Raised by Wolves (Sci-Fi von Ridley Scott)

Begonnen von Mr. Blonde, 6 August 2020, 00:51:42

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Mr. Blonde

Die Ankünding und der Trailer kamen jetzt recht plötzlich, aber die Serie sieht nach einer angenehmen Überraschung aus. "Prometheus" meets "Death Stranding", wenn man sich den Stil so anschaut. Ridley Scott produziert und wird auch für zwei Folgen als Regisseur in der IMDb gelistet. Meinen Nerv hat er zumindest mit dem Trailer ordentlich getroffen. ;)



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Wolfhard-Eitelwolf

Die ersten Szenen des Trailers sahen tatsächlich interessant aus. Aber je länger der Trailer dauerte, desto weniger gefiel mir die angedeutete Richtung...

Private Joker

18 September 2020, 01:11:56 #2 Letzte Bearbeitung: 18 September 2020, 12:59:14 von Private Joker
Geht jetzt los, auf "TNT-Serie", primär via Sky(Ticket), im bei der Plattform gewohnten 2-Folgen/Woche-Rhythmus.

Was dann natürlich bedeutet, dass es für tragfähige Aussagen noch etwas früh ist. Aber irgendwie verlockt es mich nach Ansicht von Ep 1 doch, denn immerhin ist der Pilot von Scott selbst inszeniert ..

.. und wie das ganze Szenario erst mal kräftig strange. Klar, SF darf viel (außer langweilen - schönen Gruß an Away auf Netflix, das ich begonnen und gleich wieder beendet habe) und dabei auch mal ein bisschen ohne Bodenhaftung rumfabulieren. Dass sich in irgendwas um 100 Jahren in der Zukunft "Atheisten" und Anhänger eines spätrömischen Sonnengotteskult die Schädel einschlagen, die Erde gleich mit schrotten und das dann auf einem 600 Lichtjahre entfernten Planeten fortsetzen, ist schon heftig unwahrscheinlich, um nicht zu sagen absurd; aber es ist zumindest mal partiell neu. Abgesehen natürlich von der Hauptfigur, denn Scott kann insoweit nicht aus seiner Haut und bringt aus den letzten Alien-Versuchen die Idee eines fast schon gottgleichen Androiden mit - wem das schon in den Filmen nicht passte, der braucht gar nicht erst einzuschalten, zumal da sonst wenig los ist in Sachen Personal.

Visuell und technisch o.k, ohne Maßstäbe zu setzen. Gründe, dranzubleiben, gibt es einige, wobei ich (im Gegensatz zu einer Kritik, die ich las), wenig Hoffnung habe, dass man über die Hintergründe des Konflikts viel erfährt. Aber aktuell ist etwas Luft im Bereich SF, nach Picard und vor Discovery. Also her mit den restlichen Folgen, vielleich entwickelt sich das ja noch.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Private Joker

17 Oktober 2020, 21:42:22 #3 Letzte Bearbeitung: 18 Oktober 2020, 01:12:05 von Private Joker
Gerade rechtzeitig vor dem Start von Discovery ist man auf Sky durch mit der ersten Staffel, was irgendwann mal sicher zu einem Vergleich einlädt. Das Ende teasert natürlich heftig eine Staffel 2 an, die von HBO(Max) wohl auch bestätigt wurde.

Und, war gut ? Ehrlich gesagt, ich weiß es auch nicht. Dass die Serie inhaltlich "anders" sein würde, hat sich ja am Anfang schon abgezeichnet und trotz einiger relativ konventioneller Folgen in der Mitte bis zum Ende wieder eher verstärkt. Wer sich in der Serien-SF der letzten Jahre ein wenig umschaut, muss - trotz einiger unbestreitbarer Highlights wie "The Expanse" - eine gewisse Fantasielosigkeit feststellen: Makellose Held*Innen im Dienste der Föderation retten immer noch Tag und Galaxis, dazu eher magere Versuche in Sachen Humor (Vagrant Queen), Weltraumsoap (Pandora) und heile-Welt-SF (Lost in Space). All das kann man RbW sicher nicht vorwerfen; wer eine Annäherung an die literarische Science Fiction mit ihren deutlich kühneren Visionen sucht, liegt hier zumindest grundlegend richtig. Da die Serie wie schon erwähnt auch technisch nichts falsch macht, kann man aufgeschlossenen Fans durchaus eine Empfehlung aussprechen, die 77 % RT gehen schon irgendwo klar.

Was nicht heißt, dass ich restlos begeistert wäre. Die doch recht deutlichen Alien/Prometheus-Selbstzitate des Produzententeams um Familie Scott, die eher maßvoll sympathischen menschlichen Figuren incl. einiger nerviger Kinder, das vage bis ambivalent dargestellte Verhältnis von Religiosität und Atheismus, die ständige Betonung (und Hinterfragung) des Wesens der "Mutterschaft", und schlussendlich sogar das andauernde, steife "Vater" und "Mutter" in den Dialogen, all das hat mich schon etwas gestört bis leicht genervt.

Aber bitte, konventionelle Kost läuft schon genug. Also runde ich mal den RT-Wert minimal ab, vergebe 7/10 und hoffe auf ein paar Erleuchtungen in S2.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

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