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Send Help (von Sam Raimi mit Rachel McAdams & Dylan O’Brien)

Begonnen von StS, 14 Oktober 2025, 19:47:47

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StS


ZitatRachel McAdams and Dylan O'Brien star in Send Help, releasing in theaters January 30, 2026.

Edyll Ismail ("La Brea"), Dennis Haysbert ("Far from Heaven"), Xavier Samuel ("Elvis"), Chris Pang ("Crazy Rich Asians"), Thaneth Warakulnukroh ("Thai Cave Rescue") and Emma Raimi ("Happy Pills") also star in Sam Raimi's new movie Send Help.

In the film, "Linda Liddle (Rachel McAdams) and Bradley Preston (Dylan O'Brien) are two colleagues who find themselves stranded on a deserted island after they are the only survivors of a plane crash. They must overcome past grievances and work together to survive, but ultimately, it is an unsettling and darkly humorous battle of wills and wits to make it out alive."

(https://bloody-disgusting.com)
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Wolfhard-Eitelwolf

Aber interessante Prämisse, muss man doch sagen. Cast Away auf Böse klingt zumindest mal nicht nach dem sonst üblichen Einheitsbrei. Letztlich wird sich aber zeigen müssen, ob das Gezeigte allein über die gesamte Laufzeit zu tragen vermag.

Private Joker

Zitat von: Wolfhard-Eitelwolf am 16 Januar 2026, 15:24:42Aber interessante Prämisse, muss man doch sagen. Cast Away auf Böse klingt zumindest mal nicht nach dem sonst üblichen Einheitsbrei. Letztlich wird sich aber zeigen müssen, ob das Gezeigte allein über die gesamte Laufzeit zu tragen vermag.

Cast Away feiert aber vor allem den "Solo-Überlebenden", der sich gegen seine urbane Prägung die notwendigen Survial-Skills aneignet.
Die Verwandtschaftslinie von dem hier sehe ich mit aller Vorsicht eher in dem schon mehrfach (am prominentesten von den Briten) verfilmten Theaterstück "The Admirable Crichton", der den sozialen und generellen Clash/Rollenwechsel angesichts des Zivilisationsverlustes auf so einer Insel erstmalig auf Bühne und Leinwand brachte. Natürlich ohne das ganze Blut, was es vom Raimi sicher geben wird...
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Terry Noonan

Life is what happens while you are busy making other plans.

mali

Zitat von: Private Joker am 16 Januar 2026, 22:42:38Die Verwandtschaftslinie von dem hier sehe ich mit aller Vorsicht eher in dem schon mehrfach (am prominentesten von den Briten) verfilmten Theaterstück "The Admirable Crichton", der den sozialen und generellen Clash/Rollenwechsel angesichts des Zivilisationsverlustes auf so einer Insel erstmalig auf Bühne und Leinwand brachte.

Mehrfach sogar. 1918 und 1919 als Stummfilm, 1957 als Kinofilm und 1968 als TV-Film - das sind die vier, die ich kenne. Laut IMDb gibt es weitere. Die 1957er Verfilmung lief früher öfters im TV (ARD, ZDF, Dritte), zumindest davon gibt es also eine Synchro. Leider nie veröffentlicht worden (*schnüff*). Auf YT aber im O-Ton zu finden.


"Send Help" sah ich gestern, vollkommen ohne Vorwissen (Handlung, und auch nicht, dass der von Raimi ist). Als der Film anfing, dachte ich dementsprechend: "Ach Fuck, RomCom ...". Falscher konnte ich gar nicht liegen :) Mir gefiel der Film, hat aber mit "Admirable Chrichton" nicht wirklich viel gemmeinsam.

Private Joker

14 Mai 2026, 16:44:20 #7 Letzte Bearbeitung: 28 Mai 2026, 14:09:42 von Private Joker
Hab den jetzt mal via Disney+ nachbesichtigt - auf die Gefahr, die Phrase "meiner war der nicht" in letzter Zeit ein wenig zu oft benutzt zu haben: Eher nö, auch wenn der sicher nicht wirklich schlecht oder grottig war.

Wobei ich nicht ganz genau weiß, was ich erwartet hätte- die nächste harmlose Rom-Com Marke "X-Tage und Y Nächte" zum Thema sicher auch nicht. Vielleicht irgendwas bisschen Flotteres, Funorientierteres, denn gerade in der Mitte zieht es sich doch etwas und ein bisschen arg ernst nimmt sich der Film dann auch. Und das Finale ist auch mal wieder heftig windschief - da sag ich passenderweise am Ende noch was zu, natürlich verspoilert.

Halbwegs spoilerfrei muss man allerdings dem ganzen Konstrukt vorwerfen, dass da viel nicht zusammen passt. McAdams Survival-Skills werden heftig hochgehängt, allein: woher bekommt man die, als 50+-Wochenstunden Büromaus mitten in NYC? - die notwendigen Wälder und die Zeit zum Training muss man da erst mal finden. So richtig rund läuft das auch auf der Insel nicht, ohne den gewollten Trick mit dem Messer sähe selbst Miss Prepper eher alt aus. Und wie bekommt der Survival-Noob da (heimlich) ein Floß zusammen ?

Dass sich die Zeiten geändert haben, merkt man nicht nur daran, dass der Film den Gedanken an "Näherkommen" der beiden relativ weit ins Reich der Fantasie verbannt (auch vom Casting her, immerhin ist Rachel 13 Jahre älter  als Dylan, ohne dass dem Film jetzt irgendwie vorzuwerfen). Überdies halt auch daran, dass der Film im Rahmen eines für den Regisseur wohl obligatorischen, für das Genre aber eher ungewohnten R-Ratings lieber Kübel von Blut über sich und die Zuschauer ausgießt als auch nur eine Nacktszene zu zeigen. Will da nicht zu chauvi klingen, und die Zeiten, als unangemessen junge Darsteller da weitgehend unbekleidet durch Blaue Lagunen schwammen, sind vielleicht auch zu Recht vorbei. Aber ganz ehrlich - in dem Szenario läge es vielleicht ja doch nah, dass man die (einzige) Kleidung auch mal zwecks Säuberung (Person und Kleindungstück) ablegt (o.k, einmal gibt es Dylan pur von hinten). Aber dafür hätte man vielleicht auch eher Sidney casten müssen, das hätte dem Film sicher auch ein oder zwei Milliönchen mehr eingebracht.

Ach ja, das Ende. Ich vermute mal vorsichtig, dass die Macher da einige Konferenzen zu dem Thema abgehalten haben und sich nicht wirklich einigen konnten, das Ergebnis läuft eher auf "wegblenden, weil es eh keinen Sinn macht" hinaus. Nur mal grob:
Spoiler: zeige
 Wo hat die die drei Leichen versteckt, warum vermisst die niemand, warum fragt da niemand nach oder sucht mal ??? Und wie kommt Miss Alles-im-Griff da so problemfrei in so eine High-Tech-Villa rein, die - wenn man das eh leicht abwegige Konstrukt "unbewohnte Super-Ferienwohnung als einziges Gebäude einer einsamen Insel" akzeptiert - lieber dreifach als doppelt absichern sollte ?

Letztlich war der mir für eine Survival-Satire zu unlustig, für einen echten Horrortrip zu unhorribel und überdies mal wieder an vielen Stellen zu unlogisch bzw. "gewollt". Für ein ein paar gelungene Anmerkungen über soziale/gesellschaftliche Rollen und ein, zwei dann doch ganz brauchbare Szenen noch knapp 5/10 - bei einem gewissen Verständnis, dass der einem auch "besser" gefallen kann.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

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