Autor Thema: Godzilla und andere Kaiju Eiga  (Gelesen 6267 mal)

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Offline Enton

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #30 am: 19 Oktober 2014, 13:38:39 »
Aaah, okay. Danke.  :respekt:
Dann werde ich mir den Zweikampf mal besorgen, dieser Gaira sah doch ziemich ulkig aus.   :D
Filme sind dazu da, den Menschen Dinge zu zeigen, die sie gar nicht sehen wollen.

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #31 am: 27 Oktober 2014, 00:43:45 »
Update bei den sonstigen Monstern: 1970 - Monster des Grauens greifen an

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #32 am: 27 Oktober 2014, 23:21:11 »
Update: 1973 – King Kong – Dämonen aus dem Weltall

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #33 am: 29 Oktober 2014, 22:12:17 »
Update: 1967 - Gamera gegen Gaos - Frankensteins Kampf der Ungeheuer

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #34 am: 16 Juni 2016, 00:32:19 »
Nach langer Abwesenheit habe ich jetzt mal meinen alten Kaiju-Thread aktualisiert.
Alle Godzis sind enthalten, ebenso Gamera, Mothra und ein paar andere.
Viel Spaß beim lesen.  :icon_mrgreen:

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #35 am: 7 August 2017, 09:35:33 »
Update:

GODZILLA

2016 – Shin Godzilla



Die Bucht von Tokio: Auf einmal beginnt es zu brodeln, Wasserdampf steigt in die Luft, und das Wasser färbt sich blutrot.
Zunächst geht man von einem unterirdischen Vulkan aus, und stellt den Schiffs-und Flugverkehr ein.
Schon kurz darauf kommt allerdings eine riesige Kreatur an Land, und hinterlässt am Boden kriechend eine Spur der Verwüstung.
Die Regierung bildet einen Krisenstab, und sieht sich zum Einsatz des Militärs gezwungen.
Der Angriff mit konventionellen Waffen bewirkt jedoch scheinbar nur eines:
Eine Metamorphose der Kreatur, welche sich nun aufrichtet, und große Hitze und Radioaktivität ausstrahlt.
Scheinbar um sich abzukühlen verschwindet die Kreatur wieder im Meer.
Die Wissenschaftler sind sich sicher: Die Kreatur wird weitere Stufen der Verwandlung durchlaufen- und dabei immer größer und gefährlicher werden.
Man gibt der Kreatur den Namen "Godzilla", und versucht sich für einen weiteren Angriff zu rüsten- mit schwerstmöglichen Waffen und Hilfe der Amerikaner.
Auch wenn das bedeuten sollte, dass die komplette Stadt geopfert werden müsste...

Ein neues Godzilla-Reboot... von Toho! Da darf man doch einiges erwarten, oder?
Nach einem leicht hektischen Start mit vielen Untertiteln und vorgestellten Personen kommt erstmal ein Schock:
Als Godzilla aus dem Wasser stiegt, kann man ihn kaum anders beschreiben als mit "eher billig aussehendes, hässliches, glubschäugiges Gummi-und Plastikmonster".
Auch eine der ersten Trickszenen (von Glubschzilla herumgeworfener Plastikzug in auffälliger CGI-Umgebung) lassen einen zunächst zweifeln.
Doch als erwähnt wird, dass Glubschi mehrere Metamorphosen durchlaufen wird, kann man wieder hoffen.
Und tatsächlich: Mit fortlaufender Dauer wird der Film ernster, düsterer, böser,
und nach etwa der Hälfte des Films, mit seiner vierten Entwicklungsstufe, sieht Godzi dann auch endlich richtig fies aus.
Im nachhinein vermute ich fast, dass die arg auffällige Plastikzug-Szene eine Art Hommage an die alten Filme sein sollte-
denn so billig wie diese eine Szene sieht der Rest des Films zu keiner Zeit aus. Nicht mal Glubschzilla- obwohl der schon auch Grenzwertig ist...
Im Gegenteil- hier wurde offensichtlich ordentlich Geld in die Tricktechnik gesteckt, denn die meisten Szenen stehen Hollywood-Produktionen nicht nach.
Godzilla wird hier absolut gigantisch dargestellt, dürfte wohl die bisher größte Inkarnation aller Filme (incl. US-Produktionen) sein.
Und natürlich gibt es auch Anspielungen auf die alten Filme, von Godzilla's Entstehung bis zur (nur optisch ganz am Ende angedeuteten) Legende,
dass Godzilla seine Kraft aus den Seelen Tausender im Krieg gefallener Soldaten beziehen soll (Wurde auch in der Millennium-Staffel erwähnt).
Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass Godzilla hier zwar als gigantische Bedrohung dargestellt wird, aber niemals nur als wirklich "Böse".
Im Gegenteil: In Godzilla wird eine Art Gottheit, sogar die Krone der Schöpfung erkannt. Das "Böse" ist der Mensch, ohne den diese Kreatur nie entstanden wäre.
Die größten Schäden richtet Godzilla (neben den Menschen selbst) auch erst an, als er von den Menschen angegriffen wird.
Beeindruckend. Auch die Verwendung des pompösen Original-Soundtracks des ersten Films passt hier sehr gut.
Und wäre da nicht der etwas peinlich aussehende Glubschzilla am Anfang, würde ich mich zur Höchstwertung hinreissen lassen.
Ich hoffe auf Fortsetzungen, und verbleibe mit

9/10



GAMERA

2006 - Gamera the Brave



Der Junge Taro sieht an einem Felsen am Strand etwas rot Leuchten, und findet dort einen seltsamen roten Stein, sowie ein Ei, welches bei Berührung aufbricht.
Aus diesem schlüpft eine kleine Schildkröte, welcher er den Namen Toto gibt, und sie samt dem roten Stein mit nach Hause nimmt.
Toto ist allerdings scheinbar keine normale Schildkröte, denn sie kann in der Luft schweben, und kleine Feuerbälle verschießen.
Allerdings wächst sie auch in nur wenigen Tagen beachtlich, so dass Taro's Vater schon bald den Verdacht hegt, dass es sich um eine Gamera handeln könnte.
Gleichzeitig taucht aus dem Wasser ein riesiges Monster, Zedus genannt, auf, welches Häuser zerstört und auch Menschen angreift.
Toto stellt sich Zedus in den weg, obwohl er noch nicht ausgewachsen ist, und noch nicht über seine volle Kraft verfügt-
schafft es aber trotzdem Zedus zu vertreiben, bleibt danach aber schwer angeschlagen liegen.
Das Militär nimmt den angeschlagenen Toto mit, und versucht erfolglos, ihn wieder aufzupäppeln.
Taro findet inzwischen heraus, dass Gamera wohl seinen roten Stein braucht, um seine Kräfte wieder aufzubauen.
Dumm nur, dass Taro diesem einer Mädchen geschenkt hat, und Zedus gerade zum zweiten Mal angreift.
Nun gilt es, inmitten des Chaos den Stein wiederzubeschaffen, und zu Gamera zu bringen...

Genau genommen müsste dieser letzte Film der Gamera-Reihe eigentlich zwischen den alten Originalfilmen, und der 90'er Jahre-Trilogie eingeordnet werden.
Er schließt nicht nur inhaltlich an diese an, sondern liegt auch Tricktechnisch irgendwo in der Mitte, ist also schwächer als die Trilogie- aber auch nicht zu billig getrickst.
Hauptfigur ist hier der 11-jähriger Taro, welcher allerdings durchaus in seiner Rolle überzeugt, und nicht nervt.
Generell ist Gamera the Brave sehr Familienfreundlich gehalten, was ich jetzt nicht einmal negativ meine.
Die erste hälfte des Films besteht aus der Einführung in das kommende geschehen, ist aber sympathisch gespielt, und mit netten Gags versehen, so dass keine Langeweile aufkommt.
Das Design von Gamera ist in jeder Entwicklungsstufe knuffig, aber niemals lächerlich, Gamera's Gegner, Zedus, sieht dagegen durchaus bedrohlich aus.
Die Kämpfe der Monster kommen bombastisch rüber, und es geht auch einiges an Gebäuden zu Bruch- also alles, was man von einem Gamera-Film erwartet.
Auffällig ist auch der für einen solchen Film ungewohnte, aber stets passende eher ruhige Soundtrack.
Die deutsche DVD ist auf 2000 Stück limitiert!

7/10

Offline Peter2013

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #36 am: 7 August 2017, 16:36:19 »
Dazu gibt es auch einen Thread:
http://www.gemeinschaftsforum.com/forum/index.php/topic,201743.msg1185715.html#msg1185715

Mir hat der übrigens auch sehr gut gefallen, weil er ziemlich aus der Rolle fällt. Auch schön: die kritische Betrachtung der Rangeleien und Hilflosigkeit von Politik und Militär. Bei den Bildern mit diesem glubschäugigen "Larven"-Stadium wusste ich erst auch nicht so recht, was ich davon halten sollte. Die Effekte ringsherum waren aber durchweg beeindruckend und dann kam ja später auch die von Dir erwähnte Erklärung.
Ich staune übrigens, dass zu diesem Film bisher kaum Kommentare existieren, zumal er es mit Sicherheit verdient hat. Ich habe mir den Film inzwischen schon 3 mal angeschaut und bin noch immer begeistert.

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #37 am: 3 Februar 2018, 00:32:56 »
Update:

1963 - U 2000 - Tauchfahrt des Grauens



Die Bewohner des vor tausenden Jahren im Meer versunkene Reich "Mu" wollen zurück an die Oberfläche-
und bei dieser Gelegenheit auch gleich die Herrschaft über die Welt übernehmen.
Einzelne Krieger der Mu sind schon unterwegs, und verüben Sabotageakte und Attentate, um zu zeigen dass man es ernst meint.
Die letzte Hoffnung für die Menschheit scheint das von Kapitän Jinguji entwickelte U-Boot "U 2000",
welches auch fliegen kann, und mit einem gewaltigen Gesteinsbohrer sowie einem Gefrierstrahler ausgestattet ist.
Zunächst weigert sich Jinguji sein Boot einzusetzen, doch als seine Tochter von Mu-Agenten entführt wird ändert er seine Meinung.
Die U 2000 wird gegen das Mu-Reich eingesetzt, doch dieses wird von Manda, einer riesigen Seeschlangen-Gottheit bewacht...

Godzilla-Regisseur Inoshiro Honda's U 2000 ist der Ursprung der Seeschlange Manda,
welche später auch in zwei Godzilla-Filmen auftauchte (Frankenstein und die Monster aus dem All & Godzilla - Final Wars).
Trotzdem ist U 2000 eher Science Fiction-Märchen als Monsterfilm, hat aber durchaus trashigen Charme.
Die Tricks sind wie üblich sofort zu durchschauen: Das U-Boot fliegt an Fäden, Wände und Felsen sind aus Styropor, Stahlwände aus Pappe-
und Manda ist einem typisch asiatischen Drachen nachgebildet, sieht aber trotzdem eher aus wie ein Wurm mit putzigem Gesicht.
Trotzdem ist der Film durchaus unterhaltsam, hat durchgehend erträgliche Darsteller, ein wirklich phantastisches U-Boot-
und ein sehr schönes Ende, welches man zwar kitschig nennen könnte- ich aber als sehr passend empfand.
Im übrigen wird der Film generell sehr ernst erzählt, und bietet weder Overacting noch dämlichen Humor der Darsteller.
Die gezeigte VHS enthält die in der Handlung gekürzte deutsche Kinofassung.
Auf DVD existieren eine limitierte Hartbox mit der gleichen Fassung wie auf VHS,
sowie ein ebenfalls limitiertes Steelbook mit Kinofassung und Uncut-Version. Beide sind allerdings kaum noch bezahlbar...

8/10

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Re: Godzilla und andere Kaiju Eiga
« Antwort #38 am: 17 Juli 2018, 23:25:48 »
Update:

1994 - Madra - Das achtköpfige Drachenmonster



Als Kind findet Prinz Yamato in einer verbotenen Höhle einen seltsamen Stein, welcher magische, aber nicht nur gute Kräfte beherbergt.
Jahre später tötet Yamato bei einem Streit seinen Bruder, da er seine durch den Stein magischen Kräfte nicht unter Kontrolle hat.
Er wird aus dem Königreich verbannt und trifft auf seiner Reise durch das Land auf die ebenfalls magisch begabte Oto.
Als ein mächtiger, böser Zauberer das land bedroht, und mit einem bisher im Eis eingefrorenen achtköpfigen Drachen das Land zerstören will,
sind die beiden die einzige Hoffnung, das Königreich und ganz Japan zu retten.

Das Cover sieht nach einem netten Kaiju aus, der mit Fantasy-Elementen bereichert wurde.
Leider ist der Film größtenteils nur ein billigst getrickstes lächerliches Fantasy-Märchen,
voll mit an Seilen durch die Luft gezogenen fliegenden, schwertkämpfenden und zaubernden Japanern.
Bis Madra (im Original eigentlich Orochi) zum ersten mal einen Angriff startet vergehen ganze 80 von knapp 100 Minuten incl. Abspann.
Davor darf man das Gummivieh miserabel einkopiert kurz auf ein sofort als solches erkennbares gemaltes Bild der Erde zufliegen sehen,
kurz ein CGI-Gummonster auslachen, und im Schlusskampf staunen, wie Prinz Yamato mal schnell zum Gott wird,
ein Lichtschwert (!) auspackt, und als Plastikroboter gegen das Gummiviech kämpft.
Das alles wird zu einem absolut unpassenden Pop-Score im Stil der 80'er Actionfilme aus Hollywood komplett behäbig und langgezogen erzählt.

0/10