News of the World (Western mit Tom Hanks von Paul Greengrass)

Begonnen von StS, 7 Oktober 2020, 21:46:29

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StS


In the film, based on the 2016 novel of the same name by Paulette Jiles, Tom Hanks stars as a widower in the Old West who "travels through the Texas desert to perform a one-man show about true stories from afar. His goal, apart from gathering coins in his cup, is to bring people together and expand their perspective of the world." The widower gets thrust into a dangerous journey after he discovers a young girl (Helena Zengel) who is the lone survivor of a carriage accident in the middle of nowhere.

Hmmm... schade, dass die Effekte suboptimal ausschauen.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

Nostalgie allerorten, im Internet kommt der Wellerman und im Heinkino der Hanks mit dieser sagen wir es vorsichtig etwas aus der Zeit gefallenen Searchers-Version, die erstaunlicherweise viel weniger bitter rüberkommt als das Vorbild und statt dessen auf Neubeginn nach einer persönlichen und allgemeinen Krise und erfolgreiche Selbstheilung setzt.

Ich hatte über Hollywoods jüngere Versuche, mit sparsamem Geld (abgesehen von den wenigen Prestigeprojekten wie dem Neuaufguss der "7") Neo-Western zu machen ja immer kräftig abgelästert. Hier ist das Geld da, und dementsprechend sieht der Film als period piece wirklich großartig aus mit seinen weiten Landschaften und Büffelherden, Städten, Käffern - das schreit förmlich nach der großen Leinwand oder wenigstens dem Netflix UHD-Abo mit 4K Projektor (was ich beides leider nicht habe). Und wahrscheinlich tut man dem Film einen Gefallen, wenn man ihn nicht als klassischen Western sieht, auch wenn die Elemente da sind, die Reiter in der Landschaft, ein paar Schusswechsel - durchaus solide inszeniert, Indianer, der Bürgerkrieg. Etwas arg schwer lastet der Versuch, auch noch etwas zur Politik damals wie heute zu sagen ("machen wir Texas wieder groß") über dem eh schon relativ ruhigen Film (selten habe ich ein Wort so häufig in Filmkritiken zu einem einzigen Film gelesen wie dieses "ruhig"). Aber es tut dem Unterhaltungswert keinen Abbruch, ich jedenfalls fand den keine Sekunde langweilig, und das Duo Hanks-Zengel funktioniert wie geölt.

Also vergessen wir einfach die zu vielen Versuche, ein totes Genre weiterzureiten wie das Pferd in der Wüste aus der Indianererzählung der schon zitierten Searchers und vergeben 7,5/10 für einen schlichten, einfach guten Film.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Newendyke

Dem kann ich mich nur anschließen, und es dürfte sich ja hier langsam rumgesprochen haben, dass Western einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen.
Und ja, der klassische Western oder gar Neo-Western ist das nicht, ein Außenseiterdrama vor Western-Setting trifft es da eher. Man merkt dem Film auch an, dass es keine Netflix-Produktion gewesen ist, denn im 3. Akt bleibt der Film fesselnd und hat diesen, mmh, Kino-Punch, der doch so vielen N-Produkten meist fehlt. Die erste Hälfte nimmt sich dabei sehr viel Zeit, um alles ruhig einzuführen, und dem vielgereisten Hanks nicht als einen komplett liberalen Weltmann darzustellen, sondern auch er hat zu Beginn so seine Meinung und Vorurteile. Zengel, noch immer nicht Systemsprenger gesehen, den ich nun endlich nachholen muss, ist eine schauspielerische Augenweide - von ihr bitte mehr in der Zukunft, wenn sie ihr Talent weiter ausbauen wird.
Die zweite Hälfte ging mir dann fast zu schnell, da haben die 2 kaum eine Hürde genommen, schon kommt das nächste Disaster um die Ecke und ich hatte nicht so recht geglaubt, dass das Ganze ein gutes Ende nehmen wird.

Und ich bleib dabei, Hanks ist und bleibt einer der wenigen Hollywood-Schauspieler, der immer sein Geld wert ist!

8/10


"Ich will jetzt nichts mehr hören, von wegen keinen Job, kein Auto, keine Freundin, keine Zukunft und keinen Schwanz." (der Meister - Gran Torino)

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