James Bond: Skyfall (2012)

Begonnen von StS, 6 Januar 2010, 08:32:40

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StS

Daniel Craig Denies Future 'Two Part' Bond Films
Bond himself puts the rumor to rest


Last week, it was reported that writer John Logan will be penning the next two James Bond films and that they would be connected. Logan, who was brought in to rework the latest entry Skyfall, will indeed write the next two films, but Daniel Craig himself put to rest the rumors of them being connected in an interview with Filmstarts.

"No, I don't know where that's come from," said Craig, "It's impossible to do a two parter, I heard that someone was talking about that we're doing a two parter, but that's the first I've heard about it. We can only do them one at a time, they take six months to shoot. You can't write one movie thinking about the next. All we're trying to do is get the next one sorted out and it'll stand on its own and if I'm able I'll do another one after that."

The next film, currently without a title, is slated for production next fall at Pinewood Studios with a release date of fall 2014 planned.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Newendyke

Ein unglaublich starker 3. Craig'scher Bond, der meiner Meinung nach sogar sein Doppelnull-Debüt hinter sich lässt!

Mendes hat die ruhigen Momente fest im Griff, aber er inszeniert auch die rar gesähte Action im gewohnten Bond-Niveau. Trotzdem oder gerade deswegen hatte ich aber das Gefühl, dass Bond in eine neue Richtung geht; unser Informationszeitalter und der Terror, den wir täglich in den Medien mitbekommen, ist überall in Skyfall zu spüren. 007 muss sich erst selbst wiederfinden bzw. wird er von M entgegen aller Umstände eingesetzt, um gegen die gesichtslose Kraft der Datenmanipulation zu kämpfen und gestohlene Identitäten zurück zu erlangen.
Skyfall macht im Grunde alles wieder gut, was Quantum Trost falsch gemacht hat: die Geschichte ist gut und glaubwürdig, die Action ist nachvollziehbar und frei jeglichen Schnittgewitters  :dodo: und auch zuletzt schändlich vernachlässigte Traditionen kehren zurück: Q tritt auf den Plan und gibt nicht nur Bonds technische Unterstützung, nein, dieses Mal darf er auch mit seinen Hackerqualitäten punkten und hilft ihm bei seinem Einsatz in London. Und auch die letzte Szene des Films gibt uns etwas Neues und etwas Bekanntes: Miss Moneypenny!
Der letzte Akt schließt aber auch mit einer bis dato großen Unbekannten der Bond-Filme ab: Bonds tragische Kindheit. Aber ich will jetzt gar nicht viel spoilern, macht euch selbst erst einmal ein Bild. Nun noch kurz zum wichtigsten Teil dieses Bonds: der Bösewicht... oh Mann, Bardem drückt dem Widersacher so dermaßen seinen Stempel auf, dass ich mich am Schluss echt gefragt habe, "Was soll jetzt noch kommen?!". Vergesst die Trailer, die ihr gesehen habt, dort wird zum Glück nicht mal ansatzweise sein geniales Spiel gezeigt. Gerne hätte ich seine Figur als neuen Blofeld in weiteren Teilen gesehen, aber das Finale lenkt wie gesagt den Bond in ein neues Kapitel. M stirbt,für mich total überraschend, da 007s Abenteuer bis auf eine Ausnahme immer ein Happy End hatten.

Ich seh also wieder voller Bond-Fan-Freude dem nächsten Teil entgegen... vorallem, wenn Mendes ihn erneut drehen sollte.

9/10.


"Ich will jetzt nichts mehr hören, von wegen keinen Job, kein Auto, keine Freundin, keine Zukunft und keinen Schwanz." (der Meister - Gran Torino)

Deer Hunter

2 November 2012, 11:41:51 #182 Letzte Bearbeitung: 2 November 2012, 11:44:09 von Deer Hunter
Wow, immer diese hohen Punktwertungen, naja, ich bin eh kein Fan von diesen subjektiven Einschätzungen. :icon_confused: :icon_eek:

Aber darauf wollte ich gar nicht eingehen. Selten hat mich ein Bondfilm so kalt gelassen wie dieser. Solide Unterhaltung bietet er zwar, aber das wars auch. Der letzte Bond war einfach nur scheiße. Was ist aber mit diesem hier? Belanglos. Die Anfangssequenz solide, aber überhaupt nichts von einem grandiosen Anfangsspektakel ala Bond. Gut, der verfehlte Schuss war zuerst schockierend, aber das war dann auch mit Abstand das Beste, was der Film zu bieten hatte.
Leider gefällt mir Bardems Charakter überhaupt nicht, er holt natürlich das Beste aus ihm heraus, aber drehbuchtechnisch ist der Bösewicht völlig verhunzt worden und es wurde versäumt, mehr aus ihm zu machen.
Ganz ehrlich: dieser von ihm betriebene Aufwand mit dem Anschlag, seiner Gefangennahme, dem Hackerangriff, die Flucht, usw. um dann mit einer Handfeuerwaffe und drei Komplizen M im Anhörungssaal zu erschießen??? Das hätte er auch einfacher haben können. Eine Entführung wäre hier nach diesem gesamten Aufwand sinnvoller gewesen.
Die Bondgirls sind ebenfalls eine Enttäuschung, die Szenen mit Bond wirken aufgezwungen um die Lauflänge des Films zu strecken. Was bitte sollte denn diese alberne Rasierszene :icon_rolleyes:?
Das Finale hätte auch besser inszeniert werden können, wenn schon für das Ende ein Shoot-Out mit Heli usw. in der Wallachei gewählt werden musste.
Und der Tod von M war alles andere als überraschend und hat mich zB gar nicht bewegt. Deplatziert war das Novum, dass Bond weint, das fande ich einfach nur ärgerlich. Nicht, dass ich hier irgendwelche Machoallüren raushängen lassen möchte, aber zu Bond passt eine solche Gefühlsäußerung nicht, vor allem in Bezug auf M.
Ich rate aber trotzdem keinen davon ab, den Film zu sehen. Er ist besser als der letzte Bond (was aber auch keine Kunst ist), aber nachdem CR die Messlatte derart hochgehangen hatte, scheint es im Moment zu schwierig diesen Qualitätslevel wieder zu erreichen.
Positiv war, dass der Film nicht hektisch geschnitten war. Die leider viel zu wenigen Kampfeinlagen waren äußerst angenehm inszeniert und in Szene gesetzt.
Das waren auf die Schnelle meine ersten Eindrücke. Leider überwiegt bei mir die Enttäuschung.  :icon_confused:
"Das nächste Lied heißt eigentlich 'Ich bin so wie ich bin' aber weil Bela "auch" ein bisschen mitsingt, heißt es 'FICKEN'!"

zartcore
Ah, tweed. Fabric of the eunuch.

vodkamartini

2 November 2012, 13:04:15 #183 Letzte Bearbeitung: 2 November 2012, 13:17:43 von vodkamartini
Sehe ich gerade als eingefleischter Bond-Fan völlig anders. Skyfall ist für mich der beste Bond seit sehr langer Zeit (Casino Royale mal ausgenommen). Da muss man schon in die Moore-Ära zurück gehen (und da gab es ja auch ein paar zarte Aussetzer  :icon_lol:). Gut, wer QOS "scheiße" fand ist mit "belanglos" für Skyfall natürlich schon begeistert.

Mendes schafft es wunderbar einen Bogen zwischen Vergangenheit/Tradition und Moderne zu schlagen. Zwar gibt es zahlreiche Reminiszenzen v.a. an die Connery-Ära, trotzdem ist Szenario und Figurenzeichnung sehr zeitgemäß. Konsequent wir d auch der recht düstere Weg der Craig-Ära weiterverfolgt, mitsamt einer für die Reihe ungewöhnlich differenzierten Charterstudie der Hauptfigur (aber das machen einige US-Comicverfilmugen ja auch schon länger recht erfolgreich).

Die Kamera-Arbeit von Roger Deakins (Coen-"Hofkameramann") ist erlesen, edel und lässt sich endlich mal wieder viel Zeit für seine schönen Bilder. Eine weitere extrem erfreuliche Nachricht: Entgegen dem Trend des modernen Actionkinos wird deutlich auf Schnittgewitter und Brummkreisel- bzw. Wackelkamera verzichtet, bin gespannt, wann diese infantilen Mätzchen endlich flächendeckend auf dem Rückzug sind.

Der Plot ist jetzt nicht sonderlich verschachtelt oder extrem komplex, aber bis zum Ende spannend, und nur drauf kommt es bei einem Bondfilm letztlich an.

Zu Silva: Spoiler:  Er will M nicht einfach nur töten, sondern demütigen und mit ihr gleich den gesamten MI6 in den Abgrund reißen. So gesehen ist der von ihm betriebene Aufwand absolut schlüssig. Dass Bond am Ende ein paar Tränen vergießt fand ich überhaupt nicht deplatziert, da seine Beziehung zu M eine ganz andere war, wie beispielsweise die von Connerys oder Moores Bond. Zumal die Szene sehr kurz ist und keiner Weise breit getreten wird. Spoiler Ende.


Das Finale mal auf einem etwas kleineren Schauplatz zu verlegen und keine riesige Festung zu sprengen fand ich eine ausgezeichnete Idee, obwohl auch das keineswegs ein Novum in der Bondhistorie darstellt (u.a. zu sehen in Liebesgrüße aus Moskau, Der Mann mit dem goldenen Colt, In tödlicher Mission, Casino Royale).

Insgesamt ein sehr schöner Jubiläumsbond, mit viel Liebe zum Detail, zahlreichen eleganten Verbeugungen vor der Bond-Historie und einem Ende, das lässig und nonchalant alle Zeiger auf Null stellt. Für die Zukunft Bonds ist mir nach diesem Film jedenfalls alles andere als Bange. Gekonnt.


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There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

Teppi

2 November 2012, 15:19:41 #184 Letzte Bearbeitung: 2 November 2012, 17:09:04 von Teppi
Gestern ebenfalls gesichtet - in einem ziemlich vollen Kinosaal, was sich der Streifen auch redlich verdient hat:

Der neuste "Bond" kann meiner Meinung nach beinahe mit dem bombastischen "Casino Royale" (10/10 von mir) mithalten - kein Wunder, übernimmt er doch viele Tugenden von ihm und merzt eigentlich alle Fehler aus dem etwas schwächeren "Ein Quantum Trost" aus. Das Kopieren der hektischen Kameraarbeit eines "Bourne"-Films bleibt aus, die eingefangenen Motive strahlen eine wunderschöne Ruhe und Eleganz aus (selten wurden Shanghai und Macau so stilvoll in Szene gesetzt). Dass nach den anfangs spektakulären Schauplätzen auf eher typische (London) und intime (das Skyfall Anwesen) Locations zurückgegriffen wird, erscheint einerseits als stilistischer Bruch, aber auch als nette Abwechslung.

Wie schon in "Casino Royale" wird das Action-Highlight zu Beginn des Films präsentiert, um danach das Tempo etwas zu drosseln. Durch diese Entschleunigung wird Raum für ein gutes Stück an Dramatik und Düsternis geschaffen - in diesem Sinne gefiel mir dann auch der Song von Adele besser, als ich vorher ohne den Kontext des Films vermutet hätte. Bonds Charakter wird weiterhin vertieft, während man bei den weiblichen Parts in alte Rollenbilder zurückfällt - eine starke Frauenfigur ala Vesper Lynd, die nicht bei Drei im Bett ist, gibt es diesmal nicht (Judi Dench mal ausgeklammert).

Sei's drum: Dafür macht der blasse Bösewicht aus "Ein Quantum Trost" Platz für einen wirklich wunderbaren Schergen. Bardem trifft den richtigen Ton und strahlt diabolische Verrücktheit aus, ohne sich der Lächerlichkeit preiszugeben. Bei all der Bedrohlichkeit wird dennoch nicht auf ein gewisses Maß an auflockerndem Witz und Hommagen verzichtet - diese kommen schön selbstironisch daher und sorgen für manches Grinsen (besonders stark: Q's Auftritt und der alte Aston Martin).

Fabelhaft fotografiert, zudem mit einem angemessen düsteren Drehbuch und einem astreinen Antagonisten ausgestattet - insgesamt bin ich wirklich begeistert vom neuen "Bond". 9/10

EDIT: Obacht, starke Spoiler! Dass das Käseblatt TV Movie erstmal fröhlich ohne Spoilerwarnung den Tod von M in einem Artikel ankündigte, ist als unverschämte Frechheit einzustufen und hat mir somit leider diese Überraschung genommen

Roughale

Ich war auch begeistert gestern, einer der besten Bonds aller Zeiten - ganz starkes Kino und so schön unmodern... 50/10 :king:

esta es la mejor mota
When there is no more room for talent OK will make another UFC

vodkamartini

Rekordeinspielergebnisse in fast allen Märkten. In D sind am ersten Wochenende mehr als 2 Mio Besucher drin und in England gab es die umsatzstärkste 1. Woche aller Zeiten. Bin mal gespannt, wo das noch hin führt.
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There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

Riddick

Gestern auch drinnen gewesen und nicht enttäuscht worden. Der beste Bond aller Zeiten ist er aber bei weitem nicht. Nach dem meiner Meinung nach etwas überbewerteten "Casino Royale" und dem misslungenem "Ein Quantum Trost" nun endlich ein Craig-Bond, welcher überzeugen kann.

8/10
"Schnell rennt das kriminelle Element,wenn es Dieter Krause kennt." - Tom Gerhardt (Hausmeister Krause)

PierrotLeFou

4 November 2012, 06:53:09 #188 Letzte Bearbeitung: 4 November 2012, 06:56:04 von PierrotLeFou
Hm, also ich muss sagen, dass mich "Skyfall" bei einer wirklich sehr hohen Erwartungshaltung doch ein wenig (aber auch nur ein wenig) enttäuscht hat... Die vorherigen Craig-Bonds mochte ich ein wenig mehr, auch wenn die punktemäßig bei mir alle in derselben Liga spielen.

Die Mischung aus dem neuen Craig-Bond und dem traditionellen Bond der 60er und 70er Jahre bekam dem Film in meinen Augen eher weniger, auch wenn mir der kleine Nostalgie-Faktor ganz sympathisch war...: Der Beginn war äußerst stark, wenn sofort in den ersten Szenen Bond und M (und auch Eve) als Figuren präsentiert werden, die für eine Notwendigkeit ihre Menschlichkeit eiskalt beiseite drängen können. Dass der Bond-Bösewicht dann so angelegt ist, dass er als Ex-MI6-Agent und als Opfer solcher Prioritäten auf Rache sinnt, gibt dem Film ein Thema, welchem das Ende dann aber kaum gerecht wirkt. Wenn Bond dann im Happy End mit dem neuen M, dem neuen Q, der neuen Moneypenny der Zukunft entgegensieht, dann schwingt da soviel Nostalgie und fröhliche Aufbruchsstimmung mit, die völlig konträr zur eigentlich ätzenden Thematik mit dem wirklich drastischen Beginn steht.
Das Finale in Bonds Vergangenheit zu verlegen (also in seinem Elternhaus spielen zu lassen), passt zwar theoretisch recht gut ins Konzept eines Films, der ohnehin ein wenig am Innenleben seiner Figuren interessiert ist... aber diese Anleihen bei Nolan-Batmans (und Rosa-Uncle-Scrooge-Comics :icon_mrgreen:) bergen auch ein ordentliches Potenzial von Komik in sich (der gute alte treue Wildhüter, der Grabstein vom Herrn Papa - das ist schon reichlich kitschig (oder ein Gag, wer weiß...)), die den ohnehin nicht allzu tiefgehenden psychologischen Ansatz dann vollends erstickt...
Das war mir weder Fisch noch Fleisch und trotz Flammenmeer und Explosionen wirkte das Finale auf mich persönlich etwas leblos... vermutlich weil allem gegen Ende so ein melancholisches Mäntelchen übergeworfen wurde, unterstützt durch die für ein Bondfinale doch eher ungewöhnliche Farbdramaturgie.

Bardems Schurke hat einen starken Auftritt, verliert dann aber an Profil und hat für meinen Geschmack etwas zu wenig Raum, um sich zu entfalten... die erste Konfrontation hätte ruhig etwas länger ausgebreitet werden können.
Sehr gefallen hat mir allerdings die homoerotische Komponente... Einem der ganz großen Männlichkeitssymbole der Filmgeschichte und der Popkultur eine bisexuelle, homoerotische Koketterie zu verpassen ist schon einer feiner Schlag ins Gesicht der Homophobie (die ja nur bei Lesbenszenen ausnahmen macht) und hat mir daher sehr gefallen. (Und Craig wird mir immer sympathischer... er scheint ja seine Freude an Rollen zu haben, in denen er nackt oder halbnackt & gefesselt von anderen Herren betatscht wird... :D)
Wirklich schön (und wer's schön mag, der wird hieran seine Freude haben) sind die Einstellungen des Films, ganz besonders in der Shanghai-Sequenz und im Finale. In dieser Hinsicht ist der neue Bond wirklich außergewöhnlich.
Etwas schade ist in meinen Augen der wieder etwas konventioneller gewordene Schnitt des Ganzen. Wo Quantum noch sehr kühl und geschliffen auf eine fordernde (mitunter auch noch kommentierende Parallel-) Montage gesetzt hat, bei der Hirn und Auge noch was zu tun hatten, herrscht hier eine vergleichsweise konventionelle, eher organische Montage. (Kurz: Skyfall vermittelt mir tendenziell den Eindruck, eher hübsch geknipster Blockbuster-Kitsch und weniger künstlerisch ambitionierter Actionthriller zu sein.)

Im Endeffekt gefällt mir "Skyfall" also zwar etwas weniger als "Casino Royal" und QoS, ist aber noch immer um Längen besser als die Brosnan-Bonds und die Glenn Jones Regiearbeiten der 80er Jahre Bonds... Es verstimmt nur etwas, dass Bond - als eine Figur, die ihre menschliche Seite hinter einer harten Maskerade zu verstecken trachtet - in den zwei vorangegangenen Filmen doch weit stimmiger wirkte, als in diesem teilweise reichlich emotional auffahrenden Film, der sich diesen Aspekt auch noch als Leitmotiv gewählt hat... melodramatische und komödiantische Töne verwässern mir den Tonfall dann doch ein wenig. (Wobei: so häufig, wie "Skyfall" die Bond-Zutaten von Beginn bis Gegenwart augenzwinkernd reflektiert, sollte man den vielleicht eh als zutiefst ironischen Meta-Bond schauen...) Aber gut, der Film hält durchaus ein hohes Niveau und wenn man den besten Bond seit "Goldfinger" erwartet, wird man halt enttäuscht...

(Hui, wie gut dass es die Vorschau-Funktion gibt... habe ich doch anstelle von Spoilerbalken zunächst Fettdruck eingesetzt... :viney:)
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

vodkamartini

4 November 2012, 10:13:59 #189 Letzte Bearbeitung: 4 November 2012, 11:29:16 von vodkamartini
Schöne Reflektion, immer interessant mal andere Meinungen zu lesen. Wobei ich vieles auch unterschreiben würde. Ich kommentiere mal nur das, was ich anders sehe.

1. Der Film ist imo um Längen besser als der in der Rückschau doch ärgerlich schwache QOS (den möchte ich bei Kinostart mehr als heute). Ein langweiliger, erschreckend blasser Bösewicht (Greene), ein schlampig dahingeschludertes Drehbuch (dem man die Probleme bezüglich des Autorenstreiks leider deutlich anmerkt) und ein Schnitt der meiner Ansicht nach nicht das Gehirn stimuliert, sondern nur nervt. Wenn ich ein Stroboskop-Feeling haben wil, dann kann ich auch in die Disco gehen. Mich nervt es ehrlich gesagt, das  "Gecutte" immer mit künstlerisch wertvoll und ambitioniert zu beweihräuchern, da schwingt dann immer so eine überhebliche "Ihr habt den Film nicht verstanden" Attitüde mit.
Bond pflügt durch diesen Film wie ein arrogantes, Rot-sehendes Arschloch und hat sich imo viel zu weit von der ursprünglichen Figur entfernt. Das alles dann auch noch großspurig als Fortsetzung des starken CR anzukündigen, nur um dann eine simple Revenge-Story hinzurotzen, die alle 5 Minuten hektische Action-Häppchen serviert, bezüglich Quantum aber unwesentlich mehr enthüllt als CR, ist dann nur noch ärgerlich. IMO einer der schwächsten Bondfilme der ganzen Historie (zusammen mit TMWTGG und YOLT).

2. Das Verstecken seiner menschlichen Seite hinter einer harten, ich würde eher sagen "rotzigen" Fassade, hat man jetzt lange genug durchexerziert. Das wirkt letztendlich völlig unsouverän und passt vielleicht zu einem Anfänger, der Bond in den vorangegangen Filmen ja sein soll. Ich hätte es ehrlich gesagt bescheuert gefunden, das ein drittes Mal auszuwalzen.  

3. Die "komödiantischen" Töne sind imo das Salz in der Suppe und haben seit spätestens Goldfinger Tradition. Zum Glück hat man sich darauf wieder besonnen.

4. Die 80er Jahre Bonds wurden von John Glen inszeniert, Glenn Jones kenne ich nicht.  :icon_lol:
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PierrotLeFou

Zitat4. Die 80er Jahre Bonds wurden von John Glen inszeniert, Glenn Jones kenne ich nicht.  :icon_lol:
lol, gut, da hätte ich nochmal nachschauen müssen, mir war der Name nur noch so halb präsent...  :LOL: ich hätte dem auch keine weiteren Filme zuordnen können, sondern habe den bloß als den Regisseur in Erinnerung, der wirklich keinen einzigen Bond hinbekommen hat, der mir rundum gefallen hätte... (Am ehesten noch "In tödlicher Mission" und "A View to Kill"...) :D


Was QoS betrifft, werden wir vermutlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen... ich mochte Amalric als Schurken wirklich gerne, auch wenn ich anfänglich sehr irritiert von solch einem eher ungewöhnlichen Charakter war. Inzwischen würde ich ihn sogar zu meinen Lieblings-Böslingen der ganzen Reihe zählen. Aber ich mag Schurkenrollen, die etwas Feiges, Hinterhältiges oder etwas unangemessen Unbedrohliches an sich haben, generell sehr gerne... (der junge Polanski wäre sicher auch ein toller Bond-Schurke gewesen. :icon_mrgreen:) Der CR-Schurke war ja auch eher recht feige und wird mit seinen blutigen Tränen von Bond auch noch öffentlich zum Gespött gemacht. Und Bardems etwas tuntig angelehnter Schurke (das mochte ich schon beim Killerpaar in Diamantenfieber, auch wenn der Tonfall dort noch eher homophob war) hat ja auf seine Weise auch solch eine Unangemessenheit in sich...
Und was die Schnitte betrifft: Es ist nicht so, dass ich kurze Einstellungen generell sehr schätze (in den Crank-Filmen habe ich sie etwa als eher schlampig wahrgenommen), aber in QoS sind sie zu Beginn etwa ausgesprochen rhythmisch, während des Pferderennens, der Oper und des Finales werden vielerlei Situationen kommentierend (und, wie ich finde: stimulierend) verkettet (wenn auch nicht wirklich tiefgreifend), und an manchen Stellen brechen sie den Fluss des Geschehens gerade soweit auf, dass einem zwar immer ein kleiner Zwischenschritt vorenthalten wird, jedoch nicht viel mehr, sodass man ihn immer noch rekonstruieren kann.
Du hast es ja in deinem Review (am Rande: ich mag übrigens all deine Bond-Reviews sehr gerne und hoffe ja darauf, dass du das nach und nach noch vervollständigen wirst) selbst geschrieben: man kann dem Geschehen nur mit Mühe folgen. Deshalb würde ich auch nicht behaupten wollen, jemand der es anders sieht, hat den Film nicht verstanden (oder war zu dämlich, der Montage zu folgen). Ich favorisiere bloß ein Kino, dass einem ein paar Stöcke zwischen die Beine wirft: wenn es mich inhaltlich nachhaltig verstört, regt es mich viel stärker zum Nachdenken über die Inhalte an; wenn es mich formal anstrengt, zeigt es mir die Möglichkeiten (und Grenzen) eines Kinos, das sich bisher zum Großteil eher immer weiter in seinen Konventionen vertieft hat, anstatt seine Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Und wenn etwas Mühe macht, dann lernt man dabei ja auch etwas, in diesem Fall beispielsweise: neu sehen. Eine ASL von unter 2 Sekunden im Spielfilm wäre doch in den 50ern undenkbar gewesen... heute geht es, sogar kommerziell erfolgreich.
Natürlich: wenn man bei einem Bond-Film die aufwendig vollbrachten Stunts auch vollkommen nachvollziehbar sehen will (und das kann ich ja auch sehr gut verstehen und genieße es bei anderen Bondfilmen ja auch selber auf diese Art), dann wird einen das kaum befriedigen.
Die Ausstattung - gerade im Finale - und die kalten Farben haben mich zusätzlich fasziniert, das war schon sehr stilvoll.
"Eines Tages werde ich ein wahrhaft großes Drama schreiben. Niemand wird verstehen, worauf es hinaus will, aber alle werden nach Hause gehen mit einem vagen Gefühl der Unzufriedenheit mit ihrem Leben und ihrer Umgebung. Dann werden sie neue Tapeten aufhängen und die Sache vergessen." (Saki)

Anderssen

5 November 2012, 01:05:46 #191 Letzte Bearbeitung: 5 November 2012, 01:12:22 von Anderssen
Hab ihn vorhin gesehen; Kommentar in Kurzfassung:

- Anfang* richtig gut, Mitte Durchschnitt, Ende immer noch Durchschnitt – beim Gedanken ans ,,Finale" fallen mir spontan fast die Augen zu – mit Casino Royale qualitativ kaum vergleichbar
- Story wirkt an diversen Ecken nicht zu Ende gedacht und eher hektisch zusammengekleistert; viele vergebene Chancen
- Als Film insgesamt betrachtet noch nett; als Bond eher enttäuschend

* ausgenommen die Szene auf dem Marktplatz, wo man auf unangemessen lahme Weise – passend jedoch fürs Product Placement – irgendwelche Markenkarren vor die Nase geschoben bekam

vodkamartini

Rekorde über Rekorde:

Den ersten Schätzungen nach kam, sah und siegte Skyfall, der bis Sonntag etwa 2.125.000 Besucher zählen sollte. Das ist der mit Abstand beste Start des Jahres und der mit Abstand beste Start eines James Bond-Films - 26 % über Ein Quantum Trost (1.690.853 inkl. Previews). Ca. 1,9 Mio. Besucher am reinen WE bedeuten den fünftbesten November-Start aller Zeiten und Rang 14 der besten Starts aller Zeiten. Außerdem ist dies der beste Start (reines WE) seit 6 Jahren und natürlich der beste Start aller Zeiten eines 23. Teils... (insert smiley of your choice)

Skyfall verteidigt mit phantastischen $156 Mio. die internationale Nr. 1-Position. Stärkster Neuzugang war Deutschland mit $23,9 Mio., gefolgt von Italien ($7,9 Mio.), Spanien ($6,7 Mio.), der Schweiz ($5,3 Mio.), Indien ($5,1 Mio.), der Niederlande ($4,4 Mio.), Österreich ($3,4 Mio.) und Mexiko ($3,2 Mio.).
Noch erstaunlicher sind aber die Holds, die der James Bond-Film in manchen Ländern an den Tag legt. So gab 007 in GB nur um 21 % nach ($25,7 Mio.), schafft das beste 2. WE aller Zeiten und steht nach 10 Tagen bei unglaublichen $85,8 Mio..
Andere starke Holds gab es in Frankreich (-20 %), Brasilien (-5 %), Schweden (-2 %), Dänemark (-15 %), Belgien (+6 %), Polen (-24 %) und Finnland (-12 %).

Quelle: insidekino.de
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vodkamartini


Zitat von: PierrotLeFou am  4 November 2012, 22:54:55
Was QoS betrifft, werden wir vermutlich nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen... ich mochte Amalric als Schurken wirklich gerne, auch wenn ich anfänglich sehr irritiert von solch einem eher ungewöhnlichen Charakter war. Inzwischen würde ich ihn sogar zu meinen Lieblings-Böslingen der ganzen Reihe zählen. Aber ich mag Schurkenrollen, die etwas Feiges, Hinterhältiges oder etwas unangemessen Unbedrohliches an sich haben, generell sehr gerne... (der junge Polanski wäre sicher auch ein toller Bond-Schurke gewesen. :icon_mrgreen:)

Ja, er erinnert etwas an Polanski in Chinatown, wobei er da eher unter der Kategorie "Henchman" läuft. Deine Begründung ist jedenfalls nachvollziehbar, allerdings wäre Amalric zu einer bedrohlicheren Aura durchaus in der Lage, allein das Script gibt ihm kaum eine Möglichkeit dazu. Ob das nun so beabsichtigt war oder nicht, mir sagt es jedenfalls nicht zu.

Zitat von: PierrotLeFou am  4 November 2012, 22:54:55
Und was die Schnitte betrifft: Es ist nicht so, dass ich kurze Einstellungen generell sehr schätze (in den Crank-Filmen habe ich sie etwa als eher schlampig wahrgenommen), aber in QoS sind sie zu Beginn etwa ausgesprochen rhythmisch, während des Pferderennens, der Oper und des Finales werden vielerlei Situationen kommentierend (und, wie ich finde: stimulierend) verkettet (wenn auch nicht wirklich tiefgreifend), und an manchen Stellen brechen sie den Fluss des Geschehens gerade soweit auf, dass einem zwar immer ein kleiner Zwischenschritt vorenthalten wird, jedoch nicht viel mehr, sodass man ihn immer noch rekonstruieren kann.

Wenn wir den gesamten Film betrachten, v.a. die von dir angesprochenen Tosca-Szenen und das Finale, so sind wir gar nicht soweit auseinander. Ich störe mich insbesondere an drei Sequenzen: die Pre-Title-Sequenz, bei der von den phantastischen Leistungen der Stuntfahrer optisch nichts mehr übrig bleibt, die Verfolgungsjagd über die Dächer von Siena, bei der weder Schauplatz noch Stuntleistungen  entsprechend gewürdigt werden können und die imo schnittechnisch verhunzte Schnellboot-Szene

Zitat von: PierrotLeFou am  4 November 2012, 22:54:55
Du hast es ja in deinem Review selbst geschrieben: man kann dem Geschehen nur mit Mühe folgen. Deshalb würde ich auch nicht behaupten wollen, jemand der es anders sieht, hat den Film nicht verstanden (oder war zu dämlich, der Montage zu folgen). Ich favorisiere bloß ein Kino, dass einem ein paar Stöcke zwischen die Beine wirft: wenn es mich inhaltlich nachhaltig verstört, regt es mich viel stärker zum Nachdenken über die Inhalte an; wenn es mich formal anstrengt, zeigt es mir die Möglichkeiten (und Grenzen) eines Kinos, das sich bisher zum Großteil eher immer weiter in seinen Konventionen vertieft hat, anstatt seine Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Und wenn etwas Mühe macht, dann lernt man dabei ja auch etwas, in diesem Fall beispielsweise: neu sehen. Eine ASL von unter 2 Sekunden im Spielfilm wäre doch in den 50ern undenkbar gewesen... heute geht es, sogar kommerziell erfolgreich.

Inhaltliche Komplexität bzw. Sperrigkeit - die zugegebenermaßen bei Bond eher Mangelware ist - finde ich ebenfalls sehr stimulierend, weit weniger kann ich aber mit formalen Mätzchen und Spielereien anfangen (übrigens auch ein Grund, warum ich Stones "Natural Born Killers" nicht mag). Das wirkt auf mich häufig bemüht provokant, exaltiert und prätentiös.

Zitat von: PierrotLeFou am  4 November 2012, 22:54:55
Natürlich: wenn man bei einem Bond-Film die aufwendig vollbrachten Stunts auch vollkommen nachvollziehbar sehen will (und das kann ich ja auch sehr gut verstehen und genieße es bei anderen Bondfilmen ja auch selber auf diese Art), dann wird einen das kaum befriedigen.

Das ist - zumindest für mich - der zentrale Knackpunkt.

Zitat von: PierrotLeFou am  4 November 2012, 22:54:55
Die Ausstattung - gerade im Finale - und die kalten Farben haben mich zusätzlich fasziniert, das war schon sehr stilvoll.

Absolut, darauf bin ich ja ebenfalls extra (und lobend) eingegangen.

Zitat von: PierrotLeFou am  4 November 2012, 22:54:55
(am Rande: ich mag übrigens all deine Bond-Reviews sehr gerne und hoffe ja darauf, dass du das nach und nach noch vervollständigen wirst)

Das habe ich fest geplant, ist in erster Linie ein zeitliches Problem. 13 Stück fehlen noch.  ;)
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There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

Riddick

Mal kurz eine Frage: Lief der Film bei euch im Kino auch mit Pause?

Bei uns jedenfalls schon. Fand das irgendwie eine Frechheit. So lange war der Film doch nun wirklich nicht, dass man da eine Pause mit reinpacken muss, oder?
"Schnell rennt das kriminelle Element,wenn es Dieter Krause kennt." - Tom Gerhardt (Hausmeister Krause)

MMeXX

Diese Pausen-Geschichte wird meines Wissens von Kino zu Kino unterschiedlich gehandhabt. Bei mir lief er gestern Abend glücklicherweise ohne. Ich weiß aber, dass bspw. HdR mal fast parallel lief, einmal mit, einmal ohne Pause...

MMeXX

Achso, zum Film selbst - ich hatte gestern Abend die Freude:

Bardem als höchstinteressanter Bösewicht, geile Bilder (spezeill von Shanghai und vom Finale war ich sehr fasziniert). Irgendwie musste ich beim Schauen schon wieder an alle möglichen Filme denken:
Shanghai :arrow: Collateral (speziell das Ende)
Untergrund + Sprengung :arrow: Third Man und Speed :icon_mrgreen:
Finale :arrow: Straw Dogs

Hatte noch jemand diese verdrehten Gedankengänge?

Zu Anspielungen/Verweisen auf Bond-Filme kann ich nichts sagen, kenne leider viel zu wenige.

vodkamartini

Da fallen mir auf Anhieb schon mal ein: Dr. No, Liebesgrüße aus Moskau, Goldfinger, Leben und sterben lassen, Octopussy, GoldenEye. Da sind aber noch mehr, aber da muss ich den Film erst ein weiteres Mal sehen.
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There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

McClane

Ich hab ihn am Freitag gesehen - mit Pause, was die Schwächen des Films leider schon etwas herausstellt, den ich schwächer als "Casino Royale" und etwas besser als (den IMO etwas über Gebühr runtergeputzten) "Quantum of Solace" finde. Die Pause kam an der Stelle, als Bond Bardems Bewacher überwältigt und die Huschrauber anrücken, wodurch der Film in einen rund 80minütigen ersten und einen rund 60minütigen zweiten zerfiel.

Die Anfangsszene ist klassische Bond-Over-the-top-Action mit ordentlich Schmackes, danach hat der Film aber schon so seine Schwierigkeiten, was das Tempo und den Aufbau der Geschichte angeht: Die Casino-Szenen mögen zwar nett anzusehen sein, hätten aber auch gut weggelassen werden können. Daher macht der Film auch den Eindruck eines 120-Minüters, der sich seltsamerweise als 140-Minüter verkleidet hat. Die Girls sind hier suboptimal eingesetzt, aber das kann man auch als Rückgriff auf klassische Bondzeiten sehen, als die Girls gerne mal hübsche Staffage waren und/oder gekillt wurden, damit Bond danach etwas angespornt wurde. Der erste Auftritt von Bardem ist stark, seine Befragung Bonds und das ironisch Belauere bezüglich eventueller homosexueller Erfahrungen Bonds sind eine nette Variation der üblichen Szenen, in denen die Bösewichte Bond fragen oder foltern. Tatsächlich beginnt hiermit ja auch quasi der zweite Teil (zumindest in der von mir gesehenen Vorstellung), der deutlich zackiger und besser ist: Kaum ein Gramm Fett auf den Rippen, stattdessen wird die Geschichte gradlinig vorangetrieben, ohne Charakterisierungen und Subplots ganz außen vor zu lassen - die Hintergrundinfos über Bond und M werden sinnig in die Story eingeflochten. Beim Finale merkt man dann die verhältnismäßig realistische (oder um gehässig zu sein: von Bourne inspirierte) Aursrichtung der neuen Bondfilme, wenn sich Bond und seine Mitstreiter mit Low-Tech-Mitteln gegen ihre Widersacher zur Wehr setzen. Die Actionszenen sind auf jeden Fall eine Wucht, mit Auftakt und Showdown bietet der Film zwei besonders herausragende Spektakel, die einen schönen Rahmen bilden. Insgesamt ein gelungener Bond, mit deutlichen Pacing-Schwächen in der ersten Hälfte, weshalb ich den Hype nicht ganz verstehen kann. Gibt gute 7/10 von mir.

Ich wusste vorher nicht, dass Judi Dench aussteigt, daher hat mich der Tod von M sehr überrascht. Bin gespannt, was die Zukunft bringt: Mit Moneypenny und einem männlichen M kommt man ja wieder zu dem Bond, den man aus den frühen Filmen kennt, allerdings hatte ich immer sehr große Freude an Denchs Performances als M. Bin gespannt ob Fiennes da ähnliches zustande bringt.
"Was würde Joe tun? Joe würde alle umlegen und ein paar Zigaretten rauchen." [Last Boy Scout]

"testosteronservile Actionfans mit einfachen Plotbedürfnissen, aber benzingeschwängerten Riesenklöten"
(Moonshade über yours truly)

DisposableMiffy

7 November 2012, 03:14:55 #199 Letzte Bearbeitung: 7 November 2012, 03:17:05 von DisposableMiffy
Zitat von: Riddick am  5 November 2012, 20:06:34
Mal kurz eine Frage: Lief der Film bei euch im Kino auch mit Pause?

Hier mit ohne. *g*

Ich habe den Kinosaal sehr begeistert verlassen. Einerseits ist "Skyfall" wunderbar altmodisch, weil er auf die Krankheiten des modernen Actionkinos (Schnittgewitter, Handkameragewackel, dröhnender Score) verzichtet und an sich weniger krawallig als die Brosnan-Filme daherkommt. Vergleiche mit den beiden Craig-Filmen kann ich nicht ziehen, "Quantum of Solace" habe ich noch nicht gesehen und "Casino Royale" ist mir nur noch blass in Erinnerung (fand ich aber wohl gut). Andererseits ist "Skyfall" ein absolut zeitgemäßer Bond-Film. Die platten Machoklischees sind weitest gehend entsorgt worden (der Sexismus zum Glück ebenso) was manche Traditionalisten bedauern mögen, aber früher war halt mitnichten alles besser. ;-)

Die Story ist dankenswerterweise auch nicht die übliche "007 rettet die Welt"-Nummer sondern hat, für Bond-Verhältnisse, ordentlich Substanz, ist recht düster und wird auch nicht durch ein unpassendes Happy End ad absurdum geführt, sondern mit einem dezent melancholischen Finale gelungen abgeschlossen.

Schauspielerisch fand ich besonders Judi Dench toll, die allen anderen ein bisschen die Schau stiehlt, sogar Javier Bardem, der den Fiesling herrlich schmierig mimt.

9/10
letterboxd.com

Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte davon vergessen.

Hearing only what you wanna hear and knowing only what you've heard.

Wolfhard-Eitelwolf

Im kleinen, aber erlesenen Inselkino Wangerooge gesehen und recht begeistert gewesen. Zum einen dank der sämtlichen mir bekannten Multiplexen um Lichtjahre überlegenen Bild- und Tonqualität (im Cinemaxx krieg ich regelmäßig das Kotzen bei den unscharfen Bildern und niemals vernünftig eingestellten Soundanlagen), zum anderen natürlich des Filmes selbst wegen. Die Herangehensweise eines vergleichsweise ruhigen Abenteuers gefiel mir sehr gut, ebenso die perfekt zum Jubiläum passenden vielen Anspielungen auf die lange Bond-Historie. Wenn, dann zum Jubiläum - auch wenns manchmal etwas gezwungen wirkt und nicht 100% in die Handlung passt!
Die Emotionsanflüge, die höchst abwechslungsreich eingefangenen Locations, der löbliche Mut, etblierte Charaktere über die Klinge springen zu lassen und vor allem auch der für einen 007-Film außergewöhnliche, teilweise fast apokalyptisch wirkende (aber zugleich ungemein nüchtern erscheinende) Showdown sind weitere Stärken.
Ganz rund wirkt Skyfall zwar nicht, bisweilen eher etwas versatzstückhaft (Stirb Langsam 3 Part in London) und der gebrochenen Konventionen wegen etwas befremdlich, aber summa summarum bleibt ein toller Kinobesuch! Nächstes Mal kann dann gerne wieder ein klassischer Bösewicht mit Bergfestung, Privatarmee und Supertankern kommen, hab ich auch nichts gegen ;)

blade2603

Nach Casino Royal der beste Bond seit Lizenz zum Töten (Man Lebt nur zweimal ist mein absoluter Favorit). Dench, Craig vor allem aber Bardem der m.E. einen der großartigsten Bösewichte seit Fröbe mimt, spielen absolut super! Ein Bond der nüchtern betrachtet nicht direkt nach einem Bond aussieht, da der Showdown so überhaupt nicht ins Bonduniversum passt! Alles in allem war es ein erfrischend Bondenständiger, ohne Sci-Fi Schnickschnack  und von Mendes spannend inszinierter Bond! Das einbringen alter Charaktere ließ das Ende retro wirken und läßt die Vorfreude auf den nächsten Streifen (hoffentlich auch wieder mit Craig) wachsen.

9/10
"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
◾ Originalzitat von: Curt Goetz

(aus den Känguru Büchern)

vodkamartini

Da kannst du ganz beruhigt sein. Craig hat schon für 2 weitere Bond-Filme unterschrieben.
www.vodkasreviews.de

There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

blade2603

Ja aber er hat auch schon betont das er am liebsten sofort aus den Verträgen raus will!
"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
◾ Originalzitat von: Curt Goetz

(aus den Känguru Büchern)

Riddick

Zitat von: McClane am  6 November 2012, 20:25:30
Die Pause kam an der Stelle, als Bond Bardems Bewacher überwältigt und die Huschrauber anrücken, wodurch der Film in einen rund 80minütigen ersten und einen rund 60minütigen zweiten zerfiel.


Genau da kam bei uns auch die Pause. Mich hat die Pause jedenfalls sehr gestört. Der Film ist nun wirklich nicht so lange, dass man eine Pause mit reinmachen braucht. Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, wo Pausen erst bei Filmen ab 180 Min Laufzeit gemacht wurden (was ja auch ok ist). Aber hier wurde man irgendwie plötzlich völlig aus dem Film gerissen und nach der Pause dann noch von vorbeigehenden Zuschauern genervt, welche nicht rechtzeitig zurückgekommen sind.
Die Wahrheit ist aber sowieso die, dass die Kinos in den Pausen nochmals ordentlich Eis und Popcorn verkaufen wollen.

Zitat von: Wolfhard-Eitelwolf am  9 November 2012, 23:14:14
Im kleinen, aber erlesenen Inselkino Wangerooge gesehen...

LOL, gibts das auch noch? Da war ich vor vielen vielen Jahren auch oft drin  ;) Schöne Erinnerungen.
"Schnell rennt das kriminelle Element,wenn es Dieter Krause kennt." - Tom Gerhardt (Hausmeister Krause)

Lunita

11 November 2012, 00:01:36 #205 Letzte Bearbeitung: 11 November 2012, 00:03:20 von Lunita
Ich habe die OV Dienstag im Multiplex gesehen und war sehr angetan. Ein wunderschön klassischer Bond mit exotischen Locations, tollen Verfolgungsjagden und lockeren Sprüchen.

Pluspunkte:
- Ich habe sofort gelauert, wie der Film geschnitten ist, und ob es wackelt. Ich war sehr erleichtert und froh, dass man diese leidigen Zeiten offenbar hinter sich gelassen hat. Tolle Einstellungen und man konnte endlich wieder gut verfolgen, was eigentlich vor sich geht.
- Wie gesagt: Tolle Locations. Der Basar hätte auch für Sean Connery Kulisse sein können, und die Szene, in der Bond im Boot stehend an dem Drachenkopf vorbei ins Casino schippert, ist allererste Sahne. Die Dame im Casino ist in der tollen Tradition schöner, geheimnisvoller Bond-Frauen.
- Klasse Action, auch weil es halt kaum Gadgets gibt. Schöne Explosionen. ;-)
- Bardem ist wirklich, wirklich gut.
- Tolle Kulissen zum Showdown. Muss in der Nähe von Hogwarts gewesen sein. ;-) So ein Haus hätte ich auch gern. Und das Auto natürlich.
- Ein toller Vorspann! Der Song ist ja schon besprochen worden, den finde ich ganz hervorragend. Und der Vorspann an sich ist sehr schön klassisch gemacht und visuell sehr einfallsreich. Die Sandlöcher und die zerfließenden Tiere fand ich echt schön. Viel besser als z.B. Casino Royale.


Nicht so gut:
- Merkwürdigerweise hat mich der Film emotional wenig berührt. Obwohl ja ein paar Dramen im Plot angelegt waren, habe ich die mehr oder weniger zu Kenntnis genommen. Der Mord in der Ruinenstadt hat mich seltsam kalt gelassen, der war irgendwie verschenkt.
- Irgendwie habe ich die Gadgets doch ein wenig vermisst. Aber das ist nur so halb ein Minuspunkt.
- Prüderie: Ich hab's nur gedacht, mein Mann hat's dann ausgesprochen: zuwenig Frauen! Zuwenig nackte Haut beiderlei Geschlechts. Man könnte meinen, das sei ein Ami-Film, so zugeknöpft war der. Da wünscht man sich bei einem Bond ein wenig mehr.

Ich gebe 8 von 10. Bin auch schon sehr gespannt, was Fiennes aus M macht. Ich denke, er wird das sicher gut machen. Auch diese Besetzung ist back to the roots.

Hana-Bi

11 November 2012, 07:25:00 #206 Letzte Bearbeitung: 11 November 2012, 07:26:32 von Hana-Bi
Nach The Dark Knight Rises war Skyfall der Film, den ich mit am freudigsten erwartet habe in diesem Jahr. Nach der The Dark Knight Rises Enttäuschung dominierte ein wenig der Unmut bei mir. Besonders da bereits ein Kumpel von mir von der Arbeit aus in einer Vorpremiere drin war, und mir berichtete das er Skyfall total enttäuschend fand. Aber letztendlich fand ich das nicht. Ich war sogar sehr begeistert. Allerdings weiß ich nicht, ob ich nun extrem begeistert bin, oder einfach nur begeistert.

Ich habe zuvor noch Casino Royale und Ein Quantum Trost gesehen. Casino Royale, der wird einfach immer besser, je öfter ich ihn sehe (der war natürlich schon immer grandios). Ein Quantum Trost hingegen, den ich auch nicht schlecht fand, musste bei meiner persönlichen Sicht etwas federn lassen. Amalric finde ich als Bösewicht aber dennoch gut. Leider kommt sein Charakter nur nicht wirklich zum Zuge.

Wo wir dann schon bei persönlich sind, Skyfall dürfte wohl der persönlichste Bond nach Lizenz zum Töten sein. Ich kann bei Skyfall dem Gesehenem immer noch nicht richtig Revue passieren lassen. Was ganz klar sein dürfte, der Film hatte unglaublich viel Stil. Besonders die Shanghai und Macau Szenen. Wow, es war ein teilweise extrem bildgewaltiger Film und das ohne Geballer und brennende Autos. Mendes verlieh dem Film seine eigene Note und das fand ich ziemlich gut. Zumindest optisch kann da kein anderer Bond mithalten.

Am meisten habe ich mich ja auf Javier Bardem gefreut. Und, kommen wir wieder zu meinem Unmut, ich dachte ehrlich, Mendes verheizt ihn. Kann mich nicht erinnern, das ein Bösewicht schon einmal so spät bei einem Bond die Bühne betrat. Aber das war gar nicht weiter schlimm. Denn Bardem hat doch noch seinen Auftritt bekommen und eine super Show abgeliefert. Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass Silva aber ein mehr geheimnisvoller, mysteriöser Charakter bleibt. Vielleicht so ähnlich wie Charles Bronson in Spiel mir das Lied vom Tod.

Normalerweise würde ich Skyfall mit Lob überschütten. Aber das geht nicht, weil es da immer noch die beiden Vorgänger, die ja praktisch ein Film waren, gibt. Die neuen Bond Film zeigten einen Bond, der Flemings Bond ziemlich gerecht wurde. Doch in Skyfall bekommen wir schon wieder einen anderen Bond zu sehen. Eine völlig neue Interpretation. Und leider vermisste ich bei diesem sehr ernsten Bond, diesem teilweise sogar traurigem Bond, den Sarkasmus und das charmante Lächeln, welches Craig in den anderen beiden Filmen zeigte. Es kam mir vor, Bond ist nicht mehr so abgebrüht. Geht wieder mehr nach dem Agenten Lehrbuch vor. Es war natürlich abzusehen, und das seit Casino Royale, das er spätestens am Ende dieser Trilogie zu dem Bond wird, den wir alle kennen.

Was mich jedoch am meisten enttäuschte:

Ich dachte die Story von Casino Royale und ein Quantum Trost wird fortgesetzt? Was ist denn aus dieser ultra geheimen Vereinigung Quantum geworden für die White und Greene arbeiteten? Habe ich da was verpasst? Es kommt mir beinahe vor, als wäre Skyfall letztendlich nur eine sehr elegante Sidestory.Das klingt herabwürdigender als es ist. So meine ich das natürlich nicht. Aber diesen Eindruck machte die Story bei mir.

Was total daneben war:

Riesengroße, menschenfressende Warane? Falls es dann Warane waren. Die Szene ging ja mal sowas von gar nicht und passte kein bisschen zum Film. Zumal sie total schlecht in Szene gesetzt war. Ich würde mir eigentlich schon wünschen, sollte es je eine andere Fassung geben, dass diese Szenen für immer aus dem Film gebannt werden.

Die Rolle der Severine ergab für mich auch keinen Sinn. Vielleicht war ich zu sehr damit beschäftigt, zu grübeln, ob ich sie sexy oder eher abturnend finden soll.

Manchmal, jetzt wo ich mich noch einmal an die besagten Szenen erinnere, wollte Mendes vielleicht etwas zu viel. So viel gab das Drehbuch dann letztendlich aber nicht her. So kam mir manches ein wenig fragmentarisch vor. Die vielen Nebenhandlungen sorgten ein wenig für Verwirrung.

Ich denke, für diejenigen, die weder Casino Royale noch Ein Quantum Trost gesehen haben, werden mit Skyfall einen handwerklich beinahe Perfekten Bond sehen. Ich bin der Meinung, man hat sich schon wieder etwas zu weit von den Vorgängern abgekoppelt.

Aber mal all die Kritik an die Seite gekehrt, natürlich war auch ich sehr begeistert. Besonders den neuen Q fand ich sehr gut gewählt. Da ich alles von Death Note gesehen habe erinnerte er mich mit seiner spleenigen Art ziemlich an L. Würde mich mal interessieren, ob einer der Verantwortlichen die Death Note Filme gesehen hat.

Der Soundtrack war sowieso gelungen und das man bei der Action ein paar Gänge runtergeschaltet hat konnte ich nur begrüßen. Eine richtige Bewertung werde ich wohl aber erst nach dem nächsten Sichtung haben. So ist zwischen 7 bis 10 Punkte fast alles dabei.

ZitatJa aber er hat auch schon betont das er am liebsten sofort aus den Verträgen raus will!

Da habe ich aber was anderes gehört. In einem Interview sagte er aber das er ziemlich überwältigt ist von dem, was sie mit Skyfall erschaffen haben. Und das er gerne über die 2 Filme hinaus noch Bond spielen möchte. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, aber es ist auch kein Statement, welches ich in Frage stellen würde.

blade2603

Zitat von: Hana-Bi am 11 November 2012, 07:25:00


ZitatJa aber er hat auch schon betont das er am liebsten sofort aus den Verträgen raus will!

Da habe ich aber was anderes gehört. In einem Interview sagte er aber das er ziemlich überwältigt ist von dem, was sie mit Skyfall erschaffen haben. Und das er gerne über die 2 Filme hinaus noch Bond spielen möchte. Ich kann es mir zwar nicht vorstellen, aber es ist auch kein Statement, welches ich in Frage stellen würde.


Da hab ich das zwar nicht gelesen, war auf ner englischen Seite mit Quellenangabe wem er das gesagt hat!

http://www.erdbeerlounge.de/stars-entertainment/Daniel-Craig-hat-keine-Lust-mehr-auf-Bond-27475/
"Jedes Publikum kriegt die Vorstellung, die es verdient." -Mario Barth
◾ Originalzitat von: Curt Goetz

(aus den Känguru Büchern)

EvilErnie

Gestern drin gewesen. Fand den eher mittelmäßig! Keine Spannunng, viel BlaBla und kaum Action! Selbst die Eröffnungssequenz fand ich lame! Das Ende war auch nur nett gemacht! Da hätte man sich imo mehr Mühe geben können! Und Q ist jawohl der Oberwitz! Den fand ich recht lächerlich, sowie Bond ihn ja auch! Ich geb mal öde 5,5/10 Punkte
,,Der Director's Cut erweist sich nicht nur als die filmisch bessere Version, sondern auch als die einzig logische." (Blade Runner)

Behandel´ne Königin wie `ne Hure und `ne Hure wie `ne Königin, dann kann nichts schiefgehen! (Alien 3 SE)

Ich hab ne Sprengkapsel im Kopf! Du musst mich töten sonst sterb ich! (Ethan Hunt)

vodkamartini

Ich fand das Ende sehr gelungen und v.a. den nerdigen Computer-Q sehr witzig. Da hat man quasi die Rollen vertauscht und dieselben Frotzeleien erhalten.
www.vodkasreviews.de

There's a saying in England: Where there's smoke, there's fire. (James Bond, From Russia with love)

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