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Golden Globes / Oscars 2011

Begonnen von StS, 17 Januar 2011, 08:50:56

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Moonshade

Ich glaub, das war einfach der mißglückte Versuch, etwas Volksnähe und Versöhnlichkeit zur finalen Zusammenkunft der ganzen Gewinner (immer traditionell ja am Schluß in den letzten Jahren) zu demonstrieren, schön ethnisch durchgemischter Kinderchor (der sich offensichtlich nicht wohl fühlte) und dann eben mit "Over the Rainbow" noch eins drauf in der filmischen Selbstbefeierung, die sich von "Gone with the wind" am Anfang bereits durch die ganze Verleihung zog, übrigens ein Konzept, das bombig in die Hose ging und den Fluß der Sendung dauernd unterbrach.
"Du hältst durch und ich halte durch und nächstes Jahr gehen wir einen saufen!

"Anything invented after you're thirty-five is against the natural order of things.!" (Douglas Adams)

"Gebt dem Mann ein verdammtes Puppers!"

Mr. Hankey

28 Februar 2011, 16:23:44 #61 Letzte Bearbeitung: 28 Februar 2011, 16:33:40 von Mr. Hankey
Ich fand die Oscarverleihung insgesamt jetzt nicht so schlecht, wie anscheinend die Meisten hier. Sicher nichts sonderlich Spektakuläres, aber Anne und James haben sich IMO schon ganz gut geschlagen, da ist mir eine gewisse Ellen DeGeneres weit schlimmer in Erinnerung geblieben. Sehr hübsch vor allem der Opener. Das sie aber natürlich vollends verblassen, wenn The Host Billy Christal auftritt, war abzusehen. Dennoch alles in allem wars souverän, was die beiden gemacht haben, auch wenn ich mir fürs nächste Jahr ebenfalls endlich mal wieder Billy oder Steve oder meinetwegen auch gerne Jon Stewart mal wieder als Moderatoren wünsche. Sehr schön anzusehen, war auch der Rahmen mit den Filmklassikern "Gone with the Wind" etc., welcher jedoch ruhig noch etwas ausgebreitet hätte werden dürfen.

Ansonsten kam mir alles wieder ein wenig gehetzt vor, aber die wenigen Showeinlagen hatten durchaus was, nur der Kinderchor wirkte wirklich etwas deplatziert.

Kirk Douglas den Oscar für die weibliche Nebenrolle verkünden zu lassen, war sicherlich etwas gewagt, aber letztendlich war er eins der absoluten Highlights des Abends. Er hats einfach immer noch drauf, die Massen zu unterhalten!

Sehr zufrieden bin ich diesmal mit den Auszeichnungen. Mag sein, dass sie auch diesesmal wieder teils recht überraschungsarm waren, aber doch sehr gerecht und passend verteilt. "King's Speech" als bester Film geht mehr als in Ordnung auch wenn mein persönliches Highlight "Inception" war. Aber das der nicht gewinnt war klar und deshalb ist "King's Speech" ohne Frage die richtige Wahl danach. So toll und gut auch die meisten der restlichen Filme waren, "King's Speech" ist einfach das Highlight gewesen. Auch die Hauptrollen hätten nicht besser ausgezeichnet werden können, wenngleich ich bei den Männern auch nichts gegen Jesse und James gehabt hätte, die ihre Rollen als Nerd und Extrem-Kletterer in Not beide ebenfalls mehr als überzeugend rübergebracht haben. Ebenfalls sehr gefreut haben mich die Oscars für "Inception" beim Sound und "Alice..." bei den Kostümen! Insgesamt gibts bei den Auszeichnungen eigentlich diesesmal absolut nichts zu meckern.

Unterm Strich somit sicher eine etwas gediegenere Show, bei der die wirklich großen Höhepunkte zwar gefehlt haben, die aber auch diesesmal wieder ihre Momente hatte, souverän moderiert wurde und letztlich nur durch ihr etwas arge Hetzerei negativ auffiel. Sicher keine Show an die man sich allzulange erinnert, aber wirklich ärgerlich ist was anderes. Langweillig war es IMO nicht!

Ich jedenfalls freue mich schon darauf, mir auch nächstes Jahr wieder die Nacht dafür um die Ohren schlagen zu dürfen. Denn wer das nicht tut, und sich die ganze Sache dann als WDH oder vom Recorder aus anschaut, der hat doch letztendlich einen an der Waffel! :icon_mrgreen: ;)
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Moonshade

...sprach der Muckel, der wie immer alles brav schön redete... :icon_mrgreen:

Ansonsten hat der Rekorder den Vorteil: keine Werbepausen, kein langweiliges Gelaber, kein Kinderchor, kein verlorener Montag. Aber steh du ruhig mal Wache... :scar:
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Mr. Hankey

Zitat von: Moonshade am 28 Februar 2011, 16:33:03
...sprach der Muckel, der wie immer alles brav schön redete... :icon_mrgreen:
Bin halt noch nicht so alt und vergriesgramt wie Du! :icon_mrgreen:

Zitat von: Moonshade am 28 Februar 2011, 16:33:03
Aber steh du ruhig mal Wache... :scar:
Und damit bin ich glaube bei weitem nicht der Einzige! Live ist Live, ob nun bei den Oscars oder beim Fußball! Langweillig kann im Endeffekt beides werden.
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Kwyjibo

Nochmal etwas ausführlicher meine Meinung:
Fand die Show wie gesagt sehr schwach. Schon der Opener war ziemlich unlustig und James Franco und Anne Hathaway taugten als Hosts kaum. Franco hat wenig gesagt, grinste die ganze Zeit nur seltsam und wirkte irgendwie auf Droge. Hathaway hat etwas mehr versucht, aber funktioniert hat da auch wenig. Genauso schwach wie die Moderatoren waren auch fast alle Laudatien und Dankesreden, die größtenteils nur 0815 waren. Den Auftritt von Kirk Douglas fand ich sehr strange und alles andere als gut. Des Weiteren hatte die Show einfach keinen wirklichen Höhepunkt; nichts, was irgendwie in Erinnerung bleibt.
Die Sieger waren meistens auch sehr vorhersehbar, obwohl das bei den Oscars ja nichts neues ist. Allerdings wirken die Gewinner größtenteils auf mich ok. Richtig gefreut hab ich mich aber nur für Natalie Portman, die ich einfach sehr mag. Die restlichen Gewinner waren mir ziemlich egal.

@Moonshade: Verlorener Montag? Hab die Nacht durchgemacht, musste dann von 8:00 bis 14:30 Uhr arbeiten und bin immer noch topfit. ;)

Moonshade

Schön, nur da diese 3-Stunden-Veranstaltung generell aus 15 Prozent Höhepunkten (im Normalfall), 20 Prozent Blabla, 20 Prozent "ich danke meine mutti" und 45 Prozent Werbung besteht, bleibt eine große Chance, daß ich sogar mit Wachmachern irgendwann wegnicke, weils einfach öde ist - wie gestern nacht so manche Strecke.
Du drehst dann im Sommer bitte bis zum Morgengrauen deine Schutzrunden, um unser Hotel und Bretzel wirft dir alle zwei Stunden ein Hörnchen zu, denn spannender als das Liebesleben der hessischen Hamster kann keine Oscarverleihung sein... :king:

@Kwyjibo
Machst das mit 39 Jahren noch genauso locker...?
Dann kriegst du gern meinen Neid...
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Chili Palmer


War zwar dieses Jahr lahm ohne Ende, Einschlafen gelang mir aber auch nicht. Damn you, Koffeinzufuhr!

An Pixar gab es verständlicherweise wieder kein Vorbei, aber "The Illusionist" konnte durch die Nominierung wenigstens Aufmerksamkeit erregen. Sieht sehr schön aus.

Keine Ahnung, wieviele Stimmberechtigte von Fastmachine vergiftet wurden, damit es wieder nichts für Fincher gibt, aber ich vermute: a lot. "King's Speech" hat mir zwar gefallen, aber so etwas Betuliches sollte dennoch keine Regiepreise abräumen. Wir sind hier doch nicht beim Theaterförderpreis der Sparkassen.

Wie doch Drogen bei jedem anders wirken: Dasselbe Schmerzmittel für Kirk Douglas und James Franco - und zwei so unterschiedliche Resultate.

Wäre beim Tonschnitt nicht plötzlich "Tron: Legacy" dabeigewesen, hätte ich es mir wenigstens so hinbiegen können, dass der einfach in Breite ignoriert wurde. Aber so bin ich stinkig.

Gerade, wenn man denkt, dass vernünftig-mitreißende Moderation nicht mehr möglich ist, kommt Crystal dahergehüpft: "Where was I?"  :icon_lol:

Freut mich für Firth. So wird vielleicht auch seine Jahrhundertdarbietung in "Die letzte Legion" eine Neubewertung erfahren.

Überhaupt: Beide Männerrollen von Briten abgeräumt. Aus Amerika kommt aber auch einfach nichts nach.

Finde es immer schön, wenn allseits abgelehnte Filme etwas gewinnen, wenn sie auf ihren Gebieten alles richtig machen. Bakers "Wolfman"-Makeup ist halt klasse (Hopkins' Mimik war sogar durch zwanzig Schichten Latex und Fell zu erkennen), da hilft dann auch kein "aber der Film ist doch doof, der darf doch nichts kriegen" mehr.

Portman ist die Statuette zu gönnen, mehr wäre bei "Black Swan" aber auch zu viel gewesen.

Immerhin, bei aller Dröhnigkeit haben wenigstens ein paar Filme Interesse geweckt: "In a better World", "Inside Job", "The Illusionist" und "Biutiful" möchte ich auf jeden Fall noch sehen. Darüberhinaus wurde aber so wenig Leidenschaft für Kino wie selten vermittelt.
"I'm an actor, love, not a bloody rocket surgeon".

"Der Terminader is ja im Grunde so'n Kaiborch."

Kwyjibo

Zitat von: Moonshade am 28 Februar 2011, 16:54:00@Kwyjibo
Machst das mit 39 Jahren noch genauso locker...?
Dann kriegst du gern meinen Neid...

War doch nicht so ernst gemeint. ;)

Moonshade

Zitat von: Kwyjibo am 28 Februar 2011, 17:19:16
Zitat von: Moonshade am 28 Februar 2011, 16:54:00@Kwyjibo
Machst das mit 39 Jahren noch genauso locker...?
Dann kriegst du gern meinen Neid...

War doch nicht so ernst gemeint. ;)

Ach, ich wollte ja, ich hätt das Stehvermögen von früher noch... :viney: :bawling: :anime: :algo:
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Eric

Zitat von: Moonshade am 28 Februar 2011, 17:28:28
Zitat von: Kwyjibo am 28 Februar 2011, 17:19:16
Zitat von: Moonshade am 28 Februar 2011, 16:54:00@Kwyjibo
Machst das mit 39 Jahren noch genauso locker...?
Dann kriegst du gern meinen Neid...

War doch nicht so ernst gemeint. ;)

Ach, ich wollte ja, ich hätt das Stehvermögen von früher noch... :viney: :bawling: :anime: :algo:

Jaja, ab 39 ist der "kleine Lurch" nicht mehr so fix wie er früher einmal war.
uahahahahahahaha
Liebe Ursula,
wünsch dir frohe Ostern, nen tollen Namenstag und nen guten Rutsch ins Jahr 1978!
Grüsse aus der Alzheimergruppe, deine Tante Günther!

Ich hasse Menschen, Tiere + Pflanzen. Steine sind ok.

uboot

Yeah, Natalie wins. Das einzige was zählte.  :respekt:

True Grit war wohl nicht so der Abräumer - wie kommts?  :D

Riddick

Es freut mich, dass Natalie Portman den Oscar gewonnen hat...hat sie mehr als verdient.

Als bester Film wäre allerdings "True Grit" mein Favorit gewesen. Und ich finde es schade, dass David Fincher keinen gewonnen hat.
"Schnell rennt das kriminelle Element,wenn es Dieter Krause kennt." - Tom Gerhardt (Hausmeister Krause)

cheshirecat


Franco war wie bekifft und Hathaway zu bemüht und nervig wie ein Oberlehrerin. Aber der Auftritt von Kirk Douglas war ein schöner Moment ...
Beware the Jabberwock, my son! The jaws that bite, the claws that catch!

pm.diebelshausen

Warum muss ich bei der Belohnung von "King's Speech" jetzt an "Simple Jack" denken?  :icon_mrgreen:

Naja, immerhin fühle ich mich insofern bestätigt, als dass "Inception" Oscars in technischer Hinsicht erhielt, aber nicht für Drehbuch oder Regie. Dass "Shutter Island" schon von vornherein keine Rolle spielte, finde ich ungerechtfertigt. Ansonsten scheint das ein etwas unaufgeregtes Oscarjahr gewesen zu sein.
Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten, und andere, die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben.

Mr. Hankey

28 Februar 2011, 21:19:33 #74 Letzte Bearbeitung: 28 Februar 2011, 21:24:12 von Mr. Hankey
Zitat von: Chili Palmer am 28 Februar 2011, 17:17:35
An Pixar gab es verständlicherweise wieder kein Vorbei, aber "The Illusionist" konnte durch die Nominierung wenigstens Aufmerksamkeit erregen. Sieht sehr schön aus.
Absolute Zustimmung meinerseits. "The Illusionist" macht einen äußerst interessanten Eindruck. Ähnlich wie 2004 mit "Das große Rennen von Belleville"! Ansonsten war die Kategorie "Bester Animationsfilm" sowieso wieder der unspannendste Moment des Abends. Denn wenn einer der Animationsfilme auch als bester Film nomminiert wird, dann ist doch schon klar, welcher Film in dieser Kategorie gewinnt. Ich denke, diesen Punkt sollten sie wirklich noch einmal überarbeiten!

Zitat von: Moonshade am 28 Februar 2011, 16:54:00
Schön, nur da diese 3-Stunden-Veranstaltung generell aus 15 Prozent Höhepunkten (im Normalfall), 20 Prozent Blabla, 20 Prozent "ich danke meine mutti" und 45 Prozent Werbung besteht, bleibt eine große Chance, daß ich sogar mit Wachmachern irgendwann wegnicke, weils einfach öde ist
Wie beim Fußball. 20% Spannung, wenn die Herren mal aufs Tor zusteuern, 10% Spannung wenn sich hier und da mal was tut und 70% ödes "dem Ball hinterher gerenne", als ob nicht genug für alle da wären. Und trotzdem zieht es immer Millionen Zuschauer an! ;) Nee, nee, da kannste sagen, wasde willst. Ich will die Oscars live sehen. Eine gewisse Spannung bleibt IMO immer erhalten, selbst wenn die Überraschungen eher die Ausnahme bilden!
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Stefan M

Zitat von: Mr. Hankey am 28 Februar 2011, 21:19:33
Wie beim Fußball. 20% Spannung, wenn die Herren mal aufs Tor zusteuern, 10% Spannung wenn sich hier und da mal was tut und 70% ödes "dem Ball hinterher gerenne", als ob nicht genug für alle da wären. Und trotzdem zieht es immer Millionen Zuschauer an! ;) Nee, nee, da kannste sagen, wasde willst. Ich will die Oscars live sehen. Eine gewisse Spannung bleibt IMO immer erhalten, selbst wenn die Überraschungen eher die Ausnahme bilden!

Du hast die Prozente beim Fußball ungerecht verteilt. 70% ödes Ballhinterhergerenne und nur 30% Spannung? Pah. Wohl noch nie ein Spiel gesehen.  :icon_mrgreen:

Aber du hast schon recht: Ich würde ein Fußballspiel auch nicht als 90-minütige Aufzeichnung ansehen wollen, wenn der Rest der Welt schon längst das Ergebnis kennt. Die Oscarnacht ist nur in der Tat entsetzlich lang und von Werbespots so übersät, daß ich bisher auch lieber auf die Zusammenfassungen zurückgegriffen habe.  ;)
"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." (Loriot)

Synchronisation ist nicht grundsätzlich schlecht und manchmal sogar richtig gut!

psychopaul

1 März 2011, 11:48:22 #76 Letzte Bearbeitung: 1 März 2011, 11:50:49 von psychopaul
Ich bin bis vor 2 Jahren eigentlich immer aufgeblieben, die Oscars hatten schon Faszination und ich fand sie auch bedeutsam. Seit ich arbeiten muß, hat sich aber auch das Interesse an diesen lokalen Auszeichnungen generell äh berichtigt.  ;)

Dennoch ist es erstaunlich, dass The King's Speech diese Riesenauszeichnung bekommen hat. Könnte einer der schwächsten Filme in der Geschichte des Oscars sein und sowas ist dann ja doch schade. War gestern abend noch im Kino: sicher fantastisch gespielt, auch diese Weitwinkelregie fand ich erstaunlich gut, dazu ist er phasenweise wirklich köstlich lustig und gewitzt. Aber auf der anderen Seite hab ich selten in letzter Zeit so einen extrem formelhaften und vorhersehbaren Film gesehen. Und ich bin ja sonst überhaupt nicht so einer, der etwas vorausahnt in Filmen.  :icon_lol:

Ich fand auch das Pathos zum ganzen Thema sehr mühsam, (oooh der arme König stottert also, who cares), aber am Ende wird ganz gut herausgearbeitet, warum so eine kraftvolle Rede damals einfach wichtig war. (dennoch stammt der Film aus der heutigen Zeit, in der wieder ganz andere Gesetze gelten..)

Von mir gibts dafür 6,5 Punkte. Jeder andere Nominierte, den ich sonst gesehen hab, war besser.  :icon_confused:
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Three little devils jumped over the wall...

SutterCain

Immerhin sind sich (fast - Hi Hankey!) alle einig: Das war dieses Jahr eine erbärmliche Veranstaltung. Die SZ lässt heute auch kein gutes Haar an der Verleihung:

[...] Es sollte wohl eine Gegenveranstaltung zu der Moderation sein, mit der der britische Komiker Ricky Gervais nun schon zwei Mal die Golden Globes so grandios angeschärft hatte - der war durchgehend respektlos, und das nimmt man in Hollywood immer noch ernst. Über missglückte Filme, mit denen jemand 100 Millionen Dollar in den Sand gesezt hat, scherzt man nicht! Nichts aber ist trostloser als ein Haufen Menschen, denen die Selbstironie fehlt. [...]

Crumby Crumb & the Cunty Bunch

Zitat von: psychopaul am  1 März 2011, 11:48:22
Könnte einer der schwächsten Filme in der Geschichte des Oscars sein und sowas ist dann ja doch schade.

Aber klar doch. *hust*Slumdog Millionaire, The Departed, Crash, Chicago, A Beautiful Mind, Gladiator, Shakespeare in Love, Titanic, Braveheart, Forrest Gump, Rain Man, Last Emperor, Platoon *hust*
'Are you talkin' to me? You talkin' to me?' - Raging Bull, Pacino. Love that movie!

psychopaul

1 März 2011, 12:23:12 #79 Letzte Bearbeitung: 1 März 2011, 12:25:31 von psychopaul
Äh? Chicago ignoriere ich, die anderen sind alle (mit leichten Abstrichen vielleicht) cool. Wobei der Oscar für Departed auch wegen der Remakerei natürlich ein schlechter Witz war.
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Crumby Crumb & the Cunty Bunch

Der für alle anderen genannten auch.
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psychopaul

Ich könnte jetzt nachhaken, was z.B. an Titanic oder Platoon schlecht sein soll, usw..  :icon_eek: aber egal.
Mir haben die alle schon einiges gegeben, The King's Speech weniger, kann ich auch nicht ändern.  ;)

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich selbst weiterentwickelt habe und heute Filme anders schaue, als bei solchen Knallern von früher. Das bleiben für mich aber trotzdem für immer Werke, die ich damals gut bis herausragend fand.

Dass es nicht immer der beste Film des Jahrgangs war, ist eine andere Sache und das hatte ich ja auch nie behauptet.
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Crumby Crumb & the Cunty Bunch

1 März 2011, 12:50:15 #82 Letzte Bearbeitung: 1 März 2011, 12:54:25 von LeCrumb
Dann setze aber nicht "schwacher Oscarfilm" mit "schlechter Film" gleich. Die von mir genannten sind alle schwächer als "The King's Speech" - nur ein paar davon sind unter aller Kanone und weniger wert als der Dreck unter meinen Fingernägeln.
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psychopaul

Zitat von: LeCrumb am  1 März 2011, 12:50:15
Die von mir genannten sind alle schwächer als "The King's Speech" -

:icon_eek:

War es die Schimpfworttirade?  :icon_mrgreen:
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Klar, jedes Fuck 1 Punkt; kennst mich doch.
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Bretzelburger

Paule, ich muss Crumb recht geben. "The King's speech" gefiel mir außerordentlich gut, trotz der altmodischen Inszenierung. Dagegen sind einige der Filme, die Crumb aufzählt unter aller (Niveau)-Kanone (und diese haben meistens noch viel mehr Oscars gewonnen).

Mr. Hankey

1 März 2011, 14:35:17 #86 Letzte Bearbeitung: 1 März 2011, 14:39:00 von Mr. Hankey
Zitat von: Bretzelburger am  1 März 2011, 13:56:22
Paule, ich muss Crumb recht geben. "The King's speech" gefiel mir außerordentlich gut, trotz der altmodischen Inszenierung. Dagegen sind einige der Filme, die Crumb aufzählt unter aller (Niveau)-Kanone (und diese haben meistens noch viel mehr Oscars gewonnen).
Und welche? Hab zwar noch nicht alle von Crumb aufgeführten gesehen (Departed, Chicago und Shakespeare sind bisher an mir vorbeigegangen) und sicher sind viele davon (deutlich) schwächer als "King's Speech" und nicht unbedingt Oscarreif, aber "unter aller Kanone" wüßte ich dennoch keinen.

Wobei ich bei der Aufzählung schon eher das Gefühl hatte, dass nicht Crumb, sondern Mr. VV in die Tasten haute! ;)
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Roughale

Ich fand gerade WEIL The King's Speech so erfrischend altmodisch inszeniert ist, hat er den Oscar verdient. Ich hoffe, dass man endlich mal erkennt, dass der Schüttelkameraeffekt abfgedroschen ist und auf den Müll gehört, ich krieg jedesmal das Kotzen und freue mich sogar schon über Bullet-Time derzeit... (Notiz: Resident Evil 4 noch ansehen)

BTW: Crumb hat noch The Hurt Locker vergessen :king:

esta es la mejor mota
When there is no more room for talent OK will make another UFC

psychopaul

1 März 2011, 17:59:25 #88 Letzte Bearbeitung: 1 März 2011, 18:01:42 von psychopaul
Was habt ihr alle mit der "altmodischen Inszenierung"? Ich fand den sehr speziell inszeniert, in jeder zweiten Szene dieses Weitwinkelding, hab ich so noch gar nirgends gesehen, war ja fast 3D ohne Brille  :icon_smile: also was ist daran "altmodisch"?

Und ob ein Film nun mit ruhiger oder restloser Kamera inszeniert ist, sagt grundsätzlich ja auch noch ger nichts über seine Qualität aus. The King's Speech ist einfach wahnsinnig vorhersehbar und hat mich kaum berührt. Das kann ich von den anderen Oscarfilmen, die Crumb gepostet hat, nun wirklich nicht behaupten.  Da geht's um große Liebe, Krieg, Freiheit und den ganzen Schmonzes, meist ganz mitreißend inszeniert und hier geht's um ne olle Rede, die am Schluß die Katharsis bringt. Chili hat das mit dem "betulich" schon ganz gut formuliert (ui apropos, aber NEIN, ich fang jetzt nicht wieder mit Ghost Writer an  :icon_twisted: )
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Rollo Tomasi

1 März 2011, 20:10:40 #89 Letzte Bearbeitung: 1 März 2011, 20:48:41 von Rollo Tomasi
So, dann jetzt mit Verspätung (aus Zeit- und Schlafmangel) mein Kurzkommentsr zur Verleihung:
Wir haben das Ding natürlich wieder live gesehen, ich habe sogar Urlaub dafür genommen, bestimmte Dinge müssen eben einfach sein.
Uns war auch nicht langweilig, weil wir,wie jedes Jahr wieder ein Tippspiel veranstaltet haben, das ich - ich sage das in aller Bescheidenheit  :icon_mrgreen: - mit 15 von 20 richtigen Tips gewonnen habe.
Das zeigt aber eben auch, dass viele Oscars keine großen Überraschungen waren.
Gefreut habe ich mich für Portman.
Ich denke auch, dass mir The King's Speech sehr gut gefallen wird.
Was die Verleihung an sich angeht, muss ich den meisten hier recht geben, die die Show nicht so gut fanden.
Das lag ür mich vor allem an Franco lag, der entweder supercool sein wollte, oder einfach total stonded war, keine Ahnung, was das sollte.
Hathaway fand ich sehr sympatisch und sie hat gezeigt, dass sie eigentlich das Talent hat, so eine Show zu wuppen.
Super natürlich der Auftritt von Billy Crystal, der gezeigt hat, wie es geht.
Fand auch den Auftritt von Kirk Douglas toll, der sich allerdings auch sehr viel Zeit ließ.
Zwischendurch kleine Highlights bei den Laudatoren, ansonsten sehr gehetzt alles.
Und durch das Tippspiel auch nicht langweilig.
Nächstes Jahr sind wieder live dabei.

Ach ja: Erfrischend fand ich die Dankesrede von Randy Newman, der bei 20 Nominierungen seinen zweiten Oscar gewann.
"Ich hab neulich gehört: 35 % der Zahlen und Fakten, die so kursieren, stimmen gar nicht! ... Das ist fast ein Drittel!" (Hagen Rether)
"Stellen sie sich einmal vor, es gäbe keine Autos, es gäbe keine Telefone und es gäbe keine Computer .... sie würden doch den ganzen Tag fernsehen, oder?" (Hagen Rether)

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