M - Eine Stadt sucht einen Mörder

Erstellt von Papillon, 25 August 2018, 23:33:47

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Papillon

25 August 2018, 23:33:47 Letzte Bearbeitung: 17 Januar 2019, 15:46:10 von Papillon

Ein Kindermörder geht in Wien um, und es ist nur noch das einzige Thema dass die Presse kennt. Die Polizei kommt kaum mit den Ermittlungen vorran, weswegen noch härter gegen die Kriminalität vorgegangen werden soll. Also nehmen gewöhnliche Anhänger der Unterwelt, zum eigenen Schutz selbst die Zügel in die Hand.

Udo Kier.
Lars Eidinger.
Moritz Bleibtreu.
Marleen Lohse.
Verena Altenberger.
Sophie Rois.
Brigitte Hobmeier.
Juergen Maurer.
Michael Fuith.
Bela B. .
Gerhard Liebmann.
Julia Stemberger.

David Schalko als Director.
Bestehend aus 6. Episoden.

Imdb

Ab 17. Februar auf den ORF eins, ab 23. Februar auf TV NOW.



Papillon

17 Januar 2019, 15:46:47 #3 Letzte Bearbeitung: 28 Januar 2019, 22:59:12 von Papillon



Mr. Blonde

6 April 2019, 06:12:32 #6 Letzte Bearbeitung: 6 April 2019, 06:26:16 von Mr. Blonde
Gestern in einem Rutsch durchgeschaut.

Den fast universellen Jubel der Presse (Spiegel, FAZ, Welt etc.), die hier von einem Meistwerk spricht, kann ich nicht nachvollziehen. Visuell ist die Serie hochwertig, auch die Atmosphäre vermag zu faszinieren. Die recht burtoneske Stimmung gefiel mir auch. Gerade dieser märchenhaft-düstere Schneefall im Zusammenspiel mit der Spieldosen-Musik geht unter die Haut. Das Darstellerensemble ist gerade in den Nebenrollen mit Bela B., Udo Kier und Moritz Bleibtreu interessant besetzt. Leider bleibt der Großteil der Hauptfiguren nicht nur kühl und distanziert, sondern viele Handlungsstränge laufen ins Nichts. Für mich ist die Serie nur knapp überdurchschnittlich. Der erhobene Zeigefinger und die teilweise grotesk wirkende Überstilisierung sowie die theatralischen Darstellungen zum Ende hin verhindern Größeres. Des Weiteren hatte ich den Eindruck, dass man hier zu sehr auf die David-Lynch-Schiene gehen wollte, ohne die Klasse zu erreichen. Das bedeutet, dass gewisse Figuren sich völlig irrational verhalten, obwohl sie vorher klar gezeichnet wurden.  Erklärungen werden keine geliefert. Bei Lynch passt das in sein albtraumhaftes Gesamtbild, hier kommen diese Momente so plötzlich und wirken wie ein ungelenker Stilbruch. Hin und wieder ist das Gesehene auch recht zäh und bei aller Aktualität hat mir die politische Komponente doch einfach zu viel Platz eingenommen. Handwerklich ist das alles aber auf hohem Niveau gedreht.

Würde mich bei 6/10 einpendeln. Ich hatte bei den Trailern ein wenig den Eindruck, dass sich die Serie in ihrer Stilisierung verfangen wird und zu gewollt künstlerisch wertvoll ausfällt. Zum Ende hin sah ich das leider bestätigt. Die ersten beiden Folgen waren in jedem Fall sehenswert und machten Lust auf mehr, leider driftet für mich die Serie dann ab.


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