OFDb

Evil Dead Burn

Begonnen von StS, 21 April 2026, 19:26:47

⏪ vorheriges - nächstes ⏩

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

StS


Director:  Sébastien Vaniček
Cast:  Souheila Yacoub, Tandi Wright, Hunter Doohan, Luciane Buchanan, ...

Evil Dead Burn unleashes the franchise's most savage and terrifying ride to date, blazing onto big screens with an all-new chapter of carnage and demonic mayhem. After the loss of her husband, a woman seeks solace with her in-laws in their secluded family home. As one by one they are transformed into Deadites—turning the gathering into a family reunion from hell—she comes to discover that the vows she took in life... live on even in death.


Only in theaters July 10.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Wolfhard-Eitelwolf

Erinnert herzlich wenig an Evil Dead als vielmehr einen x-beliebigen Infizierten/Dämonen-Reißer

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

PierrotLeFou

Hm; tonal weicht er doch recht konsequent ab (wobei ja im Grunde jeder Zeil bislang etwas andere Akzee gesetzt hat), wenngleich die Mischung aus schwarzem Humor, überdrehter Gewalt und Creepiness auch hier waltet. Das hängt auch damit zusammen, dass es hier allen um etwas geht: den Filmschaffenden und ihren Figuren, wobei die Menschen ihr Familiendrama haben (und die Hauptfigur ihre
Spoiler: zeige
Bewältigung einer Ehe eines gewalttätigen Mannes und ihrer Beziehung zur dysfunktionalen, teils latent xenophoben Familie des Toten
, während die Deadites das bizarre Familientreffen
Spoiler: zeige
eingefädelt haben, um dem Dolch der weisen Männer habhaft zu werden
. (Und nebenbei spiegelt die Handlung auch noch das Eindringen des französischen Filmschaffenden ins US-Franchise.) Beides arbeitet eher parallel nebeneinander und steht sich gelegentlich im Wege; Vanicek bleibt sich im Grunde mindestens so treu wie vor ihm Cronin, allerdings passen seine Anleihen beim Sozialdrama hier weniger gut als zuvor bei seinem Geziefer-Fetzer. Teils überaschend ernst und ambitioniert auf eine etwas fehlplatzierte Weise; allerdings habe ich hier weder die Tragik der Story, noch die krude Gewalt als besonders beklemmend empfunden. Zwei Post-Credit-Scenes belohnen diejenigen, die noch bis zum Schluss im Saal bleiben. Ich lande bei soliden 6/10
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Mr. Blonde

14 Juli 2026, 05:42:16 #5 Letzte Bearbeitung: 14 Juli 2026, 05:59:05 von Mr. Blonde
Gefiel mir etwas besser als "Evil Dead Rise". Das Grundkonzept, das Ganze in ein Drama um eine dysfunktionale Familie zu zu verpacken, empfand ich als frisch. Wer sich jetzt Sorgen macht: es ist eher so, als gäbe es Drama am Esstisch einer Backwood-Slasher-Familie. Also schon alles sehr böse, unbequem und garstig. Sympathieträger sind entsprechend rar gesät, wobei sich zwei Figuren innerhalb der Handlung doch noch entsprechend entwickeln.

Der Gore-Faktor ist recht hoch. Eine Szene geht schon fast in die Richtung eines "Terrifier". Ironischerweise soll genau die Szene für ein R-Rating noch beschnitten worden sein und später noch ausufernder nachgereicht werden. Dabei ist die Passage echt schon locker hart genug und deutlich zeigefreudiger, als es in üblichen Horrorfilmen der Fall ist.

Die Inszenierung selbst hat mir gut gefallen. Langsamer Aufbau, aber dann auch bald Tempo, dazu einige kreative Kamerafahrten und visuelle Spielereien, die ich so in einem Evil Dead sehen will. Ein wenig französisches Flair kommt auch auf durch den Einsatz eines Chansons. Die kurzen Momente, in denen französischer Hip Hop eingespielt wird, dürften manche stören. Innerhalb der Filmhandlung ist sie zumindest begründet, da eine Szene in einem Club spielt. Der andere Song kommt im Abspann. Hat bei mir aber keine großen Irritationsmomente ausgelöst. Scheint bei dem Regisseur auch Standard zu sein. "Spiders" soll ja voller solcher Tracks gewesen sein. Hier ist es jedoch nicht ausufernd eingesetzt.

Es gibt
Spoiler: zeige
zwei Post-Credit-Scenes.
Wobei letztere durch ihre fiese Härte überrascht, aber es mit der Logik nicht so weit her ist.
Spoiler: zeige
Die Rückkehr der Mutter aus Rise hätte es für meinen Geschmack jetzt nicht gebraucht. Die vorherigen Filme wirkten sehr eigenständig. Dass man jetzt mit Rise beginnt, eine Kontinuität durchzuboxen, ist Geschmackssache.


Mit fast zwei Stunden dürfte das der längste Vertreter der Reihe sein. Hat mich jedoch nicht gestört. Das Pacing empfand ich als rund und der Streifen hielt mich durchgehend bei Laune. Das Drama-Korsett gefiel mir. Wenn man schon komplett weg von Ash und den Raimi-Filmen geht, darf man auch einfach experimentieren. Es steht "Evil Dead Burn" gut zu Gesicht. Empfinde auch nicht, dass es sich zu sehr vom Spirit der Reihe entfernt. Die Deadites waren ja immer bekannt dafür, die Schwäche der Menschen auszunutzen, in dem sie gerade Familienmitglieder und geliebte Menschen befallen haben und das entsprechend manipulativ "ausgeschlachtet" haben.

Humor gibt es recht wenig, wobei es einen Running-Gag mit der senilen Großmutter gibt, der erst ganz witzig ist, aber dann zu oft wiederholt wird. Hat jetzt aber für mich keinen dauerhaften Schaden angerichtet.

Verweise an die Reihe gibt es einige.
Spoiler: zeige
Die übliche schnelle Schnittfolge, die man in Raimis Filmen eingesetzt hat, wenn Ash sich vorbereitet und die Kettensäge angeschnallt hat, wird hier quasi "in einem Abwasch" erledigt. Der alte "kandarian Dagger" wird ein mal in Großaufnahme gezeigt, ist in diesem neuen Film aber nicht mehr das entsprechende Mittel, um sich der Deadites zu entledigen. In Indiana-Jones-Manier ist es eher der "Becher eines Zimmermanns", also ein unscheinbarer Dolch, der verwendet werden will. Dann soll sich wohl im Haus ein Bild von Bruce Campbell befinden. Habe es selbst aber nicht gesehen. Auch nicht das Oldsmobile, das ja zu einem Trademark der Reihe geworden ist. Ein mal wird die Kettensäge angeteasert, eingesetzt wird dann aber ein Presslufthammer. Solche Gags und Reminiszenzen gibt es in ausreichender Zahl, sie sind aber nicht aufdringlich und dezenter Fanservice.


Ich lande so bei 8/10 als moderne Bewertung für einen modernen Evil-Dead-Film. Wenn ich mit den alten geliebten Kultfilmen vergleiche, würde es etwas abfallen. Man kann aber immer noch feststellen: Deadites sind so viel kreativer, abgefahrener und bösartiger, als jeder Zombie. Man kann einfach so viel mehr mit ihnen anstellen. Darum darf es in einem gesunden Abstand bitte immer mal wieder einen Evil Dead geben, gerne auch mit entsprechenden Experimenten, was die Handlung angeht. Das Potential ist da.

JasonXtreme

Das klingt doch bislang ganz gut!
"Hör mal, du kannst mein Ding nicht Prinzessin Sofia nennen. Wenn du meinem Ding schon einen Namen geben willst, dann muss es schon was supermaskulines sein. Sowas wie Spike oder Butch oder Krull, The Warrior King, aber NICHT Prinzessin Sofia."

Mr. Blonde

Eine Anspielung ist mir gerade noch eingefallen:

Spoiler ist das jetzt nicht wirklich...

Der Film fängt mit dem gleichen Fliegen-Soundeffekt an, den man in der Originalreihe schon immer mal wieder gehört hat. Ist mir sofort aufgefallen, weil ich nicht normal bin.  :lol:

https://movie-sounds.org/horror/the-evil-dead-1981/59804

TinyPortal 2.0.0 © 2005-2020