadpool 2" ebenfalls sehr erfolgreich, fast auf dem Niveau des Vorgängers. Da bin ich echt mal gespannt, wie "Ant-Man and the Wasp" abschneidet. Ich hoffe, Marvel spekuliert da nicht auch auf diesen 700-900 Mio. US$ Rahmen. Eine halbe Milliarde wie der Vorgänger wäre schon ziemlich gut, finde ich.
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Offline Private Joker

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Re: Der US-Boxoffice-Thread
« Antwort #1049 am: 25 Juni 2018, 10:41:18 »
Ant-Man kommt mit sehr guten "Flüsterkritiken", hat erstmals für Marvel eine weibliche Titelheldin und greift wohl auch ein paar Handlungstränge aus dem I.W. auf, da wäre alles andere als ein Ergebnis deutlich über dem des Vorgängers eine massive Enttäuschung.

Apropos Black Panther: Der soll (nach einigen Quellen) dieses Wochenende die 700 Mio erreicht haben, andere sagen, da fehlen noch ein paar Tausend.

Und die "Unglaublichen Numero 2" sind in China eher flau gestartet, so um die 20 Mio und damit weniger als J.W. in der Zweitwoche. Was vermutlich darauf hinausläuft, dass Disney da mal wieder eher einen Heimspielerfolg feiern wird, während man auswärts relativ mittelmäßige Zahlen schreiben dürfte. Auch hier in Deutschland erzielt Pixar mit seiner Mischung aus Wiederaufgewärmtem und sehr schrägen Ideen (Gesangswettbewerbe im Totenreich, verkörperte Gefühle im Kopf von Teenagern) nicht mehr die Riesenzahlen. Wahrscheinlich fehlt denen global gesehen ein bisschen das Händchen für die Bedürfnisse des Trickfilmpublikums (putzige Tierchen oder schräge Neben-Hauptfiguren wie diese gelben Einaugen, die sich übrigens auch viel besser zu USB-Sticks und ähnlichem Unfug verarbeiten lassen als die Skelette aus Coco).
« Letzte Änderung: 25 Juni 2018, 13:56:24 von Private Joker »
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)