3 Filmmusikkonzerte in der Kölner Philharmonie

Erstellt von pm.diebelshausen, 4 Juli 2010, 21:58:42

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pm.diebelshausen

4 Juli 2010, 21:58:42 Letzte Bearbeitung: 4 Juli 2010, 22:10:41 von pm.diebelshausen
Da die Sache ja regional ist, setze ich das mal nicht ins Werbeforum:

In der Kölner Philharmonie finden im November diesen Jahres und im Januar 2011 insgesamt drei Konzerte mit Filmmusiken statt. Dabei handelt es sich um drei berühmte Kollaborationen zwischen Regisseuren und Komponisten und um zahlreiche Stücke aus verschiedenen Filmen:

  • Montag, 01.11.2010: Spielberg/Williams (Jurassic Park, Der weiße Hai, Schindlers Liste, Indiana Jones, E.T. u.a.)

  • Samstag, 20.11.2010: Hitchcock/Herrmann (Vertigo, Immer Ärger mit Harry, Der zerrissene Vorhang, Der unsichtbare Dritte, Marnie, Psycho und Der Mann der zuviel wusste)

  • Freitag, 21.01.2011: Fellini/Rota (Amarcord, Julia und die Geister, Die Clowns, La Dolce Vita, La Strada, Achteinhalb und Orchesterprobe).


Dazu werden auch Filmszenen gezeigt (hoffentlich die entsprechenden?).
Es dirigiert (ein jeweils anderes Orchester) Filmmusik-Spezi Frank Strobel, den man im Februar noch bei der Berlinale-Uraufführung des restaurierten Metropolis sehen und hören konnte. Er ist spezialisiert auf Musikbearbeitungen im Bereich Stummfilm, hat aber auch jüngere Filmmusiken eingespielt (z.B. für Breloers Die Buddenbrooks und zuletzt Wortmanns Die Päpstin). Im Falle Spielberg handelt es sich um das London Symphony Orchestra, mit dem John Williams mehrfach aufgenommen hat.

Schöne Sache, unschöne Preise: Karten zwischen 55,- und 160,- €...


Philharmonie: http://www.koelner-philharmonie.de/veranstaltung/?q=Meisterregisseure

Frank Strobel: http://www.frankstrobel.de/
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Mr Creazil

Las ich bereits in einem Werbeheft der Philharmonie und habe ich mir direkt vorgemerkt. Ich visiere Herrmann an und evtl. Rota. Williams liegt für mich auf dem Montag etwas ungünstig. Die Preise sind natürlich wieder mal happig.
"Nihilist und Christ: das reimt sich, das reimt sich nicht bloß ..."

"Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition. "

"Who fights with a ladder - well, Jackie Chan does!"

Moonshade

Herrmann wär ne Reise wert, aber die Preise sind ja abstrus... :eek: :bawling:
Das große OFDB- Aufräumen: noch 18.263 Filme ohne IMDB-Link (Stand: 09.01.2018 -  2212 Neulinks)!

"Guten Tag, führen Sie Bücher über Paranoia?" - "Ja, die stehen alle hinter Ihnen!"

"Sauf doch nicht so viel, Mensch! Nimm lieber was von dem großen Igel - der schmeckt!"

pm.diebelshausen

Mich reizt am ehesten tatsächlich Williams, vielleicht weil mir die anderen Scores und auch Filme zu wenig geläufig sind, vielleicht weil ich den Schindler-Score seinerzeit prompt grandios fand, vielleicht, weil die zunächst kommerziell scheinenden Spielberg-Scores vielleicht meist unterschätzt werden.

Preise: happig - ja, aber das wird auch Musik auf höchstem Aufführungsniveau. Wenn man bedenkt, dass es qualitativ viertklassige Aida-Open-Air-Aufführungen gibt, für die man das Dreifache jeder Philharmonie-Preiskategorie bezahlt, nur behaupten zu können, man sei aus dem Kulturprekariat ins neureiche Bürgertum aufsgestiegen... Die Philharmonie ist ein wirklich hervorragender Konzertsaal. Das einzige, was man tun kann: den Preis relativieren, indem man sich Bauch und Taschen voll mit Hustenbonbons steckt.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Mr Creazil

Ich muss, dankbarerweise  ;), das mit den Preisen mal richtig stellen:

Genaugenommen kam der Anstoß seitens meiner besseren Hälfte, da sie nicht glauben wollte, dass diese Veranstaltungen derart exorbitant teuer sein sollten. Auf ihre Nachfrage beim Ticketverkauf hin kam dann zum Glück Klarheit: die 55 € gelten für das Abo! Was heißt, dass dies der günstigste Preis für alle 3 Vorstellungen ist - was, so finde ich, wieder sehr günstig ist. Die preislich erschwinglichsten normalen Karten kosten ca. 10 € und werden, so glaube ich, erst ab dem 20.7. verkauft.

Somit sieht die Sache doch wieder ganz anders aus.  :respekt:
"Nihilist und Christ: das reimt sich, das reimt sich nicht bloß ..."

"Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition. "

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pm.diebelshausen

Oh Gott: Danke! Nur: bin ich jetzt blind, oder verstecken die ihre Ticket-Preise ganz gewieft?
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Mr Creazil

Scheinbar. ^^
Ich habe den Verkäufer (in der Mayerschen) nochmal explizit danach gefragt, worauf er mir die oben angeführten Auskünfte gab. Letztendlich erscheinen mir die Preise somit auch realistischer, denn 55 € für die billigsten Karten war schon recht happig.
"Nihilist und Christ: das reimt sich, das reimt sich nicht bloß ..."

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pm.diebelshausen

Übrigens: die preisgünstigen Karten HINTER/ÜBER dem Orchester fand ich nie schlecht: im Gegenteil hat man einen interessanten Einblick in die Arbeit der Musiker und des Dirigenten, den die anderen in ihren Kaschmirschlöppchen sowieso nur von hinten sehen.

Was ich an den Preisen dann immernoch nicht verstehe: 55,- ist das billigste für alle drei Konzerte als Abo... und 10,- ist das billigste für ein einzelnes Konzert... kriegt man die Hustenbonbons nur im Abo oder was passt da nicht? Dieses "Abo" muss doch noch mehr haben als dreimal eine Einzelvorstellung!
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Mr Creazil

8 Juli 2010, 23:30:24 #8 Letzte Bearbeitung: 8 Juli 2010, 23:32:14 von Mr Creazil
Im Zweifelsfall die besseren Plätze. Die 10 €-Karten waren glaube ich wirklich die miesesten Plätze (er hat uns die auf dem Sitzplan gezeigt). Darüber wollte ich mich die Tage sowieso noch telefonisch erkundigen. Allerdings sind diese Abo-Karte schon verkäuflich.
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pm.diebelshausen

Bin bei Williams-Spielberg auf jeden Fall dabei.
Für Attentäter und andere Hustenbonbonwerfer: Block M, Reihe 22, Platz 71
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pm.diebelshausen

Großartiges Konzert. Das London Symphony Orchestra war ein Erlebnis. Die wenigen Filmausschnitte fand ich eher störend und unnütz, waren auch nur zusammengestellte Illustrationen, nicht synchrone Szenen. Aber dennoch kann ich jedem empfehlen, die Gelegenheit zu nutzen, wenn etwas Ähnliches in die Nähe kommen sollte!

Allein schon beim Thema aus "Jurassic Park" lief es mir den Rücken runter - so ein Orchester und so eine Philharmonie-Akustik sind doch nicht zu toppen, wenn der Sound direkt in Kopf und Bauch gehen soll. Sehr intensiv waren die drei Stücke aus "Schindlers Liste" - diese Musik ist bei mir aber auch stark emotional aufgeladen und der Applaus danach galt zum Teil wohl auch dem Film. "Shark" und "E.T." waren kräftig, aber der Höhepunkt war die dritte Zugabe: Strobel widmete den Abend und das "Star Wars Theme" dem Weltklasse-Trompeter Maurice Murphy, der 30 Jahre lang bis 2007 die Principal Trumpet im LSO spielte, dementsprechend auf zahlreichen Soundtracks zu hören ist und der am 28.10.2010 im Alter von 75 Jahren starb. R.I.P.

Im Februar 2011 ist Strobel übrigens mit "Metropolis" in der Philharmnie!
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.