Autor Thema: Ready Player One (Spielberg)  (Gelesen 2842 mal)

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Offline mali

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Re: Ready Player One (Spielberg)
« Antwort #60 am: 26 Mai 2018, 18:46:26 »
Der ein oder andere hier mag den Eindruck gewonnen haben, das ich etwas voreingenommen gegenüber dieser Verfilmung war - und habt damit auch vollkommen recht ;-)

Inzwischen hatte ich ihn zwangsgesehen (Filmabend bei dem Streaming zugeneigten Freunden): Und nun muß ich sagen: Das ist gar keine schlechte Verfilmung des Buches geworden. Es ist überhaupt keine Verfilmung des Buches geworden :-)

Bestenfalls und fairerweise müßte es korrekt lauten: "Basierend auf" oder "Nach einer Idee von". Aber mit dem Buch hat das so wenig zu tun das es fast schon lächerlich ist. Praktisch nichts ist wie im Buch. Nichtmal solche Kleinigkeiten, wie der Tod von Daito.. Besonders irreführend ist, das alle so fröhlich und früh zusammentreffen und agieren.
 
Oh jeh.

Online Eric

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Re: Ready Player One (Spielberg)
« Antwort #61 am: 19 Juni 2018, 09:59:34 »
Gestern gesehen und sehe es ähnlich wie Mr Orange.
Nettes Filmchen was einen um die 2 Stunden gut unterhält mit einer unglaublichen Menge an Hinweisen, Anspielungen und Referenzen zu Spielen, Musik, Filmen und Büchern (von denen ich wohl nur 10% mitbekommen habe).

Man sollte aber wohl fast ein Kind der 70er/80er sein um auch solche Sachen wie Buckaroo Banzai oder ähnliche zu verstehen.  ;)

Ansonsten kam mir alles irgendwie ziemlich bekannt vor und ich wartete die ganze Zeit darauf, dass einer "Tötet Allegra Geller" sagt.

Natürlich muss es auch "Trigger-Momente" geben, die die Handlung weiter voran treiben, nur wirkten die hier teilweise schon sehr an den Haaren herbeigezogen *hüstel hüstel* Shining.

Dennoch, nette Unterhaltung. 6.5/10
Liebe Ursula,
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Offline Lunita

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Re: Ready Player One (Spielberg)
« Antwort #62 am: 12 Juli 2018, 00:11:45 »
Ich habe den gestern endlich gesehen und mich leider viel geärgert, weil ich laufend mit dem kürzlich gelesenen Buch verglichen habe. Die Abweichungen und Auslassungen waren viel zu heftig, wobei man in einem Film vermutlich nur begrenzt so ein inhaltlich vollgepacktes Buch wiedergeben kann. Aber irgendwie waren die Challenges im Film auch viel lascher als im Buch, Handlungsstränge wurden zwischen den Charakteren getauscht und... naja, Spielberg. Die Wachowsky-Geschwister hätten es vermutlich besser hinbekommen.

Offline vodkamartini

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Re: Ready Player One (Spielberg)
« Antwort #63 am: 12 Juli 2018, 06:54:54 »
Wenn man sich ihre Post-Matrix-Karriere (die Sequels schon inbegriffen) ansieht, würde ich das stark bezweifeln.
www.vodkasreviews.de

There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

Offline StS

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Re: Ready Player One (Spielberg)
« Antwort #64 am: 24 Juli 2018, 19:10:00 »
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Offline blade2603

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Re: Ready Player One (Spielberg)
« Antwort #65 am: 24 Juli 2018, 19:44:20 »
Ich habe den gestern endlich gesehen und mich leider viel geärgert, weil ich laufend mit dem kürzlich gelesenen Buch verglichen habe. Die Abweichungen und Auslassungen waren viel zu heftig, wobei man in einem Film vermutlich nur begrenzt so ein inhaltlich vollgepacktes Buch wiedergeben kann. Aber irgendwie waren die Challenges im Film auch viel lascher als im Buch, Handlungsstränge wurden zwischen den Charakteren getauscht und... naja, Spielberg. Die Wachowsky-Geschwister hätten es vermutlich besser hinbekommen.

Und genau das ist wohl der Grund warum ich den Film eigentlich gut fand. Ich habe die Vorlage extra nicht gelesen bzw. vorlesen lassen. :-) Ich weiß aber von einem Kollegen, der die Vorlage kennt, das er eigentlich zufrieden war aber auch angemerkt hat, das vieles, wichtiges fehlt. Er merkte aber auch an, das es viel zu viel für einen Film gewesen wäre. Wie gesagt mir hat er gefallen aber die Vorlage werde ich mir noch anhören.
"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
◾ Originalzitat von: Curt Goetz

(aus den Känguru Büchern)

Online PierrotLeFou

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Re: Ready Player One (Spielberg)
« Antwort #66 am: 24 Juli 2018, 20:35:58 »
Ich habe den gestern endlich gesehen und mich leider viel geärgert, weil ich laufend mit dem kürzlich gelesenen Buch verglichen habe. Die Abweichungen und Auslassungen waren viel zu heftig, wobei man in einem Film vermutlich nur begrenzt so ein inhaltlich vollgepacktes Buch wiedergeben kann. Aber irgendwie waren die Challenges im Film auch viel lascher als im Buch, Handlungsstränge wurden zwischen den Charakteren getauscht und... naja, Spielberg. Die Wachowsky-Geschwister hätten es vermutlich besser hinbekommen.

Und genau das ist wohl der Grund warum ich den Film eigentlich gut fand. Ich habe die Vorlage extra nicht gelesen bzw. vorlesen lassen. :-) Ich weiß aber von einem Kollegen, der die Vorlage kennt, das er eigentlich zufrieden war aber auch angemerkt hat, das vieles, wichtiges fehlt. Er merkte aber auch an, das es viel zu viel für einen Film gewesen wäre. Wie gesagt mir hat er gefallen aber die Vorlage werde ich mir noch anhören.

Ich habe auch den Eindruck, dass diese Schelte aufgrund enttäuschter Erwartungshaltungen völlig übersieht, dass der Film für sich recht gut funktioniert...

Und dass man sich daran aufhängt, dass die Hauptfiguren außerhalb der virtuellen Realität nicht fett und picklig sind (wie im oben von StS verlinkten Honest-Trailer), kann ich bloß teilweise nachvollziehen. Natürlich hat der Film etwas Heuchlerisches, wenn er sich diesem Aspekt der Äußerlichkeiten nähert. Aber andererseits ist doch diese "fett & picklig"-Prämisse ausgesprochen platt und abgedroschen... Seit Oscar Wilde und Jekyll-&-Hyde-Filmen wurden im Grunde ja schon alle Ansätze diesbezüglich vollständig abgegrast. Spielberg selbst hat sich dem Thema ganz am Rande in "Minority Report" gewidmet...
Hier macht er ja im Grunde etwas ziemlich cleveres: Er beschränkt sich auf die MinderwertigkeitsGEFÜHLE, nicht auf vermeintliche Minderwertigkeiten. Und dass die Figuren letztlich doch recht ansehnlich sind und ein Mindestmaß an Ähnlichkeit mit ihren Avataren aufweisen, erleichtert letztlich auch das Spiel mit der Identifikation... Ein literarisches Werk kann letztlich ja noch so sehr auf Äußerlichkeiten von Figuren eingehen, diese werden einem aber letztlich doch weit weniger deutlich vorgesetzt als in einem Film, der die Figuren auch zeigt. Ich finde diese Entscheidung ausgesprochen gut. Es erleichtert den dramaturgischen Fluss und sorgt dafür, das alte Thema ohne die klischeehaften, uralten Zuspitzungen ins Extrem zu bemühen. Dicker Pluspunkt. :D
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)