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Bring her back (A24-Horror von Danny & Michael Philippou)

Begonnen von StS, 19 Februar 2025, 19:25:37

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StS

19 Februar 2025, 19:25:37 Letzte Bearbeitung: 19 Februar 2025, 20:21:54 von StS

RELEASE DATE: May 30, 2025
DIRECTORS: Danny and Michael Philippou ("Talk to Me")
CAST: Sally Hawkins, Billy Barrat, Sora Wong, Jonah Wren Phillips, Sally-Anne Upton, Stephen Phillips

A brother and sister uncover a terrifying ritual at the secluded home of their new foster mother.

Pflichtprogramm.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Private Joker

Ist demächst bei Netflix zu sehen - vielleicht deshalb aktuell auch bei Amazon für 99 Cent in der monatlichen Resteverwertung, da habe ich wg. Netflix-Pause mal zugeschlagen.

Ja, sag ich mal, die Aussi-Brüder verstehen ihr Handwerk - jedenfalls wenn man es so definiert, dass beim Zuschauer Unbehaben erzeugt werden soll. Das klappt eigentlich von der grob gerechnet zweiten Szene an und steigert sich beim ersten Auftritt von "Oliver" - allein: subtil geht anders. Dabei schaue ich sogar großzügig darüber hinweg, dass ich relativ kleine Kinder als Semi-Monster eh nicht so sehr gerne sehe (wobei ich mich immer frage, welche Eltern da ihre Kinder an solche Sets lassen). Wer das und die Machart generell nicht ablehnt, wird auch im weiteren Verlauf reichlich mit Garstigkeiten bedient - ich und die FSK fanden es eher nicht zum Lachen, die "18" ist angesichts letztlich "nur" einer wirklich krassen Szene im aktuellen Kontext aber trotzdem relativ hart.

Ist aber nicht mein Hauptvorwurf an den Film, ich hadere vor allem mit der grundlegenden Handlung. Jo, den Kern verrät der Titel ja schon, ist auch gar nichts gegen zu sagen. Aber rund um diese Grundidee knirscht es doch gewaltig. Wie die Hauptfigur (gut wie fast immer: Sally Hawkins) darauf kommt, dass es wie hier gezeigt klappen könnte, was diese  Flashbacks zu bedeuten haben, welches Monster sich da in Oliver "eingeschlichen" hat, welche Rolle der bei der Wiederbelebung spielen soll, ob das wirklich funktionieren "könnte" oder nur eine Fantasie einer Durchgeknallten ist, warum das letztlich schiefgeht - das bleibt alles im Detail und überhaupt weitgehend unerklärt. Oder man googelt sich so durch einschlägige Seiten, steht bei mir eigentlich eher auf der "muss ich nicht haben"-Liste.

Wie gesagt, technisch und beim Erzeugen von ein paar Schockmomenten abseits banaler Scarejumps gibt es nichts zu kritisieren. Und auch das Ende muss man wohl als gelungen einordnen -
Spoiler: zeige
 ein bisschen "happy"-tragisch, mit dem relativ frühen Ableben des Bruders bei Rettung der Schwester und vielleicht von "Conner", aber immerhin ohne auf platte "das Böse lebt-"Klischees zurückgreifen zu müssen.
Bin da in der Unter-dem-Strich-Bewertung zwiegespalten - wie so viele Horrorfilme heute (insbesondere aus dem Bereich "Body-" oder "Creature") ein gut gemachtes, aber tendenziell unangenehmes "Vergnügen". Da es mein Grusel-Idealbild (atmosphärisch, übersinnlich, im Kern soft, aber gerne mit ein zwei knackigeren Szenen) aber eh kaum noch gibt, bin ich mal grundpositiv und ziehe eine knappe 6/10. Wirklich "gefallen" hat der mir aber nicht.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Wolfhard-Eitelwolf

Auch bei mir bleibt er eher zwiespältiger Eindruck - für's Erste. Vermutlich war ich gestern auch nicht in der richtigen (tiefenentspannten, auf das Cineastische konzentrierten) Stimmung für diese besondere Art Film. Anzuerkennen sind aber so oder so die absolut erstklassigen darstellerischen Leistungen, die technisch sehr gelungene und souveräne Umsetzung und eine ganze Reihe unangenehmer bis verstörender Szenen, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben - Stichwort Tischplatte. Die ein konzentriertes Eintauchen und Annehmen erfordernde Atmosphäre ist dann auch schön dicht und selbst Gorehounds bekommen zwei, drei Szenen serviert. Mein Problem mit dem Streifen gestern war vor allem die penetrante Soundkulisse, die praktisch niemals "normal" oder ausgewogen agiert, sondern entweder aus Schreien, Flüstern, maximal verstärkten Randgeräuschen und - nennen wir sie mal schrägen - Musikschnipseln besteht. Das ist sehr, sehr unangenehm, passt natürlich perfekt zum Inhalt, nur konnte ich das gestern nicht so recht ab. Problematisch wird das bei einem Horrorfilm auch deswegen, weil Bring her back kaum klassische Spannungspassagen besitzt, sondern sich voll auf's subversiv oder plakativ Unangenehme fokussiert. Das Ende ist dann tatsächlich im positiven Sinne etwas konventioneller.

Jetzt, da ich weiß, was mich erwartet, werde ich dem Film eine zweite Chance zu gegebener Zeit geben, dann könnte ich mir eine 7, vielleicht sogar 8 von 10 durchaus vorstellen. Bis dahin ohne Wertung.

Moonshade

Also ich komme auch ungefähr auf eine 6/10, allerdings eine bemühte, denn meine Tasse Tee ist diese Produktion wirklich nicht, tatsächlich hab ich mich nach knapp einer Viertelstunde mehr oder weniger widerwillig durchgespult - was nicht zwingend an der Qualität liegt, sondern daran, dass ich den Film einfach nicht als angenehmes Filmerlebnis bewerte.

Die x-te Neuaufnahme zum Thema
Spoiler: zeige
dämonische Beschwörung zum Zwecke des Seelentransfer
verliert schon viel an Wirkung, weil dem Film eine ominöse Kultzeremonie voran gestellt wird, die im schlechtesten Sinne die Pferde für den weiteren Verlauf sattelt, wenn man denn schon von einem Plot überrascht werden möchte.
Natürlich hat der Film noch ein paar interessante Wendungen zu bieten, aber bis dahin hatte ich ständig das Gefühl, ich wüsste schon, was als Nächstes kommt (und genauso kommt es meist), wobei Sally Hawkins hier offenbar viel Raum eingeräumt wurde, dem dramatisch-tragischen Hintergrund ihrer Figur gerecht zu werden (und ihrem Talent) und ein wenig um Mitgefühl für ihre Handlungen zu betteln.

Dazu wollen die fiesen Gewaltausbrüche, die wirklich in die sehr unangenehme Ecke gehen, irgendwie gar nicht passen, hier geschieht dann wirklich die größtmögliche Abgrenzung, ohne dass die Story dadurch Mehrwert oder Spaß kassieren würde.
Das führt wiederum dazu, dass eigentlich die gesamte Handlung um zwei Fragen kreist: was soll hier eigentlich genau geschehen und wer überlebt das Ganze.
Die erste wird nach gut zwei Dritteln per Video erklärt und die zweite produziert einen arg holprigen Showdown, in der die eigentliche
Spoiler: zeige
Haupthandlungs- und Identifikationsfigur im wahrsten Sinne des Wortes nebenbei überfahren wird
, um Platz für ein stimmungstechnisch gefühliges (wenn auch morbides) Ende zu machen.

Gut, offenbar haben die Macher nicht recht gewusst, ob sie ihren Film nun negativ (was wirklich einfallslos gewesen wäre) oder positiv enden lassen (was zu dieser Unebenheit führt), weil sie es wegen einer persönlichen Tragödie mehrfach überarbeiteten, aber wirklich glücklich macht mich das Ergebnis auch nicht - ich war eher froh, dass alles vorbei war.

Gute Darstellerleistung, groteske Tricks, morbide Atmo, das reicht für die Wertung - aber erreicht wurde der Vorgänger "Talk to Me" damit keineswegs.
"Du hältst durch und ich halte durch und nächstes Jahr gehen wir einen saufen!

"Anything invented after you're thirty-five is against the natural order of things.!" (Douglas Adams)

"Gebt dem Mann ein verdammtes Puppers!"

JasonXtreme

Also ich muss gestehen ich würde noch knapp auf eine 7/10 kommen, vor allem weil das darstellerisch und von den Efekten her wirklich richtig gut war! Auf der Sollseite bleiben halt die erwähnten Dinge wie Länge des Films (das hätte auch mit zwanzig Minuten weniger funktioniert), die nicht näher erläuterte Tatsache was da eigentlich wie und vor allem wodurch passieren soll...


Vor allem Letzteres sehe ich wie Moonshade, hätte man nicht mit dem eingänglichen Video vor den Zuschauer klatschen sollen, sondern wäre später im Zuge der anderen Videoschnipsel besser aufgehoben gewesen. Ansonsten wurde man aber auch etwas arg im Dunkeln gelassen, wie genau die Idee dahinter eigentlich aussehen soll, und vor allem wie Tante Sozialarbeiterin darauf gekom sein mag.
"Hör mal, du kannst mein Ding nicht Prinzessin Sofia nennen. Wenn du meinem Ding schon einen Namen geben willst, dann muss es schon was supermaskulines sein. Sowas wie Spike oder Butch oder Krull, The Warrior King, aber NICHT Prinzessin Sofia."

StS

,,Bring her back" – Danny und Michael Philippou's zweiter Spielfilm nach ihrem starken 2022er Debüt ,,Talk to me" – ist ein eindringliches, emotionales, handwerklich hochklassiges, von allen Beteiligten gut gespieltes Horror-Drama (hauptsächlich über Verlust-Verarbeitung), welches in einer dichten unheilvollen Stimmung eingebettet daherkommt sowie mit bestimmten brutalen Szenen aufwartet, die selbst bei gestandenen Genre-Fans eine ,,unangenehme Empfindung" hervorrufen sowie seitens eines effektiven Sounddesigns zusätzlich verstärkt werden. Ja, eine spezielle Preisgabe wäre erst später im Verlauf (also nicht so früh) vermutlich besser platziert gewesen und das Ende wirkt (gerade im Vergleich zum ruhigen, vom Tempo her prima bemessenen Vorangegangenen) ein wenig ,,überhastet" – doch beweist das ,,RackaRacka"-Duo hier erneut eine Menge Talent, so dass man weiterhin sehr gespannt darauf sein darf, was die beiden uns in Zukunft noch so alles bescheren werden...

7/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

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