Autoren-Thread: Vince

Begonnen von Vince, 30 November 2006, 23:55:57

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Mr. Vincent Vega

...wenn es sich dabei um ED WOOD handeln sollte, werde ich gleichermaßen vor Neid und Eifersucht im Boden versinken wie mich aber auch ganz besonders vorfreuen würde! :icon_mrgreen:

Vince

Zitat von: Mr. Vincent Vega am 21 September 2007, 16:50:40
...wenn es sich dabei um ED WOOD handeln sollte, werde ich gleichermaßen vor Neid und Eifersucht im Boden versinken wie mich aber auch ganz besonders vorfreuen würde! :icon_mrgreen:

Ich muss dich enttäuschen. :( Ed Wood war zwar lange auf der Liste, neben zwei, drei anderen Kandidaten, aber spontan ist mir dann noch was ganz anderes dazwischengekommen. Etwas, dem du 6/10 verpasst hast. ;)
Aber es gibt ja noch Review Nr. 1000, wer weiß. ;)

Mr. Vincent Vega

Da gibt es dann nur eine Möglichkeit, wenn ich das gerade richtig gegengecheckt habe. Hast du mit dem Craven-Verriss ja quasi auch schon eine Andeutung gegeben. Fore-Shadowing des Vinceschen Art sozusagen.

Vielleicht gebe ich dem ganzen auch noch einmal eine Chance, aber so richtig gekickt hat's mich nie. :00000109:

Na gut, wollen wir nicht zu viel verraten. :icon_cool:

Vince

Nanu? Hab ich meine eigene Anspielung nicht mitgekriegt? Ich meine dann wahrscheinlich doch was anderes, mit Craven jedenfalls hat das nichts zu tun... oder... ah doch stimmt ja!  :icon_lol:
Jup, das isses... Valkenvania.  :icon_mrgreen:

Chili Palmer


Da hast du dich ja voll reingehängt für die "Happy Feet"-Besprechung. Bis in die Träume verfolgt...  :icon_eek:

Ich habe den Pinguin-Tanz noch vor mir, deswegen nix zum Film, nur zwei Anmerkungen:

1. Weil du mal die Bedenken bezüglich stilistischer Wiederholungen erwähntest: Stramm auf die 500 zugehend lesen sich deine Reviews immer noch frisch wie aus dem Toppits-Beutel gezaubert. Respekt.

2. Da du nun schon von Gesang und Tanz mitgerissen wurdest, solltest du vielleicht schnell "Hairspray" nachschieben, dann hält die gute Laune an, und es spielen auch keine Außerirdischen wie in Bollywood mit.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Vince

Zu 1. Also das höre ich natürlich sehr gerne. Danke!
Zu 2. Man mag es kaum glauben, aber der interessiert mich sehr. Zu einem Kinobesuch wird es zwar definitiv nicht kommen und auch ein Blick auf die DVD ist eher unwahrscheinlich, aber ich bin ihm zumindest nicht gänzlich abgeneigt. Wird aber auf jeden Fall noch länger dauern, bis ich dazu meinen Senf abgeben kann. ;)

filmimperator

Da wird doch sich doch nicht jemand tatsächlich auf die Ausstrahlung des Films in 3 Jahren im Free-TV verlassen, oder?  :icon_mrgreen:
Unterschiedliche Meinungen? Chuck Norris interessieren nicht mal die Fakten!

Vince

Wieso denn nicht? Ich bin noch jung, ich hab Zeit. ;)
Wenn sich aber vorher noch die Gelegenheit ergibt, sag ich sicher nicht nein.

Mr. Hankey

ZitatMan mag es kaum glauben, aber der interessiert mich sehr. Zu einem Kinobesuch wird es zwar definitiv nicht kommen und auch ein Blick auf die DVD ist eher unwahrscheinlich, aber ich bin ihm zumindest nicht gänzlich abgeneigt. Wird aber auf jeden Fall noch länger dauern, bis ich dazu meinen Senf abgeben kann.
Na da bin ich aber gespannt. Du und das Musical scheinen aus meiner Sicht irgendwie überhaupt nicht zusammenzupassen. Aber vielleicht irre ich mich ja. :D

<Hankey, der sich heute endlich den Soundtrack zugelegt hat und gerade abhottet! ;))
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Mr. Vincent Vega

War es bei Wes Craven kürzlich nicht anders, so werde auch ich hier sofort zur Stelle schreiten, wenn endlich mal wieder ein Review zu jenem Film, der bislang insbesondere von den prominenten Schreibern eher übersehen (oder unterbewertet) wurde, erscheint. In mir ist gerade ein innerer Freudentanz ausgebrochen, als ich deinen Namen und dann gleich die dicken 9 Punkte dort erblickte.

Deinem tollen, sorgfältig geschriebenen Review kann ich selbstredend nur beipflichten. Ganze Absätze sind dabei geradezu großartig gelungen. Wie dieser hier:

ZitatLee inszeniert stets kalt und unpathetisch, was von Außenstehenden oder solchen, die nicht allzu sehr mit seinem Lebenswerk vertraut sind, als künstlich oder gar unglaubwürdig fehlinterpretiert werden könnte. Tatsächlich schafft der Regisseur mit dieser Vorgehensweise jedoch eine Sphäre, unterhalb derer Dinge gedeihen, die seinen Kollegen ihr ganzes Leben lang nicht gelingt: Er dringt unter die Oberfläche seiner Charaktere und macht sie für das Publikum begreifbar.

So ist es nämlich, genau so!

Wirklich bemerkenswert treffend ist auch diese Aussage:

ZitatLee scheint ein Meister des Facettenreichtums zu sein, doch ineinander geflochtene rote Fäden ziehen sich wie ein DNA-Strang durch sein komplettes Lebenswerk. Sie alle thematisieren im Kern das Gleiche: die Sehnsucht des Menschen, aus der Maske auszubrechen, die ihm die Gesellschaft auferlegt hat.

die imo ein wirkliches Verständnis fürs Leesche Oeuvre ausdrückt und definitiv Resultat einer tiefergehenden Auseinandersetzung mit ihm ist.

Der Verweis zu "Six Feet Under" und die daraus abgeleitete Repräsentation und Wahrnehmung schwuler Lebensstile, die auch nur der banalen Suche nach Anerkennung, Glück und Geborgenheit entsprechen, die von dir bescheinigte Bedeutung beider Produktionen für Fernsehen und Kino in dieser Hinsicht gefällt mir besonders gut. Ich sehe manches geringfügig anders, darunter die Rolle des Jack Twist, bei der ich keine Reserven in ihrer Ausarbeitung feststellen würde, da Lee hier sehr stark mit Auslassungen arbeitet (genial doch geradezu, dass der Film es offen lässt, wie Jack nun tatsächlich ums Leben kam, und wir lediglich eine zur Projektion verwandelte Urangst Ennis' bebildert bekommen) - und allein der Besuch bei den Eltern (ich bekomme Gänsehaut und feuchte Augen, wenn ich nur daran denke) die Figur so tief charakterisiert, wie es keine zwei Stunden davor hätten tun können (Gegenstände, Tapeten, Farben, kleine Gesten ... Ang lee sagt nichts - und damit alles). Im letzten Absatz deutest du ja fast schon an, dass der Film eine Art Instant Classic sei, und diesen letzten Schritt gehe ich bekanntlich mit vollem Nachdruck. Mein Review mag ich überhaupt nicht, es ist kurz und unpersönlich, und hat damit genau eine entgegengesetzte Erscheinung. Ich möchte schon lange ein adäquates Review schreiben, aber nirgends trifft bei mir das bekannte "nicht gerecht werden"-Syndrom, das viele Autoren hier wohl kennen, so zu wie im Falle von BBM. Es wäre wohl zu persönlich, was ich dort schreiben müsste, um dann auch zufrieden sein zu können.

Neben der sprachlich und analytisch einfach gehaltenen, aber doch sehr schönen Besprechung von Realjackass gehört dein Review somit ganz sicher zu den zwei besten zu diesem Film.

Vince

Zitat von: Mr. Vincent Vega am  9 Oktober 2007, 02:59:38
Neben der sprachlich und analytisch einfach gehaltenen, aber doch sehr schönen Besprechung von Realjackass gehört dein Review somit ganz sicher zu den zwei besten zu diesem Film.

Wow... ich bin natürlich nicht sonderlich überrascht, dass wir hier einen fast kompletten Konsens finden im Gegensatz zu den beiden Craven-Arbeiten (das Haus der Vergessenen und Hills Have Eyes), die ich unter deinen Augen entwertet habe  ;) , aber mit so einem Lob habe ich dennoch nicht gerechnet. Vielen Dank!

Was die leichten Differenzen bezüglich der Figur des Jack betrifft, das habe ich ja auch im Text noch relativiert und ohnehin ist das von mir eher Mäkeln auf ziemlich hohen Niveau, da ich auch seine Charakterzeichnung sehr, sehr gelungen fand und speziell in der von dir erwähnten fantastischen Szene des Besuchs bei den Eltern wird das deutlich. Vor diesen unheimlich starken Minuten am Ende - also eigentlich irgendwo in der Filmmitte - läuft die Erzählung für meinen Geschmack nicht absolut hundertprozentig rund, aber wie gesagt, im Grunde ist das nicht weiter erwähnenswert.

Vince

Weil ich keine Kritik schreiben werde, es aber dennoch gerne loswerden würde, hier noch mein kurzes Statement zu Spider-Man 3. Ist allerdings aus einem anderen Forum kopiert und baut teilweise stark auf den Kritiken der dortigen User auf, sollte aber dennoch halbwegs verständlich sein.

ZitatDa bin ich mal wieder und muss mich leider schon wieder gegen den Strom stellen, weil ich finde, dass ihr die Qualitäten dieses dritten Teils doch teilweise arg unterschätzt.
Natürlich kann man sich drüber mokieren, dass alles zu überladen ist mit drei Gegnern und dann wartet man ja auch geradezu darauf, dass alles verworren ist und man nicht mehr durchblickt. Aber man sollte nie aus den Augen verlieren, dass es sich hier um eine Comic(!)Verfilmung handelt. Wenn ich mich an die Hefte und die Trickserie besinne, dagegen sind die Handlungsstränge aus den Kinofilmen in Sachen Quantität noch ein Witz. Da kloppten sich oft acht Mann gegeneinander.
Wer sich aber nun hinstellt und behauptet, Raimi habe bei dem Ausmaß an Erzählsträngen die narrativen Fäden verloren und würde ein einziges Chaos anrichten, der unterschätzt maßlos, wie geschickt hier alles aufeinander aufbaut und wie hochpräzise am Ende alles miteinander verknüpft wird - die Comic-Anleihen gleichermaßen wie die Vorgaben aus der Kino-Franchise. Natürlich gibt es hier und da kleinere Ungereimtheiten, aber es wird doch immer die richtige Dosierung gefunden zwischen Handlung und Action.
Und wer sich über die Soap-Elemente aufregt (die ich übrigens auch zum Teil ärgerlich finde, da mir die Art nicht passt, wie Raimi sie einfängt), der hat wohl bei Teil 1 und 2 geschlafen oder wie? Wo ist denn da bitte der Unterschied?
Zu den "verheizten Charakteren": Man sollte berücksichtigen, dass "Spider-Man 3" Teil einer Franchise ist, die noch nicht zwangsläufig beendet ist. Eine Gwen Stacy wird hier durch aus vielschichtig dargestellt und ist alles andere als ein Blondchen, das sich einfach nur mit Rotschopf anlegen soll. Sie mag nur einen sehr kurzen Auftritt haben, das ist richtig, aber vielleicht ist hiermit einfach nur ein Grundstein gelegt für kommende Teile. Betrifft auch Cromwells Polizisten (im Übrigen ist man nun echt nicht gezwungen, das als "Frechheit" zu betrachten, man kann das auch als erfreulichen Cameo bzw. Veredelung des Supportcasts sehen) und vor allem Venom, der mit Sicherheit noch nicht sein letztes Kerzlein ausgeblasen hat.
Also, ein bisschen mehr Auge für die Stärken des Films, die meines Erachtens unübersehbar sind, hätte ich vom Punlikum letzten Endes dann vielleicht doch erwartet, muss ich so offen sagen...
8/10

Chili Palmer


Alles sehr richtig, und, wie du schon schreibst, leider gegen den allgemeinen Strom.

Von mir gibt es dafür aber zehn von zehn Aluhüten!  :respekt:
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"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Mr. Vincent Vega


Vince

Zitat von: Chili Palmer am 12 Oktober 2007, 02:39:21
Von mir gibt es dafür aber zehn von zehn Aluhüten!  :respekt:

Brauch ich nicht, ich bieg mir schon Matrixlike nen Löffel über den Kopf. ;)

Sarge

Habe mir eben mal deinen Text zu "The Village" durchgelesen. Weil er schon etwas älter ist, frage ich aber vorher mal, ob du heute auch noch ungefähr dies über den Film schreiben würdest?

Vince

Puh... schwer zu sagen. Ich muss wohl nicht betonen, dass ich mit der Besprechung alles andere als zufrieden bin aus heutiger Sicht, wobei ich auch damals nicht so begeistert davon war. Bei verschiedenen Aspekten weiß ich gar nicht mehr, was ich damit gemeint habe ("Die ganze Geschichte wird im Prinzip nur um ihrer selbst Willen erzählt, also ohne weitere Bedeutung.").

Ich bin heute aber auf jeden Fall immer noch der Meinung, dass "The Village" - auch nach "Das Mädchen aus dem Wasser" - der schwächste Shyamalan ist. Und hinter der Note stehe ich auch noch. Ansonsten aber am besten das Review nicht allzu ernst nehmen... würde ich heute ganz anders schreiben und auch zu ganz anderen Schlüssen kommen, obwohl das "Gefühl" für den Film (habe ihn seitdem etwa 2-3 weitere Male gesehen) sich seither nicht verändert hat.


Sarge

Okay, deshalb wollte ich mich jetzt auch nicht mit geöffnetem Maul und gefletschten Zähnen darauf stürzen. Genau der Satz, den du selbst schon herausgepickt hast, war es auch, der mich nämlich ganz schön stutzen ließ. Tatsächlich habe ich von dem Film verhältnismäßig wenig erwartet, aber wieder einmal hat mich Shyamalan eines besseren belehrt. Würde fast sagen, er hat hier sein bisher bestes Drehbuch abgeliefert. Und Bedeutungslosigkeit darin - das könne man dem Film bzw. seiner Geschichte nun wahrlich nicht vorwerfen.

Vince

Jupp, wie gesagt... keine Ahnung, was ich mir da aus den Fingern gesaugt habe, denn die Bedeutung dahinter ist mir durchaus klar. Den Rüffel, den du dir vorgenommen hast, hätte ich dir also ohne mit der Wimper zu zucken unterschrieben. ;)

Und du empfindest das Drehbuch als das bislang beste? Interessant. Auch den ganzen Film dahinter? Dann wäre eine Kritik von dir ja sicherlich nicht uninteressant...

Chili Palmer

Das ist immer noch mein Lieblings-Shyamalan.  :love:

Was nicht heißt, dass ich mein Review mittlerweile nicht auch für renovierungsbedürftig halten würde.
Aber wenn man erstmal damit anfängt, hört es wahrscheinlich nie auf mit dem Abändern. Dann wird man ein kleiner Lucas, oder verwandelt alle Waffen in Taschenlampen, um es mal so zu sagen. Und der Ehrgeiz, gleich beim erstmaligen Verfassen alles Wichtige auszusprechen, wäre auch geringer.  ;)
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Mr. Vincent Vega

Hilfe, die Jünger des Herrn Shyamalan haben sich zu einem Treffen versammelt und dabei ihren Verstand zu Hause gelassen. Schnell weg hier. :icon_mrgreen:

Sarge

30 Oktober 2007, 00:40:04 #201 Letzte Bearbeitung: 30 Oktober 2007, 00:45:15 von Sarge
ZitatDen Rüffel, den du dir vorgenommen hast, hätte ich dir also ohne mit der Wimper zu zucken unterschrieben.

Genau deshalb, weil ich deine Einsicht vermutete, habe ich ja nicht so böse gerüffelt ;)

ZitatUnd du empfindest das Drehbuch als das bislang beste? Interessant. Auch den ganzen Film dahinter? Dann wäre eine Kritik von dir ja sicherlich nicht uninteressant...

Da ich es demnächst wohl nicht zu 'ner Kritik schaffe, vielleicht so ein paar ungeordnete Gedanken dazu: Also es ist schon schwer auszumachen, welches Drehbuch nun Shyamalans bestes sei, da er mich bisher noch mit keinem enttäuschte ("Das Mädchen aus dem Wasser" habe ich aber noch nicht gesehen) und ich alle ziemlich stark finde. Sicherlich leben Shyamalans Filme von ihrem Twist, aber sie sehen nicht aus, als wären sie mal eben da herumkonstruiert worden. "The Village" überzeugte mich sowohl in Figurenzeichnung und -konstellation und begeisterte mich geradezu in seiner Komplexität und Cleverness, Figuren, Plot, Thematik und Gruselelemente so zu verweben, wie er es getan hat, da greift alles ineinander, nichts steht für sich. Um etwas konkreter zu werden:(Ev. SPOILER!)Ausgehend von der Austeiger-Idee schafft Shyamalan es, die dahinter stehende Psychologie mit ganz verschiedenen menschlichen Ängsten zu verbinden. Oberflächlich betrachtet, hinsichtlich dem Spannungsbarometer, ist das Drehbuch schon ganz groß, indem es zuerst glauben lässt, es hier mit Mystery zu tun zu haben, dann dies negiert, um wieder die gleiche Falle zu stellen und uns nochmal reintappen zu lassen und am Ende wird dann alles noch einmal phänomenal gedreht. Wie der eigentliche Zivilisationsabschottungstwist mit dem fast bis zum Ende aufrecht erhaltenen Glauben an die Monster in Verbindung gebracht wird, finde ich aber schlichtweg kongenial. Denn zentral geht es hier doch um Angst und wie die Zivilisationsangst auf eine Urangst projiziert wird. Hochinteressant auch, dass die sich als künstlich vom Menschen produzierte herausstellt, um die Käsenglockenzivilisation zu wahren. Hochinteressant wie hier Thesen über die Dynamik einer Gemeinschaft getroffen werden, über das Paradoxon, inwiefern Sicherheit und Gemeinschaftsgefühl durch Angst aufrechterhalten werden können. Ein Coup auch, das Blindsein hier noch einzubetten. Dies ist eine ganze andere Wahrnehmung und Perspektive von Angst, das Grauen nie gesehen, es nur erzählt bekommen zu haben... aber es ist auch eine ganz andere Perspektive von Zivilisation wiederum...


ZitatHilfe, die Jünger des Herrn Shyamalan haben sich zu einem Treffen versammelt und dabei ihren Verstand zu Hause gelassen. Schnell weg hier.

Jeh kaggen :icon_mrgreen:

Chili Palmer

30 Oktober 2007, 01:14:42 #202 Letzte Bearbeitung: 30 Oktober 2007, 01:16:46 von Chili Palmer
@Vince: Der schwächste? Nö. Das war besagtes Wassermädel. Hatten wir ja schon mal, das Thema.  ;)

@Sarge: Jaaa! Genau so! Alles unterschrieben!  :respekt:

@Vega: http://www.youtube.com/watch?v=cooKCrncVWI
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Vince

Zitat von: Chili Palmer am 30 Oktober 2007, 01:14:42
@Vince: Der schwächste? Nö. Das war besagtes Wassermädel. Hatten wir ja schon mal, das Thema.  ;)

Jupp, seitdem hab ich ihn auch nicht mehr gesehen und nach Apollons interessanter Sichtweise müsste ich das demnächst irgendwann nochmal abgleichen. Egal, schlecht fand ich ihn ja eh nicht, wie halt noch keinen seiner Filme, und Unbreakable ist und bleibt mein Shyamaliebling. ;)

psychopaul

Hehe, so ists recht, den Schamalorn nur nicht madig machen lassen, Jungs.  :icon_smile:


Vince, schöne Analyse zu The Host (Zentrifugalkräfte, Katalysatoren  :icon_eek:  :respekt:), auch dein Text zu "Das Schweigen" gefiel mir sehr gut, leider hab ich den Film vor auch schon wieder 3 Jahren gesehen (und mit einer aus heutiger Sicht fast schon peinlich mnaiven Herangehensweise gleich selbst besprochen  :icon_eek: :icon_rolleyes: na jedenfalls: Jungejunge, die Zeit vergeht  :icon_lol:), sonst könnte ich vielleicht noch konkreter was dazu anmerken..  ;)


Dass du allerdings bei "People under the stairs" so auf dem Sozialkritikfaktor herumreitest  ;) finde ich persönlich fast verwunderlich, da ich damals bei meiner Sichtung dachte, bei solchen (im Vergleich zu einem Bergman beispielsweise  ;)) eher substanzlosen Horrorfilmchen wären Klischees und Pseudosozialkritik auf diesem "Niveau" so etwas wie ein obligatorischer Genreaspekt und daher a priori gar nicht zu kritisieren.  :icon_mrgreen:

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Mr. Vincent Vega

Das wird ja immer besser hier. Diese Craven-Schmähung ... tse. Also lieber Vince, wenn das mein Thread wäre, würden hier strengere Regeln herrschen. :icon_confused:

:icon_mrgreen:

Chili Palmer

Zitat von: Vince am 30 Oktober 2007, 01:27:18
Jupp, seitdem hab ich ihn auch nicht mehr gesehen und nach Apollons interessanter Sichtweise müsste ich das demnächst irgendwann nochmal abgleichen.

Und ich habe "Lady..." seit dem Kinobesuch nicht mehr gesehen.
Schön, da können wir beide noch etwas aufarbeiten.  ;)

Zitat von: Bettwurst am 30 Oktober 2007, 01:32:30
Dass du allerdings bei "People under the stairs" so auf dem Sozialkritikfaktor herumreitest  ;) finde ich persönlich fast verwunderlich, da ich damals bei meiner Sichtung dachte, bei solchen (im Vergleich zu einem Bergman beispielsweise  ;)) eher substanzlosen Horrorfilmchen wären Klischees und Pseudosozialkritik auf diesem "Niveau" so etwas wie ein obligatorischer Genreaspekt und daher a priori gar nicht zu kritisieren.  :icon_mrgreen:

Au Backe, so schnell, wie er vorhin von hier flüchtete, wird Vega nun wieder gerannt kommen, um dir seinen Craven-Katechismus links und rechts um die Ohren zu hauen. Deckung!  :eek:

EDIT: Er war sogar noch schneller, als ich dachte...  :LOL:
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Mr. Hankey

ZitatAlso lieber Vince, wenn das mein Thread wäre, würden hier strengere Regeln herrschen.
Na na na! Stell Dir mal vor, ich würde dich nicht in meinen Thread lassen, nur weil Du z. Bsp. Kubrick schmähst und dich mit Deinen Meinungen wiederwärtigst an seinem Filmkönnen vergehst. ;)

<Hankey, dem das gerade mal so geschossen kam! :icon_mrgreen:>
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Mr. Vincent Vega

Ihr habt vielleicht alle 'nen Schaden hier.


:icon_mrgreen:

Vince

Zitat von: Bettwurst am 30 Oktober 2007, 01:32:30
Vince, schöne Analyse zu The Host (Zentrifugalkräfte, Katalysatoren  :icon_eek:  :respekt:), auch dein Text zu "Das Schweigen" gefiel mir sehr gut, leider hab ich den Film vor auch schon wieder 3 Jahren gesehen (und mit einer aus heutiger Sicht fast schon peinlich mnaiven Herangehensweise gleich selbst besprochen  :icon_eek: :icon_rolleyes: na jedenfalls: Jungejunge, die Zeit vergeht  :icon_lol:), sonst könnte ich vielleicht noch konkreter was dazu anmerken..  ;)
Danke! "The Host" hat mich sehr positiv überrascht damit, wie er das Wasser aufgewühlt hat und "Das Schweigen" hat unter Bergmans Arbeiten nach "Wilde Erdbeeren" bisher den größten EIndruck hinterlassen (habe allerdings noch einiges aufzuholen). Deine Kritik zum "Schweigen" empfand ich aber als Gewinn für die ofdb-Übersichtsseite, trotz einer in gewisser Hinsicht vielleicht tatsächlich naiven Herangehensweise, die ich mir selbst vielleicht aber auch ankreiden muss, da ich eigentlich rein intuitiv geschrieben habe und aller Wahrscheinlichkeit nach essenzielle Dinge nicht berücksichtigt habe... ist ja auch verflucht schwer bei Bergman... also nur nicht so bescheiden. ;)

ZitatDass du allerdings bei "People under the stairs" so auf dem Sozialkritikfaktor herumreitest  ;) finde ich persönlich fast verwunderlich, da ich damals bei meiner Sichtung dachte, bei solchen (im Vergleich zu einem Bergman beispielsweise  ;)) eher substanzlosen Horrorfilmchen wären Klischees und Pseudosozialkritik auf diesem "Niveau" so etwas wie ein obligatorischer Genreaspekt und daher a priori gar nicht zu kritisieren.  :icon_mrgreen:

Es geht mir nicht um das eingeschlagene Niveau an sich. Die Sozialkritik kann auch primitiv sein, wenn sie eben ins Gefüge passt, was hier meines Erachtens eben nicht der Fall war aus im Review genannten Gründen. Kleine Bubis als Protagonisten in Horrorfilmen gehen mir nun mal total gegen den Strich und wenn die süße Gerechtigkeit dann am Ende mit einem Goldschatz Eingang findet als wären wir in den lustigen Taschenbüchern... naja. Ist halt wieder einer der Kultfilme, mit denen ich nicht aufgewachsen bin und die ich heute nicht nachvollziehen kann. War ja bei Cravens "Hills Have Eyes" nicht anders.

Zitat von: Chili SchoteAu Backe, so schnell, wie er vorhin von hier flüchtete, wird Vega nun wieder gerannt kommen, um dir seinen Craven-Katechismus links und rechts um die Ohren zu hauen. Deckung!

LOL genau das hab ich mir auch gedacht, als ich gerade auf den "abschicken"-Button drücken will und angezeigt bekomme, dass 4 neue Antworten geschrieben wurden. Herr Vega, Craven hatten wir schon...denken Sie an meine Brokeback Mountain-Besprechung und es wird Ihnen wieder warm ums Herz.  :icon_mrgreen:

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