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Sisu: Road to Vengeance (Teil 2)

Begonnen von StS, 28 August 2025, 16:55:36

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StS


U.a. mit Jorma Tommila, Stephen Lang und Richard Brake.

Returning to the house where his family was brutally murdered during the war, 'the man who refuses to die' dismantles it, loads it on a truck, and is determined to rebuild it somewhere safe in their honor. When the Red Army commander who killed his family comes back hellbent on finishing the job, a relentless, eye-popping cross-country chase ensues – a fight to the death.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Wolfhard-Eitelwolf

Hmpf, sieht nach dem doch erfrischenden Erstling leider trotz aller Schauwerte eher nach dem typischen größer-lauter-absurder-die-ungeplante-und-eigentlich-nicht-existierende-Kuh-melken aus....

Private Joker

Einmal mehr kann ich mich nur wundern, mit wie einfachen Rezepten und filmischen Mitteln man sich hohe Wertungen bei den "Profi"-Kritikern abholen kann - aktuell satte 94%. Oder stimmt die Sache mit dem Alter und dem Scheiß doch irgendwann und irgendwo?

Nüchtern betrachtet ist das eine fast handlungsfreie blutige Nummernrevue - "Sisu" (ja ich weiß, ist nicht der Name, ist aber einfacher so) fährt mit allen damals relevanten militärischen Verkehrsmitteln durch die Gegend, überlebt alle Angriffe und killt jeden im Weg. So einfach ist das. Die Gegenseite ? Nur Staffage und aus kommerziellen Gründen ein wenig Stephen Lang, der da aber auch über weite Strecken eher als Edelkomparse in der Gegend steht und im Finale auch nicht zeigen darf, warum man gerade ihn aus dem Knast (bzw. den Schauspieler aus Amerika) geholt hat. Die Set-Pieces? Jo, in etwa bis zur Panzersequenz könnte man auf die Idee kommen, dass man für mehr Geld schon Schlechteres gesehen hat, technisch und inszenatorisch. Die zwei russischen Schlachtflieger sind passabel getrickst, die Pyrotechnik darf auch mal ohne Computerhilfe brauchbaren Feuerzauber entfachen, kann man mal so durchgehen lassen. Sofern man sich bewusst ist, dass das in Sachen Realitätsnähe irgendwo zwischen Toxic Avenger und Road Runner in megablutig zu lokalisieren ist. Die Panzerszene und das völlig abgedrehte Finale mit dem eher schlicht (mit "e" stimmte auch) getricksten Zug und der Rakete muss man allerdings gesehen haben, um sie zu glauben.

Dass solche blutig-realitätsleugnenden Comic-Strips vor ernstem Hintergrund (die im Vorspann angesprochene Gebietsabtretung/Vertreibung von Finnen ist natürlich historisch) auch so ein bisschen ein mulmiges Gefühl hinterlassen, sei nur am Rande erwähnt. Will da niemand den Spaß komplett verderben - aber selbst wer das unter weitgehenden Gehirnstilllegung bis zu einem gewissen Grad genießen kann, kommt an der Erkenntnis kaum vorbei, dass spätestens mit der zweiten Filmhälfte entweder das Geld alle war oder in zu viele Rauschmittel investiert wurde. Wenn ich das richtig sehe, hat das Teil auch den eh "kleinen" Kommerzerfolg der Nr. 1 bei dann doch vermutlich deutlich höheren Produktionskosten allenfalls knapp wiederholen können, da sollte uns Teil 3 erspart bleiben. 4/10 (+1 Trashpunkt, wenn man darauf steht).
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

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