OFDb

Anna Karenina (von Joe Wright, mit Keira Knightley & Jude Law)

Begonnen von Teppi, 18 Dezember 2012, 22:03:56

⏪ vorheriges - nächstes ⏩

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Teppi



Regie: Joe Wright
Darsteller: Keira Knightley, Jude Law, Aaron Taylor-Johnson

Drei Adelsgeschlechter, die durch unterschiedliche Verwandtschaftsverhältnisse verbunden sind, reiben sich an der Moral und der Institution Ehe in der russischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts. Anna Karenina (Keira Knightley) ist unglücklich mit dem deutlich älteren, gefühllosen Regierungsbeamten Alexei Alexandrowitsch Karenin (Jude Law) verheiratet und stürzt sich in eine Affäre mit dem Grafen Vronskij (Aaron Taylor-Johnson). Ihr Bruder, der Fürst Oblonski (Matthew Macfadyen), betrügt seine Frau Dolly (Kelly MacDonald) mit einer ehemaligen Prostituierten. Der Gutbesitzer Levin (Domhnall Gleeson) hält derweil um die Hand von Dollys jüngerer Schwester Kitty (Alicia Vikander) an, die sich ihrerseits aber einen Antrag von Graf Vronskij erhofft...

Der Film basiert auf dem gleichnamigen russischen Romanklassiker von Leo Tolstoi.


Alle Infos von Filmstarts entnommen.

--------------------

Sei es nun "Stolz und Vorurteil" oder "Abbitte" - die Whright/Knightley-Kollaborationen fand ich bisher beide sehr gut. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an "Anna Karenina". Vorweg: Der Film ist bezüglich der Vorgehensweise kaum mit den erstgenannten vergleichbar, kommt er doch viel expressionistischer daher.

Wright kleidet das Kostüm-Drama in einen Film-Theater-Hybrid, der optisch sehr kunstvoll erscheint (auch wenn das Konzept mit fortschreitendem Verlauf nicht mehr ganz so konsequent durchgezogen wird). Bei der Ausstattung (prachtvolle Kostüme und minimalistisch-stilvolle [Theater-]Sets) lässt man sich nicht lumpen. Zusammen mit der tollen Musik sieht auf audio-visueller Ebene also alles erstklassig aus. Probleme hatte ich hingegen mit einem entscheidenden Punkt bei der Charakter-Zeichnung: Der Funke zwischen Knightley und Johnson will nicht so wirklich überspringen, die angeblich so große Liebe kommt nicht komplett als solche rüber. Dabei wird in der Nebenhandlung doch gezeigt, wie man eine Annäherung gefühlvoll in Szene setzt. Sei's drum: Akzeptiert man die Beziehung schließlich als gegeben, entfaltet sich noch ein schönes Drama um Treue und Vergebung.

Ein optisch berauschendes Werk, das leider im zentralen Aspekt der Liebesbeziehung etwas schwächelt. 7/10

Bluefox

Mist, an dem Thema war ich auch dran. Bin mal gespannt, wie das im Kino aussieht  ;)

TinyPortal 2.0.0 © 2005-2020