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Autoren-Thread: McKenzie

Begonnen von McKenzie, 17 Februar 2007, 17:27:29

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McKenzie

28 Mai 2007, 06:47:52 #90 Letzte Bearbeitung: 28 Mai 2007, 06:50:06 von McKenzie
Und noch ein kleiner Richard Lester-Nachschlag. Es ist schon erstaunlich das sich bislang nur sowenige User um die frühen Filme dieses unterschätzten, modernen Surrealisten bemüht haben (abgesehen von dem zweiten und dritten "Superman"-Teil sowie "Die drei Musketiere" die beide zu seinen verflachten und eher belanglosen Auftragsarbeiten zählen).
Wer mir einen Endzeit-Film nennen kann, der den grotesken Wahnsinn von "Danach" übertrifft, der trete vor!  ;)

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=6411&rid=245844


@ Bretzelburger:

Eine solche Diskussion wäre sicherlich sehr, sehr interessant- nur wohl kaum anregend da ich hier nur wenige Interessenten vermute. Wenn du es dennoch versuchen möchtest- ich werde mich nach Möglichkeit beteiligen! Auch sonst stimme ich deinem letzten Posting. Und bedanke mich natürlich für deine indirekt geäußerte Anerkennung vor einigen Tagen!  ;)
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Hankey

ZitatEine solche Diskussion wäre sicherlich sehr, sehr interessant- nur wohl kaum anregend da ich hier nur wenige Interessenten vermute
Das Interesse ist schon vorhanden, aber es bewegt halt niemanden zum Umdenken. Man denke nur mal an Bretzels ersten Versuch:
http://www.gemeinschaftsforum.com/forum/index.php/topic,63910.0.html

(Man bedenke beim Lesen, dass Bretzel damals noch ein GF-Frischling war, den noch keiner hier wirklich einschätzen konnte. Erst recht nicht nach seiner kurz zuvor veröffentlichten Dieter-Review (Sorry Udo, damit musst du leben! ;)))
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McKenzie

28 Mai 2007, 19:01:40 #92 Letzte Bearbeitung: 28 Mai 2007, 19:04:47 von McKenzie
@ Mr. Hankey:

Diese Diskussion behandelt aber etwas ganz anderes!  :nono: ;)
Es geht dort um die Ablehnung bzw. weitläufige Unterdrückung alter Filme in der OFDb. Mir geht es aber nicht nur um alte Filme. Warum finden sich zu solchen

http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=78632
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=67880
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=95341
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=102433
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=122434
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=75833
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=67527
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=48453
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=95408
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=74431
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=40416
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=62288

Filmen beinahe nie Reviews? Warum sind sie so uninteressant? Warum informiert man sich nicht darüber was in den kleinen Kinos läuft, die abseits der Multiplexe ihr Dasein fristen. Pro Woche starten in Deutschland im offiziellen Verleih durchschnittlich 10 bis zweitweise sogar 15 Filme- und in der OFDb regt sich meist alles nur um 5 davon. Das ist das grundlegende Problem- das auch in Hinsicht auf anspruchsvollere Filme immer von den Altmeistern gesprochen wird aber weder deren neue noch generell neue Erstaufführungen berücksichtigt werden. Ich führe selbst in einem unabhängigen Kino vor (du weiß ja bescheid) und bin regelmäßig Zuschauer in Nürnbergs erstem kommunalen Kino. Dort laufen im Juni folgende Filme an:

http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=126689
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=48622
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=120247
http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=106031

und bei uns dieser:

http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=112243.

Es überrascht mich aber inzwischen nicht mehr, das zu solchen Erstaufführungen in der OFDb beinahe grundsätzlich nie etwas internes zu finden ist. Niemand interessiert sich für ernste Filme die nicht NUR unterhalten wollen und sich dann auch noch mit menschlichen Problemen beschäftigen- teilweise sind auch einfache, unterhaltende Filme unter diesen "Programmkino-Filmen" doch nicht einmal diese werden besprochen (dein "Slumming"-Review hat mich schon überrascht :icon_confused:).
Sicherlich ist die chronische Ungleichheit zwischen neuen und alten Filmen in der OFDb ein massives, trauriges Problem doch alles wird noch ein gutes Stück trauriger wenn man beobachtet das die breite Masse der User auch bei neuen Filmen einfach nach dem schnappt, was die Multiplexe ihnen vorwerfen und gar nicht nach etwas anderem suchen. Überhaupt: Wer zahlt schon Eintritt um einen Film evtl. sogar nur mit Untertiteln zu sehen...! Und weder das Argument, alte Filme seien oft nicht zu bekommen (die Auswahl ist riesig- dann sieht man sich eben welche an, die bereits erhältlich sind)- eine faule Ausrede wenn man sich damit für eine Minderheit an "Klassiker"-Reviews entschuldigt- noch die Örtlichkeit lasse ich hier gelten. Sicherlich starten die meisten der oben genannten Filme und andere Filme dieser Art oft nur in größeren Städten aber selbst dort dürften genug User ansässig sein- es besteht nur kein Interesse. Und ich weiß nicht, warum. Nicht einmal Bretzelburger, der sonst ja öfter einmal ins Programmkino zu stiefeln scheint, schreibt öfter für solche Filme.
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
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Vince

Zitat von: McKenzie am 28 Mai 2007, 19:01:40
Es überrascht mich aber inzwischen nicht mehr, das zu solchen Erstaufführungen in der OFDb beinahe grundsätzlich nie etwas internes zu finden ist. Niemand interessiert sich für ernste Filme die nicht NUR unterhalten wollen und sich dann auch noch mit menschlichen Problemen beschäftigen-

Interesse ist ein Punkt - Gelegenheit der andere. Ich selbst würde mit Freuden auf eine Besprechung von "Fluch der Karibik" pfeifen, wenn ich einen entsprechend aktuellen Film besprechen könnte, zu dem sich noch niemand geäußert hat. Nun bin ich ja jemand, der erst ab DVD-Release so richtig aktiv wird (und da haben die fetten Blockbuster eh schon so viele Besprechungen erhalten, dass mir oft einfach die Lust dran vergeht) und da erübrigt sich das sowieso. Aber für viele ist Kino auch eher eine soziale Veranstaltung - man trifft sich mit Leuten und die wollen nun mal eher selten am Offensichtlichen vorbeilugen und springen lieber mit anderen in die große Bresche, von der ja jeder weiß und über die man sich entsprechend auch am meisten austauschen kann.

Das zu hinterfragen ist löblich und legitim, ändern können werdet ihr daran aber nie etwas. Außer mit der Leistung, die ihr selbst hier in der ofdb hinterlegt. Nur erwartet nicht unbedingt, dass andere dem in größerem Maße folgen werden.

McKenzie

28 Mai 2007, 20:49:22 #94 Letzte Bearbeitung: 28 Mai 2007, 20:53:26 von McKenzie
Zitat von: Vince am 28 Mai 2007, 19:28:51
Aber für viele ist Kino auch eher eine soziale Veranstaltung - man trifft sich mit Leuten und die wollen nun mal eher selten am Offensichtlichen vorbeilugen und springen lieber mit anderen in die große Bresche, von der ja jeder weiß und über die man sich entsprechend auch am meisten austauschen kann.

Ich gehe in 70 % der Fälle mit Freunden ins Kino! Kino ist für mich soziale wie kulturelle Veranstaltung gleichermaßen. Alleine macht ein Kinobesuch längst nicht soviel Freude- deswegen dauert er bei mir in der Regel auch 4 Stunden- eine Stunde zuvor treffen und palavern und das gleiche nach dem Film noch mal. Gelegentlich verbringe ich auch (Wochenends...) einen Abend / Nacht mit meinen Begleitern der zwar 8 Stunden andauert aber nur einen Film enthält- den Rest der Zeit wird diskutiert! Ein wenig verwunderlich finde ich daher aber schon deine Feststellung das man sich nach einem populäreren Film besser austauschen kann...? Ein anspruchsvollerer Film gibt doch meist auch mehr Diskussionsstoff her!  ;) Anständigen, reflektierten Austausch mit verschiedenen Standpunkten erlebt man nach dem Besuch eines Films wie "Fluch der Karibik" doch eigentlich nur wenn man einen Mainstream-Gegner wie mich im Schlepptau hat!  :king: Sonst sind sich doch die meisten im großen und Ganzen einig!  :icon_twisted:

Und wer Kino als soziale Veranstaltung schätzt ist im Programmkino ohnehin besser aufgehoben- alles ist ein wenig kleiner, intimer und liebevoller, man kommt leichter ins Gespräch und kann sich in der Regel darauf verlassen, immer einige Personen zu treffen die vielfältige Interessen haben und sich neben "Arthouse"-Kino auch einmal einen Blockbuster, Sexploitation-Trash, Horror- oder Experimentalfilm ansehen. Im Multiplex trampeln die Rinder mit ihrem Futter (Popcorn, Chips, etc.) in den Saal, konsumieren, trampeln hinaus und fertig. Programmkino bieten imo immer weitaus mehr Konversation- und deswegen sind sie unbedingt vorzuziehen. Es ist natürlich schön, einen Film wie "Black Book" auf der gigantischen Riesen-Leinwand sehen zu können doch seine Wirkung hätte der Film im Programmkino auf einer etwas kleineren Leinwand und dazu vermutlich im Original mit Untertiteln (...) sicherlich ebenfalls entfaltet.
ZitatPunctuality is the thief of time
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ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
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Fastmachine

28 Mai 2007, 21:11:20 #95 Letzte Bearbeitung: 28 Mai 2007, 21:19:24 von Fastmachine
Auch wenn ich manche Reviewlücken ebenfalls merkwürdig finde, halte ich andere aber durchaus für verständlich.

Den Hauptgrund würde ich darin sehen, dass die Anzahl der Leute, die solche Filme überhaupt sehen, schon immer recht gering und die Anzahl derjenigen, die solche Filme dann besprechen, noch geringer war, ist und sein wird. Eine Frage der Statistik, nicht des bösen Willens oder des Desinteresses.
Nun ist es aber so, dass vermutlich - die durchaus reichlich vorhandenen externen Reviews deuten es an - diese Schreiber zum größten Teil von anderen Seiten absorbiert werden. Vielleicht weil die Seiten eine andere Ausrichtung haben, ein spezialisierteres Publikum? Die entsprechende Community hat sich an anderen Orten des Netzes gefunden. Und manche Schreiber wollen eben lieber für ein gleichgesinntes, interessiertes Publikum schreiben, als für die Allgemeinheit. Ich sage das ganz wertneutral, ohne das eine oder andere jetzt als Idealform hinzustellen.

Die OFDb ist nun mal eine allgemeine Filmdatenbank, die sich aus einer Fassungsdatenbank entwickelt hat. Also eine etwas andere Ausrichtung hatte. Du kannst nicht erwarten, nur weil die Möglichkeit besteht, hier jeden Film zu besprechen, automatisch sich die entsprechende Community zu jedem Genre sofort hier einfindet und schreibt.

Im Großen und Ganzen finde ich aber, dass das Spektrum der OFDb immer breiter wird, trotz aller "Lücken".
Ansonsten stimme ich Vince ganz zu: selber machen, Stein für Stein, will sagen, Review für Review. Dazu trägst du ja unter anderem mit vielen Reviews bei. Du musst halt damit leben, dass deine Haltung von manchen als "elitär" wahrgenommen werden könnte, von anderen als "trivial" (s.o.). Und wie ich sehe, lebst du ja ganz gut damit. Andere Leute wollen halt unter sich bleiben und leben und schreiben am liebsten für Gleichgesinnte. Jeder wie er will.




Ich mag keine Filme; die verblöden nur. (Alfons d. Ä.)

McKenzie

Zitat von: Fastmachine am 28 Mai 2007, 21:11:20
Und manche Schreiber wollen eben lieber für ein gleichgesinntes, interessiertes Publikum schreiben, als für die Allgemeinheit. Ich sage das ganz wertneutral, ohne das eine oder andere jetzt als Idealform hinzustellen

Ich möchte selbst nichts anderes!  ;) Und zwar für ein Publikum schreiben das vor nichts Halt macht und die von mir so verhasste Trennung zwischen Unterhaltungs- und Kunst-, zwischen Schund- und Arthaus-, zwischen Trivial- und Anspruchskino nicht vollzieht und für alles offen ist. Zwar fehlen zu bestimmten Bereichen auch von mir noch Reviews- so habe ich noch keinen Stumm- oder Experimental-Film besprochen- doch ich gedenke auch diese Lücken zu füllen- denn ich sehe mir selbst auch ALLES, und ich wiederhole, ALLES an, aus jedem Jahr, jedem Land, jedem Genre, aus jeder Schmiede. Manches mehr, manches weniger. Doch prinzipiell wird bei mir immer gut durchgemischt. So sah ich beispielsweise letztens innerhalb eines (langen Film-)Tages mit "Verflucht zum Töten" einen harten, schmierigen Rape & Revenge-Schocker, mit "Weibliche Junggesellen" einen schwedischen Stummfilm aus dem Jahre 1923 rund um das "weibliche Proletariat", danach mit "Dead Man's shoes" ein dogmatisch angehauchtes, bodenständiges Psychodrama und zum Abschluss den Kurzfilm "Un Chant d'Amour" von Jean Genet. Und für ein Publikum, das sich bei einer solchen Speisekarte ebenso wie ich nicht im mindesten wundert (vielleicht sogar noch freut) schreibe ich, möchte also aufzeigen das es kein Trivial- und Anspruchskino gibt da ein Film grundsätzlich- was auch immer er für ein Ziel verfolgt- ein Kunstwerk ist und lediglich sein Wert und seine Souveränität variiert.

Das nur, weil ich mich durchaus als einen Zielgruppen-Schreiber bezeichnen würde mit dem einfachen Grundsatz eines Entdeckers und Abenteurers: Alles außer Hollywood, alles ungewöhnliche, alles amitionierte, etc. Und diesem Vorsatz werde ich ja gelegentlich auch schon einmal abtrünnig. Vielseitigkeit ist mir sehr wichtig, allerdings zwinge ich diese niemals herbei. Sie kommt automatisch zu Stande! ;)
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
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Bretzelburger

Auch wenn der von Mr.Hankey angesprochene Thread nicht wirklich zum Thema passt, ähnliche Ansichten wie die Deinen wurden durchaus schon von mir besprochen, wobei ich dabei einige Autoren (nämlich die sehr aktiven) durchaus direkt angesprochen hatte (und diese sich auch angesprochen fühlten). Mit entsprechend unleidlichen Reaktionen.

Ich muß auch zugeben, daß ich mich inzwischen mit der Situation hier angefreundet habe, denn es ermöglicht jedem Review-Autor,sich eigene Bereiche zu schaffen. Allein von meinen letzten 50 Filmen, die ich besprach, haben 22 nur meine Kritik und 8 eine weitere Review zu verzeichnen. Viele jüngere Filme wie "Bobby" ,"Das wilde Leben", "Friends with money", "Ich bin die Andere", "Fast food Nation", "Das Mädchen, das die Seiten umblätterte" usw. ,die keineswegs zu den reinen Programmkinofilmen zählen und oft auch ordentliche Stars in ihren Reihen haben, verfügen meist nur über eine Review. Da erstaunt es nicht, daß es noch unzählige Filme gibt, die weder eine Inhaltsangabe noch eine Review haben.

Für mich hat das seinen eigenen Reiz, denn es ist erstaunlich, daß man als kleiner Amateur-Autor noch ein so weites Feld von anspruchsvollen Filmen vor sich hat, für die man im großen WorldWideWeb das einzige Sprachrohr darstellt. Ich persönlich komme der Menge nicht nach, obwohl ich im Schnitt dreimal pro Woche im Kino bin und nebenbei noch ständig neue Filme auf DVD sichte (ganz abgesehen davon, darüber auch noch etwas schreiben zu wollen). Dazu mag ich auch Unterhaltungsfilme und Trash, weil Einseitigkeit egal in welcher Richtung, immer den Blick einschränkt und damit auch die Urteilsfähigkeit.

Und damit komme ich auch zu einem Hauptpunkt, den man zum Verständnis hinzuziehen sollte. Um über Nouvelle Vague, Experimentalfilme, italienische Politthriller usw. (nur ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten) schreiben zu können, reicht es nicht, nur einen Film gesehen zu haben. Völlig richtig auch die zuletzt gemachten Anmerkungen zu Godard, dem man kaum gerecht werden kann, wenn man nur einen Film gesehen hat. Ich werde ja auch nicht Modeberater, weil ich mir einmal im halben Jahr eine neue Hose kaufe. Deshalb schreibe ich auch nie Reviews über z.B.Horror-Trash, weil ich davon null Ahnung habe. Deshalb ist der Einstieg, selbst für einen aktiven Autor, in ein fremdes Terrain meist mit sehr viel Aufwand verbunden, dem man sich meist nur ungern unterzieht.

Aber betrachte es einfach als Chance, dich zu profilieren. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß Jeder Einzelne, den ich durch eine Kritik dafür begeistern kann, sich einen Film anzusehen, den er nicht vorhatte zu sehen, die Review schon rechtfertigt. Mir ging es bei deiner aktuellen Richard Lester-Review so, denn der Film war mir völlig unbekannt und hat mich sofort animiert, mich wieder mehr mit diesem von mir geschätzten Regisseur zu beschäftigen.

Also, weiter so - aber selbst bei größtem Engagement - der Vielzahl an Filmen werden wir niemals gerecht. Aber "Pirates of the Carribean" kann man getrost anderen überlassen...

Mr. Hankey

29 Mai 2007, 01:03:00 #98 Letzte Bearbeitung: 29 Mai 2007, 01:36:58 von Mr. Hankey
Zitat von: McKenzieUnd zwar für ein Publikum schreiben das vor nichts Halt macht und die von mir so verhasste Trennung zwischen Unterhaltungs- und Kunst-, zwischen Schund- und Arthaus-, zwischen Trivial- und Anspruchskino nicht vollzieht und für alles offen ist.
Na ja, die Trennung zwischen Mainstream-Kino und allem anderen scheinst du aber schon recht offen auszuleben! ;)

Zitat von: BretzelAuch wenn der von Mr.Hankey angesprochene Thread nicht wirklich zum Thema passt, ähnliche Ansichten wie die Deinen wurden durchaus schon von mir besprochen, wobei ich dabei einige Autoren (nämlich die sehr aktiven) durchaus direkt angesprochen hatte (und diese sich auch angesprochen fühlten).
Und genau deshalb hatte ich ihn auch aus der Versenkung geholt! ;)

ZitatBobby"[...]"Fast food Nation"
Na ja, hier war ich einfach so nett und habe sie dir überlassen. Mal sehen, wie lange noch! ;)

ZitatDeshalb schreibe ich auch nie Reviews über z.B.Horror-Trash, weil ich davon null Ahnung habe.
Dafür gibt es ja McKenzie und mich! :D

Ansonsten kann ich Bretzi aber nur zustimmen. Wenn man der erste Review-Schreiber bei einem Film ist und auch sicher sein kann, auf lange Zeit, vielleicht sogar für immer, der Einzige zu bleiben, dann hat das doch schon irgendwie etwas Besonderes für mich. Zwar würde ich es dabei noch nicht so weit treiben wie manch anderer, sprich ich lege darauf nicht unbedingt sonderlichen Wert, aber z. Bsp. bei Disneyfilmen, gerade auch was Sequels angeht, kann ich schon ziemlich sicher sein, dass dies auch noch auf lange Zeit mein eigenes Gebiet bleiben wird. Genauso sieht es bei unbekannteren Slashersachen aus oder eben bei Trashmovies alla "18.15 Uhr ab Ostkreuz". Diese Review hat zwar bis jetzt irgendwie kaum eine Sau gelesen, aber was solls. Wenn mal jemand etwas zu diesem Film wissen will, dann hat er da nur meine Review zum lesen. Und wenn sich dann auch noch jemand dadurch dazu begeistert fühlt, sich diesen Film anzuschauen, na dann hat doch einfach etwas Besonderes. :D

ZitatAber "Pirates of the Carribean" kann man getrost anderen überlassen...
Richtig! Und "Spiderman 3" erst recht! ;)


Ach und nochwas zum Thema: Besprechen von Programmkinofilmen. Man sollte nicht nur das verhältnismäßig geringe Interesse als Ursache für das Fehlen von Reviews als Schuldigen suchen! Vielen Kritiker fällt es auch einfach wesentlich schwerer anspruchsvolle Filme gerecht zu besprechen, als seichtes Popcornkino! Einen davon kennst du nur zu gut! :icon_sad:
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McKenzie

30 Mai 2007, 03:12:21 #99 Letzte Bearbeitung: 30 Mai 2007, 04:30:30 von McKenzie
Zitat von: Bretzelburger am 28 Mai 2007, 23:59:55
Ich muß auch zugeben, daß ich mich inzwischen mit der Situation hier angefreundet habe, denn es ermöglicht jedem Review-Autor,sich eigene Bereiche zu schaffen. Allein von meinen letzten 50 Filmen, die ich besprach, haben 22 nur meine Kritik und 8 eine weitere Review zu verzeichnen. Viele jüngere Filme wie "Bobby" ,"Das wilde Leben", "Friends with money", "Ich bin die Andere", "Fast food Nation", "Das Mädchen, das die Seiten umblätterte" usw. ,die keineswegs zu den reinen Programmkinofilmen zählen und oft auch ordentliche Stars in ihren Reihen haben, verfügen meist nur über eine Review. Da erstaunt es nicht, daß es noch unzählige Filme gibt, die weder eine Inhaltsangabe noch eine Review haben.

Ich werde mich vermutlich nie damit anfreunden, auch wenn ich dadurch Gelegenheit erhalte, unbekannte Filme ein wenig zu unterstützen. Es wäre mir persönlich lieber wenn es gar nicht notwendig wäre, sie zu unterstützen!  :icon_confused: Denn wie du auch komme ich nicht nach; von den durchschnittlich 6 bis 5 Filmen die ich pro Woche sehe sind meist 3 noch vollkommen unberührt und es schmerzt, oft nur einen davon besprechen zu können. Letztlich entscheidet nicht der gute Wille sondern auch die Zeit und die kreative Energie, ob man einen Review schreibt oder nicht. Nur aus diesem Grunde finden sich von mir überhaupt gelegentlich auch Reviews zu aktuellen, größeren Filmen wie "Black Book" (wobei hier natürlich auch noch ein Verhoeven-Bonus vorhanden ist). Kurz: Ich bin der Meinung das es außer uns beiden und Autoren wie Arminowitsch noch viel mehr Schreiber in der OFDb geben müsste, die sich mit unterschlagenen Erstaufführungen und anspruchsvolleren älteren Filmen beschäftigen.

Zitat von: Bretzelburger am 28 Mai 2007, 23:59:55
Für mich hat das seinen eigenen Reiz, denn es ist erstaunlich, daß man als kleiner Amateur-Autor noch ein so weites Feld von anspruchsvollen Filmen vor sich hat, für die man im großen WorldWideWeb das einzige Sprachrohr darstellt. Ich persönlich komme der Menge nicht nach, obwohl ich im Schnitt dreimal pro Woche im Kino bin und nebenbei noch ständig neue Filme auf DVD sichte (ganz abgesehen davon, darüber auch noch etwas schreiben zu wollen).

Ja, dieser Reiz treibt mich stetig voran, auch wenn ich ehrlich gestehen muss das ich- obwohl die Qualität deiner Reviews meist kaum etwas zu wünschen übrig lässt- doch ein wenig frustriert bin das du in letzter Zeit soviele Filme besprochen hast die ich mir auch schon vorgemerkt hatte (besonders "La notte", "Z" und "L'Avventura"). :icon_neutral: ;) Immerhin wird meine lange geplegte Theorie das es wenig nützen würde, über solche Filme in der OFDb zu schreiben da die Reviews ohnehin nicht gelesen würden, stets durch die hohen Abrufzahlen Lügen gestraft- nicht nur bei meinen sondern auch z. B. bei deinen Reviews.

Zitat von: Bretzelburger am 28 Mai 2007, 23:59:55
Und damit komme ich auch zu einem Hauptpunkt, den man zum Verständnis hinzuziehen sollte. Um über Nouvelle Vague, Experimentalfilme, italienische Politthriller usw. (nur ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten) schreiben zu können, reicht es nicht, nur einen Film gesehen zu haben. Völlig richtig auch die zuletzt gemachten Anmerkungen zu Godard, dem man kaum gerecht werden kann, wenn man nur einen Film gesehen hat. Ich werde ja auch nicht Modeberater, weil ich mir einmal im halben Jahr eine neue Hose kaufe. Deshalb schreibe ich auch nie Reviews über z.B.Horror-Trash, weil ich davon null Ahnung habe. Deshalb ist der Einstieg, selbst für einen aktiven Autor, in ein fremdes Terrain meist mit sehr viel Aufwand verbunden, dem man sich meist nur ungern unterzieht.

Diese Ansicht teile ich allerdings so überhaupt nicht und würde sie niemals ernsthaften Grund aufführen um über einen bestimmten Film oder ein bestimmtes Genre nicht zu schreiben. Auch wenn der entsprechende Bereich Neuland ist- kann doch zweifelsohne eine ordentliche Kritik darüber schreiben. Schließlich ist man ja nicht dazu verdammt, das große Hintergrundwissen heraushängen zu lassen und auch nicht dazu verpflichtet. Sicherlich ist es auch schön wenn man feststellt das ein Autor vor dem Review zu einem historischen oder politischen Film ausgiebig recherchiert hat aber schlussendlich hebt das nicht zwingend die Qualität des Review. Ich persönlich habe beispielsweise bei der Review zu "Girolimoni, das Ungeheuer von Rom" (einer italienischen Antifaschismus-Satire, übrigens von Damiano Damiani) bewusst darauf verzichtet, die historischen Hintergründe von Mussolinis Machtergreifung zu erläutern- auch wenn es sich angeboten hätte. Um über einen Regisseur zu urteilen muss man sicherlich eine gewisse Anzahl seiner Filme gesehen haben (und ich habe von Godard z. B mehr als nur "Notre Musique" gesehen), nicht aber um ein Genre einzuschätzen. Daran sollte man sich nicht festhalten. Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gibt, den ich an vielen deiner Reviews regelmäßig ankreiden würde (und ich betone noch einmal das ich mittlerweile regelmäßig in dein Profil klicke  ;))  so ist es dein überdeutliches Bestreben, die Hintergründe immer so korrekt und umfassend wie möglich ins Spiel zu bringen. Das kann nützlich sein- wie etwa bei "Mussolini- Die letzten Tage"- muss es aber nicht.

Zitat von: Bretzelburger am 28 Mai 2007, 23:59:55
Aber betrachte es einfach als Chance, dich zu profilieren. Ich stehe auf dem Standpunkt, daß Jeder Einzelne, den ich durch eine Kritik dafür begeistern kann, sich einen Film anzusehen, den er nicht vorhatte zu sehen, die Review schon rechtfertigt. Mir ging es bei deiner aktuellen Richard Lester-Review so, denn der Film war mir völlig unbekannt und hat mich sofort animiert, mich wieder mehr mit diesem von mir geschätzten Regisseur zu beschäftigen.

Vollste Zustimmung. Auch wenn dem Leser der Review stilistisch vielleicht nicht gefallen hat und er ihm zu platt und schnodderig geschrieben war (immer meine Befürchtung angesichts meiner eigenen Ergüsse)- sobald er Lust auf den Film bekommt habe ich mein Ziel erreicht. Und deswegen ist es auch ein wunderschönes, indirektes Kompliment wenn der "Danach"-Review dein Interesse an dem Film geweckt hat. Unter diesem Gesichtspunkt ist es vielleicht auch günstiger, das nicht ich "L'Avventura" und "La notte" als erster besprochen habe- denn deine Reviews erwecken sicherlich nicht einen verkopften, anstrengenden Eindruck da du sogar hier von Unterhaltung sprichst (was auch vollkommen richtig ist, nur ein wenig verblüffend- es ist nun einmal eine ganz andere Art von Unterhaltung). Sicherlich werde ich auf meiner bisherigen Linie weitermachen und dabei auch weiterhin auf Vielseitigkeit achten (die ich aber natürlich nicht herbeizwinge- ich setze nur Prioritäten welche Filme ich nach dem sehen tatsächlich bespreche und welche nicht), nur habe ich gerade bei kleineren Erstaufführungen oft das Gefühl, gegen eine Wand zu schreiben. :icon_confused:

Zitat von: Mr. Hankey am 29 Mai 2007, 01:03:00
Na ja, die Trennung zwischen Mainstream-Kino und allem anderen scheinst du aber schon recht offen auszuleben! ;)

Diese Trennung muss man imo auch mehr oder weniger vollziehen. Dazu aber in der nächsten PM mehr! ;) Jedenfalls halte ich meinen Film"konsum" nicht für unausgewogen: Ich sehe im Monat etwa 5 bis 6 aktuelle Hollywood-Filme- und halte das für ausreichend (da Hollywood irgendwo doch ein eigenes Genre ist) angesichts der Menge an Filmen, die weltweit produziert werden und auch in Deutschland wöchentlich starten. Hollywood trägt eben in etwa nur 10 bis 15 % der internationalen Filmproduktion, daher würde jede ausgiebigere Auseinandersetzung damit eine Vernachlässigung anderer Filmkulturen- und Epochen beinahe automatisch miteinschließen.

Zitat von: Mr. Hankey am 29 Mai 2007, 01:03:00
Dafür gibt es ja McKenzie und mich! :D

:icon_mrgreen:

Und noch viele andere. Horror-Trash bespreche ich schließlich wirklich nur noch selten und auch dem Trash widme ich mich schriftlich nur selten. Allerdings habe ich vorhin eine unglaubliche türkische Trash-Granate ("Tarkan vs. the Vikings") gesichtet, die wirklich ein Review verdient hat. Nur schreiben soviele User über diese "Sparte" das sie für mich als Autor- nicht als Zuschauer- einigen Reiz eingebüßt hat.

Zitat von: Mr. Hankey am 29 Mai 2007, 01:03:00
Ach und nochwas zum Thema: Besprechen von Programmkinofilmen. Man sollte nicht nur das verhältnismäßig geringe Interesse als Ursache für das Fehlen von Reviews als Schuldigen suchen! Vielen Kritiker fällt es auch einfach wesentlich schwerer anspruchsvolle Filme gerecht zu besprechen, als seichtes Popcornkino! Einen davon kennst du nur zu gut! :icon_sad:

Aber ich habe bei der Link-Auswahl oben bewusst "einfachere" Filme angeführt. War dir "Slumming" etwa zu komplex? Er war imo zwar etwas besser als deine Kritik vermuten lässt aber was ich eigentlich meine: Nicht jeder Film, der im Programmkino läuft ist automatisch so komplex und schwer zu rezipieren wie unser gemeinsamer Liebling "Clockwork Orange". Anspruch ist nicht gleich Komplexität und ein Autorenfilm bringt nicht zwangsläufig "intellektuelle Onanie" (danke an Rajko für diese Bezeichnung  :icon_lol:) mit sich. Du würdest dich wundern, wieviele Filme aus den kommunalen Kinos du ohne weiteres rezensieren könntest- und vor allem nachdem du dich kürzlich erfolgreich an "Elephant" gewagt hast! :D Ich selbst wage auch oft nicht den Sprung ins kalte Wasser- vor kurzem habe ich z. B. "Mes petits amourouses- Meine kleinen Geliebten" des französischen Autorenfilmers Jean Eustache gesehen- und obwohl ich nicht behaupten würde, den Film nicht verstanden zu haben war er mir für einen Review doch etwas zu "heftig"...


Abschließend noch mein erster Review zu einem Stummfilm- kurz und bündig, dem Film meiner Meinung nach aber angemessen da er nicht viel mehr hergeben würde- wozu viel Lärm um nichts machen? Interessant im Ansatz aber flachbrüstig in der Ausführung, beweist "Weibliche Junggesellen" das nicht jeder Stummfilm ein einzigartiges, filmhistorisch bedeutendes Werk ist (was ja ein gängiges Klischee darstellt).

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=128764&rid=246095
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Hankey

30 Mai 2007, 20:35:11 #100 Letzte Bearbeitung: 30 Mai 2007, 20:36:49 von Mr. Hankey
ZitatWar dir "Slumming" etwa zu komplex?
Bestimmt nicht! Er war einfach nur furchtbar schlampig ausgearbeitet, vor allem in seinen Charakteren, aber nun gut! ;)

Na ja, ich werde schon zusehen, immer wieder einmal ein paar "Autoren-Filme" zwischen meine Reviews zu mischen, versprochen. Aber der Hauptbereich wird es sicherlich noch ne ganze Weile nicht werden. ;)

Aber Danke fürs Lob! :D
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Fastmachine

Aus dem Zodiac-Thread im Allgemeinen Filmforum picke ich mal folgende, höchst interessante Äußerung heraus:

Zitat von: McKenzie
Es muss ja nicht jeder erfahren wie belanglos ich "Fight Club" und "Panic Room" finde und wie überschätzt "Seven"...

Daran möchte ich mein altes Lamento und eine neue Hoffnung anschließen:

Da seit über zehn Jahren ganz Gallien von David-Fincher-Fans besetzt ist und nur ein kleines Dorf noch Widerstand leistet, freue ich mich über jeden, der den Mut hat, sich im Rom und Mekka der Fincher-Religion mutig als Atheist zu bekennen.

Folglich gefiele es mir sehr, von dir wohlbegründete Reviews zu "Fight Club" und vor allem "Seven" zu lesen. Die dann beweisen, dass Fincher nicht das strahlende Zentralgestirn der modernen Filmkunst ist, sondern ein taumelnder Asteroid, der auf seiner Bahn durchs Weltall nur fremdes Licht reflektiert.

Evangelisten hat Fincher genung, jetzt bitte einen Aufklärer, der vor allem mal die Axt an den künstlerisch maroden Baum von "Seven" legt.

Wie wärs?


Ich mag keine Filme; die verblöden nur. (Alfons d. Ä.)

McKenzie

2 Juni 2007, 13:25:43 #102 Letzte Bearbeitung: 2 Juni 2007, 13:33:11 von McKenzie
Derzeit arbeite ich noch mit rauchendem Schädel an dem "Zodiac"-Review (9/10 Punkten- der Mann kann erheblich mehr als ich ihm zugetraut hätte).  :icon_cool: Wie du siehst bin ich kein "Atheist"- nur ein "Zweifler".  :icon_mrgreen:

Vielleicht... in ferner Zukunft... ein Review zu "Sieben" (auch bei mir immer noch 8/10) ... Meine Apathie gegen "Fight Club" hat sehr persönliche Gründe die ich höchstens teilweise in einen Review mit einbringen würde, daher kommt das vorerst nicht in Frage. Du kennst ja zudem meinen Vorsatz: Nach Möglichkeit nur die Filme besprechen, die hier noch unbeschriebene Blätter sind. Davon bin ich zwar in letzter Zeit mehrmals abgewichen da mir einige Filme ("Black Book", "Die weiße Göttin der Kannibalen") noch nicht treffend genug umschrieben worden waren aber prinzipiell möchte ich nur ungern in eine Liste von 100 lobpreisenden Reviews eintreten (dann noch zu zwei Mainstream-Filmen). Darüber hinaus fällt ein Review immer schwerer je niedriger man einen Film wertet. Deswegen finden sich bei mir auch nur wenige Verrisse- weil ich sie nur ungern schreibe.

Allerdings reizt mich der Gedanke auch irgendwo- mal sehen, vielleicht kommt der Tag noch!  ;)

EDIT: Deine "Fight Club"-Review habe ich übrigens gerade gelesen. Eigentlich erübrigen sich doch weitere Kommentare meinerseits da du, wie ich finde, die Schwächen des Films sehr präzise auf den Punkt gebracht hast. Ich hätte zwar noch einiges anzuhängen aber im Großen und ganzen ist das ein sehr befriedigender Text!  ;)
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Happy Harry mit dem Harten

Bin gespannt auf die ZODIAC Kritik - kann mch aber allgemein nur teilweise anschließen, denn Finscher hat meiner Meinung nach mit "Sieben" und "Fight Club" zwei nahezu perfekte Meisterwerke geschaffen, die sicherlich beide von den komplexen und tefgründigen Drehbüchern leben. Wie man sieht braucht Finscher ein sehr gutes Drehbuch, ansonsten endet es wie in "The Game" und "Panic Room" in heißer Luft. Die beiden letzteren halte ich nicht für mehr als oberflächliche Unterhaltungsfilme, die beiden üblichen Verdächtigen kriegen aber auch von mir die volle Punktzahl..Und das NICHT weil ich Finscher für den besten Regisseur ever halte. Die Besprechung zu FIGHT CLUB von Fastmachine hat mit persönlich nicht gefallen, da die an sich schlüssige Argumentation einfach gegen den Strom schwimmen will  - doch dazu mehr im Thread von Fastmachine...

McKenzie

Hier der versprochene "Zodiac"-Review. Ich sehe die ganze Angelegenheit ähnlich wie Bretzelburger- ein Film über den man nur die nötigsten Worte verlieren sollte.  ;)

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=108308&rid=246843
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Hankey

4 Juni 2007, 20:51:53 #105 Letzte Bearbeitung: 4 Juni 2007, 21:04:47 von Mr. Hankey
Ohne Frage eine absolut gelungene Review der ich mich eigentlich (bis auf kleinere Ausnahmen) nur durchweg anschliessen kann! Ich würde ihr 9/10 Punkten geben. :respekt:

Den 10 Punkt bekommst du dann, sobald du auch so einen Film einmal gänzlich ohne die, in eigentlich jeder Deiner Reviews zu einem Film dieser Art aufkommenden, langsam abgelutscht wirkenden, Attacken gegen den ach so schlechten sonstigen US-Mainstream, besprochen bekommst!
;) ;) ;)

Auf dem richtigen Weg bist du aber schon! :icon_mrgreen:
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McKenzie

4 Juni 2007, 22:04:32 #106 Letzte Bearbeitung: 4 Juni 2007, 22:07:33 von McKenzie
Es ärgert mich eben das durch die dank Hollywood (und dagegen lässt sich nichts sagen- Wer sonst sollte denn schuld sein?  :icon_mrgreen:) fest zementierten Sehgewohnheiten des heutigen Publikums ein Film wie "Zodiac" kaum eine Chance mehr hat weil man schlicht nicht mehr in der Lage ist, sich einem Film auf verschiedene Arten anzunähern. Es gibt nur noch die Standard-Rezeption (und die beherrscht auch die OFDb) und alles was hier nicht passt wird nicht passend gemacht sondern abgestoßen. Dabei kann man sich einem Film auf unzähligen, verschiedensten Wegen nähern. Das hat Bretzelburger ja auch toll verdeutlicht als er in seinen Reviews zu "Der Würgeengel" und "L'Avventura" beide Filme als unterhaltend bezeichnet hat. Außerdem schimpfe ich ja nicht in jedem Review nur über Hollywood- mein Opfer kann, wie kürzlich, auch schon einmal das Publikum sein, das um mich herum im Programmkino sitzt. Nur finde ich es immer sehr interessant, am Rande einer Kritik das Verhalten und die Gewohnheiten des insbesondere deutschen Kinopublikums zu reflektieren, genauso wie dieses die Gesellschaft reflektiert. Und wer meint das die debile Teufelsbande, die im Fernsehen tanzt und der allgemein die "Infiltrierung der menschlichen Intelligenz und Vernunft" zugeschrieben wird, die Kinos noch nicht erreicht hat der irrt sich gewaltig. Wie das Land, so seine Kinoerfolge. Aber da steht Deutschland schließlich auch nicht allein.

Aber eigentlich wollte ich mich ja nur für deinen netten Zuspruch bedanken!  :icon_razz:

Zitat von: Mr. Hankey am  4 Juni 2007, 20:51:53
Auf dem richtigen Weg bist du aber schon! :icon_mrgreen:

Huch! Ein Seitensprung...  :icon_redface: :icon_lol:

Im Anhang noch ein kurzer Abriss zu dem relativ unbekannten Dokumentarfilm-Essay "Ortsbesichtigung in Palästina" von Pier Paolo Pasolini- leider eher fragwürdig als groß (und das ganz unabhängig von dem Vergleich mit seinen Spielfilmen):

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=129481&rid=246990
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Bretzelburger

Zuerst einmal bist du mir bezüglich Pasolini etwas zuvorgekommen, dem ich mich demnächst stärker widmen möchte - allerdings kannte ich diesen Film noch gar nicht, den du hier allerdings in einer Art beschreibst, daß man eher das Gefühl hat, ihn auch nicht weiter beachten zu wollen...

Zurück zu "Zodiac" - insgesamt finde ich die Hollywood-Diskussion nicht so fruchtbar, auch deshalb, weil ich Hollywood durchaus mag und es immer so ist, wenn es ein Geschmacksdiktat gibt - weniger erfolgreiche Stile werden dann nicht vom Publikum wahrgenommen. Da stecken erhebliche Marktinteressen hinter, die sich zum Beispiel daran zeigen, daß keiner seinen Film ins Kino bringt, wenn etwa "Pirates of Carribean" startet. Hier sieht man eben auch die Folgschaft der Kinobetreiber, die auf Teufel komm raus (mit tausenden Kopien) gleich in der ersten Woche den Rahm abschöpfen (wahrscheinlich müssen).

An diesem Geflecht aus wirtschaftlichem Denken und Verbreitung sind alle beteiligt bis zum letzten Besucher. Als Filmfreund kann man nur dagegen angehen, in dem man eben konsequent AUCH andere Filme ansieht, aber nicht etwas aus politischen oder Protestgründen, sondern aus Begeisterung. Wenn man diese Begeisterung vermitteln kann, interessiert sich vielleicht auch ein Anderer dafür - wie ich das im Zusammenhang mit dem Review-Schreiben schon erwähnte. Ich denke deshalb, daß du Seitenhiebe allgemeiner Art auf spezielle Fälle beschränken solltest, denn der Dauerrundumschlag dient der (unserer :-)) Sache nicht so sehr. Allerdings konnte ich auch bei meiner "Revolver" - Kritik nicht darüber an mich halten, warum der Film nicht nach Deutschland kommt - und schon sind wir wieder beim Thema.

McKenzie

4 Juni 2007, 23:38:39 #108 Letzte Bearbeitung: 4 Juni 2007, 23:41:36 von McKenzie
Zitat von: Bretzelburger am  4 Juni 2007, 22:42:43
Zuerst einmal bist du mir bezüglich Pasolini etwas zuvorgekommen, dem ich mich demnächst stärker widmen möchte

Gegen dich hat man wirklich keine Chance!  :icon_lol:
Gerade ist im Filmhaus Nürnberg nämlich eine fantastische Pasolini-Retrospektive (Alles auf 35mm und teilweise auch im Original mit englischen Untertiteln) am laufen mit nahezu all seinen Filmen...

Vielleicht überlässt du mir ja wenigstens "Teorema", "Der Schweinestall", "Edipo Re" und "Gastmahl der Liebe"? Teilen macht doch immer doppelte Freude! :king:

Zitat von: Bretzelburger am  4 Juni 2007, 22:42:43
An diesem Geflecht aus wirtschaftlichem Denken und Verbreitung sind alle beteiligt bis zum letzten Besucher. Als Filmfreund kann man nur dagegen angehen, in dem man eben konsequent AUCH andere Filme ansieht, aber nicht etwas aus politischen oder Protestgründen, sondern aus Begeisterung. Wenn man diese Begeisterung vermitteln kann, interessiert sich vielleicht auch ein Anderer dafür - wie ich das im Zusammenhang mit dem Review-Schreiben schon erwähnte.

Vollkommen richtig. Aber ebenso wie du tue auch ich nichts anderes. Ich überlege mir nie ob ich diesen und jenen Film sehen "sollte", nur ob ich einen Film wirklich sehen will, weil er mich interessiert. Und ich schreibe auch nur über Filme, zu denen ich schreiben will. Nur das hier keine Missverständnisse aufkommen: Meine Filmauswahl (sowohl was sehen als auch rezensieren angeht) ist nicht im mindesten von pragmatischen oder politischen Motivationen verwässert!  ;) (Wenn ich das missverstanden habe, bitte ich dich um Verzeihung...)

ZitatIch denke deshalb, daß du Seitenhiebe allgemeiner Art auf spezielle Fälle beschränken solltest, denn der Dauerrundumschlag dient der (unserer :-)) Sache nicht so sehr. Allerdings konnte ich auch bei meiner "Revolver" - Kritik nicht darüber an mich halten, warum der Film nicht nach Deutschland kommt - und schon sind wir wieder beim Thema.

Je tiefer man in der "Programmkino- und Underground"-Schiene steckt (auch als Mitarbeiter in einem Kino, s. o.) desto offensichtlicher wird einem die Maschinerie des Ganzen und die Ungerechtigkeit, mit der sie betrieben wird. Das kann schon zu Verbitterung führen (und das sogar weniger gegen die Filme als viemehr Produzenten, Verleiher, Publikum und eben andere Kinobetreiber). Aber andererseits hätte ich gerade im Falle der "Zodiac"-Kritik nicht darauf verzichten mögen denn hier liest (vermutlich) das typische Mainstream-Publikum auch ein Stück weit mit.
Aber mir ist bewusst das ich gelegentlich ein wenig übertreibe mit solchen Seitenhieben. Ich werde versuchen, mich zu mäßigen!  ;)
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


McKenzie

Pasolini Vol. 2  ;)

"Gastmahl der Liebe" ist sicherlich eine der interessantesten Dokumentationen die mir je unter die Augen gekommen sind. Das Bild der italienischen Gesellschaft, welches Pasolini hier vermittelt spottet jeder Beschreibung und dürfte alle Vorurteile den "chauvinistischen" Italienern gegenüber bestätigen. Zum schreien komisch und außerordentlich faszinierend!

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=19500&rid=247456
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


McKenzie

12 Juni 2007, 04:57:24 #110 Letzte Bearbeitung: 12 Juni 2007, 05:08:11 von McKenzie
Da ich mich aus ganzem Herzen als feste OFDb-Institution für die Rehabilitierung des italienischen Genre-Kinos der 70ziger verstehe, hier ein neuer Meter zu dieser Linie- und mein erster Review zu einem Film des legendären Duos Enzo G. Castellari / Franco Nero. Ihre erste von 10 gemeinsamen Arbeiten vereint zwei Komponenten die mich im italienischen Polizei-Film schon immer besonders angesprochen haben: Politische und sozialkritische Brisanz in verspielter, virtuoser Inszenierung.

http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=33659&rid=247946

Ein Review von Bretzelburger zu diesem Film wäre sicherlich auch sehr interessant!  ;)
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Happy Harry mit dem Harten

21 Juni 2007, 06:33:54 #111 Letzte Bearbeitung: 21 Juni 2007, 06:36:48 von COPFKILLER
Habe mir grade mal deine Bewertungen angesehen und dabei speziell jene Filme, denen du nur einen Punkt gegeben hast. Sympathisch finde ich daran, dass beinahe nur Mainstream-Ware vertreten ist.

Catwoman, Alone in The Dark, M:I 2, Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, Pearl Harbor, Resident Evil Apocalypse - bei vielen Filmen pflichte ich dir voll und ganz bei, auch deine Kritik zu Hills Have Eyes 2 gefällt mir sehr gut.

Einige Bewertungen sind mir aber ein Rätsel: Wie kannst du nur Verrückt nach Mary und Dumm und Dümmer so niedrig bewerten? Ist mir echt unklar, denn ich halte diese beiden Filme für zwei der besten amerikanischen Komödien der letzten 15 Jahre. Habe Verrückt nach Mary auch volle 10 gegeben. Weiterhin frage ich mich, warum ausgerechnet der Sleaze-Klassiker Ich spuck auf dein Grab in der Liste vertreten ist. Für mich ist der Film in Fan-Kreisen leicht überbewertet, die Tiefstwertung kann ich hier aber nicht nachvollziehen.

Da du aber sicher deine Gründe für die Bewertungen hast, habe ich nun eine Bitte: Schreib doch mal zu einem der drei genannten Filme eine Kritik, Hills Have Eyes hast du ja auch schön auseinander genommen. Im Gegenzug wäre ich auch bereit (falls Interesse besteht) ebenfalls eine Kritik zu schreiben, entweder zu dem jeweiligen Film (zu denen ich ja eine gänzlich andere Meinung habe) oder zu sonst irgendeinem Film, den ich bewertet habe und wo dir die Bewertung ungerechtfertigt vorkommt.

Ist nur ein Vorschlag, überhaupt finde ich die Idee Reviews gewissermaßen "auszutauschen" gar nicht so übel, was denken die anderen darüber?

Übrigens: Mehr Pasolini bitte, bin schon ganz gespannt auf die Besprechung zu den 120 Tagen von Sodom, falls eine kommt ...

McKenzie

Zitat von: COPFKILLER am 21 Juni 2007, 06:33:54
Habe mir grade mal deine Bewertungen angesehen und dabei speziell jene Filme, denen du nur einen Punkt gegeben hast. Sympathisch finde ich daran, dass beinahe nur Mainstream-Ware vertreten ist.

Ein Wunder! Du bist vermutlich der erste, der mir das nicht zum Vorwurf macht!  ;)

Generell sollte man meine Punktbewertungen aber auch nie mit Gold aufwiegen da ich sehr intuitiv und alles  andere als sachlich bewerte. Aber das scheint dir ja ähnlich zu gehen (10 Punkte für "The Abandoned"- kaum zu glauben!). Was wirklich zählt ist natürlich die Kritik und die fehlt gerade bei den meisten meiner "worst movies" da ich nur ungern Verrisse schreibe... :icon_confused:

Zitat von: COPFKILLER am 21 Juni 2007, 06:33:54
Einige Bewertungen sind mir aber ein Rätsel: Wie kannst du nur Verrückt nach Mary und Dumm und Dümmer so niedrig bewerten? Ist mir echt unklar, denn ich halte diese beiden Filme für zwei der besten amerikanischen Komödien der letzten 15 Jahre. Habe Verrückt nach Mary auch volle 10 gegeben. Weiterhin frage ich mich, warum ausgerechnet der Sleaze-Klassiker Ich spuck auf dein Grab in der Liste vertreten ist. Für mich ist der Film in Fan-Kreisen leicht überbewertet, die Tiefstwertung kann ich hier aber nicht nachvollziehen.

Da du aber sicher deine Gründe für die Bewertungen hast, habe ich nun eine Bitte: Schreib doch mal zu einem der drei genannten Filme eine Kritik, Hills Have Eyes hast du ja auch schön auseinander genommen. Im Gegenzug wäre ich auch bereit (falls Interesse besteht) ebenfalls eine Kritik zu schreiben, entweder zu dem jeweiligen Film (zu denen ich ja eine gänzlich andere Meinung habe) oder zu sonst irgendeinem Film, den ich bewertet habe und wo dir die Bewertung ungerechtfertigt vorkommt.

Ist nur ein Vorschlag, überhaupt finde ich die Idee Reviews gewissermaßen "auszutauschen" gar nicht so übel, was denken die anderen darüber?

Dein Vorschlag hat auf jeden Fall etwas für sich und ich hätte da auch gleich einige "Früchtchen" in deiner 1/10-Liste wie z. B. "Die Passion Christi", "Zombie 3" (Beide halte ich für herausragenden Exploitation-Trash!  :icon_lol:), "Düstere Legenden" (hochgradig amüsant und sehr fies, hat bei mir 8/10) und noch zwei japanische Filme: "Izo" von Takashi Miike (Surrealismus? Vielleicht.  :icon_mrgreen:) und "Japanese Hell" von Teruo Ishii.

Zu meinen Wertungen: "Verrückt nach Mary" und "Dumm und dümmer" liegen beide schon ein Weilchen zurück; der infantile Fäkal-Humor hat mich aber schon damals abgeschreckt und daran dürfte sich nicht viel geändert haben. Wie ich Mr. Hankey, der es auch nicht glauben konnte, bereits erzählt habe: Mit reinrassigen Komödien kann ich meist nichts anfangen da ich deren imo meist erzwungenen Witz ("Witz komm raus, du bist umzingelt!"  :icon_mad:) in der Regel nichts abgewinnen kann. Gerade Humor ist eben doch etwas sehr individuelles und meinen Nerv haben beide Filme einfach in keinster Weise getroffen, auch wenn ich etwas dümmlicherem Klamauk nicht grundsätzlich abgeneigt bin. Aber vielleicht haben mir auch die unterirdischen deutschen Synchronisationen den Spaß verdorben...

"Ich spuck auf dein Grab" war mir trotz der schmierigen deutschen Synchro einfach nicht sleazig genug, zu ernst um Vergnügen zu bereiten und zu schundig, um ernstgenommen zu werden (Klingt paradox aber vielleicht verstehst du ja worauf ich hinaus will).  Aber mit solchen Ausführungen sollte ich mich vielleicht gar nicht weiter aufhalten sondern doch ein Review andenken- dann aber wohl eher zu einem der beiden Farelly-Filme.  ;)

Zitat von: COPFKILLER am 21 Juni 2007, 06:33:54
Übrigens: Mehr Pasolini bitte, bin schon ganz gespannt auf die Besprechung zu den 120 Tagen von Sodom, falls eine kommt ...

Sagt sich so leicht!  :icon_sad: Haben dir die beiden bisherigen Reviews denn tatsächlich gefallen?! Ich führe gerade einen erbitterten Kampf mit einem Review zu "Teorema" den ich gestern auf der Kinoleinwand genießen konnte und der schon jetzt einen Platz in meinem Olymp der größten Meisterwerke überhaupt zugeteilt bekommen hat. Ein vollkommener Film- leider auch einer, der sehr schwer zu rezensieren ist. Und das trifft leider auf fast alle Pasolini-Filme zu weswegen ich z. B. auch "Mamma Roma" und "Große Vögel, kleine Vögel" noch nicht besprochen habe.

Eine Kritik zu "Die 120 Tage von Sodom" wird es von mir deswegen vermutlich nicht so schnell geben da das auch ein Film ist, dem man sich "stellen muss" und der in seiner Komplexität schwer zu erfassen ist. Du kannst aber vermutlich in den nächsten Wochen noch mit "Der Schweinestall" (in drei Stunden geht's ins Kino  :love:), "Erotische Geschichten aus 1001 Nacht" sowie "Große Vögel, kleine Vögel" (ein schwerer Brocken- aber einen Versuch ist es wert) und "Edipo Re- Bett der Gewalt" rechnen.

Und vielleicht gesellen sich du und Bretzelburger auch noch dazu (nachdem letzterer es schon angekündigt hat).  :icon_mrgreen:
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
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Bretzelburger

Ich wollte dir nicht in die Quere kommen, abgesehen davon, daß deine Liste schon sehr vollständig ist und es nicht leicht ist, noch an einen anderen Film heranzukommen. So gibt es "Teorema" in meiner Videothek nur in der italienischen Originalfassung mit französischen Untertiteln, also schwere Kost.

McKenzie

21 Juni 2007, 17:55:04 #114 Letzte Bearbeitung: 21 Juni 2007, 17:57:01 von McKenzie
Zitat von: Bretzelburger am 21 Juni 2007, 16:24:06
Ich wollte dir nicht in die Quere kommen, abgesehen davon, daß deine Liste schon sehr vollständig ist und es nicht leicht ist, noch an einen anderen Film heranzukommen. So gibt es "Teorema" in meiner Videothek nur in der italienischen Originalfassung mit französischen Untertiteln, also schwere Kost.

;)

Natürlich wolltest du mir nicht in die Quere kommen (war auch nicht verärgert darüber!), du hattest nur beinahe zum gleichen Zeitpunkt wie ich angefangen, an Pasolin zu denken- nur kam mir zusätzlich eben diese großartige Retrospektive hier in Nürnberg zur Hilfe. Es ist wie verhext: Irgendwie treffen wir uns permanent. "Türkische Früchte" wollte ich z. B. demnächst nach der DVD-Sichtung ebenfalls besprechen, ganz zu schweigen von Antonioni, "Inland Empire" oder "Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert"!  ;)

Mal sehen, vielleicht werde ich mich bei dem ein oder anderen Film auch noch geschlagen geben und doch nichts schreiben, dann kannst du ja zugreifen. Außerdem bleiben ja immer noch "Accattone", "Mamma Roma", "RoGoPaG", "Medea", "Decamerone", "Tolldreiste Geschichten" und "Salò"!  :king:

Übrigens ist "Teorema" sicherlich auch im OmfU noch einiges wert- denn die wesentlichen Dinge spielen sich im Bild ab, der Film ist sehr wortkarg und erzählt visuell. Und wenn du dann meinen (vermutlich unterirdischen) Review gelesen hast sollte es keine Schwierigkeiten mit dem Verständnis der Handlung geben!  :scar:
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Hankey

ZitatAber vielleicht haben mir auch die unterirdischen deutschen Synchronisationen den Spaß verdorben...
Kann nicht sein, da VnM und DuD eigentlich erstaundlich gut synchronisiert worden! :D
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McKenzie

Zitat von: Mr. Hankey am 21 Juni 2007, 19:23:36
Kann nicht sein, da VnM und DuD eigentlich erstaundlich gut synchronisiert worden! :D

Ich bin nun beileibe kein typischer O-Ton-Fetischist aber meiner bescheidenen Meinung nach muss man wirklich gute Synchronisationen - im Gegensatz zu den goldenen 60zigern und 70zigern-  heutzutage mit der Lupe suchen. Und diese quakende Gebrabbel in den deutschen Synchros zu "Dumm und dümmer" und "Verrückt nach Mary" ist ja wirklich kaum auszuhalten.  :icon_mad: Schöner Vergleich: Hör dir den amerikanischen und den deutschen Trailer zu "Deathproof" an...  :icon_rolleyes:
Wenn du wieder einmal eine richtig gute Synchro hören willst solltest du dich schnellstens in Kino in "Inland Empire" oder "Das Mädchen, das die Seiten umblättert" schwingen, sonst laufen sie bald nicht mehr!  :king:
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
- Elizabeth Taylor


Mr. Hankey

22 Juni 2007, 02:56:00 #117 Letzte Bearbeitung: 22 Juni 2007, 03:37:51 von Mr. Hankey
ZitatUnd diese quakende Gebrabbel in den deutschen Synchros zu "Dumm und dümmer" und "Verrückt nach Mary" ist ja wirklich kaum auszuhalten
Du irrst! (wie so oft :icon_twisted: ;)) Gerade Jeff Daniels und vor allem Jim Carrey klingen IMO im Deutschen sehr genial. Jim Carreys Synchrosprecher gehört sowieso mit zu den Besten. Genauso wie ein Joachim Kerzel (Jack Nicholson), Manfred Lehmann (Bruce Willis) oder ein David Nathan (Jim Carrey)!

Zitatim Gegensatz zu den goldenen 60zigern und 70zigern-
Ist jetzt nicht Dein ernst oder? Du willst mir echt weiss machen, dass du diese, im Vergleich zu heute, manchmal wirklich miesen (!!!) und selbst für "Nur-Synchro-Kenner" kaum zu gebrauchenden Synchros, den meist sehr professionellen Synchros von heute vorziehst? Ich glaube, jetzt hast du langsam echt den Verstand verloren. :icon_eek: :nono:  :icon_twisted: ;)
Also ich bin ja bekanntlich ein sehr großer Verfechter von deutschen Synchros und würde auch nie bestreiten wollen, dass es auch in der Gegenwart noch einigen Mist in dieser Richtung gibt. Aber was im Vergleich zu heute gerade in diesen Jahrzehnten manchmal so abging, geht auf keine Kuhhaut!
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McKenzie

22 Juni 2007, 04:48:28 #118 Letzte Bearbeitung: 22 Juni 2007, 04:54:36 von McKenzie
Zitat von: Mr. Hankey am 22 Juni 2007, 02:56:00
Du irrst! (wie so oft :icon_twisted: ;)) Gerade Jeff Daniels und vor allem Jim Carrey klingen IMO im Deutschen sehr genial. Jim Carreys Synchrosprecher gehört sowieso mit zu den Besten. Genauso wie ein Joachim Kerzel (Jack Nicholson), Manfred Lehmann (Bruce Willis) oder ein David Nathan (Jim Carrey)!

Ich bleibe dabei: Die Synchros der beiden Filme sind sehr mäßig- obwohl die von dir genannten Sprecher sicherlich ausgezeichnet sind. Ich empfehle dir aber das Interview mit David Nathan auf der DVD von "Frankensteins Höllenmonster"- hier äußert Nathan selbst, das er die Qualität deutscher Synchronisationen in diesen Tagen den Boden erreichen sieht. Und er muss es mit seiner Erfahrung schließlich wissen- nicht umsonst hat man ihn gewählt, um einen nie deutsch veröffentlichten Frankenstein-Film nach 30 Jahren authentisch zu synchronisieren- und authentisch heißt in diesem Fall: gut. Kauf die DVD, der Film ist toll (9/10) und sieh ihn dir mit der deutschen Synchro an- diese wurde nämlich nicht künstlich auf "alt" getrimmt (abgesehen davon das sie nur in Mono vorliegt) sondern ist einfach, schlicht und ergreifend, unabdingbar, soviel besser als das was heute als Standard gilt. Anolis-Chef Ivo Scheloske hat von der "teuersten Synchro" gesprochen, die sie je anfertigen haben lassen

Was uns heute an Synchronisationen geboten wird ist einfach meist nurmehr unverschämt. Dein Argument (ungenaue Übersetzungen) ist sicherlich in Hinsicht auf ältere Synchros nicht von der Hand zu weisen, allerdings kann man schließlich bei Filmen, die auf keinen Fall in irgendeiner Weise im Dialog verfälscht werden dürfen, immer noch zum in 90 % der Fälle verfügbaren O-Ton (mit Untertiteln) greifen. Ich sehe mir neuere Filme (alles nach 1985) nach Möglichkeit fast immer im Original mit Untertiteln an da die schlechte Qualität der neuen Synchronisationen nicht zu ertragen ist und den Filmen ihre Lebendigkeit nimmt. Hör dir doch einmal die hervorragende Synchro von "Die Klavierspielerin" an und vergleiche mit dem was du sonst so im Kino und auf DVD hörst- dir fallen die Ohren ab! Warum? Weil hier noch- wie früher- echte Schauspieler am Mikrophon standen (Isabelle Huppert wird von Corinna Harfouch gesprochen).

Bis in die frühen 80ziger war eine Synchronisation meist immer noch eine eigene, kleine Theateraufführung- mit bekannten und großen Theater-, Film-, und Fernsehdarstellern. Jeder Sprecher trug seinen Teil zum Schauspiel des von ihnen vertonten Darstellers bei. Oft fällt es einem bei Synchronisationen aus gerade den 60ziger und 70ziger Jahren (davor ging es auch noch ein wenig hölzern zu) sehr leicht, zu vergessen das man nicht den Originalstimmen lauscht- so gut waren die Synchronisationen damals. Heute findet man das einfach nicht mehr- mögen die Übersetzungen heute genauer sein (was auch nur bedingt der Wahrheit entspricht- ich stelle im Vergleich zwischen Synchro und O-Ton auch bei neuen Filmen oft ernüchternde Unterschiede fest), die Qualität der Synchronisationen an sich hat drastisch abgenommen. Im direkten Vergleich: Früher sprachen Schauspieler Schauspieler, heute sprechen SPRECHER Schauspieler. Und das trifft auf DVD-Synchros ebenso zu wie auf große Blockbuster. Hinter diesen glatten, makellosen Stimmen spürt man einfach keine Seele mehr, es klingt alles steril, austauschbar (von den markanten Größen wie Manfred Lehmann, Wolfgang Völz oder eben David Nathan, die sich inzwischen eingebürgert haben, einmal abgesehen) und künstlich. Es gibt noch Charakterdarsteller, aber kaum noch Charaktersprecher- und das auch bei uns in Deutschland- wir sind schließlich sogar im Ausland für unseren hohen Synchronisations-Standard bekannt. Wo ist er nur hin?

Ich weiß, du ärgerst dich weil ich dir wieder einmal wiederspreche und suchst in meinen Zeilen vielleicht wieder nach Anti-Mainstream-Botschaften. Aber ich pauschalisiere hier gerne auch auf den Indie-Bereich, wo dann eben oft der Wille da ist, aber kein Geld. Eine gute Synchronisation lässt sich auch heute noch machen- nur kostet das eben dementsprechend mehr. Den Major-Studios ist es schnuppe, die haben ihre Stamm-Studios. Besonders postitiv überrascht war ich in letzter Zeit z. B. von den Synchros zu "Inland Empire", "Lemming", "Das Mädchen, das die Seiten umblättert", "Battle in heaven" und "Oldboy". Negativ überrascht von "Pan's Labyrinth", "Zodiac" und "Wie im Himmel". Und im direkten Vergleich mit dem Rest wird der Qualitätsunterschied schnell deutlich. Oder- um einmal einen naheliegenderen Vergleich heran zu ziehen - vergleiche einmal die Synchro von "Land of the dead" mit der von "Dawn of the dead" (dem Original).

Du hast die heutigen Synchros als professioneller bezeichnet- das möchte ich bestreiten (hier noch einmal der Verweis auf das erhellende David Nathan-Interview- man beachte seine Aussage warum er Jonny Depp in "Fluch der Karibik" NICHT gesprochen hat obwohl er sonst immer für ihn zuständig war). Denn Professionalität zeichnet sich nicht nur durch Sachlichkeit sondern auch durch Emotion, Ecken und Kanten an den richtigen Stellen und Souveränität aus. Wenn ich bei einem älteren Film Zweifel an der Originaltreue der Synchro habe und befürchte, das zuviel verfälscht wird (und solange wir keinen Extrem-Fall wie die Synchro zu dem originalen "Hills have eyes" vor uns haben...) dann greife ich gleich zum O-Ton, ansonsten ist eine Kino-Synchro aus den 60zigern oder den 70zigern einfach meist ein Genuss- was für Sprecher, was für Stimmen- hier geht der Leistung des Darstellers meist nichts oder nur wenig ihrer Intensität ab, weil der Sprecher "mitspielt" und nicht nur spricht. Damals bekamen die Sprecher vor der Synchronisation oft sogar noch den Film vorgeführt um sich in ihre Rolle einzufühlen- das wird heute nicht mehr gemacht!

Ich will dir deine Meinung nicht austreiben und das hier soll kein bloßer Protest gegen deine Aussage sein- mein langer Post (eigentlich wollte ich schlafen gehen!  :icon_mrgreen:) deutet hoffentlich an das mir das Thema sehr am Herzen liegt. Aber zumindest in diesem Fall hoffe ich, das du meine wohl unverschämte Bitte, deine Ansichten über Synchronisation und die Wertschätzung älterer Synchronisationen noch einmal zu überdenken, nicht wieder gleich in den Wind schlägst.  ;)

Möchte sich nicht noch jemand in die Diskussion einklinken? Eigentlich doch ein sehr interessantes und wichtiges Thema, oder?

PS: Du willst doch im übrigen bei Trash-Granaten wie den Spencer-Hill-Filmen oder den japanischen Monster-Film-Krachern sicherlich nicht die genialen, hemmungslos sinnentstellten Synchronisationen missen, oder?  :icon_mrgreen:
ZitatPunctuality is the thief of time
- Oscar Wilde

ZitatOne problem with people who have no vices is that they're pretty sure to have some annoying virtues.
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Chili Palmer

Zitat von: Mr. Hankey am 22 Juni 2007, 02:56:00
oder ein David Nathan (Jim Carrey)!

Nathan spricht Carrey nicht. Sein Stammsprecher ist Stefan Fredrich.
Da hätte ich jetzt aber vom McKenzie eine Richtigstellung erwartet, immerhin scheint er sich ja auch ausführlicher mit Nathan beschäftigt zu haben. Wenn ihr hier schon diskutiert, müsst ihr auch kompetent rüberkommen.  :icon_mrgreen:

Klugschwätzender Scherz beiseite, wie wertvoll gerade so gute Sprecher wie Nathan sind (dass der Mann mit Bale, Depp und Fillion gleich dreien meiner Lieblingsakteure die Stimme leiht, ist schon beachtlich), wird einem heutzutage immer wieder bewusst, wenn einfach irgendwelche Promis ins Tonstudio gekarrt werden, nur um mit dem Namen punkten zu können.
Gerade im Trickfilmbereich ist das geradezu schmerzhaft. Schön, da werden die Tiere also im Original von Hollywoodgrößen gesprochen. Häufig wird sogar noch die Physiognomie des Charakters an den Sprecher angepasst (man denke nur an "Shark´s Tale" und seinen, wie Will Smith aussehenden Fisch). Warum wird dann hierzulande nicht naheliegenderweise der Stammsprecher dieses Schauspielers genommen? Nichts gegen Jan Josef Liefers, aber wenn der Löwe in "Madagascar" von Ben Stiller gesprochen wird, dann möchte ich Rohrbeck hören. Der sprach ja auch seinerzeit noch den Trailer ein, und schon sein "Lady, was haben Sie denn?" lässt erahnen, wie kongenial die Synchro hätte werden können.
Von daher glaube ich gar nicht mal, dass die Qualität der Synchronisation hierzulande so stark gelitten hat, lediglich ihre Möglichkeiten werden nicht in vollem Ausmaß genutzt, wenn wirtschaftliche Interessen dagegen steuern. Wenn zahlentechnisch erfassbar ist, dass manche Leute nur deshalb ins Kino gehen, weil Sarah Connor einen Roboter spricht, werden wir noch öfter mit "darstellerisch schwachen" Synchroleistungen leben müssen.

Zusatz 1: Und auch hier muss fairerweise differenziert werden, denn, um mal ein Beispiel zu nennen, hat Popsänger Ben in "Robots" den miesen Robo-Pförtner wirklich gut interpretiert. Allein die Tatsache, dass er auch mit einer schlechteren Leistung, nur aufgrund seines Namens, dabeigewesen wäre, stellt das Problem dar.

Zusatz 2: @McKenzie: Was genau hat Nathan denn zu seiner Nichtbeteiligung an den Piratenfilmen zu sagen?

Zusatz 3: Die verfälschenden Synchros der Spencer-Hill-Filme sind moderne Kunstwerke. Wie einem beim Anblick des Luftsaxophon übenden Bud Spencer in "Vier Fäuste gegen Rio" einfallen kann, Hill die Worte "Was du da an Blähungen ablässt, solltest du durch die Hose filtern lassen" in den Mund zu legen, wird mir auf ewig ein Rätsel sein. Vermutlich Drogen. Sehr gute Drogen.  :D
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"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

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