Avatar (von James Cameron)

Erstellt von Indy, 15 Juli 2006, 11:05:03

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Headynem

Gerstern auch in Avatar 3D gewesen. Satte 10/10 Punkte und Hut ab das er meine Erwartungen vollends erfüllt hat!!!!
Meine kleinen Digitalen Kinder


Chuck Norris isst keinen Honig, er kaut Bienen

eaurouge

Zitat von: McClane nach 22 Dezember 2009, 19:43:52
Obwohl es ja scheinbar ein Vergehen der ganz schweren Sorte ist "Avatar" zu kritisieren oder besser gesagt: Nicht für das raffitückischste Meisterwerk des aktuellen Jahres zu halten (wirklich schlechte Noten hat ja hier keiner ausgepackt), will ich nochmal zu ein, zwei Sachen was sagen.

Zum einen ist MäcFlys Einwand durchaus berechtigt: Im Vorfeld wurde "Avatar" als absoluter Überfilm, nicht nur technischer, als auch inhaltlicher Natur präsentiert. Da darf man sich dann ja durchaus wundern, wenn er eine relativ simple Geschichte erzählt.


Ich bin prinzipiell ein eher Gelegenheitsnutzer der Seite hier, aber ich lese enorm gerne Reviews und das speziell von dir, weil du meiner Meinung nach meistens das richtige Verhältnis zwischen Popcorngeschmack und Cineastischen Ansprüchen triffst und dabei meistens im Auge dafür behälst welche Funktion der Film eigentlich hat.
Und wenn mann deine Reviews ein bisschen kennt weiss man das du in dem Fall überdurchschnittlich hart und unnachgiebig gewesen bist. Es gibt andere Kritiker, da sind 7 Punkte immer noch hervorragend, bei dir ist das prinzipiell vernichtend. Gerade im Bezug auf die beiden Transformers Filme, die wirklich einfach auseinanderzunehmen sind. Bei jedem Punkt den man dort strittig sehen könnnte entscheidest du dich für die wohlwollende Seite, während es hier mehr oder minder jedesmal Höchsstrafe gibt.
Was mich zu deinem 2. Absatz bringt. Ich bin kein guter Schreiber, deswegen verfasse ich normal keine Reviews, weil ich mich schlichtweg verzetteln würde. Aber: Wenn ich mich über einen Film informiere erhoffe ich mir von der Kritik zu erfahren ob ein Film was taugt. Das was irgendwelche Fanboys oder Marketingstrategen im Vorfeld von sich geben darf eigentlich auf die entgültige Wertung keinen Einfluss haben. Ist ein Film nicht sehenswert oder schwächer als ein anderer nur weil es irgendeinen bizarren Hype darum gab? Ganz abgesehen davon das ich ich mich an die Aussage er wäre auch inhaltlich ein Überfilm beim besten Willen nicht erinnern kann.
Das soll nicht heissen das man nicht klar sagen darf dass die eigene Erwartungshaltung enttäuscht wurde, aber wenn die Bewertung davon beeinflusst wird verliert eine Kritik für meine Begriffe ihre Neutralität, vor allem wenn der Kritik erstmal ein über den Regisseur abätzender 12 Zeilen Absatz vorangestellt wird, der schonmal vorab die Fronten klärt (nicht auf dich bezogen).
Wenn sich der Rauch mal gelegt hat werden zwar sicher auch einige ihre Note abwärts korrigieren, ich glaube aber auch das es wird ne ganze Menge Leute geben wird, die sich nach einer 2. Sichtung fragen werden ob sie dem Film nicht doch unrecht getan haben.

blade2603

Hat schon einer was zu den Einspielergebnisen gehört? wie siehts da Worldwide aus? Bleibt er hinter den Erwartungen zurück oder hat er so eingeschlagen wie er sollte?
"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
◾ Originalzitat von: Curt Goetz

(aus den Känguru Büchern)

McClane

23 Dezember 2009, 14:59:19 #183 Letzte Bearbeitung: 23 Dezember 2009, 15:04:05 von McClane
@ Anime

Im Falle von "Titanic" soll das Ganze allerdings die größe Lovestory allerzeiten sein, Liebe auf den ersten Blick und so, insofern macht der Aufbau durchaus Sinn, während in "Avatar" zwei Leute zusammenkommen, die sich anfangs nicht mögen und darüberhinaus noch nicht mal zur selben Spezies gehören.

@ eaurouge

Erstmal vielen Dank für die Blumen. 7/10 von sind allerdings bei mir keineswegs vernichtend, mein aktueller Bewertungsdurchschnitt steht bei 5,74. 7/10 steht bei mir für gute Filme, die zum oberen Bereich in ihrem Feld gehören, aber eben noch nicht den Status eines Meisterwerk verdienen. Außerdem hab ich bei "Avatar" zwischen 7 und 8 geschwankt (wie es bei mir "Transformers 2" übrigens auch erging). Allerdings wurden die Leute, die bei "Transformers 2" das "Was hattet ihr erwartet?"-Argument gezückt haben, emsig niedergeschrien, während es hier ja oft verwendet wird.
Es mag sein, dass die Kritik etwas harsch klingt, eben weil ich die Forumsdiskussion und die vielen "Neuerfindung des Kinos"-Stimmen im Hinterkopf hatte und dann mehr oder weniger unterbewusst den Wunsch "dagegen anzuschreiben". Allerdings gibt es in der Kritik ja auch genug Lob, nicht nur für die technische Seite, gerade die Erzählökonomie der Expositon sowie diverse Schauspielleistungen werden ja explizit gelobt.
Außerdem: Jeder hat so seine Vorlieben, insofern ist ja klar, dass bei mir auch immer der Bay-Fan durchkommt, um bei dem Vergleich uzu bleiben. Bleibt auch die Frage, ob Zweitsichtungen bei "Avatar" und "Transformers 2" noch zu Auf- oder Abwertungen führen.
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)

MMeXX

Zitat von: blade2603 nach 23 Dezember 2009, 14:44:53
Hat schon einer was zu den Einspielergebnisen gehört? wie siehts da Worldwide aus? Bleibt er hinter den Erwartungen zurück oder hat er so eingeschlagen wie er sollte?


Weltweit: $285,222,531 (Quelle: http://boxofficemojo.com/movies/?id=avatar.htm - die Site boxofficemojo.com ist meines Erachtens allgemein für solche Sachen gut geeignet)

Ob das über/unter/vor/hinter den Erwartungen liegt, weiß ich aber nicht. ;)

MäcFly

In Amerika haben sich die Schneestürme laut Medienberichten nicht gerade positiv auf das Einspielergebnis ausgewirkt. In den Deutschland steht er laut kino.de im Moment bei knapp 900.000 Zuschauern, was in Anbetracht der Konkurrenz (2x Disney, Twilight und Nuschel-Til) eigentlich ganz ordentlich ist.
"Man muss immer darauf achten, dass man ein gewisses Niveau nicht unterschreitet - sonst ist es schnell aus."

"Wenn man Mubarak heißt oder Kosslick, dann kann man alles machen." (Uwe Boll)

blade2603

Zitat von: MMeXX (Fischkutter) nach 23 Dezember 2009, 15:06:57
Zitat von: blade2603 nach 23 Dezember 2009, 14:44:53
Hat schon einer was zu den Einspielergebnisen gehört? wie siehts da Worldwide aus? Bleibt er hinter den Erwartungen zurück oder hat er so eingeschlagen wie er sollte?


Weltweit: $285,222,531 (Quelle: http://boxofficemojo.com/movies/?id=avatar.htm - die Site boxofficemojo.com ist meines Erachtens allgemein für solche Sachen gut geeignet)

Ob das über/unter/vor/hinter den Erwartungen liegt, weiß ich aber nicht. ;)


Danke.. ich hab die Seite gesucht aber ich hab den link nicht mehr... danke dafür...
"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
◾ Originalzitat von: Curt Goetz

(aus den Känguru Büchern)

droog

Zitat von: Anime-BlackWolf (Sailor Moon / Bunny Tsukino) nach 22 Dezember 2009, 22:01:29
Den Film kann man sich wirklich auch dann anschauen, wenn man mit Fantasy und SciFi nix am Hut hat.


Ich würde sogar behaupten, dass man von Avatar nur vollends zufrieden gestellt werden kann wenn man mit Fantasy und SciFi nix am Hut hat. ;-)

Dem Fantasyfan in mir war die ganze Optik, so perfekt sie auf der technischen Seite auch war, einfach nicht kreativ genug. Da hat Cameron die Möglichkeiten bei der Hand um wirklich alles, was man sich vorstellen kann, glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen und macht dann doch "nur" einen Film mit blauen Katzen-Nachtelf-Indianern in einem Wald und mit Tieren, die soweit auch nicht von der gängigen Fantasy oder auch der wirklichen Dinosaurierzeit entfernt sind. Da war nichts wirklich neues dabei. Da hät ich mich einfach über etwas mehr Kreativität gefreut. Und bei aller Freude über technische Perfektion: so umgehauen hat mich das bei dem konventionellen Rest dann auch nicht mehr. Dass es CGI-Charaktere und Landschaften wie z.B. in Star Wars irgendwann mal in "wirklich richtig gut und überzeugend" geben wird, war ja abzusehen.

Was die SciFi angeht: da kann man sich ja ausgezeichnet über die Definition des Genres streiten aber für mich machen Raumschiffe und Aliens noch keine SciFi (Star Wars würde ich z.B. auch eher im Bereich Fantasy einordnen). Die Story von Avatar wäre mit geringfügigen Änderungen auch schon vor 30 Jahren und komplett ohne CGI, Aliens, fremden Planeten etc. verfilmbar gewesen. Das fand ich einfach schade, denn so ein bisschen hatte ich mich schon auf ein paar SciFi-Elemente gefreut, die dem Film etwas Tiefe verleihen (wie die Zeitreisethematik in Terminator beispielsweise). Ich mein, der Film heißt "Avatar" aber die namensgebende Technik hat kaum Auswirkungen auf die Story. Sie löst halt ein Problem, dass sich Cameron selbst geschaffen hat, indem er das Setting mit den Na`vi gewählt hat (Indiander statt Na`vi und schon brauts keine Avatare mehr).
Viele Element im Film verkommen einfach zum Selbstzweck bzw. dienen nur als Rechtfertigung um mal zu zeigen, was mit Spezialeffekten heute so möglich ist. Muss ja auch nicht schlimm sein. Wenn man mit der Handlung von Avatar etwas anfangen kann, schadet's ja nicht, die einfach optisch aufgemotzt zu präsentieren. Ich hät jetzt auch nichts z.B. gegen einen 'Spiel mir das Lied vom Tod' oder 'Apokalypse Now'  aufgehübscht mit Aliens und Megabudget.
Ich persönlich habe mich nur darüber geärgert, dass das ganze SciFi-Potential, welches in der Avatar-Thematik steckt, nicht genutzt wurde. Irgendwann im Film gab's mal nen Lichtblick. Da sagt Sully "Everything is backwards now, like out there is the true world and in here is the dream." Da hab ich mich schon gefreut, dass der Film noch etwas auf die psychologischen Probleme eingeht, die sowas mit sich bringt, wie es z.B. 'A Scanner Darkly' getan hat (obwohl ich hier beide Film natürlich nicht miteinander vergleichen will). Aber da kam ja leider nichts mehr. Ich hatte da wohl einfach falsche Hoffnungen.

Zum Schluss noch (ist eh schon zu lange geworden): wenn ein Regisseur so breitbeinig daher kommt wie Cameron kommt und die Hoffnungen mit Sätzen wie "My goal is to rekindle those amazing mystical moments my generation felt when we first saw 2001: A SPACE ODYSSEY, or the next generation's STAR WARS." schürt, muss er es sich auch gefallen lassen, wenn die Leute dann teilweise enttäuscht sind und den Film nicht mehr ohne das Marketing und den Hype betrachten und beurteilen.
PEHDTSCKJMBA

Shodan

Ich finde noch den Aspekt des Nichtloslassens interessant. Wie Sully an seinem Avatar hängt und in seinem realen Leben seinen Körper vernachlässigt, vergisst zu essen und zu duschen, das war schon eine eindeutige Spitze an so manchen World of Warcraft o.ä. Open-World-Spieler.

shellat

James Cameron + Sigourney Weaver - Facehugger = 0/10 Punkte  :king:

Ansonsten jedoch ein sehenswerter Film, aber die oft genannte "oberste Messlatte" der 3D-Technik kann ich nicht erkennen, da bin ich wohl zu Nvidia geschädigt. Egal, 7/10 !
"Elucidarium: Dino-Idiotica"

http://elucidarium.bplaced.net/

StS

Zitat von: shellat nach 27 Dezember 2009, 05:39:17
James Cameron + Sigourney Weaver - Facehugger = 0/10 Punkte  :king:


Ursprünglich sollte ja auch Michael Biehn die Rolle spielen, die letztlich an Stephen Lang ging - aber wegen der zusätzlichen "Aliens"-Gemeinsamkeit hat Cameron sich dann doch dagegen entschieden...
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Bretzelburger

Ich habe mir heute den Film ein zweites mal angesehen - wieder in 3D, aber in einem überfüllten, extrem warmen Saal in einem Wuppertaler Kino. Und was soll ich sagen - mein Urteil hat sich nicht verschlechtert. Der Film wirkte bei mir auch das zweite Mal, so dass ich die etwas widrigen Umstände glatt vergaß.

Angesichts der Reaktionen des Publikums, bei dem sich auch die Fraktion, in deren Wortschatz sich bei jedem zweiten Wort "fett" oder krass" einschleicht, begeistert äußerte (und dabei keineswegs oberflächlich blieb), habe ich mir die hier geäußerten negativen Meinungen nochmals angesehen. Auch wenn es natürlich die eine oder andere individuelle Nuance bei jedem Kritiker gibt, kann man diese Meinungen unter zwei Punkten zusammenfassen :

1. Erwartungshaltung :

Ob sich Cameron 12 Jahre Zeit ließ (die Frage ist nur, ob nicht auch für sein Privatleben), in Interviews euphorische Ankündigungen tätigte oder die Marketingabteilung mit hohen Zielsetzungen prahlte. Immer wieder wird von den Kritikern angeführt, dass die Erwartungshaltungen nicht erfüllt wurden und Cameron daran selbst Schuld ist.

2. Die Story :

Von "Pocahontas" über "Wer mit dem Wolf tanzt" bis zu "Star Wars" fallen dem geschulten Kritiker eine Menge Beispiele ein, in denen er Story Elemente schon so ähnlich und in der Regel besser sah. Ähnliches gilt natürlich auch für die Message, die manchem als zu bekannt, dazu noch zu tugendhaft und irgendwie naiv sauer aufstösst. Das die Charaktere zudem wenig nachvollziehbar gestaltet wurden, ist fast schon logisch, genauso wie die armen Darsteller, die bei einem solchen Drehbuch selbstverständlich keine Chance haben.

McLane führt zudem noch an, dass die Kritik an "Avatar" hier schon in den Rang eines Frevels fällt, aber das stimmt natürlich nicht. Viel mehr fällt einfach auf, dass die dafür genannten Gründe nur wenig Vielfalt besitzen und - was ich wesentlich bemerkenswerter finde - alle damit zu tun haben, dass Jemand seinen Kopf angestrengt hat. Natürlich kann man nicht verlangen, dass Jeder beim Ansehen des Films gleich seine Umwelt vergisst, aber ich finde es schon erstaunlich, wie sehr Erwartungshaltungen und jederzeit parate Vergleiche hier den Kinogenuss einschränken. Ich selbst habe schon viele Reviews geschrieben und noch weit mehr Filme gesehen, aber wenn ich mit meinen knapp 50 nicht noch ins Kino gehen könnte und wie eine erstauntes Kind den Film auf mich wirken lassen könnte, würde ich den Spaß daran verlieren. Egal ob der Film bei mir Freude, Glück, Hass oder Entsetzen auslösst (und dann folgend auch den Analysewahn) , mit einer von außen geschürten Erwartungshaltung (gegen eine innere kann man nicht an) oder irgendeiner Vergleichbarkeit zu anderen Filmen, hat das nichts zu tun, zumindest bei mir nicht.




Indy

Selten habe ich erlebt, dass ein Film so vehement (man könnte auch sagen verbissen) verteidigt wird. Aber das ist durchaus in Ordnung, wir befinden uns ja auch in einem Diskussionsforum. Daher möchte ich nochmals auf deine Argumente eingehen. Es sei aber vorangestellt, dass ich, bevor ich den Film gesehen habe, weder den Trailer gesehen hatte noch bescheid wusste, um was es in dem Film eigentlich geht. Alles was ich gesehen hatte, waren ein paar Standbilder und zwei TV-Interviews mit James Cameron in denen er vollmundige Versprechungen gemacht hat. Zwar hat er sich hauptsächlich auf die Optik bezogen, aber auch was die Story angeht schien er ziemlich überzeugt zu sein, dass er dem Kinobesucher mit Avatar etwas neues präsentieren wird.

So, jetzt gehe ich also mit dieser, von JC geschürten, Erwartungshaltung und dem Wissen, dass Herr Cameron seit einem guten Jahrzehnt keinen Spielfilm für die große Leinwand mehr gemacht hat - was die Erwartungen zugegebenermaßen noch zusätzlich steigert, ins Kino. Und was bekomme ich serviert: eine vergleichsweise simple Story in opulenter, noch nie dagewesener Optik. Mein, durchaus nachvollziehbarer, Standpunkt ist jetzt ganz einfach der, dass ich sage "Herr Cameron hat sein Versprechen nur zur Hälfte eingelöst". Und meine Meinung ist die, dass Herr Camron sich die Kritik an der Story durchaus gefallen lassen muss, vor allem und insbesondere dann, wenn er vorher solche Versprechungen gemacht hat. Das gilt aber generell für jeden Regisseur.

ZitatMcLane führt zudem noch an, dass die Kritik an "Avatar" hier schon in den Rang eines Frevels fällt, aber das stimmt natürlich nicht.


Wenn man sich hier den einen oder anderen Kommentar durchließt, dann kan einem dieser Gedanke schon kommen.

ZitatViel mehr fällt einfach auf, dass die dafür genannten Gründe nur wenig Vielfalt besitzen...


Sorry, aber das ist kein Argument. Wenn die Schwachstellen offensichtlich sind, dann muss ich nicht noch zusätzlich Gründe finden bzw. erfinden, warum etwas außerdem noch schlecht ist (solltest du als Ingenieur eigentlich wissen - wobei man als Ingenieur aus Sicherheitsgründen natürlich bemüht sein sollte, stets alle Schwachstellen zu finden  ;) ). Vielmehr bin ich der Ansicht, dass der überwältigende Konsens, was die Schwachpunkte des Films angeht, dieser Kritik eher noch mehr Gewicht verleiht. Ich glaube nämlich nicht, dass hier nur nachgeplappert wird.

Zitat...und - was ich wesentlich bemerkenswerter finde - alle damit zu tun haben, dass Jemand seinen Kopf angestrengt hat.


Solltest du dieses "dass Jemand seinen Kopf angestrengt hat" auf Mr. Cameron bezogen haben, so kann ich dir nur zum Teil Recht geben. Um diese Optik bzw. Welt zu erschaffen muss man zugegebenermaßen eine Vision haben bzw. ein Visionär sein. Aber um sich eine derartig platte Story auszudenken, reicht es aus ein drittklassiger Drehbuchautor zu sein.

ZitatNatürlich kann man nicht verlangen, dass Jeder beim Ansehen des Films gleich seine Umwelt vergisst, aber ich finde es schon erstaunlich, wie sehr Erwartungshaltungen und jederzeit parate Vergleiche hier den Kinogenuss einschränken.


Im Moment des Kinobesuchs stört nichts meinen Genuss. Aber sobald ich aus dem Kino rauskomme, denke ich darüber nacht, was mir der Film jetzt gegeben hat. Ob es das war, was ich mir davon versprochen hab und wenn ja, inwieweit, und falls nein, warum nicht. Im Fall von Avatar war das ganz einfach. Ich habe einen Film, den man so noch nie gesehen hat, in opulenter Optik und mit neuartiger Story erwartet. Warum? Weil es mir so versprochen wurde. Man kann Erwartungshaltung und Kinobesuch nicht voneinander trennen, das geht nicht. Wenn dem so wäre, dann wären alle Filme eines Genres gleich gut besucht, weil kein Mensch Erwartungen hätte und sich jeden Film dieses Genres ansehen würde. Persönliche Vorlieben für ein Filmgenre spiegeln sich in den Erwartungen an einen bestimmten Film dieses Genres wieder. Gleiches gilt im Übrigen auch für Regisseure und, mit Einschränkungen, Schauspieler.

Ich habe es dieses Jahr nicht ganz so oft ins Kino geschafft wie eigentlich geplant, aber hier mal ein paar Beispiele von Filmen die meine Erwartungshaltungen erfüllt haben:

Public Enemies: Ich habe ein Biopic über Dillinger erwartet das man sich auch mit geringem Vorwissen ansehen kann. Und genau das habe ich bekommen. Keine überzogenen Versprechungen seitens der Macher. Ein perfekt ausgestatteter und sehr unterhaltsamer Film. Zudem hat der Film mein Interesse an der Zeit und den Figuren geweckt.
Hangover: Nachdem ich den Trailer gesehen habe, hatte ich mich auf einen netten, sinnfreien Abend und ein paar gute Lacher gefreut. Was ich bekommen habe war kurz vor einem permanenten Lachkrampf und ein richtig geiler Abend.
2012: Ich hab eine emmerich-typische, bildgewaltige Zersörungsorgie mit kaum vorhandener Story und einem Fünkchen Moral erwartet und bekommen. Ein Film, den man sich maximal noch ein zweites Mal im TV anschaut. Und so war's dann auch.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich den Film hier nicht schlecht reden möchte, und ich möchte auch niemanden davon abhalten ihn sich anzusehen und sich seine eigene Meinung zu bilden, die ich durchaus respektiere. Ich sage nur, dass der Film nett anzusehen war, mehr aber auch nicht. Ich hatte aufgrund der Versprechungen einen Film erwartet, der mir aufgrund seiner Gesamtheit über Jahre hinaus als cineastisches Meisterwerk im Gedächtnis bleibt. Und davon war er dann doch ein gutes Stück entfernt.


"Have no fear, Vlad is here!"

"Not A Problem!"

"Here was a generation...grown up to find all gods dead, all wars fought, all faith in man shaken."

Bretzelburger

Verbissen sehe ich die Diskussion hier wirklich nicht, weshalb ich McLanes Aussage widersprach, sondern einfach engagiert. Und so sollte es meiner Meinung nach immer sein. Bei deiner konstruktiven Antwort ist mir allerdings ein Wort wieder in Erinnerung gerufen worden, dass ich bei meinem letzten Posting vergaß - das "Meisterwerk". So merkwürdig es vielleicht klingen man, bei meiner sehr positiven Reaktion - für ein Meisterwerk halte ich "Avatar" auch nicht, aber immerhin für einen Film, der mir im aktuellen Kino sehr viel Freude gemacht hat und mich emotional berührte, was sehr selten vorkommt.

Ein "Meisterwerk" erwarte ich im Populär-Kino wirklich nicht mehr, dafür braucht es - wieder ganz für mich persönlich - deutlich andere Kriterien. Ich beschäftige mich ja viel mit älteren Filmen, darunter sehr vielen, zu denen es weder eine deutsche Synchro, noch eine DVD-Veröffentlichung gibt. An einen Film wie "Die Arbeiterklasse kommt ins Paradies" von Elio Petri - um nur ein Beispiel zu nennen - kommen Filme heute weder aus künstlerischer Sicht, noch in Hinsicht ihrer gesellschaftspolitischen Relevanz kaum noch heran. Allein die Komplexität, mit der hier ein Thema angegangen wurde, ist nur schwer mit Worten zu beschreiben. So etwas erwarte ich gar nicht von "Avatar", denn glücklicherweise sind wir Filmanseher heute in der Situation, einerseits aus einem riesigen Fundus von Filmen schöpfen zu können und uns andererseits an aktuellen Filmen im Kino zu erfreuen. Auf beides möchte ich nicht verzichten und Cameron hat mir gerade in der zweiten Kategorie (nicht wertend gemeint) viel Freude bereitet - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

vodkamartini

Ich verstehe diese vehemente Verteidigung ebenfalls nicht. Das nimmt Kreuzzugähnliche Züge an und wirkt inzwischen reichlich ermüdend. Deinen - @Bretzelburger - missionarischen Eifer in allen Ehren, aber inzwischen haben es wohl alle hier kapiert. Für dich ist Avatar ein Meisterwerk und es stinkt dir, dass das ein vemeintliches Gros der ofdb-User/Kritiker nicht wahrhaben will (bei der momentanen Durchschnittsnote in der ofdb muss man sich ernsthaft fragen, ob du da überhaupt die richtige Sichtweise hast).

Indy hat es sehr schön formuliert: die Schwachpunkte (des Drehbuchs) sind so offensichtlich, dass sie beinahe jeder in seine Kritik mit einbezieht. Mit Nachplappern hat das auch IMO gar nichts zu tun. Die STory ist banal, in diversen Indianermärchen (v.a. Winnetou) x-mal durchgespielt und in ihrer letztlichen mit dem Vorschlaghammer eingeknüppelten "Der böse Mensch hat den Wert der Natur nicht erkannt"-Message unglaublich plakativ und naiv. Wen das nicht stört, ok. Ist Geschmackssache. Aber von Cameron habe ich (nein, nicht wegen des Hypes im Vorfeld, sondern aufgrund seiner früheren Filme) einfach mehr erwartet. Punkt.
Die Plakativität hat aber noch eine weitere ärgerliche Folge. Avatar ist trotz seines unbestrittenen Unterhaltungswets einfach nicht spannend (Hatten wir bei Cameron ja auch noch nicht oft). Man weiß nach wenigen Minuten wie die Sache ausgehen wird und vor allem auch welche "Twists" zum vorprogrammierten Ende führen werden.

Wie gesagt ein visuell sehr schönes, tricktechnisch meisterhaftes und insgesamt unterhaltsames SciFi-Abenteuer. Für ein lange nachwirkendes Meisterwerk muss die Geschichte allerdings fesselnder erzählt/geschrieben werden.
www.vodkasreviews.de

There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

Indy

Ich denke, wir sind einfach zwei unterschiedliche Typen von Kinogängern, daher auch unsere divergierenden Meinungen. Mein Filmfundus sowie mein Filmwissen beschränken sich zugegebenermaßen auf populistische Filme, unter denen sich ja durchaus das eine oder andere Meisterwerk befindet. Wobei die Kriterien für Meisterwerk durchaus von Fall zu Fall divergieren können (Jäger des verlorenen Schatzes und Blade Runner sind z.B. für mich persönlich solche Meisterwerke). Haupsächtlich sehe ich mir einen Film an um zwei Stunden gut unterhalten zu werden. Das hat Avatar in weiten Teilen geschafft. Dennoch gehe ich schon auch mit dem Anspruch ins Kino etwas neues für mich persönlich zu entdecken, insbesondere natürlich dann, wenn es so angekündigt wurde. Und in dieser Disziplin hat Avatar für mich persönlich versagt.

So jetzt muss ich aber los, hab um 12:30 Uhr einen Termin   :D


"Have no fear, Vlad is here!"

"Not A Problem!"

"Here was a generation...grown up to find all gods dead, all wars fought, all faith in man shaken."

jimmybondy72

Grade die Schlichtheit der Story ist auch eine Stärke des Films. So habe ich oft schon von Leuten die sowas nie sagen gehört, das der Film sie emotional ergriffen hätte.

Und so ganz hab ich bei Winnetou darüber hinaus auch nicht die Gegensätze von Natur und Technik und deren Bindungen (im wahrsten Sinne) und Abhängikeiten wahr genommen.  :LOL:
"You haven't seen enough movies. All of life's riddles are answered in the movies."

Bretzelburger

Zitat von: vodkamartini nach 28 Dezember 2009, 12:37:53
Für dich ist Avatar ein Meisterwerk

Ganz kann ich diese Bemerkung nicht nachvollziehen, da ich in meinem vorigen Posting genau das Gegenteil sagte, aber sonst - alles gut.

Pinhead_X

Hey hätte mal ne FR+rage welchen Song vom Soundtrack wurde in der Coka Zero Werbung verwendet?? Dieses Klavierstück ganz zu beginn ist so geil, ich finds aber nicht!!
We'll never stop, we'll never quit, 'cause we're Metallica!!!
Meine Musik

Steff

Kurz und knapp: WOW.  :dodo:
Respekt!

War das ein Wahnsinns Kinoerlebniss!
Die Story erfindet das Rad zwar nicht neu, wir aber perfekt präsentiert. Hier stimmt einfach alles: Optik, Effekte,3D-Erlebniss, Soundtrack, Emotionen und die Botschaft.
Verpackt in eine kurzweilige, actionreiche und witzige Liebesgeschichte mit super choreografierten Actionszenen.

Der Film ist fürs Kino gemacht und ist ein Must-see.
Der absolute Höhepunkt des Jahres: 10/10 
Meisterwerk!


Am Anfang war ein Traum....

Dr. STRG+C+V n0NAMe

Ich hätte mal ne kurze Frage, als jemand, der nur den Trailer kennt.

Sehe ich das richtig, dass...
der Armeetyp hingeschickt wird, die blauen Viecher zu unterwandern, so dass man die einfacher platt machen kann. Nur leider verliebt er sich ne Tante und kämpft letztlich bis zum Sieg bei denen mit?


Kann man so in etwa die Geschichte des Films zusammenfassen? Falls ja, schenke ich mir den Film und das 3D-Getöse, denn sowas macht keinen Film besser.
Aktueller Rang: Sergeant of the Master Sergeants Most Important Person of Extreme Sergeants to the Max
---
Carpenter Brut - Le Perv
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Carpenter Brut - Obituary
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Pertubator - Miami Disco

EvilErnie

Zitat von: n0NAMe nach 29 Dezember 2009, 19:00:11
Ich hätte mal ne kurze Frage, als jemand, der nur den Trailer kennt.

Sehe ich das richtig, dass...
der Armeetyp hingeschickt wird, die blauen Viecher zu unterwandern, so dass man die einfacher platt machen kann. Nur leider verliebt er sich ne Tante und kämpft letztlich bis zum Sieg bei denen mit?


Kann man so in etwa die Geschichte des Films zusammenfassen? Falls ja, schenke ich mir den Film und das 3D-Getöse, denn sowas macht keinen Film besser.


Ja das kommt eignetlich genau hin hehehehhehe!!!
Aber dennoch ist es der Film wert ihn auf ner riesen Leinwand zu sehen! Der macht echt Fun und wird nie langweilig, trotz 2,5 STunden!
,,Der Director's Cut erweist sich nicht nur als die filmisch bessere Version, sondern auch als die einzig logische." (Blade Runner)

Behandel´ne Königin wie `ne Hure und `ne Hure wie `ne Königin, dann kann nichts schiefgehen! (Alien 3 SE)

Ich hab ne Sprengkapsel im Kopf! Du musst mich töten sonst sterb ich! (Ethan Hunt)

SutterCain

30 Dezember 2009, 01:54:35 #202 Letzte Bearbeitung: 30 Dezember 2009, 10:22:23 von SutterCain
Trotz des (Farben-)Kitsches und der dünnen Story ein bildgewaltiges 3D-Kinoerlebnis, das einem plastisch vor Augen führt, warum man das Heimkino manchmal doch verlassen sollte. Ich kann mir AVATAR nur schwerlich in einem Heimkino vorstellen. Lang lebe die große Leinwand :exclaim: :icon_mrgreen:

EvilErnie

Ich gugg mir den auch nochmal in 3D an!!
,,Der Director's Cut erweist sich nicht nur als die filmisch bessere Version, sondern auch als die einzig logische." (Blade Runner)

Behandel´ne Königin wie `ne Hure und `ne Hure wie `ne Königin, dann kann nichts schiefgehen! (Alien 3 SE)

Ich hab ne Sprengkapsel im Kopf! Du musst mich töten sonst sterb ich! (Ethan Hunt)

psychopaul

31 Dezember 2009, 00:57:16 #204 Letzte Bearbeitung: 31 Dezember 2009, 01:04:54 von psychopaul
Es wurde ja schon sehr viel debattiert hier, ich fasse mich zunächst mal kurz..

Bin als großer Cameron Fan vielleicht auch einen Tick enttäuscht von dieser 08/15 Helden Story (Indianer, Braveheart, auch etwas LOTR und Star Wars, vor allem Miyazaki!! hab ich in Ansätzen erkannt), die Umsetzung war aber grandios. Zum 3D Effekt muß ich sagen, dass ich gegen Ende nicht mal mehr an 3D dachte bzw. es gar nicht bemerkte, das kann man vermutlich eher positiv auslegen.

Kitschig oder nicht, bei den wunderbar losgelösten Drachenszenen z.B. kam mir dann auch mal die ein oder andere Träne.  :love: Und obwohl der Film zu 80% völlig vorhersehbar war, ging es nach der Pause ( :icon_rolleyes: ), also in der letzten Stunde so rund, dass ich gut mitgehen konnte. Insgesamt hat mir Avatar also gut gefallen, aber da ich alle anderen Camerons fantastisch, auch meistens von der Story genial finde, muß ich wohl auch sagen, es ist sein bisher schwächster Spielfilm, außer vielleicht sein Piranhas-Ding. ;)


Interessant, dass ich gerade meine Filmliste 09 durchgegangen bin und mir gedacht habe, eigentlich hat mich Star Trek damals sogar einen Tick mehr begeistert als Avatar, teilweise von den Effekten her, aber vor allem war ST einfach origineller (z.B. bei der Story). Somit kann ich bei Avatar auch gar nicht viel höher als 8,1 gehen bei der Wertung, auch wenn der Film in manchen Aspekten herausragend ist. Weniger als 8/10 sind bei mir aber auch undenkbar, denn dieses perfekte Entertainment mit kritischer Haltung und vielleicht altbekannter, aber schöner Ideologie muß ich einfach gern haben. War nach dem Ende auch richtig aufgedreht von den Actionszenen.  :icon_mrgreen:

Eines noch, großartig hat mir vor allem das Tierbonding gefallen, wie da immer die Pupillen aufgegangen sind, als die Navi ihre Schwänze mit ihnen connected hatten.  :icon_eek:  :LOL:  :algoschaf: :algoschaf: :icon_mrgreen:

Also Cameron hat trotz der vielen bekannten Versatzstücke schon einen sehr schönen Film mit einer insgesamt sehr originellen und ungemein plastisch wirkenden und eindrucksvollen Welt erschaffen. ;)

Michelle Rodriguez war hier auch mal lässig, vor allem mit ihrer Bemalung.  :king:
Filmblog
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psychopaul

31 Dezember 2009, 14:33:55 #205 Letzte Bearbeitung: 31 Dezember 2009, 14:38:14 von psychopaul
Zitat von: LeCrumb nach 18 Dezember 2009, 01:29:33
Wenn die hier abgelieferten Computereffekte in 10-15 Jahren veralteter Standard sind, kräht kein Hahn mehr nach diesem Film.


Werter Herr, das seh ich doch anders.

Selbst wenn sich die Effekte weiterentwickeln werden, sind so technik- und detailversessene, visionäre Regisseure mit Riesenbudgets, wie es Cameron ist, sehr selten. Avatar wird sich sicher seinen Platz in der Filmgeschichte ergattern, leider aber vor allem nur aufgrund seiner "Graphik" (  :icon_lol: ).

Aber es ist schon erstaunlich, ich hatte während des Films immer weniger das Gefühl, überhaupt eine künstlich erschaffene Welt zu sehen, bzw. bis auf die Figuren vielleicht, überhaupt einen "Animationsfilm" zu sehen. In diesem Punkt ist Avatar schon eine absolute Meisterleistung, man wird durch das 3D förmlich in eine völlig fremde Welt hineingezogen. Vielleicht wäre aber gerade darin noch mehr Potential gewesen; dass man z.B. dauernd an Indianer denken muß, ist halt der Erschaffung dieser "völlig fremden Welt" nicht so ganz dienlich.  :icon_confused:

Aber nochmal zu deinem Posting, ich denke nicht, dass es in den nächsten 15-20 Jahren etliche, mit Avatar vergleichbare Filme geben wird, die Effekte bzw. technischen Entwicklungen werden vielleicht oft verwendet, aber so ein gigantisches Projekt ist doch immer eine Aunsahme..
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Pinhead_X

1 Januar 2010, 18:40:51 #206 Letzte Bearbeitung: 6 Januar 2010, 20:40:03 von Pinhead_X
Hey kann mir evtl jetzt jemand sagen aus welchen Film der Song aus dem Spot stammt??

Coke Zero Avatar AR
We'll never stop, we'll never quit, 'cause we're Metallica!!!
Meine Musik

Eric

So, gerade eben in 3D gesehen und muss sagen:

WOW, was ein Erlebnis!

Einen Story-Oscar wird der Film zwar nicht verdienen, dazu bleiben viele Charaktere einfach zu flach und die Geschichte viel zu vorhersehbar, aber ein Schmankerl für die Augen ist er definitiv.

kleiner Tipp:
Achtet mal darauf wie viele nackte Brüste im gesamten Film vorkommen.  ;)
Hin und wieder auchmal auf das Geschehen ausserhalb des Zentrums achten. Frage mich echt wie Cameron DAS durch die amerikanischen Zensurbehörden gebracht hat. hehehe  ;)
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

Vinyard Vaughn

Ganz kurz: über die Feiertage (in 3-D) ein wenig widerwillig gesehen und ich hasse es ja tierisch meine vorgefertigte Meinung revidieren zu müssen, aber hier konnte ich nicht anders. Zwar wie angenommen simpel gestrickt sind die Story/Charaktere/Dialoge weniger oberflächlich als befürchtet und schaffen das, was die meisten anderen Mainstream Blockbuster nicht ansatzweise schaffen - mitreißen. Muss die Woche unbedingt nochmal gesichtet werden.

8/10
Zitat von: ForenregelnMaximalgröße für Bildsignaturen: 400x133 Pixel, 50 kb - nicht animiert!


When I see her on the street
You know she makes my life complete

Lunita

Gestern in Holland in 3D geschaut (sogar die Untertitel waren 3D) und ganz gut unterhalten worden. Ich hatte ja geschrieben, dass ich ob der Trailer lieber die Heimkino-Veröffentlichung abwarten würde, aber die Aussicht auf eine OV in 3D und ein Mann, der den Film auch nochmal sehen wollte, haben mich umgestimmt.

Ich hatte keine besonders hohen Erwartungen und wurde daher auch nicht enttäuscht. Visuell war der Film wirklich schön, vor allem der Urwald mit all den faszinierenden Pflanzen hat mir sehr gut gefallen. Die hängenden Berge waren schwer beeindruckend, die Flugszenen mit den Banshees rasant-beschwingt. Bei den Bewegungsabläufen der Tiere sah man den schwer zu beschreibenden CGI-Effekt, dass die Lebewesen sich irgendwie zu "smooth" bewegen, zu sehr gleitend. Hat aber nicht extrem gestört, ist man von Computerspielen ohnehin gewöhnt.

Naja, die Story: Es war alles total vorhersehbar, hat man in Variationen auch schon zigmal gesehen, und subtile Charakterzeichnung ist was anderes. Am meisten hat mich eigentlich genervt, dass der weisse Eroberer natürlich mal wieder zum allerbesten Wilden mutiert, indem er nicht nur alle überzeugt, sondern gleich der Auserwählte ist, der das wildeste Tier bezwingt und gleich mal den Aboriginies zeigt, wo es lang geht. Vom fiesen Firmenchef über den herzlosen Ober-Soldaten bis zur mahnenden Wissenschaftlerin, die Recht hat, aber gegen Wände redet, findet man so ziemlich alles aus dem Katalog der typischen Beteiligten.

Also, ein netter Film, vor allem visuell, aber den riesen Hype, der vorab um ihn gemacht wurde, kann er nicht rechtfertigen. Wie soll ich den bewerten? Sagen wir mal, die wirklich schönen Bilder retten die 7 von 10.