Cam (Blumhouse/Netflix)

Erstellt von StS, 9 November 2018, 11:24:50

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StS



On November 16th, Netflix will release Daniel Goldhaber's tech-driven psychological thriller CAM, a festival favorite that won "best screenplay" and "best first feature" at Fantasia, written by Isa Mazzei and set in the world of webcam porn.

CAM follows Alice (Madeline Brewer), an ambitious camgirl, who wakes up one day to discover she's been replaced on her show with an exact replica of herself. As this copy begins to push the boundaries of Alice's internet identity, the control that Alice has over her life, and the men in it, vanishes. While she struggles to regain what she's lost, she slowly finds herself drawn back to her show and to the mysterious person who has taken her place.

"CAM is the rare film about sex work openly written by a sex worker, and is an authentic, immersive dive into the world of internet performance and webcam pornography," explained a previous press release. The trailer dives deep into this world while also injecting a Hitchcockian spin right out of "The Twilight Zone"...


Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=kPHv7yHOYrc

Sieht interssant aus. Wird geschaut.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

13 Januar 2019, 11:47:39 #1 Letzte Bearbeitung: 13 Januar 2019, 11:58:57 von Private Joker
Weil "Bandersnatch" auf dem alten Fire TV nicht funktioniert, habe ich mir statt dessen mal den hier angesehen.

Tja, was soll man sagen zu einem Film, der mit 94% RT knapp bis deutlich vor fast allen diesjährigen GG-Preisträgern und Oscar-Kandidaten liegt ? Das ist jedenfalls ein sehr eigenwilliges Stück Techhorror, das nicht leicht zu bewerten ist.

Wie fast alle Produkten aus dem Blumenhaus ist das natürlich eine preiswerte, aber durchgehend solide Produktion, die anders als die für den Kinoeinsatz gedachten Werke auch keine Kompromisse dank PG13-Schere eingeht - die Bildsprache ist dem Thema angemessen, ohne voyeurístisch geraten zu sein. Die Grundidee, die natürlich mal wieder nicht komplett erklärt oder aufgelöst wird, ist schon irgendwo spinnert - oder doch nicht ? Wenn das, was ich mir als Erklärung zurechtgereimt habe (das Netz - oder von mir aus eine dunkle Macht dahinter- erschafft sich quasi lebende Avatare selbst) halbwegs zutrifft, wäre das schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen, aber irgendwie auch beunruhigend.

Und ja: nach schleppendem Start, der in die strange Welt der Camgirls ein bisschen arg ausführlich einführt (die Coautorin war wohl selbst eins und plaudert da ein bisschen zu ausgiebig aus ihrem Nähkästchen) zieht die Spannungsschraube schon ganz ordentlich an, bis zu einem durchaus gelungenen Showdown (und einem eher sagen wir mal doch leicht fragwürdigen Schlusspunkt).

Ich würde da vorsichtig mit knapp 7 Punkten bewerten, für einen Film, der beim ersten Ansehen nicht unbedingt aus dem TV Sessel fegt. Aber doch ein bisschen Nachgrübeln auslöst.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

Den fand ich prima. Würde gute 7/10 vergeben. Nicht unbedingt ein klassischer Horror-Film, sondern ein solides Psychogramm Schrägstrich netter "Branchen-Einblick" mit guter Hauptdarstellerin und einer gelungenen Atmosphäre.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")