X-Men: Dark Phoenix (2018)

Erstellt von DukeNukem69, 11 Februar 2018, 16:11:48

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast schauen sich dieses Thema an.

DukeNukem69

Der Nachfolger von Apocalypse kommt am 01.11.18 in die Kinos.

Regie: Simon Kinberg

Während Jean Grey immer mächtiger wird, befürchten die X-Men das schlimmste: Was, wenn Grey die Kontrolle über die Phoenix-Kraft verliert? Wären sie in der Lage, den Phoenix zu stellen, um zu verhindern, dass die Erde vielleicht sogar andere Planeten zerstört werden? Während Mystique (Jennifer Lawrence), Beast (Nicholas Hoult), Nightcrawler (Kodi Smit-McPhee), Storm (Alexandra Shipp) und Quicksilver (Evan Peters) gezwungen sind, eine schwere Entscheidung zu treffen, bekommt vor allem Cyclops (Tye Sheridan) das volle Ausmaß der Veränderung zu spüren.

Doch auch im Rest des Universums wird die Geburt des Phoenix wahrgenommen. In einer weit entfernten Galaxy wird die außerirdische Kriegerin Lilandra Neramani vom Volk der Shi'ar losgeschickt, den Phoenix zu vernichten. Zu Recht befürchten die Shi'ar, die Kraft wäre nicht mehr zu bändigen, wenn sie ihre volle Gestalt angenommen hat. Diesmal steht nicht mehr nur das Schicksal der Mutanten auf dem Spiel - wenn der Phoenix erwacht, droht die vollständige Vernichtung von allem Leben im Universum.

(Quelle: Kino.de)



Erster Teaser:





StS

...der Teaser/Trailer ist Fan-Made. Das sind Szenen u.a. aus "Molly´s Game" drin.  ;)
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=N0rfHZ7mOxI&feature=youtu.be

Hängt wohl viel davon ab, wie wenig sich der Film auf seine Titel-Figut stützt   :icon_lol:
Turner ist als Schauspielerin einfach nicht so dolle...

Nach dem letzten Teil kann´s zumindest nur bergauf gehen  ;)
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Hitfield

Der Starttermin wurde von 20th Century Fox vom 14. Februar 2019 auf den 7. Juni 2019 verschoben. Grund sollen die Spezialeffekte sein, die noch verbessert werden sollen.


https://www.hollywoodreporter.com/heat-vision/alita-battle-angel-release-date-pushed-spring-2019-1147922
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

DisposableMiffy

Hart öde, der Trailer...  :scar:
letterboxd.com

Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte davon vergessen.

Hearing only what you wanna hear and knowing only what you've heard.

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Hitfield

7 Juni 2019, 01:48:32 #6 Letzte Bearbeitung: 7 Juni 2019, 01:51:47 von Hitfield
Ist jetzt gestartet (auch in Deutschland) und die Resonanz scheint ziemlich vernichtend zu sein. Unter anderem 24% bei RT - mit Abstand Schlußlicht von allen 13 Spielfilmen, die Fox innerhalb des X-Men Universums produziert hat. Selbst der (aus meiner Sicht recht mäßige) "X-Men: Apocalypse" hat im Schnitt noch doppelt so viele Prozentpunkte eingefahren.

Wollte mir den Film eigentlich gleich am Startwochenende ansehen, aber nach dem Feedback und der Online-Bestellung der Kinokarte (schlappe 19,30€ inkl. Parken - sind die total wahnsinnig geworden?), werde ich mir das wohl sparen und/oder erstmal abwarten.
"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

Private Joker

Wobei man fairerweise sagen muss, dass die deutsche Kritik mit dem Film etwas gnädiger ist; in meiner Tageszeitung (ja so was gibt es noch) hat im "Filmspiegel" - wo fünf oder sechs Kritiker ihren Senf ohne Begründung in Punkten abgeben können - keiner unter drei Sternen = "annehmbar" gevotet.

Trotzdem kein schönes Ende für eine Serie, die eigentlich am Anfang der modernen Superheldenwelle stand und deren 2. Teil immer noch mein persönlicher All-Time-Favorit im Genre ist. Nach Teil 3 habe ich allerdings auch keinen mehr im Kino gesehen, und rückblickend war ich nach Heimkinosichtung auch ganz froh darüber. Das war schon ein ziemlicher Gemischtwarenladen, mal o.k, mal weniger, ohne einen wirklich roten Faden und mit dem eindeutigen Tiefpunkt "Apocalypse".
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Hitfield

Soll wohl ein verheerendes Startwochenende für "Dark Phoenix" (Budget: 200 Mio. US$) werden mit ca. 38 Mio. US$ in den USA und Kanada:
https://variety.com/2019/film/news/dark-phoenix-opening-weekend-1203236209/

Das würde bedeuten, wenn die Entwicklung analog zu "Apocalypse" verläuft, dass das weltweite Einspiel maximal 310 Mio. US$ insgesamt erreichen dürfte.

Dieses Poster-Artwork finde ich aber wirklich cool:

"All those moments will be lost in time, like tears in the rain."

El_Hadschi

Film war ansehbar und besser als Apocalypse, aber man verpasst auch nix.
Klares Highlight des Filmes war die Optik. :respect:  Spielt meiner Meinung locker in der Marvel Liga.
Leider sind, Story, Dramaturgie und Dialoge meist ziemlich unterirdisch und unlogisch.
Darstellermäßig ist das hier auch leider ziemlich schwach, was man auch dem schwachen Drehbuch zuschreiben könnte, aber ich hatte das Gefühl, dass selbst McAvoy hier nicht wirklich lust hatte.

Sophie Turner als Dark Phoenix fand ich, ehrlich gesagt, ganz passend gecastet, auch wenn sie hier, zum Teil, ihren "Sansa Stark -Blick" recycled. Aber die kalte, ihr-könnt-mich-alle-mal attitude hat sie definitiv drauf.

Das 3-D ist definitiv unnötig, und 42€ für 2 Karten an einem Samstag Abend ganz schön frech.

Würde 5/10 mit Hang zur 6 vergeben. Hatte beim gucken mehr Spaß als ich rückwirkend, angesichts der Kritikpunkte, nachvollziehen kann, aber vielleicht lag es auch an meiner charmanten Begleitung... :backen:
"You follow drugs, you get drug addicts and drug dealers. But you start to follow the money, and you don't know where the fuck it's gonna take you."

Lester Freamon

StS

Ein Bericht zu dem ganzen Debakel...

Zitat"We Were Wrong": Behind Fox's 'Dark Phoenix' Debacle
Despite an effort to not reproduce the failures of 'Apocalypse,' the studio's creative team had trouble selling the vision for a finale: "When definite awareness of 'Rocketman' is higher than an X-Men movie, you know you're in strange territory."

Kompletter Artikel:
https://www.hollywoodreporter.com/heat-vision/we-were-wrong-behind-dark-phoenix-foxs-dismal-x-men-franchise-finale-plans-1216859
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

RoboLuster

10 Juni 2019, 23:08:25 #11 Letzte Bearbeitung: 10 Juni 2019, 23:14:06 von RoboLuster
"We Were Wrong" "It wasn't supposed to be this way." "supposed to be the ultimate X-Men movie"

Was soll man jetzt auf den Artikel und "deren" Aussagen geben, wenn die sowieso nur falsch liegen?

Sollen einfach zugeben, dass sie keine guten Filme machen können.
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8
"Shoot first, think never!" - Ash

DisposableMiffy

Keine Ahnung wieso auf den Film so eingedroschen wird. Eine klare Steigerung gegenüber der Kloake namens Apocalypse und auch nicht schwächer als der krass überschätzte Days of Future Past.

Dark Phoenix hat durchaus Probleme (u.a. falsche Schwerpunktsetzung, Ende überhastet) und lässt eine Menge Potential ungenutzt, macht aber auch einiges richtig. Turner hat ein, zwei wackelige Szenen, trägt den Film ansonsten aber recht gut, McAvoy und Fassbender sind wie immer eine Bank, nur Chastain enttäuscht in einer völligen Nullrolle. Nachdem dem CGI-Overkill des Vorgängers geht es visuell wieder bodenständiger zu und dem Zimmer Hans sein Score macht ordentlich Stimmung. Die Action mag nicht bahnbrechend sein, macht aber durchaus Spaß, gerade die Konfrontation im Zug. Und die Auftaktsequenz macht optisch auch was her (IMAX 3D hilft bei so was natürlich sehr).

Die Kritik, dass der Film kein würdiges Ende der Reihe sei, halte ich für kurz vor unsachlich, denn er war ja nicht als finales Kapitel konzipiert. Dass er jetzt trotzdem dafür herhalten muss, kann man ihm nicht ernsthaft ankreiden. Also man kann natürlich schon, aber ich finde es halt nicht besonders schlau.
letterboxd.com

Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte davon vergessen.

Hearing only what you wanna hear and knowing only what you've heard.

Karm

Zitat von: DisposableMiffy nach 11 Juni 2019, 12:09:22dem Zimmer Hans sein Score macht ordentlich Stimmung

...und ist, wie von diesem Komponisten gewohnt, fast allgegenwärtig. Hat mich etwas gestört, diese ständige Dudelei. :happy2:

RoboLuster

Zitat von: DisposableMiffy nach 11 Juni 2019, 12:09:22er war ja nicht als finales Kapitel konzipiert.

War er nicht als finales Kapitel konzipiert?


"Days of Future Past" fand ich auch schon nicht gut, btw. Eigentlich war nur "First Class" richtig gut, imo.
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8
"Shoot first, think never!" - Ash

DisposableMiffy

Zitat von: RoboLuster nach 11 Juni 2019, 14:38:56War er nicht als finales Kapitel konzipiert?
Nope. Gedreht wurde 2017, da war der Verkauf von 20th Century Fox an Disney noch lange nicht sicher.
letterboxd.com

Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte davon vergessen.

Hearing only what you wanna hear and knowing only what you've heard.

McClane

Mit Continuity hatte es die Reihe ja noch nie so, gerade mit dem Jungmutantentum kamen dann ja einige Fragen auf. "Days of Future Past" versuchte sich dann am Ende mit einer Retcon-Lösung, die schon von "Apocalypse" ins Wanken gebracht wurde, ehe "Dark Phoenix" mit dem Arsch wirklich jeden Anflug von Kontinuität einreißt. Aber vielleicht war es auch die Fuck-Off-Mentalität der Macher angesichts des finalen Kapitels. Letzere dürfte auch zwei Darsteller ergriffen haben, denn zwei Figuren scheiden schon früh durch Tod oder filmlangen Krankenhausaufenthalt aus.
Simon Kinberg darf erstmals als Regisseur ran und lenkt die "X-Men" ja seit Jahren als Drehbuchautor, weshalb es verwundert, dass ausgerechnet das Script sich danach anfühlt als hätte es jemand ohne Ahnung von der Materie oder filminterner Logik geschrieben.
Jean Grey wirbelt bei einem Ausraster drei Streifenwagen durch die Gegend und schon ist auf einmal die ganze Welt den Mutanten skeptisch bis panisch gegenüber? Nach all dem, was sie schon in den Vorgängern gesehen haben? Während alle anderen Mutanten, selbst Magneto, ganz klar gegen sie stehen? Wenig glaubwürdig.
Oder die Szene, in der Magneto sich mitten im Kampfgeschehen die Zeit nimmt einen U-Bahn-Wagon durch die Straßendecke zu holen. Sieht cool aus, klar. Aber er vollbringt das in großer Gefahr (und gefährdet die Insassen des Wagons und damit den Ruf der Mutanten) und dann? Dann macht er nichts mit dem Wagon.
Ähnlich ärgerlich ist die Einbringung der Alien-Bösewichte. Deren Motivation wird unbefriedigend am Rande abgefrühstückt, das Solarnebel-artige Wesen wird zum reinen MacGuffin, der aber einige Fragen offen lässt. Hat es die Heimat der Aliens wirklich zerstört oder ist das nur eine Lüge der Aliens, um Jean auf ihre Seite zu kriegen. Was wollen sie damit, also außer "Weltherrschaft" bzw. "Weltzerstörung"?
Die Geschichte ist eine reine Hatz auf die ausrastende Jean, was für einige Scharmützel und den x-ten Mix aus Verbrüderung bzw. Richtungsstreit zwischen Xavier und Magneto sorgt. Immerhin: In seinen Subplots hat "Dark Phoenix" seine Stärken, denn am Saubermann-Image von Professor X wird heftig gekratzt, während man ausnahmsweise mal fast nur die positiven Seiten Magnetos betont, ohne seine dunke Vergangenheit und seine Zerrissenheit auszusparen. Die Darstellerriege leistet durchweg Gutes, auch wenn Jennifer Lawrence nicht mehr ganz so motiviert gewesen scheint. Dafür ist Alexandra Shipp in der dankbaren ausgebauten Storm-Rolle sowas wie eine Entdeckung.
Ein echter Knaller ist die Zugactionsequenz, die famos inszeniert wurde und den Mutanten auch Raum für Kooperationen im Kampf gegen ihre Gegner gibt - da werden die Fähigkeiten toll ausgestellt und Special Moves bei der Kombination zweier Fähigkeiten gezeigt, da sind unglaublich dynamische Konfrontationen zu sehen und da werden die Möglichkeiten der X-Men so gut ausgestellt wie selten. Dummerweise gibt es in den anderen Actionszenen viel zu oft schwer bis kaum besiegbare Superwesen, die alle anderen Teilnehmer zu Statisten degradieren, weshalb viele nicht so mächtige Mutanten wie Statisten erscheinen (siehe auch "Apocalypse").
Und sonst? Das 1990er-Setting wird quasi vollends verschenkt; abgesehen von vermutlich dokumentarischen Bildern eines Space-Shuttle-Starts verortet nichts, aber auch wirklich gar nichts den Film in der Dekade, was angesichts des Konzepts der Vorgänger ärgerlich ist. Die im Vorgänger angeteaserte Jubilee glänzt mit Abwesenheit, aber das passt zu einem Film, an dem wirklich nichts durchdacht erscheint - außer der geilen Zugsequenz. Mein erster Eindruck ist minimal besser als der bei "Apocalypse", aber an letzteren hatte ich auch deutlich mehr Erwartungen. Verbockt mit ein paar Lichtblicken sind sie beide. (4/10)
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)