Night comes for us (Iko Uwais/ Netflix)

Erstellt von StS, 10 Oktober 2018, 19:04:07

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StS



After an elite assassin spares the life of a little girl during a massacre, he finds his life is on the line as he vows to protect her at any cost. You can check out the trailer in the post below!

Iko Uwais stars as Arian, the highly skilled Triad assassin who has to fight off horde after horde of murderous gangsters to protect the young girl.


Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=HfSisHrUTLM

Auf den und "BuyBust" hab ich schon gewartet.  :D
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

McClane

Laut imdb wohl ab 19. Oktober auf Netflix, zumindest in den USA.
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)

Inspektor Yuen

Ist ja nun auf Netflix verfügbar.

Handlung ist in 5 min abgefrühstückt, die restlichen 115min Gore Galore im Dauerfeuer.
Wer dachte dass sich bereits in The Raid 2 oder Headshot Gore mit Martial Arts mischt, hat TNCFU noch nicht gesehen. Was hier an Körperteilen, mit allem was greifbar ist, ein-, und abgeschlagen werden, würde Jason und Michael Myers zum heulen bringen.

Die Kämpfe sind dabei nicht so fein choreografiert und bei der Lauflänge von 120min macht sich irgendwann, beim zig eingematschtem Kopf, eine Sättigung breit.
Da fand ich The Raid 2 mit sogar noch 30 min längerer Laufzeit kurzweiliger.

Was Inside für die französische Horrorfilmwelle war, ist ,,The Night comes for us" für das indonesische Actionkino. 6/10

"Wenn ich jetzt sterben würde, was würdest du machen?" -"Ich würd dich nicht sterben lassen!"

Wolfhard-Eitelwolf

Mit der härteste Actionfilm, den ich kenne. Was ein Brett aus Fäusten, Blut und Hirnmasse! The Raid wirkt dagegen glatt wie ein gemütlicher Kindergeburtstag. Die Story ist zwar nichts Besonderes, jedoch entwickeln die Charaktere doch eine gewisse Tiefe und wecken teils sogar Sympathien beim Zuschauer. Auch sind die Darstellerleistungen insgesamt ok, die Idee der "6 Meere" interessant und die kompromisslose Daueraction verhindert (trotz einer Laufzeit von 2 Stunden) erfolgreich Längen. Eine FSK-Freigabe für das düster-blutige, völlig humorlose Treiben ist völlig ausgeschlossen und selbst beim Juristensiegel würden die Prüfer sicher genauer hinschauen. Sollte man als Actionfan unbedingt gesehen haben!

Eric

Kann mich den bisherigen, guten Meinungen nur anschliessen.
Hier werden wirklich keine Gefangenen gemacht.  ;)

Leider sind nicht alle Kämpfe durchweg gut choreografiert. Bei sehr vielen hat man im Hintergrund die seit den 70ern beliebten "Von links nach rechts Hüpfer", die warten, bis der Held einen nach dem anderen abgefrühstückt hat, damit sie endlich an der Reihe sind.

Der Film ist zwar um einige Längen härter als z.B. THE RAID, erreicht aber mMn trotzdem nicht dessen Wucht oder Qualität. Denn nur weil mehr Blut fliesst und mehr Knochen gebrochen werden, macht das eben eine Kampfszene nicht unbedingt besser.
Es gibt aber sehr viele Kampfsequenzen, die die Grenzen des Machbaren wirklich ausreizen. Was in diesen Szenen abgeht, sucht wirklich seinesgleichen. So etwas habe ich eigentlich noch nie vorher in dieser geballten Menge und Qualität gesehen.

Zur Handlung:
Naja, ok, ist halt n Actionfilm.
Sagen wir so: Sie ist vorhanden, fällt nicht unangenehm auf und ist am Ende relativ schlüssig.  ;)

Eine witzige Sache viel mir aber noch auf:
Der Film hätte theoretisch nach etwas über 50 Minuten beendet sein können. Ich wartete regelrecht auf die Schlussmusik, bis mir dann auffiel, wow, der geht ja noch über eine Stunde weiter!

Für mich persönlich bleibt THE RAID Teil 1 allerdings (noch) unangefochten an der Spitze. Aber NCFU ist neben THE RAID Teil 2 auf einem guten zweiten Platz gelandet. Gerne mehr davon!!
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

proximo

Also ich lasse die sehr simple und dennoch verworrene story, in der kaum eine Motivation nachvollzogen werden kann, jetzt mal weg und schreibe nur über die Kampfchoreos und den Gore.

Tatsächlich das vielleicht brutalste, was Netflix aktuell zu bieten hat. Gore Galore in Reinkultur. Einige Szenen davon sogar sehr gut und überzeugend und vor allem mit praktischen Effekten inszeniert.

Aber alles in allem ist der Film handwerklich absoluter Schrott. In den Gore Szenen sieht man SO oft, dass ein Messer tatsächlich vorbei und/oder in einen Kunstblutbeutel sticht, dass es fast schon an Satire grenzt.

Die Kampfszenen sind bis auf eine wirklich gute mit drei weiblichen Teilnehmerinnen alle durchweg unterirdisch. Aus dem einfachen Grund, dass die Kampfchoreos ganz oft keinen Sinn ergeben. Warum wehrt sich der Gegner nicht? Wieso lässt der Typ sekundenlang mit irgendwelchen aufwendigen moves, die man LOCKER unterbrechen kann, auf sich einprügeln und lässt die Arme einfach hängen? Was machen die 15 anderen Gegner, während der "Held" einem Gegner in aller Ruhe Gliedmaßen bricht und den Körper an diversen Stellen aufschlitzt? Warum hüpfen die nur dumm im Hintergrund rum? So wird das seit 30 Jahren nicht mehr gedreht.
Da macht man es sich m.M.n. viel zu leicht. Und sowas finde ich abstoßend!

Von mir bekommt er 3/10 eben wegen der EINEN guten Kampfszene.

Die Vergleiche zu "The Raid"kann ich nicht verstehen. Der wirkt wie Citizen Kane neben diesem Film.
When you watch a Jackie Chan Movie, you want to BE Jackie Chan!

Mr. Blonde

11 November 2018, 10:03:26 #6 Letzte Bearbeitung: 11 November 2018, 10:05:16 von Mr. Blonde
Hat mich leider auch nicht umgehauen. Action ist natürlich ordentlich und bretthart. Leider hat mich der Film zu keiner Sekunde gepackt, mit den "Helden" konnte ich nicht mitfiebern. Das hat auch damit zu tun, dass "The Night comes for us" seine Figuren in keinster Weise einführt, man wird einfach in einen bereits aufgekeimten Konflikt reingeworfen, der wenig nachvollziehbar ist. Wer sind diese Leute, um die ich bangen soll? Story und Figuren sind für mich im Genrekino auch eher zweitrangig, wenn der Rest vollends überzeugt. Natürlich entsteht auch nur ein echtes Meisterwerk, welches Action, Figuren und eine gute Story vereint. "The Raid" ist zwar kein direktes Meisterwerk, schmeißt einen auch eher mitten ins Geschehen, aber es fühlt sich so an, als wird ein neues Kapitel aufgeschlagen und diesem lässt sich problemlos folgen. Klappte hier für mich einfach nicht. Es fehlt ein eindeutiger Einsteigspunkt und damit habe ich mir zwei Stunden knüppelharte Actionszenen auf ordentlichem Niveau angeschaut, die irgendwann auch ermüdend waren, weil mir schnell egal war, wer da wen zerhackstückelt. So fühlt sich sicher "The Raid" für viele Leute an.

Hab den auf Netflix geschaut. Hat jemand auch den Fehler bei aktivierter deutscher Fassung gehabt, dass teilweise synchronisierte Passagen trotzdem deutsch untertitelt waren? Extrem nervig. Im O-Ton wird ja teilweise englisch, indonesisch und mandarin gesprochen. Anscheinend gab es da ein Missverständnis zwischen Synchro und Untertitelerstellern.


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spannick

über die falsch auftauchenden UT wurde sich schon bei movieside beschwert. ist wohl in den forced UT zur Synchro mit dabei und nicht abschaltbar.
ゴリラパンチ!!!

Glod

3 Januar 2019, 11:43:46 #8 Letzte Bearbeitung: 3 Januar 2019, 11:45:44 von Glod
Widerliche Mistsäcke hacken auf andere widerliche Mistsäcke ein. Einer aus der Gruppe simuliert 'nen Moralischen, weil er inmitten eines von ihm geleiteten Massakers an der Bevölkerung eines Fischerdorfes plötzlich Hemmungen hat, ein Mädchen zu erschießen. Das soll dann wohl sowas wie der Held sein. Na dann gut Hack(epeter).
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist das hier ein Netflix-Werk. Die haben also den Indonesiern einen Haufen Geld in die Hand gedrückt und das Drehbuch dazu ("Go nuts! Don't bother!") gleich mit ran geklebt. Die Indonesier nicht faul holten auch prompt alle Knastinsassen, die sich Hafterleichterung verdienen wollten ran (oder gibt es dort wirklich Stuntmen, die sich das freiwillig antun?) und hauten ordentlich auf die Kacke. Herausgekommen ist ein brettharter Mix aus The Raid und Headshot - sprich richtig gut choreografierte Kämpfe, fieseste Gewalteinlagen und ein Ensemble voller Psychopathen, die eigentlich alle umgelegt gehören - und das alles noch via Zehnerpotenz hochgedreht. Mir fällt im Grunde keine Variante, einen Menschen brutal ableben zu lassen, ein, die hier nicht zelebriert wird. Wer schon immer mal sehen wollte, wie sich zwei Chicks inmitten von vorher schön gory in die Luft gesprengten Leichenteilen ordentlich die Scheiße raustreten - willkommen im Paradies. Teil- und Vollamputationen, fiese Machetenverletzungen, Knochensäge, zertrümmerte Schädel, zermatschte Eier, abgeschlachtet wie Vieh, ausgeweidet, kaputtgeschosssen - CRIME DOES NOT PAY!...also wenn man zu den Fußtruppen gehört. Das Warum ist irgendwie auch schon egal. Die Story gibt nicht wirklich viel her und dient nur als lose Verbindung zwischen den einzelnen Eskalationen. Ich vermute mal, den Machern war es dann doch zu blöd, einfach nur "X vs. Y" "FIGHT!" auf den Bildschirm zu zimmern.

Falls jetzt der Eindruck entstanden sein sollte, dass ich den Film schaise fand : Nope. Hab mich königlich amüsiert. Der Film hat es bei mir tatsächlich geschafft, dass trotz der andauernden und überbordenden Brutalitäten kein Gewöhnungseffekt eintrat, weil richtig viel Variation eingebaut wurde. Sei es ein Wechsel des Szenarios, was neue Möglichkeiten bietet, sei es ein Wechsel in der Tonart der Kämpfe (wüstes Aufeinandereindreschen vs. Zweikampf von Fachmännern vs. Einer gegen Alle etc.) oder auch nur der *bluthust* kreative Einsatz diverser Gegenstände (Die Billard-Nummer in "Brooklyn Massaker" ist hiermit offiziell out of date) - für mich kam bis zum Schluss keine Langeweile auf, was bei solchen Dauermetzeleien doch meistens der Fall ist.
Ein bisschen doof fand ich die Sache mit den Untertiteln. Keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben bzw. wer hier was vergeigt hat. Hat den gleichen Charme wie die schwachsinnigen Englisch-Einlagen in Headshot.
Aber egal - für Freunde richtig krassen Fratzengeballers ist das hier imo genau das Richtige. Mal schauen, ob der beim zweiten Sichten noch mal so gut funktioniert.  :LOL:
"Er wird mir eine Kugel verpassen und dann Selbstmord begehen." -Nina Meyers-

"Wir passen schon auf, dass er keinen Selbstmord begeht." -Jack Bauer-