Hi,
von dem neuen Donnersmarck-Film war ich gestern abend sehr positiv überrascht.
Sicher, ich mag Filme aus und über Deutschland besonders gern ;-)
Und daher bin ich schonmal froh, daß mir ein differenzierter Film aus dem Stasi-Spitzel-Milieu nicht zB von Herrn Spielberg erzählt wird.
Aber ich bin auch schlicht sehr gut unterhalten worden.
greets
Blonder
Land: Deutschland 2005
Laufzeit ca.: 137 Minuten
Kinostart / Filmstart: 23.03.2006
Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
Schauspieler (Besetzung): Martina Gedeck (Christa-Maria Sieland), Ulrich Mühe (Hauptmann Gerd Wiesler), Sebastian Koch (Georg Dreyman), Ulrich Tukur (Oberstleutnant Anton Gubitz), Thomas Thieme (Minister Bruno Hempf), Hans-Uwe Bauer (Paul Hauser), Volkmar Kleinert (Albert Jerska), Matthias Brenner (Karl Wallner), Bastian Trost (Häftling 227), Herbert Knaup (Gregor Hessenstein), Marie Gruber (Frau Meineke), Hinnerk Schönemann (Unterleutnant Axel Stigler), Thomas Arnold (Nowack)
Inhalt: DDR 1984. Stasi Hauptmann Gerd Wiesler ist ein kleiner, grauer, akkurater Mann, der ein ebensolches Leben führt. Seine Überwachungen und Verhöre sind gnadenlos und ungeheuer effizient, und werden von ihm auf der Stasi-Hochschule als Lehrbeispiele vorgeführt. Als ihn eines Tages sein früherer Studienfreund Oberstleutnant Anton Grubitz auf den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreyman ansetzt, stürzt er sich wie immer voller Inbrunst auf den Fall. Doch je länger er den eigentlich sehr linientreuen, aber auch sehr liberalen und frei denkenden Künstler und seine Liebe zu seiner Freundin, dem Bühnenstar Christa-Maria Sieland, beobachtet, desto unsicherer wird er........................................
Hab auch schon viel darüber gelesen und bin fest entschlossen mir diesen endlich mal "etwas anderen" DDR-Film anzuschauen, vor allem wenn man bedenkt dass es sich hier um den ersten "richtigen" Film des Regiesseurs handelt. Er hat 5 Jahre dafür recherchiert und das Drehbuch hat ja nicht zuletzt so Leute wie Ulrich Mühe, Sebastian Koch, Martina Gedeck usw. überzeugt. Die Besetzung ist wirklich außerordentlich!
Horace
In der OFDb kein einziges Review, gerade mal sieben Bewertungen, erst jetzt ein eigener Thread im GF - ein Armutszeugnis. (Jaja, ich hätte ja was schreiben können.)
Denn:
Der Film ist sehr gut! Endlich ein ernsthafter DDR-Film, der mit dem bisher im Kino transportierten Gefühl, die DDR war ein gar nicht mal so schlimmer Freizeitpark, aufräumt. Nüchtern inszeniert, trotzdem mit komischen Einlagen und ohne moralisierendes Getue. Die Schauspieler sind klasse, die Story ist anrührend.
Der beste Film, den ich seit anderthalb Jahren im Kino (natürlich lief er nicht im Multiplex hier, sondern nur im -brechend vollen- Programmkino) gesehen habe!
Reingehen, wer sich für die Thematik interessiert!
dekay
Zitat von: dekay am 30 März 2006, 16:57:35
In der OFDb kein einziges Review, gerade mal sieben Bewertungen, erst jetzt ein eigener Thread im GF - ein Armutszeugnis.
uuuuups - sorry, ich sah Ihn selbst erst gestern. Und es gibt ja sicher berufenere Members der ofdb, die dann die gern gelesenen Reviews schreiben.
Die 5 Jahre Recherche sieht man dem Film übrigens in jeder Szene an.
Genau dieses Authentische Ambiente mag ich in einer Reihe von Filmen aus und über Deutschland.
Es ist natürlich Fiktion, aber so könnte es in der DDR passiert sein.
(Und genau DAS fehlt mir zB in "Munich" und auch in "Schindler", daher der Verweis auf Herrn Spielberg.)
greets Blonder
sorry für biserl OT:
Sebastian Koch (Georg Dreyman) wonht direkt über mir :icon_mrgreen:
sorry musste sein
b2T : ich werde aber auch dieses WE reinstiefeln, schon aus solidarität und wenn ich ihn im Treppenhaus treffe muss ich ja mitreden können :icon_wink:
Ich war gestern in "Das Leben der Anderen" und konnte meine Begeisterung mit nur leider 10 weiteren Kinogängern teilen.
Ein Film, den man als Deutscher gesehen haben muß!
Endlich Schluß mit dieser Verniedlichung der DDR (Sonnenallee, G.b.Lenin) - ein kühles, sehr realistisches Bild über das Leben in der damaligen Zone. Eine Story, die gerade wegen ihr Ruhe mitreisst, Charaktere, die endlich nur mehr als eine Facette von sich zeigen. Will nicht so viel über den Ausgang verraten, nur das er sicher viele Fragen bei dem interessierten Zuschauer hinterlässt über die Menschen, die bei Stasi arbeiten wollten, bzw. die anderen, die gezwungen wurden :exclaim:
9/10 !!!
Neo
Zitat von: dekay am 30 März 2006, 16:57:35
Reingehen, wer sich für die Thematik interessiert!
Nicht nur die! Jeder! Wirklich jeder!
Hm, authentisch ist der Film zwar in seiner Stimmung, die Darstellung der Stasi-Arbeit weist aber eklatante Fehler auf. Und ich finde, dass GOODBYE, LENIN deutlich mehr über die DDR aussagt als dieser Film hier.
die film ist wirklich richtig klasse. fehler bei der stasiarbeit konnte ich keinen größeren entdecken
Na denn!
Glückwunsch zum Preis-Niederschlag auch beim dt. Filmpreis.
(Da lohnen die Prämien wenigstens! ;-) )
Der Film ist wie ich schon schrieb und meinte sehr sehenswert.
Die Preise freuen mich latürnich ...
greets
Blonder
Gerade gesehen, ich bin schwer beeindruckt. Höchst interessanter Film, der klar von der Darstellerleistung Ulrich Mühes lebt. Der spielt, trotz seiner wenigen Worte, famos auf. :respekt:
Schon erschreckend wie die Stasi gearbeitet hat, ein sehr wichtiger Film für die Aufarbeitung der Deutschen Geschichte!
9/10
Gruß
Nibi
Die Wunderwirkung, die der Film allenthalben erzielt hat, hat sich mir ehrlich gesagt nie so recht erschlossen.
Es stimmt schon, dass der Film auf verklärende DDR-Romantik weitgehend verzichtet. Es stimmt auch, dass er sich auf die Seite der Freiheit und gegen den Totalitarismus stellt. Dass es ihm aber keine Sekunde lang gelingen will, die Vergangenheit aus ihrem eigenen politischen und weltanschaulichen Selbstverständnis heraus zu erklären, also auch ernst zu nehmen, sondern er stattdessen den damaligen Staatsbetrieb nur mit dem Maßstab der Gegenwart misst und damit demonstrativer Entrüstung und auch Lächerlichkeit preisgibt - mitunter bis zur Karikatur verzerrt, man denke nur an den grob überzeichneten Schreibmaschinenexperten - zeugt von einem schlimmen Hochmut der Macher, der in meinen Augen nicht nur unseriös, sondern geradezu hämisch ist. Über die historischen Ungenauigkeiten, die sattelfeste Geschichtsexperten nachgewiesen haben, könnte ich mühelos (das soll kein Versuch einer versteckten Anspielung sein) hinwegsehen, wenn der Film sich nicht so betont sachlich gebärden würde, sondern sich als subjektiver Blick zu erkennen gäbe. Meiner Meinung nach ein furchtbarer Fehlgriff, vermutlich menschenfreundlich gemeint, tatsächlich aber von einer selbstentlarvenden Abschätzigkeit, die sich so gut anfühlt, weil sie unter dem Deckmantel der Aufarbeitung zum gemeinschaftlichen Höhnen über die Vergangenheit und zur selbstzufriedenen Beweihräucherung der Gegenwart einlädt.
Zitat von: Adam Kesher am 6 Januar 2007, 17:44:21weil sie unter dem Deckmantel der Aufarbeitung zum gemeinschaftlichen Höhnen über die Vergangenheit und zur selbstzufriedenen Beweihräucherung der Gegenwart einlädt.
Das ist genau das Gefühl, das ich bei den meisten Filmen über die NS-Zeit habe... Alles wird so grotesk und karikierend dargestellt, dass die geschichtlichen Zusammenhänge und Motivationen völlig aus dem Blickwinkel verschwinden. So dienen solche Filme letztlich dazu, dass sich der heutige Zuschauer gebauchpinselt seines vermeintlichen besseren Wissens erfreuen kann, während er sich selbst und seine Gegenwart nicht im geringsten zu hinterfragen angeregt wird.
Zitat von: Adam Kesher am 6 Januar 2007, 17:44:21
vermutlich menschenfreundlich gemeint
Na, da dürfen die Macher ja aufatmen, dass das auch für dich so rübergekommen ist.
gestern hat die Videothek meines Vertrauens eine Aufforderung bekommen, diesen Film sofort aus dem Programm zu nehmen!
Es wird eine "Neuauflage" ausgeliefert, welche die aktuelle Version ersetzt! Aller warscheinlichkeit nach Tonzensuren und Umschnitte.
Grüße
Betrifft nur den Audiokommentar des Regissuers, was auch deutlich im Schreiben von Buena Vista
geschrieben steht.
Zitat von: Shane Schofield am 17 Januar 2007, 13:22:13
Betrifft nur den Audiokommentar des Regissuers, was auch deutlich im Schreiben von Buena Vista
geschrieben steht.
was steht denn da genau?
Zitat von: Shane Schofield am 17 Januar 2007, 13:22:13
Betrifft nur den Audiokommentar des Regissuers, was auch deutlich im Schreiben von Buena Vista
geschrieben steht.
ich stand nur daneben, wie sich die 2 Angestellten hinterm Tresen miteinander darüber unterhalten haben, hatte aber nicht genauer nachgefragt, da mich der Film jetzt eh nicht mehr so interessiert...
Golden Globes: Bester ausländischer Film
,,Apocalypto" (USA)
,,Letters from Iwo Jima" (USA/Japan)
,,Das Leben der Anderen" (Deutschland)
,,Pan's Labyrinth" (Mexiko)
,,Volver" (Spanien)
Leider ging DAS LEBEN DER ANDEREN leer aus...
Clint Eastwood´s LETTERS...hat gewonnen!
Vieleicht wirds ja bei der Oscarverleihung ;)
Was ist denn an den oberen beiden Filmen so ausländisch? Geht es da nur um die Sprache? Irgendwie kommt mir das etwas komisch vor...
Zitat von: Neo am 17 Januar 2007, 13:28:53
was steht denn da genau?
Kann es jetzt nur wage wiedergeben da ich auf Arbeit bin:
Es hat jemand Klage eingereicht gegen etwas (was stand nicht drin) was der Regisseur in seinem AK
gesagt hat. Um Ärger vorzubeugen wird der AK nun bearbeitet. BV hat aber
extra noch mal vermerkt dass aus solchen Gründen extra die Einblendung,
dass der Konzern und deren Mitarbeiter nichts mit den Aussagen der Filmemacher zu tun haben, vor dem Film gezeigt wird. Wie gesagt ändern sie es trotzdem bevor es irgendwie schlimmer wird...
@Neo
Wegen der PM melde ich mich natürlich noch. Danke!
Zitat von: Hedning am 17 Januar 2007, 16:13:48
Was ist denn an den oberen beiden Filmen so ausländisch? Geht es da nur um die Sprache? Irgendwie kommt mir das etwas komisch vor...
Die Kategorie heißt "Best Foreign Language Film", wird im Deutschen aber als bester ausländischer Film bezeichnet.
Grüße
Habe den Film noch nicht gesehen und bin seit seiner VÖ, also bereits bevor der große Lobeshymnenalarm ausgelöst wurde, sehr skeptisch. Bislang hat keine Einschätzung (zugegeben, viele habe ich auch nicht gelesen) die leisen Zweifel so gut vorformuliert wie die des werten Herrn Kesher. Tatsächlich werde/würde ich genau diese Haltung des Films ähnlich störend empfinden, was ihn dann für mich komplett disfunktional machte. Interessanterweise geht das mit meiner ohnehin relativen Aversion gegenüber Ulrich Mühe einher, der sich auf bizarre Weise auch im realen Leben dieser Thematik verschrieb - in einem gottlosen, unangenehmen Medienkrieg mit seiner Ex-Frau und einer penetranten Spätabrechnung mit seiner (offenbar verhunzten) Biographie.
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 17 Januar 2007, 16:28:12
Tatsächlich werde/würde ich genau diese Haltung des Films ähnlich störend empfinden, was ihn dann für mich komplett disfunktional machte.
Diese Haltung kann man sich aber auch herbeidenken. Inwiefern der Film zum blinden Gegenwartsjubel einlädt, erschliesst sich mir schlichtweg nicht. Vielleicht noch mal etwas ins Detail, Mr. Kesher?
Als gravierendes Problem könnte sich aber auf jeden Fall deine "Mühphobie" erweisen. Er ist schließlich Dreh- und Angelpunkt der Handlung.
Buena Vista Schreiben
(http://img440.imageshack.us/img440/1774/lebar0.th.jpg) (http://img440.imageshack.us/my.php?image=lebar0.jpg)
Zitat von: Hedning am 6 Januar 2007, 22:21:53Das ist genau das Gefühl, das ich bei den meisten Filmen über die NS-Zeit habe...
Da schließe ich mich vorbehaltlos an. Tatsächlich glaube ich, dass Deutschland seinen historischen Kater nur schwer überwinden wird, wenn der heimische Kulturbetrieb weiterhin so hilflos zwischen verlogener Betroffenheit und unangebrachten Triumphgefühlen schlingert.
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 17 Januar 2007, 16:28:12Bislang hat keine Einschätzung (zugegeben, viele habe ich auch nicht gelesen) die leisen Zweifel so gut vorformuliert wie die des werten Herrn Kesher. Tatsächlich werde/würde ich genau diese Haltung des Films ähnlich störend empfinden, was ihn dann für mich komplett disfunktional machte.
Danke für die Blumen! Allerdings habe ich meine Einschätzung gar nicht so sehr abgegeben, um Interessierten die Sichtung auszureden, sondern eher weil ich glaube, dass es fruchtbar ist, Kunst und Kultur zu debattieren. Letzten Endes weiß man es erst, wenn man den Film mit eigenen Augen gesehen hat.
Zitat von: Chili Palmer am 17 Januar 2007, 21:25:20Inwiefern der Film zum blinden Gegenwartsjubel einlädt, erschliesst sich mir schlichtweg nicht. Vielleicht noch mal etwas ins Detail, Mr. Kesher?
Vielleicht wird meine Haltung in meiner Besprechung (http://www.ofdb.de/view.php?page=review&fid=94371&rid=196836) etwas deutlicher. Für eine detaillierte Begründung müsste ich im Grunde einzelne Sequenzen erneut sichten und protokollieren. Zusätzlich zu der weiter oben benannten Schreibmaschinenexperten-Karikatur will ich es zumindest beispielhaft an zwei Stellen versuchen, immer auf die Gefahr hin, dass meine Erinnerung mir einen Streich spielt:
Die erste Sequenz ist der Besuch der Prostituierten bei dem Überwacher. Sehr deutlich formuliert der Film hier die Einschätzung, dass Überwachung und ein gesundes, ausgeglichenes Privatleben sich grundsätzlich ausschlössen, ein Urteil, das unseren Gegenwartsvorstellungen zwar sehr entgegenkommen mag, aber nur schwer erklärlich macht, wie ein Staat über Jahrzehnte überleben kann, wenn er doch im Grunde auf den Schultern von menschlichen Wracks ruht. Die Vorstellung vom vereinsamten Unmenschen wird sogar explizit universalisiert, als die Prostituierte erzählt, dass sie in Zeitnot sei, weil sie noch zahlreiche weitere Überwacher zu bedienen habe.
Das zweite Beispiel bezieht sich auf den Informationsfluss des Filmes, also die Reihenfolge, in der bestimmte Informationen an den Zuschauer weitergegeben werden und damit seine Reaktionen steuern. So erfährt der Zuschauer kurz vor Wieslers Vorgesetztem vom unmittelbar bevorstehenden Mauerfall und wird damit geradezu dazu eingeladen, sich insgeheim über die furchtbaren Drohungen des Vorgesetzten zu erheben, denn der Zuschauer weiß, dass sie nicht mehr greifen werden. Der Informationsvorsprung ermuntert den Zuschauer an dieser Stelle ganz explizit zu schadenfrohen Hintergedanken, von denen man natürlich sagen könnte, sie träfen den Richtigen. Ich vertrete allerdings eher die Ansicht, dass Häme an sich keine Zierde ist, ganz gleich, gegen wen sie gerichtet wird. Der Film scheint zu vergessen, dass unsere heutigen Vorstellungen selbst einmal dem Spott zukünftiger Generationen ausgesetzt sein werden.
Ich glaube, das Hauptargument gegen den Film ist die Beliebigkeit seiner Geschichte. Die Stasi hat sich doch nicht dahingehend ausgezeichnet, überzeugte DDR-Bürger aus niederen Motiven irgendwelcher Funktionäre zu bespitzeln und zu denunzieren. Sicher, das kam bestimmt auch vor, aber ähnlich wie mit der Darstellung der Einsamkeit des Protagonisten mitsamt der Stasi-Hure konzentriert sich der Film auf Randerscheinungen, die es letztendlich in jedem System gibt, so dass DAS LEBEN DER ANDEREN eher wie die etwas miefige DDR-Version von ENEMY OF THE STATE wirkt. Da der Film aber kein Agentenkrimi sein will, sondern entlarvendes Drama, sind die historischen Fauxpas imho ein echter K.O.-Schlag, auch wenn die Inszenierung aus rein filmischer Sicht gelungen ist und Mühes Schauspiel über jeden Zweifel erhaben.
@ Adam Kesher:
Okay, durch diese beiden Beispiele sehe ich bezüglich deiner Aussage wirklich klarer. Dafür meinen Dank.
Weswegen ich mich an dieser Meinung ein wenig gestoßen habe, ist in der ewigen Crux historischer Spielfilme begründet.
Ich versuche halt auch immer die Zwangslage der Filmemacher nachzuempfinden, die dem heutigen Publikum solche Geschichten nahebringen wollen. Spielfilme leben nun einmal von der emotionalen Einbindung. Dem Publikum die Wandlung eines überzeugten Stasi-Mannes zum freiheitsliebenden Augenzudrücker innerhalb Spielfilmlänge zu vermitteln, da KANN doch nur mit dem breitesten Pinsel gemalt werden. Für Grautöne und politische Differenziertheit, die einem (historisch seehr jungen) Thema wie dem DDR-Staatsapparat gerecht würden, ist ein abendfüllender Spielfilm meiner Ansicht nach das falsche Medium. Von daher kann ich die Aussagen nicht ganz nachvollziehen, die in diesem Film ein aufklärerisches Drama sehen, quasi den Korken, der die bösen Geister unserer jüngsten Vergangenheit "nun endlich" in die Flasche sperrt und uns befreit im Kinosessel aufatmen lässt.
Ich habe den Film schlichtweg als Thriller mit historischer Ummantelung gesehen, der einfach auf Gefühlsebene greifen, mich als Zuschauer aber nicht auf eine allgemeingültige Sichtweise polen will. Falls "Aufklärung" wirklich die Intention der Macher ist; traurig.
Die von dir oben genannten Szenen sind manipulativ, keine Frage. Doch glücklicherweise kann man immer noch selbst bestimmen, ob man die Manipulation auch annimmt.
Zitat von: Chili Palmer am 18 Januar 2007, 14:55:06Ich versuche halt auch immer die Zwangslage der Filmemacher nachzuempfinden, die dem heutigen Publikum solche Geschichten nahebringen wollen. Spielfilme leben nun einmal von der emotionalen Einbindung. Dem Publikum die Wandlung eines überzeugten Stasi-Mannes zum freiheitsliebenden Augenzudrücker innerhalb Spielfilmlänge zu vermitteln, da KANN doch nur mit dem breitesten Pinsel gemalt werden. Für Grautöne und politische Differenziertheit, die einem (historisch seehr jungen) Thema wie dem DDR-Staatsapparat gerecht würden, ist ein abendfüllender Spielfilm meiner Ansicht nach das falsche Medium.
Das würde ich nicht unterschreiben. Ich glaube nicht, dass Film ein Medium ist, das durch bestimmte unabänderliche Regeln zur Oberflächlichkeit und Gefühlsduselei verdammt ist und sich nur innerhalb enger Grenzen davon befreien kann. Vielmehr glaube ich, dass das Kino zur Oberflächlichkeit neigt, weil die Gesellschaft, die es betreibt, dazu neigt. Ein anderes Publikum könnte ganz andere Fragen an das Kino stellen und brächte völlig andere Konventionen hervor. Das Kino, das wir uns angeschafft haben, können wir ebensogut auch wieder absetzen, wenn wir das möchten.
Man vergleiche nur einen deutschen Film wie "Der Untergang (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=59348)" mit einem italienischen Film wie "Die 120 Tage von Sodom (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=568)": In beiden geht es um Faschismus, einmal mit akribischer Detailversessenheit und weinerlicher Betroffenheit behandelt, das andere Mal zu einer universellen, herausfordernden Untersuchung des Menschen an sich erweitert. Was für ein qualitativer Unterschied, und doch ist beides Kino. Die Frage lautet: Welches Kino wollen wir? Betäubendes Verdrängungskino oder aktivierendes Risikokino? Gewissensberuhigung oder Aufarbeitung? Kino
kann so aussehen wie "Das Leben der Anderen (http://www.ofdb.de/view.php?page=film&fid=94371)". Muss es aber nicht.
Zitat von: Adam Kesher am 18 Januar 2007, 23:58:04
Ich glaube nicht, dass Film ein Medium ist, das durch bestimmte unabänderliche Regeln zur Oberflächlichkeit und Gefühlsduselei verdammt ist
Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Habe das nicht auf das Medium Film an sich bezogen, sondern nur auf Werke wie "Das Leben der Anderen", die uns ideologische Geistesumschwünge im Schweinsgalopp präsentieren. Da bin ich mir vor Ansicht einfach schon darüber im Klaren, dass hier sehr stark vereinfacht wird, deinen (berechtigten) Anspruch in allen Ehren. Mit "emotionaler Einbindung" meinte ich die häufig anzutreffende Erzwingung von Gefühlen seitens des Mainstreamkinos, wollte das aber nicht auf den gesamten Filmbetrieb ausweiten. Natürlich gibt es auch subtil verfahrende Werke. Nur habe ich DLdA von Anfang an nicht an diesem Maßstab gemessen. Sondern eher an den von dir erwähnten "unabänderlichen" Regeln des modernen Mainstreamkinos. Was uns zu einer grundsätzlichen Frage bringt, die du sehr schön in Worte gefasst hast:
Zitat von: Adam Kesher am 18 Januar 2007, 23:58:04
Vielmehr glaube ich, dass das Kino zur Oberflächlichkeit neigt, weil die Gesellschaft, die es betreibt, dazu neigt.
Sehr interessanter Punkt.
nun der film hatte ja nunmal eine handlung, wie die läuterung eines überzeugten stasi-offiziers. solche geschichten sind überhaupt nur dann glaubhaft, wenn jener offizier ein so trostloses leben führt. anders hätte man diese eine geschichte garnicht erzählen können. filme erzählen nunmal eine geschichte oder um verwechslungen zu vermeiden eine episode. aber ein film kann ja wohl nie die gesamtheit der geschichte eines landes mit all ihren fassetten darstellen. es bleibt immer nur ein ausschnitt.
mit dem selben argument könnte man schindlers liste vorwerfen, er zeichne ein bild von den deutschen (wie schindler), die eigentlich den juden allesamt gern das leben gerettet haben.
und das einzige was über die gegenwart ausgesagt wird ist, die alten bonzen sind immer noch oben und die auflehner (mühe) auch heute noch am boden der gesellschaft, wenn man denn schon unbedingt eine aussage in den film hineininterpretieren will
Zitat von: heldderarbeit am 19 Januar 2007, 13:38:32
mit dem selben argument könnte man schindlers liste vorwerfen, er zeichne ein bild von den deutschen (wie schindler), die eigentlich den juden allesamt gern das leben gerettet haben.
Kann man ja auch, wobei das von SCHINDLERS LISTE gezeichnete Geschichtsbild sicher noch korrekter ist als das von DAS LEBEN DER ANDEREN.
Zitat von: heldderarbeit am 19 Januar 2007, 13:38:32nun der film hatte ja nunmal eine handlung, wie die läuterung eines überzeugten stasi-offiziers. solche geschichten sind überhaupt nur dann glaubhaft, wenn jener offizier ein so trostloses leben führt. anders hätte man diese eine geschichte garnicht erzählen können.
Ich würde erwidern, dass die Konventionen, nach denen wir Läuterungsgeschichten erzählen, nicht vom Himmel gefallen sind, sondern von uns selbst nach unseren Bedürfnissen zurechtgelegt wurden, sodass sie unserer Mentalität entsprechen. Und wenn unsere Erzählkonventionen eine Mentalität durchblicken lassen, die von Selbstgerechtigkeit, Anmaßung und Häme zehrt, dann finde ich das Grund genug, über die Anschaffung neuer Konventionen nachzudenken. Einfach gesagt: Doch, ich glaube, dass man solche Geschichten anders erzählen kann, und ich glaube, dass man es sollte.
Zitat von: heldderarbeit am 19 Januar 2007, 13:38:32und das einzige was über die gegenwart ausgesagt wird ist, die alten bonzen sind immer noch oben und die auflehner (mühe) auch heute noch am boden der gesellschaft, wenn man denn schon unbedingt eine aussage in den film hineininterpretieren will
Was das Hineininterpretieren anbelangt, so halte ich es mit dem alten Grundsatz der Kommunikation, dass man nicht nichts sagen kann. Wer etwas sagt, sagt auch etwas aus, ob er will oder nicht - ganz gleich ob es sich um ein gedankenlos gesprochenes Wort oder einen sorgfältig ausgearbeiteten Film handelt. Allerdings geht es mir weniger darum, etwas hineinzuinterpretieren, sondern eher darum, etwas herauszuinterpretieren.
Und in diesem Zuge würde ich zwei Entkräftungsversuche gegen deinen Einwand unternehmen, der Film idealisiere die Gegenwart keineswegs:
1. Die Tatsache, dass die korrupte Elite auch in der Gegenwart noch agieren kann, scheint mir die Kluft zwischen "dem anderen System von damals" und "unserem System von heute" eher noch zu verschärfen: Spiegelt sich darin nicht die Befürchtung, dass unsere Liberalität von den Abgesandten der Vergangenheit missbraucht werden könnte? Dass wir gewissermaßen viel zu gut - und daher auch viel zu gutmütig - sind für die verschleppte Niedertracht von damals, die uns weiter angreift und unterwandert? Die scheinbare Selbstkritik, dass unser System die Korruption nicht gebannt habe, entlarvt sich in meinen Augen als schlecht getarntes Eigenlob: Wir sind den totalitären Halunken aus der Überwachungswelt nicht gewachsen, weil wir über ihre miesen Methoden erhaben sind, weil wir anständig, aufgeklärt und freigeistig sind.
2. Das sehr viel entscheidendere Gegenargument scheint mir aber dieses zu sein: dass sich - so meine These - die Haltung eines Filmes gar nicht in seiner Handlung offenbart, also in dem
was passiert, sondern in seiner Erzählweise, also
wie es passiert. Ich kritisiere nicht,
dass der Film einen Schreibmaschinenexperten vorstellt, sondern
wie grotesk er ihn karikiert. Ich kritisiere nicht den Besuch der Prostituierten, sondern wie der Film eine Randerscheinung - ich greife hier auf Kamis sehr treffende Analyse zurück - symptomatisch für das Ganze einsetzt. Ich kritisiere nicht - um es ganz deutlich zu machen -, dass die Mauer fällt, sondern wie der Film den Zuschauer vorab darüber informiert, um ihm Gefühle der Überlegenheit gegenüber den uninformierten Systemschergen zu entlocken. Wollte man tatsächlich Handlung und Haltung gleichsetzen, so würde das ja bedeuten, dass jeder Horrorfilm niederträchtig sei, weil darin ununterbrochen niederträchtige Dinge geschehen. Umgekehrt müsste man annehmen, dass jede Komödie zwangsläufig guter Gesinnung sei, bloß weil beständig gute Laune verbreitet wird. So einfach kann es doch gar nicht sein.
hier mal eben der Grund, warum die 1.Auflage eingezogen wurde:
ZitatIm Januar 2007 hat Buena Vista bekannt gegeben, dass die DVD-Version vom November 2006 aus rechtlichen Gründen nicht mehr verkauft oder verliehen werden darf und gegen eine andere Version ausgetauscht wird.
Grund: Im Audiokommentar des Regisseurs gibt/gab es Aussagen zu angeblichen Stasi-Tätigkeiten von Gregor Gysi und der verstorbenen Schauspielerin Jenny Gröllmann. Der Audiokommentar wurde angepasst.
:icon_neutral:
Herzlichen Glückwunsch an alle, die an diesem Film mitgearbeitet haben!
Ich hatte das Leben der anderen gleich ins Herz geschlossen ...
Einen Oscar in der Sparte bester nicht-englischsprachiger Streifen bekommt man nicht unverdient, aber manchmal unverhofft. Die Konkurrenz gerade in dieser Kategorie ist ja aus verständlichen Gründen riesig!
:king: :king: :king:
greetz Blonder
So aufgepasst jetzt wird's heftig:
Nach Oscar-Gewinn: Hollywood plant Neuverfilmung von "Das Leben der Anderen"
(01.03.2007 13:41)
Vier Produzenten und Regisseure aus Hollywood sind so überzeugt von dem deutschen Film "Das Leben der Anderen", dass sie nun ein Remake planen. Hierzu sind sie in Verhandlungen mit Florian Henckel von Donnersmarck getreten.
Bei den vieren handelt es sich um Bob und Harvey Weinstein sowie Sydney Pollack und Anthony Minghella. "Wir möchten einfach furchtbar gern, dass dieser Film mehr Menschen erreichen kann", so beschreibt Pollack seine Motivation für das Remake.
Die Verhandlungen sind noch im Gange. Ob und wie von Donnersmarck beteiligt sein soll ist noch offen. In den USA startete "Das Leben der Anderen" vor drei Wochen und hat seitdem 1,3 Millionen Dollar eingespielt.
:icon_evil: :icon_rolleyes: :anime: :hacki:
Wo soll das spielen - belauscht da ein CIA-Angehöriger eine vermeindliche Terrorzelle oder fühlt sich da ein Verhörspezialist zwei Guantanamo-Insassen nahe?
Ich finde diesen Donnersmarck ja ohnehin schon erbärmlich, aber das passt nur zu gut: http://www.taz.de/pt/2007/02/27/a0126.1/text
(Reaktion auf die Kritik in der L.A. Weekly: http://www.laweekly.com/film+tv/film/the-stasi-who-came-in-from-the-cold/15120/)
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 1 März 2007, 16:37:58
Ich finde diesen Donnersmarck ja ohnehin schon erbärmlich, aber das passt nur zu gut: http://www.taz.de/pt/2007/02/27/a0126.1/text
Das stimmt, ein Unsympath, wie er im Buche steht. Ferner kann ich mich gar nicht genug darüber empören, daß er neben den Hauptdarstellern Sebastian Koch und Ulrich Mühe anstatt Martina Gedeck lieber seine Frau zur Oscarverleihung mitgenommen hatte.
Jetzt wird sich zeigen, ob er ein wahrer Künstler oder nur geldgeil ist!
Zitat von: True Lies am 1 März 2007, 16:33:07
So aufgepasst jetzt wird's heftig:
Nach Oscar-Gewinn: Hollywood plant Neuverfilmung von "Das Leben der Anderen"
(01.03.2007 13:41)
Vier Produzenten und Regisseure aus Hollywood sind so überzeugt von dem deutschen Film "Das Leben der Anderen", dass sie nun ein Remake planen. Hierzu sind sie in Verhandlungen mit Florian Henckel von Donnersmarck getreten.
Bei den vieren handelt es sich um Bob und Harvey Weinstein sowie Sydney Pollack und Anthony Minghella. "Wir möchten einfach furchtbar gern, dass dieser Film mehr Menschen erreichen kann", so beschreibt Pollack seine Motivation für das Remake.
Die Verhandlungen sind noch im Gange. Ob und wie von Donnersmarck beteiligt sein soll ist noch offen. In den USA startete "Das Leben der Anderen" vor drei Wochen und hat seitdem 1,3 Millionen Dollar eingespielt.
:icon_evil: :icon_rolleyes: :anime: :hacki:
:LOL: :wallbash:
Tut mir leid, mehr fällt mir dazu nicht ein...
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 1 März 2007, 16:37:58
Ich finde diesen Donnersmarck ja ohnehin schon erbärmlich, aber das passt nur zu gut: http://www.taz.de/pt/2007/02/27/a0126.1/text
(Reaktion auf die Kritik in der L.A. Weekly: http://www.laweekly.com/film+tv/film/the-stasi-who-came-in-from-the-cold/15120/)
Die Rezension ist vollends berechtigt, das allgemeine Lobgehudel über den Film war ja auch kaum noch zu ertragen. Letztendlich ist DAS LEBEN DER ANDEREN ein Film von jemandem, der keine Ahnung von der Materie hat, für eben ein solches Publikum.
Wenn Harvey "Scissorhands" Weinstein seine Pfoten in das Remake bekommt, dann fliegt Donnersmarck sowieso einiges an Illusionen um die Ohren...
Zitat von: Stefan M am 1 März 2007, 16:51:53
Das stimmt, ein Unsympath, wie er im Buche steht. Ferner kann ich mich gar nicht genug darüber empören, daß er neben den Hauptdarstellern Sebastian Koch und Ulrich Mühe anstatt Martina Gedeck lieber seine Frau zur Oscarverleihung mitgenommen hatte.
Ist das seine Entscheidung?
Schönes pro vs contra hier gefunden:
http://www.taz.de/pt/2007/02/27/a0144.1/textdruck
Zitat von: kami am 2 März 2007, 09:35:28
Letztendlich ist DAS LEBEN DER ANDEREN ein Film von jemandem, der keine Ahnung von der Materie hat, für eben ein solches Publikum.
...um so bezeichnender, dass genau diese Gattung von Involvierten sich hier über die historischen Zusammenhänge verbreitet. :icon_mrgreen:
Wortgewandt und überwiegend aufgrund angelesener "Weisheiten" wird hier über Pro und Kontra debattiert. Von Leuten die zur Tatzeit noch als Quark im Schaufenster gelegen haben, wenn überhaupt.
"Und das ist auch gut so" Weshalb ich auch niemandem zu nahe treten möchte. Dafür ist ja ein Forum da und ich finde es bereits nützlich, dass sich eine Auswahl junger Leute überhaupt mit diesem Thema auseinandersetzt. :respekt:
Ansonsten hat mir der Film gefallen. Ich habe eigentlich allgemein starke Vorurteile gegen "neuere" deutsche Produktionen. Sicherlich oft unberechtigt aber so ist es nunmal mit Vorurteilen. Trotzdem hatte der Film irgend etwas. Zumindest etwas, was mich zu dem Zeitpunkt, als ich den Film sah, angenehm unterhalten hat. Ich fand die Musik sehr gelungen und auch die Kameraführung sowie die Zeichnung einiger Charaktere.
Über die platte Darstellung einzelner Personen oder Handlungen innerhalb der Stasi-Thematik habe ich schmunzelnd hinweggeschaut. Immerhin hatte ich ziemlich intime Einblicke in die tatsächliche Szene damals. Selbst mein Schwiegervater, als systemkritischer Geschichtslehrer auch direkt von solchen Vorgängen betroffen, fand den Film gut. Und das soll schon was heißen.
Letztendlich sehe ich es so wie
Adam KesherZitat von: Adam Kesher am 18 Januar 2007, 23:58:04
...Vielmehr glaube ich, dass das Kino zur Oberflächlichkeit neigt, weil die Gesellschaft, die es betreibt, dazu neigt...
Der Film war/ist ein Märchen und als solches gelungen.
Für die Klärung geschichtlicher Zusammenhänge ist er ungeeignet und sollte so auch nicht betrachtet werden.
Zitat von: Stefan M am 1 März 2007, 16:51:53
Das stimmt, ein Unsympath, wie er im Buche steht. Ferner kann ich mich gar nicht genug darüber empören, daß er neben den Hauptdarstellern Sebastian Koch und Ulrich Mühe anstatt Martina Gedeck lieber seine Frau zur Oscarverleihung mitgenommen hatte.
Zitat von: Seemops am 3 März 2007, 00:52:45
Ist das seine Entscheidung?
Das ist letzten Endes natürlich seine Entscheidung, ja. Das ändert allerdings nichts daran, daß ich diese Aktion absolut daneben finde. Wäre es denn unzumutbar für von Donnersmarcks Frau gewesen, die mir, das nur nebenbei, sehr sympathisch erscheint, wenn sie sich - wie etwa ein Großteil der Filmcrew - die Veranstaltung in einem Nebenraum angesehen hätte?
Ich habe gestern dazu in der WELT KOMPAKT einen sehr treffenden Leserbrief erblickt. Darin steht u.a.:
"[...] Weder Adel noch Studium können offenbar Dank und Herzensbildung hervorbringen, denn sonst hätte dieser arrogant chauvinistisch auftretende Zwei-Meter-Mann [...] bei Kartenknappheit auf einen seiner zwei männlichen Schauspieler verzichten müssen. Zugunsten der herausragenden Martina Gedeck, die er durch grobe Taktlosigkeit versäumt hat mitzunehmen. Wenn schon weibliche Begleitung, dann die Frau Gemahlin. Die mag ihn ja unterstützt haben, mitgespielt hat sie nicht. Bei der Oscar-Verleihung wird gute Arbeit prämiert, nicht die Ehefrau des Jahres. [...]"
Zitat von: Karm am 3 März 2007, 09:35:19Der Film war/ist ein Märchen und als solches gelungen. Für die Klärung geschichtlicher Zusammenhänge ist er ungeeignet und sollte so auch nicht betrachtet werden.
Zwei Einwände dagegen: Erstens tritt der Film selbst in dieser Bescheidenheit gar nicht auf, sondern präsentiert sich als seriöses Zeitdokument. Und zweitens - viel wichtiger noch - dienen Märchen der Aufklärung, nicht der Verklärung. Jede Grimm'sche Erzählung ist diesem verlogenen Geschichtsüberwindungsunfug in Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Menschlichkeit haushoch überlegen.
Zitat von: Adam Kesher am 3 März 2007, 12:31:31
Zwei Einwände dagegen: Erstens tritt der Film selbst in dieser Bescheidenheit gar nicht auf, sondern präsentiert sich als seriöses Zeitdokument.
Du kannst so viele Einwände haben wie du möchtest. ;)
Wie ein Film "auftritt" liegt in den Augen des Betrachters. Ich hatte mich vor dem Ansehen weder mit Kritiken noch mit Ankündigungen beschäftigt. Die DVD wurde eingelegt und fertig.
Zitat von: Stefan M am 3 März 2007, 12:04:19
Das ist letzten Endes natürlich seine Entscheidung, ja. Das ändert allerdings nichts daran, daß ich diese Aktion absolut daneben finde. Wäre es denn unzumutbar für von Donnersmarcks Frau gewesen, die mir, das nur nebenbei, sehr sympathisch erscheint, wenn sie sich - wie etwa ein Großteil der Filmcrew - die Veranstaltung in einem Nebenraum angesehen hätte?
Ich habe gestern dazu in der WELT KOMPAKT einen sehr treffenden Leserbrief erblickt. Darin steht u.a.:
"[...] Weder Adel noch Studium können offenbar Dank und Herzensbildung hervorbringen, denn sonst hätte dieser arrogant chauvinistisch auftretende Zwei-Meter-Mann [...] bei Kartenknappheit auf einen seiner zwei männlichen Schauspieler verzichten müssen. Zugunsten der herausragenden Martina Gedeck, die er durch grobe Taktlosigkeit versäumt hat mitzunehmen. Wenn schon weibliche Begleitung, dann die Frau Gemahlin. Die mag ihn ja unterstützt haben, mitgespielt hat sie nicht. Bei der Oscar-Verleihung wird gute Arbeit prämiert, nicht die Ehefrau des Jahres. [...]"
Das ist ja alles schön und gut, wenn es letztlich seine Entscheidung war. Ich meine, was hat Frau Gedeck dazu gesagt? Aber auch das Zitat, was du bringst, sagt mir nur deutlich, dass man sich in bestimmten Verurteilungen sehr gerne von Sympathie leiten lässt. Es mag vielleicht nicht schön gewesen sein, WENN er zu Martina Gedeck gesagt hat, du musst zu Hause bleiben, ich nehme meine Ehefrau mit, aber 1. wissen wir das nicht (ich jedenfalls) und 2. kann man es mit Verurteilungen auch übertreiben, was in meinen Augen häufig daran liegt, ob man die Person mag oder nicht.
Interessant ist auf jeden Fall, dass Menschen mit Ostbiographie sich und ihre Umwelt in dem Film so gar nicht wieder finden und ihn deshalb nicht für voll nehmen.
Vor allem Westler finden den gut, ich glaube aus eben den Gründen, die Christina Nord in ihrem taz-Artikel aufgezählt hat. (s.o.)
Zitat von: Seemops am 3 März 2007, 13:32:22
Das ist ja alles schön und gut, wenn es letztlich seine Entscheidung war. Ich meine, was hat Frau Gedeck dazu gesagt? Aber auch das Zitat, was du bringst, sagt mir nur deutlich, dass man sich in bestimmten Verurteilungen sehr gerne von Sympathie leiten lässt. Es mag vielleicht nicht schön gewesen sein, WENN er zu Martina Gedeck gesagt hat, du musst zu Hause bleiben, ich nehme meine Ehefrau mit, aber 1. wissen wir das nicht (ich jedenfalls) und 2. kann man es mit Verurteilungen auch übertreiben, was in meinen Augen häufig daran liegt, ob man die Person mag oder nicht.
In einem Interview, das ich am vergangenen Donnerstag gesehen habe, hat Florian Henckel von Donnersmarck zu dem Thema Stellung bezogen: Er durfte drei weitere Leute zur Verleihung mitnehmen und hatte sich für Mühe und Koch entschieden, und zwar aus dem Grund, weil Martina Gedeck insgesamt einfach weniger Leinwandminuten aufweisen kann als ihre männlichen Schauspielkollegen. Das klingt plausibel und ist es auch, nur standen ihm DREI Karten zur Verfügung. Somit hätte also Frau Gedeck locker Platz gefunden, aber nein: von Donnersmarck opfert diesen lieber seiner lieben Frau, die ihn vorbildlich unterstützt haben mag, aber letztlich eben NICHTS mit dem Film zu tun hat. An Martina Gedecks Stelle würde ich diese Entscheidung ganz und gar nicht gutheißen - und so verwundert es überhaupt nicht, daß sie es vorzog, der Zeremonie fernzubleiben und sie aus der Ferne mitzuerleben. Wie gesagt: Bei der Oscar-Verleihung werden immer noch Filme und ihre Verantwortlichen prämiert. (Tut mir leid, wenn ich mich eben teilweise wiederholt haben sollte... ;))
Und ich kann nur für mich sprechen (logo): Ja, ich kann von Donnersmarck nicht leiden (bin gespannt, wie er sich heute Abend in "Wetten, daß...?" gibt), aber ich würde eine solche Aktion mit Sicherheit genauso scharf kritisieren und als hochgradig unfair bezeichnen, wäre ein wahrer Sympathieträger, dem man einfach nicht böse sein kann, so vorgegangen (in meiner Sympathieskala wäre er in dem Fall aber selbstverständlich auch ein nicht unbeträchtliches Stück nach unten gerutscht, klaro).
Das abschließend dazu...
ZitatInteressant ist auf jeden Fall, dass Menschen mit Ostbiographie sich und ihre Umwelt in dem Film so gar nicht wieder finden und ihn deshalb nicht für voll nehmen.
Kann man aber nicht wirklich sagen bzw. verallgemeinern. Ich kenne doch einige Menschen aus meiner ostdeutschen Umgebung, die sich durchaus in dem Film wiederfinden und diesen auch für gut befunden haben. Aber ich denke mal, dass ist auch immer eine Frage der Ansicht. Jemand der die DDR und seine Machenschaften verteufelt hat, wird von diesem Film sicher anders denken, als jener der sich die DDR zurückwünscht, von denen es ja leider auch ne ganze Menge gibt.
Meine Mutter ist z. Bsp. durchaus zufrieden (wenn auch ebenfalls nicht ganz kritiklos) mit dem Film, stand dem DDR-Regime auch schon immer kritisch gegenüber und hat ihr lebenlang schon immer hier im Osten gewohnt. Von daher wirkt sie z. Bsp. oder auch Karm auf mich weit glaubwürdiger, als z. Bsp. mein Kritiker-Kumpel Mr. VV, der zwar durchaus schon ein versierter Filmkritiker ist, aber von der DDR mit seinen 21 Länzen noch weniger mitgekriegt hat, als meinereins. ;)
Karm trifft es mit seiner Kritik, so denke ich, doch ziemlich genau!
Zitat von: Mr. Hankey am 3 März 2007, 15:30:38
Von daher wirkt sie z. Bsp. oder auch Karm auf mich weit glaubwürdiger, als z. Bsp. mein Kritiker-Kumpel Mr. VV, der zwar durchaus schon ein versierter Filmkritiker ist, aber von der DDR mit seinen 21 Länzen noch weniger mitgekriegt hat, als meinereins. ;)
..und der trotzdem mit der Allgegenwart der Stasi aufgewachsen ist, da er aus einer Familie kommt, die direkt und indirekt einiges mit ihr zu tun hatte. Und ich kann mich dem Statement nur anschließen: Die Mehrheit der Ostdeutschen dürfte den Film eher als hochnäsige Fiktion betrachten.
ZitatDie Mehrheit der Ostdeutschen dürfte den Film eher als hochnäsige Fiktion betrachten.
Tja, also ich wüsste da (aus dem persönlichen Umfeld) auf den Schlag wirklich nicht einen einzigen, der es so hart sehen und formulieren würde, aber nun gut!
In meinem Bekannten- und Kollegenkreis ist es so. Da sind die Ostdeutschen durch die Bank unzufrieden mit dem Film, und zwar nicht, weil sie die DDR und ihre Sicherheitsorgane zurücksehnen. Die sind alle mehr oder weniger gegängelt worden und haben noch vor Mauerfall rübergemacht.
Die Westdeutschen fühlen sich da viel wohler mit dem Film.
Das nur der Vollständigkeit halber.
Ganz abgesehen davon, dass ich Donnersmarck besonders unangenehm finde. Da passt die Geschichte um Frau Gedeck sehr gut ins Bild.
ZitatGanz abgesehen davon, dass ich Donnersmarck besonders unangenehm finde.
Gut, zugegeben, abgesehen von seinen filmischen Leistungen, finde ich den Typen auch nicht gerade sympathisch. Scheint mir ein sehr selbstverliebter Bursche zu sein, der anscheinend auch viel zu viel auf seinen billigen Adelstitel gibt. Nee, in meinem Bekanntenkreis würde ich den Spinner auch nicht haben wollen! :icon_confused:
Zitat von: Mr. Hankey am 3 März 2007, 15:30:38
Kann man aber nicht wirklich sagen bzw. verallgemeinern. Ich kenne doch einige Menschen aus meiner ostdeutschen Umgebung, die sich durchaus in dem Film wiederfinden und diesen auch für gut befunden haben. Aber ich denke mal, dass ist auch immer eine Frage der Ansicht. Jemand der die DDR und seine Machenschaften verteufelt hat, wird von diesem Film sicher anders denken, als jener der sich die DDR zurückwünscht, von denen es ja leider auch ne ganze Menge gibt.
Meine Mutter ist z. Bsp. durchaus zufrieden (wenn auch ebenfalls nicht ganz kritiklos) mit dem Film, stand dem DDR-Regime auch schon immer kritisch gegenüber und hat ihr lebenlang schon immer hier im Osten gewohnt. Von daher wirkt sie z. Bsp. oder auch Karm auf mich weit glaubwürdiger, als z. Bsp. mein Kritiker-Kumpel Mr. VV, der zwar durchaus schon ein versierter Filmkritiker ist, aber von der DDR mit seinen 21 Länzen noch weniger mitgekriegt hat, als meinereins. ;)
Meine Herren, man muss doch die Stasi nicht am eigenen Leib erlebt haben, um objektiv über die Materie urteilen zu können. Und der Film kommt bei den Kritikern ja auch nicht schlecht weg, weil er irgendwie zu böse und zu kritisch mit der DDR und ihren Organen umgegangen wäre, sondern weil er leichtfertig statt auf Tatsachen auf spekulative Ereignisse setzt (Stasi-Hure, Machtmissbrauch für private Zwecke)), die zwar tatsächlich vorgekommen sein mögen, aber ganz und gar nicht bezeichnend sind für die DDR in dieser Epoche. Da der Film aber mehr sein möchte als eine menschelnde Agenten- und Spitzelmär, sondern im Gegenteil aufklären möchte, ist diese historische Beliebigkeit (weil die Ereignisse auch in jedem anderen System hätten passieren können) ein echter Kardinalsfehler.
Zitat von: kami am 4 März 2007, 09:51:19Da der Film aber mehr sein möchte als eine menschelnde Agenten- und Spitzelmär, sondern im Gegenteil aufklären möchte, ist diese historische Beliebigkeit (weil die Ereignisse auch in jedem anderen System hätten passieren können) ein echter Kardinalsfehler.
Schön auf den Punkt gebracht.
Zitat von: kami am 4 März 2007, 09:51:19
Da der Film aber...aufklären möchte, ist diese historische Beliebigkeit (weil die Ereignisse auch in jedem anderen System hätten passieren können) ein echter Kardinalsfehler.
"Wollte" der Film das? War das die Intention?
Falls ja, wäre das freilich gründlich mißlungen.
Wie gesagt, ich hatte mich vorher nicht mit den Ankündigungen beschäftigt und hatte daher keinerlei Erwartungen in diese Richtung.
Vielleicht hat der Filmemacher hier aus Versehen etwas gutes produziert. Thema verfehlt aber als Endergebnis sehenswert.
So hier noch ein paar Infos zum geplanten Remake:
US-Remake für "Leben der Anderen"
Das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck, das mit dem Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film 2007 ausgezeichnet wurde, wird ein englischsprachiges Remake bekommen. Der Film handelt von einem Stasi-Offizier, der auf einen Autor und dessen Freundin, eine Schauspielerin, angesetzt wird. Auf diese Weise lernt er eine Welt kennen, die ihm in der DDR, wenige Monate vor dem Fall der Mauer, bisher verborgen geblieben war.
Als potentielle Regisseure sind Sydney Pollack und Anthony Minghella im Gespräch, beide sind selbst schon einmal Oscar-Preisträger als bester Regisseur gewesen: Pollack 1986 bei "Jenseits von Afrika", Minghella 1997 bei "Der englische Patient".
Man ist der Threasd peinlich geworden, da hat man mal Grund sich zu freuen und schon häuffen sich die Miesmacher - typisch Deutsch!
Ich würde gerne noch etwas weiter mich auslassen, aber dazu sollte ich den Film erstmal sehen, oder? Ich habe nicht verstanden, warum der Film als dokumentarisches Dokument angesehen wird, ich habe ihn auch eher so verstanden wie Karm, als Märchen in einer realen Welt. Man kann auch so auf die sshlechte Realität verweisen, indem man die Szenerie märchenhaft aufpoliert, dadurch wird doch nicht die Realität verschönert - das ist doch kein Dokumentarfilm :doof:
OK, der gute Regisseur mag etwas komisch rüberkommen, aber arrogant habe ich ihn nicht empfunden, arrogant sind so hochgelobte Leute wie QT und Konsorten, also mal schön bei den Tatsachen bleiben, nur weil Herr Donners...wie-auch-immer einen Kritiker kritisiert hat, echt klasse, da müssen gleich die Hobbykritiker sturmlaufen (:bawling:)- super gemacht Jungs. :scar:
Gönnt dem Film doch mal den Erfolg und vergesst nicht worum es eigentlich geht - Unterhaltung!
Zitat von: Roughale am 5 März 2007, 13:11:36
Man ist der Threasd peinlich geworden, da hat man mal Grund sich zu freuen und schon häuffen sich die Miesmacher - typisch Deutsch!
Gönnt dem Film doch mal den Erfolg und vergesst nicht worum es eigentlich geht - Unterhaltung!
Endlich mal jemand der die passenden Worte dazu findet @Roughale.
Die worte von dir und Karm geben mir die Hoffnung auf einen guten Film wieder nachdem Das Leben der Anderen hier seit den Oscars redlich auseinander genommen wurde. Es mag wirklich sein das Pans Labyrinth den Oscar mehr verdient hat, aber dafür Das Leben Der Anderen gleich so nieder zu machen finde ich nicht ganz fair. Ich kann zwar zum Film selber NOCH nichts sagen, zu Donnersmarck schon da ich jetzt mehrere Auftritte von ihm gesehen habe. Seine Art ist vielleicht etwas komisch, obwohl ich auch das nicht wirklich sagen könnte. Ich habe ihn vor den Oscars reden gehört, dann bei der Dankesrede auf den Oscars, ein Interview auf BBC und bei Wetten Dass und niergends kam er mir wirklich unsympathisch oder Arrogant vor. Das er Stolz auf seinen Preis ist und damit vielleicht etwas angibt finde ich absolut verständlich. Zu der Sache das er seine Frau zu den Oscars mitgenommen hat kann ich nichts sagen da ich die Hintergründe nicht wirklich kenne. Donnersmarck wird wohl auch etwas Schadensfreude haben, denn damals lehnte eigentlich jeder Deutsche Verleih den Film ab. Bei dem Erfolg des Films würde ich natürlich jetzt auch Schadensfreude haben und all die wichtigen Leute auslachen die meinen Film damals ablehnten. Und jetzt könnt ihr mich ja auch auseinander nehmen ;).
Zitat von: Roughale am 5 März 2007, 13:11:36
Gönnt dem Film doch mal den Erfolg und vergesst nicht worum es eigentlich geht - Unterhaltung!
Ja, es geht immer nur um die Unterhaltung und nichts als die Unterhaltung...
Leni Riefenstahl-Filme gucken, Hirn abschalten und einfach so richtig unterhalten lassen.
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 5 März 2007, 14:33:00
Ja, es geht immer nur um die Unterhaltung und nichts als die Unterhaltung...
Leni Riefenstahl-Filme gucken, Hirn abschalten und einfach so richtig unterhalten lassen.
Sorry, mit dem Vergleich hast du dich (mal wieder!) absolut in's Abseits gestellt...
Unterschiedliche Meinungen sind absolut ok, aber platte Anmache unter Heranziehen an nicht vorhandenen Fakten ist weniger komisch, also lass es lieber, wenn du keine echten Argumente aufbringen kannst, oder? Wie gesagt, ich habe den Film noch nicht gesehen, aber wenn ich hier das ganze durchlese wird mir schlecht, das ist unbegründete Schlechtmacherei, alles blöos, weil er einen "Kollegen" kritisiert hat - man, dann bist du ja empfindlicher als dein Avatar *HACH*! (;))
Zitat von: Roughale am 5 März 2007, 14:51:36
Sorry, mit dem Vergleich hast du dich (mal wieder!) absolut in's Abseits gestellt...
Ich habe keinen Vergleich angestellt. Wenn du damit meinst, ich würde "Das Leben der Anderen" mit Riefenstahls Werken vergleichen, dann hast du nicht richtig gelesen (und Gott bewahre: Solch meisterlichen Stil würde ich diesem Donnersmarck niemals unterstellen wollen).
Ich bezog mich lediglich auf die von dir angebrachte, in der allgemeinen Forenlandschaft immer wieder auftauchende und grundsätzlich völlig unhaltbare These, dass es im Kontext einer Filmdiskussion immer nur um die Funktion und Intention der reinen Unterhaltung gehe.
Das beobachtet manch scharfes Auge ja besonders auch im Cinefacts - immer dann, wenn es ans Denken geht, kommt die große dicke Keule: "Ein Film soll nur unterhalten."
Deshalb schlage ich vor, wir beenden die Diskussion hier und schließen gleich noch alle Filmboards. Oder führen ein Kästchensystem ein: Jeder User kann nichts mehr schreiben, sondern nur noch anklicken, ob ihn ein Film (a)
unterhalten oder (b)
nicht unterhalten hat. Somit braucht man sich nicht mehr mit unnötigem Denksport belasten und reduziert das Medium auf seine notwendigen Basics. Film gucken, gut finden, Klappe halten.
Zitat von: Mr. Vincent Vega am 5 März 2007, 15:07:13...Deshalb schlage ich vor, wir beenden die Diskussion hier und schließen gleich noch alle Filmboards. Oder führen ein Kästchensystem ein: Jeder User kann nichts mehr schreiben, sondern nur noch anklicken, ob ihn ein Film (a) unterhalten oder (b) nicht unterhalten hat. Somit braucht man sich nicht mehr mit unnötigem Denksport belasten und reduziert das Medium auf seine notwendigen Basics. Film gucken, gut finden, Klappe halten.
Das wollten die Manifest-Insassen auch schon, wurde auch da abgelehnt, traurig, dass du auf deren Niveau absinkst ;) Ich vermisswe hier nur die Begründung, habe ich die überlesen, oder ist es wirklich so, wie man hört, dass du generell alle deutschen Filme ablehnst?
Nachdem ich den von Donners... bei Wetten Dass gesehen habe, kann ich die Aroganzvorwürfe nicht nachvollziehen, er mag komisch sein, eher nicht so an Menschenmassen gewöhnt und relativ schüchtern, aber Aroganz null...
Zitat von: Roughale am 5 März 2007, 13:11:36
Gönnt dem Film doch mal den Erfolg und vergesst nicht worum es eigentlich geht - Unterhaltung!
das ist doch nun wirklich der dümmste Satz den man verbreiten kann. Damit wird man nicht mal dem besprochenen Film, bzw. dessen Intention gerecht
Immer nett, wenn man als dumm angesehen wird :king: Aber manche Leute wollen halt die Welt so sehen wie es ihnen passt, also bin ich gerne dumm...
Ich kann mich Roughales Meinung in weiten Teilen anschließen: Wie auf dem Film hier rumgehackt wird, ist wahrhaft peinlich. Und die Argumentation, der Film sei verlogen, erscheint mir weit hergeholt. Da werden Quisquilien aufgeblasen, um dem Film Heuchelei vorzuwerfen. Wirklich verlogene Filme dieses Themenfeldes sind doch diese ganzen Ostalgieschmonzetten (Sonnenallee, NVA), die so tun, als wäre das in der DDR alles ganz harmlos und die Staatsangestellten zumeist dumme Pappnasen gewesen.
Ich habe mir mal den Audiokommentar der DVD zu Gemüte geführt und kann - so weit man das danach beurteilen kann - ebenfalls konstatieren, dass Donnersmarck nicht arrogant rüberkommt. Aber hier scheinen ihn einige ja persönlich zu kennen, denn sonst kann ich mir solch eine Verurteilung nicht anders erklären.
Im Übrigen ist Donnersmack mit dem Film vor Kinostart wochenlang durch die Ex-DDR getingelt und hat dort überwiegend Zuspruch vom Publikum bekommen. Ihm sei wiederholt gesagt worden, dass der Film die DDR der 80er von der Stimmung her recht genau trifft.
Als Märchen würde ich Das Leben der Anderen nicht bezeichnen wollen - dafür fehlt das Fantastische. Ein dialektloser Honecker oder ähnliches kommt ja nicht vor ;)
Zitatganzen Ostalgieschmonzetten (Sonnenallee
Wobei nun wieder streiten könnte, ob man "Sonnenalle" wirklich als verlogene Ostalgieschmonzette bezeichnen kann, oder ob es nicht doch eher eine liebevolle, augenzwinkernde, nicht allzu ernst gemeinte und nostalgisch angelegte Parodie auf das Leben in der DDR ist. ;)
Zitat von: Roughale am 5 März 2007, 16:52:48
Immer nett, wenn man als dumm angesehen wird :king: Aber manche Leute wollen halt die Welt so sehen wie es ihnen passt, also bin ich gerne dumm...
hat hier keiner geschrieben, aber da du ja nicht mal die Postings liest, auf die du antwortest...
Zitat von: Mr. Hankey am 5 März 2007, 19:03:12
Wobei nun wieder streiten könnte, ob man "Sonnenalle" wirklich als verlogene Ostalgieschmonzette bezeichnen kann, oder ob es nicht doch eher eine liebevolle, augenzwinkernde, nicht allzu ernst gemeinte und nostalgisch angelegte Parodie auf das Leben in der DDR ist. ;)
Klingt für mich spontan so, als würdest Du Äpfel mit Äpfeln vergleichen. Wo liegt denn da in Deinen Augen der Unterschied?
ZitatWo liegt denn da in Deinen Augen der Unterschied?
Was meinst du jetzt genau? Der Unterschied zwischen "Das Leben der anderen" und "Sonnenallee"? Oder der Unterschied zwischen einer Komödie wie "Sonnenallee" und einer Ostalgieschmonzette? Also ich weiss nicht so recht, wo man bei "Sonnenallee" z. Bsp. Rührseligkeit heraussehen kann, was ja der Definition nach zu einer Schmonzette gehört. Und verlogen wäre der Film für mich vielleicht, wenn er bierernst gemeint wäre, aber das ist er eindeutig nicht, sondern eine augenzwinkernde Parodie!
Zitat von: Mr. Hankey am 5 März 2007, 19:03:12
Wobei nun wieder streiten könnte, ob man "Sonnenalle" wirklich als verlogene Ostalgieschmonzette bezeichnen kann, oder ob es nicht doch eher eine liebevolle, augenzwinkernde, nicht allzu ernst gemeinte und nostalgisch angelegte Parodie auf das Leben in der DDR ist. ;)
Der Film mag ja liebevoll intendiert gewesen sein. Das kam bei mir nur nicht so an. Ich hatte Probleme mit der rosa Brille, durch welche die DDR der 70er da gezeigt wurde. Ein Grund dafür, warum ich Sonnenallee furchtbar langweilig und in seinem angestrengten Humor völlig unlustig fand.
Und zum Schmonzettenhaften: Ging's da nicht um einen jungen Burschen, der sich Hals über Kopf in eine permanent durch Weichfilter gezeigte "Schönheit" verliebt und der alles daran setzt, die holde Maid zu freien? Und war da nicht an zwei Stellen (glaube auch am Ende des Films) so ein peinlicher Gruppentanz, der dem Zuschauer "das Herz öffnen" sollte?
Zitat von: SutterCain am 5 März 2007, 17:04:32
Ich kann mich Roughales Meinung in weiten Teilen anschließen: Wie auf dem Film hier rumgehackt wird, ist wahrhaft peinlich.
Peinlich bist Du. Bloß, weil Dich in Deiner Unwissenheit und Ignoranz die Schlampigkeit bei der Recherche und die unzutreffende Darstellung der DDR-Verhältnisse nicht stören, beleidigst Du die, welche sich bei einem solchen Film eben nicht bloß unterhalten wollen.
Zitat von: Roughale am 5 März 2007, 13:11:36
Man ist der Threasd peinlich geworden, da hat man mal Grund sich zu freuen und schon häuffen sich die Miesmacher - typisch Deutsch!
Den Film nicht gesehen haben, aber trotzdem die Fresse aufmachen, typisch idiotisch.
Und warum sollten wir Grund haben, uns zu freuen?
Zitat von: kami am 6 März 2007, 11:15:33
Den Film nicht gesehen haben, aber trotzdem die Fresse aufmachen, typisch idiotisch.
Und warum sollten wir Grund haben, uns zu freuen?
Was soll der Tonfall?? Ich finde du siehst die ganze Sache hier etwas zu ernst. Wie jemand den Film sieht ist doch ganz alleine die Entscheidung der jeweiligen Person. Da brauch man doch noch lange nicht sone Welle machen. Es ist
nur ein Film. Das Thema wird dadurch immer weiter ins beleidigende abdriften wenns so weiter geht.
Zitat von: kami am 6 März 2007, 11:13:35
Peinlich bist Du. Bloß, weil Dich in Deiner Unwissenheit und Ignoranz die Schlampigkeit bei der Recherche und die unzutreffende Darstellung der DDR-Verhältnisse nicht stören, beleidigst Du die, welche sich bei einem solchen Film eben nicht bloß unterhalten wollen.
Ich habe niemanden persönlich beleidigt, sondern lediglich das übertriebene Rumgehacke auf Film und Regisseur kritisiert.
Und offenbar steh ich nicht ganz alleine da mit meiner Meinung zum Film, denn -wie gesagt- etliche ehemalige Bürger der DDR, die die 80er dort erlebt haben, sehen das ähnlich. Ich weiß nicht so recht, was für einen Film du erwartet hast, aber es handelt sich um eine fiktive Geschichte, nicht um eine Dokumentation. Und soweit ich das beurteilen kann, stellt Das Leben der Anderen die Methoden der Stasi (Verhörtechnik, Abhörtechnik, Ausübung psychologischen Drucks etc.) überzeugend dar. Ich bin wie die überwiegende Mehrheit des Publikums kein Stasi-Experte. Donnersmarck hat jedoch für den Film nach seinem Bekunden und dem seines ehemaligen Profs an der Münchener Filmhochschule ausgiebig recherchiert. Aber ich wiederhole mich gerne: Es geht hier in erster Linie nicht darum, geschichtliche Wahrheit abzubilden (das geht sowieso nicht), sondern eine fesselnde Geschichte zu erzählen, die einem die menschenverachtende Methodik der Staatssicherheit vorführt. Und das ist dem Film zweifellos gelungen.
Zitat von: Tomalak am 5 März 2007, 19:25:10
hat hier keiner geschrieben, aber da du ja nicht mal die Postings liest, auf die du antwortest...
Sorry, ich hatte deinen vorausgegangenen Satz interpretiert und zwischen den Zeilen gelesen, ich wusste ja nicht, dass du dazu nicht in der Lage bist, naja, wenigstens hatte ich keinen sado-homoerotischen Subtext entdeckt ;)
Zitat von: kamiDen Film nicht gesehen haben, aber trotzdem die Fresse aufmachen, typisch idiotisch.
Und warum sollten wir Grund haben, uns zu freuen?
Was bist du denn für eine Komödiant? Ich wollte nichts anderes als den unfundierten Abneigungen, die sich hier breitmachten, mal entgegenzuwirken und wollte mal nachhaken, woher das kommt, aber anstatt dessen hagelt es Beleidigungen (die du sogar SutterCain vorwirfst wo keine waren aber dann selber tönst - Du bist ein echter Held!) Grung haben zum Freuen muss man nicht haben, das ist mir auch eigentlich egal, ich freue mich schon etwas, weil der deutsche Film immer gerne pauschal schlechtgeredet wird und man mal mit solchen Preisen etwas auf die Realität zurückgeführt wird. Pauschalasussagen sind Müll (ausser diese! ;)) Also pass auf, wie du hier postest, die Wortwahl war schon grenzwertig...
@kami
Entweder du legst einen anderen Umgangston zu Tage oder ich werde deine Postings aus diesem Thread entfernen. Vielen Dank.
Grüße
Neo
Zitat von: Neo am 6 März 2007, 12:25:18
@kami
Entweder du legst einen anderen Umgangston zu Tage oder ich werde deine Postings aus diesem Thread entfernen. Vielen Dank.
Meine Äußerung war sicher unfreundlich, wer aber eine zuvor eigentlich ziemlich ernsthafte und angenehme Diskussion einfach mal so und ohne Kenntnis des Filmes als peinlich disqualifiziert, darf sich imho über ein entsprechendes Echo nicht wundern.
Keiner hat doch behauptet, dass der Film als reines Mittel zur Unterhaltung nichts taugen würde, die Intention des Regisseurs war ja aber eher, eine Art SCHINDLERS LISTE über die DDR der 80er Jahre zu schaffen, und das ist ihm eher misslungen. Klar, die Atmosphäre stimmt, die Abhörtechnik z.T. auch, aber schon an der Tatsache, dass z.B. das Abgehörte nicht auf Tonband aufgezeichnet wird (wie es in Wirklichkeit eben war, was riesige Archive an Bändern ausgiebig belegen), sondern mitgeschrieben wird, was die ganze Geschichte ja erst ermöglicht, zeigt, dass man es mit der Realitätsnähe nicht all zu eng nahm.
Danke für das "peinlich"! ;) Ich sehe das als ehrlich an, aber ok, das ist ein gewisser Schwachpunkt, aber nichtsdestotrotz kann ich mich an der Diskussion beteiligen, die seit dem Oscargewinn extrem vom Film abwich, oder, ist doch etwas arm, was du hier veranstaltest, ohne dich beleidigen zu wollen!
Wenn das Mitschreiben der abgehörten Gespräche angeht, bin ich mir ziemlich sicher, dass es beides gab, in einem Bericht über die Stasiarchive wurden sowohl Tonbandregale, als auch schriftliche Protokolle gezeigt, das eine schliesst doch das andere nicht aus, oder? Ist auch eigentlich nicht wichtig, denn wie du selbst sagst wurde das als Mittel eingesetzt um die Geschichte zu ermöglichen, das ist in einem Spielfilm legitim, in einer Dokumentation nicht, aber das ist der Film ja auch nicht...
Meine Absicht war es hier Gründe zu erfahren, auf denen die mir unverständliche Kritik zurückzuführen sind und die heftigen Reaktionen von einigen deuten an, dass da eventuell nichts hinter steckt...
Ich gehe natürlich das Risiko ein, dass mir der Film selbst nicht gefällt, aber dann gebe ich an, was mir nicht gefällt...
Dumm, dass Kritiker selten Kritik ertragen können...
Zitataber nichtsdestotrotz kann ich mich an der Diskussion beteiligen, die seit dem Oscargewinn extrem vom Film abwich, oder, ist doch etwas arm, was du hier veranstaltest, ohne dich beleidigen zu wollen
Du kennst den Film nicht, Du hast Dir offensichtlich nicht die Mühe gemacht, die gar nicht mal so zahlreichen Postings vorher zu lesen, Deine Meinung ist einfach völlig unqualifiziert.
Schau Dir den Film an, mach Dir Deine Gedanken darüber, dann kann man Dich und Deine Meinung auch ernstnehmen. Arm ist nur das, was Du hier veranstaltest!
Zitat von: Mr. Hankey am 6 März 2007, 00:36:40
Was meinst du jetzt genau? Der Unterschied zwischen "Das Leben der anderen" und "Sonnenallee"? Oder der Unterschied zwischen einer Komödie wie "Sonnenallee" und einer Ostalgieschmonzette?
Ich meinte Sonnenalle als Ostalgieschmonzette. Wobei das alles für mich ist, was die "DDR" als System verniedlicht.
Das sollte natürlich nicht heißen, daß ich generell gegen Komödien zu ernsten Themen bin. In meinen Augen wundervoll gelöst ist es zum Beispiel in "Top Secret", weil der wesentliche Punkt - die "DDR" als menschenverachtendes System - unangetastet bleibt, urkomisch und treffend zum Beispiel in der Hymne ("Heil, heil, Ostdeutschland")
Also, ich bin ja nun wirklich sehr zufällig über diesen Thread gestolpert und darf hier nun statt qualifizierter Äußerungen über den Film die mimosenhaften Ergüsse eines einzelnen Users lesen, der offenbar mit der fiktionalen Darstellung der Verhältnisse in "seiner DDR" Probleme hat - DAS finde ich armseelig!
Sich wegen 'ner abweichenden Meinung zum Thema in Deinem Tonfall so mies über andere User zu äußern finde ich allerdings mehr als fragwürdig - und das dann auch noch nach Admin-Warnung... fröhliches Aufwachen kami. Und die Lust auf den Film hats mir noch zusätzlich verhagelt ;)
Übrigens kritisierst Du Roughale für etwas, was Du offenbar selbst gern betreibst - Dinge beurteilen, von denen Du keine Ahnung hast:
Zitat von: kami am 4 März 2007, 09:51:19
Meine Herren, man muss doch die Stasi nicht am eigenen Leib erlebt haben, um objektiv über die Materie urteilen zu können.
kamis Analyse ist ziemlich auf den Punkt. Bisher habe ich von seinen Kritikern nichts schlüssigeres gelesen.
Wenn es ab sofort allerdings ein Sakrileg ist, einen deutschen Oscar-Film nicht toll zu finden, können wir natürlich die Diskussion einstellen...
Zitat von: Martusz am 7 März 2007, 01:16:44
kamis Analyse ist ziemlich auf den Punkt. Bisher habe ich von seinen Kritikern nichts schlüssigeres gelesen.
Wenn es ab sofort allerdings ein Sakrileg ist, einen deutschen Oscar-Film nicht toll zu finden, können wir natürlich die Diskussion einstellen...
Entschuldige mal, aber der Typ beleidigt auf unterstem Niveau andere User, die seine Meinung nicht teilen. Das ist weder eine auf irgendeinen Punkt gebrachte Meinung noch wird sowas hier im Forum afaik gern gesehen - und ganz sicher nicht, wenn sich das im selben Thread mehrfach wiederholt.
Das einzige, was kami in diesem Thread für mich auf den Punkt gebracht ist, daß "Das Leben der Anderen"
ein Film von jemandem, der keine Ahnung von der Materie hat, für eben ein solches Publikum ist (Ergo ---> er muß es wissen, denn er ist Fachmann).
Daß
Meine Herren, man muss doch die Stasi nicht am eigenen Leib erlebt haben, um objektiv über die Materie urteilen zu können. er aber andererseits irgendwie offenbar doch keinen Plan hat.
Und somit er, wie ich bereits erwähnte, statt argumentativ zu versuchen, seine Meinung deutlich zu machen, in proletenhafte Anfeindungen übergeht und eigentlich nur damit gezeigt hat, daß er nicht mehr weiter weiß... und seine in diesen Punkten gezeigte Widersprüchlichkeit führt alles, was er vielleicht vorher mal auf den Punkt hatte bringen können ad absurdum und macht seine Meinung an diesem Punkt für mich unglaubwürdig.
Auf Deinen letzten Satz muß ich wohl nicht wirklich großartig eingehen - wenn ich ihn auch völlig deplaziert finde, immerhin wurde kontrovers diskutiert, bis.... ja, bis........
oft genug das Wort "Punkt" für einen Thread ;)
Zitat von: kami am 6 März 2007, 19:31:06
Du kennst den Film nicht, Du hast Dir offensichtlich nicht die Mühe gemacht, die gar nicht mal so zahlreichen Postings vorher zu lesen, Deine Meinung ist einfach völlig unqualifiziert.
Schau Dir den Film an, mach Dir Deine Gedanken darüber, dann kann man Dich und Deine Meinung auch ernstnehmen. Arm ist nur das, was Du hier veranstaltest!
Sorry, aber die Meinung zu deiner Haltung darf ich hier nicht posten...
Zitat von: specialk am 7 März 2007, 04:00:34
Entschuldige mal, aber der Typ beleidigt auf unterstem Niveau andere User, die seine Meinung nicht teilen.
Was anderes als unqualifiziert ist denn eine Meinung zu einem Film, wenn man diesen nicht gesehen hat. Zu diskutieren heißt doch nicht, substanzlose Beiträge kritiklos zu akzeptieren. Die Argumentation derer, die sich hier ein wenig angepisst fühlen, ist auch nicht im mindesten schlüssig.
Zitat
Daß Meine Herren, man muss doch die Stasi nicht am eigenen Leib erlebt haben, um objektiv über die Materie urteilen zu können. er aber andererseits irgendwie offenbar doch keinen Plan hat.
Dazu sag ich mal nichts, denk mal darüber nach!
Und wer sich durch eine solche Diskussion die Lust auf den Film verderben lässt, hat offensichtlich schon ein Problem, die Meinung anderer auf gesunde Weise verarbeiten zu können.
Zitat von: kami am 7 März 2007, 12:32:53
Was anderes als unqualifiziert ist denn eine Meinung zu einem Film, wenn man diesen nicht gesehen hat. Zu diskutieren heißt doch nicht, substanzlose Beiträge kritiklos zu akzeptieren. Die Argumentation derer, die sich hier ein wenig angepisst fühlen, ist auch nicht im mindesten schlüssig.Dazu sag ich mal nichts, denk mal darüber nach!
Und wer sich durch eine solche Diskussion die Lust auf den Film verderben lässt, hat offensichtlich schon ein Problem, die Meinung anderer auf gesunde Weise verarbeiten zu können.
kami, halt endlich die Klappe, ok? Was du hier machst ist höchstgradig beleidigend, manipulativ und einfach extremer Mist! Wenn man "die Stasi nicht am eigenen Leib erlebt haben, um objektiv über die Materie urteilen zu können" (deine Worte, oder?) warum darf man dann nicht seine Meinung zu unfundierten Kritiken abgeben, ohne den Film gesehen zu haben? Das ist doch wohl jetzt mal extrem daneben, oder?
Du wirfst mir auch vor den Thread nicht ganz gelesen zu haben - das stimmt, die Kritiken am Film habe ich absichtlich nicht gelesen, weil ich den Film noch sehen will und es nicht mag schon vorprogrammierte Meinungen gelesen zu haben. Du hast meine Posts offensichtlich nicht gelesen, denn ich kritisierte in keinem Rahmen deine Filmkritik, die mag gut gewesen sein, das weiss ich nicht aus oben erwähnter Absicht! Was ich kritisiert habe sind die absolut unbegründeten Hetztiraden gegen den Regisseur, von wegen Aroganz und, und, und, dass ich damit nicht ganz falsch liege, scheint das Ausbleiben der Fakten zu unterstreichen...
Also halt den Ball schön niedrig und schau genau hin wen du warum anpisst, so hat man es leichter...
Zitat von: Roughale am 7 März 2007, 12:53:12
kami, halt endlich die Klappe, ok? Was du hier machst ist höchstgradig beleidigend, manipulativ und einfach extremer Mist! Wenn man "die Stasi nicht am eigenen Leib erlebt haben, um objektiv über die Materie urteilen zu können" (deine Worte, oder?) warum darf man dann nicht seine Meinung zu unfundierten Kritiken abgeben, ohne den Film gesehen zu haben? Das ist doch wohl jetzt mal extrem daneben, oder?
Du wirfst mir auch vor den Thread nicht ganz gelesen zu haben - das stimmt, die Kritiken am Film habe ich absichtlich nicht gelesen, weil ich den Film noch sehen will und es nicht mag schon vorprogrammierte Meinungen gelesen zu haben. Du hast meine Posts offensichtlich nicht gelesen, denn ich kritisierte in keinem Rahmen deine Filmkritik, die mag gut gewesen sein, das weiss ich nicht aus oben erwähnter Absicht! Was ich kritisiert habe sind die absolut unbegründeten Hetztiraden gegen den Regisseur, von wegen Aroganz und, und, und, dass ich damit nicht ganz falsch liege, scheint das Ausbleiben der Fakten zu unterstreichen...
Also halt den Ball schön niedrig und schau genau hin wen du warum anpisst, so hat man es leichter...
Erstens lasse ich mir von Dir sicher nicht "die Klappe" verbieten.
Zweitens ist es doch totaler Irsinn, zu verlangen, dass jemand nur dann ein politisches System beurteilen dürfe, wenn er es am eigenen Leib erlebt hat. Dann dürfte man ja auch keine Meinung zum Dritten Reich u.ä. haben. BTW, ich bin in der DDR großgeworden, hab mich seit jeher für Politik interessiert, hab mich auch ausgiebig mit der Stasi beschäftigt, da muss man ja wohl nicht im Folterkeller selbst gewesen sein. Aber Ahnung von der Materie sollte man bei der Diskussion eben haben.
Und dass Du mit Deinem verbalen Rundumschlag zu Beginn NUR die Kritik am Regisseur meinst, kam ganz sicher nicht rüber, insofern war es mindestens missverständlich formuliert.
Und zum Thema "Meinung zu unfundierten Kritiken": Da Du den Film nicht gesehen hast, kannst Du doch gar nicht beurteilen, ob die Kritiken am Film unfundiert sind. Und dass der Regisseur recht arrogant daherkommt, ist ja nun auch ein Fakt, was man aber sicher differenziert bewerten kann.
Ich gebe zu, meine erste Reaktion auf Deine Posts war etwas persönlich und unhöflich, wenn Du aber Deine eigenen Postings mal mit etwas weniger Selbstgerechtigkeit liest, dann wirst Du merken, dass sie auch nocht gerade von Unfreundlichkeit frei sind.
Ansonsten schau Dir den Film trotz allem mal an, das ist er sicher wert, und dann kann man hier vielleicht auch wieder zum Film selbst diskutieren.
Ich werde mir den Film anschauen, keine Angst ;) Mit der "Klappe" war nur eine Reaktion auf deinen Müllton, ich bin wenigstens noch im Themenbereich Film geblieben ;)
Warum du auf mich so angesprungen bist ist mir immer noch ein Rätsel, weil ich dich oder deine Kritik gar nicht ansprechen konnte, das hätte ich sagen könne, ich dachte das ging aus meiner Aussage den Film noch nicht gesehen zu haben hervor, da lag ich wohl etwas falsch...
Auch wirfst du mir einen leicht beleidigenden Ton vor, mag schon sein, aber der ging an andere, die auch schon reagiert haben, ohne meine Frage nach Fakten zu beantworten - wie erwartet. Das war augenzwinkernd in die richtige Richtung und kam auch so an ;) Derjenige hat offensichtlich den Film auch nicht gesehen, zumindestens hat er sich hier eingeklinkt bevore er ihn gesehen hat und nur Vorverurteilungen preisgegeben - dem galt meine Schelte, komischerweise bist du dem nicht an die Gurgel gesprungen, was aber jetzt auch kleine Aufforderung sein soll ;)
Also Fazit des kleinen Streits: Schamm(kopf) drüber und wieder zum Thema kommen, also über den Film Das Leben Der Anderen reden, nicht über irgendwelche hirnrissig beleidigenden Theorien über die Macher...
Übrigens kenne ich das Stasigetue noch sehr gut, nicht direkt weil ich ja gebürtiger West Berliner bin, aber die Wachspunkte hinterm Passfoto hatte ich auch, das Klicken im Telefon war immer da und ein Klassenkamerad wohnte in der Ständigen Vertretung in Ost Berlin, sein Vater war Diplomat und da zogen sie Hals über Kopf aus, nachdem sie bei einer vorzeitigen Rückkehr aus dem Urlaub zwei Fremde in ihrer Wohnung antrafen - also ich habe das recht nah miterlebt...
Zitat von: kami am 7 März 2007, 13:35:41
Und dass der Regisseur recht arrogant daherkommt, ist ja nun auch ein Fakt, was man aber sicher differenziert bewerten kann.
Das ist also ein Fakt? Nur weil einige das hier sehen? Ich dachte eigentlich immer, Sympathie wäre subjektiv. Mir persönlich ist der Regisseur überhaupt nicht unsympathisch und ich finde ihn auch nicht arrogant. Nur, weil du das denkst, brauchst du daraus keine feststehende Tatsache zu machen, zumal eben auch fraglich ist, worauf du deine Aussage stützt. Man kann Arroganz auch schnell mit etwas anderem verwechseln, z.B. mit Schüchternheit, die wiederum auch aus ganz bestimmten Dingen resultieren könnte, von denen du und auch andere keine blassen Schimmer haben können, weil sie diesen Menschen gar nicht kennen.
Ich fänds echt schön, wenn dieser Thread wieder ein angenehmes Niveau erreichen könnte, in dem der Film diskutiert wird und nicht der Regisseur. Ich finde es sehr anmaßend, einen Menschen aufgrund subjektiver, kurzweiliger Eindrücke zu verurteilen.
Im übrigen ist es ja schön und gut, wenn man sich mit der Materie auskennen sollte, wenn man etwas ausgiebig kritisiert. Jedoch hat jeder Mensch ein Recht auf seine eigene Meinung, ob er sich nun ausgiebig informiert hat oder nicht. Denn auch du wirst sicherlich in deinem Leben mal etwas beurteilt haben, womit du dich gar nicht so genau auskennst. Das ist sicherlich in Ordnung, denn wir verfassen hier alle keine wissenschaftlichen Arbeiten, sondern schildern unsere Eindrücke und Überlegungen. Niemand sollte hier Ansprüche darauf erheben, dass er sich besonders gut auskennt (denn das ist gar nicht nachprüfbar) oder dass er es womöglich besser könnte (beliebter Spruch bei Kritisierten: Dann mach es doch besser!), und niemand sollte Anspruch erheben, mehr Recht zu haben, als der andere, wenn die Argumente und Begründungen schlüssig sind oder jemand lediglich seine ersten Eindrücke schildert.
Man muss sich deswegen nicht immer gleich an die Gurgel gehen, wenn jemand die eigene Meinung nicht teilt. Wir hier sind nicht diejenigen, auf die irgendwer in der "realen" Welt hört, kein Regisseur, kein Schauspieler, niemand. Wir diskutieren unsere Ansichten und Meinungen, die man sich auch bilden kann, wenn man sich nicht so gut auskennt. Wie gesagt: Das wäre der Anspruch an einen "echten" Kritiker, auf den tatsächlich jemand hört, oder an eine wissenschaftliche Arbeit.
PS: Kritiker sind im übrigen auch keine übergeordnete Instanz, die aus irgendeinem Grund immer Recht hat. Manche scheinen das ab und zu zu vergessen.
PPS: Warum diskutiert hier eigentlich niemand über die "Arroganz" ;) der Amerikaner, dass sie schon wieder Filme nachfilmen wollen, um sich den Erfolg anzueignen? In einem anderen Forum hat das viele sehr aufgeregt und in meinen Augen auch zurecht. Das ist eine gute Diskussion wert.
Bei Tarantino hat auch noch keiner über seine extreme Arroganz gemeckert... :scar:
Aber lassen wir das lieber ruhen, der Misstand wurde dargestellt und der Thread ist wieder etwas ausgewogen nun besser wieder zum Film... ;)
Zitat von: Seemops am 7 März 2007, 18:08:11
Mir persönlich ist der Regisseur überhaupt nicht unsympathisch und ich finde ihn auch nicht arrogant.
Gut, er ist in so hohem Maße selbstbewusst, welches ihn MIR etwas unsympathisch macht, zumal ich eben seinen Film auch nicht so großartig wie er selbst finde.
Der äußerst sympathische Regisseur ist gerade bei Stern TV ;)
Fand ihn wirklich erstaunlicherweise sympathisch,kompetent und witzig.
So, nun "darf" ich endlich mitreden :icon_twisted:
Mit hohen Erwartungen habe ich gestern endlich den Film gesehen und ich muss vorweg sagen, dass ich begeistert bin! Schauspielerisch hat mich der Film überzeugt, besonders die 3 männlichen Hauptrollen. Bei der weiblichen Hauptrolle möchte ich leichte Abstriche machen, die ich aber eher an der Rolle als an der Leistung festmache.
Die Exposition der Stasiumgebung war gut gelungen, natürlich mag es nicht hundertprozentig der Realität entsprechen, aber das ist auch nicht nötig, um die Umgebung kurz zu beschreiben, es ist ja nicht so, dass aus einem vorbildlichen Original, plötzlich ein bitterböses Regime gezaubert wird, wer was anderes behauptet, kann sich gerne bei mir einen Sack Beton abholen (auch wenn ich die lieber für Bayern aufsparen würde :icon_twisted:).
Die ganze schmierige Atmosphäre der Genossen untereinander, die kahle Dekoration in den Büros und besonders in der Stasikantine wirkten erschreckend authentisch und wenn man beim Nachspann die Reihe der historischen Berater liest, erkennt man, dass das nicht der Fantasie eines Einzelnen entspringt.
Es wurde kritisiert wie ein langgeschossener Schnösel das überhaupt alles wissen kann, ich finde das nicht störend, nein, sogar gelungen und ein echter Gewinn für den Film, den er sackt nicht in eine pathetische Abfertigungsarie der DDR ab, in keinem Punkt und das macht Das Leben Der Anderen zu dem herausragenden Film, der er meiner Mainung nach ist.
Anstattdessen wird in dem gesetzten Rahmen eine Geschichte über Macht und wie man sie mit welchen Konsequenzen einsetzen, ja sogar misbrauchen kann. Die Stasi war ein Machtinstrument, wen sie ans Bein pinkeln wollten, dem haben sie gut Flüssigkeit gegeben, aber dieser Film zeigt auch mal, dass es tzheoretisch anders geht. Nachdem die Abhörung des Theaterautors Dreymann (Sebastian Koch) angeordnet wurde, um dessen Freundin (Martina Gedeck) für den schmierigen Minister Hempf (Thomas Thieme) freizubekommen, tritt Hauptmann Wiesler (Ulrich Mühe) als Abhörleiter seinen Job an. Wiesler ist ein hundertprozentiger Regimeanhänger und nimmt seine Aufgabe sehr ernst. Wird aber aus seiner Einsamkeit, in der er bisher lebte (die Szene wo er sich ein einfaches Abendessen in seiner karg eingerichteten Wohnung bereitet reicht vollkommen aus um das zu zeigen) in eine fast familiäre Situation des Abgehörten und seiner Freundin gezogen und er beginnt Sympathien für diese zu entwickeln. Diese Sympathie bewegt ihn dazu, die Abhörergebnisse zu manipulieren, damit man nichts gegen Dreymann in die Hände bekommt. Aber diese Entscheidung spaltet ihn innerlich, was deutlich wird, dass er bei der ersten deutlichen Regimekritik überzeugt zu seinem Vorgesetzten geht um Dreymann auszuliefern. Aber die Sympathie siegt auch hier, als er der kargen Form des Regimes im Büro seines Vorgesetzten wieder ausgesetzt ist. Ab hier ist er klar auf Seite des Schriftstellers und reduziert die Abhördichte und fälscht die Protokolle, um "seiner Familie" zu helfen.
Mit seiner Entscheidung setzt sich Wiesler über seine eigene Kariere hinweg und fällt tief und es gibt eigentlich kein echtes Happy End, was hier auch extrem gestört hätte.
Ich hatte Angst, dass am Ende alles kaputtgemacht wird, aber zum Glück lässt Dreymann das Auto nicht anhalten, als er Jahre später Wiesler auf der Strasse beim Zeitunsaustragen entdeckt.
Respekt für diesen Debutfilm, ich hoffe, dass Florian Henckel von Donnersmarck noch weiter solch gutgestrickte und liebevoll inszenierte Filme abliefern wird. Ein würdiger Oscarpreisträger!
Zitat von: True Lies am 15 März 2007, 00:38:13
Fand ihn wirklich erstaunlicherweise sympathisch,kompetent und witzig.
Fand ich auch und er hat nochmals klargestellt, dass sein Film n
icht die einzige Wahrheit ist, so wie es ihm manch einer unterstellt hat.
Zitat von: Roughale am 15 März 2007, 11:00:37
Ich hatte Angst, dass am Ende alles kaputtgemacht wird, aber zum Glück lässt Dreymann das Auto nicht anhalten, als er Jahre später Wiesler auf der Strasse beim Zeitunsaustragen entdeckt.
Nun, der Film hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen! Ein ernstes Thema, welches einen über die beachtliche Laufzeit jede Sekunde fesselt.
Dramaturgie und die Leistungen der Darsteller (insbesondere die Ulrich Mühes) sind absolut oscarwürdig, und lassen andere Oscarpreisträger vergangener Jahre (ich meinen damit nicht nur den unsäglichen "Titanic") verdammt blass aussehen.
Vor allem hinsichtlich des Endes möchte ich mich meinem "Vorredner" anschließen: Ein Finale, was man als "Hollywood-Konditionierter" so nicht erwartet hätte. Die Idee mit der Buchwidmung und die Reaktion des Protagonisten war einfach genial: glaubhaft, ohne falsches Pathos, menschlich-würdevoll und tief bewegend.
Kurz: Ein Film mit einem großen (weil bescheidenen) Finale, der sich ganz tief in mein "filmisches Gedächtnis" eingebrannt hat!
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