Altered Carbon (Cyberpunk-Novel-Adaption by Netflix)

Erstellt von StS, 4 Dezember 2017, 22:32:40

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StS



Netflix has debuted the first teaser and premiere date for Altered Carbon, their new 10-episode TV adaptation of Richard Morgan's 2002 cyberpunk novel. View the Altered Carbon teaser below, along with new photos in the gallery, and check out the show when it launches Friday, February 2 on Netflix!

Consciousness can be digitized, human bodies are interchangeable and death is no longer permanent... Altered Carbon is an intriguing story of murder, love, sex, and betrayal, set more than 300 years in the future. Society has been transformed by new technology: consciousness can be digitized; human bodies are interchangeable; death is no longer permanent. Takeshi Kovacs (Suicide Squad's Joel Kinnaman) is the lone surviving soldier in a group of elite interstellar warriors who were defeated in an uprising against the new world order. His mind was imprisoned, "on ice", for centuries until Laurens Bancroftm (Hap and Leonard's James Purefoy), an impossibly wealthy, long-lived man, offers Kovacs the chance to live again. In exchange, Kovacs has to solve a murder ... that of Bancroft himself.


http://www.youtube.com/watch?v=qM7Eob4YFDQ
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Jerry Garcia

Mit der sehr überzeugenden  Roman-Trilogie haben sie sich schwer was vorgenommen.

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Mr. Blonde

Joel Kinnaman war damals in "RoboCop" nicht der Grund fürs Scheitern und in "House of Cards" ausgezeichnet. Sehe ihn daher mittlerweile immer wieder gerne. Die Trailer machen in jedem Fall was her und die Prämisse ist mal was anderes. Von daher freue ich mich auf Februar.


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Private Joker

Ab heute bei Netflix verfügbar, und das auch gleich die ganze erste Staffel und nicht im Star Trek-Salamimodus.

Gerade mal die erste Folge angetestet - und holla die Waldfee, die macht schon mal richtig Laune. Ich sag's mal so (im Bewußtsein, dass der Film ja trotz allem ein paar Fans hat) - das ist Ghost in the Shell in Gut. Vor allem optisch ist man nicht nur auf Augenhöhe, sondern klar vorne; da wird Zukunft nicht nur durch ein paar einkopierten Werbetäfelchen an realen oder minimal veränderten Hochhäusern behauptet, sondern in einer schönen Mischung aus "bunt" und "düster" tatsächlich dargestellt. Und natürlich ohne die bei dem Thema völlig unangebrachte PG-13/US-TV-Schere im Kopf - die Frauen sind auch schon mal nackt, die Action ist knackig, aber durchaus bodenständig, die Bluteffekte wirken nicht mal übertrieben CGI-lastig. Sogar eine Prise leicht grimmigen Humors (ich sag nur mal Edgar Allen Poe) ist dabei.

In die Story und den Background muss man sich erst mal einfinden, ist aber wahrscheinlich auch so beabsichtigt. Wenn ich ein klein bisschen meckern darf - dafür dass der Held da mal gerade 250 Jahre verschlafen hat, findet der sich erstaunlich schnell zurecht, die nähere und die fernere Zukunft scheinen sich nicht groß zu unterscheiden. Wer 1768 "eingeschläfert" wurde und heute aufwachte, würde wohl keinen Fuß an den Boden bekommen..

Bin da aber durchaus optimistisch, dass sich das vernünftig entwickelt, auch wenn vielleicht nicht jede Episode so spektakulär daherkommen sollte.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Eric

Kann mich da PRIVAT JOKERs Meinung nur anschliessen.
Obwohl ich den Start in die Serie etwas schwerfällig fand. Das könnte aber auch daran liegen, dass man es mittlerweile gewohnt ist, nicht mehr selber nachdenken zu müssen.  ;)

Ich bin auf jeden Fall gespannt wie die Serie sich entwickeln wird.
Das, für mich, definitive Highlight der ersten Folge war aber eindeutig der Hotelportier.  ;)
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

Mr. Blonde

6 Februar 2018, 11:11:49 #7 Letzte Bearbeitung: 6 Februar 2018, 11:14:33 von Mr. Blonde
Habe mittlerweile die ersten drei Folgen geschaut. Serie fällt etwas behäbig aus und leider fehlt mir dann doch die Tiefgründigkeit von "Westworld" und "Philip K. Dicks Electric Dreams". Die Serie benutzt ihr Setting zwar effektreich, aber nicht um Fragen zu stellen. Vielleicht bin ich zu verwöhnt. Nichtsdestotrotz hat "Altered Carbon" sehr viel Charisma. Kinnaman ist überzeugend und überraschend hart, wenn auch wenig charmant. Dafür hat man den genialen A.I. Hotelbesitzer. Die Rolle der Polizistin finde ich heftig fehlbesetzt, da die Frau einfach furchtbar spielt. Bezieht sich alles auf den O-Ton.

Werde ich definitiv zu Ende schauen. Zwar fehlen ausgearbeitete Figuren, aber es darf ja auch mal oberflächlich sein. Audiovisuell und vom Ideenreichtum in jedem Fall empfehlenswert. Stellenweise auch ziemlich brutal. Das geht fast in Richtung "Dredd", wenn es richtig kracht. Nur die erhoffte "Blade Runner" Serie ist das nicht wirklich.


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Private Joker

Die "Electric Dreams" habe ich auch parallel angeschaut, die fand ich jetzt in der Mehrzahl der Folgen gar nicht so überwältigend tiefgründig. Einige Episoden (zB die mit dem Alien-Vater oder mit dem Alien-Ehemann) sind nach heutigen Maßstäben sogar leicht überholt - alles natürlich unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Dick die entsprechenden Ideen mit als erster hatte. Das Teil mit der Geisterstadt ist sicherlich ein ziemlicher Grübler, aber mir dann auch schon wieder zu versponnen.

Da muss ich schon sagen, dass mir der Cyberansatz aus AC einfach zeitgemäßer erscheint; eine Welt, in der der Tod "eigentlich" kein Thema mehr ist, das finde ich interessant und da werden ja auch einige Facetten herausgearbeitet. Dass in dem ganzen mal wieder der Kern eines Film Noir mit einem Hard-Boiled-Detektiv steckt, der ohne die ganzen Hightech-Gimmicks auch von Chandler stammen könnte, ist richtig, macht die Sache aber auch nicht schlechter. Ist ja bei Blade Runner im Kern auch nicht anders.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Mr. Blonde

Klar, "Electric Dreams" hat seine Episoden, die eher nur Unterhaltung sind, aber für mich bieten "The Hood Maker", "The Commuter" und gerade die thematisch ähnliche Episode "Impossible Planet" doch inhaltlich deutlich größeren Mehrwert. Auch emotional ist das engagierter. Ist natürlich Geschmackssache, außerdem erzählt "Altered Carbon" halt auch die Geschichte einer gefühlskalten Welt. Darum mache ich das nicht zu einem großen Kritikpunkt. Trotzdem finde ich, dass ein "The Hood Maker" mit seinen 45 Minuten deutlich mehr mit seinen Figuren angestellt hat als die ersten drei Folgen dieser Serie.

Vielleicht ist der Vergleich generell unfair, aber sind halt gleiche Genres mit ähnlichem Schwerpunkt.


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Wolfhard-Eitelwolf

Zwei Folgen gesehen bisher und vor allem punktet natürlich die tolle Optik. Die Story dagegen konnte mich noch nicht übermäßig mitreißen, aber das kann ja noch kommen. Die Darsteller gehen in Ordnung und der Härtegrad ist mitunter durchaus beachtlich. Auf jeden Fall klar überdurchschnittliche, düstere SF mit einigen Blade Runner-Anleihen. Interessant auch das recht breite Bildformat, das dem Ganzen durchaus Kinofeeling verleiht.

Lunita

Das Ding war der absolute Hammer. Ich habe die erste Staffel zweieinhalb Mal hintereinander geschaut. Wobei ich als Blade Runner Fan natürlich hier allein schon mit der Optik und dem Setting leicht zu überzeugen war. Aber auch die Story, die Darsteller, alles erste Sahne. Schade, dass Joel Kinnaman nicht mehr dabei sein wird in der zweiten Staffel. Er hat die Serie schon deutlich dominiert. Mal sehen, ob sie einen gleich guten Nachfolger haben.

Newendyke



"Ich will jetzt nichts mehr hören, von wegen keinen Job, kein Auto, keine Freundin, keine Zukunft und keinen Schwanz." (der Meister - Gran Torino)