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the Wrecking Crew (Prime-Action-Comedy mit Momoa & Bautista)

Begonnen von StS, 8 Januar 2026, 19:24:03

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StS


Vom "Blue Beetle" Regisseur.

They fight like brothers. They wreck like legends. Jason Momoa and Dave Bautista star in The Wrecking Crew, coming January 28 to Prime Video.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

balanceistischer


Snake Plissken


mali

Zitat von: Snake Plissken am 11 Januar 2026, 13:06:29Tolle Aussage :lol:

Spammer auf Tarntour :-)

Die hauen dann immer so oneliner raus, um als authentischer Foren-User durchzugehen.
https://www.stopforumspam.com/ipcheck/84.46.90.248

Jetzt gesperrt.

Moonshade

Ach guck, es geht doch (halbwegs)!

Es fängt an, wie in guter, alter Bestzeit, als man noch brachial gewalttätiges auf die Leinwand bringen konnte, wenn Momoa hier drei Yakuzakiller in einem wirklich schön gefilmten Heim-Fight in ihre Einzelteile zerlegt. Danach kommt erwartungsgemäß ein Buddy-Action-Movie dabei heraus, mit Familienverwicklungen, Bruderzwist und dem mysteriösen Hintermann, den man schon nach einem Fünftel der Laufzeit identifiziert hat.
Das Problem: zwischendurch gibts immer mehr CGI, erst bei einer Straßenschießerei (geht gerade noch), dann bei einer Heli-Verfolgung (geht nicht mehr).
Beeindruckend aber: am Ende wird dermaßen radikal jeder Gegner in Massen weggemeuchelt (allerdings mehr als ersichtlich CGI), das man sich schon wundern dürfte. (Bonus Zwinkyzwonky-Punkte an eine Sequez, die man an die Hammersonate aus "Old Boy" angelehnt hat.

Tja, die Sprüche stimmen, die Chemie auch, eine Fortsetzung wäre drin, die Figuren sind sympathisch, der Film ist nur einen Hauch zu lang (125 min brutto), insofern halte ich das für das Angenehmste, was ich großbudgetiert aus diesem Bereich bei Prime in den letzten Jahren angeliefert bekommen haben. Knappe 7/10.
"Du hältst durch und ich halte durch und nächstes Jahr gehen wir einen saufen!

"Anything invented after you're thirty-five is against the natural order of things.!" (Douglas Adams)

"Gebt dem Mann ein verdammtes Puppers!"

Private Joker

War jetzt mein Rausschmeißer aus dem Wochenende (o.k, eine Halbzeit Superbowl habe ich noch durchgehalten) und bin nicht ganz so "begeistert" - mein Fav aus dem breiten Angebot "Action made by Streamern" bleiben die Staatsoberhäupter. Der war wenigstens insofern konsequent, als er nicht ständiges Komischseinwollen mit Ultrablutbädern gemischt hat, was bei mir dann doch leichtes filmisches Sodbrennen verursacht.

Immerhin: Flott war der, gerade der Auftakt mit Momoa gegen die Yakuza. Bei den folgenden zwei Setpieces begannen sich bei mir aber in aufsteigender Reihenfolge die Nackenhaare in unnatürliche Richtungen zu bewegen, und spätestens mit der "Heli-Highway-Sequenz" hatte der bei mir schlicht gesagt verkackt. Die muss man schon sehen, um sie zu glauben - da stimmt gar nix, weder die Technik noch die Actiondramaturgie. Und in Sachen Realismus hätten die auch gleich noch zwei Transformers und einen Tie-Fighter einfliegen können, das hätte in dem Punkt auch nichts mehr geändert - die Jungs in dem Heli schaffen es, da einen kompletten (allerdings SEHR abgesperrt aussehenden) Highway in einen Schrottplatz zu verwandeln und dabei exakt ALLES zu treffen außer dem Minivan mit unseren Jungs (und Girls - Morena darf sich dabei unangekündigt in Maxine Verstappen verwandeln - was machte die lt. Film gerade noch beruflich?). Dass dabei X Unschuldige (höchstwahrscheinlich) ihr Leben lassen - sch...egal. Jedenfalls dem Film. Insoweit vorgewarnt fand ich dann auch das überbrutale Finale allenfalls noch sinnfreie Routine aus dem Subgenre "2 Mann legen 200 um", mit ein, zwei guten Momenten (die erwähnte Miniplansequenz).

Und sonst so? Einige Szenen und Sprüche zwischen Momoa und Bautista sind ganz putzig, das muss man anerkennen, aber dem 2-Buddies-vs.auf-den-ersten-Blick-erkennbare-Verschwörer-Genre fügt der auch so grad gar nix Neues hinzu, und die Bad Guys sind mit blass noch vornehm umschrieben (ansatzweise Ausnahme: Der Narbenyakuza). Daher von mir insgesamt auch "nur" 5,5/10
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

StS

20 Februar 2026, 09:25:36 #6 Letzte Bearbeitung: 20 Februar 2026, 09:31:15 von StS
Mit ,,the Wrecking Crew" (2026) liefert uns ,,Blue Beetle"-Regisseur Angel Manuel Soto eine Buddy-Action-Comedy aus dem Hause Amazon Prime, die im wunderschönen Bundesstaat Hawaii angesiedelt daherkommt – nichtsdestotrotz überwiegend in Neuseeland gedreht wurde (43 vs. 12 Tage). Tzzz. Nichtsdestotrotz sind die Locations mit das Ansprechendste an diesem Streaming-Content-Produkt der unbeseelten Art...

Wer Klischees und generische Inhalte mag, ist hier ebenso richtig wie all jene, die auf müde Sprüche und Witzchen rund um solche Dinge wie Alter und Aussehen stehen sowie Alkoholismus als Running-Gag lustig finden. Dave Bautista wirkt müde und Jason Momoa macht im Prinzip einfach nur in seinem ,,Fast X"-meets-,,Minecraft"-Rollenstil weiter – obgleich die zwei über eine Handvoll brauchbare gemeinsame Momente verfügen...

Der Streifen bietet einem u.a. eine grundlegende Vorhersehbarkeit, einen lahmen Sidekick ohne jede konkrete Bedeutung für die Handlung, einen zwar physisch, nicht aber in Sachen Ausstrahlung/Präsenz anwesenden Baddie, einen ,,geheimnisvollen Strippenzieher", den man bei seinem allerersten Auftritt umgehend/früh als genau solchen durchschaut, einen ,,verschenkten" Stephen Root sowie Morena Baccarin in einer banalen Nebenrolle...

Die Vorlage Jonathan Troppers wirkt uneben – speziell im Bereich brutaler Gewalt-Momente inmitten der Witzchen; was dahingehend nie an grob ähnlich geartete Werke wie ,,Lethal Weapon 2" oder ,,the Long Kiss Goodnight" heranreicht. Zudem ist der Film nicht ,,packend" oder dramatisch genug, rund 20 Minuten zu lang und wirkt öfters zu ,,künstlich-glatt" (statt gritty) – womit nicht nur die CGIs von wechselnder Qualität gemeint sind...

Die Action schwankt zwischen brauchbar (,,Fahrzeug-Duell", einzelne Fights), solide, aber kennt man halt schon (Stichwort: ,,Old Boy"-Korridor-Fight), bis hin zu einer übel CGI-lastigen Highway-Szene, die jene mit dem Panzer in ,,Fast & Furious 6" geradezu bodenständig-realistisch-Christopher-Nolan-esk anmuten lässt und dabei vergleichbar übel in Sachen ,,unthematisierte zivile Kollateralschäden" daherkommt...

Seltsamerweise wurde bei einer vorherigen Auseinandersetzung indes aufgezeigt, was mit Personen/Leidtragenden am Straßenrand geschieht, die ,,in die Schusslinie" geraten. Nunja, wie bereits erwähnt: So einiges hier ist recht uneben. Der ,,Finisher" beim Bautista-vs.-Miyavi-Fight ist allerdings ,,derbe-cool": Classic Tropper (,,TV´s ,,Banshee"). Der Rest: mau. Da war z.B. Prime´s ,,Heads of State" deutlich besser und unterhaltsamer...

4/10
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

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