Filme auf VHS

Begonnen von Retro, 1 November 2017, 16:04:39

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Retro

Update:

HIGHRIDERS



Hal und Kirk sind zwei Biker, die nur zum Spaß mit ihren Maschinen die endlosen Wüsten von Mexiko durchqueren wollen.
Ungewollt und unerwartet kommen sie dort einem Drogenhändlerring in die Quere, deren brutale Schläger nichts besseres zu tun haben,
als die beiden Männer erst zu verprügeln und sie dann zu verschleppen- um sie im Drogencamp als Arbeitssklaven einzusetzen.
Dort treffen sie auch auf weitere gefangene Arbeiter, deren Zustand teils besorgniserregend ist- du arbeitest hier bis du verreckst.
Irgendwann gelingt es Kirk allerdings einen Brief an seine Schwester Betsy aus dem Lager zu schmuggeln, welcher auch ankommt.
Betsy's Freund Mike hat die Möglichkeit und die Erfahrung an schwere Waffen heranzukommen-
und so macht sich ein kleiner, aber schwer bewaffneter Befreiungstrupp auf den Weg in die Wüste...

Hirn aus, Film an. Anders kann man hier keinen Spaß haben. Nur nicht über das geschehen nachdenken.
"Highriders" ist definitiv Actionreich und kommt recht dreckig rüber, bietet sehr viele schön gefilmte Motorradfahrten und auch Jagden
mit einigen Stunts auf diversen Arten von Crossmaschinen, oft sogar in Zeitlupe bei besonders nett anzusehenden Szenen.
Aber mit Hirn, Logik oder halbwegs nachvollziehbarem verhalten einiger Protagonisten braucht man hier nicht kommen.
Mehrmals stehen Leute völlig unbeweglich herum und warten brav bis sie überfahren werden, bei manchen Klamotten (bei Männlein wie Weiblein)
fragt man sich warum die überhaupt obenrum Stoff am Körper haben- und von der generell Story braucht man erst gar nicht anfangen.
Immerhin kann der Film auch durch einen unfreiwilligen Witz punkten:
Der Völlig ernst gemeinte Satz "Die Post ist zuverlässig" ist eh schon absurd genug- aber hier stimmt das dann auch noch.
Bei einem aus einem versteckten Drogencamp in der mexikanischen Wüste geschmuggelten Brief.
Ein hoch auf die mexikanische Post! Unsere kriegt das oft nicht mal im normalen Betrieb hin...
Kurz gesagt: Actionreich aber komplett Hirnlos.

6/10

Retro

STEPHEN KING'S NIGHTMARE COLLECTION



"Vergiftet"

John ist Anwalt für schwer kriminelle, und daher beruflich einiges gewohnt- was ihn allerdings ziemlich mitnimmt ist seine Mutter.
Diese ist unheilbar an Krebs erkrankt, und nach einer Operation die nichts gebracht hat noch dazu zum Teil gelähmt.
John kann nichts tun ausser sie täglich zu besuchen und ihr beim sterben zuzusehen, was ihn psychisch stark belastet.
Beim Gespräch mit einem seiner wegen Mordes zum Tode verurteilten Mandanten kommt ihm eine Idee...

"Wer hat Angst vorm schwarzen Mann"

Lester hat drei Kinder. Oder besser gesagt: Hatte. Lester glaubt an den Boogeyman, und dieser hat schon zwei seiner Kinder geholt.
Er sucht zwar Hilfe bei einem Psychiater, und dieser führt ihn in die dunkelsten Ecken seines Bewusstseins-
doch wenn man nur lange genug an etwas denkt und glaubt, kann genau das auch Wirklichkeit werden, auf welche Art auch immer...

"Im Würgegriff"

Eine Frau hat Visionen von Morden, welche erst noch geschehen- was sie aber nicht sehen kann ist der Mörder selbst.
Ihre Visionen teilt sie der Polizei mit, doch die Morde häufen sich und können nicht verhindert werden.
Ist die Polizei einfach überfordert, glaubt man nicht an ihre Visionen- oder ist gar etwas völlig anderes der Grund?

Hier wurden drei verschiedene Kurzgeschichten ohne jeglichen Zusammenhang veröffentlicht.
Trotz des Titels und dem Spruch darüber "Die besten Kurzfilme nach meinen Stories" stammen nur die ersten zwei der drei von Stephen King.
Hinter "Vergiftet" steht immerhin Regisseur Frank Darabont, der aus dem vermutlich kaum vorhandenen Budget das beste gemacht hat-
was nichts daran ändert dass die Geschichte ohne Höhepunkt nur langweilig vor sich hinplätschert.
Zum Glück ist da der "Boogeyman" schon deutlich interessanter geraten, obwohl wohl Regisseur Jeffrey C. Schiro komplett unbekannt ist.
Hier schaffen schon alleine Musik und Kameraführung eine etwas bedrohlichere Stimmung.
Auch "Im Würgegriff" stammt von einem unbekannten Regisseur namens Jim Greco, kann aber absolut nicht überzeugen.
Hier wird quasi der Thriller-Klassiker "Die Augen der Laura Mars" als billigstmöglicher, spannungsarmer  Kurzfilm dargeboten.
Die Optik der Geschichten ist erwartungsgemäß billig, aber immerhin sind die Darsteller durchgehend im erträglichen Bereich.
Fünf Punkte für den "Boogeyman". Die beiden anderen Stories reissen den Gesamteindruck aber herunter auf

3/10

Retro

Update:

TOP FIGHTER



Die beiden Cops Shiro (Sho Kosugi) und Ray nehmen ihren Job sehr ernst. Zu ernst. So ernst, dass sie jedes eventuelle Risiko ignorieren.
Kein Wunder also, dass eines Tages Ray in eine Falle läuft- weil er nicht auf den schon benachrichtigten Shiro warten will.
Als Shiro ankommt ist Ray schon tot- und alles deutet darauf hin, dass es einen Verräter gibt, denn offensichtlich wurde Ray dort erwartet.
Shiro reagiert angepisst und berichtet seinen Verdacht seinem Vorgesetzten- doch der will nichts davon hören.
Da bleibt nur noch eines: Er schmeisst den Job hin- und begibt sich auf Selbstjustiz-Rachefeldzug.

Unter der Regie von Gordon Hessler ist hier ein typischer, aber auch belangloser, 80'er Jahre-Actionfilm entstanden.
Sho Kosugi mal nicht als Ninja zu sehen hat mich neugierig gemacht-
alleine schon weil ich mit Ninja-Filmen generell nicht viel anfangen kann, hat "Top Fighter" daher seine Chance verdient.
Hier wird dann auch viel geballert und gekämpft, Armbrust und Wurfmesser kommen ebenso zum Einsatz-
leider aber auch Ninja-typischer Blödsinn wie das verschwinden in einer Rauchbombe oder explodierende Wurfsterne.
Ein Titel ohne das Wort "Ninja" und eine Hauptrolle in Zivilklamotten garantiert leider keinen Kosugi-Film ohne solchen Blödsinn.
Gegen Ende tauchen als Gegner sogar Billig-Ninjas mit Metallklauen und anderen typischen Waffen auf.
Immerhin ist der Film flott und ohne Leerlauf erzählt. Wer die Ninja-Filme von Kosugi mag, wird sich auch hier wohlfühlen.

4/10

Die VHS bietet gute Bildqualität und das Originalformat 1,85:1.
Top Fighter ist auch auf DVD und BD erschienen, als DVD aber nur in der "Action Cult Uncut" Reihe,
welche schon lange nicht mehr erhältlich ist- oder als BD & DVD Mediabook im üblichen überteuerten Preissegment.

Retro

Update:

SCARY - HORRORTRIP IN DEN WAHNSINN



Graham Krakowski (Bill Paxton) ist ein spießiger Finanzanalytiker, der für sich und seine Freundin ein nettes kleines Haus am Stadtrand kauft.
Womit er nicht gerechnet hat, ist der unheimlich aussehende Landstreicher (Marshall Bell) in dieser Gegend,
welcher sich im Haus immer am Wasser bedient hatte als es noch leer stand.
Es scheint auch noch einen bisher unentdeckten geheimen Zugang zum Haus zu geben,
den der Landstreicher Nachts scheinbar regelmäßig nutzt um ins Haus zu kommen und Graham zu terrorisieren.
Schließlich hetzt Graham die Polizei auf den Obdachlosen, welche jedoch nichts unternehmen kann oder will.
Direkt danach beginnt eine Mordserie in der Nachbarschaft. Graham ist sicher dass es der Landstreicher war-
doch Chief Barfuss (Michael Ironside) von der Polizei findet Beweise im Haus, die eindeutig auf Graham deuten...

"Scary", dessen sehr viel besser passender Originaltitel schlicht und einfach "The Vagrant" lautet, ist eine kleine, unbeachtete Perle.
Der Film hatte in Deutschland das Problem einer eher unpassenden Vermarktung (auch wegen des deutschen Untertitels) als Horrorfilm-
welcher noch dazu trotz FSK 18 geschnitten wurde (drei eher harmlose, aber "geschmacklose" Handlungsszenen).
Dabei handelt es sich hier um eine schwarzhumorige Horrorkomödie- deren wenige Gewaltszenen ungekürzt sind. Muss man nicht verstehen...
Obwohl der Film sich größtenteils nicht ernst nimmt, kommen Spannung und Thrill nicht zu kurz- auch die Besetzung ist passend gewählt.

7/10

Retro

Update:

KILLING DESPERATION



Peggy Blankenship, Ehefrau und Mutter, wird von über 40 Axthieben erschlagen in ihrem Haus aufgefunden.
Schnell gerät der Verdacht auf Candy Morrison (Barbara Hershey), welche eine Affäre mit Peggy's Mann hatte.
Sie wendet sich an den Anwalt Ed Reivers (Brian Dennehy), welchem sie die Tat gesteht- aber nicht genau sagen kann wie es dazu kam.
Unter der Leitung von Dr. Beardsley (Hal Holbrook) wird Candy unter Hypnose versetzt, was überraschendes zu Tage fördert...

Trotz guter Darsteller und einem halbwegs bekannten Regisseur (Stephen Gyllenhaal) ist Killing Desperation zu jeder Zeit
als eher günstig produzierte TV-Produktion zu erkennen.
Die Geschichte kommt eher behäbig ohne Action oder Brutalitäten daher und wirkt wie eine "True Crime"-Verfilmung,
wobei es keine Hinweise im Film oder auf dem Cover gibt, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt.
Insgesamt durchschnittliche TV-Thriller-Kost, anschaubar, aber nichts was man sich unbedingt als DVD wünschen würde.

5/10

Retro

Update:

TWICE DEAD - DU STIRBST NUR ZWEIMAL



Familie Cates erbt ein altes, etwas abgelegenes, aber großes Haus welches schon lange leer steht.
Natürlich will man da auch sofort einziehen- obwohl sich das Haus als ziemliche Bruchbude entpuppt, in der es auch noch spuken soll.
Vor 50 Jahren hat sich dort nämlich ein Verwandter der Cates, ein durchgeknallter Schauspieler, umgebracht.
Schon am ersten Tag gibt es Probleme mit einer jugendlichen Bande peinlicher Mode-Punks,
welche vor dem Haus abhängen und das bisher verlassene Gelände für sich beanspruchen.
Nun sind nicht nur neue Bewohner im Haus, auch die Punks sorgen für Unruhe- was den Geist des verstorbenen eingreifen lässt.
Nun stehen die Cates zwischen den Fronten- einerseits die Punks, andererseits der Geist.
Aber vielleicht ist dieser ja sogar nützlich, zumindest um die Punks loszuwerden...

Twice Dead ist ordentlich inszeniert und ausser bei den peinlich-Punks auch annehmbar besetzt-
hat aber leider einige Schwächen, die ihn ins Mittelmaß drücken. Stellweise kann man nicht sagen was der Film denn nun sein will.
Für Horror zu seicht, die jugendlichen Terror-Böslinge zu lächerlich, oft (vor allem am Ende) ins trashige abrutschend-
und das Potential, welches die Geschichte rund um drei verschiedene Parteien bietet wurde nur im Ansatz ausgenutzt.
Immerhin ist der Film recht flott, mit etwa 80 Minuten angenehm kurz- und gegen Ende gibt's noch ein paar brutalere Szenen zu sehen.

5/10

Die VHS ist in 4:3 Open Matte, was sich nicht nur mehrmals durch ein deutlich Sichtbares Mikrofon am oberen Bildrand bemerkbar macht,
sondern auch beim Motorrad-Kill deutlich die Schienen zeigt, in denen das Motorrad sich ohne Fahrer bewegt...
"Twice Dead" ist auch auf DVD (in 1,85:1) erschienen, aber nur in schon lange nicht mehr erhältlichen limitierten Hartboxen.

Retro

Update:

BORN TO RIDE



Die USA, 1939. Grady Westfall (John Stamos) ist mit seiner schweren Harley Davidson unterwegs und prollt sich durch die Gegend.
Als er es mal wieder übertreibt und die Tochter eines Offiziers (Teri Polo) anbaggert landet er im Gefängnis,
wo er dank seiner Erfahrung mit Motorrädern ein Angebot der Army kriegt:
Eine Weile im Knast schmoren- oder der Army beitreten und dort einer bisher berittenen Einheit beibringen,
wie sie sich in Zukunft auf den neu angeschafften Harley Davidson-Bikes zu verhalten hat.
Natürlich stimmt er dem Deal zu- schließlich ist dann auch das Mädel in seiner Reichweite.
In kürzester Zeit lernt der Trupp unter Grady's Anleitung recht unkonventionell und mit Alkohol das Motorradfahren.
Als jedoch überraschend schnell eine geheime Mission ansteht,
bei der die Einheit zur Tarnung an einem Motorradrennen in Spanien teilnehmen soll, schließt sich Grady sogar freiwillig an...

An sich ganz nette Unterhaltung ohne jeglichen Tiefgang- wenn nur Hauptdarsteller John Stamos nicht so schleimig-unsympathisch wäre.
So wechseln sich prollige Angeber-Szenen mit Prügeleien und der unvermeidlichen Liebesgeschichte ab.
Der Soundtrack ist zwar sehr angenehm rockig, aber zeitlich zur Story mal so überhaupt nicht passend.
Leider wirken auch viele Szenen im Film verdächtig unecht, da dürfte so manche Biker-Szene nicht auf zwei Rädern,
sondern auf einem Anhänger gedreht worden sein.
Freunde von alten Harleys, wie sie damals wirklich zu militärischen Zwecken eingesetzt wurden, kommen aber auf ihre kosten.

4/10

Die VHS kommt im 1,33:1 Vollbild daher, Originalformat ist 1,85:1- was in manchen Szenen auch auffällt, aber noch im Rahmen bleibt.

Retro

Update:

THE UNDERCOVER MAN (KAMPF GEGEN DIE MAFIA bzw. DER GRAUE WOLF) Remake bzw. Spielfilm



FBI-Agent Vincent Terranova (Ken Wahl) wird als Koch in das Haus des zwielichtigen Unternehmers Paul Callender (Ted Levine) eingeschleust.
Bei einer vom FBI unter der Führung von Frank McPike (Jonathan Banks) inszenierten scheinbaren Entführung von Callendar's Sohn Alex
greift Vincent ein und rettet diesen- was ihm den Aufstieg zum Bodyguard und das Vertrauen von Paul Callender persönlich einbringt.
Schon bald muss Vincent allerdings feststellen, dass Paul Callender nicht nur ein Gangster ist, sondern auch ein eiskalter Psychopath,
welcher selbst in den eigenen Reihen wegen Kleinigkeiten über Leichen geht.
Dass Callender's Frau Emma (Debrah Farentino) sich für Vincent interessiert macht daher das ganze nicht einfacher...

Auch die Spielfilm-Variante der "Kampf gegen die Mafia"-Serie hat es in Deutschland bisher nur auf VHS geschafft.
Erwartungsgemäß war hier wohl ein größeres Budget vorhanden als beim Serien-Pilotfilm, was man auch durchaus bemerkt.
Trotzdem ist auch diese Version des Stoffes mehr Thriller als Actionfilm, was sicher auch auf den angeschlagenen Gesundheitszustand
von Ken Wahl zurückzuführen war, welcher in diesem Film sichtbar an Gewicht zugelegt hat.

6/10

Retro

Update:

FINAL OVERKILL



Drei junge Frauen wollen sich in Mexico ein schönes Wochenende machen.
Schon kurz nach der Grenze werden sie von ein paar jungen Männern aus dem Auto zu einer Party einladen, und nehmen an.
Recht schnell werden die Mädels dann allerdings von ihren Gastgebern belästigt, so dass sie alles liegen lassen und die Flucht ergreifen.
Die Schnauze voll von diesem Erlebnis wollen sie zurück nach Hause- doch an der Grenze zu Amerika endet ihr Weg.
Da sie keine Papiere vorlegen können, diese sind im Haus der Männer geblieben, werden sie verhaftet-
und sind wieder sexuellen Angriffen, diesmal von Seiten der Grenzbeamten ausgeliefert...

Was für eine üble, extremst Klischeebeladene Mogelpackung. Der Originaltitel lautet "Hostile Intentions" und ist deutlich passender.
Leider hat man in Deutschland wohl gedacht ein reisserischer Titel sorgt für mehr Umsatz- klingt ja nach krachender Action und Gewalt.
Nix da, der Film ist eher ein Drama mit einem Schuss Action-
und von den Klischees abgesehen ist er für eine eher unbekannte Billigproduktion sogar erträglich.

4/10

Retro

Update:

DROP ZONE



Ein scheinbarer Routine-Auftrag, Begleitschutz für den inhaftierten Computerhacker Leedy, welcher verlegt werden soll läuft aus dem Ruder.
Dieser soll per Flugzeug und von den US-Marshals und Brüdern Pete und Terry Nessip begleitet in ein Hochsicherheitsgefängnis überführt werden.
Im Flugzeug kommt es zu einer spektakulären Entführung- der schmierige Gangster Ty Moncrief (Gary Busey) und seine Männer
sprengen in großer Höhe ein Loch in die Aussenwand des Fliegers und springen mit Leedy einfach raus.
Beim Versuch das zu verhindern stirbt Terry Nessip, sein Bruder Pete (Wesley Snipes) übersteht alles zwar unbeschadet-
aber niemand glaubt seine Entführungs-Geschichte, da der Flieger sehr hoch flog, und keiner der Beteiligten sichtbare Fallschirme trug.
Die einzige Erklärung die Pete bleibt wären professionelle, sehr risikobereite Fallschirmspringer mit spezieller Ausrüstung.
Also beginnt er in einem nahe gelegen Fallschirmspringerclub zu ermitteln- und bei der Springerin Jessie (Yancy Butler) Skydiven zu lernen...

John Badhams unterhaltsames Action-Vehikel punktet vor allem durch viele schön gefilmte Skydiver-Szenen,
auch wenn so manche Tricks und einkopierte Szenen aus heutiger Sicht eher schlecht gealtert sind.
Die Darsteller spulen ihr Programm ohne höhen und tiefen runter, wobei Busey wie üblich gekonnt den schmierigen Arsch spielt-
und Snipes zwar auch gut dabei ist, aber keinerlei Trauer wegen des verstorbenen Bruders zeigt.
Zu cool gespielt oder laut Drehbuch so gewollt? Keine Ahnung.
Sehr auffällig ist hier teilweise auch der Soundtrack von Hans Zimmer. Nicht weil der hier so überragend toll (wenn auch passend) ist,
sondern weil man Teile davon Jahre später aufgepeppt in einer völlig anders gelagerten, sehr erfolgreichen Filmreihe noch mal zu hören kriegt.

6/10

Was macht denn der nicht gerade unbekannte, und vor allem problemlos auf DVD erhältliche "Drop Zone" hier im Thread?
Überraschung- dieser kleine Mainstream-Actioner ist (beinahe weltweit, ausser in den USA) auf DVD nur gekürzt erhältlich. Die VHS ist uncut.
Es handelt sich zwar nur gerade mal um 11 Sekunden die auch eher unwichtig sind- die beiden kurzen Schnitte sind (eher harmlose) Gewaltszenen,
nämlich ein Tritt ins Gesicht und das Ergebnis vom einquetschen einer Frau im Kopierer- wobei ihr Gesicht ausgedruckt wird.
Nicht besonders tragisch, aber doch erwähnenswert. Ich habe das jedenfalls nur zufällig mitgekriegt.

Retro

Update:

THE BASE



Army-Offizier Murphy (Mark Dacascos) soll mit seinen Männern einen mexikanischen Drogenbaron in die USA überführen,
allerdings scheint weiter oben jemand zu sitzen, der geheime Informationen weiterleitet-
die Truppe wird erwartet und beinahe komplett ausgelöscht. Lediglich Murphy überlebt den Einsatz.
Sein direkter Vorgesetzter vermutet den oder die Verräter in einem speziellen Army Basis-Camp, denn dort gab es einen ungewöhnlichen Vorfall:
Ein Soldat wollte seinen Vorgesetzten übergehen und eine Nachricht direkt ganz nach oben leiten- wurde aber unter unklaren Umständen getötet.
Also schickt man Murphy unter falschem Namen und mit niedrigem Rang Undercover dort hin, wo er herausfinden soll was dort schief läuft.
Relativ schnell kann gewinnt er das Vertrauen der dortigen Truppe- und wird schon bald Zeuge von Drogenhandel und Morden.
Murphy muss mitspielen um nicht aufzufliegen was ihn psychisch an seine Grenzen bringt, als man ihm trotzdem auf die Spur kommt wird es gefährlich...

"The Base" ist typische Videotheken B-Action, wie es sie damals Haufenweise gab. Unterhaltsam, solide inszeniert, aber inhaltlich einfach belanglos.
Speziell dieser Film profitiert natürlich von Mark Dacascos, welcher neben viel Geballer auch mal seine Martial Arts-Künste einsetzen darf-
sowie von Mark L. Lester's routinierter Regie, welche auch für eine gewisse Härte des Films sorgt.
Freunde blutiger Einschüsse und netter Explosionen, sowie generell solcher Filme dürfen zugreifen!

6/10

In der Schweiz gab es eine DVD von "The Base", diese ist aber schon lange nicht mehr erhältlich. Auf eine Neuauflage braucht man wohl nicht hoffen.

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