Locke & Key (Netflix)

Begonnen von StS, 9 Januar 2020, 08:54:30

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StS

At long last, Netflix's adaptation of Joe Hill's "Locke & Key" graphic novels is finally headed our way on February 7, 2020.

In the series, "After their father is murdered under mysterious circumstances, the three Locke siblings and their mother move into their ancestral home, Keyhouse, which they discover is full of magical keys that may be connected to their father's death. As the Locke children explore the different keys and their unique powers, a mysterious demon awakens — and will stop at nothing to steal them."

From Carlton Cuse ("Lost", "Bates Motel") and Meredith Averill ("The Haunting of Hill House"), the series is a coming-of-age mystery about love, loss, and the unshakable bonds that define family.



 :happy2:
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Mr Creazil

9 Januar 2020, 14:45:26 #1 Letzte Bearbeitung: 9 Januar 2020, 14:48:22 von Mr Creazil
Das sieht doch (vorsichtig enthusiastisch) ungemein brauchbar aus! Die Vorlage von King-Sprössling Hill habe ich jedenfalls gerne gelesen, die Graphic Novels sind ein schönes Fantasy-Horror-Coming-of-age-Amalgam und was man bislang an Schauwerten zu sehen bekommt, macht einen gelungenen, vorlagetreuen Eindruck mit ein bisschen eigenen Ideen. Wenn sie jetzt noch die Drama-Komponente tüchtig umsetzen, kann das richtig, richtig toll werden.  :smiley:

(Wobei ich das als Film von jemandem vom Format eines Tim Burton od. Guillermo del Toro lieber gesehen hätte ;) )
"Nihilist und Christ: das reimt sich, das reimt sich nicht bloß ..."

"Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition. "

"Who fights with a ladder - well, Jackie Chan does!"

https://letterboxd.com/mrcreazil/

Moonshade

Ich hab jetzt mit dem 10-Teiler angefangen und bin nicht comic-affin, was L & K angeht, insofern kann ich nur bewerten, was ich nach 2 Episoden sehe.

Das New England-Setting (Winter) ist sehr schön eingefangen und das wirklich Überzeugende ist das alte Haus, seine Ausstattung und der düstere Look in bester, aber nicht vercomicter Burton-Art.

Wohin die Reise geht, ist nach zwei Folgen und gerade mal drei Schlüsseln noch nicht klar, aber die düstere Dame am Grunde des Brunnenschachts und der Psychokiller scheinen die zentralen Widersacher zu sein.

Fremdeln tu ich noch mit den Hauptrollen bzw. den Schauspielern: die Mutti ist mir zu bedächtig, die Nebenfiguren aus dem Ort zu schweigsam (das mag ja seinen Grund haben), die Kinder zu sehr mit der Familientragödie beschäftigt und der Jüngste ist mir zu jung, um diesen großen Plot-Anteil zu haben. Die böse Frau könnte zudem noch etwas bedrohlicher sein.
So wird daraus eine Art "Haunting of Hill House", aber mehr für "Sabrina"-Fans, wobei es weniger Blut und Gewalt zu geben scheint.

Ich hoffe, es wird noch zwingender und weniger teenagerhaft, vom Style her ist die Serie jedoch vom Feinsten.

Vielleicht kann ja noch ein Fan der Comics mehr dazu sagen.
Das große OFDB- Aufräumen: noch 18.263 Filme ohne IMDB-Link (Stand: 09.01.2018 -  2212 Neulinks)!

"Guten Tag, führen Sie Bücher über Paranoia?" - "Ja, die stehen alle hinter Ihnen!"

"3.Anything invented after you're thirty-five is against the natural order of things.!" (Douglas Adams)

Private Joker

19 Februar 2020, 10:56:06 #3 Letzte Bearbeitung: 19 Februar 2020, 10:58:39 von Private Joker
Wobei ich mich nach zwei Folgen schon sehr wundere, wie juvenil das geraten ist. Vielleicht die falsche Erwartungshaltung, die sich mit dem Autorennamen und generell dem King-Clan verbindet, aber dermaßen familiengerecht bis kindlich hätte ich das wirklich nicht erwartet - im Endeffekt eine Version des Jugendteils von "Es", die auf den großen (oder überhaupt auf) Grusel verzichtet.

Allerdings ist es im Gegensatz zu LiS und den Dunklen Materialien zumindest relativ charmant kindgerecht, soweit ich das beurteilen kann, insbesondere De Oliveira als konsumorientierte Pennywise light. Mit der an sich cleveren - wenn auch im Kern ebenfalls aus Es geklauten - Idee, dass Erwachsene sich an den Schrecken nicht erinnern können, begibt sich das ganze aber auch in einen Käfig, der das auch für die kommenden Folgen sehr im jugendtypischen Fahrwasser festnageln wird, fürchte ich. Und auch am grundsätzlichen Problem dieser Art Familienfantasy - dass niemand wirklich in ernsthafte Gefahr geraten, geschweige denn sterben kann - kommt dann auch diese Version kaum vorbei.

Aber bis im Genre andere, erwachsenere Dinge anlaufen - Outsider etwa, oder Twilight Zone - ist das vermutlich relativ schmerzfrei durchgeglotzt.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Moonshade

Das geht mir ähnlich, auch wenn mit "October Faction" auf Netflix praktisch noch eine Zielgruppenvariante (mit mehr Akte X und Monstern) zur Verfügung steht, die das gleiche Feld bepflügen.

Ich schaue das jetzt ganz smoothy weg, aber warte eigentlich auf "The Haunting of Bly House", die "Hill House"-Fortsetzung.
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Moonshade

Ich bin jetzt mit den ersten 10 Folgen durch und im Großen und Ganzen recht zufrieden.

Es ist dann doch mehr Teenager-Fantasy denn wirklicher Grusel, aber eigentlich recht okay und mit Potential.

Was das alles schwächt, sind die typisch depperten Hauptfiguren (also die Teenager und Kinder), die im Finale (also Folgen 9 und 10) mal wieder alles verlernt haben (außer der 6jährige), was sie in den ersten 8 Folgen durch zahlreiche Tragödien gelernt haben müssten. Richtig Action gibt es nur in zwei Folgen und das Finale geht dann doch etwas zu glatt von der Hand, so dass der dann ausgerollte Twist eigentlich nicht mehr überraschend ist. Ehrlich gesagt hab ich mir den komplett schon vorher ausgerechnet - man will ja aber auch eine mögliche Season 2, nehme ich an.

Einige depperte Dialoge und viel zu zäh ausgewalzte Erklärbärrückblenden machen dann doch etwas vom Vergnügen zunichte. Insgesamt 7/10.
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Mr Creazil

Tatsächlich ist die Vorlage bereits ähnlich angelegt und ja: auch dort möchte man bisweilen den Hauptfiguren einen auf den Deckel geben, jedoch fand ich es stets plausibel.
Die Serie habe ich bislang noch nicht gesehen, wird aber demnächst nachgeholt.
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Moonshade

Vielleicht hab ich dieses Allianzbilden und sich Anzicken-Trennen langsam mal über, wenn das mehrfach in einer Staffel vorkommt.

Und womit ich Schwierigkeiten hatte, war die viel zu bedächtige Mama, das war immer alles Zeitlupe, aber das ist Geschmackssache. Als Ex-Alkoholikerin sah sie zumindest fragil genug aus...
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StS

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Moonshade

Locke & Key sind zurück mit Staffel 2 - und die alten Probleme sind leider auch zurück.

Nach vier Episoden kann ich zwar bestätigen, dass Tricks und Aufbau die erste Staffel qualitativ ansprechend fortführen und das Mysterium der Schlüssel jetzt so langsam auch mal erklären/aufklären, mit den Charakteren kann aber nicht viel gewonnen werden.
Immer noch sind die Teens mal bauernschlau, mal unglaublich dämlich; immer noch scheint niemand wirklich mit anderen Leuten reden zu können/wollen, gerade wenn es mal nötig wäre; immer noch begehen die Figuren die gleichen Fehler.

Es gibt schöne neue Ideen, wie den "Small World"-Key, aber mit dem Bode-Blag komme ich nicht klar, weder mit der Figur, seinen Handlungen, dem Darsteller oder der imbezilen deutschen Synchro. Diese Mischung aus kreuzdoof naiv und dann wieder erklärerische Schlüsselfigur für die hormongesteuerten Teenagern, die Figur ist unerträglich, nicht zuletzt, wenn dann so eine runde Figur wie seine Schulfreundin neben ihm platziert wird.

Und dass "Dodge" jetzt fast ausschließlich in einem der Teens steckt, macht die Sache nicht besser, Gabe hat einfach nicht die abgründige Klasse von Laysla de Oliviera, die hier nur Gastspiele mehr gibt.
Ich hoffe da noch auf Steigerungen in der zweiten Staffelhälfte, denn das gemächliche Wiederaufbautempo ist zwar nett für alle, die die Zusammenhänge schon wieder vergessen haben (sogar ich musste nachlesen), aber wirklichen Druck gibt es bisher noch nicht.

Dennoch alles in allem ein ansehnliches Prestigeprodukt.
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AfterBusiness

Ich hab auch mit den ersten 2 Folgen von Staffel 1 jetzt angefangen und find das Ganze bisher recht gut und unterhaltsam. Mag ja so Fantasy/Mysterie Serien.... Staffel 3 kommt wohl Anfang 2022. Ist wohl schon abgedreht.... freut mich, so lange sie dem Ganzen ein Ende geben. Das Problem was die Serie wohl hat, ist das gleiche wie bei GameOfThrones... Staffel 3 hat wohl die Comics überholt und tritt in unbekanntes Terrain, sprich es gibt keine Vorlage mehr...  :peter:

mali

Ich wusste nicht mal, das es auf Comics beruht :)

Ich stimme weitgehend Moonie zu. Es ist zwar irgendwie interessant zu gucken und optisch auch gelungen, aber es wirkt auch zu überladen und teils wirr.

Ich wurde bisher nicht warm damit und Staffel 2 reizt mich fast gar nicht.


Moonshade

Also mit Folge ´2.05 hatten sie mich mal wieder, da gab es einen deutlichen Qualitätsanstieg, doch mit dem Showdown von 2.06 haben sie es in Sachen "depperte Ideen, die so nur in schlechten Serien vorkommen" wieder verrissen.
Als Topping dann 2.07, wo es ergänzt wurde mit "schlechtes Skript bei unglaublichen Möglichkeiten führt zu depperten Ideen aller Figuren, die so nur in schlechten Serien vorkommen", viel schlimmer ging es nicht mehr.

Mit dem Teenager-Gestalt-Bösling(en) geht die Serie echt den Bach runter und das Potential zum Auftakt der Staffel mit der Pre-Title-Sequenz von 1775 haben sie immer noch nicht ansatzweise angeschnitten.

Die Serie hat jetzt etwas mehr Tempo, aber der auch anderswo oft beschwerte "Lack of Communication" innerhalb der Serie wird echt schmerzhaft mit der Zeit, aber im Grunde wollen wir es jetzt augenblicklich nur hinter uns bringen, da bot Staffel 1 fast noch mehr, fürchte ich.

Wenn es eine schnelle Staffel 3 gibt, nichts dagegen, die Beteiligten werden ja auch nicht jünger (Tyler ist in real life fast 27 und soll 17 sein), dann ist es aber auch langsam gut.
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Moonshade

Ok, nach allerlei typischen Locke-Murks mit Soße mit den fast obligatorischen zwei tragischen Todesfällen hat man die Staffel dann doch akzeptabel zuende gebracht, aber in flammende Euphorie kann mich das Konzept einfach nicht versetzen.

Die Gründe hab ich ja schon meistens genannt, sie bekommen es schließlich immerhin zu einer Art "closure" gebacken, man könnte die Serie jetzt praktisch abstellen (trotz ein, zwei offener Erzählfäden), wobei der schleppende Aufbau für den dann doch ziemlich fixen Showdown, den man praktisch in einem Viertel einer Episode abhandelt, ziemlich lang ist.

Jeder der will, kann sich ja mal die 20 Ep. gönnen, allerdings sollte man viel Geduld mitbringen oder sich nicht von kleinen Idiotien triggern lassen.
Fürs Drumrum und die Optik sicher 7/10, aber die Umsetzung ist maximal 5/10 wert.
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