Sentinelle (französischer Netflix-Action-Thriller mit Olga Kurylenko)

Begonnen von StS, 5 Februar 2021, 12:51:08

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StS


Transferred home after a traumatizing combat mission, a highly trained French soldier uses her lethal skills to hunt down the man who hurt her sister.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Wolfhard-Eitelwolf

Sieht alles andere als innovativ, darüber hinaus auch handwerklich nur unauffällig aus leider. Dürfte ein typischer Streaming-Fire-and-Forget-Streifen sein ohne Wiedersehwert.

RoboLuster

Hat aber den Olga Bonus. Wird daher auf jeden Fall geguckt, hab auch schon bischen auf den gewartet. Leider französischer O-Ton, hab ich ja wenig Lust drauf. Naja.
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Karm


RoboLuster

Die hat aber auch ne geile Stimme wenn sie englisch spricht.  :happy3:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Mr. Blonde

 :lol:

Mochte die Olga irgendwie. Vor zehn Jahren kam sie gefühlt in jedem Film vor, aber mangels echtem Schausspieltalent und dem Voranschreiten des Alters wurde sie anscheinend fallengelassen.

Und den hier? Den nehme ich noch eher ab als dieser ultrapeinliche "Doorman" mit Ruby Rose.


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RoboLuster

15 Februar 2021, 01:13:29 #6 Letzte Bearbeitung: 15 Februar 2021, 05:01:28 von RoboLuster
Olga ist klasse!

Von welchem Mangel an Schausspieltalent sprichst du? Ich kann nur annehmen, dass du ca 4 Filme mit ihr gesehen hast (die paar Mainstream Actioner), und nach 2013 vielleicht noch Gun Shy.^^

Fallen gelassen?! Die dreht mehr Filme als zu ihrer Mainstream Hollywood alle wollen Olga nackig sehen Nebenrollen Zeit. In Centurion war sie aber schon sehr cool!

Nicht alle Filme von von ihr sind top notch (die meisten sind mindestens gut), aber Leistung bringt sie, soweit ich das beurteilen kann (und die meisten ihrer Filme kenne), bisher immer. Kann nen Film auch locker alleine tragen, und jeder Actionfilm mit ihr in der Hauptrolle rockt schon alleine wegen ihr.

Um mal ein paar zu nennen:

The Bay of Silence  2020
Les traducteurs (2019)
The Courier (2019)  (trotzdem meine Lieblingsrolle :love: )
The Room (2019)
15 Minutes of War (2019)
Mara (2018)
Momentum (2015)   (auch coole Action-Hauptrolle)
The Water Diviner (2014)
The November Man (2014)

usw...  Guck dir einfach mal ihre Filmographie an, hat in jedem Genre mitgespielt, und großer Teil davon sind Dramen. Für mich könnte sie natürlich überwiegend Kick-Ass Actionfilme drehen. Die nächsten 3 File, nach Sentinelle lesen sich schonmal verdammt gut, vorallem Jane Millen!

Sry, aber das konnte ich enfach so nicht stehen lassen. :winken:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Private Joker

Während der Olga-Fanclub sich noch Zeit lässt, nutze ich die Gelegenheit...

.. und stelle die überschaubare Liste von guten Nachrichten wohlweislich gleich mal vorweg: An Kurylenko liegt es jedenfalls nicht, dass das ein eher flaues Filmchen ist.

Die ist wirklich in fast jeder Szene zu sehen, als Sprachtalent, PTBS-Opfer, schwer bewaffnet auf Patrouille am Strand (seltsamer Job, jedenfalls vor Corana, heute würden die wahrscheinlich illegale Verweiler und Maskenmuffel jagen), (kurz) nackt, in Action, und das meiste davon hat sie auch ganz gut im Griff. Das "meiste", weil das Drehbuch die eh sparsame Action überwiegend in reinen F/M und F/F-Kampfszenen parkt, und die sind wenig überzeugend. Sei es, dass ihr ein paar Kilo fehlen oder dass sie keine Lust hatte, für den Film noch wochenlang "militärischen Nahkampf" zu trainieren, die wirken eher wild, etwas ungelenk und wenig realistisch, vor allem die Szenen gegen die russischen Bodyguards; der Kampf gegen die Killerkrankenschwester kommt etwas besser rüber.

Ändert aber alles leider nichts daran, dass das ein eher fades Durschnittsfilmchen ist. Action gibt es außer den erwähnten Fights kaum, und das Drehbuch bietet nur den allerdürftigsten Revenge-Standard (heimkommen, mit ein paar Killerfuzzies aneinandergeraten, dort einmarschieren und alle plattmachen). Überraschungen, Wendungen, Spannung oder wie erwähnt ein oder zwei Actionshighlights sind leider komplett Fehlanzeige.

Von mir daher allenfalls knappe 5/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Eric

Zitat von: Private Joker am  8 März 2021, 14:10:11Während der Olga-Fanclub sich noch Zeit lässt, nutze ich die Gelegenheit...

.. und stelle die überschaubare Liste von guten Nachrichten wohlweislich gleich mal vorweg: An Kurylenko liegt es jedenfalls nicht, dass das ein eher flaues Filmchen ist.

Die ist wirklich in fast jeder Szene zu sehen, als Sprachtalent, PTBS-Opfer, schwer bewaffnet auf Patrouille am Strand (seltsamer Job, jedenfalls vor Corana, heute würden die wahrscheinlich illegale Verweiler und Maskenmuffel jagen), (kurz) nackt, in Action, und das meiste davon hat sie auch ganz gut im Griff. Das "meiste", weil das Drehbuch die eh sparsame Action überwiegend in reinen F/M und F/F-Kampfszenen parkt, und die sind wenig überzeugend. Sei es, dass ihr ein paar Kilo fehlen oder dass sie keine Lust hatte, für den Film noch wochenlang "militärischen Nahkampf" zu trainieren, die wirken eher wild, etwas ungelenk und wenig realistisch, vor allem die Szenen gegen die russischen Bodyguards; der Kampf gegen die Killerkrankenschwester kommt etwas besser rüber.

Ändert aber alles leider nichts daran, dass das ein eher fades Durschnittsfilmchen ist. Action gibt es außer den erwähnten Fights kaum, und das Drehbuch bietet nur den allerdürftigsten Revenge-Standard (heimkommen, mit ein paar Killerfuzzies aneinandergeraten, dort einmarschieren und alle plattmachen). Überraschungen, Wendungen, Spannung oder wie erwähnt ein oder zwei Actionshighlights sind leider komplett Fehlanzeige.

Von mir daher allenfalls knappe 5/10.

Dem kann ich mir nur anschliessen.
Habe den Film gestern Abend angeschaut und war danach doch seeeeeehr ernüchtert was die wirklich langweilige Art betrifft.
Dabei hätte man aus diesem Thema wirklich etwas machen können, ..., haben die Macher aber nicht.

Und 5/10 ist MEHR als nur gut bewertet. Bei mir würde der nicht über eine 4 kommen.
(Als Ausgleich war danach noch 6 UNDERGROUND fällig. Zwar "dümmer" als dieser Film, dafür macht der wesentlich mehr Laune)
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

RoboLuster

Leider war der Film ganz anders als erwartet (keine I.A. gelesen oder Trailer geschaut).

Dachte es wäre ein typischer Antiterror-Taktik Film, der in einem öffentlichen Gebäude spielt, mit Ballerei und TV-Optik.

Die Optik war besser als gedacht, und alles andere war, komplett anders.

5/10 ist, imo, gnädig für den Film... da ich ein alter Mickey Rourke Fan bin, konnte ich dem ganzen noch etwas mehr abgewinnen, wegen Olga.

Denn anstatt dem erwarteten, bekommt man einen typischen "Mickey Rourke Film"; Charakter-Drama mit leichten Thriller und Action Anteilen, und einer min. guten Darstellung der Hauptfigur. Ohne Olga hätte ich das Interesse iwann verloren, denn obwohl der Film, keine klare Richtung zeigt und vielmehr auf der Stelle tappt, finde ich, dass dies eine von Olgas besseren Rollen ist, oder vielleicht eher Darstellungen.

Spaß hat das alles nicht gemacht, Action gab es wenig, diese war imo aber recht realistisch inszeniert, in Abetracht der Gegebenheiten; man darf nicht vergessen, dass Olgas Figur, ständig unter starkem Opiate Einfluss stand, daher hatte sie Probleme in den Fights, und war keine One-woman-Wrecking-Crew.

Der realistische Ansatz, und Olgas Darstellung eines kaputten Charakters, der trotzdem noch irgendwie seine Ziele verfolgen und erreichen kann, gefiel mehr recht gut. Aber allgemein, hätte man manches weglassen (Lesbenszene), und noch etwas mehr Action zeigen können, aber dann, wäre es ein anderer Film geworden (was wahrscheinlich mehr Spaß gemacht hätte).

Ich hatte danach auch einen Film zum Ausgleich geschaut, es war aber nicht 6 Underground, sondern Anna, von Luc Besson (wollte beim Thema bleiben)... und da bekam ich geboten was ich erwartet hatte... und es war laaaangweilig. Auf IMDB werden die 1-Punkte Bewertungen für Sentinelle verteilt wie Bonbons, und viele bemängeln als Hauptgrund dafür, die vielen Cliches usw... aber Anna tropft vor Chliches, sodass man die 500 sonstigen Nikta-Remakes gar nicht braucht, um zu wissen was passieren wird... Sentinelle hatte dieses Problem nicht so ausgeprägt, finde ich. OK, es verlief dann doch nach Schema F, aber nicht so plakativ nach Baukastensystem. ...außerdem, hätte Olgas Figur auch noch recht unspektakulär, nebenbei sterben können, halt wie in einem typischen Mickey Rourke Film.^^
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
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Maddox

Jau, ist eigentlich schon alles gesagt worden. Belanglos, und leider eine völlig abwesende Dramaturgie. Lernt man sowas nicht mehr auf der Filmhochschule? Es reicht halt nicht, Olga im schicken Army-Outfit mit Barret beim Patrouille laufen oder beim Joggen zuzuschauen. Irgendwie scheint da keiner mehr wert aufs Drehbuch gelegt zu haben. 

mehr als 2,5/10 ist da nicht drin. Und das nur mit Olga-Bonus, und für ein paar schöne Kameraeinstellungen.
They offered me a psych pension. Jackpot, right?
And I said no. (True Detective)

You can never escape me. Bullets don't harm me. Nothing harms me. But I know pain. I know pain. Sometimes I share it. With someone like you. (Batman - Year One)

What? I'm a collector. I tell you fuckin' much! (Captain Baseball Bat Boy)

Time wounds all heels.

RoboLuster

https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
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StS

,,Sentinelle" (2021) ist ein französischer ,,Netflix"-Film von Julien Leclercq (,,the Bouncer"), in welchem eine unter PTSD leidende Soldatin (Olga Kurylenko) Rache für die Vergewaltigung ihrer Schwester ausübt: Eine Kombination aus Drama und Action-Thriller. Leider dringen die Drama-Anteile nie in die ,,Tiefe" der Figur/Materie vor und gibt es weder viel Action noch nennenswerte ,,Thrills" zu verzeichnen. Dafür aber Klischees, eine unnötige Sex-Szene und einen noch unnötigeren ,,Abstecher ins Ausland" am Ende, der zudem gewisse Logik-Fragen heraufbeschwört (Fahndungen und Grenzkontrollen, anyone?). Bei Kurylenko sind ihre ,,schauspielerischen Limitierungen" wie üblich zu registrieren – doch kann sie (wie gewohnt) bei den Action-/Kampfszenen überzeugen, welche ihrerseits tendenziell erfreulich realistisch arrangiert wurden. Trotz des ruhigen Tempos habe ich mich nicht ernsthaft gelangweilt – auch wenn vieles den Kategorien ,,banal" und/oder ,,schade" zugeordnet werden muss (die Anti-Terror-Thematik ist bspw. bloß ein reiner ,,Aufhänger"). Im Grunde ist ,,Sentinelle" wie ein typisches amerikanisches 08/15-B-Movie-Revenge-Filmchen – nur halt eins mit einer Frau (statt mit jemandem wie Nicolas Cage) in der Hauptrolle bzw. als Hauptprotagonistin...

4/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

RoboLuster

15 März 2021, 17:24:36 #13 Letzte Bearbeitung: 15 März 2021, 19:22:19 von RoboLuster
" ,,schauspielerischen Limitierungen" wie üblich zu registrieren"

Dann schreib doch mal bitte ganz unlimitiert, was genau für die Darstellung dieser Rolle limitiert war. Was hat gefehlt? Welcher Aspekt ihres Charakters war denn nicht glaubhaft oder immersiv genug? Es liegt auch nicht an ihrem Typ, oder? Ich meine, nur um es richtig zu verstehen, es gibt ja auch Leute, die meinen, Charles Bronson wäre kein exzellenter Schauspieler (um die Messlatte jetzt mal ganz hoch anzusetzen, damit klar ist, was ich meine).

Wirklich ernst gemeinte Fragen. :smiley:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

StS

Sie ist absolut okay im Action-Genre und wenn sie schauspielerisch nicht groß gefordert wird - aber hier kam es ja auch aufs Vermitteln von PTSD und Trauer an... und da hat sie mich nur bedingt überzeugt. Sie wirkt da immerzu etwas "einfach" in der Mimik - hat nicht so die "Range/Reichweite". Scott Adkins macht seine Sache ja auch gut - aber wenn er spielen muss, funktioniert das auch nicht so wirklich überzeugend (siehe z.B. "Dead Reckoning" jüngst, wo ich es in meiner Besprechung ebenso formuliert habe).
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
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RoboLuster

16 März 2021, 18:27:27 #15 Letzte Bearbeitung: 16 März 2021, 18:38:32 von RoboLuster
Zitat von: StS am 16 März 2021, 09:15:28Sie ist absolut okay im Action-Genre und wenn sie schauspielerisch nicht groß gefordert wird

Stimmt nicht. Action kann sie auf jeden Fall, aber sie kann auch all out gehn, wenn es die Rolle erfordert. Guck einfach mal The Bay of Silence.

Zitat von: StS am 16 März 2021, 09:15:28aber hier kam es ja auch aufs Vermitteln von PTSD und Trauer an... und da hat sie mich nur bedingt überzeugt. Sie wirkt da immerzu etwas "einfach" in der Mimik - hat nicht so die "Range/Reichweite"

Sehe ich auch nicht so. Sie hat Trauer gut genug rübergebracht, und das PTSD (wird das im Film überhaupt erwähnt?) konnte man, imo, wohl auch sehen. Weiß nicht wie oft man zusammenbrechen muss um das glaubhaft zu vermitteln, oder in der Mimik zu entgleisen, ohne einen Vampire's Kiss Nic Cage Hommage abzuliefern.

Weiß auch nicht in wie weit man chargieren muss um PTSD rüberzubringen, wenn man quasi die ganze Zeit mit starken Opiaten gedämpft wird. Aber ich bin auch kein PTSD Experte, deswegen kann ich ohne konkrete Beispiele nicht vergleichen, wie man PTSD auf Opiaten darzustellen hat.  :denk2:
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

Wolfhard-Eitelwolf

Bekam genau das, was ich erwartet habe: Unaufgeregter 0815-Rachefilm, kompetent-realistisch gefilmt, mit hübschen Kulissen aufwartend und insgesamt etwas actionarm. Lief gemütlich zum Freitagnachmittag-Kaffee letzte Woche. Fire & Forget eben - wie meist bei Netflix!

blade2603

ein extrem belangloser, uninspirierter und seelenloser Film der einen keine Sekunde packt und immer wieder fragt man sich, warum wird einem das erzählt?
Ich habe mich durchgequält, mehr als 5/10 kann man dem leider nicht geben.
"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
◾ Originalzitat von: Curt Goetz

(aus den Känguru Büchern)

RoboLuster

Es war von allem zu viel, und deswegen davon jeweils zu wenig. Eine Schwäche der Netflix Filme. Hab bisher nur 3 davon gesehen, wo das nicht der Fall war, und die Filme waren gut.
https://youtu.be/RPQOMyyg9b8                          
"Shoot first, think never!" - Ash

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