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Masters of the Air (nach "Band of Brothers" & "the Pacific" - Apple TV Plus)

Begonnen von StS, 11 Oktober 2019, 20:36:22

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StS

Zitat von: undefinedAfter establishing their own in-house studio called Masters, Apple has secured a follow-up to the BAND OF BROTHERS and THE PACIFIC series titled MASTERS OF THE AIR. The project hails from executive producers Tom Hanks and Steven Spielberg, who in 1998 delivered what's often hailed as the "greatest war film of all time," SAVING PRIVATE RYAN. The new series will be featured as a marque attraction for Apple TV Plus, the company's exclusive streaming service which is set for a March, 2020 launch. Managing the Masters studio are renowned video wizards Zack Van Amburg and Jamie Erlicht.

Based on the book by Donald L. Miller, "Masters of the Air" is said to follow the true, deeply personal story of the American bomber boys in World War II who brought the war to Hitler's doorstep. The series is being written by "Band of Brothers" alumnus John Orloff, who is also a co-executive producer. (via Variety)

Spielberg is set to executive produce by way of his Amblin Television studio, and will partner with Hanks and Gary Goetzman for Playtone as part of the effort. Graham Yost, who served as a co-executive producer on BAND OF BROTHERS will do the same for the new series alongside Amblin TV's Darryl Frank and Justin Falvey and Steven Shareshian of Playtone.

For those of you who're keeping count at home, MASTERS OF THE AIR is the second project to be set up at Apple TV Plus courtesy of Spielberg's Amblin Television label, this after the streamer landed Spielberg's AMAZING STORIES anthology series.  (Joblo.com)
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS


The 9-part series event premieres January 26.

Based on Donald L. Miller's book of the same name, and scripted by John Orloff, "Masters of the Air" follows the men of the 100th Bomb Group (the "Bloody Hundredth") as they conduct perilous bombing raids over Nazi Germany and grapple with the frigid conditions, lack of oxygen, and sheer terror of combat conducted at 25,000 feet in the air. Portraying the psychological and emotional price paid by these young men as they helped destroy the horror of Hitler's Third Reich, is at the heart of "Masters of the Air." Some were shot down and captured; some were wounded or killed. And some were lucky enough to make it home. Regardless of individual fate, a toll was exacted on them all.

The series features a stellar cast led by Academy Award nominee Austin Butler, Callum Turner, Anthony Boyle and Nate Mann, who are joined by Raff Law, Academy Award nominee Barry Keoghan, Josiah Cross, Branden Cook and Ncuti Gatwa.
"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

StS

"Diane, last night I dreamt I was eating a large,  tasteless gumdrop and awoke to discover I was chewing one of my foam disposable earplugs.
Perhaps  I should consider moderating my nighttime coffee consumption...."
(Agent Dale B.Cooper - "Twin Peaks")

Wolfhard-Eitelwolf

Sieht imposant aus, aber aufgrund der überbordenden Greenscreen-CGI fürchte ich, dass die bodenständige Qualität und die einnehmende Atmosphäre der Vorgänger nicht erreichbar sein wird.

Mr Creazil

"Nihilist und Christ: das reimt sich, das reimt sich nicht bloß ..."

"Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die ältere heißt Inquisition. "

"Who fights with a ladder - well, Jackie Chan does!"

https://letterboxd.com/mrcreazil/

Private Joker

Ob irgendwann auch noch die Navy ihre "Band of.."-Version bekommt ? Wobei man befürchten muss, das mangels jedwedem original-schwimmfähigen Kriegsgerät aus der Zeit dann ausschließlich CGI-Pötte zu sehen sein werden, für dann vermutlich 400 Mio Budget.

Allzu weit entfernt davon dürfte auch der hier, die Air-Force-Variante, nicht mehr sein, sowohl in Sachen Kosten als auch bezüglich des CGI-Anteils, einige hier haben es ja schon befürchtet. Soweit ich das gelesen habe, gibt es noch 4-5 flugtaugliche B-17, schon schade, dass sich das Produktionsteam nicht wenigstens um eine davon bemüht hat, und sei es nur, um ein paar Establisher oder (natürlich) gefechtsfreie Überflugsszenen zu drehen. Immerhin hat man wohl drei Exemplare relativ originalgetreu nachgebaut, was dann technisch zum heute üblichen Gemischtwarenladen führt: Ein paar relativ authentisch - und damit schon irgendwie beeindruckend - aussehende Szenen vor allem bei Start und Landung; der gesamte Rest ist dann praktisch ausschließlich CGI, darunter ein paar gute und viele doch eher künstliche Szenen. Muss man wohl mit leben, solange die ganze Filmtechnik nicht noch mal einen Quantensprung macht, Stichwort KI/Midjourney und Co.

Inhaltlich würde sich da ja durchaus eine grenzpolitische Diskussion um die Legititmät von Bombenkriegen gegen die Zivilbevölkerung (damals wie heute) anbieten, aber weil die bislang von mir gesehenen drei Folgen das noch nicht beeinhalten (da geht es nur gegen "militärische" Ziele), verschiebe ich das mal. Auffällig ist aber schon, in welchem Ausmaß das ja eigentlich dem liberal-linken Hollywood zugehörige Produzententeam um Spielberg / Hanks auf der patriotischen Tastatur klimpert und die ansonsten gerne mal zur Schau gestellte Diversität am Boden lässt, wenn es in den Krieg und vor allem gegen die Deutschen geht (wobei, Stichwort "Diversität" - die schwarzen "Tuskegee Airmen" werden lt. Vorspann noch ihren verdienten Auftritt haben, hoffentlich fällt der besser aus als im grottigen Kriegs-Comic "Red Tails").

Ansonsten: Ja, das hat durchaus Dranbleiberqualitäten, die Szenen im Flugzeug insbesondere in den engen MG-Gondeln und unter Beschuss sind erwartungsgemäß intensiv, die Machart ist von der CGI-Frage abgesehen gewohnt professionell. Die ganz große Begeisterung, die zumindest die erste Staffel in den USA hervorgerufen hat, wird die hier aber vermutlich nicht erzeugen. Gerade weil man die "Ausbildungsphase" erstaunlicherweise komplett weggelassen hat (sofern nicht noch ein Flashback kommt) läuft das ein bisschen auf "gutaussehende Jungschnösel mit erstaunlich hohem Rang für ihr Alter zeigen den Deutschen mal, was ein echter Ami drauf hat" hinaus, und das zu einer Kriegsphase, als die Sache eigentlich schon entschieden war. Insofern neige ich da bislang maximal zu einer 6/10, die Vorgänger hatte ich doch etwas packender in Erinnerung.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

Private Joker

9 Folgen später sind wir nun durch. Am Ende gibt es neben den obligatorischen Bilder der realen Vorbilder und ihres Verbleibes sogar noch - wenn ich das richtig gesehen habe -  ein paar Szenen mit tatsächlich fliegenden, echten B-17. Nette Zugabe, aber macht das die Sache jetzt wirklich "rund" oder besser?

Hierzulande sieht man so was vielleicht auch mit etwas eher gemischten Gefühlen - und die Serie lässt auch gleich mal ein riesiges Scheunentor offen: Die großen Bombenangriffe auf Hamburg, Dresden und andere Innenstädte finden filmisch schlicht nicht statt. Kein Blick von oben auf das Inferno, geschweige denn mal auf die Bevölkerung unten. Passt ja vielleicht nicht ins Weltbild. 

Statt dessen gibt in der Handlung ab Folge 4 oder 5 einen massiven Break - die formellen Hauptfiguren Egan und Cleven treten wie die Luftangriffe zurück, und es gibt ausgedehnte, aber letztlich eher ziellose Stalag-Szenen mit den üblichen Nazi-Karikaturen im ständigen bellenden Tonfall, den die Amis bei uns Deutschen so "lieben". Auch sonst passt da vieles nicht mehr zusammen: Die Tuskegee-Airmen tauchen angekündigterweise auf (und werden auch im Nachspann prominent gewürdigt), aber warum die aufgestellt wurden, mit welchen Vorurteilen sie zu kämpfen hatten und welche Erfolge sie erzielt haben, das bliebt weitgehend unerwähnt und Stückwerk. Für militärhistorisch Interessierte gibt es zwar keine groben Fehler, aber über die Technik der B-17 oder P-51, die Taktiken im Bomberkrieg, die Gegner (Me 262?) und die realen Auswirkungen des Luftkrieges erfährt man relativ wenig.

Dass da nicht gespart wurde, an Geld, (überwiegend soliden) Effekten und Material hatte ich ja mehrfach erwähnt. Natürlich auch nicht an Pathos - die Endsequenzen im KZ hat man sich so ein bisschen bei der Ursprungsserie ausgeborgt. Einige Szenen verfehlen ihre Wirkung nicht, das wäre bei der versammelten Prominenz / Kompetenz hinter der Kamera und der gesamten Produktion auch ein Wunder.

In der Summe, heutzutage und hierzulande nicht leicht zu bewerten. Ist das wirklich angemessen, in einer Zeit, in der jeder Raketentreffer der russischen und anderer Armeen auf Zivilgebäude sofort als Kriegsverbrechen gilt, einen derart umfassenden Bombenkrieg abzufeiern ? Führt hier wahrscheinlich zu weit, aber gerade weil da keine Berufs-Trumpisten, sondern die "liberal-linke Elite" Hollywoods hinter der Serie steht, erlaube ich mir mal ein leichtes Stirnrunzeln.

Als Unterhaltungsprogramm mit Stärken und Schwächen - eine wirklich rote Linie entwickelt die Serie nicht oder nur phasenweise. Technisch aber erwartungsgemäß solide und mit einigen schon sehr beeindruckenden Szenen - dafür dann mal etwas unentschlossene 6/10.
"Ich bin zu alt für diesen Scheiß" "Dem Scheiß ist es egal, wie alt Du bist" (James Grady - Die letzten Tage des Condor)

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