Autor Thema: Meine VHS-Sammlung - Größtenteils nicht in Deutschland auf DVD erhältlich!  (Gelesen 5222 mal)

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Offline phant

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Ich würde hier auch mal was vorstellen, allerdings weiß ich nicht, wie ich hier die Cover so schön groß in das Textfeld bekomme  :bawling: ...

Vom Text kann ich es auch nicht so gut ...  :bawling:

Ab wann zählt ein Film in der ofdb.de als Hardcore  :00000109: Z.B. "Caligula" zählt hier nicht als Hardcore, "Story of Joanna" zählt hier als HC, darf ich ihn trotzdem hier vorstellen, das Cover ist erotisch aber nicht HC  :unknown:
"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen." (Kurt Tucholsky)

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Cover einscannen, dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm auf die richtige Größe bringen.  :icon_razz:
Ich nutze dafür das kostenlose Programm "photoscape", welches man sich z.B. bei chip.de runterladen kann.

Und Text... je mehr man schreibt, desto geübter wird man.
Auch meine Texte sind sicher nicht perfekt, aber mit Sicherheit schon besser als vor ein paar Jahren.  ;)
Ist ja auch nur Spaß und Hobby - da sollten Mitleser keine Perfektion erwarten.

MIR persönlich ist es ziemlich egal ob ein Film irgendwo als "Hardcore" eingestuft wurde, wenn er es nicht ist-
oder zumindest eine richtige Handlung besitzt.
"Caligula" ist für mich auch kein Hardcore- trotz ein paar expliziter Szenen.
Dass manche das anders sehen, ist mir aber durch diverse Diskussionen nicht unbekannt...

Offline phant

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Ja, Photoscape ist cool, konnte ich mir gratis im App Store runterladen  :love:, möchte ich gerne in Zukunft für meine LD-Photos benutzen zum Ausrichten  :gamer:, das vorinstallierte Fotos (früher iPhoto) ist nämlich Müll  :icon_sad: ... wenn Du es auch benutzt, weiß ich schon mal, daß ich damit nicht ganz verkehrt liege  ;) ...

Scannen von Covern kann ich inzwischen  :banana:, es ging mir eher darum, wie bekommst Du die Scans hier in das Textfeld, ich kann ich nur "Anhänge" benutzen  :eek: ... hast Du nicht mal was von irgendeinem "Uploader" bei der Korrektur zu "KISS - The Phantom of the Park" gesagt ...  :thinking: ... :question:
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https://www.pic-upload.de/  ;) Dann das zurechtgestutze Bild dort reinladen und den "Bild für Foren" Link rüberkopieren.

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MURDERED INNOCENCE

Die Eltern von Scott wurden getötet, dank seiner Aussage wurde der Täter aber gefasst und ins Gefängnis gesteckt.
20 Jahre später bricht dieser aus, und hat nur einen Gedanken: Rache an Scott, der ihn ins Gefängnis brachte.
Scott ist zur gleichen Zeit mit einer mysteriösen Tramperin unterwegs- hat sie mit dem Fall zu tun?

Regisseur Frank Coraci's erster Film ist auch sein einziger, nicht sehr überzeugender Thriller.
Danach drehte er nur noch äusserst flache und (für meinem Geschmack) komplett unlustige Komödien.
Scheinbar hat er im Komödienfach mehr Erfolg, auch wenn mir keine davon zusagt- zumindest diejenigen, welche ich kenne.
Abgesehen von Jason Miller (Exorzist 1 & 3) sind die Darsteller hier komplett unbekannt- und das hat auch einen Grund.
Darstellerisch ist der Film extrem schwach, alles wirkt sehr billig, ist meist langweilig und es kommt nur selten Spannung auf.
Auf dem Backcover steht allerdings "Action-Thriller bester Hitchcock-Klasse", sowie "Rasant, spannend, lebensgefährlich".
Dann ist mein Filmgeschmack und Verständnis von zumindest etwas Qualität in allen Bereichen wohl komplett im Eimer.

3/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 00:59:02 von Retro »

Offline phant

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https://www.pic-upload.de/  ;) Dann das zurechtgestutze Bild dort reinladen und den "Bild für Foren" Link rüberkopieren.

... besten Dank, probier ich mal  :respekt: ...
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DER LIQUIDATOR

Der Profikiller Holland (Charles Bronson) hat sich zur Ruhe gesetzt.
Als er erfährt, dass George, ein alter Freund von ihm in Lateinamerika zu Tode gefoltert wurde, greift er noch einmal zur Waffe.
Der Täter, von allen nur "Der Doktor" genannt, ist ein Spezialist im Foltern- und "bestraft" im Auftrag der Staatsführung rebellische Personen.
Bei seinen Nachforschungen stößt Holland auf eine extrem hohe Anzahl an absolut unmenschlichen Folterungen-
welche oft sogar als Video aufgezeichnet wurden, und als eine Art "Wissenschaftliche Untersuchung" dargestellt werden.
Durch die Entführung der Schwester vom "Doktor" kann er ihn zu einer abgelegenen Mine locken, wo der Film anders endet, als gedacht...

Charles Bronson's thematisch wohl härtester Film, obwohl die Darstellung der Gewalttaten nicht übermäßig gezeigt wird.
Regisseur J.Lee Thompson hat ja schon oft mit Bronson gearbeitet, und generell einige durchaus brauchbare Filme gedreht-
auch wenn er nie zu den "ganz großen" Regisseuren gehörte.
Auch der "Liquidator" ist ein durchaus gelungener Film, lebt aber weniger von seiner Story, sondern mehr von brutaler Action.
Schließlich geht es hier ausschließlich um Folter und Selbstjustiz.

8/10

"Der Liquidator" ist zwar schon 2002 offiziell von Columbia auf DVD erschienen, wurde aber nie neu aufgelegt.
Der Grund dürfte die immer noch gültige, 2010 sogar verlängerte Indizierung des Films sein.
Von daher leider schwer zu finden, und wenn dann eher teuer- das gilt für VHS und DVD.
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 00:59:13 von Retro »

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BAD MOON

Eine Expedition in Nepal wird von einem Werwolf angegriffen. Journalist Ted Harrison Überlebt schwer verletzt, seine Frau wird getötet.
Seitdem verwandelt er sich im Mondschein selbst zu einem Werwolf, was ihm durchaus bewusst, aber nicht zu verhindern ist.
Nachdem ihm immer mehr Menschen zum Opfer fallen, bleibt ihm nur noch ein letzter Versuch, das ganze verhindern zu können.
Er zieht zu seiner Schwester und deren Sohn auf's Land, und hofft, dass die starke Bindung der Familie hilft, die Verwandlungen zu unterdrücken.
Schon bei seiner Ankunft spürt Thor, der Schäferhund der Familie, dass mit Ted etwas nicht stimmt- und beobachtet ihn argwöhnisch.
Ted erklärt, dass er Nachts gerne Waldläufe unternimmt, doch in Wirklichkeit kettet er sich Nachts an einen Baum, um niemanden zu gefährden.
Doch nicht immer schafft er das vor der Verwandlung- und schon bald findet man im Wald eine zerfetzte Leiche.
Die Polizei verdächtigt Thor, da er einige unerklärliche blutige Schrammen hat, und daraufhin von Hundefängern der Familie entrissen wird.
Dumm nur, dass Thor der einzige Schutz der Familie war, welcher sich die Verletzungen bei einem Kampf gegen den Werwolf zugezogen hat...

Eric Red's "Bad Moon" gehört meines Erachtens bis heute zu den gelungensten Werwolf-Filmen überhaupt.
Der Film präsentiert zudem mit Michael Paré und Mariel Hemingway zwei überzeugende Hauptdarsteller,
welche beide von durchaus "besseren" Produktionen irgendwann zu Asylum (Hemingway) oder Boll-Produktionen (Paré) abgestürzt sind.
Immerhin ist zumindest Michael Paré heute auch immer wieder in teureren Filmen wie "Bone Tomahawk" oder "Der Mandant" zu sehen.
Ein großer Teil des Films spielt in einem Wald, und es gibt nur wenige Darsteller im Film-
viel Geld war für "Bad Moon" vermutlich nicht vorhanden, aber das fällt kaum auf.
Die Atmosphäre des Films ist schön düster, und obwohl recht schnell klar ist, um wen es sich bei dem Werwolf handelt, bleibt es spannend.
Auch die Tricks (kein CGI!) sind größtenteils gelungen, lediglich die Verwandlung gegen Ende wirkt, wohl dem Budget geschuldet, eher billig.
Trotz FSK 16 ist "Bad Moon" übrigens mit seinen kurzen 77 Minuten ungekürzt, und hat auch ein paar blutige Szenen zu bieten.
Hervorheben muss man auch "Thor", den Schäferhund: Sehr gut dressiert- und das "Augenduell" mit dem Werwolf ist sehr intensiv dargestellt.
Zu guter letzt kann der Film auch noch mit ein wenig (passendem) schwarzen Humor punkten.

8/10

DIE LEGENDE VOM WERWOLF

Frankreich, Anfang des 19. Jahrhunderts:
Etoile wurde als Kind von Wölfen aufgezogen und beschützt, bis er als 10-jähriger im Wald angeschossen, und von einem Wanderzirkus entdeckt wird.
Dort sieht man in dem "Wolfsjungen" natürlich eine Sensation, welche die zukünftige Hauptattraktion werden soll.
Jahre später ist Etoile zu einem zivilisierten Mann geworden, und arbeitet in einem kleinen, heruntergekommenen Dorf-Zoo.
Als Menschen von Wölfen angefallen werden, vermutet man, dass die alten Wölfe des Zoo dahinterstecken- weshalb alle getötet werden müssen.
Widerwillig übernimmt Etoile diese Aufgabe, doch diese Tat verändert sein Leben für immer...

Es gibt immer noch Perlen des UK-Horrorfilms der 70'er, welche auf eine DVD-Veröffentlichung warten.
"Legend of a Werewolf" wurde 1975 von Kult-Regisseur Freddie Francis gedreht,
welcher auch einige Filme für die "Hammer" und "Amicus" Studios ablieferte. In der Hauptrolle ist Peter Cushing zu sehen.
Klingt gut? Stimmt. Ist auch durchaus in Ordnung , sofern man Fan der erwähnten Filmstudios ist,
und ein wenig Geduld für die sehr ruhige erste Hälfte des Films aufbringt.
"Die Legende vom Werwolf" beginnt nämlich eher wie ein klassischer Sherlock Holmes-Krimi, bevor er später in den Horror-Bereich abdriftet.
Die Werwolf-Maske ist überzeugend, und die Morde angenehm blutig wie man es von einem Film diese Alters erwartet.
Leider zieht das Ende den ansonsten durchaus eher positiven Gesamteindruck doch etwas herunter.
Und das Cover der VHS... was soll DAS denn? Albert Einstein verwandelt sich in einen Löwen? In einem Werwolf-Film??

6/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 00:59:26 von Retro »

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CAMPFIRE TALES

Vier junge Leute sind Nachts in ihrem Auto unterwegs, als sie mitten im Wald eine Panne haben.
Zu Fuß ist es zu weit, vernünftiges Licht haben sie auch nicht- also beschließen sie ein Lagerfeuer zu machen,
und sich bis zum morgen mit Gruselgeschichten wachzuhalten.

Honeymoon
Ein junges Paar ist mit einem Campingbus unterwegs.
Nachts machen sie einen Zwischenstop, wobei ein seltsamer Mann sie warnt, das Fahrzeug nicht zu verlassen.
Bei der Weiterfahrt geht allerdings das Benzin aus...

People Can Lick Too
Die Eltern der 11-jährigen Amanda sind unterwegs, ihre ältere Schwester soll aufpassen, geht aber mit einer Freundin weg.
Amanda vertreibt sich die Zeit in Internet-Chatrooms, doch sie hätte dort besser nicht erzählt, dass sie alleine zu Hause ist-
denn ihre vermeintliche Internetfreundin Jessica entpuppt sich als psychopathischer Killer...

The Locket
Scott, ein junger Motorradfahrer, hat Nachts und mitten im starken Regen in einer einsamen Gegend eine Panne.
Er geht zu einem nahegelegenen Haus, wo er von der stummen, aber freundlichen Heather hereingelassen wird.
Die beiden sind sich sofort sympathisch, doch seine Anwesenheit scheint Visionen von Geistern bei beiden auszulösen...

Eingepackt in eine Rahmenhandlung werden hier drei Kurzgeschichten erzählt, welche, wie oft in solchen Filmen,
qualitativ ziemlich unterschiedlich daherkommen- aber für eine Kurzgeschichtensammlung sogar blutig ausgefallen sind.
"Honeymoon" ist komplett vorhersehbar, und wird noch dazu durch die Pseudo-Sexszene gestreckt. Eher unspannend.
"People" dagegen ist sehr spannend, Psychoterror, der schon 1997 die Gefahren von unbekannten Internetkontakten zeigt.
"Locket" beginnt ruhig, ist aber sehr atmosphärisch und angenehm altmodisch gruselig erzählt.
Auch die Rahmenhandlung endet nach der dritten Geschichte interessant, so dass man "Campfire Tales" empfehlen kann.

7/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 00:59:41 von Retro »

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STARFIGHT

Alex Rogan (Lance Guest) lebt in einem Trailerpark. Neben seiner Freundin Maggie (Catherine Mary Stewart)
ist die einzige Abwechslung von diesem eher langweiligen Leben der dort aufgestellte Arcade-Automat "Starfighter".
Als er eines Tages den Highscore knackt, bekommt er Besuch von einem Mann namens Centauri (Robert Preston), welcher ihm erklärt,
dass der Automat nicht nur zur Unterhaltung hier steht, sondern zur Rekrutierung besonders begabter Starfighter-Piloten.
Zunächst ist Alex natürlich misstraurisch, bis ihn Centauri in seinem fliegenden DeLorean zu einer Raumstation bringt.
Alex wird erklärt, dass eine fremde Rasse die Herrschaft der kompletten Galaxis übernehmen will,
und auf jedem bewohnten Planeten daher "Starfighter" zur Abwehr der drohenden Invasion gesucht werden.
Die Aufgabe scheint aber doch eine Nummer zu groß für Alex, so dass er sich wieder von Centauri zur Erde bringen lässt.
Dieser gibt ihm allerdings einen Kommunikator zur Kontaktaufnahme, falls Alex es sich anders überlegen sollte.
Zurück im Trailerpark dauert es nicht lange bis ein ausserirdisches Wesen,
welches den beiden unbemerkt zur Erde folgte, Alex angreift, aber abgewehrt werden kann.
Die Lage ist also ernst- mit dem herbeigerufenen Centauri fliegt Alex zurück zur Raumstation-
welche inzwischen durch einen Angriff der Invasoren beinahe völlig zerstört wurde- und den alle anderen Starfighter nicht überlebt haben.
Alex ist nun die letzte Hoffnung für ein überleben der Menschen und anderer Rassen in der Galaxis...

Ja, schon VOR dem allseits bekannten anderen umgebauten DeLorean gab es so etwas schon einmal.
Nur, dass dieser Film, für mich völlig unverständlich, eher untergegangen ist.
"Starfight" war der erste Spielfilm, in dem die damals recht neue CGI-Technik sehr umfangreich eingesetzt wurde.
Aus heutiger Sicht wirkt das zwar eher belustigend, vor allem wenn man den Film das erste mal sieht-
aber damals waren das geradezu unglaubliche Tricks, völlig anders als bisherige Weltraumschlachten und ähnliches.
Die Besetzung ist sehr gut gelungen, die Masken der ausserirdischen sehen auch gut aus,
generell stimmt hier die Mischung von Action und Science Fiction mit einem Schuss Teenie-Komödie.
Um so unverständlicher, warum es auch hier keine DVD oder Blu-ray in Deutschland gibt.
Alleine schon durch die damals herausragende, neue Tricktechnik
sollte der Film doch auch "Filmhistorisch" interessierten Leuten auf aktuellen Medien zugänglich gemacht werden.
Zumal auch der Rest des Films sehr sympathisch rüberkommt- ein echtes Highlight der 80'er!

10/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 00:59:50 von Retro »

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Splatter-Update:​

DAS CAMP DES GRAUENS 2

In einem Feriencamp werden nach und nach alle Jugendlichen umgebracht.

Klingt nach wenig Handlung? Und wie schon diverse male dagewesen? Stimmt auffallend...
Das einzige, was diesen lahmen "Freitag der 13te"-Klon interessant macht sind ein paar derbe Morde,
welche in der VHS-Erstauflage von New Vision trotz FSK 18 beinahe komplett entfernt wurden.
Screen Power hat den Film einige Jahre später uncut mit dem Originaltitel veröffentlicht.
Okay, die Anspielungen auf andere Horrorklassiker sind noch ganz nett, können den Film aber bei weitem nicht retten.
Alle Darsteller, auch Angela Springsteen in der Hauptrolle, sind komplett unbegabt, benehmen sich komplett bescheuert,
und haben keinerlei sinnvolle Dialoge abgekriegt. Und ich bezweifle, dass das im Originalton anders ist.

3/10

NACKT UND ZERFLEISCHT

Ein Team Fernsehreporter ist in den brasilianischen Urwald unterwegs, um eine Reportage über die vermeintlich grausamen Kannibalen dort zu drehen.
Als man zwei Monate nichts mehr von ihnen hört, wird ein weiteres Team hinterhergeschickt-
welches allerdings nur einige Skelette, sowie die Technik und Aufnahmen des ersten Teams vorfindet.
Zurück in der Heimat wird das aufgenommene Material gesichtet- und der Inhalt erstaunt alle:
Während die Kannibalen trotz uns grausam und ekelhaft erscheinender Rituale eher friedlich leben, entpuppt sich das TV-Team als Sadisten,
welche das Volk der "Wilden" misshandeln und vergewaltigen.
Wen wundert es da, dass sich die Kannibalen das nicht lange gefallen lassen?

Es ist kaum zu glauben, aber Ruggero Deodato's Kannibalengemetzel gehört wirklich zu den besseren Werken dieses Genres.
Das liegt wohl in erster Linie daran, dass man hier sogar eine nicht uninteressante Geschichte erzählt,
und die Kannibalen genau genommen nur eine Nebenrolle einnehmen, und die wahren "Wilden" die Sensationsgeilen Pressefuzzis sind.
Einige Darsteller hat man etwa zur selben Zeit in meist ähnlichen Produktionen schon mal gesehen- fallen aber sonst nicht auf.
Die teils extrem grausamen Szenen sind sehr realistisch gehalten,
es hielten sich auch lange Zeit Gerüchte, dass für einige der Szenen echte Leichen verwendet wurden.
Diese Szenen konnten allerdings später mittels Aufnahmen vom Dreh als (extrem gute) Tricks nachgewiesen werden.
Leider sind auch in diesem Film die damals in dem Genre üblichen Tiersnuff-Szenen zu sehen,
was auch ein Grund ist, warum ich den handwerklich ansonsten gut gemachten Film keinesfalls empfehlen kann, und nicht bewerte.

Es existieren diverse VHS, DVDs und Blu-rays von verschiedenen Anbietern, von stark geschnitten bis komplett uncut ist alles dabei.
Die gezeigte VHS ist ungeschnitten, in Deutschland ist der Film allerdings in keiner Fassung mehr legal zu kriegen.
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:00:14 von Retro »

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HOCHZEIT DES GRAUENS

Die selbsternannte Architektin Barbara präsentiert ihrem Verlobten David ihr selbst entworfenes und gebautes Traumhaus.
Ein unförmiges, seltsam verbautes Ungetüm aus Holz, welches mitten im Wald, fernab jeglicher Zivilisation liegt.
David ist zwar wenig begeistert, willigt aber trotzdem in die Hochzeit mit Barbara,
und dem damit zusammenhängenden Umzug in ihr "Traumhaus" ein.
Schließlich hat die Verbindung zu Barbara auch Vorteile, denn David arbeitet in der Firma von ihrem Vater,
welcher aber nicht sonderlich viel von ihm hält- und ihn am liebsten loswerden möchte.
Durchaus zu Recht, denn schon auf der Hochzeitsfeier findet Barbara ihren Ehemann im Bett mit seiner Ex.
Sie greift ihn mit einer herumliegenden Schere an, verletzt ihn, und verschwindet danach spurlos.
Worum es genau ging, hat keiner der Gäste mitgekriegt, so dass David nach wie vor seinen Arbeitsplatz behält,
und sogar auf privater Ebene mit Barbara's Vater besser klar kommt.
Denn dieser denkt, seine etwas durchgeknallte Tochter habe einfach Panik gekriegt, und sei mal wieder abgehauen.
David macht es sich nun mit Ellen, seiner Ex-und-jetzt-wieder-Freundin in seiner alten Wohnung gemütlich.
Allerdings nicht lange- denn anonyme Anrufe, seltsame Geschenke per Post und blutige Hinterlassenschaften in der Wohnung
werden zum festen Bestandteil im Leben der beiden.
Auch Barbara's Vater erfährt von David's Geliebter, was diesem natürlich nicht gefällt-
und so wird es zuviel für Ellen, welche aus dem gemeinsamen Liebesnest verschwindet.
Die anonyme Anruferin richtet David schöne Grüße von Barbara aus, und bestellt ihn in das Holzhaus...

Ein kleines Highlight, welches komplett ohne bekannte Namen auskommt, und wohl mit nur kleinem Budget gedreht wurde.
Regie, Kamera und Darsteller arbeiten ordentlich, nur die Synchro wirkt leider mal wieder arg billig.
An Effekten wurde bewusst gespart, die unheilvolle Stimmung kommt durch das Spiel der Darsteller,
die durchweg gelungenen Alptraumsequenzen, und die im späteren Verlauf des Films meist unheimliche Musik auf.
Leider ist der in gruseligen Szenen so gut passende Soundtrack gleichzeitig ein Schwachpunkt des Films,
da dieser ansonsten absolut nervig und unpassend rüberkommt. Was man sich dabei gedacht hat, ist mir ein Rätsel...
Die Auflösung des Films kommt allerdings wirklich überraschend, und vergleichsweise brutal daher.

7/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:00:27 von Retro »

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NIGHTFLYER

Ein Team Wissenschaftler ist mit dem gecharterten Raumschiff Nightflyer unterwegs, um ausserirdisches Leben zu erforschen,
und eine angeblich seit Anbeginn der Zeit existierende Rasse zu finden.
Die Nightflyer wird überraschenderweise von einem Computer gesteuert, welcher als Hologramm-Captain auftritt.
Schon bald geschehen seltsame Unfälle an Bord, es gibt tote- und auch der Holo-Captain scheint hier nicht das sagen zu haben...

Die Grundidee ist mal etwas anders, zumindest keine Standard-Story.
Allerdings war hier wohl kaum Budget am Start, denn das innere das Raumschiffs sieht nie nach einem solchen aus-
eher nach alten Lagerhallen oder der Eingangshalle eines Hotels.
Alles im inneren wirkt inszeniert, künstlich und unecht- die wenigen Außenaufnahmen der Nightflyer sehen aber ganz nett aus.
Den großteils unbekannten Darstellern muss man zwar diverse Frisurenverbrechen vorwerfen, sonst ist alles im Durchschnitt-
lediglich Catherine Mary Stewart habe ich schon in vielen Filmen gesehen- auch schon in diesem VHS-Thread.
Die Geschichte ist generell sehr ruhig erzählt, es passiert gerade genug damit man sich nicht langweilt-
aber wirklich Spannend wird es auch nicht.
Immerhin überrascht Nightflyer mit einer ziemlich fiesen Szene- da wundert es mich, dass der Film ungekürzt eine FSK 16 gekriegt hat.
Trotz deutlich vorhandener Schwächen bietet der Film noch angenehme Unterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

5/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:00:35 von Retro »

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MADE IN USA

Die Kumpels Dar (Adrian Pasdar) und Tuck (Chris Penn) leben in einer öden Kleinstadt in Pennsylvania,
stammen aus zerrütteten Familien, die Industrie hat das Land zerstört, und Jobs gibt es auch nirgends mehr.
Eines Tages haben beide die Schnauze voll, klauen ein Auto- und fahren quer durch die USA in Richtung Kalifornien.
Was man zum Leben braucht wird geklaut, ebenso wie immer wieder andere Autos.
Das ändert sich, als die beiden Annie (Lori Singer) kennenlernen und mitnehmen- allerdings nicht zum guten.
Annie's komplette Familie starb an Dioxinvergiftung, und auch sie sieht keinen Sinn mehr in diesem Leben.
Ihr reicht allerdings nicht das was man zum Leben braucht, sie will richtig absahnen-
einen Truck klauen und einen Banküberfall starten zum Beispiel...

Ein Roadmovie, welches mich seit damals als der Film aktuell war, immer wieder beeindruckt.
Hervorragend besetzt und mit einer perfekten Mischung aus Drama, Abenteuer und Action ausgestattet,
kann "Made in USA" ausserdem noch mit einem absolut herausragenden Soundtrack begeistern:
Timbuk 3, Sonic Youth, Tito Larriva, John Hiatt, Fabulous Thunderbirds, Mojo Nixon, Tail Gators.
Die düstere Grundstimmung ist allgegenwärtig, der Film ist so ziemlich das Gegenteil anderer Roadmovies.
Von Centralia, Pannsylvania, wo seit langer Zeit ein unterirdischer Kohlebrand schwelt geht es nach
Harrisburg, Pennsylvania, wo es einen Unfall im Atomkraftwerk gab, weiter nach Times Beach, Missouri,
wo die komplette Gegend Dioxinverseucht ist- über ein dreckiges Indianerreservat in New Mexiko...
Keine schönen Bilder also, welche dieser Film bietet- sondern eher Abbruchhäuser, Ruinen und Elend.
Eine trostlose Wüste in New Mexiko ist noch der schönste Ort, den es hier zu sehen gibt.
Ein Eappy End gibt es für die beiden Freunde trotzdem- wenn auch anders als gedacht.

10/10

DER KOMET

Ein Komet, welcher zuletzt zur Zeit der Dinosaurier an der Erde vorbeizog, und diese damit ausrottete, ist wieder da.
Dumm, wie die Menschen nun mal sind, wird das Ereignis auf den Straßen gefeiert... Ergebnis: Der Großteil der Menschheit ist ausgerottet.
Nur ein paar wenige Menschen, welche zur Zeit des Kometenfluges von Stahl umgeben, und somit abgeschirmt waren, haben überlebt.
Der Rest der Menschheit ist einfach zu Staub zerfallen, bis auf ein paar Zombie-ähnliche gestalten...

Regisseur Thom E. Eberhardt's zweiter Film (Nach "Nur tote überleben") zeigt schon, wohin seine Reise in Zukunft gehen soll.
War sein erster Film noch ein handfester Mystery-Thriller (welcher offensichtlich Vorbild für die "Final Destination" Reihe war),
ist sein Zweitwerk schon deutlich kommerzieller geworden.
Trotz Katastrophenszenario und einer Art Zombies ist grafische Gewaltdarstellung kaum vorhanden,
zudem kommt der Humor hier nicht zu kurz.
Film Nummer drei war dann übrigens der Geniale "Genie und Schnauze", eine Top-Besetzte und sehr gelungene Sherlock Holmes-Parodie.
Danach folgten noch ein paar Durchschnittskomödien, bis er dann im Sumpf der TV-Filme verschwand.
Nun aber zurück zum "Komet":
Die Besetzung ist größtenteils unbekannt, lediglich Catherine Mary Stewart, welche zu dieser Zeit in gefühlt jedem fünften Film auftauchte,
ist auch hier mit dabei.
Der Rest der Darsteller gibt sich zumindest Mühe, die Synchro ist annehmbarer Durchschnitt, und die Masken sind im üblichen Rahmen.
Den Kultstatus, den "Night of the Comet" (OT) bei vielen hat, kann ich nicht nachvollziehen.
Im Grunde ist der Film nur eine bunte Version von "Last Man on Earth" bzw "I am Legend", mit der zur Zeit der 80'er passenden Popmusik.
Zudem hängt der Film in der Mitte ziemlich durch, und die wenigen Angriffe der Zombies sind eher langweilig und blutleer inszeniert.
Auch eine Erklärung für die Zombies gibt es nicht, warum sind die nicht wie allen anderen Menschen zerfallen? Woher kommen die?
Witzig ist allerdings die Szene, in welcher das illegale herstellen der Kopie eines Kinofilms mit dem Tod durch Zombie-Angriff bestraft wird.

4/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:00:54 von Retro »

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DAS ATTENTAT

1963, Jackson, Mississippi. Byron De La Beckwith (James Woods), Mitglied des KKK,
schießt dem schwarzen Bürgerrechtler Medgar Evers vor seinem Haus in den Rücken. Evers stirbt in den Armen seiner Frau (Whoopi Goldberg).
Vor Gericht wird Beckwith vom Gouverneur wie ein Freund begrüßt, und am Ende wird er von einer weißen Jury freigesprochen.
1989. Der Fall Evers wird neu aufgerollt, was sich über mehrere Jahre hinzieht.
Staatsanwalt Bobby DeLaughter (Alec Baldwin) sucht damalige Zeugen auf, findet Beweismittel-
und gewinnt so im Laufe der Zeit das Vertrauen der Witwe. Dabei wird er allerdings selbst zur Zielscheibe...

Unter der Regie von Rob Reiner spielen Alec Baldwin, Whoopi Goldberg, James Woods, Diane Ladd, William H. Macy, Virginia Madsen, Craig T. Nelson und Terry O'Quinn.
Verfilmt wurde ein wahrer Fall, die Aufklärung eines Mordes aus Rassenhass, 30 Jahre nach der Tat. Trotzdem gibt es bis heute keine deutsche DVD.
"Das Attentat" ist überzeugend gespielt, bietet eine gute Balance aus Gerichtsszenen und Ermittlungen- und berichtet von einem durchaus interessanten Fall.
Trotz etwas mehr als 2 Stunden Laufzeit, und keinerlei hineinkonstruierten Wendungen in der Geschichte wird es zu keiner Zeit langweilig.
In den USA war "Ghosts of Mississippi" (OT) ein Flop, und spielte nicht mal die Hälfte seiner Kosten wieder ein. Da reagierte man wohl etwas empfindlich...

8/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:01:03 von Retro »

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GUTE REISE, CHARLIE BROWN

Charlie Brown, Peppermint Patty, Marcie und Linus reisen im Rahmen eines Schüleraustauschprogramms nach Frankreich.
Mit dabei sind natürlich auch Snoopy und Woodstock, welche im Gegensatz zu den anderen erster Klasse reisen, und den meisten Spaß haben.
Vor Ort müssen sich die Peanuts trennen, Patty und Marcie werden in einem Bauernhof freundlich empfangen, Charlie und Linus fahren weiter.
Deren angebliche Unterkunft erweist sich allerdings als nicht zugängliches Schloss mit dem Namen "Chateau des bösen Nachbarn"...

Mit den Peanuts ist es so eine Sache: jeder kennt sie, aber nicht jeder mag sie.
Ich persönlich bin Fan seit Kindheit, und mochte die Filme und TV-Folgen rund um Pechvogel Charlie Brown schon immer.
Wer die Peanuts mag, wird auch den Film lieben, bei nur etwas über 70 Minuten Laufzeit hat man auf überflüssiges Füllmaterial verzichtet,
und setzte auf den von den Comics und der TV-Serie gewohnten, teils recht tiefsinnigen Humor.
Die vier alten, klassischen Trickfilme, welche zwischen 1969 und 1980 herauskamen sind allerdings in Deutschland gar nicht so leicht zu kriegen.
Charlie Brown und seine Freunde (1969) gab es als VHS zu kaufen, wurde aber nie neu aufgelegt- daher selten, und leider nicht in meiner Sammlung.
Snoopy (1972) kam auf Video und auch auf DVD auf den Markt, unter dem Originaltitel "Snoopy come home". Diese steht in meiner Sammlung.
Lauf um dein Leben, Charlie Brown (1977) wurde in Deutschland nur im Kino gezeigt, VHS oder DVD gibt's bei uns nicht.
Gute Reise, Charlie Brown (1980) ist, wie man sieht, immerhin als VHS erschienen, sogar in mehreren Auflagen.
Für Fans sind die Filme pflicht, wer die Peanuts noch nie mochte, wird auch mit den Kinofilmen nichts anfangen können.

9/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:01:12 von Retro »

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NIGHT EYES

Am Hafen von New York wird seit einiger Zeit Mais gelagert, welcher mit Steroiden verseucht ist, und deshalb nicht in den Verkauf gelangen darf.
Für die Ratten der Hafengegend ist das natürlich im wahrsten Sinne des Wortes ein gefundenes Fressen, und sie bedienen sich ausgiebig.
Durch die Steroide wachsen die Ratten allerdings recht schnell auf unnatürliche Größe heran.
Als der Mais schließlich vernichtet wird, müssen sich die Tiere andere Nahrung suchen- und schrecken auch nicht vor Angriffen auf Menschen zurück...

Wieder mal ein Tierhorror-Exemplar, welches es bis heute nur geschnitten in Deutschland zu sehen gibt.
Ich kann nicht mal sagen, WAS geschnitten wurde, da ich die Originalfassung nicht kenne- vermute aber nur Handlungsschnitte.
Im Film ist so oder so keine einzige brutale Szenen erkennbar, man hat den kompletten Film nämlich dermaßen übel abgedunkelt,
dass man in vielen Szenen nur noch raten kann, was dort gerade passiert. Was sollte man da also noch rausschneiden?
Das wundert mich auch nicht besonders, denn wenn man sich die Mühe macht das Bild manuell aufzuhellen, kann man in manchen Szenen die Tricks (zu) gut erkennen:
Die Ratten werden nämlich in einigen Szenen von dressierten und verkleideten Dackeln dargestellt...
Davon abgesehen: Regisseur Robert Clouse hat neben diversen Action und Martial Arts-Filmen auch schon Erfahrung im Tierhorror-Bereich (Die Meute).
Nett ist auch die Anspielung beim Angriff der Ratten im Kino: Dort läuft gerade "Game of Death" mit Bruce Lee- von Robert Clouse.
Die Regie von "Night Eyes" ist ebenso routiniert wie die größtenteils unbekannten Darsteller.
Da wäre durchaus mehr möglich gewesen, alleine weil die literarische Vorlage immerhin von James Herbert stammt.
Etwas mehr Budget für die Tricks, und dementsprechend ein normal helles Bild hätten hier einiges rausgerissen.
Denn besonders die Szenen im Kino und das Ende in der U-Bahn kommen durchaus atmosphärisch und spannend rüber.
Nur die Datten... ähhh... Rackel... ach, ihr wisst schon. Die gehen gar nicht. Schade

3/10

LEGION OF THE DEAD

Die beiden Kumpels William und Luke ziehen zusammen durch die Wüste Kaliforniens.
Der scheinbar zufällig mit seinem Auto an den beiden vorbeifahrende Mike hält an, und bietet an, sie mitzunehmen.
Dummerweise entpuppt sich Mike recht schnell als Psychopath, welcher die beiden nicht mehr aussteigen lassen will.
Als ein vorbeifahrender Cop den Wagen kontrollieren will, tötet Mike den Polizisten, wobei William und Luke fliehen können.
Nach einer Weile geraten sie in eine Bar des Wüstenstädtchens Rich Crest, wo sie sich erstmal vom erlebten erholen wollen-
und mit der hübschen Bardame Geena flirten.
Was keiner ahnt: Zwei durchgeknallte Killer sind auf dem Weg in die Bar, um im Auftrag ihres "Meisters" möglichst viele Leute zu töten.
Dieser will mit den Leichen eine "Legion der Toten" erschaffen. Doch nicht alle Besucher der Bar sind normale Menschen, auch nicht Geena...

Das komplett ungekürzte Vorab-Tape in meinem Besitz hat sowohl auf dem Cover als auch im Film selbst
noch den ursprünglich angedachten Titel "Legion - For we are many".
Die offizielle Veröffentlichung erfolgte dann unter dem Titel "Legion of the Dead", und das weltweit!!! unterschiedlich stark gekürzt.
Seinerzeit war dieses Tape die weltweit längste Version des im Jahr 2000 gedrehten ersten Films von Olaf Ittenbach,
welcher nicht nur mit deutschen Amateuren, sondern auch mit amerikanischen Schauspielern besetzt wurde- und teilweise in den USA gedreht wurde.
Erst 2007 kam in Österreich eine limitierte DVD-Auflage mit der ungeschnittenen Fassung heraus, welche aber schnell ausverkauft war.
Nach wie vor sind alle weltweit aktuell erhältlichen Fassungen des Films mehr oder weniger stark geschnitten.
Insofern ist das Tape natürlich ein echtes Highlight meiner Sammlung- auch wenn der Film selbst nur mittelmäßig ist.
Immerhin aber zumindest deutlich besser als alle Ittenbach-Filme zuvor, welche ich allesamt wieder aus meiner Sammlung geschmissen habe.
Die gesamte Laufzeit über ist im unteren drittel des Bildes der Schriftzug "Property of X-Vision Filmproduktion" eingeblendet,
das Tape stammt zwar aus Deutschland, der Film ist aber im englischen Originalton gehalten, da Ittenbach hier erstmals auch in den USA gedreht hat.
Die Darsteller sind weitestgehend unbekannt, aber deutlich besser als alle bisherigen Amateure in seinen vorherigen Filmen,
zumindest Michael Carr in der Hauptrolle hatte auch schon Filmerfahrung- beging 2 Jahre nach diesem Film allerdings Selbstmord.
Schnittechnik und Kameraführung wirken ebenfalls deutlich professioneller als bisher, die blutigen F/X waren bei Ittenbach ja schon immer gut gelungen.
Wer jetzt allerdings ein weiteres Splatter-Highlight erwartet, wird enttäuscht sein.
Mit "Legion" setzt Ittenbach erstmals mehr auf eine Story als auf derbe Effekte. Unblutig ist aber auch "Legion" nicht ausgefallen.
Die Erzählweise erinnert eher an Filme von Tarantino, ist also eher geschwätzig denn dauerhaft mit Blut durchtränkt.
Der Soundtrack, sowohl Score als auch Songs, fällt durchgehend positiv auf, und ist immer zur jeweiligen Situation passend.
Auch nett ist die Idee, auf andere Filme mehr oder weniger deutlich anzuspielen- wobei manches wohl nur wenigen Filmfreaks auffallen dürfte.

6/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:01:28 von Retro »

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ALIEN TERROR

1930 landen vier von einem Gefängnisplaneten entflohene ausserirdische Terroristen auf der Erde.
Ihnen auf der Spur ist ein sogenannter "Agent", welcher sie wieder einfangen soll.
Dumm nur, dass die vier andere Körper übernehmen können, und sich daher gleich mal zwei trotteligen Pärchen bemächtigen.
Da inzwischen auch der "Agent" auf der Erde unterwegs ist, verstecken sich die vier erstmal.
Als ihr Versteck nach 50 Jahren!!! zufällig von einem Bautrupp entdeckt wird,
gehen sie auf die Suche nach Plutonium- denn das brauchen sie für ihr Raumschiff.
Doch auch der "Agent" ist immer noch auf der Suche, natürlich ebenfalls in einem menschlichen Körper...

Achtung, Trash-Alarm!
Miese Tricks, bekloppte Handlung, miese Schauspieler, noch miesere Synchro und Dialoge, offensichtlich kaum Budget-
aber keine Langeweile, idiotisches Verhalten aller Beteiligten, überzogene Gewalt, Blut und eine ganze Menge Opfer.
Man könnte glatt meinen, Troma habe sich der "Körperfresser"-Thematik angenommen- und einen ihrer besseren Filme abgeliefert.
Dass die Macher des Films eine Menge Spaß hatten, ist deutlich sichtbar.
Nein, diese Trash-Gurke ist nicht von Troma- aber wer deren Filme mag, sollte nach der "Alien Terror" VHS suchen.

8/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:01:37 von Retro »

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TWILIGHT

Die Mitglieder der Sekte "Kirche der Dunkelheit" sind davon überzeugt, dass der 6-jährige Joey die Wiedergeburt des Teufels ist.
Zunächst will die Führerin der Sekte noch seine Mutter Christine (Belinda Bauer) davon überzeugen, welche ihr aber natürlich nicht glaubt.
Schon bald fühlen sich Mutter und Sohn ständig überwacht und verfolgt, als auch noch der Familienhund getötet wird, suchen die beiden Hilfe.
Der Privatdetektiv Charlie Harrison (Bruce Greenwood) übernimmt mit seinen Kollegen den Fall,
doch die zur Bewachung eingesetzten Kollegen werden schon nach der ersten Nacht tot aufgefunden.
Nun nimmt sich Charlie persönlich der Sache an, und ihm ist klar, dass sie sich nicht ihr Leben lang vor der Sekte verstecken können...

Manchmal darf man sich nicht von billig wirkenden Covers täuschen lassen...
Der Film selbst ist zwar offensichtlich auch nicht mit einem hohen Budget ausgestattet, aber sonst hat man hier alles richtig gemacht.
"Twilight" setzt allerdings beinahe ausschließlich auf Atmosphäre und Spannungsaufbau, wer Splatterszenen erwartet wird enttäuscht.
Basierend auf einem Roman von Dean Koontz kriegt man hier eine Omen-Variante vorgesetzt, die durchgehend spannend erzählt wird,
gut gespielt ist- und den Zuschauer bis kurz vor Ende im unklaren lässt, wer die wirkliche Bedrohung darstellt: Die Sekte? Oder doch Joey?

8/10

WITCHBOARD 2 - DIE TÜR ZUR HÖLLE

Paige Benedict ist gerade umgezogen, und findet in ihrer neuen Wohnung ein Witchboard.
Natürlich probiert sie es aus- und erhält auch prompt Kontakt zum Geist einer jungen Frau, welche vorher hier gewohnt haben soll.
Ihr Name sei Susan, und sie sei vor zwei Jahren in eben dieser Wohnung gestorben.
Will jemand Paige verwirren? Vielleicht der etwas seltsame Vermieter, der ihr nachsteigt? Oder ihr Ex-Freund?
Doch als es den ersten Toten gibt, wird allen beteiligten klar, dass Paige etwas böses mit dem Brett gerufen hat...

Regisseur Kevin S. Tenney hat schon den ersten Teil gedreht, und auch sonst Erfahrungen im B-Horror-Sektor.
Da verwundert es nicht, dass der Film handwerklich ordentlich ist, und auch die Darsteller nicht unter das Genre-übliche Mittelmaß rutschen.
Inhaltlich ist der zweite "Witchboard" aber keine Fortsetzung des ersten, sondern eine komplett neue Geschichte.
Was sehr positiv auffällt ist die Kameraführung- hier sind wirklich ein paar unheimliche und erstaunliche Kamerfahrten zu entdecken.
Der einzige Schwachpunkt des Film ist, dass der Spannungsaufbau eher langweilig geraten ist.
Es passiert relativ wenig, die Geschichte entwickelt sich nur langsam.
"Witchboard 2" liefert zwar solide Unterhaltung, man hätte aber mehr daraus machen können.

5/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:01:51 von Retro »

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DIE ABENTEUER DES BRISCO COUNTY JR.

Marshal Brisco County (R. Lee Ermey) ist es gelungen, den Gangster John Bly (Billy Drago) und seine Gang festzunehmen.
Dieser kann sich allerdings befreien, und tötet den Marshal.
Sein Nachfolger ist schnell gefunden, Brisco County Jr. (Bruce Campbell), Anwalt, Herumtreiber, Abenteuerer- und Sohn des Marshalls.
Mit Hilfe einiger Freunde macht er sich auf die Suche nach John Bly und seiner Bande.
Dabei trifft er auf so einiges unerwartetes wie eine scheinbar magische Kugel und eine Rakete...

Der Pilotfilm zur leider recht kurzlebigen Serie, welche nach der ersten Season wieder eingestellt wurde.
Veröffentlicht wurde in Deutschland leider ausschließlich der Pilotfilm- und auch das nur auf VHS.
"Brisco County Jr" bietet abgedrehten Spaß mit schnoddrigen Sprüchen, und verbindet Western mit Science Fiction.
Bruce Campbell stellt sich als Idealbesetzung heraus, und hat sichtlich Spaß an seiner Rolle.
Regie führte beim Pilotfilm Brian Spicer, welcher zuvor einige Folgen Parker Lewis und Akte X gedreht hat. Ideale Voraussetzungen.

8/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:01:59 von Retro »

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ELMER

Elmer ist ein Parasit, welcher seinem Wirt eine Flüssigkeit injiziert die euphorisch macht. Dummerweise aber auch extrem süchtig.
Und was noch schlimmer ist: Elmer will gefüttert werden. Mit menschlichen Gehirnen. Aber am besten ganz frisch...
Sein neuester Wirt ist Brian, welcher ihn, durch Elmer's "Droge" gefügig gemacht, zunächst unwissend zu seinen Opfern transportiert.
Irgendwann bemerkt er zwar, dass Elmer für die vielen toten in seiner näheren Umgebung verantwortlich sein muss,
doch dieser hat ihn vollkommen in der Hand- denn er ohne Elmers Injektionen kann er schon nicht mehr leben...

Trash-Regisseur Frank Henenlotter (Unter anderem Basket Case, auf den hier auch angespielt wird) hat einen sehr schrägen (positiv gemeint) Film abgeliefert.
Während mir seine anderen Filme alle nicht gefallen haben, und ich auch keinen davon mehr besitze, fand ich "Brain Damage" (OT) schon immer amüsant.
Tricktechnisch ist alles natürlich äusserst billig umgesetzt, aber schwarzer Humor und ein paar nette derbere Szenen reissen das wieder raus.
Die Darsteller sind allesamt eher unterer Durchschnitt, aber Elmer ist ja sowieso der eigentliche Star des Films- und der überzeugt.

7/10

"Elmer" wurde 2006 ungekürzt auf DVD veröffentlicht, war aber nicht lange zu haben. Später gab es noch kurzzeitig limitierte Hartboxen.
Inzwischen ist lediglich die geschnittene FSK 16 Version noch im Handel erhältlich.

EXIT - AUSGANG INS NICHTS

Matt Winslow hat einen neuen Job bei "Micro Digitech" angenommen, wo unter anderem spezielle Astronautenanzüge entworfen werden.
Diese sind für eine mögliche Reise zur Venus gedacht, also für hohe Temperaturen ausgelegt, und können nicht-menschliches Leben erkennen.
Dass er mit der Familie dafür umziehen muss, stört nicht weiter, denn das Unternehmen bezahlt gut, und sein alter Kumpel Ted wohnt auch dort.
Die Familie ist gerade erst angekommen, da werden sie schon massiv bedrängt, in den exclusiven Country Club des Ortes einzutreten,
in welchem alle wichtigen Persönlichkeiten der Gegend Mitglied sind. Ohne Club kein beruflicher Aufstieg.
Matt empfindet allerdings von Anfang an eine Abneigung gegen die Präsidentin des Clubs, was den Zuschauer nicht wundert-
ist diese doch ein Menschgewordenes Frisurenverbrechen mit Kiloweise Farbe im Gesicht.
Seine Familie ist allerdings ganz wild darauf, dort aufgenommen zu werden, und treten heimlich dem Club bei.
Um aufgenommen zu werden, muss man durch eine geheimnisvolles Portal gehen- und kommt verändert wieder heraus.
Seine Familie verändert sich täglich mehr, wird immer feindseliger gegen Matt- und in ihm wächst ein furchtbarer Verdacht heran.
Er bricht bei Micro Digitech ein, zieht den Spezialanzug an- und macht sich auf den Weg in den Club...

Regisseur Wes Craven hat nicht wenige einflussreiche Horror und Thriller-Klassiker gedreht,
aber immer wenn er an Fernsehfilmen arbeitete, konnte man sicher sein, dass nur Mist dabei rauskommt. So auch hier.
Trotz durchaus beachtlicher Besetzung (Robert Urich, Kevin McCarthy, Joanna Cassidy) langweilt man sich hier die meiste Zeit.
Spannung kommt kaum auf, blutige Effekte gibt es auch nicht, und die wenigen gezeigten F/X sind durchgehend billig.

2/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:02:18 von Retro »

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ASTRAL FACTOR (976-Evil II)

Steven Grubeck ist nicht nur Highschool-Direktor, sondern auch ein Serienmörder, welcher hinter hübschen Studentinnen her ist.
Als er verhaftet wird, glauben alle dass sich die Mordserie damit erledigt hat- doch Grubeck hat ein Geheimnis:
Sein Telefon. Dank seinem Draht zur Hölle, dem Anschluss 976-Evil, ist er auch in der Lage seinen Astralkörper Morden zu lassen.
Kann man ein besseres Alibi haben, als im Gefängnis zu sitzen?
Sein nächstes Opfer soll die hübsche neue Studentin Robin sein, welche von Visionen und Alpträumen geplagt wird, in denen Grubeck vorkommt.
Sie ist überzeugt dass sie das nächste Opfer sein soll- doch niemand glaubt ihr.
Nur der Biker Spike hört ihr zu- und lässt sich überreden, in Grubecks Wohnung einzubrechen, und Hinweise zu suchen...

Schaut man auf den Originaltitel, erkennt man dass es sich hierbei um eine Fortsetzung handelt.
Allerdings kenne ich den ersten Film nicht, und nach dem Genuss des zweiten ich bezweifle, dass ich da viel versäumt habe.
Eine Prise "Nightmare", eine Portion "Shocker" und ganz viel "Psychic Killer", schon ist der zusammengeklaute Film fertig.
Regie und Darsteller kommen auch nur maximal ans Mittelmaß heran,
ausser Brigitte Nielsen in einer kurzen Gastrolle gibt es hier auch keine bekannten Gesichter zu sehen.

4/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:02:29 von Retro »

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AMOK-JAGD

David ist aus Gewissensgründen von der Armee abgehauen, und lebt jetzt mit seiner Freundin Linda in Kanada.
Dort ist er eine Art Hausmeister für eine zu vermietende Jagdhütte tief in der Wildnis, wo die beiden sicher niemand findet.
Problematisch wird es, als vier amerikanische Jäger auftauchen, welche allesamt stolze Kriegsveteranen sind.
Besonders deren Anführer Charlie (Rod Steiger) hat von Anfang an eine Abneigung gegen den etwas langhaarigeren und bärtigen David.
Als Charlie erfährt dass David ein Deserteur ist, steigt in ihm Hass auf, denn sein Sohn, welcher in Davids alter war,
ist bei einem Einsatz in Vietnam gestorben.
Er beginnt seine Freunde gegen die "Verräter" David und Linda aufzuhetzen, Alkohol tut sein übriges dazu-
und schon bald stürzen sich die Männer auf Linda, welche vergewaltigt wird.
David bleibt jetzt nichts anderes übrig, als den Spieß umzudrehen, so werden aus den Jägern bald die gejagten...

Regisseur Burt Kennedy hat in seinem Lebenslauf hauptsächlich Western, Komödien, oder beides zusammen,
oft für das amerikanische Fernsehen im Serienformat gedreht.
Um so erstaunlicher, dass dieser für ihn eher untypische Menschenjagd-Thriller so unglaublich spannend und bedrückend gelungen ist.
Zum großen Teil liegt das sicher auch an Rod Steiger, der seine Rolle absolut glaubwürdig Hasserfüllt rüberbringt.
Die Bedrohung durch die vier Jäger ist in jeder Minute des Films spürbar, und genau das zeichnet den Film aus.
Es gibt nur wenige brutale Szenen zu sehen, die Dialoge und das Spiel aller beteiligten reichen vollkommen aus, um Spannung zu erzeugen.
Hier geht es auch um eher psychologische Kämpfe zwischen den Vertretern verschiedener Ideologien, weniger um Action und Gewalt.

10/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:03:20 von Retro »

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BLOOD MOON

Eine komplett verwirrte und verängstigte Frau wird auf einem verlassenen, im Meer treibenden Schiff gefunden.
Nach ihrer Rettung erzählt sie einem Psychiater die Geschichte, wie es dazu gekommen ist:
Alan (John Phillip Law) und Linda (Britt Eckland) haben gerade geheiratet,
und Linda freut sich schon auf die versprochene Flitterwochen-Kreuzfahrt mit ihrem Mann.
Als dieser sie allerdings damit überrascht, dass sie zwar auf eine privaten Yacht, aber keineswegs alleine sein werden, ist die Freude vorbei.
Alan hat nämlich alte Kameraden aus dem Vietnamkrieg samt deren Frauen eingeladen, mit ihnen zu kommen.
Bei bestem Wetter geht die Reise los, doch es dauert nicht lange, bis erste Spannungen an Bord aufkommen.
Kurz darauf beginnt eine Mordserie, der beinahe alle zum Opfer fallen.
Und immer wieder ist vom "Mond im Skorpion" die Rede- doch was bedeutet das?

Das beste am Film ist leider das Cover. Sehr schön gestaltet, erst recht, wenn man den Originaltitel "Moon in Scorpio" bedenkt.
wenn man schon am Anfang die einzige Überlebende der Kreuzfahrt präsentiert, gibt es nicht mehr vieles, was Spannung erzeugen kann.
Lediglich das Rätsel, wer der Täter ist kann einen eventuell noch Neugierig machen, aber das wird einem leider wirklich schwer gemacht.
Die Vietnam-Rückblicke sind dermaßen billig und unglaubwürdig inszeniert,
dass man sich schon nach wenigen Minuten fragt, ob "Blood Moon" vielleicht nur ein etwas besserer Amateurfilm ist.
Dafür spricht auch, dass man z.B gelegentlich das Mikrofon im Bild sieht- dagegen sprechen höchstens die beiden bekannten Hauptdarsteller.
Doch auch diese beiden passen sich dem unbekannten Rest an, und liefern eine maximal Mittelmäßige Leistung ab.
Zugegeben, ein paar Stimmungsvolle Bilder gelingen an Bord der Yacht durchaus, aber der Film plätschert so dahin.
Es gibt keine überraschenden Wendungen oder falsche Spuren, einfach nichts, was ein wenig mehr Spannung erzeugen würde.

2/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:03:31 von Retro »

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DEADLY VOYAGE - TREIBGUT DES TODES

Eine Gruppe Flüchtlinge versteckt sich als blinde Passagiere auf einem Hochseefrachter, welcher von Ghana nach Kanada fährt.
Das russische Schiff hatte schon des öfteren Probleme mit blinden Passagieren,
Kapitän und Crew mussten schon hohe Strafzahlungen leisten, und beim nächsten derartigen Vorfall wären alle ihre Jobs los.
Als einer Flüchtlinge in frische Farbe tritt, und dabei Fußabdrücke hinterlässt,
wird das Schiff noch einmal penibelst durchsucht, wobei die gesamte Gruppe entdeckt, und in einem Frachtraum eingesperrt wird.
Die einzige Möglichkeit welche der Großteil der Crew sieht, ist die Flüchtlinge zu töten-
nur der Kapitän und wenige Mann der Besatzung sind dagegen.
Ein paar sadistische Besatzungsmitglieder machen sich einen Spaß daraus, einen besonders nervigen Flüchtling auf Deck zu holen,
ihn brutal zu verprügeln- und dann über Bord zu werfen.
Bei einem Fluchtversuch der nächsten an Deck geholten eskaliert die Situation, es wird gezielt getötet und geschossen.
Ein Versteckspiel auf Leben und Tod beginnt für die noch übrigen Flüchtlinge an Bord des Schiffes...

Angeblich basiert "Deadly Voyage" auf einer wahren Begebenheit, was durchaus vorstellbar ist.
Die Geschichte wurde von HBO für das amerikanische Fernsehen gedreht, und erstaunlich hart, aber nicht übertrieben erzählt.
Regisseur John Mackenzie hat mit Omar Epps, Andrew Divoff und Sean Pertwee ein paar bekannte Gesichter zur Verfügung,
so dass der gesamte Film überzeugend gespielt, glaubwürdig und sehr spannend rüberkommt.

8/10

THE DIVE - GEFANGEN IN DER TIEFE

In der Nordsee ist ein Wartungsteam für Bohrinseln im Einsatz.
Bricks, der erfahrenste Spezialist des Teams mit über 500 Tauchgängen, will den gefährlichen Job endlich aufgeben und sich zur Ruhe setzen.
Doch gerade als er seinen letzten Einsatz beendet hat, und schon in den Hubschrauber Richtung Festland steigen will, hört er von einem Unfall.
Die Taucherglocke seiner beiden Kollegen Gunnar und Rolf sollte gerade mit der Winde hochgezogen werden-
durch einen defekt blockierte aber die Winde, und das Stahlseil ist gerissen.
Nun liegt die Taucherglocke auf dem Meeresgrund- eigentlich zu tief für jeden Taucher, um ein neues Seil anzubringen.
Da die Atemluftreserven der Tauchglocke aber in 2 Stunden verbraucht sind, versucht Bricks es trotzdem...

Der einzige Kinofilm, und generell die letzte Regiearbeit des sonst nur (wenn überhaupt) als TV-Serien-Regisseur bekannten Tristan DeVere Cole.
Am Film kann es aber wohl kaum gelegen haben, dass man danach nie wieder etwas von ihm zu sehen bekam,
denn "The Dive" ist eine durchaus spannende Mischung aus Thriller und Drama.
Die gesamte Besetzung dieses Norwegischen Films ist weitgehend unbekannt, aber durchweg überzeugend.

7/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:03:55 von Retro »

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DEAD SPACE - GALAXIS DES GRAUENS

Commander Steve Krieger (Marc Singer) und sein Roboter empfangen ein Notsignal von einem entfernten Planeten.
Das dortige Forschungslabor experimentiert unter der Leitung von Dr. Darden (Bryan Cranston) mit ausserirdischen Viren.
Eines dieser Viren, "Delta 5" genannt, geriet ausser Kontrolle, tötet einen Wissenschaftler, und bildete danach einen Kokon.
Schon bald schlüpft daraus ein kleines Alien, springt einer Assistentin ins Gesicht, und frisst sich durch die Nase in ihr Gehirn.
Bei der Untersuchung der Toten zerplatzt ihr Körper, ein deutlich gewachsenes Alien kommt heraus-
und verschwindet in den Luftschächten der Forschungsstation.
Können die Wissenschaftler mit Hilfe von Commander Krieger die Gefahr stoppen?

Irgendwie klingt das alles ein wenig nach Ridley Scott's "Alien", nur eben in billig.
Da wundert es wohl auch niemanden, dass Roger Corman den Film produziert hat, was auf dem Cover aber verschwiegen wird.
Marc Singer in der Hauptrolle kann nicht überzeugen, in einer Nebenrolle ist der damals noch eher unbekannte Bryan Cranston zu sehen.
Es gibt zwar ein paar nette schleimige Szenen, das Alien selbst sieht für eine Billigproduktion zumindest annehmbar aus,
kriegt gegen Ende des Films auch einiges zu tun, und ist öfter zu sehen.
Die Forschungsstation wirkt leider, als wäre sie aus Kunststoff gebaut- und die Aussenaufnahmen in einer bergigen Gegend
wurden lediglich mit einem Blaufilter bearbeitet, um einen anderen Planeten darzustellen.
Leidlich unterhaltsam ist das ganze schon, streckenweise aber trotz kurzer Laufzeit (70 Minuten uncut) ein wenig öde-
und generell nicht besonders gut getrickst.

4/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:04:07 von Retro »

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DREAM DEMON

Die junge Diana steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Traummann, einem hochdekorierten Soldaten.
Allerdings wird sie von Alpträumen geplagt, welche immer schlimmer werden- im Traum tötet sie sogar ihren zukünftigen Mann.
Als sie scheinbar zufällig auf Jenny trifft, welche ebenfalls ein paar Probleme mit sich herumschleppt, freunden sich die beiden an.
Diana hofft durch Jenny abgelenkt zu werden und Hilfe zu haben, doch ihre Träume werden schlimmer-
und schon bald hat sie auch grausame und bizarre Visionen.
Bald kann niemand mehr sagen, was Real oder Vision ist. Hat Jenny vielleicht etwas damit zu tun?

"Dream Demon" ist der letzte Kinofilm von Harley Cokeliss, bevor er sich (eher billigen) reinen TV-Filmen und Serien widmete
Was ich sehr schade finde, denn seine Filme fand ich allesamt überdurchschnittlich gut.
Zwar hat sich Cokeliss hier offensichtlich von "Nightmare" inspirieren lassen, erzählt aber eine eigenständige Geschichte.
Die Besetzung ist unbekannt, kann aber überzeugen, die Atmosphäre des Films ist durchgehend düster und bedrohlich,
die Tricks sind gelungen und nicht gerade unblutig- und auch der Soundtrack ist stimmig.

8/10

"Dream Demon" ist auf DVD in limitierten Hartboxen erschienen, aber schon lange nicht mehr erhältlich.

PSYCHIC

College-Student Patrick Costello (Zach Galligan) hat immer wiederkehrende Träume, in denen junge Frauen brutal ermordet werden.
Das Problem: Kurz nach seinen träumen werden eben diese Frauen allesamt ermordet aufgefunden...
Er wendet sich an die Polizei, wo ihm aber natürlich niemand glauben schenkt- im Gegenteil.
Durch seine Beschreibung der Taten kommen natürlich Details ans Licht, die eigentlich nur der Täter wissen kann.
Lediglich Laurel (Catherine Mary Stewart), in welche er verliebt ist, ist von seiner Unschuld überzeugt.
Um zu erfahren ob solche Träume und Visionen wie Patrick sie hat wirklich möglich sind,
wendet sie sich an den Psychologen Dr. Steering (Michael Nouri), welcher im selben Haus wie sie lebt- und ebenfalls in sie verliebt ist.
Dieser arbeitet allerdings in diesem Fall mit der Polizei zusammen, und berichtet dort von dem Gespräch.
Kann es sein, dass Patrick ohne es zu wissen selbst der Mörder ist?
Oder hängt Steering ihn jetzt hin, um seinen Rivalen bei Laurel loszuwerden? Oder steckt noch mehr dahinter...?

"Psychic" sieht verdächtig nach einem TV-Film aus, alles wirkt ein wenig billig,
und die Story ist zwar nicht schlecht, aber trotzdem nur von anderen Filmen zusammengeklaut.
Die Besetzung ist nicht mal übel, aber das hilft wenig wenn die Geschichte nur langsam vor sich hin plätschert,
und der Film kaum spannende Momente bietet- obwohl längere Zeit nicht klar ist, wer nun wirklich der Täter ist.

4/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:04:19 von Retro »

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EARTHQUAKE - INFERNO DES WAHNSINNS

In San Francisco bebt die Erde. Die junge Anwältin Jenny wird in ihrer Wohnung verletzt, und wartet auf Hilfe.
Ihr Freund David ist gerade mit dem Auto auf dem Highway unterwegs, und wird ebenso vom Erdbeben überrascht.
Jenny scheint aber Glück zu haben- denn Kyle (Steve Railsback) der Nachbar vom Haus gegenüber, kommt ihr zu Hilfe.
Dieser entpuppt sich aber zum einen als Spanner- daher wusste er, dass Jenny alleine in der Wohnung ist,
und zum anderen als vollkommen durchgeknallter Psychopath und Triebtäter, welchem Jenny nun ausgeliefert ist...

Auch der inzwischen halbwegs bekannte Regisseur Louis Morneau hat mal klein angefangen, was dieser, sein zweiter Film beweist.
Produziert von Roger Corman, wird mit "Earthquake" ein Inferno der Langeweile auf den Zuschauer losgelassen,
welches man so nicht erwartet hätte. Das Cover sieht jedenfalls eher nach typischer Trash-Action aus, stattdessen gibt's ein Kammerspiel.
Der Großteil der Geschichte spielt in der kleinen Wohnung, das Erdbeben sieht man nur kurz am Anfang,
hat mit dem Rest der Geschichte kaum noch etwas zu tun, und wurde Tricktechnisch preisgünstigst gelöst:
Entweder hat der Kameramann ein wenig an der Kamera gewackelt (sofort erkennbar, da sich Gegenstände im Bild meist nicht bewegen),
oder man hat ganz frech Szenen aus anderen Filmen wiederverwendet, einige aus dem Klassiker "Erdbeben" sind mir sofort aufgefallen.
Das Problem solcher Filme ist: Wenn man keine optischen Schauwerte hat, braucht man überzeugende Schauspieler.
Und genau da lag meine Hoffnung, denn Steve Railsback war mir in seiner Rolle als Charles Manson in "Helter Skelter" in guter Erinnerung.
Dieser kann aber hier aber auch nicht überzeugen, er übertreibt es mit seinem Overacting, und wirkt wenig glaubwürdig und bedrohlich.
Die ziemlich schwache und lustlose Synchro tut noch ihr übriges dazu, dass kaum Spannung aufkommen kann.
Schade, hätte doch immerhin ein netter Psycho-Thriller daraus werden können, stattdessen langweilt man sich hier 80 Minuten.
Das Cover, wegen dem man auch noch völlig falsche Erwartungen hat, setzt dem ganzen dann noch die Krone auf.

2/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:04:30 von Retro »

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STRANGER - RÜCKKEHR AUS DER VERGANGENHEIT

1974: Mare Blackburn hat ihren Mann in Vietnam verloren, und ist mit ihrem dreijährigen Sohn Luke beim Einkaufen.
In einem Supermarkt verliert sie ihn kurz aus den Augen, und schon ist Luke verschwunden- offensichtlich gekidnappt.
16 Jahre später lebt Mare mit ihrem neuen Freund Dan (Chris Sarandon) zusammen, von Luke wurde nie auch nur eine Spur gefunden.
Als es eines Tages an der Türe klingelt, steht ein junger Mann vor ihr, welcher behauptet ihr Sohn Luke zu sein.
Er sei in Emerald City, Idaho bei einem alten Paar aufgewachsen welche ihn Mark nannten, die aber inzwischen beide verstorben sind-
und in deren Nachlass er Hinweise auf seine wahre Herkunft gefunden hat.
Während Mare ihm jedes Wort glaubt, ist Dan von Anfang an Misstraurisch, und stellt Nachforschungen an.
Als er auf ungereimtheiten bezüglich der Geschichte des jungen stößt, spricht er ihn darauf an-
kurz darauf wird Dan Opfer eines "Unfalls"...

Regisseur Tom Holland ist ja kein unbekannter, und so konnte man durchaus einiges erwarten-
auch wenn "Stranger" stark nach einer TV-Produktion mit eher schmalen Budget aussieht.
Davon abgesehen ist der Film allerdings von Anfang bis Ende überzeugend.
Trotz kaum bekannter Darsteller sind diese gut ausgewählt und passend besetzt, und die Spannungskurve steigt stetig an.
Geheimtip!

9/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:04:38 von Retro »

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GANGLAND - COPS UNTER BESCHUSS

Die Cops Frank Divinci (James Belushi) und Jake Rodriguez (Tupac Shakur) sind Zivil unterwegs, und treffen sich in einem Motel mit einen Dealer.
Diesem verkaufen sie eine große Menge Rauschgift aus der Asservatenkammer der Polizei, sacken das Geld ein, und lassen den Dealer wieder fahren-
um ihn danach in seinem Auto zu erschießen, und die Drogen zurückzubringen.
Das haben die beiden schon öfter so durchgezogen, und sind jedesmal zu einigem Geld gekommen-
und tote Gangmembers und Drogendealer interessieren in der Regel keinen, da sie selten vermisst werden.
Am nächsten Morgen müssen Divinci und Rodriguez den Mord untersuchen,
wie üblich wollen die beiden das ganze als Bandenverbrechen tarnen, um den Mord als "Gang Related" (OT) zu den Akten zu legen.
Dummerweise war der Tote allerdings ein Undercover-Ermittler, so dass dieser Fall unerwartet durchaus ernst genommen wird.
Also suchen die beiden ein Opfer, dem der Mord angehängt werden kann-
dieses finden sie auch recht schnell in Joe (Dennis Quaid), einem heruntergekommenen Obdachlosen, welcher stark alkoholisiert ist.
Ihm wird eine Waffe aus der Asservatenkammer untergeschoben, welche als Beweismittel in einem anderen Fall dienen sollte.
Mit jeder neuen Idee und vermeintlichen Lösung tauchen schon bald andere Probleme auf,
so kommt wegen der spurlos verschwundenen Waffe ein Mörder auf freien Fuß...

"Gangland" ist ein Thriller, welcher teils recht düster daherkommt, aber immer wieder durch Belushi's Sarkasmus aufgelockert wird.
Korrupte Cops sind im Genre ja nichts neues, aber hier hat man sich eine noch nicht allzu verbrauchte Story einfallen lassen.
Der Film bietet einige Wendungen in der Geschichte, passable Darsteller und keine Längen.
In Nebenrollen sind James Earl Jones und Tommy Lister zu sehen.

7/10
« Letzte Änderung: 13 Dezember 2017, 01:05:04 von Retro »